Schweiz
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Handschlag-Debatte: Jetzt will die muslimische Familie den Schweizer Pass

Die Baselbieter Familie, deren zwei Söhne der Lehrerin den Handschlag verweigern, will sich einbürgern lassen.

16.04.16, 16:04 16.04.16, 17:02

bz



Nun wollen sie die Schweizer Staatsbürgerschaft: Die Familie aus Therwil, deren Söhne der Lehrerin den Handschlag verweigern. Der Vater hat für sich und seine Familie ein entsprechendes Gesuch gestellt, wie die Basler Zeitung am Samstag berichtet. Es sei am 4. Januar bei der Baselbieter Sicherheitsdirektion eingegangen.

Als bekannt geworden war, dass die Sekundarschule von Therwil den 14- und 16-jährigen Söhnen eine Handschlag-Dispens erteilte, ging ein Aufschrei der Entrüstung durchs Land. Seither wird wieder einmal heftig über Integration und die Grenzen des Tolerierbaren debattiert.

Das Baselbieter Amt für Migration überprüft aktuell den Integrationsgrad der Familie. Dessen Leiter Hanspeter Spaar sagte gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung»: «Wir werden jedes einzelne Mitglied der Familie befragen.»

Dabei geht es nicht um den Handschlag, sondern ganz allgemein um die Integration der Familie, ihre Sprachkenntnisse, ihre wirtschaftliche Situation etc. Das ist auch deshalb möglich, weil der Kanton Basel-Stadt, wo der Vater in der König-Faysal-Moschee als Imam arbeitet, mit allen muslimischen Geistlichen eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen hat.

Der Vater kam 2001 als Flüchtling aus Syrien in die Schweiz.

«Ich denke nicht, dass wir da klein beigegeben haben»: Jürg Lauener, Rektor der Sekundarschule Therwil

(Tele Züri, 4.4.2016) Video: kaltura.com

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    Alle Leser-Kommentare
  • MaxHeiri 17.04.2016 03:59
    Highlight Solche Ignoranten nehmen Millionen anderen den Platz weg. Es gibt in den Entwicklungsländern Millionen von Familien, die alles dafür geben würden ein Teil unserer Gesellschaft zu sein. Stattdessen müssen wir darüber diskutieren, dass solche im Text erwähnte Kulturverweigerer sich hier niederlassen.
    71 4 Melden
    • FrancoL 17.04.2016 10:09
      Highlight So zu meinem einfach gestrickten Verständnis; Wie können einige Wenige in der Schweiz, Millionen den Platz wegnehmen?

      oder sind Sie der Meinung dass man noch Millionen den Platz anbieten sollte?

      oder sind es Millionen die in der Schweiz als Kulturverweigerer agieren, dann würde die Aussage aufgehen?
      3 5 Melden
    • Hierundjetzt 17.04.2016 12:23
      Highlight FrancoL: er meint, dass wir wegen einen blöden und absolut peinlichen Minderheit unsere gesamte Integrationsbereitschaft aufs Spiel setzen

      Und DAS darf nicht sein. Danach ists nur noch ein kleiner Schritt zur Ablehnung aller. Brennende Häuser inkl.

      Das will ich nie bei uns haben. Darum: Denn wenigen doofen klar und hart die Grenzen aufzeigen, damit die restlichen 99% Flüchtlinge bei uns in Ruhe leben können
      9 0 Melden
    • FrancoL 17.04.2016 12:44
      Highlight @Hierundjetzt; Gehe mit Ihnen einig dass die Integrationsbereitschaft nicht torpediert werden soll. Ganz klar. Aber gerade solche reisserischen Aussagen bringen diese Bereitschaft mit ins Wanken. Dieses Thema hätte auf Sparflamme gekocht werden müssen, nun führt es zu den unsinnigsten Aussagen und Behauptungen und was für mich ärgerlich ist: es gibt vielen nicht so die Integration von Zuwanderer stützenden Schweizern einen Steilpass um die Integration grundsätzlich in Frage zu stellen.
      2 2 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 17.04.2016 00:28
    Highlight Und ich so: Nö, lieber nicht! ;)
    76 1 Melden
  • theswissguy 16.04.2016 21:20
    Highlight Also wenn diese Familie nach diesen Vorkommnissen noch den CH-Pass erhält, überlege ich mir, meinen CH-Pass abzugeben! Irgendwo hört auch meine Toleranz auf...
    94 10 Melden
    • FrancoL 17.04.2016 00:17
      Highlight Wenn der Pass im Nachgang zu Ihrer Toleranz steht dann dürfen Sie in sofort abgeben.
      11 66 Melden
    • theswissguy 17.04.2016 15:18
      Highlight @AL:BM Ich kann auch nicht ausgebürgert werden, weil ich nur die Schweizer Staatsangehörigkeit habe. Es geht mir hierbei mehr um die Symbolik. Ich schäme mich teilweise wirklich für mein Land...
      2 0 Melden
  • Citation Needed 16.04.2016 19:28
    Highlight Das 'JETZT' im Titel ist falsch. Chronologisch kam doch Einbürgerungsgesuch VOR Händeschüttel-Skandal. Nicht, dass es jezt reisserisch wär... aber die Fakten reichen auch ungepimpt völlig für eine spannende Story. Danke.
    102 6 Melden
    • theswissguy 16.04.2016 21:21
      Highlight Der Teufel steckt im Detail...:-)
      28 2 Melden
    • FrancoL 17.04.2016 00:18
      Highlight Der Teufel kann bewusst ins Detail gesteckt werden!
      14 10 Melden
    • Turi 17.04.2016 10:05
      Highlight Citation, habe gerade versucht rauszufinden, wann der Händeschüttelskandal begonnen hat, Gespräche mit den Eltern etc. Habs nirgends gefunden. Aber das hat ne Weile vor der Publikation in den Medien begonnen. Manche sagen gar auf einer Schulreise letztes Jahr. Das jetzt im Titel ist also nicht zwingend falsch.
      1 0 Melden
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  • koks 16.04.2016 16:10
    Highlight jetzt prescht dann bestimmt wieder die SP vor und fordert vereinfachte einbürgerung für diese familie. im gleichen atemzug für mehr rechte für die frau. tsts...
    128 57 Melden
    • goschi 16.04.2016 17:23
      Highlight So, würde das die SP tun? Wieso denn? und gibt es dafür Präzedenzfälle seitens der SP?

      oder war das nur ein stumpfer Schuss aus der Polemikhüfte um das eigene Feindbild zu zelebrieren?
      57 111 Melden
    • Maett 16.04.2016 18:00
      71 14 Melden
    • goschi 16.04.2016 18:20
      Highlight Ja und das sind alles legitime politische Forderungen, haben aber gerade betreffend link 2+3 absolut nichts mit ihrem obigen Vorwurf zu tun und erster Link ist ein sehr konkretes beispiel, wo eben bestehende verfahren Lücken aufweisen können und hat auch keine vergleichbarkeit zu ihrem Vorwurf.
      22 64 Melden
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