Schweiz
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Umstrittenes Propagandavideo: Strafverfahren gegen IZRS-Vorstandsmitglied eröffnet



Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen ein Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS) eröffnet. Dem deutschen Staatsbürger wird vorgeworfen, seine Reise in umkämpfte Gebiete in Syrien in einem Video propagandistisch dargestellt zu haben, ohne sich explizit von den Al-Kaida-Aktivitäten in Syrien zu distanzieren, wie die Bundesanwaltschaft am Samstag mitteilte.

Insbesondere werde ihm vorgeworfen, ein Führungsmitglied der dschihadistischen Dachorganisation Dschaisch al-Fatah («Armee der Eroberung») interviewt zu haben. Zu dieser gehört laut BA auch der syrische Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front.

Bei dem Vorstandsmitglied soll es sich um Naim Cherni handeln. Der 22-jährige Deutsche war in den letzten Jahren mehrmals in Syrien und drehte Videos. Anlässlich einer dieser Reisen interviewte Cherni Abdallah al-Muhaysini, einen der Köpfe der dschihadistischen Dachorganisation Dschaisch al-Fatah.

Ausschnitt aus «Die wahrhaftige Morgendämmerung»

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YouTube/IZRS

Das Strafverfahren wurde bereits am 9. Dezember eröffnet, wie die Bundesanwaltschaft in der Medienmitteilung weiter schreibt. Konkret wird dem Mann vorgeworfen, gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen Al Kaida und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen verstossen zu haben.

Zurzeit sind bei der Bundesanwaltschaft 46 Strafverfahren hängig im Bereich des dschihadistisch motivierten Terrorismus. Es handelt sich dabei primär um den Verdacht der propagandistischen Unterstützung terroristischer Organisationen, wie die BA schreibt. (wst/sda)

Mehr Informationen folgen in Kürze.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Stephan Locher 19.12.2015 12:29
    Highlight Highlight Wie erkennt man den Unterschied zwischen einem Propagandavideo-Fan und einem von "Reporter ohne Grenzen" geschützten Reporter?

    Würde mich ganz generell Interessieren, unabhängig von Religionen oder diesem Video.
  • Sir Lanzelot 19.12.2015 12:15
    Highlight Highlight Kann es sein, dass der IZRS ganz bewusst diese Klage provoziert hat um einmal mehr ins Gespräch zu kommen?
    Und wieder mal alles daran setzt glaubhaft zu machen der IZRS habe irgendwie eine Relevanz oder gar Wichtigkeit?
    Zudem kann man wieder mal den Islam als Religion in die Opferrolle rücken, und zu guter letzt dann erklären solange man nicht als eine offizielle Landesreligion anerkannt sei werde man, oh Sünd oh Schand: DISKRIMINIERT!
    Natürlich wieder mal aus reinem Selbstzweck für den selbsternannten "I (zentral rat) S" der dann wohl endlich eine Art offizielles Staatliches-Organ würde...
  • Str ant (Darkling) 19.12.2015 12:06
    Highlight Highlight Gut zu wissen das gegen die Verherrlichung auch vorgegangen wird
  • demokrit 19.12.2015 11:29
    Highlight Highlight Gut so.

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