Schweiz

Der Aussenminister wirkte in letzter Zeit zunehmend isoliert. Bild: KEYSTONE

Burkhalter flüchtet und hinterlässt eine Grossbaustelle

Mit seinem plötzlichen Rücktritt hat Aussenminister Didier Burkhalter ganz Bundesbern überrascht. Dabei wirkt er wie ein Déjà-vu: Schon einmal ist der Neuenburger vor einer verfahrenen Lage davongerannt.

14.06.17, 18:13 15.06.17, 07:24

Wer tritt als Nächstes aus dem Bundesrat zurück? So lautet eine Lieblingsfrage in Bundesbern, nicht zuletzt unter Medienleuten. Doris Leuthard (CVP) als Amtsälteste galt als Anwärterin Nummer eins, gefolgt von Johann Schneider-Ammann (FDP). Seinen Parteikollegen Didier Burkhalter hatte kaum jemand auf der Rechnung. Umso überraschter wurde sein Rücktritt zur Kenntnis genommen.

«Ich habe einfach Lust, etwas anderes zu machen», sagte der 57-jährige Neuenburger vor den Medien. Das Bedürfnis sei plötzlich gekommen. Burkhalter sprach von einer «Welle». Den Entscheid habe er am letzten Sonntag gefällt. Man kann es auf den ersten Blick nachvollziehen. Er ist in einem Alter, in dem man noch einmal einen Neuanfang riskieren kann.

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Didier Burkhalter legt sein Amt als Bundesrat nieder

So richtig abkaufen mag man ihm diese Begründung trotzdem nicht. Vielmehr drängen sich zwei Interpretationen für seinen Abgang auf. Beide hängen zusammen mit dem institutionellen Rahmenabkommen, über das derzeit mit der Europäischen Union verhandelt wird. Von ihm hängt die Weiterentwicklung des bilateralen Weges ab. Doch die Diskussion ist blockiert.

Zunehmend isoliert

Weil das Abkommen selbst in seiner Partei wenig Rückhalt geniesst, wirkte Burkhalter zunehmend isoliert. Er war in den letzten Monaten kaum noch präsent. Seine Nicht-Kommunikation sorgte in Bern zunehmend für Unmut. Auch im Bundesrat scheint der Geduldsfaden gerissen zu sein. Dafür spricht die am Wochenende in den Medien kolportierte Aussage von Bundespräsidentin Doris Leuthard, sie wolle beim Rahmenabkommen vorwärts machen.

Didier Burkhalter lieferte an seiner Medienkonferenz selber einen Hinweis in diese Richtung: Er habe seinen Rücktritt nicht nach der Bundesratssitzung vom nächsten Freitag angekündigt, weil er den Entscheid nicht mit der traktandierten Diskussion über die Europapolitik verknüpfen wollte.

Schon einmal geflüchtet

Die positive Interpretation lautet deshalb: Burkhalter macht mit seinem Abgang den Weg frei für einen Neustart im Europa-Dossier. Dieses werde sich aber kaum in die Richtung entwickeln, die er sich wünsche, sagte der Aussenminister. Ein Wechsel im Bundesrat werde möglicherweise eine ganz neue Dynamik hinein bringen: «Das Spiel ist offen.»

Der Vorsitz der OSZE 2014 war das Highlight von Burkhalters Amtszeit als Aussenminister. Bild: EPA/KEYSTONE

Es gibt aber auch eine weniger schmeichelhafte Auslegung: Der Neuenburger Freisinnige ergreift angesichts der verfahrenen Lage die Flucht. Es wäre nicht das erste Mal. Nach seiner Wahl in den Bundesrat übernahm er 2009 von seinem Vorgänger Pascal Couchepin das Departement des Innern. Nach nur etwas mehr als zwei Jahren wechselte er ins Aussendepartement.

Gute Figur bei der OSZE

Der rasche Abgang wurde von Medien und Politik als Flucht vor dem Reformstau im Sozial- und Gesundheitswesen interpretiert. Tatsächlich war Burkhalter in seiner kurzen Amtszeit im EDI wenig gelungen. Die Revision der beruflichen Vorsorge wurde vom Stimmvolk wuchtig versenkt, die 11. AHV-Revision scheiterte in der Schlussabstimmung im Parlament.

Als Aussenminister machte Didier Burkhalter eine gute Figur, nicht zuletzt als die Schweiz 2014 die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) präsidierte. Seine Performance wurde von den Medien allerdings etwas überhöht geschildert.

Penetranter Optimismus

Mehr Mühe hatte er mit diplomatischer Knochenarbeit, insbesondere gegenüber der EU. Bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative nervte er mit seinem penetranten Optimismus. Eine Einigung mit Brüssel kam nicht zustande, die Schweiz musste sie einseitig umsetzen. Der Abgang des glücklosen Staatssekretärs Yves Rossier, den er aus dem EDI «mitgebracht» hatte, war kein Ruhmesblatt.

Didier Burkhalter tritt per Ende Oktober als Bundesrat zurück

Die Grossbaustelle Rahmenabkommen überlässt er seinem Nachfolger – oder seiner Nachfolgerin. Denn Burkhalters Rücktritt könnte eine Chance sein für Simonetta Sommaruga (SP), das ungeliebte Justizdepartement hinter sich zu lassen. Sie hat genügend Erfahrungen im Verhandeln auf europäischer Ebene gesammelt – und im politischen Nahkampf mit der SVP.

Wer auch immer das Aussendepartement übernimmt: Didier Burkhalters Rücktritt ist tatsächlich eine Chance, um neuen Schwung in die verfahrenen Beziehungen mit der EU zu bringen. Ob Flucht oder nicht: Der FDP-Bundesrat hätte der Schweiz damit einen Gefallen getan.

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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reputationscoach 15.06.2017 14:33
    Highlight Burkhalter


    Was soll man davon halten?
    Burkhalter will nicht mehr walten...

    Die Burka wird es wohl nicht sein...
    lässt EU Richter ganz allein.

    Platzhalter oder temporärer Aushalter?
    Gott behüte; Abkommensspalter?

    Wieder privater leben will er...
    offene Pendenzen sind zu schwer?


    1 0 Melden
  • pachnota 15.06.2017 07:59
    Highlight Ob man ihn gut finden oder nicht, ist doch letztendlich eine Frage der eigenen Einstellung.
    Wenn man selbst gerne in die EU möchte, ja... dann findet man Burkhalter wohl toll.
    12 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.06.2017 07:07
    Highlight Burkhalter war EU hörig, er wollte dem Schweizervolk fremde Richter aufschwatzen und sein letzt "Cup" als er Pascal Baeriswyl zur Nr. 2 im Aussenministerium machte, ist schon fast ein Anschlag auf unser Land. Ich hoffe er wird durch einen bürgerlichen Bundesrat/ätin ersetzt.
    12 8 Melden
  • ujay 15.06.2017 05:34
    Highlight Peter. So gesehen darf kein/e Bundesrat/in je zuruecktreten oder das Ressort wechseln. Jede/r hinterlaesst offene Dossiers. Also laeuft nach deiner Theorie jeder vor Problemen davon.
    13 6 Melden
  • _stefan 15.06.2017 00:17
    Highlight Ich hatte bei der Pressekonferenz eher das Gefühl, dass er einfach keine Energie mehr hat. Er wirkte zermürbt. Ich mag ihm eine Pause gönnen.
    8 4 Melden
  • Beri_sha_24a 14.06.2017 23:40
    Highlight Mein Onkel arbeitet seit 35 Jahren auf der Baustelle. Wenn man ihn fragt, ob es beruflich läuft, sagt er immer "eine Baustelle steht immer an". Dies ist bei Didier Burkhalter genau gleich. Eine Baustelle steht immer an, egal wann man als BR abtritt. Einige Baustellen sind grösser als die anderen, aber einen perfekten Abgang gibt es meiner Meinung nach nicht. Herr Burkhalter hat 5 Jahre lang Leute von Konflikten aus aller Welt zum Dialog in die CH gebracht und auch bei heiklen Themen mit der EU und sonstigem klaren, vernünftigen Kopf bewiesen. Vielen Dank, Herr Bundesrat Didier Burkhalter!
    7 7 Melden
  • pachnota 14.06.2017 22:55
    Highlight Burkhalter war wohl der schlechteste BR, seit Leuenberger.
    17 18 Melden
  • Firefly 14.06.2017 22:42
    Highlight Davon rennen oder seine begrenzte Energie und Zeit für sinnvolleres nutzen? Kommt immer auf die Perspektive an.
    29 7 Melden
  • watsonfellow 14.06.2017 22:13
    Highlight Schade, dass Watson mich nach meiner 2 monatigen 20Min-Abstinenz (da alles reisserisch und negativ gefärbt war) auch beginnt zu enttäuschen mit Spekulationen über wieso und warum und weshalb... kaum ist die Information einen halben Tag alt.
    Ich meinerseits (parteilos) fand Burkhalter einen der besten momentanen Bundesräte, der das Recht hat nach 8 Jahren abzutreten, egal ob ein Dossier abgeschlossen ist oder nicht. Das ist besser, als ein Dossier totzureiten, nur weil man das so macht! Politik geht immer. weiter und hat nie ein Ende!
    74 20 Melden
    • pachnota 14.06.2017 22:45
      Highlight Und was bitte, fandest du denn sooo gut an ihm?
      24 39 Melden
    • watsonfellow 14.06.2017 23:08
      Highlight @pachnota: Seine Vermittlerrolle, sein politisches Geschick, seine Art!
      Übrigens habe ich nicht geschrieben, dass ich ihn sooo gut fand, nur das er einer der besten wahr! Nicht ein grosses Maul macht einen guten Politiker aus! Genauso wenig, wie herablassende Kommentare einen guten Kommentator ausmachen! Meine Meinung! Deine Meinung! Punkt!
      13 6 Melden
    • Enzasa 15.06.2017 00:00
      Highlight Ein Dossier totzureiten oder ein Dossier abzuschließen, da liegen Weltwn dazwischen
      7 1 Melden
  • Spooky 14.06.2017 22:03
    Highlight "Das Bedürfnis sei plötzlich gekommen."

    Ich vermute, Burkhalter ist bipolar.
    14 42 Melden
  • Lichtblau 14.06.2017 21:54
    Highlight Das mit der "Lust" kommt bei mir in Sachen Bundesräte nicht wirklich gut an. Der eine hat "kei Luscht", der andere "Lust auf etwas Neues". Und dies bei Männern, die so gar nichts Lustbetontes an sich haben. Bisschen salopp. In der Kommunikation der Herren nach aussen sollten Lustgefühle nicht die Hauptrolle spielen.
    33 21 Melden
    • Chrutondchabis 15.06.2017 00:37
      Highlight Lustblau wäre ein schöner Benutzername, da würde ich auch bis zum Ende lesen. Aber so.... Nene du, keine Lust.
      5 3 Melden
  • ev0lution 14.06.2017 21:40
    Highlight Mit der SVP im BR und deren Wählerinnen und Wähler die die Schweiz lieber in den Abgrund steuert anstatt Kompromisse einzugehen, kann ich das ganz gut verstehen!
    40 42 Melden
  • Share 14.06.2017 21:33
    Highlight respect
    23 14 Melden
  • pachnota 14.06.2017 21:28
    Highlight Am besten würde Simonetta ebenfalls gleich gehen!
    79 127 Melden
    • Raphael Stein 14.06.2017 21:59
      Highlight Stammtisch geblaber.
      64 41 Melden
    • Juliet Bravo 14.06.2017 22:02
      Highlight wieso?
      38 14 Melden
    • Serjena 14.06.2017 22:04
      Highlight @pachnota hast dich verirrst, dein Platz ist doch auf 20Min.
      51 24 Melden
    • pachnota 14.06.2017 22:41
      Highlight Na einfach:
      weil Simonetta zur Zeit, mit ihrer helvetischen Variante, der Willkommenskultur, in der CH grossen und leider nachhaltigen Schaden anrichtet.
      44 73 Melden
    • lichtler 14.06.2017 22:58
      Highlight Also der BR ist nach wie vor bürgerlich (2x FDP 2x SVP und ja auch 1x cvp). D.h. Wenn der BR will könnte er Frau sommaruga locker zwingen Dinge zu äbdern...
      8 6 Melden
    • Raphael Stein 15.06.2017 00:09
      Highlight ....grossen und leider nachhaltigen Schaden....

      tut sie nicht. Informier dich mal.

      ...dein Platz ist doch auf 20Min.....

      hält man nicht mal 5Min aus.





      7 10 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 00:28
      Highlight Pachnota; Wie genau äussert sich die Willkommenskultur? Indem man Menschen auf der Flucht anständig behandelt?
      8 8 Melden
    • p4trick 15.06.2017 00:29
      Highlight @pachnota Leute mit deiner Einstellung führen der Schweiz nachhaltigen Schaden zu! Und das schlimmste daran, sie merken es nicht einmal.
      9 10 Melden
    • Juliet Bravo 15.06.2017 02:01
      Highlight Ihre "Art der Willkommenskultur" war das Bestreben einer gesamteuropäischen Lösung. Koordinierte Aufnahme von gerecht verteilten Kontingenten - auch für Polen, Ungarn und Tschechien, die bei 2% Ausländeranteil *0* aufnehmen. Die damals in Scharen vor totalitären Regimes der Kommunisten auch in den Westen flohen und mit offenen Armen bei uns aufgenommen wurden. Jeder hätte je nach Grösse seinen Anteil aufzunehmen.
      Anstelle lässt man die gebeutelten Staaten Italien oder Griechenland mit dem Problem alleine. So geht das nicht.
      11 7 Melden
    • Fairness_3 15.06.2017 04:00
      Highlight @Serjena: Hauptsache wieder Vorurtile schüren.
      3 6 Melden
    • bracher tinu 15.06.2017 06:49
      Highlight @pachnota, Kommt auf die Perspektive an! Ohne die ganzen "Wirtschaftsflüchtlinge", würden in der ganzen Asylindustrie tausende SP-Wähler arbeitslos!
      11 4 Melden
    • pachnota 15.06.2017 08:12
      Highlight @Juliet Bravo
      Und wozu haben wir ein Schengen Abkommen unterzeichneten. Wieso könnte man sich diese Situation nicht vorher überlegen? Wenn Schengen nicht so wichtig ist, wieso müssen wir uns an die PFZ halten?
      @Franco
      Natürlich nicht. Es bedeutet, zu viele Leute in,sLand zu lassen, ohne einen Plan zu haben, was mit diesen eines Tages geschehen soll.
      Dies ist sicher bequemer, als einen Verantwortungsvollen Umgang mit dem Phänomen der Massenmigration.
      Überigens handelt es sich nicht um "Flüchtlinge" sondern oft um Glücksritter.
      5 7 Melden
    • FrancoL 15.06.2017 10:42
      Highlight @Pachnota: VERANTWORTUNG ist kein einfaches Wort. Bei Dir ist dies immer die Verantwortung für Dein eigenes Umfeld, für andere ist es die Verantwortung für die weitere Umgebung, für wirklich verantwortungsbewusste Menschen ist es die Verantwortung für ein weites Umfeld von dem wir leben, in dem wir handeln und unsere Gewinne erzielen, ohne dieses Umfeld wir gar nicht überlebenstüchtig wären und dieses Umfeld heisst nicht Schweiz, es ist ein weit grösseres Gebilde!
      Das andere die Verantwortung für mehr als nur ihr eigenes Land übernommen haben zeigt die Befriedung nach dem 2.WK; unser Glück!
      3 2 Melden
    • Sophia 15.06.2017 11:22
      Highlight Es ist immer das Gleiche, Alles Humane wird von Rechts niedergemacht. Beispiel? Wie war die Lage in Ungarn? Hundertausende Flüchtlinge in diesem Land, der Bahnhof in Budapest fast ausser Betrieb. Niemand da, der diese Menschen irgendwo anständig unterbringen konnte, freiwillige Helfer verhinderten ein Desater an Hunger und Durst. Da kam die Merkel mit ihrer humanistischen Gesinnung und öffnete die Grenzen nach Deutschland. Der Dank? Der Orban, der Oberautist, von der Merkel gerade politisch grettet, beschimpfte diese Kanzerin auf schlimmste.
      Der Burkhalter auch von rechts gefällt!
      5 5 Melden
    • Juliet Bravo 15.06.2017 12:03
      Highlight Pachnota, e heisst Dublin.
      2 1 Melden
  • a-n-n-a 14.06.2017 21:04
    Highlight Go Simonetta! Für Gewisse könnte sie den Weltfrieden herstellen und die würden noch meckern, deshalb: Why not!?
    54 77 Melden
    • Wisegoat 14.06.2017 21:27
      Highlight .....und für gewisse könnte sie in eine schüssel spucken und sie würden es als weihwasser betrachten.
      66 61 Melden
    • bracher tinu 15.06.2017 06:48
      Highlight "Weltfrieden herstellen"

      Wäre mal eine Abwechslung! Bisher hat sie ja nur Gewalt und Terror in die Schweiz gebracht!
      7 10 Melden
    • SemperFi 15.06.2017 15:18
      Highlight @bracher tinu: Oja, aufmerksam beobachtet. Die Schweiz geht in einer Terrorwelle unter. Warum hört man nur nichts darüber? Ah, ja die Lügenpresse verschweigt es uns natürlich.
      6 0 Melden
    • Sophia 21.06.2017 20:15
      Highlight Richtig, Anna! Die meisten Schafe lieben ihre Metzger!
      1 0 Melden
  • Alnothur 14.06.2017 20:50
    Highlight Och nöö, bitte nicht Sommaruga ins EDA...
    55 42 Melden
    • Makatitom 14.06.2017 21:29
      Highlight Oh doch! und Maurer ins EJPD, mal schauen, ob er ein grösseres Chaos anrichten kann als der Herrliberger
      62 38 Melden
  • p4trick 14.06.2017 20:47
    Highlight Der wohl beste Bundesrat seit langem :-(
    56 36 Melden
    • pachnota 14.06.2017 21:29
      Highlight wer?
      26 39 Melden
    • watsonfellow 14.06.2017 22:57
      Highlight @pachnota: Im Artikel geht es um Burkhalter! Ich gehe davon aus p4trick meint ihn!
      3 3 Melden
  • Sophia 14.06.2017 20:15
    Highlight Er hat ja alles versucht und nichts gewonnen, weil niemand den Fünfer und's Weckli haben kann. Alles, was der einstige "Wunderknabe" der FDP anfasste, wurde ihm verübelt. Das für uns lebenswichtige Thema Europa ist völlig verfahren seit der Annahme der MEI. Wie soll da einer weiterkommen, wenn es immer wieder heisst: Fremde Richter? auf keinen Fall, Freier Personenverkehr? auf keinen Fall, Freier Warenverkehr? auf keinen Fall, transparente Banken? auf keinen Fall. Der Burkhalter ist offenbar der einzige in Bern, der wusste, dass Europa nicht von der Schweiz abhängig ist, also musste er weg.
    82 28 Melden
    • who cares? 15.06.2017 00:14
      Highlight Ist auch niemandem klar, dass die EU im Moment grössere Probleme hat und darum nicht immer Zeit für irgendwelche schweizer Interessen hat
      2 3 Melden
  • Walter Sahli 14.06.2017 19:45
    Highlight Burkhalter ist vermutlich einer der Besten, die man für dieses bescheidene Gehalt für diesen Job kriegen kann.
    84 26 Melden
    • blueberry muffin 15.06.2017 06:15
      Highlight Nichts erreicht = einer der Besten?
      10 7 Melden
    • Sophia 15.06.2017 10:50
      Highlight Für den Preis schon, blueberry! Und nach unserer bitteren Maria wählen wir uns die eher mittelmässig Dummen in den Bundesrat, damit die SVP den politischen Kurs bestimmen kann;-)
      1 1 Melden
    • blueberry muffin 15.06.2017 11:14
      Highlight Das stimmt natürlich. CEOs werden ja normalerweise besser bezahlt fürs Firmen an die Wand fahren. Da ist nichts tun wohl besser. ;)
      1 0 Melden
  • Amboss 14.06.2017 19:43
    Highlight Sicher sehr treffende Analyse bezüglich Burkhalter.

    Betreffend Rahmenabkommen bin ich aber der Meinung, es braucht jetzt nicht jemanden, der "beim Rahmenabkommen vorwärts" macht, sondern jemand, der realistisch ist.
    Und das heisst: Ein Rahmenabkommen ist doch absolut unrealistisch. chancenlos. Unerklärbar, weshalb es das brauche.

    Die Bilateralen in der jetzigen Form sind DAS Abkommen, welche die Beziehung CH-EU auch in den nächsten 20 Jahren regeln wird. Der Burkhalter-Nachfolger muss die Bilateralen sichern. Mehr ist unmöglich.

    25 16 Melden
    • Alnothur 14.06.2017 21:16
      Highlight Seltsam, hätte Burkhalter doch ein Rahmenabkommen in der Tasche gehabt, aber der Rest in Bern wollte nicht.
      18 6 Melden
    • Peter 14.06.2017 22:11
      Highlight Ohne Rahmenabkommen gibt es keine neuen Verträge und die Weiterentwicklung der heutigen muss stets mühsam neu ausgehandelt werden. Das sind keine tollen Perspektiven für die nächsten 20 Jahre.
      20 19 Melden
    • Amboss 14.06.2017 23:07
      Highlight @Peter:Die Frage ist wirklich: müssen die Verträge denn weiterentwickelt werden? Bin mir da nicht so sicher. Und wenn beide Seiten Interesse haben, dann findet man sich auch. Auch wenn's mühsam ist.


      Für ein Rahmenabkommen muss man über etwas abstimmen lassen, dessen Auswirkungen man nur erahnen kann. USR III lässt grüssen. Chancenlos. Unmöglich, das durchzubringen.


      Deswegen muss man realistisch sein und einfach mal schauen, dass die bisherige Basis, die Bilateralen, bestehen bleibt, was KEINE Selbstverständlichkeit ist.
      2 2 Melden
    • Sophia 15.06.2017 10:59
      Highlight Ich lese hier immer "realistisch", was soll denn das sein? Den folgenden Erläuterungen entnehme ich dann, dass das Stillstand bedeutet. Wenn die Schweiz in der Welt etwas ereichen will, dann muss sie sich auch an der Welt beteiligen und sich engagieren, es wird nicht gut gehen, sich immer nur die Rosinen rauszupicken. Es kann doch nicht sein, auf die launische Volkes-Stimme zu hören, wenn das Volk Angst vor der Zukunft hat. Meiner Meinung nach brauchen wir Politiker mit Mut und Überzeugungskraft, dann bekommen wir auch die Zustimmung des Volkes für echte Verhandlungen mit der EU!
      1 1 Melden
    • Amboss 15.06.2017 21:45
      Highlight @sophia. Hör bitte mal mit diesem "Rosinenpickerei" auf. Die Schweiz betreibt keine Rosinenpickerei und hat es nie getan. Wir haben Verträge, Abkommen, die BEIDEN nützen.

      Ansonsten: Das Rahmenabkommen ist nicht Nabel der Welt. Wir haben dank der Bilateralen eine gute Basis, und wenn man nicht weitergehen will/kann, ist das halt so.

      Ich bleibe dabei: Das Rahmenabkommen ist nicht vermittelbar. Eine Blackbox. Man stimmt etwas zu und hat null Ahnung, was man bekommt dafür. Da können die Befürworter nicht so viel Mut, Freude, Drang zeigen
      2 1 Melden
    • Sophia 16.06.2017 16:18
      Highlight "Nutze deine jungen Tage,
      Lerne zeitig klüger sein:
      Auf des Glückes großer Wage
      Steht die Zunge selten ein;
      Du mußt steigen oder sinken,
      Du mußt herrschen und gewinnen,
      Oder dienen und verlieren,
      Leiden oder triumphieren,
      Amboß oder Hammer sein."
      Siehste Amboss, deine Argumente sind alle destruktiv! Nichts geht, nichts ist vermittelbar, niemand ist der Nabel und niemand pickt Rosinen! Natürlich pickt die Schweiz Rosinen, das finde ich nichts Negatives, nur geht das nicht immer! Die Guillotine-Klausel war nichts anderes, als ein Werkzeug der EU, genau diese Rosinenpickerei nicht zuzulassen.
      0 1 Melden
  • Wolf2000 14.06.2017 19:28
    Highlight Lieber Berset. Der regt mich mehr auf.
    27 48 Melden
    • Wisegoat 14.06.2017 21:30
      Highlight Prämienanstieg-Alain. Für unsere jährlichen +20% sorgt er vorbildlich und konstant.
      36 28 Melden
    • Pedro Salami 14.06.2017 22:09
      Highlight Prämienanstieg gab es schon bei Bersets Vorgänger wie auch bei dessen Vorgänger und auch bei dessen Vorgänger u.s.w.
      28 8 Melden
    • Theor 14.06.2017 22:18
      Highlight Das muss man gar nicht blitzen, da hat der Wolf schon recht! Die verdammte Krankenkassenprämie kann man kaum noch bezahlen, die Prämienerleichterung versteckt sich hinter einem jahrelangen Verfahren mit veralteten Indikatoren und der Berset sieht schlichtweg keinen Handlungsbedarf! Ist der überhaupt schon jemals aktiv geworden in seinem Amt? Mir scheint, der sitzt,seit er gewählt wurde, morgens nur auf seinen Stuhl und dreht sich achteinhalb Stunden, um sich die Zeit zu vertreiben, bis Feierabend ist.
      19 23 Melden
    • Juliet Bravo 14.06.2017 22:22
      Highlight Tja - wir hätten besser die (kantonalen) Einheitskassen angenommen. Aber das ist ja wie in den USA des Teufels. Die Risiken wären perfekt über alle - jung und alt - krank und gesund - ob Frau mit dem "Risiko Schwangerschaft" oder junger gesunder Mann - ausgeglichen.
      Liebe Leute: wir haben ein System bei der Gebäudeversicherung gegen 9 Elementargefahren (Hagel, Überschwemmung, Lawinen, Murgang etc.). Einheitskassen bewirken niedrige Prämien - nur durch die simple Integration aller Risiken. Die "perfekte" Verteilung der Versicherten.
      39 11 Melden
    • marmuel 15.06.2017 00:49
      Highlight @juliet noch 2-3 mal drüber abstimmen dann wird es auch der Letzte begriffen haben
      3 2 Melden
    • Juliet Bravo 15.06.2017 02:15
      Highlight zum Beispiel die 1808 gegründete grundsolide GVZ Gebäudeversicherung ZH: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gebäudeversicherung_Kanton_Zürich

      Analog gibts das in 19 Kantonen bis hin zur Assekuranz Ausserrhoden oder SG. Keine Kommunistischen Kantone - wahrlich😅
      Nach diesem Beispiel günstige kantonale Einheitskassen aufziehen.
      2 2 Melden
    • bracher tinu 15.06.2017 06:43
      Highlight Genau, mit einer Einheitskasse gehen die Leute nicht mehr zum Arzt, die sind einfach plötzlich Gesund! Haben Sie sonst noch so Ideen?
      0 4 Melden
    • Sophia 15.06.2017 11:07
      Highlight Richtig Juliet, bravo! Der Berset hat KK betreffend alles versucht, er ist im Moment mit Sicherheit der beste Bundesrat, aber die bürgerlichen blocken alles ab. Alles viel zu teuer, alles viel zu sozialistisch usw. Aber eine KK ist wie eine AHV oder wie hier richtig bemerkt, wie die Gebäudeversicherung, sie dient allen und nützt allen und ist für alle da, also wäre es richtig, sie zu vereinheitlichen.
      Wenn da nicht die vielen Funktionäre wären, die dann überflüssig würden!
      Nur ist das ja nicht das Thema hier! Sondern ein fixfertiger BR, dem man alles vermiest, und der keine Kraft mehr hat.
      1 1 Melden
    • blueberry muffin 15.06.2017 11:17
      Highlight Ihr hättet die Einheitskasse annehmen können. Da kann Berset nichts dafür.
      2 1 Melden
  • Triple 14.06.2017 19:21
    Highlight Hat der Herr Burkhalter überhaupt in Bern angefangen? Habe die letzten Jahre nicht viel vom ihm gehört....
    23 56 Melden
    • Firefly 14.06.2017 21:18
      Highlight Er ist ja auch Außenminister, und für jemanden der nicht über den Tellerrand gucken will, kann und sich nu für seinesgleichen interessiert...
      63 8 Melden
    • meliert 14.06.2017 21:42
      Highlight in jeder Firma hätte ein solcher MA nicht lange überlebt!
      9 27 Melden
    • Raphael Stein 14.06.2017 22:01
      Highlight Firefly ... souveräne Antwort
      21 3 Melden
    • Firefly 14.06.2017 22:34
      Highlight Meliert, zum Glück ist die Schweiz keine Firma, und hoffentlich wird sie auch nie eine. Demokratie ist nicht Privatwirtschaft.
      25 6 Melden
  • Wolf2000 14.06.2017 19:21
    Highlight Nur weil wir nicht in die EU wollen sind wir nicht isoliert?!?
    19 23 Melden
    • Tsunami90 14.06.2017 21:51
      Highlight Wir müssen nicht in die EU, aber wir müssen die Konsequenzen akzeptieren. Eine gweisse wirtschaftliche und politische Isolation gehören da dazu.
      25 8 Melden
    • pachnota 14.06.2017 22:50
      Highlight Dafür mehr Bürgerrechte!
      14 12 Melden
  • Thinktank 14.06.2017 19:14
    Highlight Der gekränkte Didi schleicht sich davon und vorher legt er seiner ihn verschmähenden Partei mit Baeriswyl noch ein Kuckucksei ins Nest. Was der Schweiz fehlt, sind Visionäre, die sich fürs Volk einsetzen.
    24 59 Melden
  • Calvin WatsOff 14.06.2017 18:57
    Highlight Bei der momentanen Konstellation geht ein ganz Guter wenn nicht der Beste dieser Sieben. Ein stiller angenehmer Mensch, mit dem Herzen am richtigen Fleck. Ein Mann der besonnenen Worte. alles Gute Monsieur Burkhalter. 😔
    72 16 Melden
  • Hierundjetzt 14.06.2017 18:49
    Highlight Oder ganz einfach, er will jetzt endlich eine Stelle in einer internationalen Organisation. Lange genug hat er dafür jahingearbeitet.

    Das würde auch seine peinliche Nicht-Kommunikation in der Causa Türkei erklären.
    23 21 Melden
    • meliert 14.06.2017 21:43
      Highlight und endlich richtig absahnen
      12 9 Melden
  • Schnurri 14.06.2017 18:43
    Highlight Am besten übernimmt ein SVPler das EJPD dann merken die SVPler was für ein Job BR sommaruga gemacht hat bzw. immer noch macht.
    51 28 Melden
  • Tepesch 14.06.2017 18:31
    Highlight Der Ueli soll das Aussendepartement übernehmen, dann darf endlich die SVP mit der EU verhandeln, die wiessen ja angeblich wie das am besten geht 😉
    63 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.06.2017 21:21
      Highlight @ Peter
      gab, gibt oder wird es jemals einen BR geben, der eines seiner Dossiers zur Zufriedenheit aller abgeschlossen hat?
      27 4 Melden
    • Walter Sahli 14.06.2017 21:27
      Highlight Die SVP wird sich genauso auf das EDA stürzen, wie sie sich auf das EJPD gestürzt hat...
      28 6 Melden
    • Makatitom 14.06.2017 21:32
      Highlight Lieber das EJPD, dort kann er nicht ganz so viel kaputt machen
      22 9 Melden
    • Peter 14.06.2017 22:13
      Highlight @Rollei Man kann es nie allen recht machen. Aber bei Problemen einfach davon laufen, kann es auch nicht sein.
      13 18 Melden
    • New Ling 14.06.2017 22:23
      Highlight Dann hätten wir endlich auch unseren "Trumple" 🙄
      4 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.06.2017 23:22
      Highlight @ Peter, dann gibt es erst wieder neue BR wenn einer gestorben ist. Denn Probleme hinterlassen alle, egal wann sie gehen.
      7 2 Melden

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