Schweiz
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Polizei bei der Reitschule in Bern, nach einer Demonstration, am Samstag, 25. Februar 2017. Bei der Protestkundgebung am Samstagabend sind mehrere Personen verletzt worden. Ein Grossaufgebot der Polizei war im Einsatz. Nach der gewaltsamen Raeumung eines besetzten Hauses an der Effingerstrasse am letzten Mittwoch hatte die Gruppe

Nach der Demonstration am 25. Februar 2017 bei der Reitschule. Bild: KEYSTONE

6 Krawalle in Bern und immer das gleiche Muster – ein kleines Einmaleins 

Da sind sie wieder, die Ausschreitungen «rund um die Berner Reitschule» und die Debatten über den Fortbestand des Kulturzentrums. Die Eskalationsspirale läuft jedes Mal ähnlich: Chaoten werden früher oder später in der Reitschule verortet, die Polizei fordert härteres Vorgehen und die fleissigsten Kritiker der Reitschule deren Schliessung.



Dieser Artikel ist nach den Ausschreitungen rund um die Reitschule vom März 2016 zum ersten Mal erschienen und wurde um die aktuellen Ereignisse erweitert.

Februar 2017

  1. Politisches Vorspiel: Im Dezember zieht das Kollektiv «Oh du Fröhliche» in ein leerstehendes Gebäude an der Effingerstrasse in Bern – es will damit für günstigen Wohnraum protestieren. Noch im selben Monat erhalten die Besetzer ein Ultimatum, das sie verstreichen lassen. Im Februar hat das Bundesamt für Bauten und Logistik, das die Liegenschaft besitzt, genug – von einem Zivilgericht lässt es grünes Licht geben für einen Räumungseinsatz der Polizei.
  2. Scharmützel: Die Besetzung endet turbulent: Am Mittwoch, 22. Februar, rückt die Polizei um 8 Uhr morgens mit einem Grossaufgebot an, um das Kollektiv aus dem Haus zu werfen. Die Besetzer schiessen mit Feuerwerk von den Balkonen, die Polizei mit Gummischrot auf die Fenster. Auf der Strasse kommt es zu spontanen Kundgebungen, ein Wasserwerfer markiert Präsenz. Nach dem Mittag kann die Polizei die 19 Besetzer schliesslich abführen.
  3. Eskalation: Die Räumung vom Mittwoch zieht drei Demonstrationen nach sich, wobei die Ausschreitungen vom Samstag den Höhepunkt der Auseinandersetzungen markieren. Zehn Beamte werden verletzt, ein junger Mann muss mit der Ambulanz ins Spital eingeliefert werden.
  4. Fokus Reitschule: Bereits der erste Demonstrationszug vom Mittwoch startet bei der Reitschule und endet dort. Das Kulturzentrum rückt aber erst nach den heftigen Ausschreitungen vom Samstag ins Zentrum: Die Polizei hatte die Demonstranten auf der Schützenmatte, dem Vorplatz der Reitschule eingekesselt, um einen Weiterzug in die Innenstadt zu vermeiden. Sicherheitsdirektor Reto Nause sagt gegenüber der NZZ, die Chaoten hätten sich immer wieder ins Innere des Gebäudes zurückgezogen.
  5. Politisches Nachspiel: Die rot-grüne Stadtregierung stellt sich in einer Medienmitteilung deutlich hinter den Einsatz der Polizei. Die Einkesselung der Demonstranten sei gerechtfertigt gewesen, heisst es. Zudem hätten die Ausschreitungen nichts mit allfälligen legitimen politischen Forderungen zu tun. Die Reitschule ihrerseits appelliert in einer Mitteilung an «die Vernunft aller Akteure». Man bedauere, dass das Areal rund um die Reitschule «einmal mehr» zum Austragungsort «gesellschaftlicher Konflikte» geworden sei. Klare Worte findet die JSVP: Sie fordert erneut die sofortige Schliessung der Reitschule. Auch der Polizeiverband stellt Forderungen, wenn auch nicht bezüglich Reitschule: Die Urheber der «gezielt geplanten Angriffe» gegen Polizisten müssten hart bestraft werden, fordert der VSPB und verweist auf eine entsprechende Standesinitiative des Kantons Bern.

Krawalle vor der Reitschule:

März 2016

  1. Politisches Vorspiel: «Der Bund» schreibt am 2. März, die Reitschule fürchte sich um die Sicherheit der Besucher. Die Veranstalter beklagen eine Häufung von Vorfällen und erhöhen das Sicherheitsdispositiv. Polizeichef Manuel Willi seinerseits beschuldigt die Reitschule, Opfern von einer Anzeige abzuraten. Es brauche eine erhöhte Präsenz der Polizei, doch diese könne kaum auf der Schützenmatte anrücken, ohne angegriffen zu werden.
  2. Scharmützel: Zwei Tage später, am Freitag 4. März, fährt die Polizei mit rund 30 Einsatzkräften in orangen Westen und Schutzhelmen auf der Schützenmatte auf, markiert Präsenz, kontrolliert Personen. Die Reitschule ist über den Einsatz informiert, jedoch nicht begeistert: Sie warnt vor allfälligen Provokationen vonseiten der Polizei. Der Einsatz verläuft zunächst ruhig, gegen 23 Uhr formiert sich aber ein Gegenprotest. Die Demonstrierenden tragen Transparente («Rassisten aufs Maul») bei sich. Die Polizei bestellt Verstärkung ein, sperrt einen Teil der Schützenmatte ab und setzt Gummischrot ein.
  3. Eskalation: In der Nacht darauf errichtet eine Gruppe Unbekannter am Bollwerk Strassenbarrikaden und zündet sie an. Polizei und Feuerwehr rücken an und werden umgehend angegriffen. Im Gegenzug setzt die Polizei Gummischrot und Tränengas ein. Elf Polizisten werden verletzt.
  4. Fokus Reitschule: Die Meldung über die Proteste am Freitag wird nicht über die Grenzen Berns getragen. Erst als es am Samstag eskaliert und die Polizei mitteilt, die Chaoten hätten sich in die Reitschule zurückgezogen, gerät das Kulturzentrum in den Fokus.
  5. Politisches Nachspiel: Auf der linksautonomen Politplattform Indymedia kritisieren die Aktivisten den «Präventiveinsatz» der Polizei: Zum wiederholten Male hätten «behelmte, vermummte und mit Gummischrotgewehren bewaffnete Cops» auf der Schützenmatte und vor der Reitschule «provoziert». Die Polizei ihrerseits kritisiert die Reitschule. Die Vermummten hätten Zuflucht im Innern des Clubs gefunden, beklagt Polizeichef Willi. SVP-Nationalrat Erich Hess rührt die Trommel für seine Anti-Reitschul-Initiative.

Aufnahmen aus dem Film «Welcome to Hell»

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Video: YouTube/Burn in Hell

Oktober 2015

  1. Politisches Vorspiel: Es geht um die Durchführung der Chilbi auf der «Schütz»: Die Stadt will den Schaustellern Geld überweisen, damit diese selber für ein Sicherheitsdispositiv sorgen können. Es hagelt Kritik: Die Stadt wolle sich freikaufen, Sicherheitsdirektor Reto Nause kapituliere. Gegenüber der «Berner Zeitung» signalisiert dieser Frustration. Theoretisch wäre eine 24-Stunden-Polizeipatrouille nötig, doch diese «würde dann wieder von manchen Leuten als Provokation angesehen werden.» Der Sicherheitsdienst der Reitschule müsse die Verantwortung übernehmen.
  2. Scharmützel: Als die Antifa Bern einen «Abendspaziergang» ankündigt, ist die Polizei mit einem Grossaufgebot zur Stelle. Die Demonstration wird im Keim erstickt – einzelne Petarden werden gezündet.
  3. Eskalation: Wenige Tage später, es ist Freitagabend, kommt es in der Neubrückstrasse zu einer Graffiti-Attacke auf einen Bernmobil-Bus. Im Januar 2016 wird die Sprayer-Gang 031 mit einem Bekennerschreiben die Verantwortung dafür übernehmen. Gemäss Mitteilung der Polizei werden die Einsatzkräfte bei ihrem Eintreffen unverzüglich angegriffen. Die Polizei antwortet mit Gummischrot.
  4. Fokus Reitschule: Die Vermummten hätten sich nach dem Angriff auf den Bus rasch ins Innere der nahen Reitschule zurückgezogen, teilt die Polizei mit. Auch für die Antifa-Aktivisten wurde das Kulturzentrum als Rückzugsort genutzt.
  5. Politisches Nachspiel: Erich Hess' Stunde schlägt: Für den SVPler ist klar: Wer solche «Attacken» in Zukunft verhindern will, muss sofort die kantonale Initiative gegen die Reitschule unterschreiben. Der linke Stadtrat Manuel C. Widmer kritisiert die Sprayer massiv: Sie würden sich wie mittelalterliche Wegelagerer mit einem massiven Testosteronüberschuss verhalten. Natürlich könne man nachher in der Menge des Vorplatzes untertauchen.

Erich Hess' Lieblings-Sorgenkind: die Reitschule

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Video: YouTube/Sandra Schneider

Februar 2015

  1. Politisches Vorspiel: Die FDP will einen Neujahrsapéro in der Reitschule veranstalten, wird aber abgewiesen. Auf YouTube taucht im Januar ein Video auf, das einen Aktivisten in «Revolutionskluft» zeigt: Das Tutorial – vor der Reitschule gefilmt – erklärt, wie man sich für eine Demo vermummt, um von der Polizei nicht erkannt zu werden. Ins Internet gestellt hat das Video die Revolutionäre Jugendgruppe (RJG). Sie ruft zur Anti-WEF-Demo auf.
  2. Scharmützel: Ende Januar werden Streifenwagen mit Flaschen beworfen, die Anti-WEF-Demo aber verläuft ruhig – wenig Publikum und keine Zwischenfälle.
  3. Eskalation: In der Nacht auf Samstag, 20. Februar greift eine Gruppe Unbekannter die Polizeiwache der Kapo am Berner Waisenhausplatz an. Die Angreifer werfen Farbbeutel, beschmieren das Polizei-Gebäude und demolieren Fahrzeuge.
  4. Fokus Reitschule: Die Polizei schreibt in ihrem Communiqué, die Angreifer hätten sich nach den Ereignissen in die Reitschule zurückgezogen.
  5. Politisches Nachspiel: Nach dem Angriff auf die Polizeiwache schlägt der Reitschule ein rauer Wind entgegen. «Wie Militante die Reitschule okkupieren», titelt die NZZ. Gleichzeitig untersucht die «Weltwoche» den «subversiven Charme der Gewalt». Beide Texte probieren, den Extremismus der Reitschule zuzuordnen. Gleichentags nimmt eine vom Gemeinderat publizierte Studie den Empörten Wind aus den Segeln: Der Basler Soziologe Ueli Mäder lobt das Verhältnis zwischen der Reitschule und der Stadt. Gleichzeitig gibt der Gemeinderat bekannt, dass das Reitschul-Dossier ab sofort nicht mehr von Reto Nause geleitet wird, sondern von Alexander Tschäppät. Am 12. März genehmigt der Stadtrat die Kulturverträge.
ARCHIV - Jugendliche feiern mit Freibier das Abstimmungsergebnis vor der Reitschule in Bern, am Sonntag, 26. September 2010. - Die Stadtregierung arbeitet seit laengerem an einem Massnahmenpaket, um die Gewalt im Umfeld der Reitschule einzudaemmen. Als

Die Reitschule an einem friedlichen Tag. Bild: KEYSTONE

September 2014

  1. Politisches Vorspiel: Ein offener Brief der Reitschule an den Gemeinderat über Vandalismus und Sprayereien in der Grossen Halle sorgt für Knatsch: Der Brief wird den Medien gesteckt, bevor ihn alle Beteiligten erhalten haben. Fritz Brönnimann, Mitglied des Vorstands Grosse Halle sagt, in der Reitschule werde darüber geschwiegen, dass eine Gruppe von Personen die Arbeit im Kulturzentrum sabotiere. Häufig genannt wird in diesem Zusammenhang die Sprayer-Gang 031. Im gleichen Monat kündigen die Behörden an, den Vorplatz umgestalten und die Grosse Halle sanieren zu wollen. Kritiker vermuten dahinter eine schleichende Schliessung der Reitschule.
  2. Scharmützel: Die Stimmung ist aufgeheizt: Linke verkünden eine Kundgebung und an den Übertragungen der Europameisterschaft-Spiele sollen Besucher gegen das Abgeben einer Flagge ein Bier bekommen. Die Polizei kritisiert, die Veranstalter riefen damit zum Fahnenklau auf.
  3. Eskalation: Am 28. September schieben mehrere Unbekannte im Bereich der Unterführung bei der Schützenmatte Container auf die Strasse. Die Schützenmatte wird blockiert. Beim Eintreffen der Polizei zünden Vermummte einen Teil der Barrikaden an. Die Einsatzkräfte antworten mit Gummischrot – vier Polizisten werden verletzt, vermutlich noch weitere Personen. 
  4. Fokus Reitschule: Passiert ist der Vorfall am Rande der von der Stadt bewilligten Party «Brückenkinder» unter dem SBB-Viadukt. In den sozialen Medien bedauern die Partybesucher, dass der Anlass wegen der Angriffe auf die Polizei beendet werden musste. Der Link zur Reitschule scheint für die Behörden auf der Hand zu liegen.
  5. Politisches Nachspiel: FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt fordert die temporäre Schliessung der Reitschule. Er spricht von einem «gravierenden und erschreckenden» Vorfall. Die Regierung gibt sich kleinlaut – man sei sich bewusst, dass einiges verbessert werden müsse. Die Reitschule ruft Krawallmacher zur Mässigung auf.

Das «Vermummungs-Tutorial»

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Video: YouTube/Revolutionäre Jugendgruppe

Dezember 2013

  1. Politisches Vorspiel: Vor der Reitschule wird im Oktober ein Linienbus angehalten, attackiert und versprayt. Gemäss «Bund» kommen die Täter «aus dem Umfeld von 031». Nause, der eben noch Bedenken geäussert hatte, dass die Sprayer-Gang 031 ihren Einfluss in der Reitschule vergrössern wolle, hält sich nun nicht mehr zurück: Die Schuld an der Attacke weist er dem Sicherheitsdienst der Reitschule zu. Die Kritik ist gerade erst verklungen, als das Theater im Dezember erneut losgeht.
  2. Scharmützel: Am Donnerstag, 12. Dezember, führt die Polizei im Raum Schützenmatte eine Drogenrazzia durch. Es kommt zu einzelnen Scharmützeln. Die Reitschule kritisiert die Polizei für den Grosseinsatz. Er sei unverhältnismässig und rassistisch motiviert gewesen.
  3. Eskalation: In der Nacht auf Freitag kommt es zu einem Farbanschlag auf das Regionalgefängnis. Die Polizei selbst geht davon aus, dass dies eine Reaktion auf die abendliche Kontrolle bei der Reitschule war. In der Nacht auf Sonntag errichten Jugendliche mehrere Strassensperren – laut einem anonymen Aktivisten als Reaktion auf die Drogenrazzia. Beim Einsatz werden drei Polizisten verletzt.
  4. Fokus Reitschule: Die Polizei teilt nach den Ereignissen mit, die Aktivisten hätten sich immer wieder in die Reitschule zurückgezogen und bringt den Farbanschlag auf das Gefängnis mit der Drogenrazzia in Verbindung.
  5. Politisches Nachspiel: Nause fordert eine politische Antwort. Der Gemeinderat will prüfen, ob eine Verletzung des Leistungsvertrags vorliegt. Bis die Fragen geklärt sind, werden allfällige Zahlungen eingefroren. Die Reitschule ihrerseits wirft der Polizei Grundrechtsverletzungen vor. So sei die Kontrolle nach einem «rassistisch definierten Schema» durchgeführt worden. Ferner hätten sich die Zivilpolizisten auch auf Nachfrage nicht ausgewiesen, Gäste bis auf die Toiletten verfolgt und Besucherinnen und Besucher des Restaurant Sous le Pont am Eintreten und Verlassen des Restaurants gehindert. Zudem wirft die Mediengruppe der Polizei vor, ohne Vorzeigen eines Durchsuchungsbefehls in Nebenräume der Reitschule eingedrungen zu sein.

November 2012: Video zeigt die Spezialeinheit Krokus auf der Schützenmatte

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Video: YouTube/CopwatchTV Reitschule Bern

Die Reitschul-Krawalle können beliebig weit zurückverfolgt werden – das Muster ist immer dasselbe: Das Kulturzentrum kritisiert das Auftreten der Polizei, diese den mangelnden Einsatz des Reitschul-Sicherheitsdienstes. Bei einem Einsatz der Polizei – von der Reitschule meistens als unverhältnismässig und rassistisch motiviert kritisiert – kommt es zu Auseinandersetzungen, die zwar nicht immer im Umfeld der Reitschule verortet werden können, jedoch von Polizei und Behörden dem Milieu zugesprochen werden. Die Diskussion um das Aufrechterhalten des Kulturzentrums entflammt, bis die Kritik verklingt und entweder Polizei oder Krawallbrüder den Streit von Neuem antreten. 

Verlieren tut jedes Mal die Reitschule, die sich ihre Legitimation wieder erkämpfen muss. Gewinner sind Gruppierungen wie 031, die zwar Anschläge verüben und Polizisten verletzen, jedoch im Lärm der Debatte um das Kulturzentrum vergessen gehen.

Ein Graffiti der gewaltbereiten Jugendgang

Sprayerei der Gang 031. Ihre wichtigste Botschaft: «Fuck the Police». Bild: KEYSTONE

Chronologie

Juli 2013: Vor der Berner Reitschule kommt es zu einer Strassenschlacht. Vermummte haben zuvor von der Reitschule her Besucher eines Lokals auf der anderen Strassenseite mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Juni 2013: Eine Gruppe versprayt ein Tram im Weissbühl und verletzt den Chauffeur mit Pfefferspray.

Mai 2013: Die «Tanz dich frei»-Demo eskaliert.

April 2013: Die Polizei vermeldet, dass es seit Anfang März «im Raum Schützenmatte und Reitschule» zu neun Angriffen gegen Fahrzeuge und Beamte gekommen ist. Immer sei die Reitschule der Rückzugsort für die Angreifer.

März 2013: Am 25. März wollen Mitarbeiter von Verkehrs- und Abschleppdienst auf der Schützenmatte ein falsch parkiertes Auto abschleppen. Die werden von der Reitschule her mit Flaschen beworfen. Die vermummten Angreifer flüchten in die Reitschule.

Oktober 2012: Polizeiautos werden in der Nacht auf den 7. Oktober bei der Reitschule mit Flaschen und Steinen beworfen. Die Polizei spricht von «unhaltbaren Zuständen» bei der Reitschule. Mitte Monat führt die Polizei eine Grosskontrolle in der Reitschule durch. Wenige Tage später wird auf dem Vorplatz der Reitschule zur Gewalt gegen die Polizei aufgerufen. «Kill more cops» (Töte mehr Polizisten), steht vor dem grossen Tor geschrieben. Eine selbst ernannte «Stadtguerilla» bekennt sich zu den Flaschenwürfen gegen Polizisten. Die Betreiber der Reitschule wollen die Gewaltaufrufe nicht entfernen. Die Stadt putzt den Vorplatz. Ende Oktober passiert erneut ein Farbanschlag auf einen Streifenwagen.

September 2012: In der Nacht vom 7. auf den 8. September fliegen mit Farbe gefüllte Flaschen von der Reitschule gegen ein Patrouillenfahrzeug der Kantonspolizei. Eine Woche später rückt die Polizei wegen eines zugeparkten Autos auf die Schützenmatte aus – und wird von 20 Vermummten vom Vorplatz der Reitschule aus attackiert. Der Routineeinsatz endet mit brennenden Strassenblockaden und zwei verletzten Polizisten.

März 2012: Als eine Polizeipatrouille in der Nacht auf den 4. März beim Bollwerk an einem Rotlicht hält, wird das Fahrzeug mit Steinen beworfen. Im Lauf der Nacht versammeln sich Vermummte und werfen Knallpetarden gegen das Amthaus. Als die Polizei anrückt, ziehen sich die Vermummten in die Reitschule zurück. Von dort werfen sie Steine. Drei Polizisten werden leicht verletzt.

September 2011: Polizisten geben an, bei einem Einsatz angegriffen und festgehalten worden zu sein. Die Reitschüler konterten mit einem Video, das Polizisten zeigt, die einen gefesselten Mann würgen und gegen andere Personen Kniestösse und Reizgase einsetzen.

Die Berner Reitschule

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    Alle Leser-Kommentare
  • DickJonsen 28.02.2017 09:26
    Highlight Highlight Das sich der Erich mit nichts anderem als der Reitschule beschäftigen kann zeigt, wie viel der Typ Politisch so drauf hat. Garnichts. Der soll sich doch bitte mal mit etwas wichtigem Beschäftigen und nicht immer nur darauf warten, bis irgendwelche Idioten bei der Reitschule Krawalle machen, um wieder Hetze betreiben zu können. Ich war am Samstag beim Vorfall auf der großen Schanze und habe mich mit einem Polizisten unterhalten. Denen war klar das die Protestierenden nichts mit der Reitschule am Hut haben und nur Stress machen wollen. Aber die SVP bekommt das scheinbar nicht mit.
    • DickJonsen 28.02.2017 10:15
      Highlight Highlight Oder sie bekommen es sehr wohl mit, ignorieren es aber gekonnt. Denn auch eine friedliche Reitschule passt der SVP nicht. Logischerweise.
  • Steven86 28.02.2017 07:21
    Highlight Highlight Immer das selbe. Hat man lust zu randalieren einen Politischen Grund suchen, auf die Strasse gehen und auf sich aufmerksam machen, warten bis die Polizei kommt und ihre Freude am randaliere ausüben. Der Schaden bezahlt schön der Steuerzahler. Unglaublich das man hier nichts macht.
  • Felix Walter S. 28.02.2017 00:42
    Highlight Highlight Die Polizei müsste viel härter durchgreifen. Einkesseln, verhaften, und im Schnellverfahren sogleich vor Ort zu 10 Jahren Gefängnis verurteilen. Dann ist in Windeseile Ruhe!
    • Anam.Cara 01.03.2017 07:43
      Highlight Highlight "Im Schnellverfahren vor Ort verurteilen?"
      Da läuft es mir aber kalt den Rücken runter.
      Zum Glück funktioniert die Gewaltentrennung in der Schweiz besser als dieser Vorschlag...
  • flausch 27.02.2017 23:59
    Highlight Highlight Es gab immer wider Initiativen zur Schliessung der Reitschule. Alle wurden sie abgelehnt. Wie wärs wenn ihr auf der rechten Seite auch (wenigstens ein mal) ein Mehr akzeptieren würdet das euch nicht passt? Ich weiss das geht ja nicht... Weil alle anderen sind Terroristen. (Kommunisten, Anarchisten, Linke, Sozis usw.)
    AHA!
    • Roterriese 28.02.2017 08:37
      Highlight Highlight Abgestimmt wurde immer nur in der Stadt. Die Kosten für die Versicherungen und die Polizei zahlt aber auch das Land.
    • flausch 28.02.2017 10:16
      Highlight Highlight Aber es ist auch allen bewusst das die Wirtschaft ohne die städte nicht funktioniert. Es sind die Städte die den Reichtum generieren, die Städte bezahlen auch eure Infrastruktur und die kostet mehr.
      Stadt und Land sind eine Symbiose und sind auf einander angewiesen.
      Stadt und Land kennen logische unterschiede und die verhältnisse sind nicht dieselben. Wenn man die Stadt in ländliche Verhältnisse und Logiken stecken will kann sie nicht bestehen. Ergo: Die Stadt bleibt Stadt und das Land bleibt Land.
  • na ja 27.02.2017 22:32
    Highlight Highlight Was jammern eigentlich die Städter überall so rum?! Sie haben gewählt, nicht wir. Das dumme am Ganzen ist, Versicherungsprämien sind Schweizweit!
    • flausch 27.02.2017 23:50
      Highlight Highlight Es jammern ja auch nicht die Städter sondern viel eher die vom Land.
    • na ja 28.02.2017 06:51
      Highlight Highlight Logo, weil wir gleichwohl mitzahlen müssen, via Prämien der Versicherungen und Steuern!
    • flausch 01.03.2017 20:51
      Highlight Highlight Ahja und wer bezahlt die Infrastruktur?
      3 mal raten bittesehr.


      Nein eigentlich nicht! Der Motor der wirtschaft liegt nicht auf dem Land! Agrarsubventionen, Ausgleichszahlungen usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 27.02.2017 22:08
    Highlight Highlight http://mobile2.derbund.ch/articles/58b44998ab5c377126000001
  • Hoppla! 27.02.2017 20:17
    Highlight Highlight Aber schön kriegen Künstler wie die 031-"Gang" (voll krass hey...) nun auch etwas Publicity. Nicht übel für künstlerische Darstellungen die mein Enkelkind mit 2 Jahre auch machen könnte. Chapeau!
  • Roterriese 27.02.2017 20:12
    Highlight Highlight Ein Artikel über linke Gewalt und nirgendwo fällt der Begriff "Linksextremismus"? Nennt das Tier endlich beim Namen..
    http://www.srf.ch/news/international/der-begriff-linksextreme-wird-nur-ganz-selten-gebraucht
    • almlasdn 27.02.2017 20:51
      Highlight Highlight Die Linke ist so vielseitig, da lohnt es sich nicht alle in einen Topf zu schmeissen...
    • Andi Amo 28.02.2017 03:34
      Highlight Highlight @almlasdn
      Hahaa genau!
      Aber alles was rechts der Mitte ist, kommt gleich in eine grosse Schublade, was?
    • almlasdn 28.02.2017 13:14
      Highlight Highlight Stimmt die armen Rechten bekommen viel zu wenig Beachtung. Die sind so nett, die räumen sogar ihren Müll auf.

      Ging es in meinem oder roterriese's Kommentar um politisch Rechte? Nein, daher ist dein Kommentar nicht an der richtigen Stelle.
  • Triumvir 27.02.2017 19:46
    Highlight Highlight Gewalt, Gewalt und nochmals Gewalt, seit Jahren immer das gleiche verachtenswerte Spielchen BEIDER Seiten! Wann lernt der Mensch und der Staat endlich aus seiner leidvollen Geschichte...diesen Tag werde ich wohl nie mehr erleben...
    • Walter Sahli 27.02.2017 21:42
      Highlight Highlight Ich bin sowas von bei Dir, Triumvir! Ich kann zurzeit auch nicht mehr aufhören, den Kopf zu schütteln.
  • Ref 27.02.2017 19:43
    Highlight Highlight So wie ich die Initiative zur Schliessung der Reitschule von Erich Hess nicht verstehe ( u. A. Staatsrechtlich extrem bedenklich), verstehe ich auch das ewige Gejammer der Reitschulbetreiber nicht. Wieso schliesst die Reitschule nicht einfach ihre Tore, wenn solche Krawalle ausbrechen?
    Wenn sie eine Schliessung verhindern will, muss sie das in Zukunft tun, denn so zeigt sie, dass sie den Chaoten keinen Schutz bieten will. Aber sehr wahrscheinlich fehlt dazu der Wille!
    • Walter Sahli 27.02.2017 21:40
      Highlight Highlight Gute Idee an einem Samstagabend ein paar hundert Ausgänger in einem Gebäude wie der Reithalle einzuschliessen! Und feuerpolizeilich auch überhaupt kein Problem...^^
  • _kokolorix 27.02.2017 18:35
    Highlight Highlight Die Polizei sollte mal den einen oder anderen Kesselflicker anstellen. Wie kann es sein, dass die Eingekesselten sich immer wieder ins Gebäude zurückziehen? Doch wohl nur wenn der Kessel undicht war, oder irre ich mich da?
    • Hoppla! 27.02.2017 20:20
      Highlight Highlight Warst du schon Mal auf der Schütz? Dann würde sich die Frage erledigen. Zu viele parkierte Autos, zu viele Unbeteiligte, zu viel Verkehr,...

      Ich bin gar kein Fan der Reitschule, aber viele kennes das ganze wohl auch nur vom hören sagen.
    • _kokolorix 28.02.2017 07:10
      Highlight Highlight Ja, ich kenne die Örtlichkeit, bin mehr als 10 Jahre täglich vorbeigekommen. Freier Platz, ringsum nur Strasse, nur ein einziges Gebäude. Ideal für einen Kessel, wenn man das will. Ich habe den Eindruck, dass die Polizei null Interesse daran hat, dass die Krawalle wirklich aufhören. Zuviel Geld und Goodwill fliessen ihr genau deswegen zu. Ein typischer Fall von Problembewirtschaftung
  • Echo der Zeit 27.02.2017 18:24
    Highlight Highlight Die Reitschule ist einfach zu klein geworden - Jetzt Holen wir das Bundeshaus -
    Play Icon
  • unverbesserlich 27.02.2017 17:46
    Highlight Highlight Wenn es Fussballfans sein würden, würde Reto (Ba)Nause wieder alles in kraft setzen... aber bei linken ist es IO!
    • Iko5566 27.02.2017 19:50
      Highlight Highlight Ich bin Fussballfan und links. Bin ich jetzt ein Exot in deiner kleinen Welt?
    • Martin68 27.02.2017 20:07
      Highlight Highlight Die Fussballfans werden vom Rest des Stadtrates auch nicht geschützt!
    • satyros 27.02.2017 20:40
      Highlight Highlight Der Banause hat nicht nur ein Problem mit Fussballfans, sondern auch ein gewaltiges mit der Reitschule. Nicht umsonst wurde ihm vom Gemeinderat das Dossier schon länger entzogen.
  • SLimon 08.03.2016 23:00
    Highlight Highlight behelmte, vermummte und mit Gummischrotgewehren bewaffnete Cops haben auf der Schützenmatte und vor der Reitschule provoziert... Hier ist das speziell erwähnenswert aber bei Fussballfans klammert man das gekonnt aus...
    • Lümmel 27.02.2017 18:31
      Highlight Highlight Nennt mich "unwissend" oder "naiv, aber ich glaube nicht das in der Schweiz schonmal irgendwo bei einem solchen Ereignis die Polizei irgendjemanden bewusst provoziert hat.
      Falls sich aber jemand alleine durch die Anwesenheit der Polizei provoziert fühlt, dann hat er bestimmt kein reines Gewissen.
  • Paco69 08.03.2016 21:55
    Highlight Highlight Zum Glück sitzen linksextreme Gewalttäter nicht im Parlament und haben daher keinen Einfluss auf die Politik. Der politische unbrauchbare Bodensatz scheint darüber äusserst frustriert und greift auf Gewalt zurück und erntet dadurch Gegengewalt.
    • Scott 09.03.2016 08:21
      Highlight Highlight Sie sitzen vielleicht nicht im Parlament, pflegen aber sehr gute Kontakte zu linken Politikern. Ohne diese gäbe es die Reitschule schon lange nicht mehr.
    • Walter Sahli 09.03.2016 10:06
      Highlight Highlight Scott, Du implizierst, dass rechte Politiker den Volkswillen nicht respektieren...
    • Echo der Zeit 27.02.2017 18:04
      Highlight Highlight Zum Glück sitzen linksextreme Gewalttäter nicht im Parlament - Jetzt müssen nur noch die Rechtsexremen aus dem Parlament Geworfen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • auoji 08.03.2016 19:27
    Highlight Highlight Müsste man nicht 20 - 25 Jahre zurückgehen - sehr ähnliches Muster?
  • Asmodeus 08.03.2016 19:17
    Highlight Highlight Ernsthaft? Indymedia wird als Quelle genannt?

    Die Seite ist doch das linke Pendant zur Weltwoche :)
    • Markus Zuercher 08.03.2016 20:28
      Highlight Highlight Indymedia mit der Weltwoche zu vergleichen ist etwa das Gleiche, wie einen brennenden Container mit einem brennenden Asylantenheim zu vergleichen, oder ein Kleinkredit gegen eine Grossbank......nein, nein, so nicht...no pasaran
    • Wehrli 27.02.2017 17:44
      Highlight Highlight No es bitzli Schpanisch am Schluss ... machts so schön Intelektuell. So chli Radio-Lora Style ....
  • Markus Zuercher 08.03.2016 18:39
    Highlight Highlight An alle die immer gleich von Links-Chaoten, ja Extremisten sprechen, schaut euch nur schon das Titelfoto doch mal ein weniger genauer an. Nach meinen Erfahrungen in der linken Scene ist der Typ in der Mitte ( gelblich vermummt, Millitärhosen? ) kein Linker, klar gibt immer Ausnahmen, aber da ja alles geplant war.....sorry, für mich, mit dem Wissen heute, war das ein Angriff, von wem auch immer, aber nicht von Linken gewesen
    • Chrigu91 08.03.2016 19:28
      Highlight Highlight Hess und die junge SVP Kanton Bern haben ja genug Interesse an Unruhen rund um die Reitschule.

      Wer sagt uns, dass nich sie dahinter Stecken?
    • Chlinae_Tigaer 09.03.2016 01:03
      Highlight Highlight Wieso nicht gleich der SVP die Schuld geben?

      Oder den Illuminaten?

      Ach nein, Blocher war der Böse der alles plante.
    • Datsyuk * 09.03.2016 08:17
      Highlight Highlight Chlinae_Tigaer, warst du schon einmal dort?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gantii 08.03.2016 17:39
    Highlight Highlight ach erich, chasch au öpis anders als geg d'ritschuel hetze?

    wärsch besser bim lastwagefahre blibe..
  • TschGadEis 08.03.2016 17:36
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, weshalb Hess' Initiative auf kantonaler Ebene ist? Ich dachte, der Vertrag sei zwischen der Stadt und der Reitschule..?

    Danke
    • din Vater 08.03.2016 18:54
      Highlight Highlight Ich nehme an, weil Hess auf Gemeindeebene keine Chance hat. Sein Initiative wurde in der Stadt Bern vom Stimmvolk ja schon (mehrmals?) abgelehnt. Nun hofft er wohl, dass die Landberner ihm eher helfen werden.
    • Asmodeus 08.03.2016 19:21
      Highlight Highlight Mit Erfolg.

      Die Stadtberner stehen eher hinter der Reitschule als der Rest der Schweiz.

      Bei einer kantonalen Abstimmung dürfte es die IKUR sehr schwer haben Unterstützung zu finden.
    • Datsyuk * 08.03.2016 19:30
      Highlight Highlight Darum geht es (Zitat aus Berner Zeitung, http://www.derbund.ch/bern/stadt/reitschulinitiative-waere-nur-schwer-umsetzbar/story/24570944):
      "Solange die Reitschule besteht, soll die Stadt jährlich 55 Millionen Franken weniger aus dem kantonalen Finanz- und Lastenausgleich bekommen. Mit diesem Druckmittel soll indirekt die Schliessung der Reitschule erreicht werden."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grundi72 08.03.2016 17:14
    Highlight Highlight Programm Heute im „Frauenraum“ in der Reitschule Bern:

    Feierabendbier bei behaglich feministischer Musik – Jukebox/Karaoke Style zum 8. März – WELTFRAUENTAG – refugees welcome!

    So geil, mich schellts fascht :-)
    • Der Beukelark 08.03.2016 18:54
      Highlight Highlight warum? haben frauen in deiner welt keine rechte?
    • Johnny Guinness 08.03.2016 19:36
      Highlight Highlight Ok Grundi merci fuer die Info
    • Echo der Zeit 27.02.2017 18:09
      Highlight Highlight Da geh ich doch glatt mitmachen - danach mit denn Frauen zusammen die Bullen durch die Strassen Jagen.
  • Chrigi-B 08.03.2016 16:23
    Highlight Highlight Eins ist sicher: Eine Lösung ist nicht in Sicht. Wie bei vielen Problemen der Schweiz, da es einfacher ist das Problem zu bewirtschaften und knackige mediale Statements abzugeben als sich mit vollem Einsatz für einen Kompromiss einzusetzen.
  • Against all odds 08.03.2016 16:15
    Highlight Highlight Die 031er ist ein Haufen nachpubertierender verwöhnter Kindsköpfe. Eine wirkliche Botschaft haben sie nicht, ein Gesicht noch viel weniger. Es würde der Reitschule gut anstehen selber ein bisschen erwachsen zu werden und sich von dieser Gruppierung zu distanzieren.
    • oskar 08.03.2016 16:23
      Highlight Highlight genau! und wenn es die verschiedenen gruppierungen der reitschule nicht fertigbringen, sich von solchen vermummten krawallbrüdern zu distanzieren und diesen den zutritt zu verwehren, muss wohl ein mit weitreichenden entscheidungskompetenzen ausgestattetes führungsgremium in der halle installiert werden. dieses kann bei bedarf auch mal durchgreifen. die basisdemokratische organisation der reitschule verhindert ein wirkungsvolles vorgehen gegen solche weichbirnen
  • m:k: 08.03.2016 16:11
    Highlight Highlight Wirklich schade. Die Reitschule wäre doch ein toller Ort. Aber wenn man schon "autonom" sein will, müsste man auch etwas Verantwortung wahrnehmen und sicher nicht Rückzugsort und Versteck für Gewalttäter sein. Man kann nie gutheissen, wenn jemand grundlos Menschen angreift - auch nicht wenn sie politisch auf einer ähnlichen Linie sind.
    Wenn "besorgte Patrioten" Flüchtlingsheime anzünden, sollte dies nicht von Rechten mit der Angst vor Fremdem entschuldigt werden und genauso wenig linksextreme Angriffe auf Polizei und Feuerwehr von Linken als Antwort auf Provokation gerechtfertigt werden.
    • Holy Crèpe 08.03.2016 17:29
      Highlight Highlight guter Kommentar!
  • Walter Sahli 08.03.2016 16:02
    Highlight Highlight Seit ich denken kann, haben die Vorplätzer Puff gemacht (früher die sog. Punks, heute die 031er), während die Reitschüler stets bemüht waren, ein vielfältiges Kulturangebot zu schaffen. Leider ist es nie gelungen, der Öffentlichkeit klar zu machen, dass die eine Gruppe von der anderen ausgenutzt wird und man beide nicht in einen Topf schmeissen sollte.
    • goschi 08.03.2016 17:17
      Highlight Highlight Die "ausgenutzten" Gruppen tun auch nichts dafür, sich von diesen Gruppen zu emanzipieren, im gegenteil wird noch Deckung geboten und alle Straftaten relativiert bis verteidigt, daher hält sich mein Mitleid gerade arg in Grenzen.


      Ich habe als Stadtberner die Reithalle als kulturinstitiution immer unterstützt, aber langsam endet meine Geduld und ich hab das Gefühl auch vieler anderer Berner.
      Und Schuld daran ist nur die Reitschule als ganzes selbst, nicht die "böse Polizei" oder sonstwer, Selbstreflexion wäre jetzt einmal angebracht, es wurde einfach zu oft übetrieben.
    • Walter Sahli 09.03.2016 10:20
      Highlight Highlight goschi, es ist ja eben gerade eines der Grundprinzipien der Reitschüler, nicht auszugrenzen! Auch ich nerve mich seit Jahrzehnten über die Vorplätzler und frage mich manchmal, ob man nicht eine Demo gegen sie organisieren sollte (und das ist die diplomatische Variante!), aber man muss die Haltung der Reitschüler, die auf ihren Grundprinzipien beharren, auch verstehen. Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass nicht wenige Reitschüler schlicht Angst vor den Typen vom Vorplatz haben und sich nicht getrauen, aufzustehen. (Was da passiert, erinnert mich immer wieder an Orwells Animal Farm.)
    • goschi 09.03.2016 11:09
      Highlight Highlight Vielleicht ist das dann einfach ein nicht funktionierendes Prinzip?

      Sich auf das angebliche Grundprinzip rauszureden löst keine probleme, es ist einfach eine "kann man halt nix machen" Ausflucht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paraflüger 08.03.2016 15:28
    Highlight Highlight Unglaublich, dass eine solche Gruppierung mitten in unserer Hauptstadt toleriert wird. Das schlimmste finde ich noch, dass sie sich fragen, weshalb die Polizei mit Schutzausrüstung und Gummischrott zur Halle geht. Klar diesem Pack würde es passen, wenn sich die Polizei schutzlos verprügeln lassen würde. Unverständlich für mich ist, wie sich solche Leute als tolerant bezeichnen können.
  • Fumo 08.03.2016 15:24
    Highlight Highlight Wie kann man sich selbst in einen Video als Linker bezeichnen und danach einen "Tattoo" mit den umkreisten A vorweisen?
    Die sind wirklich zu dumm.
    • NWO Schwanzus Longus 08.03.2016 15:27
      Highlight Highlight Das ist das Zeichen für Anarchismus, eine Ideologie die die Linken oft befürworten.
    • Fumo 08.03.2016 15:31
      Highlight Highlight Ich weiss was das Zeichen bedeutet und nein, weder Kommunisten noch Sozialisten befürworten Anarchie. Eher das Gegenteil.
    • NWO Schwanzus Longus 08.03.2016 15:52
      Highlight Highlight Anarchismus ist aber etwas ganz anders als Anarchie! Anarchie ist wenn es keine Gesetze gibt und alles im Chaos versinkt! Anarchismus ist eine Ideologie die die Freiheit der Menschen in den Vordergrund stellt ohne Gesellschaftsnormen. So das jeder frei ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scott 08.03.2016 15:10
    Highlight Highlight Weshalb werden linke Gewalttäter stets verniedlichend Chaoten genannt? Die sind doch schlimmer als alle Pediga-Anhänger, welche immer wieder mit Nazis bezeichnet werden!
    • Fumo 08.03.2016 15:26
      Highlight Highlight Vermummungs-Tutorial bei Minute 3:25, sie nennen sich Linke, sind es aber nicht.
    • NWO Schwanzus Longus 08.03.2016 15:29
      Highlight Highlight Das stimmt tatsächlich, es wirklich immer Wenn Pegida (mag ich nicht) Demonstriert dann sind die Antifa da und sorgen für Gewalt.
    • Dionysus 08.03.2016 16:20
      Highlight Highlight Fumo 08.03.2016 15:26
      Was sind sie dann wenn keine Linke?
  • Perseus 08.03.2016 15:02
    Highlight Highlight Wie kann man so etwas nur zulassen? Man sollte den ganzen Laden auseinander nehmen und mit voller Härte gegen diese Möchtegern Rebellen vorgehen.
    • Paul_Partisan 09.03.2016 14:37
      Highlight Highlight Freiwillige vor! Währendessen geniesse ich in der Reitschule ein kühles Blondes und warte auf euch ;-)

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

Die Sammlung soll indessen weitergehen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» …

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