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Die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz hatte rund 1,92 Promille Alkohol im Blut. Bild: KEYSTONE

SVP-Nationalrätin mit fast 2 Promille am Steuer – für ihre Partei ist das Privatsache

31.01.17, 13:57 31.01.17, 14:13


Nach der Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer hat die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz keine Konsequenzen von Seiten der SVP zu befürchten. Die Partei erachtet die Affäre als Privatsache.

Die SVP Schweiz kommentiere das Thema nicht, sagte die stellvertretende Generalsekretärin Silvia Bär. Es handle sich um eine Privatsache, sagte auch der Präsident der SVP Genf, Marc Fuhrmann, am Dienstag im Westschweizer Radio (RTS).

Umfrage

Eine Nationalrätin wird mit fast 2 Promille am Steuer erwischt. Ist das Privatsache?

  • Abstimmen

521 Votes zu: Eine Nationalrätin wird mit fast 2 Promille am Steuer erwischt. Ist das Privatsache?

  • 25%Ja, das geht niemanden etwas an.
  • 74%Nein, als öffentliche Person sollte sie ein Vorbild sein.

Busse und bedingte Geldstrafe

Céline Amaudruz geniesse weiterhin das Vertrauen der Partei, fügte Fuhrmann an. Die 37-jährige Nationalrätin war im Dezember mit zu viel Alkohol intus am Steuer erwischt worden. Dafür erhielt sie eine bedingte Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 450 Franken bei einer Bewährung von drei Jahren.

Sie muss zudem eine Busse von 9000 Franken bezahlen, wie aus dem Strafbefehl der Genfer Staatsanwaltschaft hervorgeht, der am Montag öffentlich wurde. Der Atemlufttest bei der Kontrolle ergab einen Wert von 0,96 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft.

Kein Rekurs gegen Strafbefehl

Dabei handelt es sich um eine neue Messmethode, die seit dem 1. Oktober gilt und die eine Blutprobe nur noch in Ausnahmefällen nötig macht. Gemäss der Umrechnung des Bundesamtes für Strassen entsprechen 0.96 mg/l rund 1.92 Promille Alkohol im Blut.

Der Anwalt von Céline Amaudruz, der Genfer FDP-Nationalrat Christan Lüscher, kündigte am Westschweizer Radio (RTS) an, dass seine Mandantin den Strafbefehl nicht anfechten werde. Das Urteil entspreche den Vorgaben von Via Sicura, Céline Amaudruz sei wie jede andere Person behandelt worden, sagte Lüscher. (whr/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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13
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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • acove 01.02.2017 10:26
    Highlight Immer wenn es für die Partei unangenehm zu werden droht, ist es jedes mal eine "Privatsache" und geht das von ihr so viel gepriesene "Volk" rein gar nichts an. Wenn es aber jemanden aus einer anderen Partei betrifft, dann, ja dann ist man mit Schelte und Getöse schnell bereit, die entsprechenden Urteile über die Person und die Partei zu fällen. So ticken die SVP-ler eben, zuerst mal den anderen an den Karren fahren, bevor man die eigenen Leute zur Schau stellt.
    6 2 Melden
  • Moelal 31.01.2017 18:24
    Highlight Betrunken Autofahren ist also Privatsache. Aber nur wenn es ein SVP Parteimitglied ist.....ja wenn diese Brüder so konsequent unglaubwürdig sein wollen....
    19 11 Melden
  • 8004 Zürich 31.01.2017 18:13
    Highlight Vorbild, Abziehbild - ich weiss doch auch nicht. Aber diese Person hat scheinbar noch viel mehr geboten, der wahre Skandal ist doch ihr Verhalten danach!
    NZZ zitiert am 23.12.16 LeTemps: "Zunächst habe sich die Politikerin geweigert, ihren Wagen zum Stillstand zu bringen. Später habe sie sich der Aufforderung widersetzt, ins Röhrchen zu blasen, und die Polizisten wissen lassen, sie sei Nationalrätin. (...) Auf dem Polizeiposten angekommen, rief Amaudruz zunächst ihren Anwalt Lüscher und später Guy Parmelin an.(...) Zum Verhängnis könnte Amaudruz ein weiteres Detail jener Nacht werden: ...
    23 3 Melden
    • gimpi 31.01.2017 18:56
      Highlight Dann weisst Du also mehr als wir normale Leser......
      3 3 Melden
    • 8004 Zürich 31.01.2017 19:10
      Highlight ... Laut «Le Temps» rief Amaudruz nicht nur Parmelin und ihren Anwalt, sondern ausserdem den Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot an, der das Telefon jedoch nicht abnahm."

      Was soll man dazu noch sagen?! Man stelle sich das Selbstbild eines solchen Menschen vor (Wissen Sie eigentlich, mit wem Sie es zu tun haben?! - ich kann es mir genau vorstellen) und dann bei den einflussreichen Kontakten anrufen, um die Sache wieder grad zu biegen. Und wenn alles, alles nichts hilft, dann ein scheinheiliges Statement raushauen und sich reuig zeigen.

      Wow, yeaahhh, gebt solchen Menschen die Macht!
      21 2 Melden
  • chilli37 31.01.2017 18:11
    Highlight Mit ihrer Parteizugehörigkeit hat die ganze Sache nichts zu tun; da sie aber nicht auf ihrer eigenen Strasse betrunken herumfährt, verliert die Angelegenheit jeglichen privaten Charakter.
    21 2 Melden
  • mister_michael 31.01.2017 17:02
    Highlight Politiker (egal von welcher Partei) sollen sich an die Gesetze halten, kleine Delikte bei denen niemand zu schaden kommt mal ausgeschlossen. Eigentlich sollte die Frau zurücktreten.
    31 7 Melden
  • Madison Pierce 31.01.2017 17:01
    Highlight Die Frage bei der Umfrage ist unglücklich gestellt: Ein Politiker sollte selbstverständlich ein Vorbild sein. Aber über sein Verhalten zu urteilen hat der Stimmbürger und nicht die Partei. Gewählt wurde sie und nicht "irgendjemand von der SVP".

    Von daher finde ich es richtig, dass die Partei keine Massnahmen ergreift. Ihre Wähler werden die Konsequenzen ziehen, falls sie es als nötig erachten. (Wobei ich vermute, dass für den durchschnittlichen SVP-Wähler Trunkenheit am Steuer etwa so schlimm ist wie falsch parkieren.)
    27 5 Melden
  • Freeze 31.01.2017 14:57
    Highlight Muss die Dame nun auch beweisen, dass sie keine Alkoholikerin ist und regelmässig Bluttests abgeben? Oder wird ihr der Ausweis entzogen und nach einer bestimmten Zeit bekommt sie ihn wieder zurück ohne jegliche Auflagen?
    50 4 Melden
    • Moelal 31.01.2017 18:26
      Highlight Tja es wird wohl eher eine stille Vereinbarung geben mit Rücksicht auf die ach so viel wichtigere politische Tätigkeit (die sie ja des Öfteren zu Schwänzen scheint)
      9 2 Melden
    • gimpi 31.01.2017 18:55
      Highlight Ja das würde ich auch gerne wissen. Wie lange hat Sie den Ausweis weg?
      7 1 Melden
    • Raembe 02.02.2017 09:24
      Highlight Jetzt kann sie endlich ihr vom Steuerzahler bezahltes 1.Klasse GA nutzen.
      0 0 Melden

SVPler wollen keine Sozialhilfe für Junge mehr

Wer noch nicht arbeitet, soll auch keine Sozialhilfe erhalten, findet eine Gruppe von SVP-Politikern. Davon betroffen wären insbesondere junge Personen und Migranten.

Personen, die noch nicht lange in der Arbeitswelt sind, sollen weniger oder gar keine Sozialhilfe erhalten. An einem entsprechenden Vorschlag werkelt eine Arbeitsgruppe der SVP, wie der Tages-Anzeiger berichtet. 

Grundsätzlich sei das Ziel, dass sich die Sozialhilfe nach den bisher geleisteten Steuern und AHV-Abgaben richten solle. Was bedeutet, dass insbesondere Junge und Migranten weniger bekämen, ältere Personen, die schon länger in der Schweiz tätig sind, allerdings mehr.

Weiteres …

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