Schweiz
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Jugendliche Gewalt

Verbrechen gegen Schwule, Lesben und Transmenschen passieren auch in der Schweiz: Die LGBT-Helpline hilft Opfern. Bild: Keystone

Beschimpft, terrorisiert, verprügelt – was die neue LGBT-Helpline täglich zu hören kriegt 

Seit rund drei Monaten gibt es in der Schweiz eine LGBT-Helpline für von Hate-Crimes betroffene Homosexuelle und Transmenschen. Bastian Baumann leitet die Helpline. Zusammen mit über 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern berät er verängstigte Hilfesuchende. Auch er selber wurde schon Opfer eines Hassverbrechens. 

Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz



Seit November 2016 gibt es in der Schweiz eine neue Meldestelle für die Erfassung von homo- und transphober Gewalt: Die LGBT+ Helpline. Die 24h-Hotline ist eine Anlaufstelle für Schwule, Lesben und Transmenschen, die Opfer eines Verbrechens wurden. Bastian Baumann, der Geschäftsführer von Pink Cross, dem Dachverband für Schwule in der Schweiz leitet das Nottelefon. Sein Fazit: «Dringend notwendig.» 

Herr Baumann, seit drei Monaten gibt es die LGBT+ Helpline. Was ist Ihre Zwischenbilanz?
Bastian Baumann: Sehr gut, die Helpline ist eine absolute Notwendigkeit. In den letzten zwei Monaten gingen bei uns 100 Fälle ein. Das ist ziemlich eindrücklich und bedrückend, wenn man bedenkt, dass es für die Opfer diese Möglichkeit früher noch nicht gab.

«Das fängt bei Beschimpfungen an und geht bis zu gefährlichen Gewaltverbrechen.»

100 Fälle von Gewalt an LGBT-Menschen in zwei Monaten?
Ja. Die Art der Vorfälle unterscheiden sich natürlich. Es handelt sich aber definitiv nicht um Bagatellfälle, sondern um sehr ernste Themen. Das fängt bei Beschimpfungen an und geht bis zu gefährlichen Gewaltverbrechen. Es gab Fälle, wo die Opfer übel zusammengeschlagen worden sind und mehrere Tage im Spital verbrachten. Viele Menschen melden Mobbing und Beschimpfungen auf der Strasse. Immer wieder werden Leute in der Öffentlichkeit angespuckt oder geschubst. Viele melden sich, weil sie auf Grund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gekündigt wurden. 

«Hate-Crimes, Verbrechen aus Hass gegen LGBT-Menschen sind viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein präsent.»

Das ist eine schockierend hohe Zahl. 
Ja. Hate-Crimes, Verbrechen aus Hass gegen LGBT-Menschen sind viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein präsent. Viele Homo- und Transmenschen sind einmal in ihrem Leben von einem Hate-Crime betroffen. Ich persönlich wurde auch schon aus einem fahrenden Auto als «schwule Sau» beschimpft, völlig grundlos. 

Image

Bastian Baumann Pink Cross

Zur Person 

Bastian Baumann ist Geschäftsführer von Pink Cross, dem Dachverband für Schwule in der Schweiz und leitet die LGBT-Helpline.

Wie helfen Sie den Betroffenen?
Wir haben zwei Angebote. Das erste ist eine 24h-Meldestelle für akute Fälle. Dort kümmern wir uns telefonisch um die Opfer und beraten sie, wie es weiter gehen soll. Im Notfall leiten wir Ratsuchende an professionelle psychologische Beratung weiter. Das zweite sind persönliche Beratungssitzungen, beispielsweise bei einem Coming-Out oder zu Fragen zur eigenen Identität. Das machen 30 ehrenamtliche Berater jeweils von 19-21 Uhr.

«Falls sie verängstigt sind, organisieren wir ihnen den Kontakt zu sogenannten ‹Pink Cops› – speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten, die selber homosexuell sind.»

Warum gehen die Opfer nicht einfach zur Polizei?
Dazu fordern wir die Menschen aktiv auf, aber sehr oft sind die Leute verunsichert und sagen: «Das bringt doch eh nichts». Wir machen ihnen Mut und begleiten sie in diesem Prozess. Falls sie beispielsweise verängstigt sind, organisieren wir ihnen den Kontakt zu sogenannten «Pink Cops». Das sind speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten, die selber homosexuell sind. Die LGBT+ Helpline ist dadurch eine Vermittlung zwischen Opfer und Polizei.

«Eine systematischen Erfassung von homo- und transphober Gewalt gibt es leider nicht.»

Wieso ist es wichtig, diese Fälle zu erfassen?
Die Polizei erfasst nur das Verbrechen, aber nicht, dass es sich um ein Verbrechen an LGBT handelt. Eine systematischen Erfassung von homo- und transphober Gewalt gibt es leider nicht. Es gibt eine Erfassung von rassistischen Übergriffen, aber noch keine von Verbrechen an Homosexuellen und Transmenschen. Deshalb ist unsere Arbeit so wichtig. Wir erfassen die Fälle erstmals. Ende Jahr veröffentlichen wir einen Diskriminierungs- und Gewaltbericht. Anhand der Zahlen könnten falls nötig gezielte weitere Präventionsmassnahmen geplant und durchgeführt werden.

Warum werden sie nicht erfasst? 
Weil die Schweiz sich in dieser Frage in einem Dornröschen-Schlaf befindet. Die Schweizerinnen und Schweizer und damit auch die Politikerinnen und Politiker glauben, Diskriminierung und Gewalt an LGBT's fänden hier nicht statt. Gleichzeitig wird seitens der Behörden die Erfassung von homophober oder transphober Gewalt – Beleidigungen, Tätlichkeiten, Hassverbrechen – nicht eingefordert.

Nun machen sie es selber? 
Ja, wir verfolgen und registrieren jetzt jeden Fall, der uns gemeldet wird. Dass die Verbrechen gemeldet werden, ist wichtig, aber sie sollen natürlich auch unter die Augen der Justiz gestellt werden. Wir kümmern uns um die Opfer, wollen aber auch, dass die Täterinnen und Täter bestraft werden.

Die Kampagne der LGBT-Helpline

Melden sich mehr schwule oder lesbische Opfer bei Ihnen?
In Zahlen kann ich das noch nicht sagen. Subjektiv würde ich denken, dass mehr Männer sich melden. Homosexuelle Männer lösen ganz andere Gefühle aus als zwei Frauen. Schwule werden von der Gesellschaft viel deutlicher wahrgenommen als Lesben. Die Verbrechen werden dann auch oft von heterosexuellen Männer begangen. Aber auch Transmenschen haben mit Übergriffen und Angriffen zu kämpfen.

Wo gibt es die meisten Übergriffe? 
Deutlich mehr in den Städten. Das hat einen einfachen Grund: In den grossen Städten leben mehr homosexuelle Menschen als auf dem Land. Städte sind natürliche Hotspots für Schwule, Lesben und Transmenschen und haben eine grosse Sogkraft auf die LGBT-Community. Wo es mehr homosexuelle Menschen gibt, gibt es auch mehr Verbrechen gegen sie.

«Bei LGBT-Themen muss die LGBT-Community die Finanzierung selber in die Hand nehmen.»

Wie wird die Helpline finanziert?
Durch viele Partner und Sponsoren. Zum Beispiel: Pink Cross, Queeramnesty, aber auch Migros Kulturprozent oder Ikea. Die Hälfte der Gelder stammt allerdings von privaten Spenden. Bei LGBT-Themen muss die LGBT-Community die Finanzierung selber in die Hand nehmen. Anders als andere Förderprojekte erhalten wir keine Subventionen vom Staat.

Wie geht es weiter mit der Helpline?
Im April starten wir die zweite Welle unserer Werbekampagne «Stop Hate Crime», die die gesamte Deutschschweiz abdecken wird. Neu können unsere Plakate gespendet werden, damit sie in den Heimat-Dörfern und -Städten von Schwulen, Lesben und Transmenschen aufgehängt werden können. 

Die LGBT+ Helpline ist 24 Stunden erreichbar unter: 0800 133 133 oder https://www.lgbt-helpline.ch/

Gay Pride Istanbul

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tonxi 09.02.2017 09:50
    Highlight Highlight Ich frage mich, wieviel Fälle zusätzlich stattfinden, die aber nie gemeldet und somit auch nicht erfasst werden. Gerade Beleidigungen bringen einen ja nicht jedes Mal dazu, direkt anzurufen - mich jedenfalls nicht. Die Dunkelzahl dürfte also noch um einiges grösser sein.
  • AlteSchachtel 09.02.2017 09:36
    Highlight Highlight Wir hatten einen schwulen Pfarrer - für uns Konfirmanten und Jugendliche in der Stadt in Sachen Entwicklung der Sozialkompetenzen das Beste, was uns passieren konnte.
    Das war vor 40 Jahren!
    Nun lese ich fassungslos diesen Bericht und frage mich, warum das rechtspopulistische und evangelikale Bünzlitum an soviel Macht gelangen konnte....Rückschritte nichts als Rückschritte in Sachen Toleranz und gesundem Menschenverstand.
  • Menel 09.02.2017 09:29
    Highlight Highlight Habe dazu gerad einen spannenden Artikel gefunden. Demnach sollen Studien gezeigt haben, dass homophobe Menschen oft selbst homosexuelle Neigungen haben.

    http://www.huffingtonpost.de/2016/08/28/homophobie-studie-dunkles-geheimnis-_n_11745578.html
  • Sven Nadler 09.02.2017 06:58
    Highlight Highlight Endlich ein Positives Beispiel von Handlungen aus der "LGBT"-Community. Neulich gab es ja, besonders aus den USA, viele Fälle, wo sich Mitglieder oder Unterstützer sehr sexistisch gegenüber heterosexuellen und/oder männlichen Menschen verhielten. Dass Gewalt oder Hass an Irgendjemandem wegen seines Geschlechts oder Sexuellen Einstellung ausgeübt wird ist in KEINEM Fall angemessen. Weiter so Bastian Baumann und Team!
  • Jason84 08.02.2017 18:08
    Highlight Highlight Hochgerechnet 600 Fälle pro Jahr ist sehr viel. Gut das es zu dem Thema nun mal Zahlen gibt und es somit bei den Behörden ins Bewusstsein gerufen wird. Ein Bekannter von mir wurde auch schon in Basel zusamen geschlagen. Wir gingen zur Polizei. Diese jedoch fühlte sich nicht zuständig obwohl die Täter keine 150m entfernt waren. Sowas zu erleben macht traurig.
  • stadtzuercher 08.02.2017 18:02
    Highlight Highlight Als Hetero wundere ich mich - nach dem Lesen der Kommentare - schon etwas darüber, was für einfältiges Hetero-Männerbild manche pflegen (ich zitiere Asmodeus):
    "Lesben sind gesellschaftlicher etwas mehr akzeptiert, weil sich die Herren der Schöpfung einreden, dass die Damen ja eigentlich bi wären und tendenziell einen Dreier erlauben."



    • Blutgrätscher 09.02.2017 18:28
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt wäre ich nicht verwundert, wenn die art Männer, die Schwule aufgrund ihrer Sexualität zusammenschlagen, wirklich so einfältig denken.
  • Lowend 08.02.2017 17:02
    Highlight Highlight Es ist interessant, wie auch hier von rechter Seite gegen die LGBT-Community angeschrieben wird und langsam werde ich den Verdacht nicht mehr los, dass gewisse Kreise ihr falsches Zusammengehörigkeitsgefühl nur dadurch erhalten können, indem sie Schwule, Lesben, Intellektuelle, Eliten, das Establishment, Sozis, Grüne, Fremde, Asylbewerber, Sozialhilfeempfänger, IV-Bezüger und welche Gruppe auch immer ausgrenzen müssen, weil sie ausser einem egoistischen, rassistischen und wegen den Ausgrenzungen auch totalitären Grössenwahns rein gar keinen positiven gemeinsamen Nenner finden können.
    • Danyboy 08.02.2017 18:10
      Highlight Highlight Ja, es scheint darum zu gehen, sich moralisch (vermeintlich) und als reine Gruppe abzuheben von Leuten, die man als korrumpiert oder verdorben wahrnimmt. Es spielen fast immer Minderwertigkeitskomplexe oder Verlust- und andere Ängste eine gewichtige Rolle. Diese Leute haben ein Gefühl, dass Ihnen irgendetwas weggenommen wird, wenn andere Leute so leben dürfen, wie sie möchten (ohne anderen zu schaden).
    • Danyboy 09.02.2017 11:35
      Highlight Highlight Welche gegenüberliegende Meinung, Stipps??? Ist es eine ernst zu nehmende Meinung, Schwule und Lesben zu diffamieren, attackieren, beleidigen, schlagen, usw usf.??? Warum sollte man das als "Meinung" akteptieren?! Nur um solche Leute geht es! Oder bring doch Argumente? Was macht uns zu Gutmenschen, die welche andere Meinung nicht akzeptieren?
    • Danyboy 09.02.2017 15:45
      Highlight Highlight Stipps: Gut, du beziehst dich jetzt auf Lowends Kommentar. Faktisch gesehen hat er aber insofern nicht Unrecht, als dass der grösste Teil dee Angriffe auf Homosexuelle von konservativer (politisch wie religiös) Seite kommt. Und die Angriffe von diesen Leuten gegen die psychische und physische Unversehrtheit von Homosexuellen ist zu verurteilen und AUF KEINEN Fall als politisch und gesellschaftlich alternative Meinung zu sehen!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gavi 08.02.2017 14:59
    Highlight Highlight Wieso werden homosexuelle eigentlich so schikaniert?
    Ich lebe schon lange auf dieser Welt und wurde von homosexuellen Männern immer nur sehr zuvorkommend behandelt, im Gegensatz zu den heterosexuellen Männern.
    Vermutlich braucht der Höhlenbewohnermensch einfach jemanden auf dem er herumtrampeln kann. Das sind hier die Homsexuellen, woanders die Frauen und Juden sind auch beliebt, wenn man jemanden fertig machen will.
    Sind eigentlich auch Frauen dabei, die Homosexuelle nieder machen. Oder immer nur Männer? Würde mich interessieren.
    • Azrael 08.02.2017 19:29
      Highlight Highlight @Gavi
      Ja natürlich gibt es auch homophobe Frauen. Allerdings habe es noch nie erlebt, dass Frauen dies mit der gleichen Aggressivität ausleben. Es läuft etwas diffuser ab: sie wollen mir helfen (?) oder mich heilen (!). Echt ätzende Probleme kann's aber bei der Arbeit geben (Beförderungen etc.)

      Zum Glück hab ich hab ein dickes Fell und einen toleranten Arbeitgeber (amerikanischer Multi), meine sexuelle Ausrichtung ist da pupsegal.
    • Danyboy 09.02.2017 09:25
      Highlight Highlight Uuuuh, es gibt sehr viele (v.a religiöse) Frauen, die sehr perfiden und aggressiven Psychoterror betreiben gegen Homosexuelle. 2 der durchtriebensten Homo-Haters, die ich kenne, sind Frauen. Bei Männern ist es evtl "sichtbarere" Abscheu, aber Frauen sind da generell nicht besser.
  • DocM 08.02.2017 12:52
    Highlight Highlight Für mich stellt sich die Frage nach dem "warum". Aus meiner Sicht sind die Aggressoren meist gesellschaftlicher Abschaum die sich mit ihrem Verhalten "über" die anderen stellen wollen. Mit dem "über" meine ich in Bezug auf körperliche Überlegenheit und Verstecken der eigenen Unsicherheit.
  • sheshe 08.02.2017 12:37
    Highlight Highlight Mich nimmt echt mal wunder, wo man denn diese Leute sieht? Ich wohne und arbeite in zwei grossen Städten und habe bis jetzt glaube ich ein einziges Mal zwei Männer händchenhaltend durch die Strassen gehen sehen. Ich finde es gut, gibt es so eine Anlaufstelle, aber man muss sich auch immer vor Augen halten, dass dies schlussendlich doch nur einen winzig kleinen Prozentsatz der Bevölkerung betrifft. Meiner Meinung nach, muss man aber auch nicht für jedes spezielle Schneeflöckli eigene Anlaufstellen o.ä. machen...
    • Beasty 08.02.2017 13:25
      Highlight Highlight Jetzt bitte noch einmal um die Ecke denken. Ich bin selber schwul und erkenne in jedem Tram mindestens 5-10 schwule Männer. 10% der Menschen sind schwul oder lesbisch: zählen sie mal an der Tramhaltestelle ab... Und dass sie so wenig sehe, hat eben genau mit der Vorsicht zu tun, sich zu zeigen, weil man dann unweigerlich «ausgestellt» ist. Gruss, eine Schneeflocke.
    • smarties 08.02.2017 13:26
      Highlight Highlight Zitat aus einer Lizstudie aus 2006 der Uni Bern (http://www.gesunde-maenner.ch/data/data_121.pdf)
      68% bezeichnen sich als rein hetero, 8% der Männer und 2% der Frauen rein homosexuell.

      Transgender hat ne ungefähre Prävalenz von 0.1% (Wikipedia), Asexualität ca 1% ( Bogaert, Anthony F. 2004)

      Selbst wenn du das für jetzt völlig übertriebene Zahlen hälst, kommst du auf 10% - was doch schon nicht wenige sind...
    • SanchoPanza 08.02.2017 13:34
      Highlight Highlight so klein ist dieser Prozentsatz anscheinend nicht.
      Ab wann ist denn eine Anlaufstelle gerechtfertig? Wenn 4 Schwule verprügelt werden oder erst ab 31? Und was für ein Signal sendet man an diejenigen welche Hassverbrechen begehen wenn es keine anerkannte Hilfe für die Opfer gibt? ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 08.02.2017 12:26
    Highlight Highlight
    SVP toni bortoluzzi sagte einst über homosexuelle:

    “fehlgeleitete" oder "hirnlappen, der verkehrt läuft"

    das schwule und lesben diskriminiert werden, haben wir auch den wählern der volkspartei zu verdanken.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Bortoluzzi-Schwule-und-Lesben-fehlgeleitet/story/26113904

    http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/homosexualitaet_hirnlappen-der-verkehrt-laeuft/

    • Majoras Maske 08.02.2017 13:57
      Highlight Highlight Die meisten Ausländer in der Schweiz kommen von einem grauen Land. Ausserdem sind auch viele Länder eingefärbt, welche Homosexualität verbieten um gute Christen zu sein. Und ausserdem kann man nicht zwingend davon ausgehen, dass Gesetze die Meinung der Bevölkerung widerspiegelen, zumal Gesetze auch da sind um Dinge zu erzwingen.
    • Fabio74 08.02.2017 16:48
      Highlight Highlight @Stipp äs Es reichen wenige Hassprediger. Ob Christen Atheisten Moslems ist scheissegal
    • Fabio74 08.02.2017 20:18
      Highlight Highlight Nein sind wir nicht, Stipps. Dein Hass sind Moslems und Ausländer weil du pauschalisierst.
      Und ich rede von anderen: Von den Braunen Christen, die Wilders und Le Pen gut finden, von den Breitbarts, von Pence und anderen evangelikalen Christen. Was diese Kreise den Schwulen angetan haben, kann man in Konzentrationslager in Deutschland sehen und lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Macke 08.02.2017 12:08
    Highlight Highlight Ich befürworte diese Anlaufstelle sehr. Aber ich finde es bedenklich den Schluss zu ziehen, dass Lesben gesellschaftlich akzeptierter sind als Schwule, weil sich häufiger Schwule melden. Meiner Erfahrung nach sind Lesben ebenso häufig Opfer von Homophobie, nur äussert sie sich anders (meist sexualisierte Gewalt), weil Frauenhass (z. B. Androhen von Vergewaltigung) dazu kommt. In meinem Umfeld melden sich die meisten Lesben bei einer Frauenanlaufstelle oder feministischen Gruppierung und nicht bei einer LGBT-Anlaufstelle.
    • Asmodeus 08.02.2017 13:27
      Highlight Highlight Lesben sind gesellschaftlicher etwas mehr akzeptiert, weil sich die Herren der Schöpfung einreden, dass die Damen ja eigentlich bi wären und tendenziell einen Dreier erlauben.

      Gerade unter Frauen haben Lesben aber mit denselben Problemen zu kämpfen wie Schwule unter Männern.

      Aber du kennst unsere Gesellschaft. Da gilt nur die Sichtweise von uns Sackträgern.
    • Tanzleila 08.02.2017 19:36
      Highlight Highlight Nun, das wie Asmodeus schon sagt. Als Lesbe wird man nicht verprügelt, sondern es heisst dann "Lust auf einen Dreier" *zwinker-zwinker*

      Gruss: eine Lesbe (notabene: mit langen Haaren, welche zwischendruch auch gerne mal einen Rock anzieht ;) )
    • Fox Devil Wild 08.02.2017 20:55
      Highlight Highlight @D O R Y kurze Haare und Hosen würden dich aber auch nicht abwerten. Auch wenn es Menschen gibt, die einem das Gegenteil weismachen wollen. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 08.02.2017 10:56
    Highlight Highlight Ich frag mich immer wieder; wer um alles in der Welt fühlt sich von der Sexualität anderer angegriffen und/oder bedroht und vor allem WIESO?
    • PuRpLE_KusH 08.02.2017 11:10
      Highlight Highlight Vlt religiöse Menschen mit etwas beschränkter Intelligenz?
    • Asmodeus 08.02.2017 11:13
      Highlight Highlight Manche Leute sind sich ihrer eigenen Sexualität unsicher und fühlen sich bedroht.

      Andere halten einfach daran fest, was sie für NORMAL halten, weil sie Angst vor Veränderung haben.

      Wieder andere brauchen einfach eine Minderheit gegen die man sich verbünden kann weil sie anders sind.


      Und dann gibt's noch Kerle die Angst davor haben, dass sie von schwulen Männern so behandelt werden, wie sie selber Frauen behandeln.
    • D(r)ummer 08.02.2017 11:14
      Highlight Highlight Ich versteh's auch nicht.
      Aber Björn Höcke von der AfD kann's (auch stellvertretend für andere Nationen) erklären...

      Stichwort: "Platzhaltertyp"

      ;-)

      https://www.vice.com/de/article/warum-bjoern-hoecke-jetzt-sogar-afd-zu-rechts-ist-592
    Weitere Antworten anzeigen
  • reader187 08.02.2017 10:32
    Highlight Highlight Selbstverständlich ist jede Form der Gewalt zu verurteilen, jedoch finde ich es befremdlich dass sobald einer dieser LGBT Menschen betroffen ist, es sofort ein Hassverbrechen gegen diese Gruppe ist. Wenn ein Dieb einem Homosexuellen eine Handtasche klaut, ist er nicht automatisch auch Homophob. Wenn ich eine Homosexuelle Person nicht mag oder sogar hasse, dann liegt das _NICHT_ an seiner/ihrer sexuellen Orientierung sondern am Charakter. Ich beurteile Menschen nach ihrem verhalten und nicht nach ihrer Farbe, Gesinnung oder Sex. Orientierung.
    • smarties 08.02.2017 10:37
      Highlight Highlight Es geht nicht um Handtaschenklauerei, sondern um gezielten Angriff auf die Orientierung! Meistens wirst dir das auch direkt so ins Gesicht gesagt, dass es auf deine Orientierung/Geschlecht bezogen ist!
    • Asmodeus 08.02.2017 10:48
      Highlight Highlight @Reader
      wenn jemand verprügelt wird, WEIL er schwul ist, dann ist es ein Hassverbrechen.
    • Fox Devil Wild 08.02.2017 10:53
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass das so gemeint ist, respektive jedes Verbrechen gegen LGBTI als Hassverbrechen angesehen werden. Betroffene können sehr wohl zwischen "normalen" und hassmotivierten Verbrechen aufgrund von homo-, transphobie usw. unterscheiden und dementsprechend werden diese Vergehen auch erfasst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HunterCH 08.02.2017 10:25
    Highlight Highlight Switzerland 2017 - Still hate against LGBT.

    Mir sind 2 Frauen/Männer/ Transsexuelle die sich lieben und respektieren lieber, als ein Hetero-Paar, welches sich zofft und schlägt. :-)
    • HunterCH 08.02.2017 10:40
      Highlight Highlight An die Blitzer: Wieso? Wollt ihr lieber Gewalt in einer Hetero-Beziehung als ein gleichgeschlechtliches Paar anzusehen?
    • Asmodeus 08.02.2017 10:49
      Highlight Highlight Transgender und Transsexuell sind verschiedene Dinge. Daher am besten einfach Trans-Mensch schreiben, dann ist weder/noch ausgeklammert.
    • Typu 08.02.2017 10:52
      Highlight Highlight Deine pauschalisierung ist bedenklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 08.02.2017 10:24
    Highlight Highlight Bei schweizern ist Homosexualität weitestgehend akzeptiert. Aber es gibt andere länder und kulturen wo dies unter strafe steht. Wenn man leute aus solchen kulturkreisen in die schweiz einbürgert muss man sich über Übergriffe nicht wundern.
    • smarties 08.02.2017 10:34
      Highlight Highlight Wie kommt es, dass ich bisher nur von "waschechten" Schweizern angeschliffen wurde? Die Schweiz ist längst nicht so liberal, wie sie sich gibt!
    • Fly Baby 08.02.2017 10:42
      Highlight Highlight Oh, die Ausländer schon wieder. Deine schöne kleine Realität...
      Schwule bei den meisten Schweizern akzeptiert, na klar doch, frag doch mal den Bortoluzzi uns seine Freunde.
    • Asmodeus 08.02.2017 10:51
      Highlight Highlight Wie kommt es, dass "Superschweizer" wie die SVP und ihre Wähler jede Möglichkeit nutzen um Homosexuelle zu diskriminieren (Homoehe Nein, Homoadoption erst recht nicht) aber sobald ihren Hass gegen Ausländer dann damit rechtfertigen, dass diese Homosexuelle unterdrücken würden?

    Weitere Antworten anzeigen
  • m:k: 08.02.2017 10:19
    Highlight Highlight Die meisten Schwulen in meinem Bekanntenkreis haben schon von solchen Erfahrungen berichtet. Das reicht von einer Beleidigung bis hin zu schwerer körperlicher Gewalt. Oft habe ich als Reaktion darauf auch schon gehört, dass sie selber schuld seien, weil die öffentliche Zurschaustellung von Homosexualität halt provozierend sei. Ein unhaltbarer Zustand. Hassverbrechen müssen als solche geahndet werden.
    • Severin Miszkiewicz 08.02.2017 13:42
      Highlight Highlight @m:k:
      Könntest du dich bitte bei mir melden? Ich wäre sehr interessiert an den Erfahrungen deiner Bekannten.
      severin.miszkiewicz@fixxpunkt.ch

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