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Johann Schneider-Ammann: Nicht zufrieden mit den hiesigen Mittelschulabgängern.
Bild: KEYSTONE

«Herr Schneider-Ammann, Sie haben da einen Fehler ...» – offener Brief eines Mathe-Versagers

Bildungsminister Johann Schneider-Ammann reagiert auf das Klagen der Hochschulen, die Maturanden seien nicht mehr in der Lage, Hochschulstudien aufzunehmen. Ungenügende Noten sollen deshalb künftig nicht mehr kompensiert werden können. Das ist völlig falsch. 

25.04.16, 17:50 27.04.16, 04:52


Sehr geehrter Herr Bundesrat Schneider-Ammann

Etwa im Jahr 1998, zwei Jahre vor der Matur hatte ich eine kleine Unterredung mit meiner Klassenlehrerin. Sie war der No-Bullshit-Typ und deshalb war es eine sehr kurze Unterredung. Sie lautete in etwa folgendermassen:

«Sie, Maurice, Herr Baumgartner kann Ihnen in Mathematik eine Eins geben, das wissen Sie. Jeder weiss, dass Sie nichts können da. Er wäre aber auch dazu zu bewegen, Ihnen eine Zwei zu geben, dann kommen Sie vielleicht bis zur Matur durch. Sie müssen mir aber jetzt versprechen, dass Sie nicht an die ETH gehen, keinen Numerus Clausus probieren und nicht Wirtschaft studieren.» – «Ok, keine ETH, keine Medizin, keine Wirtschaft, kein Problem. Versprech' ich.»

Obwohl die Unterredung kurz war, hatte sie entscheidenden Einfluss auf meinen weiteren Werdegang. Weil man in unserem Jahrgang die ungenügenden Noten noch nicht doppelt mit guten Noten kompensieren musste, konnte ich den Zweier in Mathematik mit guten Noten in anderen Fächern ausbügeln und erhielt ein Maturzeugnis. 

15 Jahre später schloss ich an der Universität Zürich mit recht guten Noten ab und habe auch einen kleinen Beitrag zur Geschichte der Schweizer Armee und ihrer grössenwahnsinnigen Offiziere im Ersten Weltkrieg geleistet. 

Wäre es nach Ihnen gegangen, Herr Schneider-Ammann, und nicht nach meiner Klassenlehrerin, dann wäre das nicht möglich gewesen. Und geht es jetzt nach Ihnen, dann ist es künftig auch nicht mehr möglich, mit einer ungenügenden Mathematik-Note an einer Universität Geschichte oder Literaturwissenschaften zu studieren. Und es wäre auch nicht mehr möglich, mit einer ungenügenden Deutsch-Note Elektrotechnik, Maschinenbau oder Molekularbiologie zu studieren. 

Muss der Literaturwissenschaftler quadratische Gleichungen beherrschen? Oder der Molekularbiologe den deutschen Genitiv? 

Natürlich nicht. 

Zugegeben: Dem Problem, dass Studienanfänger in der Schweiz keine fehlerfreien Texte auf Deutsch verfassen können und nicht wissen, wie viele Nullen ein Mega hat, können Sie mit strengeren Kompensationsregeln vielleicht beikommen. 

Trotzdem machen Sie damit einen Fehler.

Denn wenn Sie nur noch die in natur- wie geisteswissenschaftlichen Gebieten gleichermassen begabten Mittelschulabgänger an die Hochschulen lassen, dann lassen Sie das Potential aller derjenigen, die auf nur einem Gebiet talentiert und motiviert sind, brach liegen. Und die sind die klare Mehrheit.   

Ich hätte deshalb zwei Bitten an Sie: 

  1. Wenn Sie vermeiden wollen, dass sich Mathe-Low-Performer in die Naturwissenschaften verirren und funktionale Illetristen in die Geistes- und Sozialwissenschaften, dann machen Sie es wie meine Klassenlehrerin und heben Sie die Passepartout-Funktion der Maturität für alle Studienrichtungen auf. Immatrikulationen in zahlenlastigen Fächern sind für ungenügende Mathe-Maturanden ausgeschlossen und für die sprachlich Ungenügenden sind die Geisteswissenschaften tabu. 
  2. Wenn Sie vermeiden wollen, dass es überhaupt Schülerinnen und Schüler gibt, die nicht lesen, schreiben und quadratische Gleichungen lösen können, dann setzen Sie sich als Führungs- und Integrationsfigur bürgerlicher Parteien doch in den Budget- und Steuerdebatten ebenso sehr für den Bildungssektor ein wie beispielsweise für die hochsubventionierte Landwirtschaft oder die weiterhin unbesteuerten Kapitalgewinn-Bezüger, sprich Grossaktionäre. Dies dünkt mich der nachhaltigere Ansatz, gute Studenten zu machen als an den Kompensationsregeln bei Matur-Noten zu schräubeln. 

Es grüsst Sie hochachtungsvoll 

Maurice Thiriet
Lic. Phil. I und Mathematik-Null  

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lopsi 26.04.2016 10:32
    Highlight Hat irgendwas, das dieser Typ angefasst hat, jemals zu etwas Gutem geführt? Himmel, wer hat den gewählt und wann kommt er endlich weg? Das ist der unfähigste Bundesrat seit Jahren.
    32 5 Melden
    • teha drey 27.04.2016 09:19
      Highlight @Lopsi: Wahrscheinlich interessiert es Sie nicht. Aber kennen Sie den Unterschied zwischen dem Journalisten Thiriet und Ihnen? Hier: Während Thiriet eloquent, humorvoll und mit einem ansprechenden Mass an Respekt einem Bundesrat widerspricht, kommt von Ihnen eine Ansammlung frecher, respektloser Anwürfe, die Sie, ich wette, niemals die Eier hätten, dem Bundesrat direkt ins Gesicht zu sagen. Ich glaube, Sie haben den Text nicht einmal gelesen. Sie haben das Bild gesehen und ihre Sätze in die Tastatur gewürgt.
      3 1 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 26.04.2016 09:54
    Highlight Die zwei Bitten am Schluss sprechen mir aus dem Herzen! Wer eine Null in Mathe ist, wird wohl kaum den Traum haben, Naturwissenschaften zu studieren und wer sprachlich nicht ganz auf der Höhe ist, wird sich ebenfalls nicht den Geisteswissenschaften widmen. Daher wäre die Lösung, die Herr Thiriet vorschlägt doch optimal.
    Und der zweite Punkt spricht sowieso für sich selbst! Das Problem muss doch an der Wurzel angepackt werden und nicht erst beim Übergang von Gymi an die Uni. Aber ja, die Bildung ist ja nicht so wichtig, wie die Bauern, die Armee oder unsere Superreichen...schade..
    27 2 Melden
  • DerTaran 26.04.2016 08:31
    Highlight Schneider Ammann will nur Bildungskosten sparen und noch weniger schweizer Akademiker ausbilden. Die Maturaquote ist in der Deutsch-Schweiz schon jetzt völlig ungenügend um den Eigenbedarf an studierten Arbeitnehmern zu befriedigen. Aber das ist ihm und allen schweizer Bildungsverantwortlichen egal, schliesslich ist es viel billiger andere Länder Studenten ausbilden zu lassen um sie dann zu importieren.
    27 0 Melden
    • DerTaran 26.04.2016 08:55
      Highlight
      Das Schweizer Bildungsniveau ist mit Ausnahme des Gymnasiums unglaublich tief. Die Sek A ist mit dem europäischen Realschulabschluss nicht zu vergleichen, sie ist mit effektiven 7.5 Jahren Schulbildung bestenfalls ein Hauptschulabschluss (9 Jahre Schule minus 1.5 Jahre Jobsuche und Bewerbung im Unterricht). Aber wer will schon gebildeter Bürger?
      Das Unverständliche dabei, wir geben international gesehen viel mehr Geld für Bildung aus als andere Staaten, unsere Akademikerquote ist dafür ein bescheidenen Resultat.
      9 24 Melden
    • Itschy 26.04.2016 09:46
      Highlight Du hast keine Ahnung von unserem Schulsystem! Ich bin Niveau A Lehrer und deine Behauptung ist schlichtweg lächerlich.
      20 2 Melden
    • bibaboo 26.04.2016 10:13
      Highlight Ich war über länger Zeit Nachhilfelehrer von Sek A Schülern und aufgrund meiner Erfahrungen muss ich Ihnen schlichtweg recht geben. Der Niveauunterschied zwischen Sek A und Gymnasium ist horrend.
      7 2 Melden
    • Lopsi 26.04.2016 10:34
      Highlight Den Fachkräftemangel mit inländischen Absolventen beheben zu wollen, war noch nie ein Ziel. Der hat immer nur so getan.
      12 0 Melden
    • DerTaran 26.04.2016 17:18
      Highlight Ich habe als Vater 2 Kinder durch das Schweizer Schulsystem schleusen müssen. Doch ich habe eine Ahnung. Ich war und bin entsetzt, wie wenig meine Kinder in der Sek A gelernt haben. Die Vorstellung was den Kindern in der Sek B und C an Bildung entgeht lässt mich erschrecken.
      In der Schweiz hat man leider keine Ahnung wie hoch das allgemeine Niveau im Ausland ist und glaubt deshalb dem Mythos, das Schweizer Schulsystem sei gut.
      7 2 Melden
  • cassio77 26.04.2016 04:08
    Highlight @ maurice thiriet: bezeichnend aber, dass "Schneider-Ammann" bereits im Titel einen Fehler enthält. Ganz unrecht mag er wohl nicht haben ;-)
    23 0 Melden
    • corsin.manser 26.04.2016 04:19
      Highlight Haha, der ist gut :) Danke für den Hinweis, hab's angepasst!
      12 2 Melden
    • cassio77 26.04.2016 05:30
      Highlight Well done ;-)
      7 0 Melden
  • Ignorans 26.04.2016 01:11
    Highlight In meiner Kanti bekam man eine 2, wenn man seinen Namen richtig aufs Blatt schrieb...
    Nie verstanden wie man eine Note unter 3 bekommen kann, wenn man sich auch nur minim Mühe gegeben hat...
    13 9 Melden
    • cassio77 26.04.2016 05:33
      Highlight Phu, Latein: 1.5, Wörtertest...
      8 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 26.04.2016 08:51
      Highlight Bekam mal in Spanisch mündlich eine 1 ins Zeugnis.
      1 0 Melden
    • Timmy :D 26.04.2016 21:04
      Highlight @Toerpe Zwerg Da hat jemand wohl nur Spanisch verstanden.
      3 0 Melden
  • kiawase 25.04.2016 23:30
    Highlight wir leben in zeiten wo die bürokraten immer mehr überhanf gewinnen; leute mit vernünftigen vorschlägen wie zb oben gibt es immer weniger.
    17 2 Melden
    • Rafa D 26.04.2016 08:56
      Highlight überhanf klingt doch spannend 😁
      23 0 Melden
  • stregepe 25.04.2016 23:18
    Highlight Ich verstehe JSA durchaus. Als Geschichtsstudi brauche ich die Naturwissenschaften auch nicht allzu häufig und trotzdem wäre ich über bessere Kenntnisse glücklich. Doch diese Kenntnisse muss man nicht erst auf gymnasialem Niveau eintrichtern (wie's JSA wohl im Sinn hat) sondern die Begeisterung für die Naturwissenschaften (auch für Mädels) muss bereits früh in der obligatorischen Schulzeit vermittelt werden. So oder so gibts zu viele Maturanden. Ob man die Matura schwieriger oder eine Berufslehre attraktiver machen sollte sei dahingestellt.
    22 3 Melden
    • cassio77 26.04.2016 05:38
      Highlight Die Frage, ob Gymi oder Lehre ist nicht ganz richtg, es gibt ja noch Alternativen. Und diese Alternativen müssten dann wahrscheinlich ausgebaut werden, denn es werden nicht automatisch mehr Lehrstelken geschaffen, weil wir weniger Gymnasiasten haben, auch wenn es heute offenbar noch viele unbesetzte Plätze hat.
      8 2 Melden
    • Thinkerer 27.04.2016 12:38
      Highlight Zu viele Maturanden gibt es mE NICHT.
      0 0 Melden
  • gfc 25.04.2016 23:09
    Highlight Aufnahmeprüfung für die Kanti (Gymi):
    Deutsch: 5
    Mathe: 5
    Französisch: 2.5

    Das war vor 20 Jahren. Inzwischen Matur und Master mit Topnoten gemacht. Und Französisch kann ich immer noch nicht.

    Mut zur Lücke!
    59 2 Melden
    • romano-fl 26.04.2016 06:47
      Highlight 8 Jahre Gymi in Französisch durchgequält...nur im Maturajahr über einen Vierer gekommen...
      Heute mit einer Französin verheiratet...et on ne parle que français...
      ...fehlte wohl an der Motivation😗...

      ...und die Sprachen werden zu 95% nur auf Schreiben gedrillt, statt den Leuten das sprechen (sic...) zu lernen!!!
      28 1 Melden
    • EvilBetty 26.04.2016 08:44
      Highlight ... zu lehren ;)
      14 0 Melden
  • niklausb 25.04.2016 22:59
    Highlight Gut gebrüllt Löwe!
    6 2 Melden
  • Jannabis420 25.04.2016 22:41
    Highlight Die Gesellschaft immer mehr hoch pushen, immer mehr Leistung fordern, man muss unfehlbar sein, jede noch so kleine menschliche Schwäche muss ausgemerzt werden, so erscheint mir die Forderung von JSA. Tatsache ist doch, das Schulnoten allein nicht zwingend etwas über den Intellekt und das Potential eines Menschen aussagen. Meiner Meinung nach werden sowieso schon "Inselbegabungen" oder Personen die nur in wenigen Fächern (dafür) sehr begabt sind zu wenig gefördert. Zudem gibt es auch Akademiker, welche Ihren "Erfolg" nur erreichen, indem Sie pausenlos am büffeln sind.
    48 2 Melden
  • smots 25.04.2016 22:29
    Highlight an der kantonsschule solothurn ist das alles nicht möglich, weil man um zu bestehen ausser den kompensationspunken, zusätzlich noch mit den fünf schlechtesten noten 19 punkte erreichen muss. das heisst eine 3 und vier mal eine 4 sonst fliegt man. so viel zu einheitsmatur
    15 2 Melden
    • Ignorans 26.04.2016 01:24
      Highlight Da kannst du ja eine 1 haben und kommst durch!!! (z.B. mit 4, 4.5, 4.5, 5)
      4 1 Melden
  • stoeffeli 25.04.2016 22:15
    Highlight 2/2 Ich verstehe nicht wieso ich, von klein auf naturwissenschaftlich interessiert, 5 Lektionen die Woche in Franz hocken musste (gelernt habe ich dafür sowieso nicht). Ich hätte lieber mehr Bio, Chemie etc. gemacht. Das hätte mir auch im Studium was gebracht. Man muss sich den Fehler eingestehen und wieder Typenmaturen einführen. Ja, dann muss sich halt der 14jährige entscheiden ob er lieber Sprachen lernt oder im Labor steht, aber ich glaube das bringen die meisten ohne Probleme hin. Ich persönlich wäre mit einer naturwissenschaftlichen Matur motivierter und besser vorbereitet gewesen.
    27 4 Melden
    • Pinga 25.04.2016 22:33
      Highlight Wo warst denn du im Gymi? Also ich hatte zwar such bis zum Schluss Franz aber habe mit Bio/Chemie noch eine zusätzliche Naturwissenschaftliche Note im Maturzeugnis und auch 4 Wochenstunden mehr Bio/Chemie gehabt als die anderen Profile...?
      10 0 Melden
    • stoeffeli 25.04.2016 22:55
      Highlight Kreuzlingen, ich hatte dank "Schwerpunktfach" BioChemie ebenfalls zusätzlich 4 Lektionen. Mehrwert davon war jämmerlich. Ich hatte immer noch Grundlagen Bio & Chemie und somit den gleichen Stoff einfach ein 2. mal etwas vertiefter. Ich habe meine Zeit in den meisten Fächern mit lesen des Wissenschaftsteils der nzz oder Fachbüchern verbracht. Die Lehrer interessierte das nicht oder sagten nichts solange meine Noten genügend gut waren.
      6 1 Melden
    • niklausb 25.04.2016 23:02
      Highlight Der sek oder real schüler mus sich auch mit 14/15 entscheiden was er denn als beruf erlernen will finde als diese aufgabe gerade für gymeler keine riesen sache
      13 2 Melden
    • Pinga 26.04.2016 01:15
      Highlight Dann hattest du Pech mit dem Lehrer oder/und mit dem Lehrplan; bei uns wurden im Schwerpunkt andere/neue Themen behandelt, und da wir eine reine BioChemieKlasse waren wurden dementsprechend auch die Grundlagen eher vertieft besprochen, andererseits hatte unsere Franzlehrerin keine allzu grossen Erwartungen an uns und korrigierte auch dementsprechend, sodass wir trotz üblen Leistungen einen ungefähr genügenden Schnitt hinbekommen haben.
      Das mit dem Lesen in der Stunde kann ich verstehen; habe ich in Deutsch auch immer gemacht; das lag aber mehr am Lehrer als am Fach ansich...
      7 0 Melden
  • humpfli 25.04.2016 22:12
    Highlight Anstatt bei den Schülern mehr zu fordern sollte man vielmehr bei den Lehrern ansetzen. Ich habe genug erlebt, wie es manche Lehrer hoffnungslos zu erklären versuchten, weil es nur schon an der Ordnung und Struktur im Unterricht scheiterte. Viel sinnvoller wäre es, in der Lehrerausbildung sinnvolle Lehrstrategien zu lehren.
    24 2 Melden
    • kiawase 25.04.2016 23:31
      Highlight stimmt, es gibt prozentual ziemlich sicher mehr schlechte lehrer als schüler. hat doch jeder erlebt oder ?
      9 3 Melden
    • humpfli 25.04.2016 23:48
      Highlight @kiawse Ich will nicht die Lehrer bemängeln. Dass sie nach dem Studium eine andere Fachsprache gewohnt sind ist klar, aber mein Physiklehrer beispielsweise hatte nicht mal einen strukturierten Unterricht: Er wusste nicht mehr was als nächstes kommt, durchsuchte 5min den ersten Ordner, dann den nächsten... Wenn ihm ein Thema gefiel, gings im Unterricht doppelt so schnell voran. Ich könnte noch viel schlimmeres von anderen Lehrern erzählen.
      9 0 Melden
  • stoeffeli 25.04.2016 22:08
    Highlight 1/2 Das grösste Problem ist das jeder Kanton was anderes wurstelt.. Kanton TG als Beispiel ist eine einzige Katastrophe (eigene Erfahrung verglichen mit Winterthur/Zürich). Man hat in 4 Jahren mehr Französisch als Bio, Chemie und Physik zusammen. Gleiches für Englisch und Deutsch. Mein Stundenplan bestand zu 50% aus Sprachen. Ein grosser Teil meines Jahrganges musste anschliessend eine Lehre (direkt/Uni durchgefallen) machen. Aus meinem Freundeskreis haben viele technisch/naturwissenschaftlich Interessierte direkt den Weg via Lehre an die Uni genommen.
    19 1 Melden
  • remeto 25.04.2016 21:47
    Highlight Aber ganz ehrlich... eine 2 in einem Fach ist schon peinlich schlecht - moi je suis aussi pas une granate en francais - mais ca fonctionne.
    25 19 Melden
    • fm99 25.04.2016 22:05
      Highlight Ja, es ist peinlich, das wird hier auch nicht bestritten, aber eine 2 in Mathe für einen angehenden Musikstudenten ist so bedeutungslos wie 99% der Aussagen von Johanm Schneider-Ammann.
      58 8 Melden
    • kiawase 25.04.2016 23:32
      Highlight mach da 99.9% draus ok?
      19 5 Melden
    • remeto 26.04.2016 02:51
      Highlight @fm99 - nur... die Grundlage der Musik ist die Mathematik... so Schwingungen und so... und mit Brüchen hantieren zu können ist für einen 4/4 Takt glaub's auch noch ganz gut ;-)
      17 1 Melden
  • Roger Thiriet 25.04.2016 21:42
    Highlight Mein Mathelehrer sagte 1966: "Thiriet, wir beide wissen, dass Sie in Mathe nichts können. Dafür können Sie gut schnure (baseldytsch für "sprechen, sich ausdrücken"). An der Matur müssen wir dann schauen, wie ich es mache, dass ich Ihnen keine 1 geben muss."Er gab mir dann den Tipp, die Aufgabe in Darstellende Geometrie schön auszumalen und gab mir einen halben Punkt für "Darstellung". Damit konnte es keine 1 mehr sein, und den 2er kompensierte ich locker in den Sprachfächern. Womit man mal wieder sieht: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm ....
    89 2 Melden
  • Jay Rodriguez 25.04.2016 21:39
    Highlight Das ganze schulsystem ist bereits darauf ausgelegt einen angepassten einheitsbrei zu produzieren, in dem individuelle stärken und andersdenken keinen platz haben. Diese tendenz würde mit Ammans forderung nur noch verstärkt werden.
    63 5 Melden
    • kiawase 25.04.2016 23:33
      Highlight andersdenken hier bei uns .... das will doch noemand wirklich
      6 0 Melden
  • Asmodeus 25.04.2016 21:31
    Highlight Englisch perfekt. Mathe genial. Französisch Katastrophe. Bio, Geographie, Geschichte und andere auswendiglernfächer? Reden wir nicht drüber.

    Wurde nichts aus der Matur und somit nichts aus dem Jurastudium.

    Muss ich halt mein Geld ehrlich verdienen ;-)
    38 9 Melden
  • smota 25.04.2016 20:45
    Highlight Finde ich gut, auch wenn ich persönlich mit durchgehend 4.5ern wohl zu nicht zugelassen worden wäre. (Dafür mehr verdient als jeder Lehrling.) Ich würde jedoch auch an den Lehrern arbeiten. Ich hatte 2 Jahre lang 6er in der Mathe, also es anspruchsvoller wurde landetet ich bei einer 2.5. Grund: Mein verkorkster Lehrer hat mir die ganze Freude an der Mathe genommen. Er konnte es weder erklären, noch jemanden davon begeistern. Und im Schwerpunkt Wirtschaft & Recht hatte der Lehrer private Probleme - 50% der Unterrichts fiel aus. Die Matur bestanden wir nur weil beide Augen zugedrückt wurden.
    31 2 Melden
  • Der Tom 25.04.2016 20:29
    Highlight
    18 1 Melden
    • Der Tom 25.04.2016 20:32
      Highlight Sollte eigentlich ab 23m3s starten. Funktioniert hier scheinbar nicht. Alles schauen schadet aber auch nicht.
      10 0 Melden
    • kiawase 25.04.2016 23:35
      Highlight danke für den hinweis; ich mag den lesch zwar sosnt nicht so aber was er ab 23m sagt ist wichtig
      1 0 Melden
  • Schlange12 25.04.2016 20:27
    Highlight Ich weiss nur das mein Bruder mit prof. ins letzte Semester gekommen ist. Vornoten waren nicht der Hammer, musste da schon eine extra Runde drehen. Er hat die Matura genau mit der Mindestpunktzahl bestanden und nun ist er Doktor in Bioinformatik.
    Sein Kollege hat es werden einem halben Punkt nicht geschaft. Musste eine extra Runde machen und hat nun auch den Master in Wirtschaft.

    Ich bin sowieso der Meinung unser Schuhlsystem ist falsch aufgebaut. Ich hasste die Grundschuhle jeden morgen rein und Zeit absitzen. Als es in der Ausbildung interessant wurde, bin ich einer der Klassem geworden.
    30 6 Melden
    • EnteEnteEnte 25.04.2016 21:40
      Highlight Stimme dem oberen Teol grundsätzlich zu, doch das Schulsystem hat wirklich versagt, wenn man Schule mit extra-H schreibt.
      56 3 Melden
    • AllknowingP 26.04.2016 10:56
      Highlight Oder wenn aus Teil der Teol wird.
      3 0 Melden
    • EnteEnteEnte 26.04.2016 13:05
      Highlight Naja, das Teol ist offensichtlich ein Tippfehler. Aber Schule mit extra-H zu schreiben ist eifach falsch.
      1 0 Melden
  • dracului 25.04.2016 20:21
    Highlight Habe grosse Sympathien, dass die Studienwahl früher vorbereitet werden könnten sollte, dafür richtig. Die ETH soll ihren Nachwuchs bekommen. Trotzdem möchte ich raten, dass wir einen Blick in das europäische Ausland wagen und auch hier Schweizer nicht noch mehr benachteiligen. In Deutschland ist das Abi und ein Studium einfacher als hierzulande. Am Schlusssieht man es dem Abschluss jedoch nicht an. Die Schweiz muss ihre Kantönligeist-Spezialitäten endlich opfern zugunsten einer höheren Marktfähigkeit der Schweizer! Auch hier erkennt unser Wirtschaftsminister die Problematik nicht.
    52 4 Melden
  • bebby 25.04.2016 20:20
    Highlight Als überall durchschnittlich Begabter war die Matur für mich eine reine Fleissarbeit, aber ich hatte mal einen super Mathelehrer, der mir erzählte, dass er die Matur nur machen konnte, weil er an ein mathematisches Gymnasium gehen konnte, wo seine einseitige Begabung geschätzt wurde. Schwer vorstellbar, was ihm sonst für Steine in den Weg gelegt worden wären. Ich vermute deshalb, dass der Herr Bundesrat auch eher durchschnittlich war, denn solche Menschen fallen nicht auf, was sehr hilft, wenn man Bundesrat werden will.
    53 2 Melden
  • Menel 25.04.2016 20:08
    Highlight Finde ich eine gute Idee. Ich habe Französisch, Englisch und Geschichte "gerettet", weil ich in Physik, Chemie, Bio und PAM die passenden Gegennoten hatte. Für Französisch habe ich sehr schnell nicht mehr gelernt und wäre auch nich mit einer glatten 1 durch gekommen. Geschichte war auch so ein Kampf 😝
    Hätte auch nie französische Literaturgeschichte an der Uni belegt 😂😳😱
    27 0 Melden
  • MajaW 25.04.2016 20:04
    Highlight D'accord! Der Fehler ist tatsächlich, dass jede Matur zu jedem Studiengang berechtigt. Das war vor der Maturreform nicht so. Also zurück zur alten Ordnung (ausnahmsweise). Dann ist das Problem gelöst.
    45 6 Melden
  • Pana 25.04.2016 19:40
    Highlight Sehr guter Artikel. Ich hatte nach zwei Jahren das Gymi abgebrochen. Schwache Noten und fehlendes Interesse in Fächern die mir nicht lagen, waren ausschlaggebend. Dies trotz Bestnoten in anderen Bereichen. Heute leite ich eine internationalen Firma, ohne Schulabschluss. Rechnen kann zum Glück mein Handy.
    57 8 Melden
  • flyingdutch18 25.04.2016 19:32
    Highlight Voll deiner Meinung, Maurice. Die Kompensation einer negativen Note mit dem Doppelten einer positiven ist streng genug. Das alte System mit zwei Hauptfächern Deutsch und Mathe würde die vielen Errungenschaften eines modernen Mittelschulunterrichts zunichte machen - und die Studienquote in der Schweiz im Vergleich zum Ausland weiter verringern.
    46 3 Melden
  • Timmy :D 25.04.2016 19:26
    Highlight Wer keinen französischen Text motivierend vorlesen kann, darf nicht Bundesrat werden.👌
    Aber jetzt ernsthaft: In meiner Berufsmaturklasse (Technische) schummeln sich die meisten durch den Französischunterricht. Da es eh schon zuwenige technische Abgänger hat, sollte ein Fach wie Französisch (kaum ein Techniker mag Französisch) nicht noch eine weitere Hürde darstellen. In technischen Berufen reichen anständige Deutsch und Englischkentnisse. Auch die Welschen können Englisch und somit wird auch dieser Aspekt abgedeckt.
    101 7 Melden
    • Jimmy :D 25.04.2016 19:40
      Highlight Merci da bin ich mit dir einverstanden.
      38 4 Melden
  • Lutz Pfannenstiel 25.04.2016 19:25
    Highlight Cher Maurice. Calculer c'est bon pour la santé, selon un dicton populaire.
    69 2 Melden
  • thierry_haas 25.04.2016 19:22
    Highlight Hallo Herr Thiriet,
    Sehr guter Artikel, bin zu 100% einverstanden mit Ihnen.
    Was ich bei dem Thema sehr interessant finde ist, dass das ganze in den Westschweizer Medien (ich lebe in Lausanne) ganz anders dargestellt wurde: Scheider-Amann will weniger Leute an den Unis sehen und mehr Lehrlinge haben, weil diese wenigstens nach der Ausbildung einen Job finden.
    Spannend wie man aus einer Meldung zwei Infos herausinterpretieren kann.
    85 1 Melden
  • goalfisch 25.04.2016 19:15
    Highlight so ein quatsch!

    ihr redet hier von nicht begabt und so?
    gebts doch zu: die faulheit wars.

    natürlich soll ein ingenieur den genitiv anwenden und ein archäologe eine quadratische gleichung lösen können.
    wenigstens einmal im leben. das ist definitiv nicht zu viel verlangt. das gehört zur allgemeinbildung eines menschen mit eidgenössischer matura.
    55 61 Melden
    • Pana 25.04.2016 20:24
      Highlight Natürlich gehört Faulheit dazu. Aber "einmal im Leben eine Gleichung lösen zu können" ist dann schon krass untertrieben. Es ist nicht wirklich motivierend, wenn du deine ganze Energie für Fächer aufwenden musst, die dir nicht liegen / gefallen, und deine Stärken nicht gefördert werden.
      21 5 Melden
    • lucasm 25.04.2016 23:09
      Highlight @netshark: Wenn's nur mit Auswendiglernen ginge, so ist es wahrscheinlich wirklich besser, Sie machen etwas anderes.
      5 7 Melden
  • blueberry muffin 25.04.2016 19:08
    Highlight Dann wuerde ich auch sagen, da IT immer wichtiger wird, soll jeder Parlamentarier der nicht in einer der heute gebraeuchlichen Programmiersprachen einige Beispiel Programme schreiben kann, sofort zurueck tretten sollte.

    Die Informatiker die diese Parlamentarier dann ersetzen wollen, sollen dafuer das unser Politische System erklaeren in einer 50 Seiten wissenschaftlicher Arbeit in Chinesisch. Schliesslich auch wichtig heute.

    Und wenn wir dann die Handvoll Politiker gefunden haben, die das erfuellen koennen, reden wir nochmal ueber die Reform.
    40 9 Melden
    • Asmodeus 25.04.2016 21:34
      Highlight Als ehemaliger IT-guy würde mir reichen wenn sie wüssten, wie man ne Maus bewegt.
      18 0 Melden
  • Arya Underfoot 25.04.2016 19:08
    Highlight Thank you fellow Mathematik-Null - kann ich genau so unterschreiben!
    Ich hätte die BMS niemals geschafft wenn ich meine miserable Mathenote nicht durch Topnoten in D/E/F und Geschichte hätte kompensieren können. Und ich hätte nie Soziale Arbeit an der FH studieren können, auch wenn ich dafür kein Algebra und keine Geometrie brauche...
    Falscher Ansatz Herr Schneider-Ammann, sorry!
    68 8 Melden
  • eleven86 25.04.2016 18:55
    Highlight Super Artikel! Ich kann dir bei allen Punkten nur beipflichten. Vor "vielen" Jahren wurde mir der Zugang zum Gymi verwehrt, weil Französisch mal so gar nicht meine Sprache ist und ich jetzt auch nicht der grosse Aufsatzschreiber bin. Zahlen liegen mir eher. Trotzdem durfte ich nicht any Gymi. Über Umwege bin ich dann doch noch an eine Hochschule gekommen und habe letztes Jahr meinen MSc mit Bestnoten geholt... ohne Französisch;)
    61 3 Melden
  • Alex23 25.04.2016 18:47
    Highlight Das habe ich gestern auch gedacht, als ich von Schneider-Ammans brillanter Idee gelesen habe. Ich war in Mathe eine Null, konnte beim Abi kompensieren und bin "was geworden". Nichts mit Mathe, ich schwör's.
    Nicht bei der Bildung zu sparen halte ich hingegen auch für die gelungenere Idee, wenn es darum gehen soll, die Qualität der Ausbildung zu gewährleisten.
    Und abschliessend: Vielleicht sollte man sich hingegen mal überlegen, ob jemand auch Bundesrat werden darf, der absolut kein Talent hat, anregend und klar zu kommunizieren.
    85 6 Melden
  • fant 25.04.2016 18:44
    Highlight (Teil 2):

    Andererseits finde ich (als Grammar-Nazi) die vielen Sätze mit fehlendem Akkusativ schon bedenklich. Sogar Watson schreibt Dinge wie: "Ein halber Gummiball und der Plastikdeckel einer Feuerwerksrakete fischt sie aus dem Heu."

    Verdammt, das muss "EinEN halbEN ... und deN Plastikdeckel..." heissen (siehe http://www.watson.ch/!292291846).

    Wenn ein Gymi-Absolvent noch solche Sätze schreibt, ist meines Erachtens eben auch etwas falsch gelaufen!

    PS: Bin Informatiker...
    79 1 Melden
    • azoui 25.04.2016 19:34
      Highlight bis eben wusste ich nicht was einEN Akkusativ ist. Vermutlich werde ich es in 5 Minuten wieder vergessen haben.
      So what. Bin auch Informatiker
      13 20 Melden
    • Alex23 25.04.2016 19:59
      Highlight Fant: Einverstanden. Dass die Muttersprache besser beherrscht werden müsste, meine ich auch. Das ist aber Basis. Und ich würde es nichtmal in Bezug auf die Matura erwähnen, sondern noch einige Stufen darunter.
      Wie sich allerdings Leute in gehobenen Positionen am Fernsehen manchmal ausdrücken, hat schon etwas Beschämendes.
      22 0 Melden
    • Martiis 25.04.2016 22:43
      Highlight Manus Lapsus: Der Akkusativ wird doch ständig und in den simpelsten Sätzen benutzt. Z.B. Ich mag den (nicht der) Käse. Den Schweizern bereitet die korrekte Anwenung mehr Mühe, weil es den Akkusativ nur im Hochdeutschen gibt, aber deswegen wird der doch nicht verschwinden.
      6 0 Melden
  • fant 25.04.2016 18:42
    Highlight (Teil 1):

    Ich habe da zwei Herzen in meiner Brust:

    Die vorgeschlagene Änderung der Regeln ist Blödsinn. Man zwingt die SchülerInnen, viel mehr an Ihren Schwächen als an Ihren Stärken zu arbeiten (das hat mir mal ein Verwandter vor vielen Jahren so schön zusammengefasst). Da bin ich also mit Maurice voll einverstanden.
    48 1 Melden
  • Wolfsblut 25.04.2016 18:42
    Highlight So schön, dieser Brief! 😎 Hoffentlich erreicht er unseren Steueroptimierer-Bundesrat.
    46 7 Melden
  • Bowell 25.04.2016 18:39
    Highlight Qualität vor Quantität. Geht ganz in Ordnung so.
    13 28 Melden
  • Ref 25.04.2016 18:38
    Highlight Top Beitrag.
    Meiner Meinung nach sollte man noch viel weiter gehen!
    z.B. Sollte es für mathematisch begabte Personen einen viel leichteren Zugang zur Universität geben. z. B. Durch Aufnahmeprüfungen. Denn oft ist es so, dass mathematisch begabte Personen in vielen anderen Gebieten eine eher defizitäre Begabung haben. Solche Personen erreichen bei uns oft gar keine Maturitätsreife, würden aber super Ingenieure etc. abgeben und somit der Wirtschaft ultra dienlich sein!

    34 11 Melden
    • Kane_17 25.04.2016 19:12
      Highlight Alternativ kann man auch an einer Fachhochschule Ingenieur werden, wo man mit einer Berufsmatur aufgenommen wird. z.B bei einer technischen Berufsmatur wird der Schwerpunkt auf Mathematik und die Naturwissenschaften allgemein gelegt. Ausserdem ist man als Fachkraft noch wertvoller, da man aus der Lehre schon Berufserfahrung hat.
      27 2 Melden
  • kleiner_Schurke 25.04.2016 18:33
    Highlight Lehrer und ihre Meinungen:

    1. Mein Klassenlehrer in der Primarschule: nicht geeignet für die Sekundarschule. In Sprachen absolut nicht begabt.
    2. Mein Klassenlehrer in der Sekundarschule: Zu dumm um einen Beruf erlernen können. In Mathematik und Sprachen 0 Begabung. (Sollte aus der Schule geworfen werden)
    3. Mein Berufsberater: alles, nur das nicht, was ich möchte.

    Resultat: Ich habe meinen Wunschberuf erlernt, eine Sprach Matura gemacht und einen Doktor in einem Naturwissenschaftliche Fach plus mehre internationale Forschungspreise. Lehrer und ihre Meinungen, am besten ignorieren.
    57 7 Melden
    • eleven86 25.04.2016 19:17
      Highlight Wenn ich auf meine Lehrer und (vor allem) meinen Berufsberater gehört hätte, wär ich jetzt Fahrradmechaniker! ;)
      21 1 Melden
    • Maximus 25.04.2016 19:35
      Highlight Was hast du gegen Fahrradmechaniker?
      22 1 Melden
    • kleiner_Schurke 25.04.2016 22:01
      Highlight Ich wäre Röntgenassistent. Das impliziert nicht, dass ich den Berufsstand nicht schätze. Es heisst lediglich, dass ich meinen Wunschberuf nicht erlernt hätte. Man kann natürlich immer überall böswillig etwas rein interpretieren wollen.
      6 0 Melden
  • Steely Dan 25.04.2016 18:26
    Highlight Sehr gut, genau das hat mich auch gestört. Ich verstehe nicht, weshalb man derartige Hürden für Schweizer konstruiert, ohne ihnen dann auch das Rüstzeug dafür mitzugeben, diese auch zu nehmen, um dann später weniger perfekt kontrllierte EU-Akademiker zu importieren, die die Schweizer dann führen sollen. Es geht doch hier um eine doppelte Sparübung: weniger in Bildung investieren, damit man günstigere Arbeitskräfte hat. Hochqualifizierte kriegt man ohne Investition über Einwanderung.
    26 4 Melden
  • Ollowain 25.04.2016 18:21
    Highlight Bravo! Sehr guter Bericht! Wahrscheinlich war Ammann im Fach PPP (Philosophie, Pädagogik, Psychologie) eine Niete. Oder aber die Politiker sind tatsächlich etwas beschränkt.
    26 5 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 25.04.2016 20:32
      Highlight PPP? Was ist denn das?

      Philosophie, ich finde wer nicht unheimlich begabt damit ist, darf 1. keine Internetbeiträge verfassen, 2. keine öffentliche Ämter ausüben und 3. keine normative Aussagen zur Bildung machen.
      1 8 Melden
    • Ollowain 25.04.2016 23:58
      Highlight Und ich finde: wer nicht lesen und keine sinnvollen Sätze produzieren kann, sollte auch keine Kommentare schreiben.
      7 0 Melden
  • jaz 25.04.2016 18:21
    Highlight Danke, das unterschreibe ich auch. Habe heute noch ein Mathe-Trauma und kenne viele Mathe-Begabte, denen es mit Sprachen so ging. Warum man in der Schweiz bei der Bildung sparen soll, ist mir ein Rätsel, es sei doch unser einziger Rohstoff, sagten sie...
    108 5 Melden
    • oXiVanisher 25.04.2016 18:55
      Highlight Jop, Spach-Opfer hier. Die wichtigsten Fächer waren Deutsch, Französisch und Mathematik. Als "Zahlen-Mensch" eine absolute Frechheit. Dafür hatten wir nachher gleich zwei Schüler die bei einer Bank eine KV Lehre machten ohne in der neunten Klasse einen Dreisatz rechnen zu können. (Sekundarschule, Kanton Bern)
      16 1 Melden
  • Danyboy 25.04.2016 18:14
    Highlight Danke für diesen Bericht, Mathe-Low-Performer ;) Ich sehe es ähnlich: Ein Mindestmass an Allgemeinwissen sollte sein (und zwar für jeden). Dass man aber offenbar Schüler zu High Performern in gewissen Fächern pushen will, wird nicht funktionieren. Man wird aber vielen talentierten Leuten viele Wege verbauen. Und das nur, weil man mehr Techniker, Ing etc "züchten" will. Talent lässt sich dort aber nicht erzwingen. Was mir auch immer IT'ler bestätigen: das bewundernswerte Genie im Programmieren findet man bestimmt nicht bei sprachbegabten Maturanden die man zu Mathe zwingt.
    76 5 Melden
  • TschGadEis 25.04.2016 18:13
    Highlight Kann man so unterschreiben. Danke!
    61 5 Melden
  • hello world 25.04.2016 18:13
    Highlight Vielleicht könnte man etwas (nicht alles) vom Englischen oder Schottischen System übernehmen? Dort machen die Unis den Studenten via Onlineplattform Angebote (Studenten wählen zuerst die für sie Interessanten Unis und Fächer). Die Angebote beschreiben, welche Abschlussnoten sie in welchen Fächern vorgelegt werden müssen etc.
    32 5 Melden
    • Scaros_2 25.04.2016 18:28
      Highlight Das ist doch für sonalte säcke die mit der Technik im hintertreffen sind viel zu kompliziert
      12 3 Melden
    • phreko 25.04.2016 23:11
      Highlight Als on Noten etwas aussagen würden. Höchstens fleiss, oder wie soll ich mein Studium in Lausanne im Kontext meiner Franz 3,5 sehen?
      1 0 Melden
  • Filipposchubser 25.04.2016 18:11
    Highlight Bravo!
    39 6 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 25.04.2016 18:10
    Highlight Meinte die korrekte Schlussformel für einen Bundesrat wäre:
    Ich versichere Sie, Herr Bundesrat, meiner ausgezeichneten Hochachtung.
    17 7 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 25.04.2016 18:05
    Highlight Top! Punkt 1 wäre bei ausreichend umgesetztem Punkt 2 eventuell gar nicht mehr nötig...
    12 3 Melden
  • Berggurke 25.04.2016 18:05
    Highlight Kann man so unterschreiben.
    32 6 Melden
  • Nosgar 25.04.2016 17:55
    Highlight Super Beitrag!
    38 6 Melden

Fluid werden! So könnten Staat und Gesellschaft ganz ohne Geschlechter funktionieren 

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