Schweiz
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Überwachung soll nur in Einzelfällen und mit hohen Hürden erlaubt werden. bild: shutterstock

Überwachung von IV-Betrügern mit GPS? Ja – unter einer Bedingung

Die IV soll Menschen künftig bei Verdacht auf Missbrauch mit GPS-Peilsendern observieren dürfen. Allerdings soll ein Richter die Überwachung genehmigen müssen. Das hat der Ständerat beschlossen. Eine wichtige und richtige Entscheidung – mit einem Makel.

14.12.17, 15:58 15.12.17, 06:27

Der Ständerat debattierte am Donnerstag über die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von IV-Rentnern. 2016 rügte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die Praxis der Schweiz. Denn für die heimliche Überwachung von vermeintlichen Betrügern gibt es bisher keine rechtlichen Grundlagen. Dennoch wurden immer wieder Fälle publik, bei denen Detektive Versicherungsbetrüger mittels Observation überführten.

Der Ständerat stimmte dem Vorschlag des Bundesrates mit 29 zu 13 Stimmen zu. Diese enthält eine Ergänzung, die von FDP-Ständerat Andrea Caroni angestossen wurde. In einem Einzelantrag forderte er, dass beim Einsatz von GPS-Geräten eine Richterin oder ein Richter über die Genehmigung der Observation entscheidet. Damit anerkennt der Ständerat das wahre Problem dieser heiklen Gesetzesvorlage.

FDP-Ständerat Andrea Caroni. Bild: KEYSTONE

Die Überwachung ist nicht das Problem

Denn es ist nicht die Überwachung selbst, die problematisch ist. Versicherungen brauchen Mittel, um Betrüger zu überführen. Dieser Meinung sind auch der Behinderten-Verband Inclusion Handicap sowie viele Staatsrechtler. Zwischen einem Versicherten und seiner Versicherung besteht ein rechtlicher Vertrag. Diese Vertragsbeziehung muss und soll nach Treu und Glauben eingehalten werden.

Der springende Punkt liegt woanders: Bei der Eigenregie der Sozialversicherungen. Denn im Vorschlag des Bundesrates stand ursprünglich: Für die Anordnung der Observation ist die Geschäftsleitung des Versicherungsträgers zuständig. Das ist brandgefährlich. Wer heimlich Ton- und Bildaufnahmen einer Person macht, greift in ein menschliches Grundrecht, den Schutz der Persönlichkeit, ein. 

Und dieser Eingriff muss von einer unabhängigen Stelle, nicht von dem Versicherungsträger selbst, genehmigt werden.

Wenn ein Sozialdetektiv heimlich Bild- und Tonaufnahmen einer Person macht oder sie mit einem Peilsender überwacht, greift er nicht nur in die Sozialsphäre dieser Person ein, sondern berührt bereits ihre Privatsphäre. Hier zu unterscheiden ist wichtig. Das Persönlichkeitsrecht lässt sich in drei Bereiche aufteilen: Die Sozialsphäre, die Privatsphäre und die Intimsphäre. Die Sozialsphäre umfasst alles, was sich in der Öffentlichkeit abspielt – das Berufs- oder Vereinsleben beispielsweise. Die Privatsphäre eines Menschen ist bereits enger gefasst. Alles was sich jenseits der Öffentlichkeit abspielt, beispielsweise zu Hause stattfindet, ist privat.

Die drei Sphären des Persönlichkeitsrecht

bild: piktochart/watson

Weil dieser Eingriff in die enger gefasste Privatsphäre besonders heikel ist, braucht es einen verstärkten Schutz für den Bürger. Observiert werden darf nur dann, wenn ein schwerer Verdacht vorliegt. Überwachungen dürfen zudem nur als letztes Mittel angewendet werden, um Betrüger ausfindig zu machen.

Rechtliche Grundlagen gibt es bereits

Das Schweizer Volk hat im Herbst 2016 über einen ähnlichen Fall abgestimmt: Das Nachrichtendienstgesetz (NDG). Auch hier ging es mitunter um die Überwachung von Bürgern. Mittels Kabelaufklärung – die Auswertung des Datenaustausches im Internet – können verdächtige Personen überwacht werden. Das Schweizer Stimmvolk nahm das Gesetz mit 65,5 Prozent Ja-Stimmen an.

Die Hürde für eine Überwachung ist aber hoch. Denn auch für die Kabelaufklärung braucht es eine Genehmigung eines Einzelrichters im Bundesverwaltungsgericht und vom Verteidigungsminister, der wiederum noch seine Kollegen im Aussen- und Justizdepartement konsultieren muss. So steht es im Gesetz (Artikel 39 ff. NDG).

Ähnlich sieht es auch die Strafprozessordnung. Ein Kapitel behandelt den Tatbestand der geheimen Überwachung. Die Staatsanwaltschaft darf den Post- und Fernmeldeverkehr einer Person überwachen, wenn sie verdächtigt wird, eine Straftat begangen zu haben. Aber auch diese Observation muss zuerst mit einer richterlichen Genehmigung bewilligt werden.

Der Nationalrat soll es richten

Folglich braucht es auch klare Grenzen bei der Überwachung von Versicherungsbetrügern. Dies bestätigte auch der Ständerat mit der Befürwortung des Einzel-Antrags von Andrea Caroni. Ein Richter soll entscheiden, ob eine Überwachung mit GPS-Gerät nötig ist, oder nicht.

Einen Makel hat der Antrag jedoch: Die richterliche Genehmigung bezieht sich nur auf die Überwachung mit Peilsendern. Ton- und Bildaufnahmen sollen weiterhin von der Geschäftsleitung des Versicherungsträgers genehmigt werden. Ein fataler Fehler. Denn auch heimliche Ton- und Bildaufnahmen greifen erheblich in die Privatsphäre einer Person ein und sollten von einer unabhängigen Stelle genehmigt werden. Es liegt nun am Nationalrat, diesen Makel auszubessern.

Dramatische Bilder von Überwachungskameras in Kiew

Video: watson

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110Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 15.12.2017 20:59
    Highlight Es wäre interessant zu erfahren, wieviel die IV so einem Detektivbüro bezahlt.
    3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.12.2017 05:51
    Highlight Bin schon etwas erstaunt über einige Kommentare. Jetzt einmal vom GPS Einsatz abgesehen: Sollten SteuerBETRÜGER und IV-BETRÜGER nicht gleichermassen geahndet werden?
    19 6 Melden
    • chäsli 15.12.2017 12:58
      Highlight Selbstverständlich sollten Sozial- und Steuerbetrüger gleich verfolgt und behandelt werden.
      5 1 Melden
  • zialo 14.12.2017 23:36
    Highlight 'Für die Anordnung der Observation ist die Geschäftsleitung des Versicherungsträgers zuständig.'
    Das wären dann auch die Pensionskasse.

    Wenn das ein Richter entscheidet, bin ich einverstanden.
    Doch anscheinend soll bei Ton- und Bildaufnahmen nach dem Willen des Ständerates eine private Pensionskasse über die Aufhebung der Privatssphäre entscheiden dürfen?
    11 7 Melden
  • Raphael Stein 14.12.2017 22:41
    Highlight Das wäre dann also Sozialterroristen die Steuern hinterziehen.
    4 9 Melden
  • DocM 14.12.2017 21:59
    Highlight Klar gehört den Schmarotzern den Riegel geschoben. Doch dass sich dann Überwachungsfirmen daran bereichern, nur weil die Versicherungen ihre "Klienten" nicht im Griff haben und der ehrliche Versicherungsnehmer in Erklärungsnotstand kommt, weil der "Detektiv" eine kontextfremde Aufnahme gemacht hat.... Sorry, No Go; Wäre ich in einer Überwachungssituation und würde den "Detektiv" bemerken, der wäre ziemlich zahnlos und hätte andere Probleme (und würde von einem anderen "Detektiv" überwacht, da im gleichen Schlamassel)
    17 3 Melden
  • silver*star 14.12.2017 21:42
    Highlight Wie man übehaupt ettwas gegen die Überwachung und dadurch ermöglichte Übeführung von IV Betrügern haben kann, ist mir ein Rätsel.
    Wieso Demagogen daraus eine arm/reich Diskussion vom Tisch ziehen wollen ist mir eine Rätesel.
    19 49 Melden
    • Favez 15.12.2017 06:12
      Highlight Es werden ja nicht nur IV-Betrüger überwacht sondern auch Unschuldige. Wenn man vorher wüsste, wer Betrüger ist und wer nicht, bräuchte es ja keine Überwachung.
      22 2 Melden
    • Fabio74 15.12.2017 07:18
      Highlight Was stört ist dieser massive Angriff auf Sozialhilfe-Empfänger, den Generalverdacht. Während Steuerhinterzieher die uns wesentlich mehr kostet, geschützt werden.
      Rechte Politik die zum Kotzen ist.
      32 4 Melden
  • rodolofo 14.12.2017 21:09
    Highlight So schleicht sich der Orwell'sche Überwachungsstaat auf leisen Sohlen an uns heran.
    Wer hat schon was dagegen, wenn ein IV-Bezüger kontrolliert wird?
    Später wird es dann heissen: "Leute, die gesund leben, haben nichts zu befürchten!"
    Und am Ende wird es heissen: "Hast Du es auch schon aktualisiert bekommen auf Deiner I-Watch? Ungesund soll das neue Gesund sein!"
    Toooiingng! Daas Schreckckmümpfeliiii...
    24 11 Melden
  • andrew1 14.12.2017 21:06
    Highlight Ist halt so das wenn man irgendwo geld bezieht sich auch etwas gefallen lassen muss. Arbeitet man ist man ja auch nicht völlig frei. Der chef schaut einem über die schulter und sagt wann wo usw. Zudem ziehen die betrüger nur den ruf der wirklich leidenden. Wenn jemand verdächtig ist wird ja diese methode schnell klarheit bringen und der betroffene ist den verdacht los.
    14 29 Melden
    • Fabio74 15.12.2017 07:20
      Highlight Was für ein Schwachsinn. Wer Geld benötigt wird abgeklärt vor er Geld kriegt.
      Ihr Rechtsnationalen braucht einfach jemanden auf dem ihr rumtrampeln könnt.
      Weil die Wirtschaftskriminellen wollt ihr ja nicht anfassen.
      22 6 Melden
    • andrew1 15.12.2017 08:30
      Highlight Ja genau es geht nur darum jemanden zu schickanieren. Merkste selber wa? Sonst wollen ja die linken immer die bürokratie aufbauen und zahlreiche beamtenjobs schaffen. Detektiv wäre doch da eine Möglichkeit geld rauszuhauen 😂
      6 15 Melden
    • Fabio74 15.12.2017 11:15
      Highlight Du hast echt keine Ahnung. Es gilt die Unschuldsvermutung und um den Kampf gegen den widerlichen Generalverdacht gegen Sozialhilfeempfänger, und gleichzeitig das Verteidigen von Steuerhinterzieher. Und das ist zum Kotzen
      7 3 Melden
    • andrew1 15.12.2017 12:54
      Highlight Klar gillt die unschuldsvermutung darum werden ja beweise gesammelt. Und nur mit beweisen kriegt man in der schweiz jemanden drann. Sonst wären gar keine beweise notwendig.
      2 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 21:03
    Highlight Mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Bravo Volk. Seid mal Helden gewesen.
    33 13 Melden
  • Töfflifahrer 14.12.2017 20:32
    Highlight Echt, der Versicherungsindustrie werden mehr Rechte ringeräumt als den Strafverfolgungsbehörden gegen Terroristen?
    Was für Hirnis sind den da in Bern?
    37 7 Melden
  • Rumbel the Sumbel 14.12.2017 19:49
    Highlight Ich persönlich finde eine Überwachung von Sozialbetrügern gut. Aber warum es bei sogenannten Terrorunterstützer usw. mehr Hürden braucht, ist mir schleierhaft.
    33 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 20:46
      Highlight Und die Überwachung von nichtbetrügerischen Sozialleistungsbezüger ist dabei in Ordnung. Kleiner, unbedeutender Kollateralschaden oder wie?
      25 6 Melden
    • Fabio74 14.12.2017 21:13
      Highlight man überwacht keine Betrüger sondern mutmassliche Betrüger. Noch immer gilt in diesem Land die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen wird.
      26 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 19:34
    Highlight NDG Level 1

    Das NDG-Spiel hat 99 Level. Dann kommt der Endboss.
    13 8 Melden
  • spring1 14.12.2017 19:14
    Highlight Wer mit falschen Angaben eine IV-Rente bewirkt ist ein Betrüger und gehört bestraft. Denn finanziert wird die Rente von den ehrlichen Arbeitstätigen. Wer ehrlich ist hat auch von einer Überwachung nichts zu befürchten. Und für die Andern ist diese Observierung dringen. Die Prognose sind Millionen von Einsparungen. Wetten?
    27 75 Melden
    • Teiwaz 14.12.2017 21:08
      Highlight Da du dich wahrscheinlich zu den ehrlichen zählst kannst du hier ja mal deine Adresse deine Telefonnummer deinen Arbeitgeber und deine Zugangsdaten veröffentlichen. Muss ja nicht gleich veröffentlicht werden du kannst sie mir auch persönlich geben. Ich werde dich dann auch etwas überwachen. Aber das ist dir ja egal, denn du hast ja nichts zu verstecken. Ach ja, ich treibe keinen Schindluder mit deinen Daten, du kannst mir Vertrauen ich bin ein Mitarbeiter des Bundes.
      28 9 Melden
    • Fabio74 14.12.2017 21:15
      Highlight Die Missbrauchsquote dürfte kleiner 1 % sein, während die Steuerbetrüger Milliarden dem Staat vorenthalten, geschützt unserer Rechtsnationalen, tritt man auf denjenigen rum, die von Sozialhilfe leben müssen! Zeigt wie tief gewisse Kreise gesunken sind.
      Und dein Satz: Wer ehrlich ist etc, ist an Dummheit nun wirklich nicht zu überbieten
      24 13 Melden
  • mrsmarple1965 14.12.2017 19:09
    Highlight Ich find schon die Überschrift schräg, es muss ja heissen bei Verdacht auf Betrug, wenn die IV wissentlich Betrüger überwacht, naja.

    Es wird mit IV und Soz. leider sehr viel Missbrauch betrieben.

    Vielleivcht schreckt ja schon die Androhung das die Möglichkeit der Überwachung besteht einige ab.

    Allerdings muss ich auch sagen, ich würde mir auch sehr wünschen, das die oberen 10 000 und ihre Steuertricks mal genauer angesehen werden.
    23 11 Melden
    • Fabio74 14.12.2017 21:16
      Highlight wie hoch ist denn der Missbrauch in Prozenten? 1%? Weniger? Wie viel darf es kosten, diese eine % noch zu senken?
      19 5 Melden
  • Haiderfroh 14.12.2017 18:34
    Highlight Ich verzweifle langsam am Unverstand unserer Regierung, den Amtsleitern und IV-Spezialisten.

    Ein Peilsender kann nicht geeignet sein, den Gesundheitszustand eines IV-Rentners festzustellen.
    Ein Peilsender rapportiert einfach nur wann der Peilsender wo war. Daraus kann man nicht schliessen, wo der IV-Renter war. Denn sein Auto kann von seiner Frau, oder sonst wem gefahren worden sein. Daraus kann man nicht schliessen, ob der IV-Renter ohne Hilfe dorthin kam, oder was er für Tätigkeiten ausübte.
    Jeder IV-Rentner hat das Recht, wie jeder andere auch, seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.


    48 7 Melden
    • Commander 14.12.2017 22:02
      Highlight Ich denke der Sender soll ermöglichen, den IV-Rentner zu lokalisieren um ihm dann folgen zu können. Coole Challenge - kurz bevors rot wird noch über den Bahnübergang, von der Überholspur auf die Ausfahrt fetzen und dann in die Tiefgarage wo der GPS-Sender nicht funktioniert. So wird jeder Sozialfall zum Geheimagenten auf der Flucht 😁. Sorry für den Lacher, aber mit Humor geht's leichter.
      17 1 Melden
    • Haiderfroh 15.12.2017 11:52
      Highlight @Commander
      Der Peilsender lokalsiert eben gerade nicht den IV-Rentner, sondern einfach nur den Peilsender.
      Sobald nämlich der Verfolgte sich unbeobachtet vom Peilsender trennt, wird der Peilsender nutzlos.
      Z. B. dann, wenn der Peilsender am Auto montiert ist, aber der IV-Rentner gar nicht damit herumfährt.
      Der Peilsender müsste dem IV-Rentner als Fessel angelegt werden, damit der Peilsender tatsächlich den Aufenthaltsort des IV-Rentners dokumentiert. Dann wäre es aber keine verdeckte Ermittlung mehr.
      Die Nutzung von Peilsendern ist hier einfach nur absurd.
      5 0 Melden
  • Jokerf4ce 14.12.2017 18:32
    Highlight STAAAASIIII
    46 13 Melden
  • einmalquer 14.12.2017 18:30
    Highlight permanente Überwachung ist nichts anderes als ein virtuelles Gefängnis

    bei solchen Parlamentsbeschlüssen dürfen sich alle 33 Jahre jünger fühlen...
    34 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 18:17
    Highlight IV Betrügern auf der Spur? Gut. Ich hoffe, aber umfassend. Ich recherchiere gerade an einem Fall (davon gibt's wahrscheinlich tausende) Ein leicht geistig Behinderter IV Bezüger wurde von den "Behörden" bereits als ganz junger Mann (nicht gefördert und integriert...nein) sondern einem Landwirt als Arbeitssklave überlassen. Ueber JZ. (Wie damals die Verdingkinder) Sein wöchentlicher Lohn (nebst Kost und Logis) und lieblosem Umgang: Fr. 60.- pro Woche. Das war sein "Lohn". So: Das ist auch massiver Missbrauch der IV. Und den gilt es zu untersuchen. Inkl. "Behörden-Korruption".
    72 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 20:36
      Highlight Keine Argumente, liebe "Blitzler"? Schade. Ich hätte gerne vernommen, weshalb ihr es für richtig befindet, dass man einheimische, rechtlich/ eindeutige IV Bezüger (leicht geistig Behinderte)meist ohne jeglichen familiären Beistand, höchstsubventionierten Landwirten (ohne Abklärung/moralisch ethischer Grundwerte) als "Slaven- Arbeiter" so einfach zur Verfügung stellt? Mich würden Argumente interessieren! Die der IV / Behörden/ Bauern/Verband, natürlich. Keine Sorge ;-) Wir wissen, dass "Korruption" aufgedeckt werden muss und dies niemals freiwillig geschieht. ;-) Wir bleiben dran. Garantiert!
      14 9 Melden
  • Sophia 14.12.2017 17:14
    Highlight Wir schlittern langsam in einen Überwachungsstaat. Warum denn nicht gleich eine Stasi einrichten, dann haben wir Verhälnisse wie in der seligen DDR.
    Das ganze ist doch nur neidgelenkt. Wer sagt mir denn, dass man einem Menschen von aussen ansieht, ob er IV-Unterstützung benötigt? Und das ist jetzt schon ganz sicher: Diese Überwachungsübungen werden sich derart verselbständigen, dass wir sie kaum wieder abschaffen können! Links wie rechts werden dann die geschaffenen Stellenverluste ins Feld führen!
    Ja, unrentabel und teuer wird so ein Überwachungssystem auch werden!
    98 19 Melden
    • ands 14.12.2017 19:08
      Highlight Dann war die Schweiz bis Mitte Jahr ein Überwachungsstaat? Bis Ende Juli war die Überwachung gemäss dem Vorschlag des Bundesrats nämlich die gängige Praxis. Da das Bundesgericht dann festgestellt hat, das die bestehende rechtliche Grundlage nicht ausreicht, schafft das Parlament jetzt eine neue rechtliche Grundlage. In der Praxis werden also die Hürden für eine Überwachung erhöht.
      10 29 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 19:41
      Highlight Nein, davor wurde es sozusagen illegal praktiziert. Nun schafft man einen Paragraphen, der es legalisiert. Einen richterlicher Beschluss kann man in Nullkommanix haben. Da reicht schon ein kurzes Telefonat.
      27 5 Melden
    • ands 14.12.2017 21:28
      Highlight Falsch. Die Praxis war vorher bereits legal und durch diverse Bundesgerichtsurteile gestützt. Wenn das Bundesgericht seine Rechtssprechung ändert, gilt dies nicht rückwirkend.
      8 1 Melden
    • Baccara 15.12.2017 12:59
      Highlight Deine Argumente sind aber hauchdünn, Sophia. Da gibts einige Fälle, die bekannt sind: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/31143577

      Und ja, man kann bei einigen IV-Bezügern mit sehr einfachen Mitteln nachweisen, dass sie wohl nicht ganz so krank bzw. geschädigt sind, wie sie beim Arzt angeben. Ich habe selber mit einem Fall zusammengearbeitet - im Geschäft keine Lasten heben können aufgrund stetiger Schmerzen in den Gelenken, zu Hause heiter flockig das eigene Haus umgebaut. Inkl. Gartenplattenlegen.
      (und nein, ich weiss das nicht vom Hörsen sagen)
      0 2 Melden
    • Sophia 15.12.2017 13:57
      Highlight Ist mir nicht wichtig, ob nun legal oder nicht und ab wann es legal oder nicht legal war. Mir schauderts schon, dass man überhaupt solche Praktiken diskutiert. Bin mal gespannt, ob dann einst ein Schnüffler vor der Bank steht, wenn ich mit einer Million Bargeld ankomme und die bei HSBC oder so verstecken will und was dann so ein Matter von der SVP vom Bankgeheimnis denkt? Sicher ist doch, dass durch Steuerhinterziehung jährlich weit mehr (Milliarden!! und nicht ein paar Fränkli) Geld dem Staat verloren geht, besser gestohlen wird, als durch die paar (nicht systemrelevanten!) IV-Simulanten.
      2 1 Melden
  • Elpolloloco 14.12.2017 16:52
    Highlight Der Argumentation der Verfasserin nach würde sich die Observation mit Bildmitteln aber auf die Sozial- und nicht die Privatsphäre beziehen - es darf ja nicht in Gebäuden überwacht werden. Oder habe ich das falsch verstanden?
    7 29 Melden
    • Asmodeus 14.12.2017 17:07
      Highlight Ich darf Dir durch Dein Fenster spannern wenn ich glaube dass Du IV-Betrüger wärst.
      53 7 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 14.12.2017 17:14
      Highlight Der Garten ist auch privat.
      7 6 Melden
    • Elpolloloco 14.12.2017 17:28
      Highlight ja gut, das darfst aber halt nur du ;)

      Scherz beiseite. Eben nicht. Im öffentlich einsehbaren Garten ja, im Haus klar nein (bzw. wenn gemacht dann gerichtlich nicht verwertbar bzw. strafbar).
      4 11 Melden
    • Helene Obrist 14.12.2017 18:42
      Highlight Genau richtig Asmodeus. Es soll möglich sein von einem öffentlich zugänglichen Bereich (beispielsweise das Trottoir) in einen nicht öffentlichen zu schauen (Garten, Terrasse, Garage). Dabei wäre die Privatsphäre betroffen.
      24 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 19:43
      Highlight @Elpolloloco: Dank dem NDG darf man dir deine Wohnung komplett verwanzen. Hast du's jetzt verstanden?
      16 0 Melden
    • hävi der spinat 14.12.2017 20:52
      Highlight Wenn man nicht von einem öffentlich zugänglichen Bereich in die Privatsphäre recherchieren darf, dann kann man die Überwachung auch gleich bleiben lassen.
      Und halt weiterhin IV Betrüger finanzieren.
      5 17 Melden
  • Lowend 14.12.2017 16:51
    Highlight Man sollte sich mal darüber im klaren sein, dass die Missbrauchsquote im Sozialbereich, wegen der jetzt schon extremen Überwachung der Bedürftigen, irgendwo im Promillebereich liegen!

    Anders gesagt; Mehr als 99% der Leistungen werden zu recht bezogen, aber die SVP hat es leider mit unzähligen Kampagnen geschafft, dass die Bevölkerung glaubt, dass die Mehrheit der Bezieher solcher Leistungen Betrüger sind.

    Die SVP will einfach den Neid derer schüren, die selber kaum etwas zum Leben haben, damit die in ihrer Wut nicht merken, was für ein Raubzug der SVP gegen die ehrlichen Bürger im Gange ist!
    210 57 Melden
    • Elpolloloco 14.12.2017 16:59
      Highlight ist dieser Promillebereich auch irgendwo festgestellt oder einfach eine Vermutung?
      40 34 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 14.12.2017 17:16
      Highlight Ganz im Gegensatz zur Steuerhinterziehung: Da geht es nicht um Promille, sondern um Milliarden.
      28 8 Melden
    • Theor 14.12.2017 17:40
      Highlight Die Frage ist schon berechtigt. Die Aussage von Lowend wirkt nämlich sehr absolutistisch. Worauf stützten Sie sich, bei dieser Promilleangabe?
      13 6 Melden
    • Lowend 14.12.2017 17:46
      Highlight Das BVS schreibt zu den missbräuchlich bezogenen Leistungen laut Vimentis: „... Total entspricht dies ca. 420 Mio. Franken oder knapp 3.7% der IV-Ausgaben 2005. Das BSV schätzt, dass davon 30-40 Mio. Fr. Betrug und der Rest ungerechtfertigte Bezüge sind.“ will heissen, dass die Betrugsquote, also des Missbrauchs in krimineller Absicht, um den es bei dieser Generalüberwachung geht, etwa 6‰ der gesamten IV Ausgaben wäre. Beim Rest handelt es sich um zu viel oder doppelt ausbezahlte Leistungen, die oft die IV-Verwaltung verschuldet.

      https://www.vimentis.ch/d/publikation/116/IV-Missbrauch.html
      24 4 Melden
    • Ass 14.12.2017 17:49
      Highlight Vielleicht wollen Sie einfach von der Ausbeutung ihrer eigener Wähler ablenken?
      14 2 Melden
    • Kii 14.12.2017 17:51
      Highlight Zahlen wurden von offizieller Seite her, keine herausgebracht.

      https://ivinfo.wordpress.com/2015/05/03/same-procedure-as-every-y-oh/
      5 0 Melden
    • Tikvaw 14.12.2017 17:59
      Highlight Feststellen kann man das nicht, da man ja nicht im Vorraus weiss wer betrügt und wer nicht.

      Was wir aber haben sind 2 Zahlen:
      BfS: Anzahl IV-Bezüger 2016: 220'600
      BSV: Anzahl aufgedeckter Betrugsfälle 2016: 650

      Ergibt eine Quote von 0.29% oder 2,90 Promille.

      Ob man diese beiden Zahlen vermischen kann, ist natürlich fraglich. Die Erste ist eine laufende "Rechnung", die Zweite eine Momentaufnahme.
      23 1 Melden
    • Redly 14.12.2017 18:17
      Highlight @Lowend: bitte Quelle angeben für ‚Promillebereich‘.
      Danke.
      4 19 Melden
    • Vanessa_2107 14.12.2017 19:21
      Highlight Bei 20min kannst du zu diesem Thema genau die passenden Wutkommentare lesen, erschreckend und schockierend.
      24 5 Melden
    • Lukas Rietmann 14.12.2017 19:45
      Highlight Können Sie das auch belegen mit den 99%?
      4 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 19:50
      Highlight @Vanessa_2107: 20min ist der Spiegel der Schweiz. Dort erkennt man jeweils im Voraus, wie die Abstimmungen ausgehen. Trefferquote dieser Prognosen liegt irgendwo zwischen 95 und 100 Prozent.

      Man muss sich nur die Kommentare reinziehen.
      8 5 Melden
    • Redly 14.12.2017 22:16
      Highlight Bereits 9 Blitze für die Frage nach einer Quelle...
      Ob hier jemand so voreingenommen ist, dass sogar Fakten abgelehnt werden?

      Häufig wird hier sehr intelligent diskutiert. Das ist jetzt aber gerade kein Höhepunkt. Also her mit den Blitzen... ⚡️⚡️
      7 13 Melden
    • Redly 14.12.2017 22:25
      Highlight @Lowend: Danke für die nachgereichte Quelle. Ich zitiere daraus: „Total schätzt die Studie den Missbrauch auf 5.3% bei den in der Schweiz und 6.7% bei den ins Ausland bezahlten Renten. Total entspricht dies ca. 420 Mio. Franken oder knapp 3.7% der IV-Ausgaben 2005. Das BSV schätzt, dass davon 30-40 Mio. Fr. Betrug und der Rest ungerechtfertigte Bezüge sind.„
      5.3% bis 6.7% sind deutlich mehr als Promille.
      Es ist nur eine Schätzung. Wenn aber tatsächlich 420 Mio. oder rund jeder 20. missbräuchlich Geld von anderen erhält, finde ich nicht dramatisch, aber doch etwas viel.
      5 8 Melden
    • Enzasa 14.12.2017 23:15
      Highlight Warum sollen sie Zahlen nicht im
      Promille Bereich liegen?
      Von allen Menschen die ich ein bisschen Persönlich kenne, ist keiner dabei, der beschwerdefrei ist.
      8 5 Melden
    • Fabio74 15.12.2017 07:24
      Highlight @redly 420 Mio vs x Milliarden Steuerhinterziehung. Supported by SVP. Man finde den Fehler
      8 1 Melden
    • Lowend 15.12.2017 09:48
      Highlight Ich schrieb fälschlicherweise Missbrauchs- statt Betrugsquote und da sind es 30-40 Millionen, die in krimineller Absicht ertrogen werden. Das sind knapp 6‰!

      Es geht bei diesen Überwachungsmassnahmen nur um diese Betrüger, die in krimineller Absicht handeln. Bei den anderen Missbrauchsfällen handelt es sich um vergessene Konten und falsch eingereichte Rückerstattungsbeträge usw., was aber nicht Detektive, sondern die Verwaltung aufdecken muss.

      Die Paralelle dazu ist die Unterteilung in Steuerhinterziehung und Betrug und da schützt dann die SVP plötzlich die Vermögenden vor der Verfolgung!
      6 1 Melden
    • chäsli 15.12.2017 12:57
      Highlight Nein, Nein und nochmals Nein Lowend. Die Ex-Grüne Zürcher Stadträtin Stocker hat von ca. 14 Jahren genau gleich argumentiert. Dann wurden gegen ihren Willen Sozial-Detektive aus den Reihen der Stadtpolizei rekrutiert. Nach drei Monaten im Amt, waren sie derart überlastet, dass man über eine Aufstockung diskutierte. Auch Frau Stocker sprach von Promille, es waren einige Prozente.
      58% der Betrüger sind Ausländer, 72% der Verdachtsfälle erwiesen sich als richtig, bei 6 Vollzeitstellen konnten Fr. 9 Millionen Deliktsgut ermittelt werden. Die neidische böse SVP. Haben Sie noch Fragen Lowend ?
      3 6 Melden
    • Redly 15.12.2017 18:03
      Highlight @Fabio74: keine Ahnung was die SVP im Kommentar zu suchen. Wir versuchten hier eine Sachdiskussion zu führen.
      Trotz whatabiutismus, noch zum Thema Steuerhinterziehungen: meines Wissens (kann mich irren) kann es bei Verdacht auf Steuerbetrug genauso zu Überwachung, Hausdurchsuchung, Zwangsmassnahmen (Bankauskünfte), Beschlagnahmungen kommen. Und das ist gut so!
      Aber eben: keine Ahnung, was das mit dem hiesigen Thema zu tun hat... 😉
      2 3 Melden
    • Mutzli 16.12.2017 00:11
      Highlight @redly Wohl weil die SVP eine der Parzeien ist, die diese Sozialhilfebetrugspanik beackert, während sie gleichzeitig mit dem Festhalten am Bankgeheimnis und ähnlichem, Steuerbetrug, welcher den Fiskus und uns allen ungleich mehr kostet, nicht nur nicht verfolgen will, sondern mit legalisierung in Schutz nimmt. Somit wird auch die Wichigkeit dieser soz. Missb. Stark relativiert. Berücksichtigt man die Zahlen von Lowend stellt sich zudem die Frage der Wirschaftlichkeit.

      Vorausgesetzt natürlich Anstand, Humanität und Rechtstaalichkeit sind einem sowieso egal...
      3 0 Melden
    • Mutzli 16.12.2017 00:25
      Highlight Zum Thema Steuerhinterziehung: Hier im Artikel geht es ja eben gerade darum, dass krass überzogeneÜberwachungsmethoden angewandt werden. Bei einer St.hinterziehung kann man sich sogar selber anzeigen um sich der Busse zu entziehen...

      Weiter werden im Fall des vermuteten IV-Missbrauchs polizeiliche Aufgaben an Versicherungen übertragen. Also nix «genau so». Die richterliche Abklärung soll umgangen werden und Versicherungsangestellte könnten unter Umständen ungezwungener spionieren als der NDB. Wem es da nicht den Hut lüpftt ist wohl nicht mehr zu helfen.
      2 1 Melden
    • Redly 16.12.2017 08:27
      Highlight @Mutzli: gut argumentiert. Einverstanden, dass Steuerhinterziehungen das grössere Problem.
      Etwas schade ist der letzte Satz. Die Meinung auch IV-Missbrauch sollte bekämpft werden, muss nicht gleich verunglimpft werden. (Auch wenn ich selbst, eine richterliche Kontrolle auch richtiger finde).
      1 0 Melden
    • Mutzli 16.12.2017 12:02
      Highlight 1/2@Redly Dann habe ich das wohl missverständlich formuliert, Entschuldigung. Ich kenne selbst Leute die IV beziehen (mich selbst eingeschlossen, vor langer Zeit) und bin absolut dafür, dass Missbrauch bekämpft wird, damit die IV möglichst gesund und stabil bleibt.

      Meiner Ansicht nach zeigt jedoch der Unverhältnismäßige Verdacht, kombiniert mit den viel zu weitgehenden Obervierungsmassnahmen, dass es den Befürwortern eben gerade nicht darum geht Leuten zu helfen, die auf die IV angewiesen sind.
      3 0 Melden
    • Mutzli 16.12.2017 12:07
      Highlight 2/2 Stattdessen wird ein Klima des Generalverdachtes geschaffen, in dem man scharfe Überwachungsmethoden einsetzen "muss" um dem fiktiven grassierenden Problem Herr zu werden.

      Wohin das führt, sehe ich z.B. bei meinem Vater im Emmental, der sich immer wieder rechtfertigen muss, wieso er IV bezieht. Wenn man IV mit SUVA oder AHV ersetzt, zeigt sich m.E. schnell die Absurdität dieser Situation.

      Zu all dem kommen dann natürlich noch die ganzen rechtsstaatlichen Bedenken hinzu und der Ausbau des Prinzips des gläsernen Bürgers.

      Hoffe, dass es jetzt etwas verständlicher ist!
      3 0 Melden
  • EvilBetty 14.12.2017 16:43
    Highlight Eine kleine Nebensächlickeit, ganz unbedeutend: Wie kommt der GPS Sender zum/an den IV-Bezüger? Einbruch?
    51 4 Melden
    • Sageits 14.12.2017 17:01
      Highlight Nein. Es ist eindeutig Bond. James Bond. alias Daniel Craig.
      34 4 Melden
    • Asmodeus 14.12.2017 17:07
      Highlight Einbruch, Befestigung am Fahrzeug und andere unlautere Methoden. Yep.
      45 10 Melden
    • kleiner_Schurke 14.12.2017 18:37
      Highlight Na ganz einfach Evil. Wir chippen alle Neugeborenen. Dann das sind alles potenzielle Sozialbetrüger. Nicht, dass wir unterstelle sie wären es, nein. Das wäre rein präventiver Natur. Wenn es nötig wird, aktiviert man den Chip und fertig.
      17 2 Melden
    • ksayu45 14.12.2017 19:00
      Highlight Mobiltelefon?
      6 1 Melden
    • Hugo Wottaupott 14.12.2017 19:21
      Highlight GHB Giftpfeile.
      8 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 19:53
      Highlight Auch hier wieder. Ihr wisst ja, was das NDG alles gestattet? Genau diese Methoden können eingesetzt werden. Es muss bloss ein Richter sein grünes Licht geben. Und wie diese Staatsjuristen funktionieren, wissen wir. Dieses Land trieft nur so vor Vetterliwirtschaft.
      12 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.12.2017 16:29
    Highlight Ein bisschen Off-Topic, aber:

    Ist das im Titelbild nicht Rainer-Maria Salzgeber, welcher das Foto macht? ;D
    10 1 Melden
    • STERNiiX 14.12.2017 17:14
      Highlight Vielleicht ist er schon am schnuppern falls dass mit der nobillag schief geht? :P
      Kann ja nicht jeder den örtlichen Fussballverein übernehmen... ;)
      28 1 Melden
  • Siebenstein 14.12.2017 16:27
    Highlight Da darf man gespannt sein was dabei herauskommt. Bislang schert man sich bei uns ja kaum um Menschenrechte, Wutbürgertum und vermeintliche Rechtschaffenheit regiert... ich nenne es Selbstgerechtigkeit!
    59 13 Melden
  • piedone lo sbirro 14.12.2017 16:27
    Highlight dürfen steuerhinterzieher und offshore-haie auch mit einem GPS-peilsender observiert werden?
    290 42 Melden
    • EvilBetty 14.12.2017 16:40
      Highlight Nein, natürlich nicht, das sind wertvolle Mitglieder der Gesellschaft!
      72 8 Melden
    • Asmodeus 14.12.2017 16:42
      Highlight Die muss man ned peilsendern. Die sitzen ja im Parlament
      72 7 Melden
    • Cubbie 14.12.2017 16:49
      Highlight Wer blitzt hier?
      Nichts dagegen, wenn Milliarden am Fiskus vorbeigeschoben werden? Legal?
      64 14 Melden
    • Sophia 14.12.2017 17:06
      Highlight Ist doch egeal, piedone, die bekommen von der SVP (Matters und co.) einen Freibrief, der heisst: Bankgeheimnis.
      58 10 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 14.12.2017 17:19
      Highlight Wenn Bankgeheimnis: Die Vermögenden sind ehrlich und betrügen doch nicht!

      Dann auch Lohngeheimnis: Die Arbeitnehmer sind auch ehrlich und betrügen auch nicht!

      Also weg mit dem Lohnausweis!
      9 4 Melden
    • Ass 14.12.2017 17:53
      Highlight Ja! Seit der Abstimmung über den Datenschutz ( wie das auch immer hiess) dürfen alle Bürger ausspioniert werden.
      13 2 Melden
    • äti 14.12.2017 18:40
      Highlight Ueli hat ja bestätigt, dass Panama-Papers und so überhaupt nichts Ernsthaftes auslösen. Also, wüten am anderen Ende.
      12 3 Melden
    • rodman 14.12.2017 18:54
      Highlight Ach Cubbie. Kannst du mir das "vorbeischleusen" mal erklären, wie das genau funktionieren soll? Oder ist das eher eine parole?
      5 17 Melden
    • Hugo Wottaupott 14.12.2017 19:13
      Highlight Nein! Die Peilsender haben Ehre!
      1 2 Melden
    • Ökonometriker 15.12.2017 07:04
      Highlight Was soll eine GPS Überwachung denn gegen Steuerhinterziehung bringen?

      Die Steuerbehörden überwachen bereits sehr viel und man liefert pauschal 35% aller Dividenden und Zinsen als Verrechnungssteuer ab. Die Reichen sind smarter: sie hinterziehen Steuern nicht, sonder betreiben ganz legal Steueroptimierung. Die Frage müsste also eher sein, warum diese Praktiken legal sind...

      Aber das ganze Thema hat ja nichts mit obigem Artikel zu tun, auch wenn es interessant ist.
      1 1 Melden
    • Cubbie 15.12.2017 08:13
      Highlight Jö rodman, ich verzichte darauf dir links zu schicken, waren wirklich genug Artikel und TV-Sendungen über dieses Thema zu lesen/sehen.
      Der achsomündige SVP-Wähler ist doch immer so stolz darauf sich selber informieren zu können, dann mal los.
      Und vorbeischleusen brauchst du nicht in Anführungszeichen zu schreiben. Da darfst du ruhig ein Ausrufezeichen dahinter setzen!
      9 2 Melden
    • rodman 15.12.2017 09:11
      Highlight Cubbie. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass Du sämtlich Entwicklungen, wie insb. BEPS, AIA, FACTA, spontaner Informationsaustausch, grosse Amtshilfe, Dänemark-Urteil, BRB 62, Praxis der ESTV zu Umgehungstatbeständen etc. etc. etc. nicht berücksichtigst. Steuerrecht ist ein wenig komplizierter als GPS-Tracking. Zudem hat Steuern optimieren im Rahen der gültigen Grenzen nichts mit Strafrecht zu tun. Wenn Du den Arbeitsweg oder die Vermögensverwaltungskosten pauschal abziehst, bist du deswegen auch kein Verbrecher.
      4 11 Melden
    • Cubbie 15.12.2017 11:28
      Highlight Arbeitsweg, Perfektes Stichwort!
      Ich kleines Licht wurde auf die Gemeinde bestellt, weil ich es gewagt hatte in meiner Steuererklärung meinen Arbeitsweg mit dem Auto von 7 Km plus auswärtige Mittagsverpflegung von 15 CHF anzugeben. Ich weiss nicht um was für einen läppischen Betrag es ging, aber ich durfte antraben und musste mich erklären. Und ein Kamprad mit einem Gesamtvermögen von über 30 Mia wird dank unseren FDP/SVP-Steuergeschenken pauschal besteuert und zahlte gleich hohe Steuern wie Schweizer Staatsbürger mit 4 Mio Vermögen.
      9 3 Melden
    • Cubbie 15.12.2017 11:31
      Highlight Ich brauche kein Wirtschaftsstudium, kein Spezialist in Steuerrecht zu sein, um zu merken, dass die Steuergesetzte weltweit absolut abartig und nur für Reiche gemacht sind.
      Aber GPS-Tracker, wenn jemand den Staat um 10000 CHF bescheisst. Hier stimmt doch das Verhältnis nicht mehr.
      8 4 Melden
  • piedone lo sbirro 14.12.2017 16:23
    Highlight die rechte will uns den hass auf arme schmackhaft machen.

    hass gegen die armen ist eine strategie, die eigene angst vor dem sozialen abstieg zu verdrängen.

    https://tageswoche.ch/form/kommentar/svp-will-hass-auf-arme-schmackhaft-machen/

    211 76 Melden
    • walsi 14.12.2017 16:51
      Highlight Nur weil einer IV bezieht ist er nicht automatisch auch arm. Wenn er rechtzeitig vorgesorgt hat und in seiner 3. Säule eine IV-Rente eingeschlossen hat kann er durchaus auf ein normales Einkommen kommen mit dem sich vernünftig leben lässt. Ich z.B. bekomme aus meiner 3. Säule im invaliditätsfall CHF 1'000.--/Mt. zur IV und 2. Säule ausbezahlt.
      13 51 Melden
    • Asmodeus 14.12.2017 17:06
      Highlight @walsi
      Doch. Wer IV bezieht ist arm oder wird es sehr bald sein.

      Wenn Du nun Invalid würdest, bekämst Du allerbestenfalls 2350 CHF im Monat. Mit 3ter Säule also insgesamt 3350 CHF im Monat.

      Viel Spass damit über die Runden zu kommen.


      58 13 Melden
    • Gummibär 14.12.2017 17:14
      Highlight Hass auf Arme, woher denn. Eher Belustigung darüber, dass mein Nachbar 20 Jahre lang wegen eines Unfall-Traumas (der schwere Unfall geschah tatsächlich) IV bezog, an seinem Haus werkelte, Rad-Touren bis nach Marokko unternahm, aktives Mitglied des Tennisclubs war, jeden Winter ergiebig skifahren ging und schliesslich auf einer Wanderung im benachbarten Ausland einen Herzinfarkt erlitt.
      23 52 Melden
    • walsi 14.12.2017 17:20
      Highlight @Asmodeus: ich kriege noch Geld aus der 2. Säule, der Pensionskasse. So wie jeder Angestellter der eine Pensionskasse hat, was die Mehrheit der Angestellten ist.
      5 8 Melden
    • ARoq 14.12.2017 17:42
      Highlight @Asmodeus: Wenn man vor Eintritt in die Invalidität in die 2. Säule einzahlen konnte, bekommt man zusätzlich zur IV-Rente eine Invalidenrente der 2. Säule. Je nachdem wie man dort versichert ist, bekommt man zusammen mit der IV ungefähr die selbe Rente wie der Lohn vor der Invalidität.
      6 4 Melden
    • Sille 14.12.2017 18:35
      Highlight Gummibär...IV beziehen heisst nicht dass die betroffene Person nichts mehr machen kann und machen soll.
      Oder wollen Sie jeden IV Rentner ans Bett binden?
      Machen Sie sich mal schlau üner unfall und krankheitsbedingte Traumas...und glauben Sie mir, sie sind nach dieser Lektüre froh gesund zu sein...
      18 4 Melden
    • Hugo Wottaupott 14.12.2017 19:19
      Highlight Schonmal erwähnt hier im wunderbaren Watson: Wer überwacht schläft schlecht.
      8 1 Melden
    • Rumbel the Sumbel 14.12.2017 19:53
      Highlight Ich habe keinen Hass gegen Arme. Aber gegen Sozialhilfebetrüger muss hart vorgegangen werden. Es geht Geld verloren, welches die tatsächlichen Bezüger benötigen. Eine Betrüger müsste dazu verknurrt werden, jedem tatsächlich Armen persönlich jeden Rappen zurückzubezahlen.
      8 20 Melden
    • Asmodeus 14.12.2017 20:10
      Highlight Kein tatsächlicher Bezüger erhält mehr Geld wenn ein Betrüger erwischt wird.

      Im Gegenteil. Es wird den echten Bezügern nur noch schwieriger gemacht.
      14 2 Melden
    • rodolofo 14.12.2017 21:19
      Highlight Ich bin gerade von einer solchen "Armen Person" reingelegt worden.
      Das nächste Mal werde ich wohl nicht mehr so sozial handeln, wie ich es gerade eben noch getan habe.
      Aber "Hass" ist das falsche Wort.
      Da sind nur noch Leere und Enttäuschung.
      Diese Person ist mit sich selbst schon genug bestraft. Ich muss ihr nicht mehr sagen, was sie doch viel besser von sich selber weiss.
      Ich will mit dieser armseligen Kreatur einfach möglichst bald nichts mehr zu tun haben.
      Solche kaputten Unterschichts-Gauner sind das Pendant zu den kaputten Oberschicht-Gaunern.
      Ihre Methoden sind die Gleichen...
      4 4 Melden
    • Fabio74 14.12.2017 21:20
      Highlight @rumbel: Und warum schützt ihr Steuerbetrüger die jedes Jahr MILLIARDEN dem Staat vorenthalten?
      Warum dort nicht das Geld holen, dass dem Staat zusteht?
      Warum auf denjenigen rumtrampeln, die am Boden liegen?
      Weil es einfacher ist, und weil die gesamte Rechte im Parlament einfach nur feige ist oder weil sie selber bis zum Hals im Dreck steckt?
      15 1 Melden
    • Ökonometriker 15.12.2017 07:14
      Highlight Nunja es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Verteilung der IV-Renten gewisse demografische und geographische Auffälligkeiten aufweist, die man biologisch nicht erklären kann. Daher ist schon davon auszugehen, dass Missbrauch stattfindet.

      Das bedeutet aber nicht, dass die Bezüger keine Menschenrechte mehr haben. Und das Recht auf Schutz der Privatsphäre ist ein Menschenrecht. Daher sollte eine Überwachung wie bei allen Delikten nur dann zulässig sein, wenn ein konkretes Verdachtsmoment vorliegt und sie verhältnismässig ist.
      6 0 Melden
    • rodolofo 15.12.2017 08:22
      Highlight Während meiner "Midlife-Crisis" geriet ich auch in die "Psychiatrische Mühle", konnte mich dann aber gerade noch rechtzeitig daraus befreien, bevor mir ein IV-Stempel aufgedrückt wurde.
      Ich möchte betonen, dass mir diese Befreiung auch DANK einer (Staatlichen!) Psychiatrie-Klinik gelang, weil da einfach herzliche Menschen anzutreffen waren!
      Aber ich habe auch die problematischen Seiten dieser Mühle gesehen.
      Was mir echt sauer aufstiess, war ein Schweizer Top-IV-Bezüger, der auf Wanderungen ganze Vorträge in Betriebswirtschaft hielt, der aber ständig über "DIE Yugos" schimpfte.
      ...
      4 0 Melden
    • rodolofo 15.12.2017 08:28
      Highlight ...
      Diese "Yugos" würden alle lügen und betrügen und seien eigentliche Sozialschmarotzer!
      Ich antwortete ihm dann ziemlich aufgewühlt, dass ein "Yugo" den ich gerade in der Klinik kennengelernt hatte, sein Leben lang hart gearbeitet habe und dass dieser BOSNIER mit seiner einseitigen Arbeit als Lastwagen- und Bus-Chauffeur seinen Rücken ruiniert habe, so dass er ständig starke Schmerzen habe und dass dieser Mensch in seiner Kindheit traumatische Erlebnisse machen musste, im Gegensatz zum wohlbehütet in einer Welt aufzuwachsen, die (scheinbar!) noch in Ordnung ist.
      (im Innern verfault)
      3 1 Melden

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