Schweiz
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Der Händedruckstreit an der Sekundarschule Känelmatt in Therwil geht weiter.
bild: googlemaps

Jetzt reden die Händedruck-Verweigerer: «Politiker benutzen uns»

Die Handschlag-Verweigerer aus Therwil BL sorgen weltweit für Schlagzeilen. Jetzt melden sich die syrischen Brüder erstmals ausführlich zu Wort.

10.04.16, 09:16 10.04.16, 15:47


Im Interview mir der «SonntagsZeitung» zeigen sich die beiden 14- und 16-jährigen Schüler schockiert über das Ausmass, das der Fall angenommen hat. «Wir fügen doch niemandem Schaden zu», sagt der jüngere der beiden. «Journalisten passen uns ab, in der Schule, in der Moschee. Wildfremde Leute drohen uns.»

Für den älteren der zwei Knaben ist klar: «Politiker benutzen uns, um Stimmung gegen Muslime zu machen, ganz besonders Vertreter der SVP.» Und das obwohl er und sein Bruder gut integriert seien und sich an die Gesetze halten würden.

«Wie kann man uns so angreifen, ohne uns zu kennen? Alle diese Leute, sie wissen nichts über uns.» Zu Radikalisierungsbefürchtungen der Schulleitung sagen sie: «Sind wir radikal, weil wir die Gebote des Islam befolgen? Das ist doch unsere Pflicht.»

Online-Video war Vorlage

Sie seien durch ein Online-Video auf die Idee gekommen, Frauen nicht mehr die Hand zu reichen, erzählen sie der «Schweiz am Sonntag». Ihr Vater habe ihnen auf Anfrage lediglich bestätigt, dass dies tatsächlich so im Koran stehe. Ihr Vorbild sei der Prophet Mohammed. Dieser habe nie Frauen berührt – ausser seine eigene.

Auch für das «IS»-Propaganda-Video auf dem Facebook-Profil des 14-jährigen Schülers gibt es eine Erklärung: Die problematische Botschaft sei ihm nicht bewusst gewesen, das Video habe ihm einzig wegen der hinterlegten Musik gefallen, sagt der Jugendliche. 

Der 16-jährige Bruder zur «Sonntagszeitung»: «Mein Bruder und ich sind ganz klar gegen den «IS». Der Islam verbietet es, Zivilisten zu töten.» Unterdessen ermittelt die Polizei wegen des Videos gegen den Jüngeren.

Bereits seit dem letzten Jahr wird das Brüderpaar vom Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) betreut. Vertreter der Organisation, die vom Nachrichtendienst beobachtet wird, begleiteten die beiden auch an Sitzungen mit der Therwiler Schulleitung.

Auch Mädchen verweigern

Die «Schweiz am Sonntag» berichtet von neuen Fällen von Händedruck-Verweigerern – diesmal sind es Mädchen, die ihrem Lehrer die Hand nicht geben. Ein konservativer Muslim, der in der König-Faysal-Moschee verkehrt, sagt, seine beiden Töchter besuchen die Basler Gymnasien Münsterplatz und Kirschgarten.

Probleme hätten sie mit dem Schwimmunterricht, den sie verweigern und dafür jährliche Bussen von 750 Franken bezahlen. Doch für die Begrüssung hätten sie eine konfliktfreie Lösung gefunden. Bei der ersten Begegnung würden sie den Lehrern jeweils die Hand reichen.

Danach würden sie ihnen erklären, dass sie sich künftig auf eine kontaktlose Art begrüssen möchten: Indem sie die rechte Hand auf die linke Brust legen. Diese Form werde von den Lehrern akzeptiert, erzählt der Vater. (nch/ldu/bzbasel.ch)

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176Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fredu 11.04.2016 08:53
    Highlight Das ist doch alles Pipifax. Wir gaben unserem Lehrer vor Jahrzehnten auch nicht die Hand, hat auch niemand verlangt. Man kann und soll sich verbal Begrüssen, dieses zu verweigern wäre schon eher bedenklich. Das gleiche Theater mit dem Kopftuch. Unsere Grossmütter haben fast ALLE Kopftücher getragen und waren nicht muslimisch.
    Ein ganz anderes Thema ist, wenn wir uns den Muslimen anpassen sollen und das im eigenen Land. Wenn wir uns in ein anderes Land begeben, müssen WIR uns dort anpassen. Z.B. keine christlichen Kreuze, kein Schweinefleisch im Zivilschutz. DAS ist sehr bedenklich!
    8 6 Melden
    • andersen 11.04.2016 17:32
      Highlight Fredu

      Nun, wo steht es, dass wir die Muslime anpassen sollen?
      Es gibt Lehrer, wo diese Geste mit der Hand geben pflegt, aber wo die 2 Schüler sich verweigert haben, hat der Schule keine Massnahmen getroffen, weil es nicht in der Verfassung steht.

      Das wir kein Kopftücher mehr trägt, ist fortschrittlich, das heisst, niemand wollen sich Einzwängen mehr und es ist doch so schön, wenn man der Frühlingsluft um die Haare spürt.

      Viel Spass!
      1 1 Melden
  • Zerpheros 11.04.2016 08:43
    Highlight "Ihr Vorbild sei der Prophet Mohammed." Ok, Jungens, dann aber konsequent: Gab es Computer, Smartphones, YouTube, Trams, Strom aus der Steckdose und doppelt verglaste Fensterscheiben oder Autos zu Zeiten des Propheten? Nein? Dann weg mit dem Teufelszeug. Oder anders: Findet einen kreativen Weg, Euren Glauben zu leben, ohne Eure Mitmenschen beständig vor den Kopf zu stossen. Und lasst diesen pubertären Egofick, dann klappts auch mit der Religion.
    25 0 Melden
    • FrancoL 11.04.2016 22:39
      Highlight Interessanter Ansatz! Da kämen die beiden Jugendlichen schön ins Schwitzen.

      Beim zweiten mal überdenken stellt sich die Frage; würde man bei jedem der eine Regel nicht einhält mit einer vielleicht auch fadenscheinigen Begründung, ähnlichen Ansatz ansetzen, dann käme wohl ein guter Teil der Gesellschaft ins Schwitzen und der andere Teil der Gesellschaft würde unter dem Wirtschaftsniedergang leiden.
      Diese Ambivalenz ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.
      3 0 Melden
    • Zerpheros 12.04.2016 00:33
      Highlight Wir kommen immer ins Schwitzen, weil das Leben Haken schlägt wie ein Hase. 😒 Mein Gedanke war: Die religiöse Schrift ist an ihre Zeit gebunden. Sie daraus isolieren zu wollen, funktioniert nicht: Die Welt ist heute anders, auch wenn ich die Tragik sehe, sich eine interkulturelle Identität zusammenbasteln zu wollen. Das Ziel bleibt letztlich auch eine Konstruktion, selbst wenn sich die beiden Jungen ihren Propheten bauen. Die Widersprüche, die sie sicher auch merken, werden sie mit religiösem Eifer nicht auflösen, sondern vertiefen. This is my truth - tell me yours ...
      3 0 Melden
    • FrancoL 12.04.2016 07:51
      Highlight @Zerpheros; Ich verstehe deine Gedanken und teile auch deren Herleitung. Ich ergänze diese Gedanken nur mit meiner Sicht dass dieser Spagat oder Widerspruch bei vielen "zusammengebastelten Identitäten" zutreffen kann und damit möchte ich zu Ausdruck bringen, dass viele von uns diese Ambivalenz zu leben haben und darum nicht nur mit dem Zeigefinger auf diese Jungs gezeigt werden darf, sondern auch zur Entlastung die eigene Unfähigkeit diese Ambivalenz abzulegen mitbetrachtet werden sollte. Dies soll nicht eine Entschuldigung für die Jungs sein sondern eine Abmahnung an uns selbst darlegen.
      2 0 Melden
    • Zerpheros 12.04.2016 08:27
      Highlight Stimmt. Während man mit dem Zeigefinger auf Leute zeigt, zeigen die drei übrigen Finger auf einen selbst. Das sollte man bei der Sündenbocksuche immer im Kopf behalten...
      1 0 Melden
  • Benzy 10.04.2016 18:53
    Highlight Desto mehr Menschen Stimmung gegen Muslime machen und Initiativen wie das Verhüllungsverbot einreichen, umso mehr werden sich die Muslime in der Schweiz abschotten und auch radikaler werden.
    20 37 Melden
  • Amadeus 10.04.2016 17:44
    Highlight Handshake-Gate
    14 3 Melden
  • Adlerauge 10.04.2016 15:07
    Highlight Aus dem Glauben sind keinesfalls politische Sonderrechte abzuleiten. Genau aber das versuchen radikale Islamanhänger. Die Trennung von Kirche und Staat ist durchzusetzen. Die Handschlagverweigerung ist Teil einer Salamittaktik, mit der es den Fundamentalisten gelingt, auf der anderen Seite immer wieder auf tolerante Verhamloser zu treffen und sie für sich instrumentalisieren. Es ist der Versuch, auf immer mehr vermeintlich kleinen Schauplätzen ihre politischen Regeln durchzusetzen. Es wird Zeit, dass die Verharmloser durch Politiker, die Führungsverantwortung übernehmen, abgelöst werden.
    119 15 Melden
    • Maria B. 10.04.2016 16:17
      Highlight Da gehe ich absolut mit dir einig, Salamitaktik auf dem Weg zum immer mehr einfordernden Euroislam! In England wird von den Muslimen bekanntlich immer mehr nach der Scharia gerufen, um ihre sog. eigenen Belange auch nach koranabhängigen Gesetzbarkeiten abzuurteilen. Und wir lassen uns Stück für Stück von Menschen und deren credo vereinnahmen, solchen die unsere Wertvorstellungen nur sehr marginal teilen. Zeit, sich aufzuraffen, statt alles nur "friedliebend" und auf dem Weg des geringsten Widerstandes hinzunehmen.

      Man gerät schon immer mehr ins Nachdenken!
      67 12 Melden
  • Neo83 10.04.2016 14:53
    Highlight Ganz einfach ist es. In dem Land wo man sein Leben leben möchte soll man sich anpassen und nicht das Land den jenigen die hier leben möchten.
    Währt man sich gegen ein Kultur in einem Land so muss mit dem gerechnet werden das die dort lebenden Landsleute etwas gegen einem haben. Anpassen!!!
    72 4 Melden
  • älter klüger 10.04.2016 14:51
    Highlight Das Ganze ist kein Sturm im Wasserglas und auf keinen Fall eine Bagatelle. Ich empfehle, dazu einen Beitrag von Elham Manea, der aus dem Jemen stammenden 50-jährigen Privatdozentin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Zürich, zu lesen. Die Schweizer Muslimin zeigt in der heutigen "NZZ am Sonntag" auf, wie verfehlt es wäre, die Handschlagverweigerung auf die leichte Schulter zu nehmen.
    Hier ein indirekter Link zum Beitrag: https://www.kath.ch/medienspiegel/die-verweigerung-des-handschlags-ist-nur-der-anfang/
    63 10 Melden
    • Zerpheros 11.04.2016 07:51
      Highlight @älter klüger
      Sie verlinken tatsächlich auf kath.net, die stramm rechts-katholische Kampfpostille mit den Alt- und Neunazi im Forum? Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, oder?
      9 5 Melden
  • bangawow 10.04.2016 14:01
    Highlight Es ist schon erstaunlich, wie ein Einzelfall schweizweit Wellen schlagen kann. Tag ein, Tag aus. Die Medien freut's. Die Politiker. Die Islamfeinde. Die Rütliwieserasenpfleger.

    Versteht mich nicht falsch, ich finde auch, man soll den Lehrern doch die Hand geben, die anderen müssen das ja auch, ABER das Tratra, welches wegen zwei Nasen, äh Händen, gemacht wird, ist jenseits von Gut und Böse. Shame on you.
    50 101 Melden
  • maxi 10.04.2016 13:50
    Highlight zuerst verweigern sie unsere sitten. und jetzt sind wir alle böse...geht doch in ein land wo dies toleriert wird! dann fragt man sich noch wieso immer mehr menschen eine abneihung gegen solche empfinden!
    112 24 Melden
  • AdiB 10.04.2016 13:35
    Highlight diese geschichte ist eine sache zwischen der schule und den 2 jubgs.
    ich kenne diese jungs nicht und soe hatten nie negativen einfluss auf mein lrben, daher werde ich nicht über sie urteilen oder sie verunglimpfen. sie interessieren mich nicht. das gilt auch für ihre familie und umfeld.
    ich habe im leben andere sorgen als ob 2 mir unbekannte menschen jemanden die hand schütteln. ihr regt euch deswegen auf und schadet euer gesundheit, körperlich so wie seelisch. ist es das wert? wegen 2 menschen die nie einen einfluss auf dein privatleben oder jemandes der dir nahe steht hatten.
    27 76 Melden
    • kTri 10.04.2016 15:18
      Highlight Mir geht es bei dieser Thematik auch überhaupt nicht um die Verweigerung des Handshakes, vielmehr empfinde ich die teils simplen Mittel, welche eine derart vehemente Resonanz auslösen, äusserst bedenklich. Wenn etwas in Bewegung kommen soll, weil man Gegebenheiten anpassen oder optimieren möchte, dann sollte man sich bitte etwas mehr Mühe geben. Mir fehlt bei all diesen Forderungen die Fähigkeit, sich für etwas bedingungslos einzusetzen, den Willen, die Menschen mit Überzeugungsarbeit für sich zu gewinnen und das Gespür, leidenschaftlich und dennoch kompromissbereit zu argumentieren.
      7 19 Melden
  • axantas 10.04.2016 13:13
    Highlight Ich finde das Ganze einfach nur oberpeinlich. Nur weil zwei pubertierende Jungs das Gefühl haben, sie müssten sich mit etwas profilieren, beschäftigt sich das ganze Land bis zum Bundesrat mit so einer Nichtigkeit. Es gibt Regeln hierzulande und an die hält man sich grundsätzlich. Ende.
    Was noch entlarvender ist: Nun kommt bereits wieder der Vorwurf, dass sie von der Politik benutzt werden. Das drängt sie irgendwann ins Abseits, sie werden beeinflussbar, radikalisieren sich und dann - eben...
    Letztlich sind dann wieder die anderen Schuld, selber hat man gar nichts gemacht...
    36 32 Melden
    • Retarded Wizard 10.04.2016 13:54
      Highlight Eine Frage drängt sich mir hier auf : Wie nennt man Radikale die sich radikalisieren?
      35 5 Melden
    • Theor 11.04.2016 09:42
      Highlight Rasikalisierter
      1 0 Melden
  • kTri 10.04.2016 13:09
    Highlight Der Selbstinszenierungswahn nimmt langsam groteske Formen an. Indem man seine Ideale über die einer ganzen Gesellschaft stellt offenbart man unmissverständlich, dass die eigenen Werte und Bedürfnisse mehr Bedeutung haben... Bin mir nicht sicher was mich mehr irritiert, die Anmassung derer oder die Tatsache, dass wir (Allgemeinheit) ungebremst und leider oftmals ungefiltert, auf diese Entwicklung reagieren respektive agieren...
    62 9 Melden
  • MaskedGaijin 10.04.2016 13:00
    Highlight ja klar, ich schaue mir auch immer videos der reichsparteitage an. aber nur wegen der musik... 🙈
    133 7 Melden
    • Erode Terribile 10.04.2016 13:58
      Highlight wo ein Rauch ist - da ist auch ein kleines Feuer
      33 4 Melden
    • Zerpheros 10.04.2016 15:27
      Highlight Also, ich lese immer den Playboy, aber ausschliesslich wegen der Reportagen...
      45 0 Melden
    • MaskedGaijin 10.04.2016 15:46
      Highlight Black Metal und Daech ist aber nicht wirklich das gleiche.
      16 2 Melden
  • amzi3103 10.04.2016 12:56
    Highlight kommen die vielen Blitzer für moslem-tolerante Antworten und die vielen anti-islam-Kommentare eigentlich von all jenen, die sich auf 20min den Virus eingefangen haben und nun auf watson ihren Islam-Missmut kundgeben? wenn ja, dann geht bitte wieder, ich hab mich auch wegen euch von 20min distanziert und fühlte mich bisher auf watson wohl. Das soll auch so bleiben.
    61 116 Melden
    • FrancoL 10.04.2016 13:17
      Highlight Ich stelle Gleiches fest. Es blitzt sobald man ausgeglichen zum Händedruck postet. Habe mir aber die Mühe gemacht alte Artikel durchzugehen und stelle fest dass einige damals Tolerantere heute nach den Attentaten keine Toleranz mehr zeigen. Ich finde damit hat der IS ein zweites mal gewonnen. Man beginnt auszugrenzen mit Begründungen die nur auf den Islam angewendet werden. Keiner will eine Parallelgesellschaft, aber viele arbeiten auf diese Parallelgesellschaft hin. Das wundert mich masslos.
      53 47 Melden
    • elmono 10.04.2016 13:43
      Highlight Ach immer das herrliche 20 Minuten bashing. Ich bin absolut tolerant gegenüber allem und jedem und trotzdem sage ich jedem klipp und klar meine Meinung, auch wenn diese politisch nicht immer ganz so korrekt ist. Und meine Meinung dazu ist: Eine Handschlag-Verweigerung ist für mich keine grosse Sache, doch diese nicht so grosse Sache ist erst der Anfang von Dingen, die wir heute in Belgien, Deutschland und Frankreich haben und ich will nicht, dass diese Dinge (Parallelgesellschaften) auch in der Schweiz irgendeinmal existieren. Integration ist keine Einbahnstrasse.
      79 11 Melden
    • Maracuja 10.04.2016 13:56
      Highlight Muss wer tolerant gegenüber Muslimen oder z.B. Christen ist, zwingend auch tolerant gegenüber intoleranten/extremen Strömungen innerhalb dieser Religionen sein? Der akt. Konflikt betrifft eine kleine Minderheit unter den Muslimen. Für mich stellt nicht der verweigerte Handschlag ein grosses Problem dar, sondern der Extremismus, der dahintersteckt. Und das Ärgernis, dass die Behörden den IZRS 1x mehr aufwerten und als Gesprächspartner akzeptieren. Dürften Schüler, deren rechter Kleiderstil von der Schulleitung nicht toleriert wird, PNOS-Vertreter zu Gesprächen mitbringen? Züchte Raben ...
      74 3 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 14:13
      Highlight @amzi: Das greift zu kurz. Viel zu kurz.

      Ich bin gegen jede Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion und Geschlecht. Ich bin quasi so ein Gutmensch.

      Und nun die Gretchenfrage: Wer verstösst mit der Verweigerung des gegengeschlechtlichen Handschlages gegen diese Prinzipien...? Ahhh... Voilà. Das finde ich nicht ok und dafür stehe ich ein. Und ich lasse mich nicht in die 20min Ecke dafür drängen.
      59 3 Melden
    • Retarded Wizard 10.04.2016 14:19
      Highlight Der Islam-Missmut ist begründet.

      Wenn mir ein Moslem sagen würde, dass er die Scharia verabscheue oder Schwule gleichwertige Menschen sind, denen dieselben Rechte zustehen wie anderen, ja dann würde ich meine Meinung bestimmt überdenken.

      Aber ja, sind doch nur Schwule und die Scharia ist eigentlich gar nicht so tragisch, richtig? Oder ist es der Kontext?

      Ich habe, nach etlichen Gesprächen mit muslimischen Mitbürgern resigniert. Die Furcht/Unterwerfung vor Gott ist da einfach zu gross. Zweifel am Koran existieren fast gar nicht.

      Warum wollt ihr etwas derart Intolerantes tolerieren?




      71 7 Melden
    • FrancoL 10.04.2016 14:37
      Highlight An Alle: unter Toleranz oder toleranten Ansätzen verstehe ich nicht einfach ein Zulassen oder Verweigern, ich verstehe einen Diskurs, der nicht blindlings auf einer Schiene fährt, sondern mehrere Aspekte zulässt und auch das Thema etwas weiträumiger angeht. Das Verstossen gegen die von vielen plötzlich hochgehaltenen Sitten hat schon weit vor dem Aufkommen des Islams in unseren Breitengraden begonnen. Und jetzt plötzlich besinnen wir uns auf unsere Sitten. Ok, dann aber ganzheitlich betrachten und nicht nur einen Teil ansprechen.
      15 28 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 10.04.2016 14:38
      Highlight @Charlie Brown: Diese Gretchenfrage bringt wohl niemandem was: Wer ist schuld? Wen kann man dafür verantwortlich machen? Wen kann man verurteilen?

      Besser wäre die Frage, wie man dieser Aktion begenet:
      Anstatt 'Ah du bist ein Querkopf, wir dulden keine Querköpfe, du hast dich an die Regeln zu halten.' z.B. 'Ah du bist ein Querkopf, wie gedenkst du trotzdem korrekt zu handeln und wie definierst du korrekt?'

      Bei den Mädchen hat man das zweite gemacht, bei den Jungs das erste. Das Resultat ist bekannt.

      PS: Ich habe beides erlebt, weil ich mich nicht immer an die Regeln gehalten habe.
      10 7 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 15:10
      Highlight FrancoL, ich glaube die momentane Paranoia ist momentan zu stark, um die nötige ganzheitliche Diskussion zu führen. Die vorherrschende Meinung ist, dass der Islam grundsätzlich böse ist und grundsätzlich frauenfeindlich. Egal was gläubige Muslime über ihren Glauben denken und wie sie ihn leben, selbst ein Lokführer weiss es ja heute besser, ob muslimische Frauen diskriminiert werden oder nicht. Diese zwei pubertierenden Rotzlöffel waren doch in erster Linie für viele eine dankbare Möglichkeit Islambashing zu betreiben ohne ein schlechtes Gewissen dafür haben zu müssen.
      13 30 Melden
    • Stellklaus 10.04.2016 15:20
      Highlight Das Problem ist, dass man mit Tief-Religiösen in Sachen des Glaubens keinen Diskurs führen kann, da man unweigerlich an die "Gott will es so" Wand fahren wird.

      Sie können auf religiöse Argumente nicht sinnvoll antworten, da sich der Glauben auf eine höhere Macht stützt, die sich den rationalen Überlegung der Aufklärung und des Humanismus, welche die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben auf Augenhöhe sind, entzieht.
      32 1 Melden
    • Stellklaus 10.04.2016 16:16
      Highlight @S A
      Religionsbashing ist eine gute Sache. Verwechseln Sie nicht die religiöse Doktrin, die in der Tat nur schlechtes und Böses fabriziert, mit dem Bashing von Muslimen. Der sehr grosse Teil der Muslime in der Schweiz lebt ein völlig normales Leben und halten sich an unsere Gepflogenheiten, nicht weil sie Muslime sind, sondern obwohl sie Muslime sind.

      Die Infragestellung, Kritik und Satire über Religionen oder religiöses Verhalten ist jedermanns Sache, auch die des Lokführers.
      PS: Sie wollen nicht ernsthaft in Frage stellen, dass Frauen in grossen Teilen der islamischen Welt unterdrückt werden?
      17 3 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 16:28
      Highlight Ich glaube den Diskurs recht offen zu führen, wen es interessiert liest meine differenzierten Kommentare unter den vorherigen Artikeln.

      Ich war als Teenager auch ein Querkopf und bin auch heute nicht immer konform. Die Diskussion stellt sich m.E. nicht wegen "dem Islam" sondern wegen "fundamentalistischer Auslegung einer Glaubensrichtung". Und das finde ich im Grundsatz nichts Gutes. Ob im vorliegenden Fall oder bei der Huonderschen Interpretation des Alten Testaments.

      Nur weil ich das Verhalten der beiden Jungs doof finde bin ich noch kein Islamfeind. Bitte mehr Differenzierung, auch hier.
      16 0 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:09
      Highlight Das wesentliche was alle erreichen wollen, die Akzeptanz der hiesigen Rechtsform und Kultur erreichen wir bestimmt nicht, indem wir das Händeschütteln erzwingt. Wer glaubt, damit sei das Problem gegessen, wenn die Jungs den Frauen die Hände schüttelt ist naiv. Ein erzwungenes Händeschütteln verhindert nicht, dass die sich nicht radikalisieren werden oder irgendwann sich vielleicht in der Zukunft in die Luft jagen. Aber moll super Hauptsache es schütteln sich alle die Hände und können beruhigt schlafen.
      7 16 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:12
      Highlight Angenomen wir zwingen die Jugendlichen zum Händedruck, was hätten wir gewonnen? Rein gar nichts ausser die Befriedigung zwei Jugendliche in die Schranken zu weisen. Ist das Problem damit gelöst?
      8 14 Melden
    • Stellklaus 10.04.2016 17:21
      Highlight Ich habe nicht den Anspruch unsere gesamte Bevölkerung einer Gesinnungsprüfung zu unterziehen ob sie solche gesellschaftlichen Rituale ernst meinen oder nicht. Entscheidend ist nur, dass sie ihre Doktrin runterschlucken und es trotzdem tun.

      Wenn Leute ihr gesamtes Leben einer Religion unterordnen wollen ist das ihre Sache, aber der Rest der Bevölkerung darf davon nicht tangiert werden.

      Das Problem wäre insofern gelöst, als dass die Autorität der Lehrerin hergestellt ist und die Jungs wissen, dass ihre Religion nicht über gesellschaftlichen Regeln steht.
      17 1 Melden
    • Maracuja 10.04.2016 17:23
      Highlight @Sapere aude

      Ich finde es bedenklich, dass sie alle Muslime bzw. alle Richtungen des Islams in einen Topf werfen. Wer extreme Strömungen kritisiert, muss nicht per se gegen eine Religion sein. Sie kriechen dem IZRS auf den Leim, der Forderungen von Salafisten, die nicht auf Zustimmung stossen (und zwar auch bei einem Teil der Muslime!), als eine Diskriminierung/Ablehnung aller Muslime bewirtschaftet. Ich bin gläubige Frau und fühle mich nicht diskriminiert, wenn mir Männer aus Frömmigkeit nicht die Hand schütteln wollen, sobald es aber um den polit.Islam geht, läuten bei mir die Alarmglocken.
      8 0 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:30
      Highlight Ausserdem sprechen wir ja hier auch von Integration. Schon alleine zu behaupten diese sei aufgrund eines Handshakes erfolgreich oder gescheitert ist absurd. Wenn jemand sich aus welchen Gründen nicht an gesellschaftliche Konventionen hält ist das zuerst einmal dessen Problem. Er wird Probleme im alltäglichen Leben haben und wenn überhapt können solche Erfahrungen wohl eher radikale Ideen in Frage stellen alles ein erzwungener Händedruck. In meinen Augen hat jeder die Freiheit der noch so blödsten Idee nachzurennen, solange er dafür auch die Konsequenzen trägt.
      7 4 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 17:31
      Highlight @Sapere Aude: Was du sagst ist nicht falsch. Im Umkehrschluss einfach zu akzeptieren finde ich aber auch nicht richtig. Irgendwo dazwischen wird wohl ein vernünftiger Weg sein.
      5 0 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:35
      Highlight Wenn es dann schlicht darum geht sich unterzuorden und Respekt zu zeigen, ohne dass wir denn wirklich haben, weshalb dann den Händedruck erzwingen? Die Forderung nach Unterordnung ist ja dadurch erfüllt, dass sie sich bereit erklärt haben, eine ihnen geläufige Begrüssung zu verwenden, um ihren Respekt und die Anerkennung der Autorität von Lehrerinnen und Lehrer zu zeigen. Weshalb genau reicht das denn nicht?
      5 8 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:38
      Highlight Was bei der ganzen Sache total vergessen geht ist, dass der Vater als Imam von den Saudis finanziell unterstützt wird. Wir diskutieren eine ganze Woche über das Händeschütteln, während sich niemand für den Wahabitischen Imam interessiert, der wohl eigentlich das grössere Problem wäre. Ganz ehrlich, die Dschihadisten werden sich einen Schranz lachen.
      10 3 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:49
      Highlight "Entscheidend ist nur, dass sie ihre Doktrin runterschlucken und es trotzdem tun."
      Warum ist das so entscheidend? Damit haben wir nichts erreicht und diese Aussage kenne ich nur zu Gut von diktatorischen Systemen die ihre Bürger auf Disziplin trimmen. Zumindest ist mir hier der vernünftige Grund total schleierhaft. Wenn wir Dinge alleine machen, damit sie gemacht werden, dann sind sie sinnlos.

      5 4 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:53
      Highlight "Das Problem wäre insofern gelöst, als dass die Autorität der Lehrerin hergestellt ist und die Jungs wissen, dass ihre Religion nicht über gesellschaftlichen Regeln steht."

      Weshalb es nach einem Gespräch zwischen den Lehrpersonen und den Schüler zu einem Kompromiss gekommen ist, welcher von allen Seite akzeptiert wurde. Nämlich die alternative Begrüssungsform mit der Hand aufs Herz. Kompromisse schliessen ist nämlich auch eine gut eingenössisch föderale Tugend, die in dieser Diskussion total vergessen gegangen ist.
      10 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 18:18
      Highlight @ Charlie Brown ich habe nie gesagt Akzeptanz sei die Lösung, sondern ein Kompromiss mit welchen alle Seite leben können. Falls dies nicht möglich ist und die Jungen noch auf andere Weise mit Radikalität auffallen, ist Handlungsbedarf erforderlich wo ein reines Erzwingen des Händeschütteln nicht viel helfen wird.
      6 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 18:25
      Highlight Tut mir leid, ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie ich jetzt den Islam in einen Topf werden kann, wenn ich gerade fordere das Problem differenziert zu betrachten. Ich kritisiere gerade diese Diskussion, weil viele argumentieren, das Verhalten der Jugendliche beweise, dass der Islam per se frauenfeindlich sei. Ich habe mich in verschiedensten Kommentaren für eine differenzierte Betrachtungsweise eingesetzt und gerade hier noch einmal auf die Gefahr des Wahabismus aufmerksam gemacht. Ebenso an anderer Stelle den IZRS kritisiert.
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 18:32
      Highlight "Ich bin gläubige Frau und fühle mich nicht diskriminiert, wenn mir Männer aus Frömmigkeit nicht die Hand schütteln wollen, sobald es aber um den polit.Islam geht, läuten bei mir die Alarmglocken."
      Die beiden Jungen begründen ihr Verhalten gerade mit ihrer Frömmigkeit und nicht aufgrund des politischen Islams. Genau hier liegt das Problem. Weigert sich ein Muslim jemandem die Hände zu schüttel, nehmen wir gerade an, er sei Islamist und politisch motiviert. Macht ein orthodoxer Jude genau das selbe, akzeptieren wir das und wenn nicht, dann getrauen wir es uns nicht zu sagen.
      4 2 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 18:36
      Highlight @Sapere Aude: Habe ich auch nicht behauptet. Ganz im Gegensatz zu dir, der mich als Kritiker der Situation pauschal in die Islamfeindeecke katapultiert. Denk mal ein wenig darüber nach.

      Witzig finde ich, dass du plötzlich den Vater als Problem lokalisierst, das Verhalten seiner von ihm erzogenen und damit religiös beeinflussten Jungs aber anscheinend voll ok (oder zumindest weniger schlimm als die Kritik daran) findest...
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    • Stellklaus 10.04.2016 18:37
      Highlight Wir haben nichts erreicht? Der Lehrerin wird der nötige Respekt entgegengebracht, der Respekt oder die Anerkennung der Autorität entsteht durch die Handlung selbst, da der Handschlag hierzulande als höfliche Geste interpretiert wird.

      Ich habe auch Lehrern die Hand geschüttelt die ich lieber gewürgt hätte, Ihrer Argumentation folgend hätte ich den Handschlag verweigern können, da der Handschlag meinerseits nicht auf Respekt oder Zuneigung basierte sondern auf einer gesellschaftlichen Norm.

      Das ist auch kein Kompromiss sondern eine reine Kapitualtion, Frau Sommaruga hat absolut recht.

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    • Sapere Aude 10.04.2016 18:40
      Highlight Der politische Islam ist in keiner Weise zu unterschätzen. Deshalb ist der Handshake überwertet, wir müssen den Fokus auf das Wesentliche richten. Woher haben die Jugendliche diese Vorstellung und welchen Einfluss hat der Vater? Denn wenn der Vater wirklich durch eine wahabitische Stiftung unterstützt wird, ist dies das wirkliche Problem. Wenn wir die zwei Jugendlichen zum Handshake zwingen, dann haben wir zwei Pubertierende bewiesen wer der Chef ist. Nicht mehr nicht weniger. Würden wir endlich die Saudis daran hindern, hier ihren Islam zu predigen, hätten wir einiges mehr erreicht.
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    • Maracuja 10.04.2016 19:17
      Highlight @Sapere Aude

      Die Jugendlichen begründen ihre Weigerung mit ihrer Frömmigkeit, aber aufgrund der weiteren Umstände ist klar, dass die Jugendlichen bzw. die Familie dem politischen Islam nahe stehen. Zudem möchte ich klar stellen, dass wenn ich mich als Frau nicht diskriminiert sehe, ich mich nicht als das Mass aller Dinge sehe und durchaus verstehen kann, wenn sich Frauen durch eine solche Weigerung abgewertet fühlen. Einen Handschlag kann man nicht erzwingen, aber das Lehrerinnen eine Diskriminierung einfach dulden müssen m.E. auch nicht.
      4 0 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 19:19
      Highlight Charlie, mir war nicht bewusst, dass ich Sie direkt als islamfeindlich bezeichnet hätte, wenn dies der Fall wäre, dann tut mir das natürlich leid. Ebenso halte ich nicht jeden, der das Verhalten der Jugendlichen kritisiert als islamfeindlich. Wenn dies in der Hitze des Gefechts so rüber kommt, dann entschuldige ich mich hier auch dafür, denn dies war weder meine Absicht, noch wäre es korrekt. Ich finde es aber auch nicht in Ordnung mich so hinzustellen, als würde ich das Verhalten der Jugendliche ok finden oder begrüssen.
      3 0 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 19:27
      Highlight Ich kritisiere die Art und Weise wie wir mit dem Problem umgehen, damit begrüsse ich in keiner Weise das Verhalten der Jugendlichen. Und ja, falls sich die Jugendliche unter anderem durch den Vater radikalisiert wurden, dann halte ich das für das viel grössere Problem. Weil dann müssen wir uns fragen, wen alles der Imam möglicherweise noch radikalisiert hat. Wenn dieser zusätzlich noch durch einen saudischen Staatsfond unterstützt wird, dann müssten endgültig die Alarmglocken läuten.
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 19:38
      Highlight Statt endlich dieses Thema anzusprechen, diskutieren wir weiterhin über diese zwei Jugendlichen, deren Verhalten gewiss nicht korrekt war. Und ja wir haben den Chef markiert, wir haben in diesem Fall die Regeln durchgesetzt, die Frage ist zu welchem Preis. Ich bezweifle dass dieses Vorgehen das richtige ist, die Gründe dafür habe ich an verschiedenen Orten erläutert. Grundsätzlich gibt es wichtigere Probleme als diese zwei rebellierende Jugendliche. In den Schlagzeilen ist halt, weil es sich um Muslime handelt.
      4 1 Melden
    • Retarded Wizard 10.04.2016 21:02
      Highlight Sapere Aude Was ist denn so verschieden an dem Islam der Saudis und demjenigen der Türken, Bosnier, Syrer, Afghanen?

      Klar gibt es kulturelle und auch Unterschiede in der Staats und Regierungsform. Aber ob Sunniten, Schiiten oder Wahabiten. Sie alle streiten lediglich über die Nachfolger Mohammeds, über Nachkommen oder sündfreie Imame.

      Der gemeinsame Nenner ist Mohammed und die intolerante, rassistische, Gesetzgebung der Scharia.

      Nicht die Auslegung der abrahamitischen Religionen ist das Problem. Die abrahamitischen Religionen und deren "Werke" sind das Problem.
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    • Charlie Brown 10.04.2016 22:21
      Highlight @Sapere Aude: So kam es zumindest bei mir an. Danke für die Klärung.

      Natürlich ist die Diskussion über die Radikalisierung und die Rolle des Vaters als Imam viel wichtiger. Aber dies scheint sich ja grad anhand der Vorfälle zu zeigen. Insofern macht es Sinn, auch darüber zu diskutieren, wie damit umgegangen werden soll, oder nicht?

      @Retarded: Glaub wegen solch pauschalisierndem Zeug reagiert @Sapere Aude so gereizt. Und in dem Fall kann ich ihn auch gut verstehen.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 22:23
      Highlight "Einen Handschlag kann man nicht erzwingen, aber das Lehrerinnen eine Diskriminierung einfach dulden müssen m.E. auch nicht."

      Ich habe nie behauptet, die Lehrerinnen seien gezwungen eine Diskriminierung zu erdulden. Ich habe gesagt, die beste Lösung in meinen Augen ist eine Lösung die beide Seiten akzeptieren können, genau darum geht es doch beim Konfliktmanagment. Wenn jetzt beispielsweise die Jugendlichen sich jeglicher Begrüssung verweigern würden, dann sähe die Sache ganz anders aus.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 22:29
      Highlight Hier nämlich fängt die wesentliche Frage an, was würden wir tun, wenn die Jugendlichen einer Begrüssung verweigern würden. Wollen wir sie zum Händedruck mittels Gewalt zwingen? Wir fordern zwar, dass sich die Jugendlicher einer gewisser Ordnung unterordnen, was ich zuerst einmal gar nicht in Frage stelle, aber niemand hat bis jetzt von klaren Sanktionsmöglichkeiten gesprochen. Hier wäre wohl der nächste logische Schritt ein Schulverweis oder Bussen für die Eltern. Weshalb die Schule ja auch ein Rechtsgutachten verlangt. Was also ist an diesem Vorgehen falsch?
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 22:36
      Highlight Wizard, da gibt es durchaus konfessionelle und kulturelle Unterschiede. Türkische und Bosnische Muslime sind wesentlich liberaler eingestellt als beispielsweise saudische Wahabiten. Die Türkei gilt laut Verfassung als Demokratische Republik mit Gewaltentrennung. Zwar untergräbt Erdogan diese Trennung, viele Türken werden sich trotzdem in ähnlicher Form als Muslime bezeichnen, wie sich viele Schweizer als Christen bezeichnen. In Bosnien sieht es ähnlich aus. Das wesentliche Problem ist, dass die Saudis eine extreme Form vertreten und die Vertreibung mit Petrodollars ölen.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 22:49
      Highlight Meine Kritik richtet sich an die Überreaktion. Der eigentliche Vorfall war letzten November, der Konflikt wurde mittels provisorischen Lösung im Dezember gelöst, damit das Bildungsdepartement nach entsprechender Analyse eine juristische Grundlage schaffen kann. Erst durch die grottenschlechte Arena von vorletzter Woche kam das Thema erst wieder auf. Wurde über das Wochenende weiter befeuert, mit dem Höhepunkt, dass sich sogar eine Bundesrätin dazu äussern musste. Der Kampf um die abendländischen Werte war eröffnet. Munter wird weiter ÖI ins Feuer gegossen, mit einer weiteren Arena.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 22:55
      Highlight Ich kann die Reaktion sogar verstehen. Mit den letzten zwei Anschlägen hat sich Daesh in die Mitte der europäischen Gesellschaft gebombt, niemand will es vielleicht zugeben, aber der Schock sitzt bei vielen immer noch tief. Und das verständlicherweise. Die Bedrohung ist real und die Ideologie die vom IS vertreten wird ist verbrecherisch, barbarisch und faschistisch. Wir lesen jeden Tag in den Medien von neuen möglichen Attentäter und neuen möglichen Anschlagszielen. Die Behörden brillieren auch nicht unbedingt und tausende von Flüchtlingen treffen tag täglich ein.
      1 2 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 23:03
      Highlight In diesem Klima der Angst und Verunsicherung erfahren wir nur, dass zwei Jugendliche gegen die Schulregeln verstossen haben, dies muslimisch begründet. Die Respektlosigkeit, falls in dieser Form vorhanden, ist nicht tolerierbar. Die Reaktion und damit verbundene operative Hektik ist folglich nachvollziehbar. Aber zuerst einmal geht es um Relationen. Ich kann die Empörung verstehen, nicht aber dass wir aus einer Mücke einen Elefanten machen. Manchen, ich sage hier bewusst gewiss nicht allen, geht es schlussendlich alleine darum sich durchzusetzen und einen kleinen symbolischen Sieg zu erringen.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 23:12
      Highlight Manche wollen an diesen zwei Jugendlichen ein Exempel statuieren, alleine um ein bisschen diese innere Angst und Verunsicherung zu vergessen. Was sie damit bewirken spielt für sie keine Rolle.

      Zuerst einmal wird die Diskussion emotionaler und weniger differenziert. Bestes Beispiel dafür die letzte Arena. Die Diskussion steigerte sich von einer gerechtfertigter Kritik am Verhalten der Jugendlichen zur einer Pauschalisierung des Islam der Islam sei per se frauenfeindlich und rückständig, exemplarisch geäussert durch den Lokomotivführer. Mit der Betonung jeder kenne diese Tatsache.
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    • Sapere Aude 10.04.2016 23:25
      Highlight Ein Schlag ins Gesicht all jener Muslime, die sich an unsere Rechtsordnung halten und unsere Mitmenschen sind. Wir stigmatisieren damit Mitmenschen in unserem Land, die vielleicht soviel mit dem Islam am Hut haben, wie viele mit ihrer eigener Religion, nämlich nicht sehr viel.

      Die wahren Sieger in der Geschichte sind die Jugendlichen, falls es sich nun wirklich wie von vielen behauptet um Sympathisanten von Daseh handelt. Mit einer simplen Weigerung haben sie massive mediale Aufmerksamkeit generiert und werden aus ihrer Sicht bei einer möglichen Bestrafung zu Märtyrern und Helden.
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    • Retarded Wizard 11.04.2016 00:56
      Highlight Ja klar, genau das habe ich gesagt. Es gibt durchaus kulturelle Unterschiede. Als liberal würde ich aber keinen Muslim bezeichnen, der sich nach der Scharia richtet.

      Und genau da ist das Problem. Es gibt weder Schiiten, noch Sunniten egal ob konservativ oder "liberal" ob Türkei, Bosnien oder Afghanistan oder wahabitische Saudis, die sich gegen diese Menschen / Fremdenfeindliche Gesetzgebung stellt.

      Damit will ich eigentlich nur sagen, auch die "liberalen" sind weit entfernt von liberal.
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    • Sapere Aude 11.04.2016 01:21
      Highlight Wizard, der Islam ist nicht gleich die Scharia und die Scharia gilt nicht in allen Länder mit muslimischer Mehrheit, unteranderem hat sie in Bosnie und der Türkei nicht Teil des Gesetzeskorpus. Die eingefärbten Länder sind Länder mit muslimischer Bevölkerungmehrheit.
      Grün = Scharia wird gar nicht angewendet.
      Gelb = Säkularisiertes Rechtssystem, Scharia kommt im Privatrecht zur Anwendung (Ehe, Scheidung, Erbrecht)
      Blau = Scharia hat volle Gültigkeit
      Rot = Wird reginal unterschiedlich gehandhabt.
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    • Sapere Aude 11.04.2016 01:29
      Highlight Wizard, Ihre Argumentation baut auf die Annahme auf, in allen muslimischen Länder würde die Scharia gelten. Diese Annahme lässt sich mit einer 5 minütigen Recherche auf Wikipedie widerlegen, wie jetzt gerade gezeigt. Damit fällt die ganze Argumentation wie ein schlecht gebautes Kartenhaus auseinandern.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Scharia
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    • Retarded Wizard 11.04.2016 10:56
      Highlight Anstatt der fünfminütigen Recherche, hättest du besser meinen Beitrag nochmals gelesen, denn das habe ich so nicht behauptet. In jenen muslimisch geprägten Ländern, in welchen die Scharia nicht gilt, sind jene wie Bosnien Albanien oder die Türkei, die ebenfalls vom Westen profitieren, mit uns handeln und eine enorm hohe Anzahl an diversen Religionsgemeinschaften haben.

      Was ich sage ist, kein Muslim ist gegen die Scharia, ob "liberaler" Bosnier oder Türke auch wenn es da nicht oberstes Gesetz ist.

      Und das stimmt mich doch sehr bedenklich.
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    • FrancoL 11.04.2016 11:20
      Highlight @Retarded Wizard;
      Im Ernst ihre Aussage??
      "Was ich sage ist, kein Muslim ist gegen die Scharia, ob "liberaler" Bosnier oder Türke auch wenn es da nicht oberstes Gesetz ist"

      Nun ich habe kurz einige Muslime auf der Baustelle gefragt und diese haben dies mehr als nur relativiert.

      Solche maximierte Behauptungen sind wohl kaum der richtige Hintergrund um eine Integration anzugehen.
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    • Retarded Wizard 11.04.2016 11:31
      Highlight Mein Ernst, ja.

      Ich bin über die Jahre mit diversen Muslimen in verschiedensten Ländern in Kontakt getreten. Vielleicht sagt einer mal, Ich bin dagegen, dass die Scharia hier in eurem Land umgesetzt wird.

      Aber keiner wird dir sagen, die Scharia sei falsch, verachtenswert oder nicht zu befolgen wenn möglich.

      Aber du darfst mich gerne eines besseren belehren, ein kurzes Video mit den jeweiligen Bauarbeitern machen hochladen und mir den Link zusenden.

      Bin gespannt.
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    • FrancoL 11.04.2016 11:42
      Highlight @Retarded; Wie wäre es mit Deinem Beweis; ein kurzes Video Deiner Informanten.

      Nein ehrlich auf diesem Niveau kommst Du nicht sehr weit. Du scheinst Deine Erfahrung als Maxime zu setzen und das ist per se schon ein Unding.
      Wie bei allen Auslegungen gibt es viele verschiedene Facetten und dies gilt es immer zu berücksichtigen, ausser man sei unfehlbar im Urteil und das scheinst Du von Dir zu denken.
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    • Sapere Aude 11.04.2016 12:46
      Highlight Wizzard, wenn alle Muslime für die Scharia wäre, weshalb gilt die dann in der Hälfte der besagten Länder? Aber gegen Faktenressistenz lässt sich wenig machen. Kenne genug Muslime die haben mit der Scharia rein gar nichts am Hut. Aber das Probem liegt an einem anderen Ort. Retarted, wenn dir das nicht reicht und du weiter solch undifferenzierter Mülll erzählst, ist dir nicht zu helfen.
      2 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 12:55
      Highlight Übrigen Retarded, ich kann meine Position mit Fakten unterlegen und sie ist stringet formuliert. Es liegt vollglich nich an mir deine Behauptung zu entkäften, sondern an dir sie zu beweisen. Es steht dein Wort gegegn dasjenige von Wissenschaftler, Politiker und Millionen von Gläubigen, die wohl besser wissen was der muslimische Glaube bedeutet als wir hier. Wie du hier gegen alle Muslime hetzt ist nicht besser als all die Islamisten die gegen Ungläubige hetzt.
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    • Retarded Wizard 11.04.2016 13:36
      Highlight "Nun ich habe kurz einige Muslime auf der Baustelle gefragt und diese haben dies mehr als nur relativiert."

      Inwiefern ist diese Aussage aussagekräftiger als meine?

      Sapere, du schreibst sehr viel, sagst aber wenig aus, bzw wiederholst dich immer wieder und scheinst den Islam nur sehr oberflächlich zu kennen.

      Die Scharia ist das Gesetzeswerk des Islams. Es setzt sich zusammen aus Koran, Sunna/Hadithen und diversen Meinungen islamischer Gelehrten.

      Aufgrund der Uneinigkeit diverser "Gelehrter" geht auch die Ausführung und Auffassung der Scharia je nach Kultur weit auseinander.

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    • Retarded Wizard 11.04.2016 13:43
      Highlight Die Scharia umfasst nicht nur Regeln und Normen wie Handabhacken und Schwule zu töten.

      Es sind durchaus auch "gesittete" Regeln darunter die übrigens sogar in der Rechtssprechung diverser westlicher Staaten bzw Deutschland zur Geltung kamen.

      Alles online nachzulesen, falls du mir nicht glaubst kann ich dich gerne mit Links versorgen.

      Deshalb sage ich auch, dass kein Muslim gegen die Scharia ist. Denn die Scharia gehört zum Islam wie die zehn Gebote zur Bibel.

      Lediglich in der genauen Rechtssprechung sind sich die Muslime uneinig.
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    • Sapere Aude 11.04.2016 13:52
      Highlight Wizzard, mein Studium der vergleichender Religionswissenschaft sagt wohl einiges über meine Fachkompetenz aus. Anyway, die Scharia als religiöser Gesetz bezieht sich auf den Koran, bzw. auf die Hadithen und Rechtsgelehrten. Die ist kein Gesetzeskorpus, sondern eher eine Methode und Lehre, die durch unterschiedliche Rechtschulen und Rechtsgelehrten ausgelegt wird. Ich weiss gewiss nicht alles über den Islam aber genug, um nicht fasche und pauschalisierende Aussage zu äussern. Deine Aussagen lassen sich auf alle Muslime sind Extremisten reduzieren. Mehr hast du nicht geleistet.
      2 1 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 14:02
      Highlight Ich habe und hatte einige Soldaten mit Migrationshintergrund aus muslimischen Länder. Die bezeichnen sich zwar noch als Muslime, das einzige was die wenn überhaupt noch muslimisch argumentiert getan haben, ist kein Schweinefleisch zu essen. Deine Aussage war, kein Muslimer könne liberal im europäischen Sinn sein, ich kenne mindesten 15 Schweizer, die das gegeteil Beweise. Ich verweise auch noch einmal auf die Karte. In einem Drittel der Länder hat die Scharie keine Gültigkeit, in über die Hälfte haben die mit den Menschenrechten in Konflikt stehenden Elemente der Scharia keine Gültigkeit.
      0 1 Melden
    • FrancoL 11.04.2016 14:11
      Highlight @Retarded; Merkst Du den Unterschied bei Deinen Aussagen nicht mehr?
      Du behauptest ABSULT "keine Muslime ist gegen die Scharia".
      Ich stelle Dir lediglich dagegen dass zB auf meine Baustelle durchaus Muslime sind die sich dagegen stellen. Was dich bewegt nach nach dem Beweis zu rufen, OHNE dass Du auch nur einen Beweis für Deine absolute Feststellung anbringen kannst.
      Merkt Dir eines wenn man absolute Werte postet dann kann man fast nur auf der Verliererseite stehen, denn es gibt gerade bei den Gesellschaften keine absoluten Werte, wird sind nicht in der Physik unterwegs.
      3 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 14:21
      Highlight Übrigens, die Länder mit welchem der Westen wohl die engsten wirtschaftlichen Beziehungen hat, sind die Golfstaaten, die die Scharia vollumfänglich anwenden. Wenn es ums Geld geht, zählen keine Prinzipien. Wir brauchen das Öl und schauen darüber hinweg, dass die Saudis den Extremismus auf der ganzen Welt finanziell unterstützt. Statt ständig wahabitische Imame zu importieren, solten wir diese selbst ausbilden. Die Scharia ist für die meisten europäischen Muslime nicht relevant, zumindest nicht in der Dönerbude von nebenan. Deine Links kannst du gern posten, steht viel im Internet.
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    • Retarded Wizard 11.04.2016 14:23
      Highlight Nein, dein "Studium" hat null Aussagekraft. Ich kann hier auch kurz ein Studium erfinden, wenn ich möchte.

      "Anyway - ausgelegt wird" Diesen Abschnitt habe ich in etwas anderen Worten genau so geschrieben. Sag mal liest du meine Beiträge oder verstehst du Sie nicht?

      Ich scheine mich bei dir zehnmal wiederholen zu müssen. Logisch ist "Alle Muslime wollen die Scharia" pauschalisierend. Aber nicht falsch. Es gibt kulturelle Unterschiede in der Auslegung, was die genauen Rechte sind. Aber die Scharia abzulehnen ist dasselbe wie den Islam abzulehnen.
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    • FrancoL 11.04.2016 15:01
      Highlight @Retarded; Du kannst Deine Aussagen drehen wie Du willst, im Islam gilt wie bei machen anderen Religionen dass man auch ein Teil der "Gesetze" ablehnen kann und man trotzdem dieser Gemeinschaft sich angehörig fühlen kann.
      Mit Deiner Bemerkung "ich könnte auch kurz etwas erfinden" nennst Du mich indirekt einen Lügner, das passt zu Deiner Art zu argumentieren, untere Schublade um nicht unterste zu sagen. Es gäbe Foren wo Du besser aufgehoben wärst.
      1 0 Melden
    • Retarded Wizard 11.04.2016 15:02
      Highlight Gebe dir hier vollkommen Recht. Die westlichen Staaten sind Heuchler durch und durch.

      Aber faschistische Religionen zu fördern, egal in welcher Form wird uns alle irgendwann böse Erwachen lassen

      Übringens Franco, Welche Baustelle ist das, auf der du den ganzen Tag Kommentare posten kannst?
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 15:09
      Highlight "Nein, dein "Studium" hat null Aussagekraft. Ich kann hier auch kurz ein Studium erfinden, wenn ich möchte. "

      0 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 15:15
      Highlight "Anyway - ausgelegt wird" Diesen Abschnitt habe ich in etwas anderen Worten genau so geschrieben. Sag mal liest du meine Beiträge oder verstehst du Sie nicht?"

      Ist teilweise inhaltlich das gleiche, stimmt, aber der Kommentar war noch nicht fertig bzw. das Argument. Deine Kernaussage war, weil die Muslime alle an die Scharia glauben, können sie nicht liberal im Europäischen Sinne sein.

      Ein Beispiel

      "Der gemeinsame Nenner ist Mohammed und die intolerante, rassistische, Gesetzgebung der Scharia."
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    • Sapere Aude 11.04.2016 15:18
      Highlight Weitere Beispiele
      "Aber keiner wird dir sagen, die Scharia sei falsch, verachtenswert oder nicht zu befolgen wenn möglich. "

      "Und genau da ist das Problem. Es gibt weder Schiiten, noch Sunniten egal ob konservativ oder "liberal" ob Türkei, Bosnien oder Afghanistan oder wahabitische Saudis, die sich gegen diese Menschen / Fremdenfeindliche Gesetzgebung stellt"

      Also ja ich lese deine Kommentare und verstehen sie auch. Sie triefen vor Pauschalisierungen und Islamfeindlichkeit. Damit bist du nicht besser als Salafisten, die gegen alle Ungläubige hetzen.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 15:50
      Highlight Du hast hier behauptet kein Muslimer würde etwas gegen die Scharia sagen, dadurch können sie nicht in unserem Sinne liberal sein. Sowohl ich wie Franco Muslime kennen, die mit der Scharia am Hut haben und wahrscheinlich in etwa so muslimisch sind, wie viele bei uns noch Reformierte und Katholiken. Dann gibt es Muslime die sich gläubig nennen, ihren Glauben aber an die Moderne angepasst haben und sich dadurch kaum durch gläubige Katholiken oder Protestanten. Sie beten sogar zum gleichen Gott, nur auf eine bischen andere Weise. Deine Pauschalisierungen entsprechen schlicht nicht der Realität.
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 15:57
      Highlight Du reduzierst alle Muslime auf den Koran und die Scharia und behauptest: "Der gemeinsame Nenner ist Mohammed und die intolerante, rassistische, Gesetzgebung der Scharia" Damit werde in deinen Augen alle Muslime intolerante Rassisten. Im Umkehrschluss wären alle Christen genau so intolerante, pädophile und homophobe Rassisten, wenn ich Christen auf die Bibel und den Vatikan reduziere. Mach ich aber nicht, weil beides nicht der Realität entspricht.
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    • You will not be able to use your remote control. 11.04.2016 16:00
      Highlight @Wizard Deine Argumentation hinkt: Kein liberaler Europäer kann bestreiten, dass er sich nicht zumindest an eins der 10 Gebote hält, darum sind alle Europäer Sklaventreiber, weil verschiedene der 10 Gebote (wohlgemerkt andere) von 'deinen Sklaven' sprechen.

      Das ist eine komische Logik.
      2 0 Melden
    • FrancoL 11.04.2016 16:59
      Highlight @Wizard; Meine eignen Baustelle(n). Auch kommen leitende Mitarbeiter ins Büro wo ich zur Zeit sitze und auch in diesem Spektrum sind genügend Muslime dabei, die mal auch neben der Arbeit etwas zum Thema sagen können. Ich habe schon immer viel mit Zuwanderer gesprochen um diese auch zu verstehen.
      Es ist ja nicht so, dass Du als einziger das Thema Scharia ansprichst, ich hatte schon genügend dieses Thema mit Muslimen besprochen.
      Da in den von mir vertretenen Aufträgen gut und gerne 100 bis 120 Muslime arbeiten, liegt das Thema schnell mal auf dem Tisch, gerade in den letzten paar Wochen.
      3 1 Melden
  • DasMarc_ 10.04.2016 12:46
    Highlight Der Händedruck gehört zur Schweizer Kultur. Das wurde bereits oft gesagt und es ist auch eine Tatsache.

    Es ist ein Zeichen von Anstand und Höflichkeit. Jetzt und später. Was macht es im Berufsleben für nen Eindruck nicht Händeschütteln zu wollen?

    Es ist ein wirklich kleiner Schritt der Integration. Und wer nicht mal soweit gehen kann… Integration muss sein.
    73 9 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 14:06
      Highlight Nur weil die Händeschüttelfanatiker den Handshake zum eidgenössisch förderalem Kulturgut erheben wollen, heisst das nicht, dass dies auch der Fall ist. Könnte ich auch behaupten, weil die alten Eidgenossen die Hand zum Schwur erhoben haben am 1. August, müssen wir uns jetzt alle auf diese Art und Weise begrüssen. Gibt verschiedene Formen der Höflichkeit und genug Nicht-Muslime die den Händedruck als eine unhygienische Konventionen betrachten, die im Alltag auch gar nicht so verbreitet ist, wie jetzt alle hier behaupten.
      11 33 Melden
    • who cares? 10.04.2016 14:31
      Highlight @Sapere Aude, ich habe dich bereits ein paar mal zu diesem Thema kommentieren sehen.
      Was ist deine Meinung dazu, dass die Jungs nur die Berührung von Frauen verweigern? Hat die Beziehung zur Lehrerin einen potentiellen sexuellen Aspekt nur weil sie eine Frau ist? Frauen anders zu behandeln, weil sie Frauen sind, wie gesund ist das für unsere Gesellschaft? Klar ist der Händedruck nur etwas kleines, aber wenn sie sich nicht einmal zu dem durchringen können, wie sollen sie sonst lernen, Frauen als gleichwertig und nicht auf das Geschlecht reduziert wahrzunehmen?
      30 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 14:43
      Highlight Zuerst einmal wissen wir alle nicht genau, weshalb die Jungen diesen Händedruck jetzt genau verweigern. Da sind unterschiedliche Versionen vorhanden. Nehmen wir einmal an, der Grund sei jetzt wirklich die angebliche Respektlosigkeit aller Muslime gegenüber Frauen. Lernen die dann Respekt gegenüber Frauen, wenn wir den Händedruck erzwingen? Ich denke nicht. Ich befürworte auch nicht, dass sie die Lehrerin anders begrüssen als der Lehrer. Ich finde jedoch, dass eine alternative Begrüssungsmöglichkeit für Lehrerin und Lehrer einen gangbaren Weg darstellt.
      8 25 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 14:49
      Highlight Radikale Muslime lernen nicht aus einem erzwungenen Händedruck Respekt vor dem Menschen. Der einzige Weg hier wirklich Erfolg zu erreichen, wäre ein Anti-Gehirnwaschprogramm. Sprich im Dialog mit einer liberalen muslimischen Positionen den Extremisten von seinem Irrglauben überzeugen. Reagieren wir jedoch stigmatisierend und dogmatisierend gegenüber unseren muslimischen Mitbürger erzielen wir erstens kein Lernerfolg beim besagten Problem, nein wir fördern Parallelgesellschaften und die Radikalisierung dieser Menschen.
      5 14 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 14:55
      Highlight Was viele nicht zu begreifen scheinen ist, dass es mir in keiner Weise darum geht, irgendeine Respektlosigkeit irgendwie zu entschuldigen. Ich denke einfach, dass der Händedruck als Symbol der Begrüssung für die eigentliche Diskussion nicht wirklich relevant ist. Statt uns zu fragen, wie wir den Händedruck erzwingen wollen müssen wir uns fragen über welche Rechte und Pflichten der einzelne hat um ein respektvolles Zusammenleben zu garantieren. Schlussendlich ist mit einem erzwungenen Händedruck in keiner Weise garantiert, ob der geforderte Respekt dann wirklich vorhanden ist.
      9 12 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 15:16
      Highlight Ich lehne die religiöse Begründung und jeglich andere Begründung für eine Diskriminierung ab. Das gilt aber auch für diejenigen, die dieses Ereignis missbrauchen um frisch fröhlich ihrer Islamfeindlichkeit frönen.
      9 12 Melden
    • Stellklaus 10.04.2016 16:30
      Highlight Sie nehmen die völlig falsche Perspektive ein. Es ist egal ob die Burschen keinen Respekt vor Frauen haben, ich bin auch nicht so naiv zu glauben durch solche Massnahmen würde sich ihre Weltanschauung ändern.

      Es geht um den Respekt der Person gegenüber, der man die Hand gibt. Für diese Personen ist die Weigerung eines gesellschaftlichen Aktes der Höflichkeit eine Beleidigung und in diesem Fall auch eine Untergrabung der Autorität.

      Ich will den Jungs nicht Respekt vor Frauen beibringen, ich will dass sie lernen, ihre religiösen Spinnereien Gesetzen und gesellschaftlichen Regeln unterzuordnen.
      11 2 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 17:05
      Highlight Auch wenn Sie den Händedruck erzwingen, wird der Jugendliche weder die Frau noch unsere Rechtsnorm mehr respektieren. Und die Jugendliche sagen selbst, sie würden die Rechtsnorm akzeptieren nur hätten sie mit diesem einem Ritual ein Problem und möchten ein anderes verwenden. Ob das stimmt oder nicht, spielt keine Rolle, es wird Ihnen nicht geglaubt. Insofern hat der Junge Recht, die ganze Diskussion wird auch für politische Zwecke ausgeschlachtet. Es spielt gar keine Rolle mehr, was wirklich passiert ist, die Jugendlichen sind bereits als IS-Sympathisanten gestempelt. Diese Vorverurteilung ist bedenklich.
      8 7 Melden
    • Stellklaus 10.04.2016 17:25
      Highlight Nochmal, es ist mir egal was in den Köpfen der Jungs vorgeht.
      Die Weigerung zum Handschlag wird hierzulande als beleidigend oder unhöflich empfunden, in diesem speziellen Fall untergräbt es auch die Autoriät der Lehrperson. Solange sie also vorhaben die öffentlich finanzierte Bildung dieses Landes in Anspruch zu nehmen, gilt es Zähne zusammenbeissen und Hände schütteln.
      9 1 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 18:24
      Highlight @Sapere Aude: Nochmals: Man muss nicht per se "islamfeindlich" sein, um das Verhalten (nicht die Religion) der Jungs nicht gutzuheissen.

      Ich kämpfe an vorderster Front gegen Diskrimnierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Lebensentwurfs oder ihres Geschlechtes.

      Wenn mir aber jemand ins Gesicht sagen würde: " Ich gebe dir die Hand nicht, ich erachte dich aufgrund deines Geschlechtes als unrein", ja da hätte ich ein persönliches Problem. Und das lässt sich nicht schönreden. Und das hat nichts mit Islam oder nicht zu tun. Glaub es mir bitte.
      6 1 Melden
    • Tilia 10.04.2016 21:24
      Highlight ich muss hier sapere aude mal ein kränzlein winden. aber er kämpft gegen windmühlen. wir haben in der schule übrigens nie einem lehrer die hand geschüttelt. die ganzen 15 jahre die ich irgendeine schule besucht habe habe ich keinem lehrer die hand geschüttelt. wird m.e. total überbewertet. bin auch ein kleiner hygienefanatiker und vermeide wenn möglich denn handshake. habs beruflich aber ziemlich weit gebracht. sapere aude sagt hier in vielen kommentaren worums wirklich geht. sieg oder niederlage....egal wieviel sinn es macht.
      3 5 Melden
  • MyAnusIsBleeding 10.04.2016 12:38
    Highlight "dass sie sich künftig auf eine kontaktlose Art begrüssen möchten: Indem sie die rechte Hand auf die linke Brust legen."

    Finde ich sogar irgendwie respektvoller als die Hand zum Gruss.
    Wenn man mal den religiösen Kontext ausblendet, ist mir auch eine berührungslose Begrüssung unter Fremden & Respektspersonen lieber. Das ist mehr so ein "Ich respektiere Dich".
    Beim Handschlag ist es so wie "HIER DA BIN ICH, NIMM MEINE HAND" was mit einem zusätzlichem Machtritual verbunden ist, wer denn nun dem anderen die Hand hält und somit den anderen dominiert.

    "Dif-tor heh smusma" wär doch was :-)
    19 40 Melden
    • who cares? 10.04.2016 14:24
      Highlight Es geht darum, dass es beim einen Geschlecht okay ist, die Hand zu geben und beim anderen nicht. Warum? Ist die Lehrperson ein Sexualobjekt?
      31 4 Melden
  • Chüdrchübu 10.04.2016 12:36
    Highlight Die gleiche "ich mag die Musik"-Ausrede hab ich mal im zusammenhang mit pornos gehört...
    55 2 Melden
  • Kookaburra 10.04.2016 12:32
    Highlight Die Schweiz kann alles sein, was wir möchten. Die SVP könnte eine Initiative machen. Ich würde ohne zu zögern einen Teil unserer Freiheit opfern (den Teil, den ich nicht brauche und der meine eigene Freiheit in Gefahr bringt) um die Schweiz wieder ein wenig mehr so zu gestallten, wie ich sie mir eigentlich vorstelle.
    Ich brauche diesen Negativismus, diese Rückständigkeit und diesen Unfrieden nicht.
    Die Schweiz braucht keine Religionsfreiheit mehr. Unsere Toleranz schadet nur. Die normale Kirche müsste für religionsbedürftige reichen. Dem Rest bin ich sooo überdrüssig.
    27 39 Melden
  • wasabitom 10.04.2016 12:17
    Highlight Aus meiner Sicht ist das Problem nicht dieser konkrete Händedruck. Kann mich nicht dran erinnern, dass wir damals vom Lehrer mit Händedruck begrüsst wurden.
    Aber wie wollen die beiden später hier einen Job bekommen. Kundinnen würde der Händedruck verweigert? Der Händedruck ist in unser Kultur nun mal ein Zeichen von Respekt und Anstand. Wer das nicht anerkennt, tut mir leid, der gehört nicht hierher.
    96 4 Melden
  • Str ant (Darkling) 10.04.2016 12:02
    Highlight Der Fall der Mädchen zeigt deutlich, wie Integration und Kompromiss funktionieren. Keine kategorische Verweigerung, sondern wie beschrieben, das erste mal die Hand reichen ohne Drama und dann eine gangbare Alternative haben.

    Die Beamten in Basel haben auf ganzer Linie versagt wenn sie etwas Anstand im Leib hätten, würden die betroffenen Basler Beamten wenigstens ihren Fehler zugeben!
    21 35 Melden
  • SVRN5774 10.04.2016 11:57
    Highlight Ich glaube selber an den Islam und finde es so einen Schwachsinn, was manche Muslime tun.
    Wisst ihr wann es verboten ist, eine Frau zu berühren oder anzuschauen? Wenn der Mann sexuelle Ansichten hat (d.h. notgeil ist). Das gilt dann auch für Frauen.
    Somit will man verhindern, dass man seine Ehepartner nicht betrügt. Aber sind diese zwei Kinder wirklich notgeil? Ich glaube auch nicht, dass die Lehrerin sie verführen will.
    106 2 Melden
    • Jol Bear 10.04.2016 12:37
      Highlight Es entsteht einfach der Endruck, dass diese Berührungsverbote, Verschleierungspflicht für Frauen usw. alles Gebote sind, um den Männern das religionskonforme Leben zu erleichtern, sie davon zu entheben, sich die Mühe nehmen zu müssen, Verstand über Instinkt zu stellen. Die damit einhergehende Herabsetzung der Frauen und die Einschränkung ihrer Freiheiten wird offenbar bewusst in Kauf genommen.
      39 0 Melden
  • aloe 10.04.2016 11:45
    Highlight Vertreter des IZRS begleiteten die beiden Jungs an Gespräche mit der Therwiler Schulleitung? Was ritt denn die Schulleitung so etwas zu akzeptieren? An Gesprächen mit der SL sollten die Erziehungsberechtigten teilnehmen und nicht Personen einer Organisation, die vom Nachrichtendienst beobachtet wird! Was ist das los an dieser Schule?
    148 1 Melden
    • AdiB 10.04.2016 13:17
      Highlight so wie es aussieht geht der izrs gleich vor wie die islamic nation in der usa. das ist eine mafia taktik um eindruck zu schinden. und wahrscheinlich ist noch einer der begleiter ein anwalt. so viel mitbekommen habe stellt der izrs seinen mitgliedern gratis anwälte zur verfügung.
      22 0 Melden
  • Luca Brasi 10.04.2016 11:31
    Highlight Der Prophet Mohammed ist also deren Vorbild. Der lebte aber auch in der Wüste, hatte kein Handy und konnte weder lesen und schreiben. Er ist ein Prophet im Islam. Das sind auch Ibrahim (Abraham), Isa (Jesus), etc. Das sind im Islam keine Götter sondern Menschen mit Fehlern und Schwächen. Das Verbot zur Darstellung Mohammeds war ja gerade eine Massnahme um diesen gerade nicht zu vergöttlichen.
    98 2 Melden
  • Statler 10.04.2016 11:14
    Highlight Das sind Teenager! Es liegt in deren Natur, dass sie dumme Sachen machen, sich verirren und wenig nachdenken.
    Waren wir besser? Wenn ich an den Käse denke, den ich und meinesgleichen in diesem Alter gemacht und gedacht haben, wird mir heute noch schlecht.
    Msn kann an Teens nicht dieselben Massstäbe setzen, wie an Erwachsene. Statt sich ihrer anzunehmen und verständnisvoll zu reagieren, werden sie verunglimpft und - ja - instrumentalisiert.
    DAS produziert letztlich radikale Jugendliche, weil man sie damit direkt in die Arme jener treibt, die nur vorgeben, sie zu verstehen. Zum Kotzen....
    24 76 Melden
    • Retarded Wizard 10.04.2016 11:53
      Highlight Der Vater hat denen ja bestätigt, dass dies so im Koran steht. Ergo spielt es keine Rolle ob Jugendlicher oder Erwachsener. Verblendet und naiv bleibt meist verblendet und naiv.
      62 4 Melden
    • Tobias K. 10.04.2016 12:03
      Highlight Was ich zum k....n finde ist die die Toleranz einiger Leute. Was du hier schreibst, ist mitnichten zu vergleichen mit dem Mist, den wir als Teenies gemacht haben. Heimlich zu kiffen oder mal eine Scheibe zu Bruch gehen lassen ist etwas anderes als mit einer Terrorgruppe zu sympathisieren. Und sich noch von einer radikalen Organisation an die Gespräche begleiten zu lassen. Die Eltern scheinen auch nicht viel mehr zu Stande zu bringen, als die Sprösslinge mit dem radikalen Islam zu erziehen. Sorry irgendwann hörts einfach mal auf.
      69 8 Melden
    • Retarded Wizard 10.04.2016 12:36
      Highlight Naja Tobias, gesetzlich gesehen ist das heimliche Kiffen schlimmer, leider. Oder was genau hat diese Islamistenfamilie nun zu befürchten?
      21 4 Melden
  • andy y 10.04.2016 11:03
    Highlight eigentlich ist es doch ganz einfach. Wenn ich in ein Muslimisches Land flüchte müsste ich mich auch den üblichen Gepflogenheiten anpassen obwohl mir vielleicht manches wiederstrebt. Ansonsten laufe ich Gefahr als Aussenseiter, nicht akzeptiert, gemobbt evtl. sogar schlimmeres durchleben zu müssen.
    119 5 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 11:20
      Highlight Die Frage ist ja gerade nicht so einfach. Die Frage ist doch, ob die Weigerung des Händeschüttelns mit dem Angebot einer alternativen Begrüssungsform bereits ein ultimativer Verstoss gegen die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen ist. Diese Frage wird unterschiedlich beantworten. Ausserdem ist es sehr heikel, Minderheiten für ihre Diskriminierung verantwortlich zu machen. Nicht jede Abweichung von der gesellschaftlichen Norm erfordet oder rechtfertigt eine Sanktion. Sowenig wie eine Konvention alleine dadurch absolute Gültigkeit hat, weil sie gebräulich ist.
      27 56 Melden
    • andy y 10.04.2016 11:32
      Highlight @Sapere Aude
      ob sich die Muslime in meinem zur Flucht gewählten Land auch solche Gedanken machen wenn ich Ihre Sozialen Gepflogenheiten ablehne?
      49 10 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 11:38
      Highlight Ob sich ein wahabitischer Muslim solche Gedanken machen würde, wenn ich nach Saudi Arabien flüchten würde, ist nicht relevant. Nur weil es unaufgeklärte Menschen und Regeln gibt, heisst das nicht, wir müssen uns genau gleich verhalten. Diese Auge-um-Auge-Mentalität hilft bei der Suche nach einer vernünftige Lösung in keiner Weise.
      29 25 Melden
    • andy y 10.04.2016 11:49
      Highlight @Sapere Aude
      aber auch eine einseitige Lösungssuche führt zu keinem Ziel.
      34 3 Melden
    • atomschlaf 10.04.2016 11:59
      Highlight @Sapere Aude: Wir werden früher oder später untergehen und unsere liberalen Werte auf den Müll werfen können, wenn wir diesen Extremisten weiterhin so viel Toleranz und Verständnis entgegenbringen.
      Es wird keine "vernünftige" Lösung geben, denn mit strenggläubigen Fanatikern ist schon gar keine vernünftige Diskussion möglich. (Gilt nach meiner Erfahrung genau so für strenggläubige Christen.)
      Solche Leute sind rationalen Argumenten nicht zugänglich.
      Die einzige vernünftige "Lösung" bestünde darin, diese (sofern keine CH-Bürger) aus dem Land zu weisen.
      57 10 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 12:30
      Highlight Es geht mir hier gar nicht um Verständnis, sondern darum, wie wir mit diesem Konflikt umgehen. Für mich gibt es einen Unterschied zwischen dem eigentlichen respektvollem Begrüssen und der symbolischen Form davon. Für mich ist entscheidend, dass der Respekt vorhanden ist, ob sich die Jugendliche die Lehrerin respektieren und nicht ob sie ihr jetzt die Hand zur Begrüssung gibt oder nicht. Wenn Frauen aus welchen Gründen auch immer nicht respektiert werden, dann habe ich kein Verständnis dafür, sowenig ich Verständnis für einen erzwungenen Händedruck halte, der rein gar nichts bringt.
      13 8 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 10.04.2016 12:56
      Highlight @atomschlaf: Du lebst nicht gerade *die* liberale Einstellung, wenn du diesen Kindern keine eigene Meinung zugestehst, d.h. ihre Meinung kategorisch als Extremismus bezeichnest. Nur Fundamentalisten wissen zum Voraus, dass es nur eine 'einzige vernünftige "Lösung"' gibt. Mit dir (und all deinen Herzlis) kann man nicht über dieses Thema diskutieren, weil ihr euer Urteil bereits gefällt habt: Diese schlechten Menschen sind schlecht, schau was sie getan haben.
      10 28 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 13:07
      Highlight Falsche Toleranz gegenüber Intoleranz ist genau so schädlich wie wenn wir unsere eigenen Werte verraten und uns aufs Niveau von Extremisten runter lassen. Die Forderung nach Einhaltung der Regeln ist eine berechtigte Forderung. Was wir jedoch fordern, ist in diesem konkreten Fall, dass die Schüler ihre Lehrerin respektieren, was auch vollkommen gerechtfertigt ist. Dieser Respekt lässt sich jedoch nicht erzwingen, sondern alleine durch einen Prozess gewinnen.
      11 10 Melden
  • Froggr 10.04.2016 10:55
    Highlight Stimmung gegen Muslime machen die zwei ganz selber. Das sind nicht die Politiker. Die Ursache liegt ganz allein bei Ihnen. Sie sollen gar nicht erst damit beginnen die Schuld jemand anderem zuzuschieben.
    136 15 Melden
    • Froggr 10.04.2016 11:15
      Highlight Grufti: Nein das sind sie definitiv nicht. Und sonst habe sie ja immernoch Eltern, oder?
      62 5 Melden
    • Froggr 10.04.2016 12:43
      Highlight Ich habe überhaupt nicht auf so einen Moment gewartet. Aber ich habe es erwartet, dass es mal soweit kommen würde. Und viele veestehen nocht, dass es primär gar nicht um den Handschlag geht, sondern um die Sonderwünsche und Rechte, welche man in der Schweiz als andersgläubiger bekommt. Und versteh mich nicht falsch. Die anderen Religionen können in allen ihren Gebieten ihren Glauben ausleben. Das geht mich nichts an. Und ich habe überhaupt nichts dagegen. Aber bitte nicht hier in der Schweiz. Danke.
      30 7 Melden
  • amRhein 10.04.2016 10:55
    Highlight Im Wesentlichen geht es gar nicht um diese Schüler (oder um Muslime im Speziellen), sondern um die Haltung, sich aufs «Muslim-Sein» zu beschränken. Schüler sind in der Schule in erster Linie Schüler und nicht Anhänger dieser oder jener Religionsgemeinschaft. Im öffentl. Raum der Schule geht es nicht darum, die relig. oder weltanschaul. Gebote oder Vorstellung seiner persönl. Überzeugung auszuleben.
    Namentlich dann nicht, wenn durch dieses spezielle Verhalten andere Menschen diskriminiert werden. Ein Schüler ist in erster Linie Schüler und nicht Muslim, Christ oder sonstwas.
    101 1 Melden
    • Sapere Aude 10.04.2016 11:32
      Highlight Die Überreaktion macht es wesentlich ob es Muslime sind oder nicht. Ich glaube kaum, dass der Aufstand so gross gewesen wäre, wenn es jüdisch Orthodoxe Kinder gewesen wären, die den Handshake verweigert hätten. Ausserdem stellt sich schon die Frage, weshalb das Fehlverhalten zweier Schüler zum öffentlichen Streitthema wird und weshalb sich selbst eine Bundesrätin dazu äussern muss.
      13 55 Melden
    • amRhein 10.04.2016 11:58
      Highlight Hab ich doch deutlich gemacht, es geht weder um das «Fehlverhalten zweier Schüler» noch um ihre spezifische Religion. Es geht darum, dass Anhänger bestimmter Weltanschauungen sich in erster Linie durch ihre persönliche Überzeugung definieren. Die ist aber Privatsache.

      Das Frauenstimmrecht beispielsweise wurde doch auch nicht schon 1848 eingeführt. Vieles braucht einfach seine Zeit. Deshalb ist das keine Überreaktion sondern eine notwendige Korrektur.
      23 2 Melden
  • Gebietsvertreter 10.04.2016 10:54
    Highlight "Die problematische Botschaft sei ihm nicht bewusst gewesen, das Video habe ihm einzig wegen der hinterlegten Musik gefallen, sagt der Jugendliche."

    Ich weiss nicht ob ich lachen oder weinen soll..
    122 3 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 10.04.2016 13:01
      Highlight Habt ihr mit 14 gewusst, dass 'Schrei nach Liebe' so ein cooles Lied ist, wie es ist, oder habt ihr das einfach super cool gefunden weil es diese Stelle mit dem 'wohoho Arschloch' gibt (und euch eure Eltern die CD ab 18 verboten haben)? Hmm? Erinnert ihr euch auch an ein umgekehrtes Beispiel? Gar nichts? Aber ihr wisst ja andere Sachen, z.B. was die Jungs sich dabei gedacht haben.
      6 22 Melden
  • pamayer 10.04.2016 10:51
    Highlight ist das nun zum haare raufen oder eine wunderbare, köstliche realsatire?
    im zweifelfall das zweite.
    21 4 Melden
  • Toerpe Zwerg 10.04.2016 10:23
    Highlight Youtubereligion. Na super. Den Koran selber zu lesen ist ihnen vermutlich zu anstrengend. Wenn sie nun vom IZRS "betreut" werden ... gute Nacht.
    132 2 Melden
  • andersen 10.04.2016 10:22
    Highlight Opferstatus?
    Ist es nicht das was die 2 Jungs erreichen wollten?

    Und jetzt werden sie vom Islamischen Rat betreut, weil die anderen so "Böse" sind und somit lassen die Jungen, die keine Lebenserfahrung haben, sich oft von Sekten abschleppen.

    Mohammed sagt dies, Mohammed hat das und das gemacht, ja so ist es einfach, dass eigene Denken aufzugeben und mit dem Kopf unter dem Arm durch die Welt gehen.
    116 3 Melden
  • Mr.M 10.04.2016 10:19
    Highlight So ganz integriert sind die beiden wohl nicht. Finde es aber lustig, dass einige hier fast schon die Ausschaffung dieser Jungs fordern. Was ist dann mit den jüdischen Orthodoxen, die nicht einmal dieselbe Schule wie die Schweizer Kinder besuchen wollen? Sind diese besser integriert?
    56 37 Melden
    • Hierundjetzt 10.04.2016 10:49
      Highlight Ja. Ende der Story.
      19 28 Melden
    • Erdling.Nik 10.04.2016 10:52
      Highlight Populismus pur!
      10 24 Melden
  • R&B 10.04.2016 10:07
    Highlight Was für ein heuchlerisches Interview: perfekt inszenierte Opferrolle! Wer sich nicht in die von der grossen Mehrheit getragenen Gesellschaftsordnung integrieren möchte, muss halt mit den Konsequenzen leben. Ob religiöser Fundamentalist, Anarchist, Hippie, etc.
    95 4 Melden
  • thompson 10.04.2016 09:56
    Highlight Ich würde den Fokus mal weg von den beiden Jungs legen... Die König Faysal Stiftung ist das wahre Problem.
    Die Saudis machen den liberalen Balkanislam mit ihrem Wahabismus total kaput. Der Bau solcher Saudi Moscheen wird unser Zusammenleben noch schwieriger machen.
    117 1 Melden
    • demokrit 10.04.2016 11:07
      Highlight Genau. Die Rattenfänger muss man angehen. Und zwar subito.
      44 1 Melden
  • -woe- 10.04.2016 09:56
    Highlight 1. Jeder soll sein Leben/die Religion leben können, wie es für ihn richtig scheint. Er soll sich aber nicht wundern und schon gar nicht Hilfe erwarten, wenn er zum Aussenseiter wird und z.B. keine Stelle findet.
    2. Die Grenze der Religionsfreiheit ist dann erreicht, wenn das Verhalten andere beleidigt, erniedrigt, demütigt, verletzt etc.

    Bedenklich finde ich, dass sich immer wieder Kreise auf die Religionsfreiheit und Toleranz berufen, die - wenn selber tonangebend - keine Toleranz zulassen und die Glaubensfreiheit mit Füssen treten.
    111 1 Melden
  • winglet55 10.04.2016 09:47
    Highlight Willkommen im richtigen Leben. Man kann nicht früh genug lernen, das man von Politikern, Parteien & Medien instrumentalisiert wird.
    27 87 Melden
    • winglet55 10.04.2016 10:27
      Highlight Die Wahrheit produziert Blitzer, ich bin nicht erstaunt, aber ernüchtert.
      9 58 Melden
    • Hierundjetzt 10.04.2016 10:51
      Highlight Nö. So undifferenzierte populistische Ansichten sind abzulehnen.
      36 3 Melden
    • winglet55 10.04.2016 11:06
      Highlight Was habe ich populistisches gepostet? Die Wahrheit! Wenn eine Gefängniswärterin ihren Lover aus dem Gefängnis befreit, stürzen sich die Medien drauf, ist ja klar.
      Jeder will von jedem Ereignis für sich persönlich profitieren, ob Firma, Politiker, oder Medien. Die letztgenannten wollen die Aufmerksamkeit auf ihr Medium locken, und soviele Klicks wie möglich zu generieren. Genau wie Parteien oder Politiker, die werden nur gewählt wenn sie in den Medien präsent sind!
      9 20 Melden
  • DaveKnobs 10.04.2016 09:46
    Highlight Ja genau, IS propaganda-video posten wegen der super hintergrundmusik. Das ich nicht lache.
    182 5 Melden
    • Hoppla! 10.04.2016 10:44
      Highlight Aber klar doch. Ich schaue auch nur Pornos weil der Filmschnitt so innovativ ist. True story... X-)
      76 0 Melden
  • dopaminho 10.04.2016 09:42
    Highlight "Werden vom Islamischen Zentralrat betreut"
    Das ist doch mal eine kompetente Beratung für die Jugendlichen...💩
    166 2 Melden
  • rodolofo 10.04.2016 09:34
    Highlight Na also, geht doch!
    Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
    Die "Religiösen" sind halt sehr kopflastige, komplizierte Leute...
    Wenn auch sehr distanziert, so grüssen sie doch immerhin:
    "Grüezi wool!" und: "Phüeti Gott wool!"
    10 44 Melden
  • trio 10.04.2016 09:26
    Highlight Es wird tatsächlich aufgebauscht, wenn man (oder frau) jemanden die Hand nicht geben will, ist das doch keine Staatskrise. Gedanken müssen wir uns erst machen, wenn eine grosse Anzahl so agieren möchte. Als Jugendliche verstösst man gerne gegen Normen und Regeln. Persönlich ist es für mich unverständlich, jedoch kein Grund jemand zu verurteilen. Wir können schliesslich auch nicht verhindern das jemand Cola zum Fondue trinkt, auch wenn das eine Beleidigungen darstellt ;).
    23 100 Melden
    • Michel@sith 10.04.2016 09:46
      Highlight Cola zu Fondue als Beleidigung ? Nicht das selbe und daher wohl ein schlechter Vergleich.
      80 6 Melden
    • Charlie Brown 10.04.2016 10:15
      Highlight Wer wird da beleidigt, die Cola oder das Fondue?

      Ernsthaft: Wer sich Respekt (vor den Frauen) auf die religiöse Fahne schreibt, der soll sich fragen, was sein Gegenüber als respektvoll betrachtet.
      49 1 Melden
    • Dame vom Land 10.04.2016 13:25
      Highlight Wehret den Anfängen...
      12 1 Melden

Studie vom Bund gefordert: Wird die «Generation Praktikum» ausgenutzt? 

Ein 100-Prozent-Job für 200 Franken im Monat, ist das okay? Die Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone will wissen, ob Schweizer Praktikanten ausgenutzt werden und fordert einen entsprechenden Situationsbericht. Über ihren Vorstoss debattiert nächste Woche das Parlament. 

Als «Generation Praktikum» sind sie besonders in den Nachbarländern bekannt: Junge Berufseinsteiger, die gleich viel chrampfen wie Festangestellte, dafür aber einen massiv tieferen Lohn erhalten. 

Ob mies bezahlte Praktika auch in der Schweiz zum problematischen Massenphänomen geworden sind, weiss niemand so genau. Offizielle Studien fehlen. Hier will die Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone ansetzen. «Es geht doch nicht, dass wir keine Ahnung haben, was Praktikanten in unserem …

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