Schweiz

Taekwondo-Lehrer wegen Verdachts auf sexuelle Übergriffe verhaftet

20.06.17, 20:02 21.06.17, 06:41

Ein bekannter Taekwondo-Lehrer aus dem zürcherischen Thalwil ist verhaftet worden. Er steht unter Missbrauchsverdacht. Dutzende Eltern von potenziellen Opfern haben einen Brief erhalten.

Corinne Bouvard, Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, bestätigte am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen entsprechenden Bericht des Blick. Beim mutmasslichen Täter soll es sich um einen Zürcher Taekwondo-Doppelweltmeister handeln, der schon vor Jahren wegen sexueller Übergriffe ins Zwielicht geriet.

Nun soll er sich an Kindern vergriffen haben. Alle Eltern, deren Kinder (ab 5-Jährig) in seinem Studio in Thalwil trainieren, haben am Dienstag von der Staatsanwaltschaft Zürich einen alarmierenden Brief erhalten. Darin informieren die Ermittler, dass gegen den Trainer ein Verfahren eröffnet worden sei – wegen möglicher sexueller Übergriffe auf Kinder.

Der mutmassliche Täter, für den die Unschuldsvermutung gilt, befindet sich in Untersuchungshaft. Weitere Details, etwa was dem Kampfsportler konkret vorgeworfen wird, beantwortet die Oberstaatsanwaltschaft mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Skater88 20.06.2017 22:44
    Highlight "Alle Eltern haben einen Brief erhalten"..."es gilt die Unschuldsvermutung" ..... Klingt eher nach Vorverurteilung. Wenn sich die Tatsachen Gerichtlich bestätigen und ein Urteil gefällt wurde, dann kann man informieren, aber doch nicht vorher???....
    3 27 Melden
    • Angelo C. 20.06.2017 23:50
      Highlight Wer denn richtig zu interpretieren weiss, der schreibt keinen solchen Unsinn, sorry 🙄!

      Der Brief wurde deshalb geschickt, weil der Trainer zahlreiche Kinder missbraucht haben soll und die Ermittler schrieben die Eltern deshalb an, damit diese ihre Kinder fragen können, ob er auch ihnen zu nahe getreten sei.

      Und wenn ja, dann sollten sich die Eltern verlautbaren lassen.

      Was daran eine "Vorverurteilung" sein sollte, bleibt dein guthütetes Geheimnis 😉.

      Dass aber generell eine Unschuldsvermutung besteht, ist bei uns im Vorfeld einer gerichtlichen Beurteilung üblich. Und das oder so...

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