Schweiz

In Berlin gibt es bereits seit Mitte Juni eine fortschrittliche Moschee. Bild: carsten koall/epa/keystone 

Ein Dutzend Bewerbungen: Liberale Moschee kassiert nur Absagen von Vermietern 

Ein neuer Verein plant eine fortschrittliche Moschee, die auch Frauen und Homosexuellen offensteht. Doch die Suche nach einer Liegenschaft gestaltet sich schwierig. 

09.08.17, 08:04 09.08.17, 15:15

Nach der Gründung einer «liberalen Moschee» in Berlin im Juni stand die muslimische Welt Kopf. Nun will ein neuer Verein auch in der Schweiz eine fortschrittliche Moschee eröffnen und dort noch dieses Jahr die ersten Freitagsgebete abhalten. Nur: Der Verein hat grosse Schwierigkeiten, im Mittelland eine Verwaltung zu finden, die bereit ist, Räumlichkeiten für ein Gotteshaus zu vermieten. 

«Wir sind seit Anfang Juni auf der Suche und haben rund ein Dutzend Anfragen gestellt. Doch bis jetzt hat sich noch nichts ergeben», sagt Mitgründer Kerem Adigüzel zu watson. Adigüzel vermutete im «Landboten» kürzlich, dass gewisse Vermieter einer Moschee generell skeptisch gegenüberstehen. 

Saïda Keller Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ist am Projekt der liberalen Moschee in Berlin beteiligt. Nach der Eröffnung des dortigen Gotteshauses gab es wüste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen gegen Mitgründer. Keller Messahli kann sich deshalb gut vorstellen, dass gewisse Vermieter aus Angst vor konservativen Seiten keine liberale Moschee beherbergen möchten. 

«Kaum hören die Vermieter das Wort Moschee, blocken sie ab.»

Önder Güneş, Sprecher der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz

Sicher ist: Viele islamische Vereine haben Mühe bei der Suche nach einer Liegenschaft für ihr Gotteshaus. Önder Güneş, Sprecher der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), nennt das Beispiel der Islamischen Gemeinschaft Biel. Diese würde seit über einem Jahr nach Räumen suchen.

Dieses Problem hätten islamische Vereine vor 15 Jahren nicht gekannt. Güneş: «Das Klima hat sich verändert. Kaum hören die Vermieter das Wort Moschee, blocken sie ab.» Klappt es dann doch mit dem Vermieter, stiessen die Vereine oft auf weitere Probleme, wie Nachbarn, die sich beschweren.

Das Problem kennt man auch in der Westschweiz. Pascal Gemperli, Sprecher der FIDS in der Romandie: «In Payerne VD beispielsweise hat ein Verein über drei Jahre lang gesucht, bis es mithilfe des Stadtrats endlich geklappt hat und die Moschee in ein Industriegebäude einquartiert werden konnte.» Anfragen der islamischen Vereine würden die Vermieter oft ignorieren oder darauf antworten, die Räumlichkeiten seien nicht mehr verfügbar. Gemperli: «Später sieht man dann jedoch, dass die Räume immer noch ausgeschrieben sind.» 

Auch als die Moschee in Pratteln BL 2012 die Kündigung des Vermieters erhielt, mussten die Verantwortlichen hunderte Bewerbungen verschicken. «Wir haben uns für jeden freien Raum in Pratteln mit 200 bis 1000 Quadratmetern beworben», sagten sie zwei Jahre später in der «Schweiz am Wochenende». Meistens hätten sie gar keine Antwort erhalten. 

Mehrere grössere Verwaltungen wollten auf Anfrage keine Stellung zum Thema nehmen. Lediglich Helvetia lässt verlauten, sie würden Anfragen von muslimischen Vereinen ebenso prüfen wie von anderen religiösen oder nicht religiösen Vereinen. 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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35
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • anders Denken erlaubt? 15.08.2017 10:55
    Highlight Gut so und weiter so. Stellt euch vor, WIR müssen uns anpassen.... Ihre Doktrin ist politisch und nicht religiös. Die Doktrin heisst. Wo Allah ist (sprich z.B. der Boden wo man sich aufhält) gehört ihm. Nicht nachgeben, Vermieter.
    0 0 Melden
  • mrsmarple1965 10.08.2017 16:21
    Highlight Ich finde esverständlich das niemand mehr räumlichkeiten vermieten will. Der Islam setzt sich selbst ins Unrecht, u d ich glaube auch ehrlich gesagt nicht daran das dort Schwule und Lesben und unverschleierte Frauen ungehindert ein und ausgehen dürften.

    Es wäre nach kürzester Zeit wieder ein reines Männerclübchen von dem wieder niemand recht weiss was genau vorgeht.
    2 0 Melden
  • Oberon 09.08.2017 19:39
    Highlight So lange es "Menschen" gibt die im Namen einer Religion, morden, vergewaltigen, zerstören, foltern, erpressen, unterdrücken und so weiter, völlig nachvollziehbar.

    Wie meistens im Leben trifft es dann auch die völlig falschen. Leider wird uns dieser Terror noch lange begleiten auch wenn der ISIS besiegt ist. Es wird noch viele dieser "Menschen" geben die weiter daran glauben und unschuldige Leute töten werden.



    27 5 Melden
  • atomschlaf 09.08.2017 16:00
    Highlight Bedauerlich, dass ausgerechnet die Liberalen Moslems kein Lokal finden, aber da haben offenbar die Strenggläubigen und die notorischen Querulanten den Ruf schon so arg versaut, dass viele auch mit den liberalen Moslems nichts mehr zu tun haben wollen.
    44 5 Melden
    • Hochen 09.08.2017 17:33
      Highlight Ebenso wie die SVP und beschulützer des Abendlandes ihren Beitrag dazu geleistet haben!
      10 44 Melden
    • atomschlaf 09.08.2017 18:16
      Highlight @Hochen: Mach Dich besser mal mit dem Wesen und den Risiken des Islam vertraut, statt hier SVP-Bashing-Sprüche zu klopfen!
      34 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.08.2017 14:46
    Highlight Die Gründerin der liberalen Moschee steht permanent unter Polizeischutz. Weil sie über 100 Morddrohungen erhalten hat. Die Drohungen nehmen kein Ende. Die meisten stammen aus Richtung islamistischer Fundamentalisten.

    Ein Vermieter würde automatisch auch in den Fokus der Extremisten geraten.

    Ich find es tragisch, dass Terroristen auf diese Weise hier wieder gewinnen. Und ich finde die Frau extrem mutig. Aber das ändert nichts daran, dass ich sie nicht in der Nähe wollte.
    45 2 Melden
  • Mia_san_mia 09.08.2017 11:53
    Highlight Ja da können sie sich bei ihren "Kollegen" bedanken, die dafür sorgen, dass Moslems so einen schlechten Ruf haben.
    58 8 Melden
  • gas_wookie 09.08.2017 11:05
    Highlight Imageprobleme?
    49 8 Melden
  • FancyFish 09.08.2017 10:58
    Highlight Ist halt so...Der Islam hat in letzter Zeit viel Schaden in Europa angerichtet. Auch wenn diese jetzt "liberale" Moslems sind, werden sie mit Sicherheit keinen Platz finden, denn die Skepsis gegenüber dieser Religion wächst immer mehr
    55 8 Melden
    • kleiner_Schurke 09.08.2017 14:02
      Highlight Und das ist auch gut so!
      41 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.08.2017 10:53
    Highlight Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Für mich mit osteuropäischem Namen ist Wohnungssuche in der Schweiz immer wieder eine langanhaltende Frustration, trotz Hochschulabschluss, normalem Gehalt und EU-Staatsbürgerschaft.
    Für Muslime muss es sicherlich noch schwieriger sein.
    31 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.08.2017 14:36
      Highlight Für das Vermieten einer Privatwohnung wär mir die Herkunft völlig egal. Da zählen Referenzen und der persönliche Eindruck.

      Wenn das jemand mit einer ganzen Moschee über einen Kamm scherrt, kann er nur von der Rechtsaussen- oder Dummfront stammen.
      5 33 Melden
    • atomschlaf 09.08.2017 16:04
      Highlight Ich glaube Dir gern, dass z.B. ein "-ic"-Name es noch schwieriger macht, aber Du kannst mir glauben, dass die Wohnungssuche an Orten mit hoher Nachfrage auch mit Schweizer 08/15-Bünzli-Namen mühsam und frustrierend ist.
      35 3 Melden
  • Wilhelm Dingo 09.08.2017 10:50
    Highlight Eine liberale Moschee wird angefeindet werden inkl. gewalttätigen Aktionen. Das will sich keine Hausverwaltung antun. Mein Vorschlag: Liegenschaft kaufen oder selber neu bauen!
    28 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.08.2017 10:40
    Highlight In Berlin hab ich viele Freunde. Meist Akademiker. Meist Atheisten. Aber auch Religiöse dabei. Christen, Juden, Muslime, Buddhisten.

    Selbst die Klügsten unter ihnen, die sich für Religionsfreiheit einsetzen und offen sind, haben ein Problem. Sie wissen, dass es nicht rational ist. Aber es ist da und lässt sich nicht wegschwatzen.

    Sehr viele Leute haben längst eine allgemeine Angst vor Muslims. Weil man
    a) nie weiss, wer moderat ist und wer nicht
    b) zu wenig davon gesehen hat, wie moderate Vertreter sich gegen den Irrsinn des Terrors einsetzen.

    Darum will sie keiner in der Nähe haben. Angst!
    46 10 Melden
  • coltfish 09.08.2017 09:58
    Highlight Tja. Kein Wunder finden die kein Vermieter. Das Risiko/Nutzenverhältniss ist bei Moscheen einfach miserabel. Egal wie liberal die sind.
    41 6 Melden
  • Candy Queen 09.08.2017 09:41
    Highlight Ich sehe den Skandal nicht. Ich hätte auch keine Lust, mir als Vermieterin Ärger irgendwelcher Art einzubrocken. Völlig legitim also, solche mietanfragen abzulehnen.
    48 5 Melden
  • Domino 09.08.2017 09:15
    Highlight Anschläge, Molotovcocktails und Sachbeschädigungen sind meiner Meinung nach viel wahrscheinlicher bei einer liberalen Mosche - und das von radikalen Muslimen...
    35 3 Melden
  • N. Y. P. 09.08.2017 09:01
    Highlight Mehrere grössere Verwaltungen wollten auf Anfrage keine Stellung zum Thema nehmen.

    Dieser eine Satz bringt es auf den Punkt.
    17 6 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 09.08.2017 08:36
    Highlight Ich würde es begrüssen wenn eine Kirche, die Räume zur Verfügung hätte, diese offerieren würde.

    Damit könnte man ein Zeichen setzen gegen die wachsenden Intoleranz gegenüber Glaube und Religion allgemein.

    Da mit könnte man vielleicht auch die Religionen näher zusammenrücken lassen, damit ein besserer Dialog unter den Gläubigen entsteht. Ich bin immer noch der Meinung, dass es in Städten Religiöse Zentren geben sollte, wo Kirche, Moscheen, Synagoge usw. nebeneinander stehen.
    21 47 Melden
    • N. Y. P. 09.08.2017 14:58
      Highlight Wie interpretierst Du die
      Blitze ?
      5 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 09.08.2017 16:32
      Highlight Sehr viele theophobe und xenophobe menschen hier, die nicht an einem offenen Dialog interessiert sind.

      Mir kann's eigentlich wurst sein. Da ich weder der einen noch der anderen Glaubensrichtung angehöre.
      16 22 Melden
    • atomschlaf 09.08.2017 18:02
      Highlight Bloss weil man richtigerweise erkannt hat, dass der heutige, unreformierte Islam mit unseren hart erkämpften Rechten und Freiheiten total inkompatibel ist und daher ein steigender Anteil muslimischer Bevölkerung unsere Freiheit, Sicherheit und unseren gesamten Lebensstil massiv gefährdet, ist man bestimmt nicht "theophob" oder "xenophob".
      26 7 Melden
    • Chefs United 09.08.2017 22:02
      Highlight Der beste Kommentar hier. Die vielen Blitze sind traurig, aber logisch in unserer Zeit und Gesellschaft
      5 4 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 10.08.2017 15:19
      Highlight @atomschlaf
      Hört sich denn kurzsichtiger Egoismus besser für dich an?
      Hier haben wir die Möglichkeit die Liberalisierung und Reformation des Islams in Europa voranzutreiben. Was kann es besseres geben, als das?
      Stattdessen macht man sich Sorgen über Schäden und dem eigenen Wohl.

      Die Wahrheit ist, Muslime sind bereits in diesem Land, wie auch andere Religionen. Diese Tatsache kann man nicht einfach abschieben oder ignorieren. Anstelle, dass man jetzt alle in den gleichen Topf wirft, sollte man den liberalen Islam fördern...
      1 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 10.08.2017 15:25
      Highlight ...Es leben nun mal Moslems in Europa, ausser mit einer ethnischen Säuberung wird man sie nicht mehr los. Und so etwas wollen wir hier nicht wieder.
      Also ist die einzige richtige Lösung, zu akzeptieren, dass Moslems auf der Welt, selbst in unserer Nachbarschaft leben. Was wir aber tun können und sollten, ist in unserer Region soweit Einfluss nehmen, dass ein Liberaler und reformierter Islam Fuss fassen kann. Lehnen wir selbst das ab, wird sich zwar nicht Nichts ändern, aber nur sehr, sehr langsam.
      Dafür sollte man über seinen eigenen Schatten springen können.
      3 2 Melden
    • atomschlaf 11.08.2017 09:00
      Highlight @Dingo: Ja, ist ja schön, die paar versprengten liberalen Moslems zu fördern. Finde ich auch gut.

      Ist nur leider völlig nutzlos, wenn gleichzeitig Jahr für Jahr Hunderttausende konservativer Moslems nach Europa einwandern dürfen.

      5 1 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 11.08.2017 10:12
      Highlight @atomschlaf
      Ich frage mich ja woher du die Zahlen der Stockkonservativen hast. Wäre das der Fall müssten wir doch einige mehr Burkas sehen und hätten wohl etlich mehr Probleme.
      1 2 Melden
    • atomschlaf 12.08.2017 22:35
      Highlight @Dingo: Zu den Ansichten der muslimischen Bevölkerung gab es 2015/16 eine grosse Umfrage in UK.
      Ein paar Resultate:

      Ehefrau hat dem Mann immer zu gehorchen: 39% Zustimmung

      Es soll nach der Scharia und nicht nach britischen Gesetzen gelebt werden: 23% Zustimmung

      Homosexualität soll nicht legal sein: 52% Zustimmung

      https://www.welt.de/vermischtes/article154359076/So-denken-Muslime-in-Grossbritannien-wirklich.html

      In Österreich fanden bei einer Umfrage unter muslimischen Flüchtlingen 40 Prozent, dass religiöse Gebote sind über staatliche Vorschriften zu stellen seien.
      http://bit.ly/2vwQ0DO
      3 0 Melden
    • atomschlaf 12.08.2017 22:40
      Highlight @Dingo: 2015 und 2016 wurden in Europa je ca. 1.3 bis 1.4 Mio. Asylgesuche gestellt (gemäss kommentierter Asylstatistik des SEM, Seite 3).
      https://www.sem.admin.ch/dam/data/sem/publiservice/statistik/asylstatistik/2016/stat-jahr-2016-kommentar-d.pdf

      Aufgrund der hauptsächlichen Herkunftsregionen kann man von mind. 50% Moslems ausgehen.
      Dazu kommt dann noch die sonstige Zuwanderung (nicht asylbedingt) und der Familiennachzug.

      Wie Du siehst, ist die Annahme das jedes Jahr Hunderttausende konservativer Muslime nach Europa einwandern, keineswegs aus der Luft gegriffen.
      3 0 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi #NeinZuNoBillag 14.08.2017 08:57
      Highlight @atomschlaf
      sobald ich Zeit und Musse haben werde ich deinen Zahlen nachgehen und auch abwägen wie viel Einfluss ca. 0.02% konservative Moslems auf unser Europa haben werden.
      0 1 Melden
  • Knox420 09.08.2017 08:30
    Highlight Wäre ich Vermieter, würde ich den Raum auch einer Kirche nicht zur Verfügung stellen. Es gibt bessere Verwendungsmöglichkeiten als für eine Religion.
    22 4 Melden
  • roterriese Team #NoBillag 09.08.2017 08:16
    Highlight Zivilcourage, die Vermietet können selbst bestimmen wen sie wollen. Ich begrüsse jedoch eher eine liberale Moschee anstatt eine Normale. Wobei ich mich frage, wieso man 2017 noch ein Gotteshaus braucht?
    33 9 Melden
    • Datsyuk 11.08.2017 11:01
      Highlight Braucht es auch keine Kirchen?
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