Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eines der wenigen Bilder des Ostschweizers. Jetzt kämpft er in Syrien. bild: srf

In Syrien festgehalten: Arboner Dschihadist lässt Frau und gemeinsames Baby frei

19.04.15, 11:15 19.04.15, 12:48


Der Arboner Dschihadist A. A. reiste vor einigen Monaten nach Syrien und nahm seine Ehefrau, die 22-jährige Deutsche G. W. und ihr gemeinsames Kind mit. Über mehrere Monate hielt er beide gegen ihren Willen im syrischen Kriegsgebiet fest. Jetzt hat er sie offenbar ziehen lassen. Sie befinden sich in der Obhut des deutschen Auswärtigen Amtes in der Türkei. Dies berichten SRF News und die deutsche Tageszeitung «Stuttgarter Nachrichten» am Sonntagmorgen.

Die Familie der 22-jährigen G. W. sowie das deutsche Auswärtige Amt bestätigten dies. G. W. versuchte zuvor in der Türkei, ihren Mann zu überzeugen, sich von der Dschihad-Szene zu lösen. Am Samstagabend liess der Mann seine Frau und die gemeinsame Tochter überraschend im türkisch-syrischen Grenzgebiet nahe der türkischen Stadt Reyhanlı frei.

Die Dschihad-Reise von A. A. wurde im März 2015 von der «Rundschau» aufgedeckt. A. A. reiste den Recherchen zufolge in den Dschihad und liess seine Ehefrau G. W., die damals schwanger war, unter falschem Vorwand nachkommen. «Ich will nach Hause, bitte helft mir», sagte sie damals in einer Botschaft an ihre Eltern.

«Köpfe den Kuffar abschlagen»

A. A.s radikale Überzeugungen wurden ebenfalls publik. In einschlägigen WhatsApp-Nachrichten schrieb der 21-jährige Logistik-Fachmann aus dem thurgauischen Arbon Sätze wie «Ich bin hergekommen, um die Köpfe der Kuffar abzuschlagen. Ich bin bereit.» Die Kuffar, die Ungläubigen, zu bekämpfen, sei seine Pflicht. Und er drohte aus Syrien: «Irgendwann sind wir in der Schweiz.» A. A. macht den Daheimgebliebenen klar, dass er im Dschihad kämpft. Er hat sich Jabhat al-Nusra angeschlossen, einem Ableger der Terrororganisation Al-Kaida. 

Bundesanwalt Michael Lauber hatte in der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SRF vom 4. März 2015 gesagt, ermittelt werde gegen den Mann wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Weil er auch das Schweizer Bürgerrecht besitze, könne er aber an einer Wiedereinreise in die Schweiz nicht gehindert werden. 

Wegen des Festhaltens der Deutschen in Syrien ermittelte die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben nicht. (pma/rar/sda)

Islamistische Terroristen: «Jihadi John» & Co

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Jetzt ist es offiziell: Karin Keller-Sutter will Bundesrätin werden

Die St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter will Bundesrätin werden. In ihrem Heimatort Wil hat sie am Dienstagnachmittag ihren Entscheid bekanntgegeben und den Weg dazu erklärt.

Fünf lange Minuten sass Karin Keller-Sutter im Wiler Stadtsaal vor einem guten Dutzend Kameras. Sie sagte kein Wort und wartete exakt bis 15 Uhr, bis sie die Medien informierte und die Spekulationen über ihre Ambitionen beendete.

Sie werde sich der Partei für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann «gerne zur Verfügung stellen», erklärte die St. Galler Ständerätin. In der letzten Woche habe sie sich darüber mit ihrem Umfeld ausgetauscht und die Situation analysiert.

Vor nicht allzu langer Zeit …

Artikel lesen