Schweiz
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Freilandschweine auf einem Feld bei Scherz, Aargau, am Donnerstag, 1. Oktober 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Knapp drei Millionen Schweine werden in der Schweiz jährlich geschlachtet. Bild: KEYSTONE

Die Empörung über öffentliches Schlachten zeigt: Wir sind feige Säue

Die Kontroverse um eine geplante Metzgete in Sissach BL treibt immer seltsamere Blüten. Dass hinter den Mauern der Schlachthöfe im Akkord geschlachtet wird, scheint dabei zweitrangig zu sein.

26.10.17, 18:56 27.10.17, 07:14


Man könnte den Eindruck gewinnen, im Norden der Schweiz bahne sich etwas Ungeheuerliches an. In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm. Eine Bewohnerin ruft die Justiz an, um das Geplante in letzter Sekunde zu verhindern. Und ein Pfarrer will sich selbst auspeitschen, um gegen die «entwürdigende Veranstaltung» zu protestieren. Anlass ist nicht etwa ein satanistisches Kultritual. Nein: In der Baselbieter Gemeinde Sissach sollen am Samstag zwei Schweine geschlachtet werden.

Ihnen blüht damit dasselbe Schicksal wie über 2’750’000 anderen Schweizer Schweinen dieses Jahr auch. Oder rund 7500 am Tag, Wochenenden und Feiertage inklusive. Andere Tierarten exklusive. Nur, dass die Säue für einmal nicht hinter den dicken Mauern der Schlachthöfe sterben, sondern in der Öffentlichkeit. Bolzenschuss, Kehlenschnitt, Ausweidung, Verarbeitung zur Wurst: Alles soll vor den Augen des Publikums geschehen, jeder Schritt von Fachleuten begleitet und erklärt.

Noch nie war Fleisch für die breite Masse erschwinglicher als heute, und noch nie war das Töten der Tiere gleichzeitig so weit weg.

Als Metzgermeister Rolf Häring die Absicht formulierte, der Bevölkerung «das traditionelle Handwerk der Hausmetzgete» wieder näher zu bringen, ahnte er wohl nicht, was er damit auslösen würde. Der Schweizer Tierschutz prangerte die «Show-Metzgete» an. Sorgen um Kinder und betreffend Hygiene wurden geäussert. Und der eingangs erwähnte Dorfpfarrer kritisierte, die «Belustigung der Bevölkerung» sei grausam und gehöre ins letzte Jahrhundert.

Das ist, mit Verlaub, Schwachsinn. Noch nie war Fleisch für die breite Masse erschwinglicher als heute, und noch nie war das Töten der Tiere gleichzeitig so weit weg. Noch nie war die Diskrepanz grösser zwischen jenen, die im Discounter zum vakuumierten Drei-Franken-Steak greifen und jenen, die die Nutztierhaltung am liebsten abgeschafft sähen. Ein Realitätsabgleich, wie ihn der Metzgermeister von Sissach plant, kommt da wie gerufen.

Wie viel bequemer ist es, einfach in den Chor der Empörten einzustimmen, wenn der nächste Fleischskandal ans Licht kommt!

Es spielt dabei keine Rolle, ob man aus der Warte des Veganers oder des leidenschaftlichen Fleischliebhabers argumentiert. Die Tabuisierung eines Vorgangs, der sich in der Schweiz täglich 7500 Mal abspielt, ist feige und kontraproduktiv.

Feige, weil so eine ehrliche Debatte abgewürgt wird. Wer in Hysterie verfällt beim Gedanken, dass Kinder mit dem Tod eines Nutztiers konfrontiert werden, wer aus Angst vor Keimen bereits nach dem Mundschutz greift, wer schrill die Missachtung der Tierwürde beklagt, verleugnet, was hinter den Mauern der Schlachthöfe im Akkord geschieht. Wie viel bequemer ist es, einfach in den Chor der Empörten einzustimmen, wenn der nächste Fleischskandal ans Licht kommt!

Kontraproduktiv, weil nicht einmal der Versuch unternommen wird, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die Tierschützer können sich auf die Schulter klopfen, weil sie sich für die Würde der Schweine stark gemacht haben. Und Fans von Billig-Fleisch müssen den automatisierten Griff zum Drei-Franken-Steak auch künftig nicht überdenken. Die Bubble bleibt intakt.

Eltern dürfen ihre Kinder auf das Gelände mitnehmen. Die Organisatoren rufen sie aber dazu auf, sich den Besuch «gut zu überlegen».

Die wirklich unbequemen Fragen bleiben unangetastet: Mundet mir die Wurst auch noch, wenn ich das Schwein vor seinem Tod quieken gehört habe? Oder ist dies gerade die Voraussetzung dafür, dass ich sie mit gutem Gewissen geniessen kann? Ist es in Ordnung, dass ich Fleisch aus ausländischer Billigproduktion kaufe, wenn ich schon eine Schlachtung nach Schweizer Tierschutz-Standards kaum ertrage? Oder: Gehört der Fleischkonsum zum zivilisierten Menschen und die Hausmetzgete als Tradition bewahrt?

Am Samstag wird übrigens niemand zufällig Zeuge eines blutigen Spektakels. Die beiden Schweine werden auf einem Privatareal in einem Zelt getötet. Eltern dürfen ihre Kinder auf das Gelände mitnehmen. Die Organisatoren rufen sie aber dazu auf, sich den Besuch «gut zu überlegen».

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Fleisch wird jetzt im Labor gezüchtet

Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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115
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115Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tobler-max 28.10.2017 09:14
    Highlight Unser Urahne schleppte eine Frau des anderen Stammes an den Haaren aus der Höhle und vergewaltigte sie. Aus Rache wurde das Kind des Vergewaltigers lustvoll über dem Feuer aufgefressen.. Heute, nach vielen Zivilisationsschritten verfolgen wir Vergewaltigung per Gesetz und schütteln uns mit Grauen und Abscheu vor Kannibalismus. Nach ein paar weiteren Zivilisationsschritten werden sich unsere Nachfahren mit dem selben Grauen schütteln ab unserem unendlich blutigen Fleischkonsum, barbarisch gespiesen aus subventioniertem Tiermassenmord.
    7 15 Melden
  • Herbert Anneler 27.10.2017 12:54
    Highlight Ich finde diese öffentliche Schlachtung etwas Sinnvolles: Die Wirtschaftswelt zeigt uns nur die Schokoladenseiten des Konsums, das Negative wird auf der Hinterbühne verborgen. Eine solche öffentliche Schlachtung lüftet für einen Moment die dunklen Seiten, sprich: die Kosten unseres Konsumwahns und konfrontiert uns damit. Richtig so - nur so ist unser Planet zu retten!
    26 0 Melden
  • wartschnell 27.10.2017 09:10
    Highlight Zu diesem Thema passt auch wunderbar der Film „Okja“ auf Netflix. Hab am Ende ein Schlosshund geheult 😢
    6 2 Melden
  • Pirmin Suter 27.10.2017 08:16
    Highlight Suuper geschrieben, vielen Dank!!
    21 1 Melden
  • sambardi 27.10.2017 07:48
    Highlight Gratulation zu diesem tollen Beitrag.
    30 1 Melden
  • Energize 27.10.2017 06:32
    Highlight Jedes Schulkind sollte mal auf einem Schlachthof gewesen sein. Meiner Meinung nach gehört dies zur Grundbildung - schliesslich isst der Durchschnitt in der Schweiz fast jeden Tag Fleisch.

    Das ermöglicht es dem Kind seine eigene Meinung zu bilden.
    46 3 Melden
  • LarsBoom 27.10.2017 05:38
    Highlight SRF Einstein hat mal eine sehr interessante Sendung im Hinwiler Schlachthof gedreht. Vom Stall bis auf den Teller. Begleitet von Otto Normalverbrauchern.

    https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/einstein-im-schlachthof?id=cb1585b5-0e68-4d98-aa31-389a13fad659
    20 0 Melden
  • Miikee 27.10.2017 03:17
    Highlight Gruss aus Ecuador. Hier interessiert das kein Schwein. Wie auf dem Bild zu sehen ist das altag hier und wird zwischen den Souvenir Shops gemacht.
    17 0 Melden
    • SemperFi 27.10.2017 12:36
      Highlight Zwischen Schlachten und Metzgen ist doch noch ein gewisser Unterschied. Ich sehe hier auf jedenfall keine Schlachtung.
      4 7 Melden
  • Sapere Aude 27.10.2017 01:55
    Highlight Wenn Veganer oder Vegetarier gegen sowas demonstrieren, kann ich das verstehen. Die Fleischesser sollen schön aufs Maul sitzen.
    38 11 Melden
  • Mr.Tomato 27.10.2017 01:37
    Highlight ☯️Das Karma wird am Schluss Alles richten🕉
    4 24 Melden
  • Pasch 27.10.2017 01:15
    Highlight Als junger Bursch (ich war so etwa 8-9 Jahre alt) rief mich die Oma und fragte ob ich das Huhn "vorbereiten" kann/will.
    Meine Reaktion so nein das geht nicht das lebt usw.
    Dann hat sie mir erklärt das Huhn versteht sich irgendwie nicht mehr mit den anderen Hühnern und pickt auf sie ein. Dadurch legen viele Hühner weniger Eier und haben Verletzungen.
    2 Erkenntnisse habe ich fürs Leben mitgenommen:
    Achte dich gut woher dein Fleisch kommt, nimm es nicht als selbstverständlich und wenn man Hühnern den Kopf abschlägt dann rennt der Körper drauf los! (wie kopflose Hühner eben)
    24 2 Melden
  • Gummibär 27.10.2017 00:54
    Highlight Wenn das Schlachten nicht gesehen werden darf, dann auch das Braten und Essen nicht !
    30 1 Melden
  • Pafeld 27.10.2017 00:53
    Highlight Von mir aus kann/soll Fleisch auch nur noch am Ende eines Glastunnels verkauft werden, der quer durch eine Schlachterei führt. Wer der Meinung ist, die Natur habe ihn als Fleischtiger erschaffen und so habe er ein entsprechend gegebenes Recht auf seine 51kg Fleisch im Jahr, soll auch mindestens eine katzenhafte Anmut zeigen, wenn er sieht, wie seiner "Beute" das Licht ausgeknipst wird.
    Und nein. Ich bin definitiv Omnivore. Mit doch dem einen oder anderen Schlachthof-/Metzgereibesuch auf dem Buckel.
    26 3 Melden
  • Altweibersommer 27.10.2017 00:50
    Highlight Saustarker Kommentar! Danke!
    18 1 Melden
  • blaubar 27.10.2017 00:38
    Highlight 3 Millionen pro Jahr?!! Wären wir die Schweine, würde jedes Jahr fast die halbe Schweizer Bevölkerung geschlachtet.
    22 7 Melden
    • ShadowSoul 27.10.2017 09:28
      Highlight Schau mal nach, wie viele Hühner getötet werden.
      14 0 Melden
    • blaubar 27.10.2017 12:14
      Highlight Tierart Anzahl Tiere Inlandanteil
      Rinder 394'303 84.4%
      Kälber 256'471 97.7%
      Schweine 2'773'726 96.9%
      Schafe 250'155 39.3%
      Ziegen 46'031 60.1%
      Pferde 3'409 8.3%
      Geflügel 57'594'162 52.8%
      Kaninchen 858'528 48.1%
      Wild 104'448 31.3%
      Total 62'281'233 81.3%
      5 2 Melden
  • Statler 27.10.2017 00:35
    Highlight Das Kinder-Argument ist immer das Schönste. Oft - und in diesem Fall besonders - denke ich, dass wir nicht die Kinder, sondern uns selbst schützen, weil wir uns sonst für die Wahrheit schämen müssten. «Schau mal, das tun Menschen wenn sie erwachsen sind».
    Ich möchte auf allen Lebensmitteln Bilder sehen, die zeigen, wie das Produkt «hergestellt» wird. Von Schlachthöfen in der Metzgerei, vom Kuhstall auf den Milchpackungen, vom Hühnerstall auf den Eiern, vom Schleppnetz-Trawler auf den Fischstäbchen.
    Keine «heile Welt»-Bilder, die uns die Marketing-Fuzzis als Beruhigungstablette verarbreichen.
    39 10 Melden
  • Gulasch 27.10.2017 00:29
    Highlight Kürzlich war ich in Vietnam wandern!
    18 0 Melden
  • mator 26.10.2017 23:41
    Highlight Best Artikel ever! Sehr wahr.
    16 1 Melden
  • Matthias Ott 26.10.2017 23:38
    Highlight Die selbe Doppelmoral, die einem als Jäger sehr oft entgegenschlägt... Bezeichnen mich als Mörder und essen kurz darauf wieder eine Cervelat...

    Mein Fleischkonsum hat sich jedenfalls ziemlich geändert, seit ich selber Tiere töte.
    43 3 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.10.2017 23:14
    Highlight Sichtbar zu schlachten finde ich gut. Es darf aber nicht zur Show verkommen, das ist unwürdig. Noch unwürdiger ist allerdings das Schlachten hinter dicken Mauern im Schlachthof.
    21 5 Melden
  • Bruno Wüthrich 26.10.2017 23:08
    Highlight Wäre das Schlachten immer öffentlich, würden wesentlich weniger Tiere ihr Leben hergeben müssen, nur damit wir Fleisch essen können. Dann gäbe es zwar den Metzgerberuf immer noch, aber die Schlachtfabriken hätten wohl ausgedient, und Fleisch würde wieder teurer.

    Ich selbst esse gerne Fleisch. Ich denke, es liegt in der Natur von uns Menschen, dass wir unter anderem auch Fleisch essen. Aber es muss bei mir längst nicht mehr jeden Tag Fleisch auf dem Teller sein. Und ich hätte überhaupt nichts dagegen, das Fleisch nicht im Coop oder in der Migros, sondern beim Metzger kaufen zu müssen.
    26 1 Melden
  • EarlofGrey 26.10.2017 23:05
    Highlight Ich finde die Aktion nur schon deshalb gut, weil offenbar vorher die beiden Säue durchs Dorf getrieben werden (ja, metaphorisch). Da nehmen die Empörten gerne den Balken aus dem eigenen Auge und dreschen damit auf die anderen ein. Und am Schluss kommt noch der Pfarrer und will sich qua Selbstkasteiung am eigenen Schopf aus der moralischen Bedeutungslosigkeit hieven. Da hoffe sogar ich als Vegetarier, dass die Würste, die bei dem Event entstehen, gut schmecken.
    19 0 Melden
  • pedrinho 26.10.2017 22:45
    Highlight gratuliere zu diesem beitrag, genau so musste es mal gesagt werden
    88 0 Melden
  • Hardy18 26.10.2017 22:29
    Highlight Schön geschrieben 👏🏼
    59 0 Melden
  • Ollowain 26.10.2017 21:55
    Highlight Schade dass nur wenige ihre kulturelle Prägung überwinden können...
    41 47 Melden
    • ShadowSoul 27.10.2017 09:29
      Highlight DAS !!!
      3 7 Melden
  • Ralph Krienbühl 26.10.2017 21:47
    Highlight Wirklich sehr guter Artikel, Kompliment!
    Immer wieder oder immer öfter ein kontroverses Thema.
    Viele Menschen aind sich überhaupt nicht bewusst, wie sie mit ihrem (Konsum) Verhalten die Welt mitgestalten. Wir sind im Jahr 2017 und langsam soweit, die Fassaden runterzureissen.
    Eine Schlachtung im erwähnten Rahmen und die Debatte deswegen haben ihren Zweck schon erfüllt, was mich freut.
    Denkt nach Leute :)
    51 2 Melden
  • sowhat 26.10.2017 21:40
    Highlight Sehr gut getroffene Beurteilung. Ich finde die Empörung so bigott wie nur irgend etwas sein kann.
    Zu dem Pfarrer der sich auspeitschen will, fällt mir leider nur sehr Unschmeichelhaftes ein. Das lass ich mal lieber ungeschrieben. Tschuldigung...
    54 1 Melden
    • α Virginis 26.10.2017 23:21
      Highlight Jepp, das mit dem Pfarrer ist schon sehr bedenklich^^
      12 0 Melden
  • seventhinkingsteps 26.10.2017 21:30
    Highlight Wie ich schon beim letzten Artikel über das Thema geschrieben habe, werden in der Schweiz und in DE viele Schweine nicht per Bolzenschussgerät geschlachtet sondern in einen Käfig gesteckt, der ähnlich einem Pater Noster in eine CO2 Grube fährt, wo sie sie bewusstlos werden. Die Tiere merken, dass die Luft immer dünner wird, schreien und stellen sich aufeinander, um mit der Schnauze noch Luft zu kriegen. Wer mir nicht glaubt, hier ein Artikel der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/deutschland-umstrittene-co2-methode-bei-schweineschlachtung-14169503.html

    36 11 Melden
    • PHB 26.10.2017 22:23
      Highlight Danke für den FAZ Artikel.
      11 2 Melden
  • azoui 26.10.2017 21:13
    Highlight Ich bin Fleischesser, kann und hab schon kleinere Tiere, Fische, Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen und Geisen geschlachtet. Habs nie gerne gemacht, aber ich kanns.
    44 2 Melden
    • α Virginis 26.10.2017 23:20
      Highlight Muss halt sein, wenn mans essen will...
      11 0 Melden
  • Ciao Sepp 26.10.2017 21:04
    Highlight


    CH-Kurzfilm „Fleisch“
    26 0 Melden
    • giguu 26.10.2017 21:59
      Highlight Danke für den link.
      3 0 Melden
    • Thadic 26.10.2017 22:47
      Highlight @Frage zu Kehlenschnitt: dieser dient dazu das Tier ausbluten zu lassen. Zuerst muss das Tier betäubt werden, wobei mit Bolzenschuss in den Kopf beim Rind, mit CO2 beim Schwein und mit Strom beim Huhn geschieht. Danach folgt eben der Kehlenschnitt bei schlagenden Herzen. Auch beim Rind schlägt das Herz trotz grossen Hirnverletzungen noch eine Weile weiter. Entgegen den Behauptungen von vielen Juden und Moslem bluten die Tiere, welche so geschlachtet werden, vollständig aus.
      26 0 Melden
  • α Virginis 26.10.2017 20:50
    Highlight Ich bin auf dem Bauernhof grossgeworden und bei uns wurde zweimal pro Jahr auf dem Hof geschlachtet. Einmal im Frühling, dann wieder Herbst. [\ironie on] Im zarten Alter von drei Jahren habe ich diesen "Horror" schon "ertragen" müssen. [\ironie off] Trotzdem bin ich kein gewalttätiger, blutrünstiger Mörder geworden, sondern weiss, dass für meine Nahrung Tiere geschlachtet werden, so wie Löwen halt Antilopen fressen. Ausserdem werden die beiden Schweine vermutlich viel humaner geschlachtet, als dies im Schlachthaus geschehen würde. Pädagogisch durchaus Sinnvoll.
    68 8 Melden
    • Ollowain 26.10.2017 21:15
      Highlight Gibt es humane Schlachtungen?
      34 43 Melden
    • seventhinkingsteps 26.10.2017 21:31
      Highlight Das Schlachten mit der Jagd eines Löwen zu vergleichen ist dann schon sehr romantisierend.
      24 31 Melden
    • giguu 26.10.2017 22:04
      Highlight Ja, es gibt humanere Arten von Schlachtungen. Wo ich herstamme, da schächtet man. Musste dies schon viel miterleben und auch mithelfen bei zig Lämmern, Ziegen, etc. Es ist schon brutal dem Tier Minutenlang zuzuschauen, wie es verblutet. Allerdings hat das religiöse schächten auch etwas humanes, man betet fürs Tier. Mir sind wuropäische Schlachtmethoden aber lieber und ganz klar humaner, sofern das Tier im lebendigen Zustand mit Respekt behandelt wird und noch nicht als 'Produkt' gesehen wird
      18 19 Melden
    • α Virginis 26.10.2017 23:19
      Highlight giguu, das kann ich durchaus nachfühlen. Trotzdem, Fleisch ist eine Grundlage unserer Ernährung, deshalb wird, solange das so ist, das Schlachten der Tiere unser Alltag sein. Nicht, dass ich sagen würde, dass das "Jedermanns" Sache ist, aber es gehört halt dazu.

      @seven: Wo ist der Unterschied? Beides gehört zur Nahrungsbeschaffung. Nur, dass wir Menschen dies in Fabriken verbannt haben, wenn auch aufgrund der Nachfrage. Vom Inhalt her ist es das Selbe.
      4 2 Melden
    • Ollowain 27.10.2017 00:20
      Highlight Ich denke dem Tier ist es wohl herzlich egal als was es von uns Menschen betrachtet wird oder ob man dazu eine Märchenfigur im Himmel anbetet. Es muss gegen seinen Willen sterben um als Genussmittel im Teller zu landen. Das sollte uns zu denken geben.
      14 7 Melden
    • dracului 27.10.2017 07:51
      Highlight Das Schlachten auf dem Bauernhof ist kein Vergleich mit der industriellen Tötung im Sekundentakt an Schlachthöfen. Zudem essen die Aldi- und Lidl-Kinder hemmungslos (Billig-)Fleisch von irgendwo. Auf dem Bauernhof wird meist das ganze Tier verwertet, während die heutigen Konsumenten Fleisch nur noch sehr selektiv essen wollen. Warum wirbt die Fleischindustrie eigentlich mit der heilen Bauernhofromantik und nicht mit Einblicken in den Tötungsalltag?
      14 2 Melden
    • α Virginis 27.10.2017 15:07
      Highlight @dracululi: Da kann ich Dir nur Recht geben. bei uns wurde jeweils das _ganze_ Schwein verwertet, ausser der Galle. Industriell gefertigtes
      Fleisch kannst Du beim Grossmarkt finden, aber was sehen wir da? Eine kleine Auswahl von "Pfannenfertigem" Fleisch. Der Rest wird entweder verwurstet oder sonstwie industriell verwertet.
      1 0 Melden
  • Mnemonic 26.10.2017 20:44
    Highlight Ganz einfach ihr Selbstgerechten; Ihr würdet eure Kids öfentlich Schlachten lassen? Na, immer noch ein grosses Maul?
    4 154 Melden
    • sveinn 26.10.2017 21:14
      Highlight Ich würde es auch nicht öffentlich nicht tun...
      Nicht sehr differenzierter Kommentar!
      69 2 Melden
    • giguu 26.10.2017 22:05
      Highlight @Mnemomic: warum nicht? Es gibt Kids die denken das Fleisch kommt aus dem Supermarkt.
      27 3 Melden
    • α Virginis 27.10.2017 17:10
      Highlight @Mnemonic: Wieso nicht? Bin auf dem Bauernhof aufgewachsen und mein Grossvater hat mir so im Alter von etwa 8 Jahren beigebracht, wie man ein Kaninchen richtig schlachtet und ausnimmt. Bin trotzdem kein Metzger geworden oder sonstwie brutal oder sadistisch...
      1 0 Melden
  • blaubar 26.10.2017 20:42
    Highlight Der Mensch ist ein äusserst seltsames, feiges, undausgeglichenes, unkooperatives Wesen. Will verleugnen, was er isst, will sich impfen, neue Gelenke einbauen usw. einfach extrem widernatürlich. Warum bloss??
    32 31 Melden
  • SVARTGARD 26.10.2017 20:37
    Highlight Fleisch ist mein Gemüse.
    27 61 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.10.2017 20:37
    Highlight Klar der beste Kommentar, den ich zu diesem Thema lesen durfte. Ich emphele jedem, einmal bei einer Schlachtung dabei zu sein, es ist äusserst interessant.
    28 4 Melden
  • Mennsgi 26.10.2017 20:20
    Highlight Die Leute doe gehen werden genau gleich viel Fleisch konsumierem denn die Wissen ja ungefähr wovon das Feisch kommt. Ich habe auch schon ein paar Schlachtungen gesehn. Egal ob es Schweine von unserem Stall war oder beim Jagen mit meinem Onkel der Konsum hat sich nicjt geäandert.
    8 17 Melden
    • Nick Name 26.10.2017 21:10
      Highlight Ich = alle. Gell?
      32 9 Melden
  • ströfzgi 26.10.2017 20:18
    Highlight Wäre doch noch fair den Säuen gegenüber wenn die Kids das sehen würden. Dann könnten diese zumindest selber entscheiden was sie essen wollen.

    En Guete
    55 1 Melden
  • cbroenni 26.10.2017 20:13
    Highlight Letztes Jahr kam ich mit einem Wirt ins Gespräch, der auch als Bauer und Metzger arbeitet. Das Wohl seiner Tiere liegt ihm sehr am Herzen, daher schlachtet er sie selber. So bleiben ihnen lange Transportwege und Stress im Schlachthof erspart. SRF drehte eine Doku über diesen speziellen Menschen, seine Tierliebe und filmte das Schlachten. Die Doku wurde nie ausgestrahlt, weil angebl. die Ethikkommission von SRF heftige Reaktionen des Publikums befürchtete. Der Schritt vom lebendigen Tier zum Fleisch ist tatsächlich eines der letzten Tabus. Es ist verlogen, jene zu kritisieren, die daran rühren.
    117 2 Melden
  • crik 26.10.2017 20:11
    Highlight Hallo Watson, könntet ihr hier eine kleine Umfrage aufschalten, was man davon hält?

    In meinem Umfeld finden es eigentlich alle eine gute Sache, eine Schlachtung mal zu sehen. Möglicherweise ist es eine kleine, aber sehr laute Gruppe, welche nun dagegen protestiert.

    Als Kinder sind wir gelegentlich zum Schlachthaus im Dorf geradelt, und wenn gerade ein Bauer eine Kuh vorbeibrachte, sahen wir dabei zu. Ich fand es immer interessant.
    36 2 Melden
    • corsin.manser 26.10.2017 20:52
      Highlight Danke für den Input, wir haben eine Umfrage aufgeschaltet!
      23 0 Melden
  • grünezecke #fcksvpafd 26.10.2017 20:09
    Highlight Finds als vegetarier gut, in der hoffnung ein bewusstsein zu schaffen, was tiere töten heisst. Auch wenn es beinahe nichts mit der industriellen schlachtung zu tun hat. Allenfalls gibts dann eine handvoll vegis mehr, was erfreulich wäre
    36 12 Melden
  • reaper54 26.10.2017 20:07
    Highlight Ja wenn jemand der Fleisch ist ein Problem damit hat ist das wirklich eine Doppelmoral.
    Ich selbst fände es eine super aktion, da die meisten Personen das noch nie erlebt haben. Und per Bolzenschuss ist jetzt wirklich eine sehr Humane Methode!
    19 3 Melden
  • lily.mcbean 26.10.2017 20:05
    Highlight Liebe Frau Büchi, vielen Dank für Ihre klare Worte, Sie sprechen mir aus der Seele!
    Meinen grössten Respekt auch an den Metzgermeister Häring, der diesen Shitstorm absolut nicht verdient hat. Er hatt absolut nichts schlimmes im Sinn, nein, er möchte lediglich Aufklärarbeit leisten und die Reaktion ist äusserst beschämend.
    2 Säue auf dem Marktplatz in einem Zelt zu metzgen ist auf jeden Fall humaner als in einem Schlachthof. Es müsste sowieso zur Pflicht gehören, 1 mal im Leben ein solches besucht zu haben, das würde einigen die Augen öffnen.

    88 3 Melden
  • leykon 26.10.2017 20:03
    Highlight Danke für diese worte....
    31 0 Melden
  • Dasrauschen 26.10.2017 20:02
    Highlight Word!
    Der beste Artikel, den ich jemals auf Watson gelesen habe.
    32 4 Melden
  • CASSIO 26.10.2017 19:44
    Highlight Für mich ist die Öffentlichkeit des Schlachtens vielmehr willkommen. Nur so sind wir Karnivoren uns auch bewusst, was hinter dem Produkt Fleisch steckt und verzehren dieses Gut auch mit grösserer Hochachtung und Respekt. Wir dürfen nicht die Augen verschliessen vor der Realität.
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    • grünezecke #fcksvpafd 26.10.2017 20:05
      Highlight Du bist omnivore hoff ich für dich
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    • CASSIO 26.10.2017 21:08
      Highlight braunerwinzling, ich liebe fleisch über alles, ich bin ein raubtier, deshalb karnivor. aber, wie ich geschrieben habe: fleisch muss bewusst und mit genuss gegessen werden. eigentlich sollten wir all unsere speisen viel bewusster zu uns nehmen und uns hintersinnen. seit ich das für mich tue, esse ich viel seltener und viel bewusster fleisch. ich konsumiere es nicht mehr nur, sondern ich wertschätze es. und wie Du diesem letzten satz entnehmen kannst: ja, in wahrheit bin ich omnivor (obwohl ich kein grosser gemüsefan bin, deshalb nicht wirklich omni).
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    • Ollowain 26.10.2017 21:19
      Highlight Cassio, du bist ein Omnivor. Oder hast du Reisszähne und bist kein Homo sapiens?
      21 6 Melden
  • Karin Brand 26.10.2017 19:32
    Highlight Noch etwas gaaanz unerwartetes. Wer es nicht sehen will und damit die Realität weiterhin zurückdrängen, kann da ganz einfach nicht hingehen.
    58 0 Melden
  • Walter Sahli 26.10.2017 19:31
    Highlight Gratuliere, Frau Büchi! Guter Kommentar!
    42 0 Melden
  • LeChef 26.10.2017 19:27
    Highlight "In den sozialen Medien tobt ein Shitstorm"

    95% von denen, die gegen das öffentliche Schlachten sind, sind Vegetarier und Veganer. Die dürfen auch dagegen sein, das ist nur konsequent.

    Aber verwechselt doch nicht immer die lautstärksten Meinungen in den sozialen Medien mit der öffentlichen Meinung. Habe gestern und heute in meinem Bekanntenkreis etwas rumgefragt - und von den Fleischessern war nur eine dagegen. Zwei fanden es blöd, und die sind Vegetarier.

    Sturm im Wasserglas.
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    • bokl 26.10.2017 20:03
      Highlight "95% von denen, die gegen das öffentliche Schlachten sind, sind Vegetarier und Veganer. Die dürfen auch dagegen sein, das ist nur konsequent."

      Falsch. Die müssten eigentlich gegen die Schlachtung hinter dicken Mauern sein. Oder die Regel "Fleischesser müssen bei der Schlachtung anwesend sein" fordern.

      So würde den Fleischkonsum stark sinken ...
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    • LeChef 26.10.2017 20:56
      Highlight Stimmt! Wäre auch etwas aufwendig, bei jeder Schlachtung dabei zu sein ;)
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    • öpfeli 26.10.2017 21:11
      Highlight Ich als Veganerin bin absolut für diese öffentliche Schlachtung.
      30 0 Melden
  • moedesty 26.10.2017 19:22
    Highlight ich esse selber fleisch aber wenn man nicht die eier hätte selbst die sau zu schlachten hat das fleisch nicht.m verdient.

    darum erwäge ich damit aufzuhören.
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    • DanielaK 26.10.2017 22:40
      Highlight Das hat was. Ich persönlich habe schon bei Kaninchenschlachtungen zugesehen als Kind. Ich habe für mich entschieden: Ich bin froh, dass ich nicht muss, würde es aber tun wenn es notwendig wäre damit meine Familie genug zu essen hat. Dasselbe gilt auch für Waffengebrauch ganz allgemein. Ich hab den Fleischverbrauch in unserer Familie reduziert, der Rest hat sich mittlerweile daran gewöhnt. Aber mit so schwierigen Essern geht das nicht immer glatt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Ich versuche, unserer Tochter beizubringen, das Essen zu schätzen. Denke das bringt schon einiges.
      10 1 Melden
    • Passionseeker 27.10.2017 00:20
      Highlight @DanielaK
      Es würden imfall auch die allermeisten Veganer eigenhändig ein Kaninchen schlachten, wenn es die einzige möglichkeit wäre, die Familie zu ernähren. Welch ein Glück, dass das keinesfalls nötig ist, da es genug pflanzliche Kost gibt ;)
      In diesem Land wird doch nichts mehr geschlachtet, um irgendjemanden zu ernähren, sondern einfach weil‘s schmeckt.
      2 4 Melden
    • DanielaK 27.10.2017 09:23
      Highlight Das ist so, bei uns hier ist das nicht nötig. Es ging mir mehr um den Gedanken von moedesty, dass man als Fleischkonsument auch den weniger angenehmen Teil ausführt. Ist ein guter Gedanke von dir, was wohl passieren würde, wenn Fleisch die einzige Möglichkeit wäre. Ich finde es für mich persönlich wichtig, nur Fleisch zu essen, wenn ich mir auch zutraue, es zu 'besorgen'. Mir scheint dieses Bewusstsein für das 'woher kommts' ganz allgemein gut, denn es lässt einem sorgfältiger mit allem umgehen. Ich denke aber auch, dass das jeder für sich wissen muss.
      2 0 Melden
  • Thadic 26.10.2017 19:14
    Highlight Als Fleischesser der seinen Konsum weiter senken möchte, bin ich dafür dass noch viel mehr öffentlich geschlachtet wird. Ich bin überzeugt ich würde dann weniger und bewusster Fleisch essen. Das mag nun ein wenig prinzipienlos, aber es ist nun mal so. Aus den Augen dem Sinn!
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    • clarazi 26.10.2017 19:36
      Highlight Ich wohne ganz in der nähe und würde sehr gerne gehen, und zwar nicht aus blutgier oder was man immer an den Kopf geworfen bekommt, sondern weil es mich wirklich interessiert und ich mir erhoffe bewusster im Umgang mit Fleisch zu werden wenn ich quasi selber mithelfe ein Tier zu töten. Aber da ich ehrlich gesagt nicht weiss ob ich das schlachten ertrage, habe ich mich dagegen entschieden. Und wissen Sie was? Ich fühle mich als verlierer der lieber die 'anonymität' vom Migros / Coop Fleisch hat als sich dem Schicksal der Schweine zu stellen... Schräg hä?
      33 0 Melden
    • blaubar 26.10.2017 20:43
      Highlight Es reicht, beim Griff ins Regal das Hirn einzuschalten und die Bilder, die zum Fleisch gehören abzurufen.
      8 0 Melden
    • cbroenni 26.10.2017 20:48
      Highlight @clarazi Dann gehen sie halt nicht hin und lesen stattdessen Jonathan Safran Sfoers Bestseller „Tiere essen“.
      9 1 Melden
    • Thadic 26.10.2017 22:54
      Highlight @ Blaubär: natürlich kann man das, aber es ist wieder Hirnrinde die aktiv werden muss. Hingegen ist das Erleben einer Schlachtung etwas für das lymbische System und das hat eine grosse Wirkung auf unsere Entscheidungen.
      5 0 Melden
    • Mr.Tomato 27.10.2017 01:34
      Highlight Die Fleischlobby würde mit jeder Sicherheit Alles gegen öfteres öffentliches Schlachten unternehmen...
      4 3 Melden
  • This Way 26.10.2017 19:14
    Highlight Danke Watson! <3
    40 0 Melden
  • flausch 26.10.2017 19:13
    Highlight Das Ehrlichste das bisher zu dieser Kontroverse kundgetan wurde. Absolut auf den Punkt gebracht!
    Auf jedenfall hats ja geklappt mit der Show(metzgete), rundherum tobt Doppelmoral und Verlogenheit und den tatsachen werden kein Platz mehr eingeräumt.
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  • Kstyle 26.10.2017 19:12
    Highlight Die aufmerksamkeit bekommen immer die Frösche die am lautesten quacken. Was nicht heisst, dass sie in der mehrheit sind.
    27 4 Melden
  • öpfeli 26.10.2017 19:12
    Highlight Sehr guter Artikel!
    37 0 Melden
  • Panisch 26.10.2017 19:09
    Highlight Ich finde es immer wieder schön, wenn man sieht was die Schweiz für Probleme hat. Das zeigt mir immer wieder dass es uns gut geht, wenn man die Zeit findet um sich mit so Themen zu beschäftigen.
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    • CASSIO 26.10.2017 21:15
      Highlight Panisch, das würde ich jetzt nicht als Wohlstandsgefasel abtun. Klar geht es uns gut, und nur deshalb können wir es uns auch erlauben, uns um solche Sachen Gedanken zu machen. Aber es ist auch unsere verdammte Pflicht, darüber nachzudenken, dass das Stück Fleisch nicht in irgendeiner Fabrik erzeugt wird (wie in einem Louis de Funes Film), sondern dass es sich bei diesem Stück Fleisch um ein Lebewesen handelte, welches hoffentlich ein würdiges Leben führen durfte, bevor es geschlachtet wurde. Auch die Schlachtung soll in Würde vonstatten gehen. Darum sollten wir uns auch bemühen.
      21 1 Melden
  • poga 26.10.2017 19:09
    Highlight Geiler Kommentar. Ich finde du hast hier einiges zum Nachdenken rein gepackt.
    36 0 Melden
  • Alnothur 26.10.2017 19:09
    Highlight Ich finde es gut, wenn die Leute auch mal mit eigenen Augen eine Schlachtung miterleben, wenn sie Fleisch essen; ich esse Fleisch, und ich habe es auch schon gesehen. Auch mit dem Fazit, dass ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann.
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  • don_fabinio 26.10.2017 19:08
    Highlight Danke für den tollen Bericht. Ich bin Fleischesser und dazu gehört halt das metzgen. Darf man ruhig mal sehen.

    From nose to tale. Wenn schon Tier töten dann auch alles verwerten! Nicht nur filet essen.
    35 1 Melden
    • mein Lieber 26.10.2017 19:26
      Highlight *tail*
      10 2 Melden
  • undduso 26.10.2017 19:07
    Highlight Richtig guter Kommentar, mehr gibts da gar nicht zu sagen.

    Ich persönlich bin dankbar dafür, auf einem Hof aufgewachsen zu sein und das Schlachten der Tiere auch schon miterlebt zu haben. Einerseits lernt man das Produkt Fleisch zu schätzen und es wird nicht als selbstverständlich angesehen wenn man den Namen des Tieres kennt und dieses hat aufwachsen sehen.
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  • Jacob Crossfield 26.10.2017 19:04
    Highlight Dem kann ich nichts hinzufügen, ausser vielleicht : gut geschrieben, inhaltlich wie formell!
    35 0 Melden

Autor Linder: «Mit meinem Buch kann man nirgendwo mitreden oder an Partys auftrumpfen»

Eigentlich hat die Schweiz ihn ja schon seit 34 Jahren, aber bisher hat Lukas Linder ausschliesslich fürs Theater geschrieben. Nun endlich ist sein Erstlingsroman erschienen – ein Anlass für uns, ihm 37 höchst existentielle Fragen zu stellen.

Die NZZ hat ihn einen «aufstrebenden Erzähler» genannt, ich nenne ihn ein Phänomen. Das wage ich zu sagen, weil ich Lukas Linder kenne. Nur, dass ihr gleich Bescheid wisst und hinterher nicht klagt, ich hätte hier schamlos Schleichwerbung für einen guten Freund betrieben. 

Überdies hat Reich-Ranicki einmal gesagt: «Es gibt Menschen, die auf eine hinreissende Weise Blödes von sich geben.» 

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er damit Linder gemeint hat. Jedenfalls ist Reich-Ranicki …

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