Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nicolas Blancho an einer Kundgebung. Bild: KEYSTONE

IZRS-Präsident Nicolas Blancho versucht eine Pistole zu kaufen



Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz will eine Schusswaffe erwerben – und hat damit einen Rechtsstreit ausgelöst. 

03.08.15, 05:33 03.08.15, 09:01

Der Präsident des umstrittenen Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) hat bei der Berner Kantonspolizei den Antrag gestellt, eine Pistole zu beschaffen. Der 32-Jährige begründet seinen Plan gegenüber dem «Tages-Anzeiger» mit den zahlreichen Drohungen, die gegen ihn und seine Familie ausgesprochen würden. 

Doch Blancho erhielt keinen Waffenschein – zumindest nicht im ersten Anlauf: Die kantonale Polizei hege starke Sicherheitsbedenken und habe deshalb im April das Gesuch abgelehnt, schreibt der «Tages-Anzeiger». Dagegen rekurriere der Salafisten-Chef nun – mit intakten Chancen. 

Denn das Schweizer Waffengesetz, nach wie vor eines der liberalsten, könne Gesuche von volljährigen und mündigen Personen nur aus wenigen Gründen ablehnen. Beispielsweise wegen gemeingefährlicher Gesinnung, angedrohter Gefährdung von Dritten oder Einträgen im Strafregister.

Er habe aber einen tadellosen Leumund, erklärt Blancho gegenüber der Zeitung. Warum also wird Blancho die Waffe verweigert? 

In heiklen Fällen würden Experten des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) konsultiert, heisst es im Bericht. Dort müsse etwas vorliegen, das es nicht erlaube, dem IZRS-Präsidenten den Waffenerwerb zu gestatten. Was genau, ist unklar. Blancho habe keine Anhaltspunkte, auch dass er keinen Militärdienst leiste, könne kein Grund sein, sagte der 32-Jährige. (dwi) 

Abonniere unseren Daily Newsletter

7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • decay 03.08.2015 22:26
    Highlight Gebt diesem clown einen rasierer und nicht einen Wes -.-
    3 0 Melden
  • adritschka 03.08.2015 09:22
    Highlight Dieses "Waffe für Selbstverteidigung"-Thema ist doch eh für den Hintern, wie man am Beispiel Amerika sieht und gefährdet mehr Menschenleben, als dass es schützt - ob der Waffenbesitzer nun radikaler Muslim ist oder nicht.
    Sollte er sich nicht besser unter Polizeischutz stellen lassen, wenn er sich bedroht fühlt?
    24 4 Melden
  • goschi 03.08.2015 09:06
    Highlight Bitte korrekt unterscheiden:
    - Waffentragschein: Bewilligung zum dauernden Führen einer Schusswaffe
    - Waffenerwerbsschein: Bewilligung zum Kauf von 1-3 Schusswaffen oder wesentlichen Waffenbestandteilen

    einen "Waffenschein" gibt es nicht.
    25 3 Melden
    • Anded 03.08.2015 09:52
      Highlight Genau. Und hat man die Waffe gekauft und ist sie registriert, braucht es gar keinen Schein mehr für den Besitz. Man kann einem dubiosen Waffenbesitzer also nicht einfach den "Waffenschein" entziehen wie einem Verkehrssünder den Führerschein.
      7 1 Melden

Verschärfung des Waffenrechts: Nationalrat tritt auf Vorlage ein

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die EU ihr Waffenrecht verschärft, die Schweiz muss nachziehen. Die SVP lauft dagegen Sturm. Die anderen bürgerlichen Parteien halten den Ball flach. Der Nationalrat ist am Mittwoch auf die Vorlage eingetreten.

Zu viel steht auf dem Spiel: Setzt die Schweiz die Verschärfung der EU-Waffenrichtlinie nicht um, wird sie aus Schengen/Dublin ausgeschlossen. Das verschärfte Waffenrecht bringe zwar einen geringen Sicherheitsgewinn, sagte FDP-Sprecherin Corina …

Artikel lesen