Schweiz
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Islamfeindlicher Facebook-Post

«... wann wird diese Religion endlich ausgerottet?!?» – Wiler SVP-Politiker verurteilt

Die St.Galler Staatsanwaltschaft hat den Wiler SVP-Stadtparlamentarier Mario Schmitt wegen Rassendiskriminierung verurteilt. Schmitt wird mit einer auf Probezeit aufgeschobenen Geldstrafe und einer Busse bestraft. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.

Mario Schmitt hatte im vergangenen September auf seinem Facebook-Profil eine Meldung über die Enthauptung eines US-Journalisten durch die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staates (IS) verlinkt. Sein Kommentar dazu: «Mir kommt gleich das Kotzen ... wann wird diese Religion endlich ausgerottet?!?»

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screenshot facebook

Die St.Galler CaBi-Anlaufstelle gegen Rassismus reichte gegen die Facebook-Äusserung des SVP-Politikers Anzeige ein. Schmitt wurde nun wegen Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 140 Franken und einer Busse von 1000 Franken verurteilt.

Natalie Häusler, Sprecherin der St.Galler Staatsanwaltschaft, bestätigte ein entsprechendes Communiqué der CaBi-Anlaufstelle gegen Rassismus vom Montag. Die islamfeindlichen Äusserungen wiesen eine erbliche Intensität auf, fordere er doch nicht weniger als die Ausrottung einer Weltreligion, heisst es im Strafbefehl.

Er mache in herabsetzender Weise bewusst Stimmung gegen den Islam und damit gegen die Gemeinschaft der Muslime und Muslima, dies nicht nur in der zitierten Äusserung, sondern auch in der weiteren Facebook-Diskussion. (sda)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 24.11.2014 22:57
    Highlight Highlight Das Schlusswort zum Thema Gott wurde bereits gegen 1800 von einem Franzosen gesprochen: La seule excuse de dieu, c'est qu' il n' existe pas.
  • Nyi Phy 24.11.2014 16:37
    Highlight Highlight Eine gefährliche Gratwanderung. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht gegen IS-Kritik vorgehen. Es mag sein, dass die Aussagen gegen den Islam gerichtet waren. Wenn jedoch ein Begriff von einer Organisation so enorm missbraucht wird, müssen wir auch damit vorsichtig sein. Man erinnere sich an den Hitler-Schnauz, der noch immer Tabu ist, auch wenn der Bart kaum etwas dafür kann. Vielleicht würde es mehr helfen, den Islam mehr von einer friedlichen Seite zu zeigen und dies zu verbreiten, als gegen solche Aussagen vorzugehen.
    • goschi 24.11.2014 16:57
      Highlight Highlight Die Diskrepanz zwischen Kritik an einer religiösen Organisation und der Forderung zur Ausrottung der ganzen Religion ist aber riesig und zu Recht wird hier differenziert!
    • Nyi Phy 24.11.2014 18:26
      Highlight Highlight Wir können nicht jede Aussage, die in einem emotional erregten Zustand fällt, wörtlich nehmen. Dies eine Mal wird gebüsst und kommt in die Medien. Was ist z.B. mit dem vielen Online Mobbing? Wir sind momentan wahnsinnig sensibel gegenüber Rassismus, können dies aber nicht gegen anderes relativieren.
    • smoe 24.11.2014 18:44
      Highlight Highlight Die friedliche Seite wird auch oft gezeigt, nur wird das von den sogenannten Islamkritikern gern übersehen, oder als Gutmenschen-Propaganda abgetan.

      Genauso wie die Tatsache, dass praktisch alle relevanten muslimischen Verbände und islamischen Autoritäten den IS als unislamisch verdammt haben.

      Unter anderem in einem offenen Brief an deren Anführer. Geschrieben von über 120 namhaften und grösstenteils aus dem konservativen Spektrum des Islams kommenden Gelehrten, die sich eindeutig gegen die Terroristen positionieren und ihnen konkret 24 Vergehen gegen den Islam vorwerfen.

      Darunter die Ermordung von Unschuldigen, Zwangskonvertierungen, Folter, Sklaverei und Einführung eines Kalifates.
      http://lettertobaghdadi.com/

      IS mit Islam gleichzusetzen ergibt so viel Sinn wie den Ku Klux Klan mit Christentum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerWeise 24.11.2014 16:10
    Highlight Highlight Naja... ich wäre auch für Abschaffung ALLER Religionen (nicht den Glauben an sich). Ob man jetzt "ausrotten" sagt ist reine Rethorik. Evt hat der Mann aber auch als einer der wenigen den Koran gelesen (unwahrscheinlich) und stand noch unter dem Einfluss dessen gewaltverherrlichender Texte
    • phreko 24.11.2014 17:24
      Highlight Highlight Vielleicht hat er einfach mal einen Blick in das alte Testament geworfen, und war beeinflusst durch die dort vorkommende Gewalt.
    • DerWeise 24.11.2014 21:59
      Highlight Highlight Sinnloser Kommentar. Aber ja die zwei Märchenbücher geben sich nichts...

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