Schweiz
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Das Dorfzentrum von Rupperswil AG, aufgenommen am Donnerstag, 24. Dezember 2015. Nach der Bluttat an einer 48-jaehrige Frau, ihren Soehnen im Alter von 13 und 19 Jahren sowie der 21-jaehrigen Freundin des aelteren Sohnes im aargauischen Rupperswil vom vergangenen Montag bleiben noch immer viele Fragen offen. Die Aargauer Kantonspolizei verteilt heute in Wildegg und Rupperswil an Tankstellen, Grossverteilern und Laeden Flugblaetter mit dem Zeugenaufruf. Gesucht werden Zeugen, welche die 48-Jaehrige am Montagmorgen gesehen oder mit ihr gesprochen haben. Offenbar hatte die Frau an zwei Orten Bargeld abgehoben, bevor sie Opfer des Toetungsdelikts wurde. Bewohner der Gemeinde Rupperswil legten beim Haus, in dem die Toten aufgefunden worden waren, als Zeichen der Betroffenheit Blumen, Kerzen und Karten nieder. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Rupperswiler sind geschockt: Der 33-jährige Täter kam aus Rupperswil selber. 
Bild: KEYSTONE

Das sagen die Rupperswiler über den Täter: «Thomas war ein beliebter Trainer»

Nicht nur lautet der Schauplatz eines der grausamsten Kriminalfälle der Schweiz «Rupperswil», heute mussten die Dorfbewohner auch noch erfahren, dass der Täter ebenfalls aus Rupperswil stammt. Thomas N. war zudem Juniorentrainer in einem Fussballclub in der Region.

13.05.16, 21:24 17.05.16, 18:42


Es ist ein idyllisches Quartier in Rupperswil: Adrette Einfamilienhäuser reihen sich an einen kleinen Weg, Blumenrabatten schmücken die Fenstersimse, es gibt kaum Verkehr. Hier lebte der 33-jährige Thomas N., mutmasslicher Vierfachmörder, Student und Junioren-Fussballtrainer, mit seiner Mutter.

Keine Menschenseele in der Nachbarschaft hätte sich denken können, dass es Thomas N. gewesen war, der am 21. Dezember Carla Schauers Familie und sie selbst ausgelöscht hatte.

«Er war ein sportlicher Typ, gross, gut gebaut», sagt eine unmittelbare Nachbarin am Freitag. Ein Sympathiebolzen sei er nicht gerade gewesen. Er habe kaum den Kopf gehoben und gegrüsst, wenn er mit seinen zwei Huskys ihren Weg gekreuzt habe. «Im Gegensatz zu seinem Bruder sah man Thomas nie mit einer Freundin», sagt sie. Eher habe er zurückgezogen gewirkt, unauffällig. Gestern habe dann die Polizei geklingelt, um sie zu befragen: «Ich habe die Mutter flüchtig von der Eigentümer-Versammlung her gekannt, aber sowas hätte man ihrem Sohn ja nie zugetraut.»

Thomas N. trainierte das Jugendteam eines Fussballclubs in der Region. Noch am Mittwoch soll er einen Match gecoacht haben, schreibt die «Aargauer Zeitung». «Dass dieser Name im Zusammenhang mit dem Mord in Rupperswil jetzt auftaucht, überrascht mich», sagt ein ehemaliger Juniorentrainer desselben Vereins gegenüber watson. Auch einer der Vereinsfunktionäre kann sich die Tat nicht erklären. «Thomas war ein beliebter Trainer. Und er war erfolgreich mit seinen Jungs.» Vorstrafen hatte Thomas N. keine. 

Stimmen aus Rupperswil

Man trifft am Freitagnachmittag auf viele Menschen mit Tränen in den Augen. «Ich kann nichts sagen, ich wollte gerade raus, um den Kopf durchzulüften», sagt eine ältere Frau, die mit ihrem Hund unterwegs ist. 

«Wir sind absolut geschockt», sagen Darja und Alessia, die in Rupperswil arbeiten. «Schrecklich, was mit dem jüngeren Sohn passiert ist», sagt Alessia, «ich habe die Familie gekannt. Es waren so liebe Leute.»

Alessia (links) und Darja arbeiten in Rupperswil. Bild: watson

Auch Darja sagt: «Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas Schlimmes in einem so kleinen Dorf passiert.» Angst hätten die beiden aber keine gehabt. Sie sind froh, dass der Täter nun gefasst ist. 

Kessy zog erst vor kurzem nach Rupperswil.
Bild: watson

Kessy wohnt erst seit kurzem in Rupperswil. «Das ist schon heftig», ruft sie, «dass so etwas an so einem idyllischen Ort passiert!» Sie habe die Schauer-Familie zwar nicht gekannt, aber nur Gutes gehört. 

Jetzt frage sie sich, was das für ein Mensch gewesen sei, der zu so einer Tat fähig ist. «Ich würde schon gern wissen, wer das war», sagt sie. Dass er im Alleingang gehandelt kann, kann Kessy fast nicht glauben: «Wie sollte der die ganze Familie in Schach halten, allein? Da musste doch noch mindestens ein zweiter Täter dabei gewesen sein.»

«Ich kannte die Freundin des älteren Sohns gut.» Bild: watson

Eine ältere Rupperswilerin reagiert geschockt und bricht in Tränen aus, als sie zu erzählen beginnt. «Ich kannte Dions Freundin Simona. Das war so eine liebe, gute junge Frau!» Überhaupt habe sie die ganze Familie sehr gemocht, sagt sie traurig. 

«Dass das hier passieren kann!» Sie schüttelt den Kopf. So etwas habe es noch nie gegeben, in der ganzen Schweiz nicht. Und dass der Täter auch noch aus Rupperswil komme, sei einfach nur schrecklich. «Ich kann mir nicht vorstellen, wer so etwas getan haben könnte.» 

Colin, der an diesem Freitag auch in Rupperswil unterwegs ist, arbeitete an jenem 21. Dezember in unmittelbarer Nähe zum Haus der Familie Schauer. Er sei aber zur Tatzeit in einem Keller am Arbeiten gewesen, sagt der Polymechaniker. «Deshalb konnte ich nicht bei den Ermittlungen helfen.» Grausam sei es, sagt Colin, Menschen so umzubringen. «Man sollte sich schämen.» 

Die Polizei bestätigt die Recherchen vorläufig nicht. Offiziell ist: Der Mörder ist 33 Jahre alt, Schweizer ohne Migrationshintergrund, als Student eingetragen, ledig. Er wurde am Donnerstag im Raum Aarau verhaftet, wie Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei am Freitag an der Medienorientierung in Schafisheim AG bekannt gaben. Und er stammt aus Rupperswil. Genauer gehen die Ermittler nicht auf die Person des Mörders ein. Die Polizei sagt, dass sich Mörder und Opfer nicht kannten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Utopiot 14.05.2016 13:00
    Highlight Ein Stück weit verstehe ich euch besorgte Watson-Leser, andererseit finde ich es einen spannenden Fakt zu wissen, dass der Täter, der den jüngsten auch noch vergewaltigt hat, JUNIOREN-Trainer war, dann noch ein beliebter...
    3 4 Melden
  • amade.ch 14.05.2016 12:23
    Highlight also die Darja ist ja eine Herzige.

    Aber seriously: Der Artikel geht gar nicht. Das ist kein watson-Niveau.
    10 4 Melden
  • somethin'witty 14.05.2016 06:06
    Highlight Ououou, ganz traurig Watson. Ihr wart wirklich mal vielversprechend und die Leser-Community unvergleichlich. Tja, ging ja schon länger ziemlich den Bach ab (seit kurzem leider auch bei letzterem, mMn), aber dieser "Artikel" hat für mich leider das Fass zum überlaufen gebracht.
    App wird glöscht, ade mitenand, hät mi gfroit.
    27 16 Melden
    • Randy Orton 14.05.2016 13:46
      Highlight Ach, wenn du die App jetzt löschst verpasst du die Einführung des watson-Girls auf Seite 2 (oder im zweiten Artikl, wie geht das online?), das kommt sicher auch bald. Brüste fürs Volk! Und auf die Homestorys mit C-Promis freue ich mich auch schon, endlich erfahren wir von watsons Investigativjournalisten, wie die Katze von Polo Hofer heisst!
      10 3 Melden
  • Harry Held 14.05.2016 05:16
    Highlight Ganz seltsam geschriebener Bericht. Das Material ist absoluter Pflichtstoff. Man gehört dazu informiert, hat weder mit Voyeurismus noch Boulevard zu tun. Doch bitte nicht Flickwerk mit Floskeln dazu - tatsächlich, da war jemand "überrascht "?

    Dieser Bericht verharmlost nicht nur die schreckliche Tat auf unbeabsichtigte Weise, er macht auch deutlich, was guter erzählerischer Journalisten eben gerade nicht ist.
    33 7 Melden
  • Franz Rosenkohl 14.05.2016 04:07
    Highlight Zu Bild 1: Endlich weiss ich jetzt, wie das Haus des mutmasslichen Täters aussieht. Dies habe ich mich in den letzen Tagen nämlich immer wieder gefragt. Wo wohnte der bloss? Einstöckig? Mehrstöckig? Oder evtl. sogar in einer Einliegerwohnung? Diese Info ist ja auch absolut relevant für den Fall. Vielen Dank, watson dass ihr das endlich aufgedeckt habt! War ja höchste Eisenbahn, dass das jemand bringt.
    48 5 Melden
  • manhattanportage 14.05.2016 00:18
    Highlight aufgewühlt und wortlos. überfordet und auf der suche nach erklärung. diese verfassung wird noch lange hinhalten. habe grosses verständnis für diese spurensuche von watson. fasdungslosigkeit zu beschreiben verduchen ist unmöglich. dennoch bin ich schockiert ob der verklärten romantik. "hier in dieser idylle" etc. sind aussagen, die einen städter zum weinen bringen. wer glaubt denn noch an den schellenursli. der gutmensch vom lande existiert nur in kinderbüchern. monster sind überall. es ist und bleibt unfassbar was passiert ist. zu heulen.
    19 2 Melden
  • Fonzie 13.05.2016 23:23
    Highlight Habe sofort mit bl*ck.ch verglichen. Und war geschockt.
    55 5 Melden
  • Bobness 13.05.2016 22:40
    Highlight Logovorschlag
    151 19 Melden
    • mclarens 13.05.2016 23:04
      Highlight Tritt nun zum ersten mal der neue Chefredaktor zum Vorschein...?
      62 10 Melden
  • Amadeus 13.05.2016 22:34
    Highlight Ich stelle mir gerade vor, wie alle Journalisten um die Häuser schleichen und durch Rupperswil rennen, auf der Suche nach einer Story und Passanten.
    Den Artikel hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. (Aber angeklickt um zu kommentieren habe ich trotzdem - mea culpa)
    168 7 Melden
    • Murky 13.05.2016 23:47
      Highlight Hahah, mir gings genauso. Vielleicht musste einfach auch Watson mal ein paar Boulevard-Säue durch die Gassen jagen.
      Oder ist dies dem Abgang des Chefredakteurs geschuldet?
      32 6 Melden
  • Eduard Laser 13.05.2016 22:19
    Highlight Wieso müssen sich alle nach so einem Fall in die Zeitungen drängen? das verstehe ich genau so nicht wie das "traurige" posieren an einem Grab...
    59 6 Melden
    • SJ_California 14.05.2016 10:07
      Highlight Genau. Vorallem beim Foto von den beiden jungen Frauen sieht man, dass diese nur posieren um in der Zeitung zu erscheinen. Echt armselig. Und watson unterstützt das noch. Dann kann ich ja gleich den Blick lesen...
      20 2 Melden
  • Randy Orton 13.05.2016 22:03
    Highlight Wozu bringt Watson den Namen des Täters, den genauen Wohnort und alles an die Öffentlichkeit? Ihr seid das einzige und erste Medium, welches den Namen nennt. Ist das jetzt der Wechsel hin zum Boulevard? Echt schade und beschämend...
    119 52 Melden
    • TobiWanKenobi 13.05.2016 22:12
      Highlight Komm mal runter-.- in einigen Stunden wird der Name in allen Medien zu lesen sein. Watson hat hier bessere Infos, weil sie gute Kontakte in den Aargau haben.
      36 42 Melden
    • Nosgar 13.05.2016 23:08
      Highlight @tobiwankenobi
      Nein, über diese Infos verfügen alle Medien. Es ist einfach die Frage, wie man es handhabt.
      26 4 Melden
    • Randy Orton 13.05.2016 23:23
      Highlight Von wo soll ich runter kommen? Mich interessiert, wieso ein Medium, welches sich einmal um gut recherchierten, kritischen Journalismus abseits des Mainstreamboulevard gekümmert hat, plötzlich so in die Sensationsgier-Ecke auf Blickniveau abrutscht. Gibt es denn Gründe, diese Infos über den Täter an allererster Stelle in einer Onlinezeitung zu publizieren?
      58 6 Melden
    • Hayek1902 14.05.2016 01:38
      Highlight Ja, Klicks => Geld. Watson war schon immer eine Mischung aus Boulvard, Sportjournalismus, Polit-/Wirtschaftskolumnen, Züri-Popkultur und Katzenbilder. Ich weiss nicht, was ihr habt.
      10 4 Melden
    • Randy Orton 14.05.2016 09:27
      Highlight Hayek1902, ich sehe das nicht so. Bisher hat watson immer sehr sachlich und kritisch berichtet und die Artikel gut recherchiert. Es werden aber zunehmend mehr unsachliche Artikel zu solch ernsten Themen veröffentlicht oder Agenturmeldungen 1:1 übernommen.
      11 2 Melden
  • mortiferus 13.05.2016 22:00
    Highlight "Das sagen die Rupperswiler". Komisch, mich erinnert dieser Bericht an Satire. Ich weis nicht ob dem Inhalt oder dem Stil.
    77 11 Melden

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