Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Betäubt, grausam misshandelt und dabei gefilmt: Der Sex-Sadist von Hendschiken Urs W. quälte ausschliesslich Schwarzafrikanerinnen. bild: tele m1

Sadistischer Aargauer Frauenschänder soll 11 Jahre ins Gefängnis

Mario Fuchs / Aargauer Zeitung



Der sadistisch veranlagte, 63-jährige Mann, der seit Dienstag wegen sexuellen Handlungen an sieben Frauen vor dem Bezirksgericht Brugg steht, soll mit elf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden. Dies forderte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer am Mittwoch.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem mehrfache sexuelle Nötigung, einfache qualifizierte Körperverletzung, versuchte schwere Körperverletzung und Pornografie vor. Zudem verlangte die Staatsanwaltschaft die Anordnung einer vollzugsbegleitenden Massnahme.

Wasserschaden

Der 62-Jährige wird beschuldigt, mehrere Frauen bewusstlos gemacht, gequält und sexuell missbraucht zu haben. Publik wurden seine mutmasslichen Taten vor drei Jahren – wegen eines Wasserschadens.

Am 22. März 2014 wurde in Hausen die Feuerwehr zu einem Wasserschaden in einem Lagerhaus gerufen. Die Einsatzkräfte entdeckten dabei eine Indoor-Hanfplantage mit 650 Pflanzen. Diese gehörte dem geschiedenen Familienvater. Mit dem Verkauf des Marihuanas soll er in den Monaten zuvor über 100'000 Franken verdient haben.

Weil er seine Anlage mit einem Alarm gesichert hatte, wollte auch er sofort zum Rechten sehen, erschien bald am Schadenplatz – und wurde von der Polizei sogleich verhaftet. Danach durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Mannes in Hendschiken. Und stellten dabei fest, dass er zusätzlich in Dottikon auf einem Firmenareal ein Kellerabteil angemietet hatte.

Zuerst betäubt, dann misshandelt

Bei einem Augenschein stiessen die Polizisten auf eine «Kammer des Schreckens», wie der «Blick» im Sommer 2014 schrieb. Hinter einem abschliessbaren Gitter gab es Licht, ein Bett, eine Videokamera, einen Fernseher. Die Fahnder beschlagnahmten diverse Tabletten und Videoaufnahmen. Bei den Tabletten dürfte es sich um das starke Betäubungsmittel Rohypnol und das Potenzmittel Viagra gehandelt haben. Die Videoaufnahmen zeigen, wie der Mann sechs bewusstlose Frauen missbraucht, schlägt und quält. Er soll seine sadistischen Fantasien aufgeschrieben und dann in die Tat umgesetzt haben.

Zwei Tage nach dem Wasserschaden in der Hanfanlage kam der Beschuldigte wegen Verdunkelungs- und Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Dagegen wehrte er sich vor Bundesgericht, allerdings ohne Erfolg. Ein psychiatrisches Gutachten nannte «eine Reihe prognostisch ungünstiger Faktoren», die stark ausgeprägt seien und «tendenziell für ein erhebliches einschlägiges Rückfallrisiko» sprächen. Seit gut zwei Jahren befindet sich der Mann nun im vorzeitigen Strafvollzug.

«Ich will einfach diesen Kick»

Wie es in einem Bundesgerichtsurteil hiess, bestreitet der Beschuldigte «den dringenden Tatverdacht im Wesentlichen nicht». Aus einem Entscheid vom 21. Juni 2016 geht zudem hervor, wie der Mann vorgegangen war. So habe er ein Opfer in Marokko als Prostituierte kennen gelernt und die weiteren Opfer in der Schweiz über eine Dating-Plattform im Internet.

Es habe sich um Schwarzafrikanerinnen gehandelt, die auf der Suche nach einer festen Beziehung oder einem Ehemann gewesen seien. Zudem habe er bewusst Frauen in finanziell schwierigen Situationen ausgesucht. Der Beschuldigte sei jeweils ähnlich vorgegangen: Nachdem er eine Frau kennen gelernt hatte, habe er ihr Geld angeboten, damit sie eine Tablette, eine Kapsel oder einen Sirup mit Rohypnol einnahm. Was das Medikament bewirkt, erklärte er nicht. Auf Nachfragen soll er die Antwort verweigert oder die Wirkung verharmlost haben.

Einer Frau schrieb er: «Diese Pillen würden dich entspannen. Nur so kannst du Geld bekommen. Wobei es auch mehr als 2000 sein können. Wie viel, hängt von dir ab. Aber du musst schnell entscheiden. Ich bin dann weg.» Am Tag darauf schrieb er erneut: «Ich sage es dir noch einmal, Ich will dir keine Drogen geben. Die Pillen sind harmlos und nur zu meinem Vergnügen. Du musst selber wissen. Ich will einfach diesen Kick.»

Auf den Videoaufnahmen sei zu sehen, wie er sexuelle Handlungen an den sedierten Frauen vornehme. Die Opfer seien teilweise dermassen ruhiggestellt, dass sie trotz der Schmerzreize nicht aufwachten.

Image

bild: tele m1

Gericht geht sensibel vor

Als Vorwürfe im Raum stehen mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, sexuelle Nötigung, Schändung, Vergewaltigung, Gefährdung des Lebens sowie einfache qualifizierte Körperverletzung und mehrfache versuchte schwere Körperverletzung. Der Fall wird vor dem Bezirksgericht in Brugg verhandelt und wurde für Montag und Dienstag angesetzt.

Das Gericht trägt dem happigen Sachverhalt Rechnung. So werden Opfer nicht wie gewohnt im Gerichtssaal befragt, sondern in einem separaten Raum mittels Videoübertragung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit inklusive Medien. (aargauerzeitung.ch)

In U-Haft: Aargauer soll Frauen in Keller in Dottikon gequält und missbraucht haben. (Tele M1, August 2014)

Video: © TeleM1

Aktuelle Polizeibilder

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

Die Besucher sind überwiegend männlich und weisslichen Hauptes. Die Arme verschränkt, die Mundwinkel unzufrieden nach unten geformt. Die Stimmung im Saal ist bereits …

Artikel lesen
Link to Article