Schweiz
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Bild: Shutterstock

Interview mit einem Separatisten

Signor Caruso, warum wollen Sie Sardinien zum 27. Kanton der Schweiz machen?

26.03.14, 12:30 24.06.14, 09:32

Andrea Caruso ist Zahnarzt und wohnt in Cagliari auf Sardinien. In seiner Freizeit arbeitet der 50-Jährige auf die Abspaltung der Mittelmeerinsel von Italien und ihren Beitritt zur Schweiz hin. Für dieses Ziel hat er zusammen mit einem Jugendfreund die Initiative «Canton Marittimo» («Meerkanton») ins Leben gerufen.

Erhält die Schweiz 500 Jahre nach der Schlacht von Marignano eine zweite Chance auf einen Meerzugang? Mit watson sprach Caruso über seine erloschene Liebe zu Italien und die grosse Bewunderung für den Schweizer Föderalismus.

Wie ist die Idee für einen Beitritt Sardiniens zur Schweiz entstanden?
Andrea Caruso: Aus dem Wunsch, den Sarden einen Weg zum Wohlstand aufzuzeigen, durch eine leistungsfähige Verwaltung sowie die Verwirklichung unseres Potenzials. Insellage und kulturelle Eigenheiten haben den Unabhängigkeitssinn der Sarden stets am Leben erhalten. Dieser macht sich in der aktuellen Periode der Unsicherheit immer stärker bemerkbar. Wir glauben, dass das Streben nach Eigenständigkeit und Selbstbestimmung etwas ist, das alle in Sardinien befürworten. 

«Wir glauben, dass das Streben nach Eigenständigkeit und Selbstbestimmung etwas ist, das alle in Sardinien befürworten. »

Andrea Caruso

Andrea Caruso (50) Bild: ZVG

Dazu brauchen Sie die Schweiz nicht.
Sobald wir die Unabhängigkeit erlangt haben, müssen wir zuerst unser politisches System von Grund auf erneuern. Das italienische hat seine Untauglichkeit zur Genüge bewiesen. Wir haben aber keine Erfahrung in der Selbstverwaltung und tragen zudem schwer am Erbe jenes ineffizienten Systems, das wir bisher hatten. Deshalb müssen wir in Erwägung ziehen, uns einem erfahrenen Partner anzuvertrauen, der uns hilft, eine schlagkräftige, effiziente und reife Organisation zu schaffen. Dieser Partner kann unseres Erachtens nur die Schweiz sein. Kein anderes Land hat einen solch hohen Respekt vor den kulturellen Eigenheiten und der politischen Autonomie seiner Gliedstaaten.  

Welche Reaktionen erhalten Sie von Ihren Mitbürgern?
Durch die Medienpräsenz hat unser Vorhaben das Interesse vieler Menschen sowohl in Sardinien als auch in der Schweiz geweckt. Auf unserer Insel spielt sich eine politisch-wirtschaftliche Krise ab, die das Misstrauen gegenüber den Institutionen und dem Verwaltungsapparat noch einmal verstärkt hat. Viele hier reagieren deshalb enthusiastisch und warten ungeduldig darauf, dass sich unser Projekt sehr bald konkretisiert. Sie verkennen, dass solch tiefgreifende Veränderungen viel Zeit brauchen. 

Keine negativen Rückmeldungen?
Natürlich erleben wir auch Ablehnung. Und manche halten unser Vorhaben schlicht für einen Scherz. Das ist verständlich, können sich doch die wenigsten vorstellen, dass sich sozio-politische Veränderungen ausserhalb staatlicher Normen herbeiführen lassen. Dabei ist die Geschichte voller solcher Beispiele. 

Strand bei Santa Teresa di Gallura, Nordsardinien

Bild: watson

Planen Sie ein Referendum, ähnlich wie die Separatisten in Venedig?
Seit einigen Tagen ist eine Petition online, um sowohl die sardische als auch die schweizerische Bevölkerung zu sensibilisieren und konkret auszuloten, was beide von dem Vorhaben halten. Darauf wird eine Unterschriftensammlung in Sardinien folgen, um in einem demokratischen Verfahren präzise Anforderungen zu entwickeln. Wir sind pazifistisch, apolitisch, tolerant und gewaltlos. Wir glauben fest an die demokratische Selbstbehauptung des Volkswillens. 

Umfrage

Möchten Sie, dass Sardinien der Schweiz beitritt?

  • Abstimmen

293 Votes zu: Möchten Sie, dass Sardinien der Schweiz beitritt?

  • 92%Ja, ich will Meer!
  • 7%Nein, das ist doch verrückt.

Was hat Sardinien der Schweiz zu bieten?
Die Antwort «das Meer» wäre im Fall eines Landes, das keines hat, ebenso offensichtlich wie kurzsichtig. Wir sehen das gewaltige Potenzial Sardiniens, das bisher leider weitgehend ungenutzt blieb: Die Insel ist mehr als halb so gross wie die ganze Schweiz und zählt 1,6 Millionen Einwohner. Ein Grossteil konzentriert sich auf die Ballungszentren Cagliari, Sassari und Olbia. Die 1900 Kilometer Küstenlinie sowie das Landesinnere sind nahezu unberührt.  

Gasse in der Altstadt Cagliaris

Bild: shutterstock

Wie schätzen Sie das Wirtschaftspotenzial Sardiniens ein?
Die Industrialisierung wurde durch verfehlte strategischer Entscheide Roms verspielt, vor allem durch horrende Energie- und Transportpreise. All dies könnte eine kompetente Verwaltung anpacken und lösen. Der sardische Industriesektor liegt momentan brach, könnte aber rasch reaktiviert und auf rentable Produktionszweige ausgerichtet werden. Unsere Landwirtschaft hat Nischencharakter, ist aber sehr produktiv. Sie ist ebenso wie die Bewirtschaftung des Meeres ausbaufähig. Die Sanierung und Umnutzung von tausenden heruntergekommenen Gebäuden in Staats- und Privatbesitz würden dem Immobiliensektor neues Leben einhauchen.



Und dann wäre da noch der Tourismus.
Ich wollte am Schluss auf ihn zu sprechen kommen, weil er als Entwicklungsmotor eine besondere Bedeutung für Sardinen hat. Wir bieten hier echten Erlebnis-Tourismus, abseits jenes Produktivitätswahns, der anderswo zu einer Verarmung des Angebots geführt hat. Unsere ländliche und urbane Lebensweise ist traditionell, ohne sich vor den positiven Aspekten der Moderne zu verschliessen. Hunderte archäologische Ausgrabungsstätten zeugen von unserem reichen kulturellen Erbe.

Schon ein Vorschlag für die Kantonsfahne?

Logo von Canton Marittimo  Bild: cantonmarittimo.com

In enger Anlehnung an das Original

Bild: shutterstock

Sie schlagen vor, die Schweiz solle Italien Sardinien abkaufen. Welcher Preis schwebt Ihnen vor?
Die Idee eines Verkaufs war nie mehr als ein Vorwand und eine Provokation, um Interesse an der Initiative zu generieren. Das ist uns gelungen. Wir Sarden würden natürlich niemals akzeptieren, als Tauschware behandelt zu werden. Der einzig gangbare Weg ist die demokratische Selbstbestimmung, ein Wunsch der sich vielerorts in Europa äussert, sei es in Schottland, Katalonien, auf der Krim und bei unseren Landsleuten in Venezien. 

Kommen Sie, jetzt nennen Sie einen Preis. 
Also gut, aber wirklich nur als Gedankenspiel: Das aggregierte Immobilienvermögen der Italiener entspricht ungefähr viermal dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sardinien hat ein BIP von rund 35 Milliarden Euro. Gemäss diesem Berechnungsmodell wäre Sardinien etwa 140 Milliarden Euro wert. Aber ich wiederhole, um jegliche Instrumentalisierung zu vermeiden: Diese Berechnung ist keinesfalls ernst gemeint, sondern lediglich eine Weiterführung der Provokation! 

In der Schweiz haben wir den interkantonalen Finanzausgleich. Glauben Sie, Sardinien wäre ein Netto-Zahler oder ein Netto-Empfänger?
Angesichts der Steuerschulden des italienischen Staates gegenüber Sardinien sind wir es, die Italien Geld «geliehen» haben. Diese betragen seit 1991 zwischen 12 und 15 Milliarden Euro und konnten bislang trotz grosser Anstrengungen nicht bereinigt werden. Auf der anderen Seite würden wir dieses Interview nicht führen, wenn Sardinien eine florierende Region wäre. Die Sarden sind ein stolzes Volk, die keine Almosen entgegennehmen. Das Ziel muss doch sein, die Ärmel hochzukrempeln und unter fachkundiger Anleitung eineinhalb Millionen Menschen mit ihrem ungeheuren Potenzial zu Wohlstand zu verhelfen. Sollte der Finanzausgleich dabei behilflich sein, sagen wir sicher nicht Nein. Vermutlich brauchen wir ihn nicht und wenn doch, werden wir in der Lage sein, dereinst alles zurückzuzahlen. 

Der Ausländeranteil in der Schweiz beträgt über 20 Prozent, in Italien 8. Wäre Sardinien bereit, seinen Ausländeranteil signifikant zu steigern?
Die Sarden sind gastfreundlich, also warum nicht? Die Einwanderung müsste natürlich klar geregelt sein. Was die Personenfreizügigkeit anbelangt, so müssten für alle, einschliesslich der Ausländer, Beschäftigung und Wohlstand gewährleistet sein. Abgesehen davon sind wir überzeugt, dass viele Schweizer die Insel als zweiten Wohnsitz wählen werden. Das würden wir natürlich begrüssen.  

«Uns verbindet das Inselbewusstsein, bei euch durch die Berge, bei uns durch das Meer bedingt.»

Andrea Caruso

Von allen Ländern haben Sie sich die Schweiz für einen Beitritt ausgesucht. Warum?
Wie gesagt wegen der ausgezeichneten Verwaltung. Der effizienten Sozial- und Wirtschaftspolitik, dem Respekt gegenüber kulturellen Eigenheiten und dem Föderalismus. Wir glauben, dass unser Meerzugang, das erwähnte Wirtschaftspotenzial und die geringe Bevölkerungszahl für die Schweiz attraktive Aspekte eines Beitritts darstellen. Im Übrigen verbindet uns das Inselbewusstsein, bei euch durch die Berge und bei uns durch das Meer bedingt. 

Warum sind Sie derart von Italien und von der EU enttäuscht? 
Wir sind weder gegen Italien noch gegen Europa. Kulturell und emotional tragen viele von uns Italien in sich. Dennoch merken wir, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert, wie eine erloschene Liebe. Da ist eine Trennung unausweichlich, frei von Feindseligkeit, aber weiterhin mit Verbundenheit und Respekt. Was das europäische Experiment anbelangt: Es ist aussergewöhnlich und ambitioniert, aber leider wurden zu viele Fehler begangen. Inzwischen sind die Ungleichheiten und die Unzufriedenheit zu gross. Sollten wir entscheiden, für uns selbst zu schauen, brauchen wir die EU nicht, fernab von allem und vom Meer umgeben. 

Rauhe Schönheit im Hinterland von Olbia, Nordsardinien

Bild: EPA

Blicken wir in die Zukunft: Angenommen, die Schweiz wäre zu einer Aufnahme Sardiniens bereit, aber Rom sagt Nein. Was dann?
Ein Kauf ist wie gesagt ausgeschlossen, wir sehen vielmehr einen Akt der Selbstbestimmung, wie er in der Geschichte immer wieder vorkommt. Früher wurden solche Ereignisse mit blutigen Kriegen herbeigeführt. Heute, in einer zivilisierten Welt, deren bestes Beispiel Europa ist, sollten wir dasselbe Ziel mit den reinsten Prinzipien der Demokratie erreichen. Wir hier werden versuchen, gemeinsam den Willen zu einer demokratisch anerkannten Autonomie zu formulieren. Euch Schweizer bitten wir in der Zwischenzeit, Pro und Contra eines allfälligen Beitrittsgesuchs abzuwägen.

Disclaimer: Der Redaktor ist entschiedener Separatismus-Gegner, aber grosser Sardinien-Fan.

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ovatta 06.07.2017 17:52
    Highlight Hallo Sommerloch,
    Hier könnte man wunderbar ein paar Neuigkeiten ausgraben!
    Irgend einer von euch ist bestimmt reif für die Insel!
    0 0 Melden
  • Homes8 05.09.2016 14:37
    Highlight Von der Grösse her würde es den 5 Provinzen entsprechend wohl eher 5 neue Kantone geben.
    0 0 Melden
  • trio 05.09.2016 12:35
    Highlight Wird die Idee noch verfolgt, gibt es neue Infos?
    11 0 Melden
  • sharkisland 28.05.2014 19:43
    Highlight ich finde die Idee super...wer lebt schon gerne in der EU=Europäischer Untergang(der früher oder später kommen wird!)...die Menschen haben die Schnauze voll von "verlogenen/korrupten/unfähigen Luxus-Politikern die nur an das eine denken...immer mehr Geld für sich scheffeln!!!
    "Ein Hoch auf die Schweiz...das wohl einzige Land der Welt mit einer wahren Demokratie"
    PS:Ich bin (leider)Deutscher...aber wenn ich nochmals auf die Welt kommen sollte dann hoffentlich als Schweizer Staatsbürger...
    13 5 Melden
  • leu84 05.05.2014 23:19
    Highlight Warum nicht? Die Sarden sind herzlich Willkommen. Ich wünsche schon einmal gutes gelingen. Sei es als freies Land oder Schweizer Kanton. :)
    24 1 Melden
  • Zeit_Genosse 27.03.2014 20:47
    Highlight Sardinien würde da vom Finanzausgleich profitieren und dabei die Berner toppen. Ob die Sarden wirklich die Arbeitsgesetze und -moral der Schweiz übernehmen möchten und wir uns mit Fischereigesetzen herumschlagen wollen. Sardinien wäre dann auch Schweizer Aussengrenze und da nützt auch das Schengenabkommen nichts. Ich liebe Sardinien wie es ist und bringe Iceland als weiterer Kanton ins Spiel ;)
    11 1 Melden
  • Mami Di Gerfis 27.03.2014 09:44
    Highlight Ich gratuliere Andrea Caruso zu diesen derart guten Antworten auf die Interview-Fragen und vorallem zu seiner Idee! Ich bin von Geburt Schweizerin aus Luzern und Horw mit Heimatort Arvigo (GR) und lebe seit 26 Jahren (die Haelfte meines Lebens) auf Sardinien (Fordongianus, Provinz Oristano) mit meinem Sarden-Ehemann und meinen 5 Kindern (24, 23, 22, 20 und 16 Jahre) wo wir seit ueber 25 Jahren einen Steinbruch (Trachite in italienisch) betreiben. Ich bin ueberzeugt, dass ich optimale Lebenserfahrung habe, um alle seine Aspekte sowie als Sardinierin als auch als Schweizerin beurteilen kann! Nochmals herzliche Gratulation an Andrea Caruso!!!!!! Rebecca F. Marghitola
    17 0 Melden
  • Raphael Bühlmann 26.03.2014 23:39
    Highlight https://tinyurl.com/osmzzxe
    Hier gibt's die Petition.
    5 0 Melden
  • peterinsardinien 26.03.2014 20:58
    Highlight Ich bin Brite, wie Andrea Caruso im Februar 1964 geboren. Nach einer 20-jahrelangen Arbeit im Unternehmensberatung-Bereich, von denen 10 in Rom, seit 2006 führen ich und meine schottische Ehefrau Anne eine Pension an der Ostküste Sardiniens. Zwei Bemerkungen für SchweizerInnen von jemandem, der kein Sarde ist:-
    (1) Andea hat Tourismus besprochen. Die Sarden wahrnehmen nicht, wie attraktiv für Bergsport die Insel ist. Man kann klettern, wandern, mountainbiken, genau wie in der Schweiz, und all dies mit einem Strandurlaub gut kombinieren. Das ganze Jahr über. Siehe das von mir absichtlich ausgewählten Profilfoto: alpinwürdige Spitzkehren mit dem Bike neben der schönen Cala Sisine. Die lokalen Politiker haben KEINE AHNUNG dazu, wie man diese Art von Tourismus entwicklen sollte: sie kennen nicht die verschiedenem Sportarten, sie sprechen nur Italienisch. Aber für euch ist das ganz anders!
    (2) Unserer Erfahrung nach stimme ich Andrea völlig zu: die Lokals haben uns gut akzeptiert, insbesondere da wir zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft beigesteuert haben.
    7 0 Melden
  • peterinsardinien 26.03.2014 20:40
    Highlight Ich bin Brite, wie Andrea Caruso im Feb 1964 geboren. Nach einer 20-Jahrelangen Arbeit im Unternehmensberatungsbereich, von denen 10 in Rom, seit 2006 führen meine schottische Frau Anne und ich eine Pension für Sportler in der Ostküste Sardiniens. Was vielleicht die Sarden nicht wahrnehmen, ist, wie attraktiv die Insel nicht nur für Strandurlaub sondern für Bersport (genau wie in der Schweiz: Klettern, Wandern, Mountainbiken) ist. Und den Bergsport kann man gut mit einem Strandurlaub gut kombinieren (siehe das von mir absichtlich ausgewählte Profilfoto - alpinwürdige Spitzkehren auf dem MTB neben der schönen Cala Sisine). Aus persönlicher Erfahrung stimme ich Andrea völlig zu, die Sarden haben uns gut akzeptiert, da wir haben "mit den Füßen" gewählt, wie man auf Englisch sagt, und die Insel ein wenig erschlossen. Die lokalen Politiker haben KEINE AHNUNG, sie reden über "destagionalizzazione" des Tourismus (d.h. nicht nur Sommer-Strandtourismus sondern auch 8-9 Monate pro Jahr) ohne dass sie in der Lage sind, andere Sprachen zu sprechen! Was für eine Gelegenheit für die SchweizerInnen, oder?
    5 0 Melden
  • Celtico 26.03.2014 19:07
    Highlight War das nicht immer ein Anligen der Linken: Freie Sicht aufs Mittelmeer? Et Voilà. Ich erwarte volle Zustimmung aller Linken in der Schweiz
    10 0 Melden
    • Kian 27.03.2014 08:25
      Highlight Angesichts der hohen Zustimmung (siehe Umfrage oben) muss die Forderung über sämtliche Parteigrenzen hinweg vorhanden sein.
      14 0 Melden
    • Horny 27.03.2014 08:54
      Highlight Dem muss schon Zwangsläufig Zustimmung entgegenwehen nach dem Motto
      "Unmögliches wird sofort erledigt. Leider dauern Wunder etwas länger"
      5 0 Melden
    • saukaibli 27.03.2014 13:40
      Highlight Was hat das jetzt genau mit Linken zu tun? Wieso müssen gewisse Leute bei jeder noch so absurden Gelegenheit darauf hinweisen, dass sie eine rechte Gesinnung haben?
      Ich glaube jeder vernünftige Mensch, egal mit welcher politischen Einstellung, kann die Sarden verstehen. Und ich glaube auch dass viele Schweizer nichts dagegen hätten, Meeranschluss zu haben, auch hier dürfte die politische Gesinnung keine Rolle spielen.
      Dass die ganze Sache ziemlich utopisch ist, ist wohl auch jedem klar, aber man darf doch träumen ;-)
      7 0 Melden
    • Celtico 27.03.2014 16:44
      Highlight Mein Kommentar war eigentlich ironisch gemeint. Aber der freie Blick aufs Mittelmeer war eine Aussage in der 'Jugendbewegung' zu Beginn der 80er Jahre. Und diese Bewegung war nun mal tatsächlich im linken Spektrum anzusiedeln. Vielleicht sind Sie zu jung um sich daran zu erinnern (oder ich eben bereits zu alt) :-)
      4 0 Melden
  • Donald 26.03.2014 17:06
    Highlight Leider sind die Kantone nicht mehr so autonom wie auch schon. Den Bund entwickelt immer mehr Machtansprüche. Es wäre gut sich wieder in diese Richtung zu entwickeln.

    Zweitwohnsitz in Sardinien? Schöne Vorstellung, aber der kennt wohl die Zweitwohnungsinitiative nicht :)

    Solange das Hauptland Schweiz nicht direkt am Meer angeschlossen ist, kann man sohl kaum von einem direkten Meerzugang sprechen.

    Trotz allem. Ich finde die Idee sympatisch.
    10 1 Melden
  • Horny 26.03.2014 15:54
    Highlight Tja, ist eine sehr verlockende Idee, dass die Schweiz um einen "Meerkanton" Reicher werden soll. Dass dieser "Meerkanton" auch noch eine Insel ist mit enormem Potenzial, was die Entwicklung und Industrialisierung betrifft und dadurch auch grosse strategische Möglichkeiten eröffnet, verleitet leicht zum Jubeln.
    Doch der Weg, welcher der Idee des "Meerkantones" zu begehen ist, birgt wohl verschiedene und versteckte Stolpersteine. Zumindest bin ich persönlich Überzeugt, sollte es zu einer sardischen Kantonserweiterung kommen, viele hocherfreute Schweizer diesem Kantonszuwachs zustimmen.
    19 0 Melden
  • Maya Eldorado 26.03.2014 13:39
    Highlight Nächsten Dienstag haben wir den Ersten April!
    Ist das jetzt ein Aprilscherz oder ist es ernst gemeint?
    Dass immer mehr Eu-Bürger EU-müde werden, ist eine Tatsache und wer das nicht sieht muss auf beiden Augen blind sein.
    Ist doch eine gute Idee! Warum soll die Schweiz nicht ein Auffangbecken werden für EU-müde Regionen.
    Die EU heute ist ein Gebilde von Technokraten regiert, die immer mehr Länder an die Wand fährt.
    Schaffen wir als Alternative ein Gebilde, wo es wirklich um die Bürger geht - um jeden einzelnen. Schaffen wir ein Gebilde, wo nicht mehr dem Wirtschaftswachstum geglaubt wird, das sowieso nur die Reichen immer reicher macht und die Armen immer ärmer. Unterstützen wir Firmen, die für die Menschen da sind und auch gegenseitig untereinander die Menschen. Das mit dem Kapital wird sich dann schon irgendwie ergeben. Das wäre echt christliche Kultur.
    5 9 Melden
  • Nosgar 26.03.2014 13:07
    Highlight Ein sehr spannendes Interview. Normalerweise kommen solche Idee ja von ziemlich "speziellen" Leuten. Herr Caruso scheint sich aber sehr viele Gedanken gemacht zu haben über sein Vorhaben und sein Antworten klingen sehr rational und einleuchtend. Ich hätte auf den ersten Blick nichts gegen Sardinien als Schweizer Kanton - auch wenn es natürlich nie dazu kommen wird.
    22 1 Melden

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