Schweiz
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Schwule und Lesben sollen auch in der Schweiz endlich heiraten können. Bild: KEYSTONE

Die «Ehe light» ist gut – doch zuerst müssen wir die «echte Ehe» für Homosexuelle öffnen

Der Bundesrat prüft, eine «Ehe light» nach dem Vorbild des französischen Pacs einzuführen. Das ist zwar eine gute Nachricht – doch viel dringender wäre es, mit dem unwürdigen Herumeiern bei der Öffnung der Ehe für Homosexuelle aufzuhören.

24.06.17, 09:13 25.06.17, 02:52

«Liebe Verheiratete, Eingetragene, Konkubinätler, liebe Patchworker und Singles»: Mit diesen Worten begrüsste Bundesrätin Simonetta Sommaruga am Donnerstag die Teilnehmer der Veranstaltung zum Thema «Ein Pacs für die Schweiz?».

Die Anrede ist treffend gewählt: Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die lebenslange Ehe zwischen Mann und Frau der Regelfall und Konkubinatspaare, die «in wilder Ehe» lebten, verdächtige Aussenseiter waren. Der Vielfalt der gelebten Familienmodellen muss die Politik Rechnung tragen.

Eine «Ehe light» nach Vorbild des französischen Pacs wäre ein gutes Angebot für Konkubinatspaare. Sie könnten damit die drängendsten Probleme regeln, die sich aus ihrem «vertragslosen» Zustand ergeben: Beistandspflicht, Besuchsrecht bei Spitalaufenthalten, Verbleib in der gemeinsamen Wohnung bei einem Todesfall.

Unwürdiges Herumeiern

Bei einer Mehrheit der aufgelösten Pacs-Partnerschaften in Frankreich ist der Grund für die Auflösung, dass sich die Partner für eine Heirat entschieden haben. Der Pacs untergräbt die Ehe nicht, vielmehr kann er als Vorstufe und Testlauf für diese dienen. Doch eine adäquate Antwort auf die Formenvielfalt des Zusammenlebens in der Schweiz bietet auch der Pacs nicht.

Viel dringender müsste die Politik die bestehende Institution der Ehe endlich für gleichgeschlechtliche Paare öffnen. 2013 haben die Grünliberalen eine parlamentarische Initiative für eine «Ehe für alle» eingebracht. Erst kürzlich wurde deren Umsetzung auf frühestens 2019 vertagt.

Dieses taktische Herumeiern des Parlaments ist unwürdig, und jeder Tag, an dem die Ehe gleichgeschlechtlichen Paaren vorenthalten bleibt, ein Schlag ins Gesicht von homo-, bi- und transsexuellen Männern und Frauen. Ihnen zu verunmöglichen, die engste aller Bindungen einzugehen, die unser säkularer Rechtsstaat zwischen zwei Menschen vorsieht, ist inakzeptabel.

Falsche Rücksichtnahme auf angeblichen Volkswillen

Justizministerin Simonetta Sommaruga ist eine gute Taktikerin, der es trotz schwierigen Dossiers immer wieder gelingt, durch ausgewogene Kompromisse politische Mehrheiten zu zimmern.

Homosexuellen Paaren die Ehe zu ermöglichen, ist keine ideologische Position, sondern ein Gebot der Vernunft und der Gleichbehandlung.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte sie im Dezember 2016 in einem Interview, das Parlament habe ein gutes Gespür dafür, was die Bevölkerung wolle. Mit ideologischen Positionen habe man in der Gesellschaftspolitik keinen Erfolg.

Homosexuellen Paaren die Ehe zu ermöglichen, ist keine ideologische Position, sondern ein Gebot der Vernunft und der Gleichbehandlung. Katholische Länder wie Irland, Frankreich und Spanien haben die «Ehe für alle» bereits eingeführt. Es würde dem Parlament gut anstehen, sich nicht hinter einer falschen Rücksichtnahme auf den angeblichen Volkswillen zu verstecken.

Die Politik muss dem Volk schnellstmöglich eine progressive Öffnung der Ehe zur Abstimmung unterbreiten. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt: Die Zeit ist längst reif dafür – auch in der Schweiz. Wer das Volk nicht dazu befragt, kann noch lange behaupten, es sei nicht bereit dafür. 

Bundesrätin Sommaruga zur «Ehe light» und der «Ehe für alle»

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95Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AllIP 28.06.2017 11:18
    Highlight Ich warte dann mal bis man Kinder Heiraten darf...
    Dann ist die Katze aus dem Sack.

    #Gopferdaminonemol
    0 1 Melden
  • Matthias Studer 26.06.2017 14:22
    Highlight Das ist sooo eine Schweizer Nummer.

    Das Auto gut, aber zuerst mimimi.

    Kann man nicht einfach akzeptieren, dass eigentlich beides gut ist und beides wird kommen? Klar wäre es mir lieber, wenn gleichgeschlechtiche Paare schon seit 20 Jahren heiraten dürfte, aber immer das einer Reihe nach... 😤
    6 0 Melden
  • Liiv 26.06.2017 09:11
    Highlight Und dann soll nochmals jemand sagen, dass Heterosexuelle eine Pride brauchen.
    3 4 Melden
    • Fabio74 26.06.2017 13:17
      Highlight Darf jeder an der Pride mitlaufen
      6 4 Melden
    • Victarion 26.06.2017 14:00
      Highlight @Liiv ich bin auch dafür dass sie kein geburtstagsfest brauchen. Da darf ich nicht einmal teilnehmen. Bei der Pride dürfen sie gerne kommen, aber es zwingt sie niemand dazu. Falls sie jetzt sagen: mein geburtstagfest wird nicht durch steuern mitfinanziert. Das gleiche bsp geht auch mit dem sechseläuten, knabenschiessen etc
      6 1 Melden
  • thunder 25.06.2017 13:02
    Highlight Und ich möchte meinen Hund heiraten
    25 51 Melden
    • Fabio74 26.06.2017 07:25
      Highlight Und ich möchte keine dämlichen Kommentare lesen
      33 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.06.2017 23:31
    Highlight Jetzt müssen die nur noch die Ehe mit mereren Frauen als legal erklären. Dann können wir sagen wir leben in einer liberalen Gesellschaft. ;-)
    40 43 Melden
    • CASSIO 25.06.2017 13:11
      Highlight Big Pun, so liberal sind die "Liberalen" hier bei Watson dann doch wieder nicht. Meine Stimme aber hast Du ;-)
      17 12 Melden
    • smoe 25.06.2017 17:38
      Highlight ... oder mit mehren Mannen, oder kunterbunt gemischt. Ich kenne kaum "Liberale" die grundsätzlich ein Problem mit Polygamie haben, solange Geschlechter und sexuelle Orientierungen gleichbehandelt werden.
      24 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2017 18:03
      Highlight @ Cassio Danke, du weist halt wo de Bartli de Moscht holt ;D

      @ smoe Ja kann man ja nicht verbieten. Aber wenn man bedenkt das rein theoretisch ein Mann 9 Frauen an 9 Tagen schwängern kann, und eine Frau in 9 Monaten nur von einem Mann geschwängert werden kann, sieht man schnell was efizienter ist.
      Die Natur ist wie sie ist.
      1 2 Melden
  • Hüendli 24.06.2017 22:49
    Highlight Die Ehe als Zivilstand ist überholt und bietet nur Angriffsfläche für eine Vereinnahmung. Nach der Einführung einer für alle Formen offenen Nachfolgelösung (ich nenne einen Menschen, der mich vertreten darf, meine Sachen steuerfrei erbt etc.) kann man sie genauso abschaffen wie das künstliche Konstrukt der eingetragenen Partnerschaft, da sich die Frage nach der Ungleichbehandlung nicht mehr stellt. Selbstverständlich stünde es weiter jedem Paar frei, diesen Schritt noch mit einer Zeremonie zu begleiten.
    30 29 Melden
  • Asmodeus 24.06.2017 16:43
    Highlight "das Parlament habe ein gutes Gespür dafür, was die Bevölkerung wolle. "

    Die Bevölkerung sind nicht nur die reichen der Wirtschaft...
    117 19 Melden
    • demian 24.06.2017 16:53
      Highlight Den Nagel auf den Kopf getroffen!
      37 15 Melden
  • Angelo C. 24.06.2017 15:56
    Highlight Zitat Autor:

    "Die Politik muss dem Volk schnellstmöglich eine progressive Öffnung der Ehe zur Abstimmung unterbreiten. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt: Die Zeit ist längst reif dafür – auch in der Schweiz. Wer das Volk nicht dazu befragt, kann noch lange behaupten, es sei nicht bereit dafür."

    Na, dann machen wir das doch, wenn das Volk bereit dazu ist - und schauen, was dabei herauskommt 😉!

    62 12 Melden
  • dath bane 24.06.2017 15:53
    Highlight Was ist denn mit polyamoureusen Beziehungen? Ist es nicht falsch, dass ich nicht zwei Frauen heiraten kann, wenn ich zwei liebe?
    51 23 Melden
    • Asmodeus 24.06.2017 19:12
      Highlight Stimmt. Es ist falsch. Der Staat hat sich eigentlich nicht in die Liebe einzumischen wenn alle Beteiligten reif und in der Lage sind selbst zu urteilen.
      37 12 Melden
    • Turi 24.06.2017 20:37
      Highlight Stimmt. So aufgeschlossen sind aber auch die selbsternannten Progressiven und Fortschrittlichen hin. Wo kämen wir da hin, wenn die Bürger was anderes machen, als Ihnen die Politik zugesteht...
      13 5 Melden
    • JasCar 25.06.2017 02:30
      Highlight Ich wage zu behaupten, dass Jemand polyamoureuses sich nicht unbedingt auf Dauer festlegen möchte.
      Ich glaube, wer die Freiheit möchte, 3 Personen gleichzeitig "lieben zu dürfen", der möchte auch die Freiheit behalten, diese Personen bei Bedarf auswechseln zu können.
      Ich bin dafür, dass man die Institution Ehe lockert, Scheidungen vereinfacht und vorallem das Ganze nicht von einem Geschlecht oder einer Natinoalität abhängig macht.
      Die kirchliche Ebene soll von mir aus so bleiben wie sie ist, so haben Traditionalisten ihre Ehe vor Gott noch für sich alleine 😉
      12 9 Melden
    • Asmodeus 25.06.2017 10:56
      Highlight @Jascar
      Ich bin seit 5 Jahren glücklich verheiratet in einer offenen Ehe.
      Für meinen Partner und mich wäre es theoretisch trotzdem denkbar eine dritte Person in diese Ehe zu holen.

      Nicht von sich auf andere schliessen.
      11 3 Melden
    • JasCar 25.06.2017 16:20
      Highlight @ Asmodeus
      Da hab ich mich vielleicht etwas unpräzise ausgedrückt, sorry...
      Ich dachte, das klassisch unflexible Ehemodell ist für Mehrpersonenehen nicht praktisch. Es müsste eine flexiblere Form sein.
      2 1 Melden
  • Areus 24.06.2017 14:55
    Highlight Eine Ehe für alle bedeutet auch, dass die homosexuellen Paare nicht mehr vom Adoptionsverfahren ausgeschlossen sind! Klar ist man heute toleranter als vor ein paar Jahren, aber wenn es um Kinder geht ist das Volk noch extremst zimperlich. Zurecht auch.. Hättet ihr gerne ein homosexuelles Paar als Eltern?
    60 185 Melden
    • atomschlaf 24.06.2017 16:48
      Highlight @CodeGreed: Ich hätte viele lieber zwei Elternteile, egal welchen Geschlechts, als nur eine alleinerziehende Mutter oder einen alleinerziehenden Vater!
      125 37 Melden
    • meerblau 24.06.2017 17:01
      Highlight Ja.
      74 37 Melden
    • Mbatatart 24.06.2017 17:07
      Highlight Ja, du etwa nicht?
      70 37 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.06.2017 17:48
      Highlight Ja!
      66 36 Melden
    • Jason84 24.06.2017 17:51
      Highlight Warum denn nicht?
      80 31 Melden
    • Marshawn 24.06.2017 18:37
      Highlight @CodeGreen: Hättest du lieber Eltern, die sich kaum um dich kümmern, dir keine Aufmerksamkeit geben oder als Alternative gleichgeschlechtliche Eltern, die sich auch wirklich um dich scheren? Es gibt genügend Fälle, in den Kinder von ihren Fällen richtig gehend vernachlässigt werden. Deiner Meinung nach bevorzugst du das also?
      58 29 Melden
    • Asmodeus 24.06.2017 19:13
      Highlight @Codegreed.

      Sehr gerne sogar. Ich sehe nicht was daran schlimm sein sollte.
      63 27 Melden
    • Midnight 24.06.2017 19:16
      Highlight @CodeGreed Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen. War immer so und wird auch immer so bleiben. Im übrigen gibt es auch heute schon Homosexuelle mit Kindern.
      51 22 Melden
    • DieKeksSissi 24.06.2017 19:27
      Highlight Definitiv! Das Problem sind nicht die homosexuellen Eltern, sondern die Leute, die homosexuelle Eltern problematisch finden.
      94 30 Melden
    • Marlon Mendieta 24.06.2017 21:08
      Highlight Definitiv Ja.
      Wieso auch nicht?
      48 12 Melden
    • Goldfish 25.06.2017 01:45
      Highlight Die Eltern eines Schwulen sind heterosexuell. Schon mal darüber Gedanken gemacht?
      29 6 Melden
    • dracului 25.06.2017 09:43
      Highlight @Goldfish: Du meinst, dass ein Kind biologisch aus einem männlichem Samen und einer weiblichen Eizelle entsteht. Dieser Umstand sagt jedoch nichts über die sexuelle Orientierung der Erzeuger. Viele Männer und Frauen überwinden sich immer noch, wegen der herrschenden gesellschaftlichen Normen, zu einer Ehe und sogar Kinder, aber wären eigentlich homosexuell. Andere gingen früher oft ins Kloster, damit sie sich den Erwartungen der Gesellschaft nicht stellen mussten. Unsere Intoleranz hat schon viel Leid geschaffen und es ist höchste Zeit, dass wir endlich im 21. Jahrhundert ankommen!
      17 4 Melden
    • OkeyKeny 25.06.2017 11:46
      Highlight Dass Homosexuelle Paare Kinder haben, ist bereits Realität. Die Politik bietet aber keine Rechtliche Absicherung, in Form einer Adoption des Kindes des Partners zum Beispiel. Homosexuelle Einzelpersonen können auch adoptieren, aber als Paar geht's nicht. Wo ist da die Logik?
      22 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2017 13:00
      Highlight @CodeGreed
      Ich hätte lieber zwei Väter oder Mütter als ein eine Mutter und einen Vater, von denen auch nur einer argumentiert wie Sie.
      23 3 Melden
    • salomeleila 25.06.2017 13:09
      Highlight Ich sehe dein Problem dahinter nicht. Die Kinder sind doch froh, werden sie adoptiert und haben Eltern, die sie lieben und sich um sie kümmern. Da ist doch das Geschlecht der Eltern überhaupt nicht massgebend.
      23 1 Melden
    • Areus 25.06.2017 13:57
      Highlight Danke für die vielen Antworten. Ich bin ja auch ein Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe. Und wenn die Regenbogenfamilie von allen toleriert und nicht diskriminiert bzw. geächtet wird, dann umso besser.
      12 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2017 14:11
      Highlight @CodeGreed
      "alle" - das sind auch wir.
      Tragen wir also dazu bei, dass es für Kinder keinen Unterschied macht, ob elterliche Zuwendung von zwei Frauen, Männern oder Mann/Frau kommt. 😉
      14 0 Melden
    • JackMac 25.06.2017 14:26
      Highlight Ich habe nichts gegen homosexuelle Elternpaare. Das eigentliche Problem ist einem Kind entweder die Mutter oder den Vater vor zu enthalten.
      7 18 Melden
    • Goldfish 25.06.2017 15:30
      Highlight @dracolui: Sie verstehen mich falsch. Ich will damit sagen, dass Eltern die sexuelle Orientierung der Kinder nicht beeinflussen können, weil diese schon bei Geburt festgelegt ist. Es gibt kein Argument, dass überzeugt, homosexuellen Paaren die Elternschaft zu verweigern.
      15 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2017 17:35
      Highlight @JackMac

      Absolut.
      Und heterosexuelle Paare tun das natürlich nie?
      All die schmutzigen Scheidungskriege auf dem Buckel der Kinder sind reine Erfindung?
      So wie das Problem der teilweise abwesenden Eltern überhaupt bei Scheidungen nie auftritt?
      19 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2017 17:45
      Highlight Nachtrag:
      Mit dem Argument des Eltern Vorenthaltens müsste man konsequenterweise jede Adoption und das Kinderzeugen innerhalb der Ehe - ja, eigentlich die Ehe als solche - verbieten.
      13 1 Melden
    • Kreuzritter 25.06.2017 22:11
      Highlight Denkt doch nur mal an das ganze mobbing, welches das kind damit über sich ergehen lassen muss... das wünsche ich Niemandem.
      5 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2017 23:15
      Highlight Müssen jetzt bei Erwachsenen noch die Kinder als Argument gegen eine vollständig geöffnete Ehe herhalten?
      Es sind diese Erwachsenen, die den Kindern die Vorurteile vorleben, welche dann zum Mobbing führen können - darum wünsche ICH niemandem solche Eltern.
      Würden diese nämlich statt pubertärer Pflege bequemer Vorurteile Reflexionsfähigkeit vorleben, erübrigt sich das Thema Mobbing.
      14 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2017 06:15
      Highlight deadlock? nö.
      0 1 Melden
    • Fabio74 26.06.2017 07:27
      Highlight @Kreuzritter Dies lernt das Kind von den Erwachsenen. Kinder aus dem Freundeskreis interessiert es schlichtweg nicht
      13 0 Melden
    • Asmodeus 26.06.2017 08:31
      Highlight @Kreuzritter
      Meine Eltern sind Heterosexuell.
      Ich bin weiss und Schweizer.

      Trotzdem wurde ich in der Schule gemobbed.

      Die Lösung gegen Mobbing ist es nicht Minderheiten weniger Rechte zu geben. Es ist den Kindern beizubringen keine Arschlöcher zu sein.
      21 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2017 12:34
      Highlight Als Verfechter der Evolutionstheorie müsstet ihr sehr streng mit den gegebenen Fortpflanzungsmechanismen, sowie Gesellschaftsformen umgehen und diese sagen nunmal, dass für eine Gemeinschaft, die wir Familie nennen ein männliches und ein weibliches Geschöpf Sinn und Zweck sind.
      3 11 Melden
    • Kreuzritter 26.06.2017 12:45
      Highlight Und wie willst du das vollbringen?!? Kinder können und sind grausam, daher sind sie auch erst mit ca. 13 Jahren rechtlich urteilsfähig. Wie oft man als Kind über etwas oder über Jemanden gelacht hat und heute schämt man sich fast dafür.
      3 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2017 13:23
      Highlight @Kreuzritter
      Lies die Reaktionen auf Deinen ursprünglichen Kommentar, dort stehts.
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2017 13:27
      Highlight @Aron777

      Familie:
      Kollektivbildung von lat. famulus „Diener“,
      familia „Gesamtheit der Dienerschaft“

      Soviel zu dem, was Familie ist.
      6 1 Melden
  • atomschlaf 24.06.2017 14:54
    Highlight Ein zentraler Nachteil der registrierten Partnerschaft ist das damit verbundene Zwangsouting in jeder Situation, wo der Zivilstand genannt werden muss.

    Wenn man meint, die Zeit sei noch nicht reif für die "Ehe für alle" (wobei ich diese Meinung nicht teile), dann wäre es doch eine pragmatische und vergleichsweise einfach umsetzbare Lösung, erst mal die registrierte Partnerschaft für heterosexuelle Paare zu öffnen.
    45 10 Melden
    • Pumuckl96 24.06.2017 18:49
      Highlight Die Frage ist, ob die Öffnung der eingetragenen Parnterschaft für Heterosexuelle wirklich das zwangsouting verhindern würde. Klar bestünde dann die Möglichkeit, dass die in "eingetragener Parnterschaft" lebende Person heterosexuell sein könnte, aber wäre das wirklich die Annahme der Person, die den Zivilstand zu sehen bekommt?
      10 2 Melden
    • atomschlaf 25.06.2017 10:56
      Highlight @Pumuckl96: Einverstanden. Das hängt natürlich davon ab, wie populär die eingetragene Partnerschaft unter Heteros wäre.
      Wenn es läuft wie in Frankreich mit dem PACS, wäre das Thema schnell vom Tisch.
      4 0 Melden
  • Evan 24.06.2017 14:53
    Highlight Ist ja egal was zuerst kommt.
    11 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.06.2017 14:23
    Highlight Alle Arten von juristisch und religiös zu registrierenden Beziehungsformen sind abzuschaffen.

    Echte Liebe bleibt - eine durch Verträge und gesellschaftlichen Druck aufgezwungene Beziehung schafft Leiden.
    10 39 Melden
    • michiOW 25.06.2017 08:17
      Highlight Es regelt nur die Rechte und Pflichten der Eheleute. Dies ist in einem Rechtstaat nötig.
      14 1 Melden
  • Zeit_Genosse 24.06.2017 13:49
    Highlight Die rechtliche Regelung von Lebensgemeinschaften aller Art, dass heisst auch der Reformwillen der klassischen Ehe, sollte von religiösen Ideologien befreit werden. Dann wären sehr viele Formen ausgehend von einem Rahmenvertrag möglich und allfällige Spezialitäten wären mit Beiwerken an die jeweiligen Realitäten anpassbar.
    109 20 Melden
    • Rendel 24.06.2017 14:35
      Highlight Die Ehe auf dem Zivilstandsamt ist religionsfrei. Sie regelt rein das Rechtliche. (Muslime, Konfssionslose, Juden usw. heiraten auch auf dem Standesamt in der Schweiz.)
      Dass Homosexuelle zivilrechtlich noch nicht heiraten dürfen, ja, das ist religiös geprägt und ein Zopf der abgeschnitten gehört, ohne wenn und aber. Heute haben wir eine klare Diskriminierung.
      78 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.06.2017 17:56
      Highlight @Rendel: Das Bild der Ehe, das wir hier haben, ist aber hoch Christlich.
      Nur einen Mann und eine Frau, wie es in der Bibel steht.
      Nur dank des langjährigen Kampf gegen diese Ansichten dürfen Homos heiraten.
      Poligamisten kämpfen nicht, habe ich zumindest nie mitbekommen, sie können sich irgendwie arrangieren oder empfinden es nicht als Problem. Trotzdem ist es die Natur, die sie mehrere Partner lieben lässt und die Bibel verbietet das, so auch unsere Gesellschaft.
      14 9 Melden
    • Rendel 24.06.2017 19:27
      Highlight Ich versteh dein _aber_ nicht, Pokus. Ich schrieb ja religiös geprägt und dass derzeit eine Diskriminierung stattfindet.

      Worüber willst du mit mir nun diskutieren?

      Ob man Polygamie auch rechtlich neu absichern soll?

      Oder willst Du die standesamtliche Ehe ganz weg haben? Ich hab keinen Plan was du mit Deiner Antwort nun wirklich ausdrücken wolltest.
      10 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.06.2017 13:35
    Highlight Bitte verwechselt jetzt in der künftgen Diskussion hier die kirchliche nicht mit der juristischen Ehe (um die es hier geht), bitte, bitte! 🙏🙏🙏😉
    79 10 Melden
  • thompson 24.06.2017 13:30
    Highlight Ähm Nein. "DINKS" Homo Lobby hat euch gekauft?
    33 181 Melden
    • #bringhansiback 24.06.2017 14:26
      Highlight Ist da jemand neidisch auf (uns) DINKS?
      27 13 Melden
    • atomschlaf 24.06.2017 14:55
      Highlight @thompson: Was genau hast Du für ein Problem mit Schwulen?
      51 10 Melden
    • Goldfish 24.06.2017 15:26
      Highlight Warum nein? Ergeben sich für Sie Nachteile, wenn Homosexuelle auch heiraten dürfen?
      49 12 Melden
    • phreko 24.06.2017 18:59
      Highlight @thompson, war gerade an der Gay Pride in Split. Auch in deiner Heimat gehts vorwärts.
      27 6 Melden
    • Asmodeus 24.06.2017 19:14
      Highlight Typen wie Thomie können sich nicht mehr besser fühlen.
      17 6 Melden
    • Fabio74 25.06.2017 18:22
      Highlight WIr lassen uns nicht kaufen
      7 0 Melden
  • -woe- 24.06.2017 13:29
    Highlight Es braucht keine "Ehe light"! Entweder man heiratet oder man heiratet eben nicht. Ein bisschen schwanger geht auch nicht.

    Die Ehe soll aber für alle Kombinationen Frau-Mann, Mann-Frau, Mann-Mann, Frau-Frau und alles dazwischen problemlos möglich sein. Mit allen identischen Rechten und Pflichten, auch Adoptionen!
    78 83 Melden
    • Shlomo 25.06.2017 01:05
      Highlight Es ist eher umgekehrt die Ehe als solches sollte abgeschafft werden. Die Bevorteilung der Personen in einer Ehe gegenüber alleinstehenden, sei es bei den Steuern oder au beim Erbrecht, sind genauso eine Diskriminierung.
      6 11 Melden
    • Robin der Schreckliche 26.06.2017 11:30
      Highlight @shlomo, es gilt diese ungerechtfertigten Ungleichheiten aus der Welt zu schaffen. Die Ehe und die daraus entstehden Rechtsfolgen bei Trennung und Tod z.B. sind aber durchaus vorteilhaft und überwiegen die Nachteile. Sie garantieren eine gewisse Sicherheit und verhindern leichtfertige Handlungen (v.a. bzgl. der Adoption). Ist die Absicherung doch gerade für die Kinder und deren zuständiger Teil der Mütter/Väter wünschenswert.
      3 0 Melden
    • Shlomo 26.06.2017 15:47
      Highlight @Robin der Schreckliche: aber wiso soll eine Lebensform gegenüber einer anderen steuerlich bevorzugt werden?
      1 1 Melden
    • Robin der Schreckliche 27.06.2017 12:27
      Highlight @shlomo es geht nicht um die Bevorzugung. Sondern darum, dass eine Benachteiligung keinen Grund für die Abschaffung des Rechtsinstitut als solches rechtfertigt.
      1 0 Melden
  • Ökonometriker 24.06.2017 13:27
    Highlight Die Devise hier sollte lauten: das Eine tun und das Andere nicht lassen.

    Gut wäre auch, wenn es eine Form der Ehe auf Probe gäbe. Derzeit müssen binationale Paare (immerhin 40 Prozent aller Ehen) heiraten, wenn ein Partner aus einem Drittstaat kommt und sie zusammenleben wollen. Ein Ausprobieren ist nicht möglich. Das führt dazu, dass bei manchen Leuten die finanziellen Aspekte einer Ehe zu sehr in den Vordergrund rücken...
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    • Rendel 24.06.2017 15:00
      Highlight Die meisten binationalen Paare finden in der Schweiz zusammen und beide Partner leben schon hier. Die können jederzeit im Konkubinat eine Ehe auf Probe führen, bevor sie heiraten.

      Und wie lang soll diese Probezeit dauern? Und welche Stelle entscheidet dann, wenn sich das Paar über das Scheitern der Probe nicht einig ist? Ich weiss nicht was sie damit wollen?

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    • Ökonometriker 25.06.2017 08:51
      Highlight @Rendel: das ist genau das Problem. Die Ehe ist ein zu starres Konzept. Sie sollte in verschiedene Teile gesplittet werden, welche jeweils eigene Rechte und Pflichten umfassen:

      1) Recht zusammen zu leben
      2) Gegenseitige materielle Absicherung
      3) Gegenseitiges Besuchs- und Vertretungsrecht
      4) Adoptionsrecht

      Diese Rechte können an unterschiedliche Anforderungen gebunden sein. Die Paare können dann selbst entscheiden, in welchen Bereichen sie kooperieren wollen. Es macht keinen Sinn, den Leuten ein Gesamtpaket aufzuzwingen.
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    • Rendel 25.06.2017 10:04
      Highlight Ich kann mit das dann so vorstellen: Jemand nimmt dann z.B. eine Thailänderin mit, oder einen Brasilianer und wenns einem nicht mehr passt, werden die Leute zurückgeschickt und man holt sich wieder wen Neues. Find ich irgendwie nicht in Ordnung.
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    • Ökonometriker 25.06.2017 14:42
      Highlight @Rendel: das ist schon heute so... würde sich nichts ändern. Man kann ja die heutige Regelung, dass der Partner bleiben darf wenn die Scheidung nach ein einer gewissen Anzahl Jahren erfolgt, beibehalten.
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    • Rendel 25.06.2017 16:00
      Highlight Ich weiss immer noch nicht was sie wollen, ja keine Unterhaltszahlungen zahlen müssen? Und wenn es sonst ums Geld geht, gibt es auch Eheverträge.
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    • Ökonometriker 26.06.2017 06:43
      Highlight @Rendel: Genau, z.B. keine gegenseitige Unterhaltspflicht, wenn man mit seinem Partner zusammenleben oder ein Kind adoptieren will. Oder z.B. die Möglichkeit, sich gegenseitig Besuchsrechte einräumen ohne einen Pflichtteil des Vermögens vererben zu müssen.
      Einfach die Möglichkeit, die Beziehung mit dem Partner an die individuellen Bedürfnisse des Paares anzupassen.
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    • Robin der Schreckliche 26.06.2017 11:35
      Highlight @ökonometiker, wer A sagt muss auch B sagen. Eine Einigung bzgl. eines Punktes der 4 zu treffen würde zu noch gröberen und vorallem schwerwiegenden Nachteilen eines Ehe/ Elternteils fürhen. Subjektiv dann schlimmer als ein gezwängtes Gesamtpacket. Und sonst gibts nich die Vertragsfreiheit.
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    • Rendel 26.06.2017 13:08
      Highlight Sollte ich sterben, warum soll der Partner nicht erben? Ich würde dem Partner das gönnen. Ist ein Kind da, warum soll ich Mutter und Kind nicht unterstützen, damit das Kind gut aufwachsen kann?

      Für das Besuchsrecht z.B. im KH, würde ja auch eine Verfügung reichen, die man einführen kann. Das würd ich begrüssen.
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    • Ökonometriker 26.06.2017 14:39
      Highlight @Rendel: es ist Ihr gutes Recht, dem Partner alles zu vererben.
      Aber warum sollte es vorgeschrieben sein dem Partner min. einen Viertel zu vererben, wenn man heiratet? Warum kann man nicht z.B. den Kindern alles vererben und den Unterhalt ausschliessen? Ich möchte als erwachsener Bürger meine Ehe frei gestalten können.
      Meine Frau ist beispielsweise aus (ausländischem) reichem Hause. Warum können wir jetzt das Finanzielle nicht ausschliessen und trotzdem zusammenleben? So musste sie um mit mir zusammen zu sein ein grosses finanzielles Risiko eingehen, ohne dass wir das wollten.
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    • Rendel 26.06.2017 16:12
      Highlight Sie können ihre Ehe frei gestalten, innerhalb des gesetzlichen Rahmens.

      Die Ehe ist eine gesetzlich geregelte Solidargemeinschaft und dient zum Schutz von Kindern und Partnern. Wer dazu nicht bereit ist ja zu sagen, der lässt es eben oder zieht in ein anders Land, wo die Idealvorstellung gelebt werden kann oder lebt eben im Konkubinat. Im Konkubinat gibt es kein Pflichtteil beim Erbe.




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  • Shlomo 24.06.2017 13:24
    Highlight Anstelle der "Ehe für alle" sollte man lieber das ganze Konstrukt Ehe abschaffen. Denn nur dann kann die zum Himmel schreiende Ungleichbehandlung von sowohl homosexuellen als auch heterosexuellen nicht verheirateten Paaren überwunden werden.
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  • stadtzuercher 24.06.2017 13:21
    Highlight Ein positiver Nebeneffekt der Ehe für gleichgeschlechtlichen Paare wird sein, dass sie die Diskriminierungen der Geschlechter in der klassischen Ehe entlarvt und in Frage stellt. Das ist gut so.
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    • Spinoza 24.06.2017 13:57
      Highlight Inwiefern werden in der klassischen Ehe die Geschlechter diskriminiert?
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    • atomschlaf 24.06.2017 14:57
      Highlight @Spinoza:
      z.B.
      - Generalverdacht gegen den Mann bei häuslicher Gewalt
      - Männerfeindliche Scheidungsurteile

      Heteros kennen sicher noch mehr Beispiele...
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    • Turi 24.06.2017 20:40
      Highlight Witwenrente, Unterhaltsleistungen etc
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    • Spinoza 24.06.2017 22:19
      Highlight @atomschlaf und Turi: Das hat was, danke für die Erläuterung. Wenigstens wurde die systematische Benachteiligung beim Sorgerecht eingeschränkt, das lässt hoffen, dass andere Bereiche bald folgen.
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  • DerTaran 24.06.2017 13:17
    Highlight Unverständlich, dass es noch nicht zur Abstimmung gekommen ist. Ich bin überzeugt, dass die Ehe für alle eine überragende Mehrheit finden würde.
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    • Roman h 24.06.2017 15:04
      Highlight Kann ich auch nicht verstehen.
      Die homosexuellen haben doch grosse Vereine.
      Wie schwer kann es da sein die paar Unterschriften zu bekommen.
      Sogar die Juso kann das und ich denke mal die haben weniger Mitglieder.
      Anstatt nur vorderen können die doch selber was auf die Beine stellen
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    • Jason84 24.06.2017 16:29
      Highlight Diejenigen die diese Abstimmung hinauszögern und/oder blockieren haben wohl das selbe als Befürchtung.
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