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Grosseltern haben kein Recht darauf, ihre Enkel besuchen zu dürfen. (Symbolbild) Bild: shutterstock

Wie ein Schweizer Grosi für ein gesetzliches Enkelbesuchsrecht kämpft

Vor vier Jahren hat Ilse Niederer ihre Enkeltochter das letzte Mal gesehen. Die 75-Jährige kämpft seither für einen gesetzlichen Besuchsanspruch für Grosseltern – nun auch im Parlament.



Ilse Niederer ist stolze Grossmutter eines fünfjährigen Mädchens. Doch gesehen hat sie ihre Enkelin in den vergangenen fünf Jahren erst zwei Mal. «Meine Ex-Schwiegertochter will nicht, dass wir unsere Enkelin sehen. Und ich und mein Mann haben kaum eine Chance dagegen vorzugehen», erklärt Niederer ihre Situation. Die 75-Jährige macht das traurig und wütend.

«Das Besuchsrecht ist ein Menschenrecht.»

Ilse Niederer

Ilse und ihr Mann Marcel Niederer haben bereits viel versucht, um ihr Enkelkind zu Gesicht zu bekommen. «Wir haben eine Mediation zusammen mit der Mutter vorgeschlagen, aber auch das wollte sie nicht», erinnert sich Niederer. Das Ehepaar ging gar bis vor Bezirksgericht, dort blitzte es mit seiner Klage jedoch ab.

Die Niederers lassen sich davon aber nicht entmutigen. Sie kämpfen weiter – nun auch auf politischem Weg. Ende April reichte das Ehepaar eine Petition im Parlament ein. Sie trägt den Titel «Besuchsrecht für Grosseltern» und fordert genau das: Grosseltern sollen in Zukunft gesetzlichen Anspruch haben, ihre Enkel sehen zu dürfen.  

«Sehr viele Eltern leben getrennt voneinander in neuen Familien, da sind die Grosseltern häufig die einzigen stabilen Bezugspersonen», begründet Niederer die Petition und ergänzt: «In der Schweiz haben Grosseltern kaum eine Chance ein Besuchsrecht zu erhalten. Ausser in extremen Ausnahmefällen. In anderen Ländern ist das ganz anders.»  

In der Tat sieht das Schweizer Recht keinen generellen Besuchsanspruch für Grosseltern vor. Geregelt sind die familiären Beziehungen im Zivilgesetzbuch. Laut Art. 274a ZGB haben Verwandte nur unter ausserordentlichen Umständen «ein Recht auf persönlichen Verkehr». Und das nur, wenn es dem Wohle des Kindes dient. 

Anders in Deutschland: Hier wird den Grosseltern im bürgerlichen Gesetzbuch ein Recht auf Kontakt eingeräumt. Auch in Frankreich gewährt der Code Civil allen Verwandten in aufsteigender Linie Anspruch auf persönlichen Kontakt mit den Kindern. 

Ilse Niederer geht noch einen Schritt weiter: «Das Besuchsrecht ist ein Menschenrecht. Die Schweiz hat die internationale Konvention der Menschenrechte unterzeichnet. Und dort drin steht, dass ein Kind das Recht auf Familie hat», so die 75-Jährige. 

Mit ihrer Petition sind die Niederers nicht die Ersten, die das Thema auf politisches Parkett bringen. Bereits vor acht Jahren forderte der ehemalige Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger die gesetzliche Verankerung eines Besuchsrechts für Grosseltern. Er bezeichnet Art. 274a ZGB als «unangemessen und sachfremd» und beschreibt die Betreuung der Grosseltern als «wertvoll und wünschenswert» für die Entwicklung der Enkelkinder. 

Anlass für die Petition gab Freysinger der damalige Fall der Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet. Deren Partner erschoss die damals 34-Jährige und danach sich selbst. Zurück blieb Sohn Kevin, der darauf in eine Pflegefamilie kam und seine Grosseltern nur sporadisch und unter Aufsicht besuchen durfte. 

Image

In Deutschland und Frankreich haben Grosseltern gesetzlichen Anspruch, ihre Enkel sehen zu dürfen. (Symbolbild) bild: shutterstock

Doch Freysingers Forderung scheiterte. Der Bundesrat lehnte die Motion mit der Begründung ab, dass eine gesetzliche Verankerung «nicht opportun» sei. «Der Bundesrat vertritt die Auffassung, dass in erster Linie die Eltern im Rahmen ihrer elterlichen Rechte und Pflichten den Kontakt ihres Kindes zu den Grosseltern zu bestimmen haben», heisst es in der Begründung. 

Freysinger begrüsst es, dass nun Private seinen Kampf weiterführen. Auch für Ilse Niederer ist die Zeit reif: «Das Gesetz wurde zu einer Zeit verfasst, wo es noch nicht so viele Scheidungskinder gab. Die Gesellschaft hat sich verändert. Das Recht sollte es auch tun.»

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 17.05.2018 22:33
    Highlight Highlight 2) Ich konnte mit ihr über alles sprechen, was mich bewegte.
    Bei meiner Mutter war ich nichts.

    Oft wird es auch so sein, dass der Mutter des Kindes einfach die Art der Grossmutter/Vater nicht passt, weil sie vielleicht ziemlich anders ist. Aber Kinder brauchen Vielseitigkeit, ganz unterschiedlische Menschen, zu denen sie Kontakt haben können.
  • Maya Eldorado 17.05.2018 22:30
    Highlight Highlight Die ganze Geschischte ist verkehrt aufgezogen. Nicht Grosseltern sollten das Recht haben auf die Grosskinder, sondern die Kinder auf ihre Grosseltern.

    Als Kind ging ich sehr gerne zu meiner Grossmutter väterlicherseits. Meine Mutter sah das gar nicht gerne. Sie hielt nicht viel von der Verwandtschaft von meinem Vater. Wenn ich zu meiner Grossmutter in die Ferien ging, gab mir meine Mutter das zu spüren auf eine sehr unschöne Art. Am liebsten wäre ich für immer bei meiner Grossmutter geblieben, weil sie mich mit meinen Sorgen ernst nahm.
  • Crue321 17.05.2018 22:22
    Highlight Highlight Ist denn das Kind nie beim Vater? Warum können die Großeltern den Enkel nicht in dieser Zeit sehen? Das kann die Mutter ja nicht verbieten. Ich finde dieses „Recht“ sollte nur vergeben werden wenn ein Elternteil gestorben ist und es darum schwierig wird. Meine Schwiegereltern müssten mir auch nicht in meiner Zeit kommen, sie wollen die Kinder sehen. Dafür ist unser Verhältnis schlicht zu schlecht!
    • Ms. Song 18.05.2018 09:28
      Highlight Highlight Es geht aber nicht um das Verhältnis zwischen Dir und Deinen Schwiegereltern. Als Elternteil hast Du so etwas auf die Seite zu schieben. Deine Kinder haben ein Recht auf ihre Grosseltern und ein Recht auf eine eigene Beziehung und eine eigene Meinung. Egal wie doof Du Deine Schwiegereltern findest, bleiben sie die Grosseltern Deiner Kinder. Und hier geht es nicht um Dichsondern um Deine Kinder.
    • Crue321 18.05.2018 21:58
      Highlight Highlight Die Schwiegereltern können ihre Enkel sehen so oft sie wollen; in der Papa Zeit. Da können sie sich ihre Meining und ihre Beziehung bilden; alles andere geht mir zu weit!
  • Zap Brannigan 17.05.2018 19:51
    Highlight Highlight Ein solches Recht nützt dem Grosi in der Praxis wenig. Wenn die Mutter nicht will, müsste Grosi das Besuchsrecht polizeilich durchsetzen lassen. Ich kenne geschiedene Väter, denen es genau so geht. Die Kinder von der Polizei aus der Wohnung der Mutter holen lassen ist zwar juristisch möglich, aber kaum etwas was man als Vater oder Grosi den Kindern antun will.
  • Ms. Song 17.05.2018 16:30
    Highlight Highlight Als sich meine Mutter von meinem Vater trennte, versuchte sie ihn und seine Familie total aus unserem Leben zu verbannen. Sie erzählte allen mein Stiefvater sei mein Vater und sagte mir, mein Vater wolle mich nicht sehen. Ich vermisste meinen Vater und meine Grosseltern und es verletzte mich, dass sie mich nicht mehr wollten. Erst Jahre später habe ich die Wahrheit erfahren. So etwas sollte nicht möglich sein. Es darf nicht sein, dass eine Mutter ihr Kind der Familie bewusst und ohne triftigen Grund vorenthalten darf. Ein Kind ist nicht das Eigentum seiner Mutter. Vergisst das nie.
    • who cares? 17.05.2018 17:46
      Highlight Highlight Das hat aber mehr mit dem Besuchsrecht des Vaters zu tun, als mit dem der Grosseltern?
    • Ms. Song 18.05.2018 08:39
      Highlight Highlight Nein, hat es nicht. Es gab keinen Grund oder richterlichen Beschluss, weshalb die Familie mich nicht sehen durfte. Meine Mutter zog mit mir weit weg, nahm das Telefon nicht ab, lies Briefe und Karten für mich verschwinden, lehnte alle Terminvorschläge meiner Familie ab. Gleichzeitig manipulierte sie mich und sagte ständig, wie gemein es sei, dass meine Familie mich nicht sehen will. Sie wollte mich für sich haben und ihre Vergangenheit vergessen. Sie hatte ja einen neuen Mann und eine neue Schwiegerfamilie. Da haben die alten nur gestört.
    • Crue321 18.05.2018 22:05
      Highlight Highlight Das ist sehr schmerzhaft und ziemlich unfair von Deiner Mutter. Hat denn Dein Vater nie per Gericht versucht, Dich zu sehen? Als Vater hätte er ja ganz andere Möglichkeiten als die Großeltern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilW 17.05.2018 15:40
    Highlight Highlight Ich kenne solche Fälle und bin der Meinung, dass die Grosseltern zumindest gesetzlich eine Möglichkeit verdient hätten, auf Verlangen oder Antrag bei einer Behörde ein regelmässiges Besuchsrecht zu erhalten, wenn die Eltern die Enkel ohne Grund von ihnen fernhalten. Ich verstehe aber grundsätzlich auch Elternteile nicht, die ein Enkel grundlos von den Grosseltern ferhalten.
    Ebenso Kinder in eine Pflegefamilie zu geben - anstatt den Verbleib in der Familie bei den Groseltern vorzuziehen, verstehe ich wohl nie (liebe KESB).
    • Asho 18.05.2018 00:10
      Highlight Highlight Ich bin auch für den Verbleib in der Familie, sofern dies möglich ist. Es gibt aber verschiedenste Konstellationen, in welchen es schlicht nicht das Beste ist. Wenn das Kind zB 3 Jahre ist und die Grosseltern +75, dann werden sie das Kind wahrscheinlich nicht bis zur Volljährigkeit aufziehen können. Schwerwiegende Krankheiten oder Todesfälle der nächsten Bezugspersonen wären weitere extreme Belastungen für das Kind. Oder wenn das Omi schon sehr viel Zeit in die Pflege des nicht mehr so „zwägen“ Grosspapi investieren muss, kann ein pubertierender Jugendlicher die Belastungsgrenze sprengen. Etc
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 17.05.2018 13:37
    Highlight Highlight Der Witz des Tages: Oscar Freysinger so: "... Die Gesellschaft hat sich verändert. Das Recht sollte es auch tun."

    Ja grad du brauchst so ein Argument um deine Meinung zu vertreten. Für den ist das Wort "Veränderung" allein ein Grund sich mit der Flinte eingerollt unterm Bett zu verstecken um dann in Ruhe und für sich alles zu Hassen
  • papipapo 17.05.2018 13:32
    Highlight Highlight Das Kind hat tatsächlich Anspruch auf Kontakt mit den Grosseltern. Das ist tatsächlich ein Menschenrecht. Einzuschränken oder Abzulehnen wäre dieser nur, wenn das Kind dadurch gefährdet wird. Ob den Eltern das passt oder nicht ist dabei nicht relevant, da es schlussendlich ein Recht des Kindes ist. Mein Kind hat auch Kontakt mit den Eltern meiner Ex-Frau. Da kriege ich Krätze, muss das aber hinnehmen. Er ist ja genug clever und lernt bei diesen Kontakten u.a. viel über Menschen.
    Hut ab und viel Glück Fr. Niederer.
  • AndreaHadorn 17.05.2018 13:20
    Highlight Highlight Eigentlich geht es doch um das Recht des Kindes, seine Herkunft und Verwandtschaft zu kennen. Dabei geht der Schutz des Kindes vor. Es braucht Menschen, die sich für den Kontakt zwischen Grosseltern und Enkelkindern einsetzen, z.B. begleitete Tage anbieten, damit Grosseltern diese den Eltern vorschlagen und schenken können. Auf alle Fälle ein sehr emotionales Thema, wie der Artikel und wie die Diskussion zeigt.
  • lesle 17.05.2018 13:19
    Highlight Highlight Ich würde dagegen Stimmen, dass Grosseltern ein Besuchsrecht erhalten. Das geht gar nicht. Es gibt meist gute Gründe weshalb Eltern das nicht wollen. Es dient dem Kinde auch überhaupt nicht, wenn da noch die Grosseltern auf eine Beziehung pochen, die sonst keiner will.
    Grosseltern hatten ihre Zeit bereits mit ihren eigenen Kindern. Sie haben kein anspruch auf ihre Enkelkinder. Entweder die Beziehung lässt ein gutes Verhältniss zu oder eben nicht. Wäre ja noch schöner, danach kommt dann die Tante und der Onkel und wollen auch noch ihre Rechte am Kind. Gehts noch?!
  • Amarama 17.05.2018 13:17
    Highlight Highlight Ich verstehe die grosseltern absolut, tragisch aber das man selbst so etwas mit gesetzen und rechten regeln will...
  • Mélisande 17.05.2018 12:36
    Highlight Highlight Ein Recht geht auch immer daher mit einer Pflicht. Pflicht für die Grosseltern, das Grosskind zu hüten? Nein. Aber auch nicht das Recht. Das dürfen die Eltern der Kinder entscheiden, sie tragen ja auch die Verantwortung.
  • nick11 17.05.2018 12:29
    Highlight Highlight Grundsätzlich soll niemand ausser der Eltern ein "Recht" auf Besuch haben. Es liegt in der Verantwortung der Eltern zu entscheiden, wer dem Kind schadet oder nicht.
    Zwifelt man die Entscheidungsfähigkeit der Eltern an, so kann man sich beim Kesb melden.
    • AndreaHadorn 17.05.2018 13:01
      Highlight Highlight Wär gut, aber: Die KESB geht nicht auf Grosseltern ein, wenn sie bereits in der Familie tätig geworden ist.
  • Henri Lapin 17.05.2018 11:10
    Highlight Highlight Hat der Sohn dieser Grosseltern keinen Kontakt zu den Kindern?
  • Unicron 17.05.2018 10:31
    Highlight Highlight Ich sehe wirklich nicht ein warum man das einführen sollte. Die Eltern sollen doch selber entscheiden mit wem ihre Kinder Kontakt haben. Und wenn die Beziehung der Eltern zu deren Eltern so zerrüttet ist dass sie ihnen ihre Enkel nicht besuchen lassen wollen, dann hilft ein gesetzlich geregeltes Besuchsrecht ganz bestimmt auch nicht.
    • bokl 17.05.2018 11:36
      Highlight Highlight @Unicorn
      Die Kindern sollen selber entscheiden können. Kinder sind nicht Eigentum ihrer Eltern.
    • nick11 17.05.2018 12:21
      Highlight Highlight genau, ein 1 Jähriges Kind soll das entscheiden ^^
    • Unicron 17.05.2018 12:28
      Highlight Highlight @Bokl
      Sie sind aber noch nicht volljährig und somit nicht mündig. Ein 7 jähriger ist super leicht zu manipulieren und sollte eben keine wichtigen Entscheidungen selber treffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LukasderErste 17.05.2018 10:23
    Highlight Highlight Finde ich eine gute Forderung, die Grosseltern haben ein Recht darauf, ihre Kinder zu sehen (auch wenn es ganz sicher kein Menschenrecht ist!).
    • Gar Manarnar 17.05.2018 11:56
      Highlight Highlight So gesehen haben sie aktuell eben kein Recht darauf (vgl. Gerichtsentscheid).
  • LookatLuki 17.05.2018 10:14
    Highlight Highlight Bedauerlicherweise dürfte sich die Meinung des Bundesrates und des Parlaments nicht geändert haben. Erst im Juni 2017 stimmte der Nationalrat das letzte mal über einen Vorstoss zu diesem Thema von CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer ab (Po. 15.3724) und lehnte diesen auf Empfehlung des Bundesrates ab.
  • Maya Eldorado 17.05.2018 10:03
    Highlight Highlight Meine Nachbarin hat ihre Grosskinder noch nie von nahem gesehen. Sie wohnen im gleichen Dorf.
    Ihr Sohn ist sehr verletzt, weil sie sich von ihrem Mann / seinem Vater getrennt hat.
    Ihre Grosskinder sind inzwischen so um die 16 Jahre alt. Es sind zwei.
  • Katzenseekatze 17.05.2018 09:55
    Highlight Highlight Traurig. Keine Lösungen?
  • Maranothar 17.05.2018 09:35
    Highlight Highlight Mal ein neuer Ansatz zur Definition von Familie.
    Können wir bei der Gelegenheit die ganzen anderen Altlasten auch gleich abschaffen?
  • DerSimu 17.05.2018 09:27
    Highlight Highlight Bin geteilter Meinung. Klar ist es in dem Fall absolut daneben, den Besuch zu verbieten. Aber da gibt es auch andere Fälle, in denen die Eltern manipulieren und Wut schüren, wo es nur geht, das Kind schon fast indoktrinieren.

    Grundsätzlich sollte der gesunde Menschenverstand ja helfen, nur haben den leider nicht alle.
  • Pascal91 17.05.2018 09:15
    Highlight Highlight Nee sorry, sehe echt nicht wieso Grosseltern ein solches Recht haben sollten. Das liegt doch in der Verantwortung der Eltern. Hätte ich Kinder, würden die ihre Grosseltern sehr oft sehen, versteht mich nicht falsch. Aber ich hatte auch gute Eltern. Viele können das leider nicht sagen und wollen deshalb, dass die Grosseltern nicht auch noch den Enkel schaden.
    • meine senf 17.05.2018 11:22
      Highlight Highlight Das Problem ist: Was ist mit jenen, die keine "guten" Eltern haben?
    • Nik G. 17.05.2018 11:30
      Highlight Highlight Ich finde das Recht auch eher schwierig. Ich würdeaber weiter gehen und sagen, dass die Verantwortung beim Kind liegt. Ein Kind kann selber sagen ob es die Grosseltern überhaupt sehen oder besuchen will.
    • Tekk 17.05.2018 11:53
      Highlight Highlight Genau so ist es...Danke!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sark 17.05.2018 09:14
    Highlight Highlight Ich finde nicht, dass es hierzu ein Gesetz braucht. Natürlich kann eine Verweigerung von Besuch für Grosseltern eine Schikane sein oder als „unfair“ wahrgenommen werden. Andererseits heisst blutsverwandt zu sein nicht automatisch, dass ein gutes Einvernehmen bestehen muss. Für mich wäre es eine Katastrophe, müsste ich meinen Vater regelmässig sehen, nur wegen seinem Besuchsrecht in Bezug auf meinen Sohn. Es gibt Gründe, warum er kein Teil ist meines Lebens ist. Und dafür will ich mich nicht vor Behörden rechtfertigen müssen.
  • Passierschein A38 17.05.2018 09:02
    Highlight Highlight Also klar ist es schade und schlimm, wenn du als Grosseltern deine Enkel nich sehen kannst/darfst.
    Wenn aber ein Anrecht bestehen soll, dann wahrscheinlich auch eine Pflicht...
    Und weder noch find ich gehört ins Gesetz - teilweise aus gutem Grund!
    Wenn du es mit deinen (erwachsenen) Kindern und deren Partner verkackst, dann hast du halt Pech gehabt! Die wissen schon warum...!
  • IchSageNichts 17.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Finde es sollte nur in Scheidungsfällen, Todesfall etc vom Gericht bestimmt werden können ob die Grosseltern Besuchsrecht erhalten. Ein generelles Besuchsrecht bei "normalen" Familiensituationen finde ich sehr heikel. Man ist ja mit dem Sohn/Tochter zusammen wegen ihm/ihr und nicht weil man die Schwiegereltern mag.
    Und dann kommen dann plötzlich die Tanten und Önkel auch noch weil es irgendwann mal einen Fall gab bei dem das opportun gewesen wäre...
    • who cares? 17.05.2018 10:35
      Highlight Highlight Absolut! Wenn die Eltern den Grosseltern den Kontakt zu ihren Kindern verweigern, hat das meist gute Gründe.

      Falls die Grosseltern das Gefühl haben, dem Kind geht es nicht gut, können sie sich an die Kesb wenden.
    • riqqo 17.05.2018 10:55
      Highlight Highlight Die Önkel. Herrlich.

      Zum Thema: Die Grosseltern wollen ja vielleicht auch nicht dich sehen, sondern das Kind? Warum soll man ihnen dieses Recht nicht geben? Ich genoss die Nachmittage bei meinen Grosseltern sehr.

      Aber ja: Lieber die Kids für Geld in Krippen stecken und von 'unbekannten' Menschen betreuen lassen, während die Grosseltern daheim sitzen, aber die Kids gratis und mit Freude aufnehmen würden…
    • maljian 17.05.2018 11:38
      Highlight Highlight @riqqo
      Es kommt auch immer auf das Verhältnis zwischen den Grosseltern und Eltern drauf an.

      Das Verhältnis meines Mannes zu seinen Eltern ist nicht so gut. Wir werden sehen, wie sie sich dann mit ihrem Enkel Verhalten. Sollte es in eine Richtung gehen, die meinem Mann nicht gefällt, dann werden sie das Kind wohl nur sehr sporadisch zu sehen bekommen.

      Auch bei dieser Entscheidung geht es dann ums Wohl des Kindes.
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