Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Tradition fest im Blick: Bundesfeier 2014 in Genf. Bild: KEYSTONE

Wir machen es uns gemütlich – und verpassen den Anschluss an die Zukunft

Der Schweiz im Jahr 2017 geht es gut. Fast zu gut. Während es in der Aussenwelt rumort, richten wir uns ein im gut gepolsterten Kleinstaat. Eine Strategie für die Zukunft ist das nicht.

01.08.17, 11:46 02.08.17, 05:18


Wir leben in interessanten Zeiten. Laut einem angeblich chinesischen Sprichwort ist dies mehr Fluch als Segen. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die Welt 2017 noch ein Stück unsicherer geworden ist, seit im Weissen Haus im wahrsten Sinn der Wahnsinn regiert. Niemand weiss, wo das mit dem «verrückten König Donald» hinführen wird.

Die Europäische Union ist an ihren Rändern mit Fliehkräften konfrontiert. Im Nordwesten muss der Austritt Grossbritanniens geregelt werden. Im Osten rütteln die rechtsnationalen Regierungen in Polen und Ungarn am Fundament der liberalen Demokratie. Im Süden fühlt sich Italien angesichts der Migration übers Mittelmeer vom Rest der Kontinents im Stich gelassen.

Und wir? Trotz Nachbarschaft zu Italien ist die Zahl der Asylbewerber in der Schweiz auf den tiefsten Stand seit 2010 gesunken. «Das Asylwesen ist ausser Kontrolle», schreibt SVP-Nationalrat Roger Köppel in der aktuellen «Weltwoche». Selten war dieser Satz so bescheuert wie heute. In Wirklichkeit hat der Bund mit dem Rückbau von Unterkünften begonnen.

Die beste aller möglichen Welten

Man erhält fast den Eindruck, die Schweiz sei derzeit die beste aller möglichen Welten. Uns geht es gut, die Wirtschaft hat den «Frankenschock» scheinbar ohne grössere Blessuren verdaut. Und nicht nur die Zahl der Asylsuchenden sinkt, auch die Zuwanderung aus der EU nimmt ab.

Es lebt sich angenehm im Kleinstaat Schweiz, während es im Rest der Welt drunter und drüber geht.

«Wir können es uns leisten, eine bestens integrierte Türkin nicht einzubürgern, weil sie nicht beim Dorfmetzger einkauft, sondern bei Migros und Aldi.»

Die Schweiz hatte immer eine Tendenz, sich einzuigeln. Sie fürchtet die Weite und wendet sich lieber dem Untergrund zu. Man lese dazu das tolle Buch «Die Schweiz unter Tag» meines geschätzten Kollegen Jost Auf der Maur. Nachhaltig ist diese Denkweise nicht. Sie macht uns selbstgefällig und verstellt den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

Wir machen es uns allzu gemütlich in der Gegenwart. Wir können es uns leisten, eine bestens integrierte Türkin nicht einzubürgern, weil sie nicht beim Dorfmetzger einkauft, sondern bei Migros und Aldi. Und weil ihr Hornussen nicht vertraut war. Was in der Schweiz des 21. Jahrhunderts offenbar eine wichtige Voraussetzung zur Erlangung des Bürgerrechts ist.

Der Fall der jungen Funda Yilmaz aus Buchs AG mag ein «Ausreisser» sein. Der Vorwurf, sie lebe «in ihrer kleinen Welt», fällt jedoch auf die Einbürgerungskommission zurück. Sie lebt in einer kleinen oder vielmehr kleinkarierten Welt. Zu ihrer Entlastung kann man anführen, dass sie damit nicht allein ist. Auch im politischen Diskurs wünscht man sich mehr Weitsicht.

Die Angst vor fremden Richtern

Ein gutes Beispiel ist die Debatte über die «fremden Richter». Sie blockiert den Abschluss eines Rahmenabkommens mit der Europäischen Union, auch weil sich der Bundesrat und die meisten Parteien bei diesem Thema ausgesprochen defensiv verhalten. Es dominiert die Angst vor der SVP und ihrer «Selbstbestimmungsinitiative», über die wir bald abstimmen werden.

Eine klare Meinung dazu hat Otto Lampe, der bis Ende Juni als deutscher Botschafter in Bern residierte. In der NZZ veröffentlichte er zum Abschied eine elegische Liebeserklärung an die «Insel der Glückseligen», mit einer Ausnahme: «Die Debatte um ‹fremde Richter› habe ich allerdings als Jurist ehrlich gesagt nie richtig verstanden. Gibt es denn auch ‹eigene Richter›?»

«Unsere durch Selbstgefälligkeit auf der einen und Verzagtheit auf der anderen Seite geprägte Mentalität könnte sich rächen.»

Lampes Einwand ist keineswegs absurd. Die Herausforderungen der globalisierten Welt lassen sich nur mit globalen Regeln bewältigen. Die Schweiz hat das durchaus verstanden. Bereits 1948 anerkannte sie den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, das höchste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen – mehr als ein halbes Jahrhundert, bevor sie der UNO beitrat.

Es gäbe weitere Bespiele. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) etwa hat sich die Schweiz ihrer Schiedsgerichtsbarkeit unterworfen. Wenn es aber um die Europäische Union geht, sind die «fremden Richter» auf einmal ein Problem. Wie überhaupt unser Verhältnis zur EU nicht erst seit der Masseneinwanderungsinitiative reichlich verknorzt ist.

Das Ausland bleibt nicht stehen

Unsere durch Selbstgefälligkeit auf der einen und Verzagtheit auf der anderen Seite geprägte Mentalität könnte sich rächen. Denn das Ausland bleibt nicht stehen. Frankreichs jungdynamischer Präsident Emmanuel Macron kündigte an einer Konferenz im Juni an, er wolle sein Land zu einer Start-up-Nation machen: «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»

«Wenn wir nicht aufpassen, werden die dunklen Tage bald einmal beginnen.»

Als erste Massnahme kündigte Macron ein French-Tech-Visum für Firmengründer, Talente, Investoren und ihre Angehörigen an. Die entsprechende Website wurde bereits aufgeschaltet. Und die Schweiz? Ebenfalls im Juni hat der Ständerat auf Empfehlung des Bundesrats eine Motion des Zürcher Freisinnigen und IT-Unternehmers Ruedi Noser für ein Start-up-Visum abgelehnt.

Das Best-of der «Tour dur d'Schwiiz» in 358 Bildern

Sieht so eine zukunftsträchtige Politik aus? Auch in anderen Bereichen besteht Nachholbedarf. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört die Schweiz zu den Schlusslichtern in Europa. Die Erkenntnis ist vorhanden, doch es passiert bedenklich wenig. Die Frankenstärke bewirkt zudem, dass insbesondere in der Industrie häufig das Geld für nötige Investitionen fehlt.

Im letzten Herbst besuchte ich den Kleinunternehmer Josef Madlener in Dietikon ZH. Seine Firma muss wie viele Industrie-KMU mit den schwierigen Rahmenbedingungen in der Schweiz klarkommen. Der gebürtige Österreicher warnte eindringlich vor Selbstzufriedenheit: «Wenn wir weiterhin die Illusion pflegen, wir seien die Besten, geht irgendwann die Sonne unter.»

Noch scheint die Sonne über unserer «Insel der Glückseligen». Wenn wir nicht aufpassen, werden die dunklen Tage bald einmal beginnen. Und das nicht nur im saisonalen Sinne.

«Gopferdamminomal!» – so habe ich als Kanadierin Deutsch gelernt

Video: watson/Emily Engkent

Historische Bilder aus der Schweiz

Fantastische Bilder aus einer Zeit, in der in Zürich noch keine Hipster rumkurvten

Grossartige Fotos aus Basel, als über dem Birsig noch Plumpsklos hingen

Ab in die Badi! Das sagten sich auch schon unsere Grosseltern – und so sah das damals aus

Anno dazumal auf dem Bürgenstock: 29 wahnsinnig schöne Bilder von Audrey Hepburn                 

Diese Bilder beweisen, dass es in Bern schon früher gemütlich zu und her ging

Wow! So sah Luzern aus, bevor die Japaner die Stadt ins Internet gestellt haben

Was Menschen früher am Sonntag so trieben ...

Als es am Gotthard noch gemütlich zu und her ging

Nazi-Schmierfinken, Mord und Blechschaden: Polizeibilder aus Zürich von damals

In Farbe: Vor exakt 70 Jahren wurde Winston Churchill in Zürich wie ein Superstar empfangen

47 Bilder zeigen, was die Models Backstage so trieben, als es noch keine Smartphones gab

Vertraut und doch ganz anders – so sah die Schweiz vor hundert Jahren aus

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

228
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
228Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 05.08.2017 06:13
    Highlight
    Wie Wohlstand messen?

    Um der Vielschichtigkeit von Wohlstand Rechnung zu tragen, sind zu dessen Messung Ergänzungen des BIP mit ökologischen (z. B. Umweltqualität, Biodiversität) und gesellschaftlichen (z. B. Freizeit, Verteilungsgerechtigkeit, Gesundheit, Bildung, Sicherheit) Wohlstandsindikatoren nötig. Am einfachsten wäre es, wenn in der Schweiz das bereits gut eingeführte Messsystem der Nachhaltigkeit mit seinen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Indikatoren standardisiert würde.
    1 0 Melden
  • adi37 03.08.2017 19:25
    Highlight Hier ein Video, das Einiges aussagt:

    zudem ein Video mit Henryk M. Broder:


    Wir sollten auf Distanz und Augenhöhe mit der EU Beziehungen pflegen und uns nicht "anhängen und aufgeben"!
    Auch, wenn wir 55mal kleiner sind als die EU, dürfen wir uns nicht von einer Gruppierung, die nicht einmal demokratisch legitimiert ist, erpressen lassen! Es gibt genügend Gründe, unsere Unabhängigkeit zu bewahren!
    Das bezieht sich nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch und ganz speziell im eigenen Recht!

    0 0 Melden
  • Ohniznachtisbett 02.08.2017 10:39
    Highlight Erstmal vorweg, finde ich es schön, dass Herr Blunschi sich Gedanken macht zu unserem schönen Land. Leider nicht ganz die richtigen.

    1. UNO-Gericht in Den Haag und WTO Schiedsgerichtsbarkeit ist NICHT Vergleichbar mit den sogenannt "Fremden Richtern". Weder die WTO noch die UNO ist direkt Partei, bei diesen Gerichten. Hingegen ist es schon zu hinterfragen, ob ein EU-Richter soll Streitigkeiten zw. CH-Firmen und EU-Firmen klären.
    2. Ja, wir müssen innovativ bleiben, wir müssen weiter R&D Champions League bleiben. Nur weil Macron ein Visum einführt, laufen uns die nicht gleich den Rang ab
    16 3 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 12:34
      Highlight Ich plädiere dafür, nicht die Herkunft und Staatszugehörigkeit von Anwälten und Richtern für deren Beurteilung in den Vordergrund zu stellen, sondern die Qualität ihrer Arbeit!
      Sind sie parteiische Winkeladvokaten, die ihren zahlungskräftigen Mandanten zum Sieg in Streitigkeiten verhelfen, indem sie sich in dem Paragraphen-Dschungel, den sie zusammen mit ihren mächtigen Verbündeten aus tonangebenden Politischen Parteien wuchern lassen, am besten auskennen?
      Oder sehen sie im Recht ein Mittel, Streitigkeiten zwischen Parteien GERECHT zu schlichten und zu regeln, als unparteiische Schiedsrichter?
      9 7 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.08.2017 14:41
      Highlight Gebe ihnen grundsätzlich Recht. Nur: Es gibt im Recht immer auch Ermessenspielraum für den Richter. Wenn der Richter komplett unabhängig ist, wird er nach bestem Wissen und Gewissen urteilen. Dies ist m.E. bei WTO und UNO-Tribunal gegeben. Bei den "Fremden Richtern" eben nicht. Als Vergleich: Um als Bürger den Staat einzuklagen, geht man auch zum Verwaltungsgericht, dieses ist Aufgrund seiner speziellen Stellung von der "normalen" Gerichtsbarkeit getrennt und gewährt die geforderte Unabhängigkeit.
      5 0 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 15:36
      Highlight Ich würde einfach das Wort "fremd" aus dem Vokabular streichen und durch das Wort "professionell" ersetzen.
      Einverstanden?
      So schwer ist das doch gar nicht.
      2 5 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.08.2017 16:23
      Highlight Nein, ich bin nicht einverstanden... Es ist in der Tat heikel, wenn ein EU-Richter gegen Schweizer bindende Entscheide Fällen kann, wenn die Gegenpartei auch aus der EU ist. Denkbar wäre ein Schiedsgericht mit paritätischer Zusammensetzung. Genau dies hat die EU aber signalisiert nicht zu akzeptieren. Die EU würde ja auch nie akzeptieren, dass CH-Richter bindende Entscheide gegen EU-Bürger fällen dürften...
      7 1 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 16:47
      Highlight Du argumentierst weiterhin nationalistisch, also in einem entfernten Sinne rassistisch.
      Das funktioniert heutzutage einfach nicht mehr (tatsächlich hat es noch nie wirklich funktioniert, wenn in unsere bluttriefende Geschichte zurückgehen.
      Wir müssen QUALITATIV beurteilen!
      Kein EU-Richter ist so, wie der andere!
      Das Spektrum reicht von Front National bis Syriza!
      Und ebenso ist es mit Schweizer Richtern.
      Darum nochmals mein Wunsch, die Begriffe "fremd" und "eigen" zu ersetzen durch "umprofessionell-parteiisch" und "professionell unparteiisch".
      4 30 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.08.2017 17:53
      Highlight Menschen vertreten zuerst ihre eigenen Interessen, dann die der Familie und erst dann die des suspekten Nachbarn... so einfach ist es halt. Ihre Utopien in Ehren, aber ich möchte auch nicht, dass bei einem Verkehrsunfall, wo nicht sicher ist ob ich schuld bin oder nicht, der Richter der Bruder meiner Gegenpartei ist... Du etwa schon?
      3 2 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 18:23
      Highlight Ich weiss nicht, wie harmonisch es in Deiner Familie so zu und her geht.
      Meine jedenfalls ist schon seit Generationen total zerstritten.
      An der Oberfläche wird zwar schon noch Gemeinschaft inszeniert, doch darunter ist sehr viel faul.
      Der Mensch, der mir am nächsten und am liebsten ist, kommt aus einer "Anderen Welt", aus den Philippinen.
      Da gibt es auch "einheimische", sehr käufliche und sehr korrupte Richter und Anwälte UND ausgesprochen ehrenwerte Persönlichkeiten, die sich aufopfern für ihre Kinder und für Familienangehörige und Bekannte.
      Die Realität ist also VIELFÄLTIG, nicht einfältig.
      3 4 Melden
    • MaxM 02.08.2017 20:57
      Highlight Wie es oben bereits erwähnt wurde, ist es in einer idealen Welt tatsächlich die Parteilichkeit eines Richters oder einer Richterin oder des Gerichts als Gremium kein Thema. Mehr noch: In unserem juristischen Denken gehen wir in Kontinentaleuropa davon aus, dass die Aufgabe eines Gerichts die Ermittlung der objektiven Wahrheit ist (und dass jeder Richter, wenn er seine Arbeit richtig erledigt bei der Beurteilung des gleichen Falles absolut zu einem gleich lautenden Urteil kommt). Nun ist es so oder bilden wir es uns nur ein? In den sog. "common-law-Staaten" vertritt man eine andere Position.
      1 0 Melden
    • MaxM 02.08.2017 21:04
      Highlight Ein "professioneller Richter" tönt sehr gut und soll ja eine Selbstständigkeit sein. Das Problem ist jedoch halt, dass das Gericht aus Menschen besteht. Und ich glaube nicht, dass jemand von sich selber behaupten kann, bei der Beurteilung einer Situation oder - wie hier - eines juristisch zu beurteilneden Sachverhaltes garantiert 100%ig objektiv zu sein. Wir werden von unserer Umgebung, Herkunft, Ausbildung, etc. beeinflusst. Das moderne Gerichtssystem mit mehreren Gerichtsinstanzen und grösseren Spruchkörpern dient dazu, diesen Einfluss zu reduzieren.Ihn völlig zu beseitigen ist kaum möglich.
      1 0 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 21:07
      Highlight Anscheinend kommen wir so nicht weiter.
      Du befürwortest anscheinend mafioses Verhalten, bei dem Loyalitäten zum Boss und zu den Blutsverwandten zentral sind und erwartest ein solches mafioses Verhalten auch von den Andern.
      Bei den Erwartungen hast Du wahrscheinlich auch sehr oft recht, vor allem bei Leuten, die ähnlich traditionell eingestellt sind, wie Du!
      Dann gibt es aber auch Leute wie mich, die als "Inländische Exoten" Kontakte suchen und pflegen zu "Ausländischen Exoten". Unsere Art von Familie baut auf charakterliche Ähnlichkeiten, nicht auf Abstammungslinien.
      Ist einfach etwas Anderes.
      1 1 Melden
    • MaxM 02.08.2017 21:11
      Highlight Geht man davon aus, dass ein Richter professionell ist und auch entsprechend handelt, soll es im vorliegenden Fall für die EU absolut kein Problem sein, wenn ein nationales Gericht endgültig über die Sache entscheidet: Alles nach dem Motto, dass die korrekt gemachte Arbeit immer zu dem gleichen Resultat führt. Allein die Diskussion, dass die EU die Beurteilung strittiger Sachverhalte nicht der professionellen Meinung von nationalen Richtern überlässt, zeigt exemplarisch, was die EU selber von professionellen Neutralität/Objektivität hält.
      0 0 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 21:57
      Highlight Ich bin gerade in einer Rechts-Streitigkeit drin, notabene mit einem Einheimischen Kontrahenten!
      Im Verlaufe dieser Auseinandersetzung wurde mir erst richtig klar, dass er und ich total verschiedene Auffassungen vom Rechtsstaat und wie er funktionieren soll, haben!
      Ich wollte einfach wissen, was das Recht von uns verlangt und beauftrage darum eine Anwältin, welche für uns die Angelegenheit gemäss dem Recht abwickelte.
      Mein Kontrahent wollte aber seine Interessen durchgesetzt sehen und engagierte, als unsere Anwältin nicht vor ihm kuschte, einen eigenen, parteiischen, sehr arroganten Anwalt...
      0 0 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.08.2017 23:25
      Highlight Rodolfo: Ein Anwalt ist doch im Rechtsstaat dafür vorgesehen, die Interessen seines Mandanten zu vertreten... Ich kenne deinen Fall nicht. Aber ob ein Anwalt arrogant oder nett ist, scheint mir objektiv gesehen irrelevant. Er hat seinen Job zu machen, im Namen seines Klienten.
      0 0 Melden
    • rodolofo 03.08.2017 07:53
      Highlight @ Ohniznachtisbett
      Unser Fall ist vielleicht etwas speziell, weil es noch eine dritte Person in diesem Rechtsfall gibt und erst noch Deutsches Recht zur Anwendung kommt.
      So musste die Anwältin, die sich im Deutschen Recht auskennt, die Ansprüche dieser Person klären und mit dessen Anwalt eine Einigung erzielen, was auch problemlos gelang.
      Der Einzige, der jetzt blöd tut, ist wieder mal der SCHWEIZER! Er will sich davor drücken, seinen Anteil an den Kosten für die Anwältin zu bezahlen.
      Hast Du jetzt eine Ahnung, von was ich spreche?
      Das Arschloch befindet sich HIER!
      (Immerhin etwas entfernt...)
      1 1 Melden
  • rodolofo 02.08.2017 09:06
    Highlight Die Blockaden, Ablenkungsmanöver und hinterhältigen Intrigen dieser von "Neo-Fröntlern" gekaperten und dirigierten SVP machen das Leben in diesem an sich wundervollen Land im Gegenteil immer UNGEMÜTLICHER!
    Diese Rechtsnationalen Kräfte wollen eine "Heile Schweiz" herbei zaubern, die es nur in ihren gläubig-sektiererischen Köpfen gibt. In der Realität arbeitete diese "Freie und Unabhängige Schweiz" weitgehend mit Hitler-Deutschland zusammen, entriss "Landstreichern" ihre Kinder um sie in z.T. von Perversen geleitete Erziehungs-Anstalten zu stecken und zwang "Missgebildete" zur Sterilisation...
    11 111 Melden
  • Sensenmaa 02.08.2017 08:22
    Highlight Das ist Augenwischerei. Der Schweiz gehts schon länger nicht so gut wie dargestellt wird! Was man anhand der überfüllten Kliniken, dem überlasteten Sozial Apperat und den immer steigenden KK Prämien sieht. Auch hier kämpfen viele ums übetleben und werden vom Staat dransaliert.
    16 11 Melden
  • Selbstdenker97 02.08.2017 07:41
    Highlight https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Europa-Wirtschaft-Bevolkerung-Zukunft
    1 13 Melden
  • Angelo C. 01.08.2017 23:20
    Highlight Dass man die Zukunft, aber auch die wenigen Mankos der Schweiz, doch mehrheitlich positiv beurteilen darf, zeigt uns die heutige Rede von Bundespräsidentin Doris Leuthard zum 1. August und zur aktuellen Lage der Nation auf :





    Fand ich recht gefällig, mag BR Leuthard keinerlei Zweckoptimismus unterstellen und schliesse mich ihren Ausführungen grossmehrheitlich an.

    12 7 Melden
  • Radiochopf 01.08.2017 23:19
    Highlight auf Grund eines falschen Einbürgerungs-Entscheid etwas über die Schweiz zu behaupten ist unfair + nur weil wir weniger Asylbewerber haben und EU-Einwanderer geht es uns nicht besser.. sonst fragt mal bitte die, die soeben ihren Job verloren haben... unabhängig von all diesen Faktoren wird der Unterschied zwischen reich und arm immer grösser, die Mittelschicht kleiner.. das ist ein Problem das zu bekämpfen ist.. aber ja, verglichen mit anderen Länder geht es uns definitiv sehr gut.. wir sollten es also ab und zu wiedermal schätzen, das wir in einem friedlichen und demorkatischen Land leben!
    23 7 Melden
  • sdv520 01.08.2017 22:52
    Highlight die ganze selbstgefälligkeitskritik geht mir ein wenig auf den sack. vor allem, weil sie ausschliesslich von wirtschaftskreisen kommt. ist ja klar, den einen muss es noch ungemütlicher gehen, damit es die anderen gemütlicher haben. was soll diese kritik bewirken? es ist klar, der globale wettbewerb wird stärker.wer in zukunft die nase vorne haben wird,weiss niemand.heisst das aber, dass wir hier mehr arbeiten, weniger lohn, noch mehr ausländische arbeiter verlangen sollen?
    24 1 Melden
  • malu 64 01.08.2017 21:36
    Highlight Das einzige was die braven Schweizer gut können ist am 1.August sinnlosen Lärm veranstalten! Tolle Feier! Ganz Toll!
    24 92 Melden
    • Judge Dredd 01.08.2017 23:10
      Highlight Ja genau, das Einzige!
      Toller Kommentar! Ganz Toll!
      30 4 Melden
    • malu 64 02.08.2017 02:50
      Highlight Ohh, habe ganz vergessen zu erwähnen, das sie noch viele Tiere erschreckt haben, Felder abfackeln und manche haben am 1. August schon Finger geopfert!
      Tolle Feier!
      7 31 Melden
    • Nihil 02.08.2017 08:45
      Highlight Wer nicht aufpassen kann beim zünseln ist selbst schuld. Das "Geknalle" und die tollen Lichteffekte gehören nunmal dazu, am besten man ist in der Höhe, weg von dem Menschen und kann das Feuerwerk von oben betrachten :)

      Hunde haben im Krieg gedient und verschrecken jetzt ab einem Tunder oder Hüüler. Das hat der Mensch so gezüchtet also kann der Mensch den Hund auch eine Nacht in den Keller tun.
      6 3 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 09:17
      Highlight Gestern hat die Natur ebenfalls für viel Blitz und Donner gesorgt und Eiskugeln auf die gemütliche Schweiz runterböllern lassen.
      Da wurde es für einen Moment richtig ungemütlich und auch etwas bedrohlich...
      Mutter Natur sagte also zu Mutter Helvetia:
      "Vergesst mich nicht!
      Eure lächerlichen Landes-Grenzen überspringe ich mühelos!
      Und wenn Ihr mich nicht achtet, dann werde ich zornig! Aber ich werde auch ohne Euer Dazutun hie und da zornig, einfach so, weil ich launisch bin.
      So, jetzt könnt Ihr weiter feiern auf Eurer Titanic."
      (Titanic schreibt sich mit -ic am Ende! Also doch!)
      Tooing! Daas...
      3 8 Melden
    • Nihil 02.08.2017 16:11
      Highlight Sehr unverständlich, aber es ist ja auch sowas wie ein Montag...
      2 0 Melden
    • malu 64 02.08.2017 20:20
      Highlight Woher kommt eigentlich die Lust nach Böllern? Hat uns in den letzten Kriegen die Bombenstimmung gefehlt? Oder sind es Sehnsüchte nach dem Militär, oder ganz einfach pubertäre Allüren?
      2 3 Melden
  • Turbi 01.08.2017 21:12
    Highlight der gute Peter sieht das Problem ganz richtig.
    Die einzige Konstante ist die Veränderung.
    Und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben sagte schon Michail Gorbatschow.
    Schweiz schlafe weiter.
    47 51 Melden
  • ostpol76 01.08.2017 19:53
    Highlight Ach Herr Blunschi

    ihr Linken habt den Untergang der Schweiz auch schon bei einem EWR Nein vorausgesagt. Sie sicher auch. Stimmt's???
    Und ihr lagt wie immer daneben. Und zwar, in Anbetracht wie es uns heute geht, nicht nur ein bisschen daneben sonder völlig daneben.
    70 65 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:11
      Highlight Ach, immer die gleiche Leier. Dazu sage ich nur eines: Mit den Bilateralen haben wir den grössten Teil des EWR nachträglich übernommen, einfach ohne Mitspracherecht. Und dank den Bilateralen geht estnische doch so gut. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
      57 60 Melden
    • ostpol76 01.08.2017 20:30
      Highlight Es geht nicht um die Bilateralen sondern dass wir damals den richtigen Weg eingeschlagen haben.
      40 24 Melden
    • Grundi72 01.08.2017 21:38
      Highlight Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen! (Nicht der richtige für andere europäische Länder, aber für die CH bestimmt!)

      Das verstehen unterdessen auch Linke und Journalisten. Wir sehen aber hier sehr deutlich wie schwierig es einem Journalisten fällt dies zuzugeben. Weil verantwortlich dafür ist der stigmatistierte Teufel der Linken, der eigentlich recht moderate Rechte Herr Blocher.
      33 24 Melden
    • Peter 01.08.2017 21:42
      Highlight Also geht es doch um die Bilateralen. Denn diesen Weg haben wir eingeschlagen, den sogenannten "Königsweg".
      25 33 Melden
    • Makatitom 01.08.2017 23:17
      Highlight Übrigens die Bilateralen, die von einem gewissen Christoph Blocher vor der EWR-Abstimmung als Lösung präsentiert wurden. Und die er dann nicht verhandeln wollte, weil er zu beschäftigt war mit Firmen aussaugen (Lonza, Alusuisse, Cellulose Attisholz) und Kleinsparer über den Tisch ziehen, zusammen mit Ebner
      17 8 Melden
  • Karl33 01.08.2017 19:39
    Highlight Auffällig ist, dass immer die sog. 'Elite' vor zuviel Wohlstand warnt. Also die Gutbetuchten warnen die Büezer (von denen manch einer ohne Erspartes von der Hand ins Maul lebt) davor, bequem zu werden. Wer den Zynismus findet, darf ihn behalten. Wer ihn nicht findet, ist selbst schuld.
    83 11 Melden
  • aglio e olio 01.08.2017 18:37
    Highlight Wer meint etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
    42 6 Melden
  • Barracuda 01.08.2017 17:44
    Highlight Ich bin ja definitiv nicht dem Rechtsbürgerlichen Lager zuzuordnen, aber dieser einseitige und absolut undifferenzierte Rundumschlag ist einfach nur grauenhaft. Da scheint sich jemand ziemlich in Etwas reingesteigert zu haben. Die einzelnen (extrem ideologischen) Thesen und Behauptungen wurden hier ja schon zur Genüge widerlegt.
    83 23 Melden
  • Skip Bo 01.08.2017 15:49
    Highlight Journalisten überzeichnen. Man nehme kritikwürdige Fakten und mische eigene, ideologiegeleitete Phrasen mit ein. Der Roger tut's, der Peter tut's.
    Wenn jemand auf watson Köppel die Auswanderung nahelegt oder seinen kritischen Geist beschimpft, schweigt das Team. Wenn jemand Peter die Auswanderung nahe legt, reagiert man empfindlich.
    Es braucht Beide. Peter, wandere nicht aus und lass den Köppel machen. Die Einbürgerungsgeschichte, welche du genüsslich bearbeitest, ist von der WW aufgedeckt worden.

    Isolation ist eben auch das Nichtzulassen unbequemer Ansichten.
    125 37 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:16
      Highlight Ich habe Köppel noch nie die Auswanderung nahe gelegt. Für Leute wie ihn muss es Platz haben in unserer Demokratie. Und die Einbürgerungsgeschichte hat nicht die WW aufgedeckt, sondern die AZ. Lässt sich nachprüfen.
      48 23 Melden
  • Chrigi-B 01.08.2017 15:17
    Highlight Herr Blunschi, ziehen sie doch ins Land des Rotschild Bankers. So ein Artikel am 1.August? Verziehen Sie sich doch in die EU!
    41 65 Melden
    • Makatitom 01.08.2017 23:20
      Highlight Ooooch, zu links? Dann kann ich dir einen Umzug nach Ungarn oder Polen empfehlen. oder wie wäre es mit Erdogans Türkei? Dort herrscht wieder Recht(s) und Ordnung.
      15 8 Melden
    • Chrigi-B 02.08.2017 12:45
      Highlight Wie herzig Makatitom😂. Die Schweiz ist so erfolgreich, da wir auf Linke und Rechte Tagträumerei nicht eingehen...
      4 4 Melden
  • Gustav.s 01.08.2017 14:53
    Highlight Solche Artikel las ich schon vor 20 Jahren. Trotzdem ging es hier immer besser.
    Niemand weiß anscheinend wirklich was besser für die Zukunft ist.
    91 19 Melden
  • Vachereine 01.08.2017 14:47
    Highlight Was soll denn diese jammervolle Themenbouillabaisse?
    Ich finde, es ist alles gut in und mit der Schweiz.
    Die Schweiz ist nicht träge, sie ist beständig
    Die Schweiz igelt sich nicht ein, sondern sie behauptet sich.
    Die Schweiz pickt nicht Rosinen, sondern lässt sich ganz einfach nicht über den Tisch ziehen.
    Die Schweiz ist nicht selbstgefällig, sondern hat eine realistische Selbsteinschätzung.
    Die Schweiz ist nicht verzagt, sondern besonnen.
    Die Schweiz ist nicht weltvergessen, sondern international geschäftstüchtig
    Die Schweiz ist gut, wie sie ist.
    149 53 Melden
  • joevanbeeck 01.08.2017 14:33
    Highlight Das ist schon eine gewagte Aussage zu behaupten das ein Land mit einem Ausländeranteil von bald 25 % und im Verhältnis zur Wohnbevölkerung exzessiven Einbürgerungspraxis sich einigle. Ich wage mir gar nicht auszumalen was z.B. in Deutschland geschieht wenn der Ausländeranteil auf 15% steigen würde.
    165 34 Melden
    • Yes. 01.08.2017 14:52
      Highlight In Grossbritannien ist das auch immer ein riesen Thema, obwohl der Ausländeranteil 3 Mal kleiner ist als hier.
      60 7 Melden
    • Sapere Aude 01.08.2017 15:16
      Highlight Die Schweiz hat im Vergleich zu anderen Länder in Europa eine sehr restriktive Einbürgerungspolitik, deshalb ist unter anderem auch der Ausländeranteil so hoch.
      70 74 Melden
    • henkos 01.08.2017 16:51
      Highlight In Deutschland sind auch 21% Zugewanderte. Der Unterschied ist nur, dass sie schneller eingebürgert werden und damit aus der Ausländerstatistik verschwinden.
      http://m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61646/migrationshintergrund-i
      38 17 Melden
    • Sapere Aude 01.08.2017 17:37
      Highlight Klar "verschwinden" die aus der Statistik. Schliesslich sind sie mit der Einbürgerung zu Deutschen geworden.
      21 19 Melden
    • demokrit 01.08.2017 21:03
      Highlight Die Deutschen sind nicht viel weniger restriktiv "acht Jahren gewöhnlicher Aufenthalt" wird dort vorausgesetzt. Automatismen gibt es z.B. wenn ein Elternteil bereits Deutscher ist.
      14 1 Melden
  • Maracuja 01.08.2017 14:29
    Highlight Dauernd halten uns Journalisten, Thinktankler u.ä. vor, wir nähmen es zu gemütlich, seien zu selbstgefällig/träge geworden. Sie schüren Ängste, wir könnten mit übrigen Welt bald nicht mehr mithalten. Wenn aber der Blender Macron und Frankreich als Vorbild genannt werden, dann bin ich nicht unglücklich, dass wir alles ein bisschen gelassener und ohne Schaumschlägerei angehen. Im übrigen wäre es wünschenswert, wenn sich Journalisten mal in einfache Quartiere begeben würden, dort bröckelt das Bild von der besten aller Welten, aktuell haben wir z.B. eine höhere Arbeitslosenquote als Deutschland.
    141 31 Melden
    • Richu 01.08.2017 15:51
      Highlight Gute Analyse. Zudem hat der "Blender" Macron innert kurzer Zeit bei den Französinnen und Franzosen bereits 10% an Popularität verloren.
      48 24 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 19:25
      Highlight Lassen wir doch die Schnellanalysen zu Macron weg, denn da müsste man ehrlicherweise sagen dass die Popularität nun wirklich nur für gröbste Analysen herhalten kann.
      Wenn ich Maracuja richtig verstehe so zeigt sie auf einen wunden Punkt, auf die Verlierer in der Wirtschaft, die sich nicht so richtig in der Wohlstands Schweiz zu hause fühlen. Und da gebe ich ihr 100% recht. Dazu noch eine Bemerkung: schaut man sich quer Beet die vielen Wutbürger an so deutet das auch nicht auf die beste aller Welten.
      Der Wohlstand könnte ETWAS gerechter verteilt sein, dann wäre es die beste Welt.
      18 6 Melden
    • Maracuja 01.08.2017 20:26
      Highlight @FrancoL

      Vor allem wollte ich ausdrücken, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung besorgt in die Zukunft blickt und es sich nicht gemütlich macht, sondern sich täglich bei der Arbeit hart anstrengt, sich weiterbildet, um den Job nicht zu verlieren. Zeit und Geld in die Ausbildung der Kinder steckt, damit diese in Zeiten der Digitalisierung noch ein Auskommen finden. Die Vorwürfe der Elite an die kleinen Leute finde ich deplatziert. Von Einigeln zu reden, wenn viele Arbeitnehmer in einem täglichen Konkurrenzkampf mit PFZlern stehen, ist lächerlich.
      24 3 Melden
    • poga 01.08.2017 21:23
      Highlight @FrancoL ich glaube, du machst da einen Denkfehler. Den Wutbürger erreichst du nicht mit einer besseren Verteilung des Wohlstandes. Sie fühlen sich hier nicht zuhause, weil sie ihre Identität aufgeben müssen. Sie verstehen nicht, wieso sie für die Idee einer freien Niederlassung und Lebensgestaltung zahlen sollen, wenn sie gleichzeitig nicht die Idee eines Kollektives ausleben können, welche die Idee trägt. Warum scheitern linke Umverteilungsideen momentan fast restlos an der Urne? Weil der Ansatz der Umverteilung dem Rechten sein Problem nicht löst.
      5 12 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 22:45
      Highlight @Maracuja;DAS SIND die Verlierer der Wirtschaft; die die sich anstrengen und doch immer bangen müssen, die die eine Leistung erbringen und trotzdem bangen müssen, die die sich gut einbringen, aber doch bangen müssen.

      Die Wirtschaft sollte eine Leistung gleich in welchem Umfeld so honorieren, dass die die diese Leistung erbringen nicht bangen müssen, das wäre ein reeller Fortschritt und ein Wohlstand der sich so auch zurecht nennen darf.

      Und damit meine ich nicht dass wir alle gleichgeschaltet sein müssen, ganz und gar nicht; Nur sollte Leistung mit besseren Zukunftsaussichten belohnt werden.
      8 2 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 22:51
      Highlight @poga: Dem Rechten sein Problem nicht löst? Welches Problem willst Du denn dem Rechten lösen? Dass er rechts wählt und kein Schrittchen weiter kommt? Dass er rechts wählt und nicht einsehen mag, dass die die er wählt keine Lösungen für ihn bereit halten ausser seine WUT zu bewirtschaften?
      Die Identität hat er verloren weil die Wirtschaft sie ihm GEKLAUT hat, weil der Markt spielt wie er spielt und sich nicht um Identitäten kümmert.
      Aber ER der rechts wählt hat dieses System installiert und alimentiert es bei jeder Wahl von neuem.
      . . . . . .
      10 4 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 22:57
      Highlight @poga: . . . Es geht nicht um Umverteilung (lies einmal Stiglitz) es geht um gerechter verteilen, um flachere Verdienstpyramiden, um eine Wirtschaft die wieder Identität stiftet und fördert.
      Wieso beauftrage ich seit mehr als 20 Jahren immer wieder die gleichen Unternehmen? Weil sie eine Identität haben, ihren Mitarbeitern Sorge tragen und diese Mitarbeiter wiederum mir gegenüber eine hohe Identität spüren lassen. Aber keines dieser Unternehmen schwimmt im Geld oder kann sich zu den Reichen zählen, dafür sind sie solide und haben Mitarbeiter die sich mit der Sache identifizieren.
      10 3 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 23:03
      Highlight @poga; Ich kann die Floskel der Umverteilung gar nicht mehr hören und mit mir viele Linke, denn es trifft einen nicht mehr reparablen Teil des Geschehenen. Darum geht es um eine ETWAS ausgeglichenere Verteilung der Früchte, die diese Wirtschaft abwirft, also eine IDEE für das Jetzt und die Zukunft (nicht die Vergangenheit) und sie wirft diese Früchte ab weil ALLE sich einsetzen. Das sollte mit einer flacheren Verdienstpyramide belohnt werden.
      Mich und viele meiner linken Kollegen interessiert nicht die Vergangenheit, sondern eine faire Zukunft.
      11 4 Melden
    • poga 02.08.2017 07:26
      Highlight @FrancoL ich habe sehr wohl gesehen, dass du nicht komplett umverteilen möchtest. Aber Geld vom Einen nehmen, und dem anderen zu geben, ist eine Umverteilung. Auf die Sache mit der Identität gehst du jedoch nicht ein. Darum noch ein mal. Die Leute sind nicht wütend, weil sie wirtschaftlich abgehängt worden sind, sondern weil sie im Bild der modernen Gesellschaft keinen Platz mehr haben. Weil sie kaum mehr sich selber sein können, ohne als konservativ, dumm, rassistisch oder was auch immer gelten. Dieses Problem löst man nicht mit Geld. Sie fühlen sich verarscht, weil sie mit ihrer Arbeitskraft
      2 3 Melden
    • poga 02.08.2017 07:33
      Highlight Zwar Ihren Teil beitragen, aber ansonsten wie Ausgesetzte in einer Gesellschaft leben, die sich lieber auf die Neuankömmlinge fokussiert. Sie fragen sich, warum man sich stundenlang damit beschäftigt, wie man Ausländer integrieren kann ohne dabei Ihre Kultur zu zerstören, und gleichzeitig die eigene verdrängt, um eben Platz für neues zu schaffen. Sie fragen dich, ob sie den Linken nicht mehr wert sind, als ein Problem dass man sich weg kaufen muss, um das Ideal des Multikulti zu verwirklichen. Und darum, werden Umverteilungsgelüste da nie helfen.....
      4 4 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 09:34
      Highlight @Poga; 1. Besser verteilen was an Früchten anfällt ist keine Umverteilung sondern eine Verteilung ohne jedes "UM"

      Nun zur Identifikation: Offenbar bist Du der Meinung, dass man sich zu strak auf die Neuankömmlinge konzentriert, wer auch immer Du unter den Neuankömmlingen subsummierst.

      Schon wir doch einmal WIESO es so viele Neuankömmlinge gibt denen man hofiert (sehe ich am Bau nun wirklich nicht aber Du wirst es wissen); WEIL die Arbeitskräfte fehlen, mitunter weil ein guter Teil der Arbeiter die anscheinend die Identifikation am verlieren sind diese Arbeiten NICHT mehr machen wollen . . .
      3 3 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 09:38
      Highlight @poga; . . . Oder nicht machen können, weil sie sich nicht genügend ausgebildet haben.
      Was aber noch viel wichtiger sind, weil sie zu teuer sind, denn der Markt braucht billigere Arbeitskräfte auf allen Ebenen und wieso genau? Weil wir nicht mehr bezahlen mögen auch die die sich nicht mehr zu Hause fühlen. Es ist nun mal so dass viele wenig zahlen mögen, wenn es aber ums Verdienen geht sich vorne anstellen.

      Es gäbe weniger Zuwanderung, weniger Entfremdung wenn man nicht den Binnenmarkt an die Wand gefahren hätte. Doch der Gewinn ging immer vor und das durch die Bürgerlichen gestützt.
      4 2 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 09:43
      Highlight @Poga; Was macht Links denn genau? Es will dass die die man geholt hat weil man sie brauchte, aus welchen Gründen auch immer, gut behandelt und ich bin klar für ein solches Verhalten, denn es ist der SCHWEIZER ARBEITSMARKT der diese Menschen geholt hat. Es stand nirgends geschrieben, dass man den Markt überhitzen soll, das wollten die Schweizer Kapitäne.
      Und würde man den unteren Schichten einen faireren Lohn garantieren, würden auch mehr Inländer sich dieser Arbeiten annehmen und somit die Zuwanderung minimieren, aber das geht ja bei Dir unter Umverteilung, ist es aber nicht es ist nur FAIRE
      4 4 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 09:49
      Highlight @poga; "Sie fragen sich, warum man sich stundenlang damit beschäftigt, wie man Ausländer integrieren kann ohne dabei Ihre Kultur zu zerstören, und gleichzeitig die eigene verdrängt, um eben Platz für neues zu schaffen"
      Sie sollten sich fragen WIESO diese zu integrierenden Menschen da sind! Das wäre die richtige Frage und dann mit denen sprechen, die die Wirtschaft dermassen überhitzt haben, dass man diese Menschen holen musste. Sie könnten sich auch fragen WIESO man immer den Günstigsten sucht, vielleicht weil das fast jeder dies in seinem Kleinen tut, Geiz ist Geil! Hausgemachtes Problem.
      4 4 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 09:57
      Highlight @Poga; Solange es Menschen gibt die eine faire Entlohnung als Umverteilung sehen, wird es gröbere Probleme geben.
      Solange Menschen die Linke für eine faire Behandlung der zugezogenen Menschen geisseln und nichts dafür machen dass die Wirtschaft gedrosselt wird, der Binnenmarkt revitalisiert wird, ohne die Preise in den Keller zu fahren und mit diesen Massnahmen die Zuwanderung natürlich zu begrenzen, klopfen diese Menschen an die falsche Türe.
      Die Politik ist das Spiegelbild der Gesellschaft, wenn nicht haben viele das Wählen missverstanden und keine Ahnung was eine Demokratie sein sollte.
      5 5 Melden
    • poga 02.08.2017 10:12
      Highlight @FrancoL du siehst das ganze wieder nur aus wirtschaftlicher Sicht. Wenn ein Moslem das Gefühl hat, er werde mit seinen konservativen Ansichten in der Schweiz schlecht behandelt, versucht vor allem die linke Politik mit mehr Mitteln deren Situation verbessern. Man versucht ihnen eine Heimat zu bauen hier. Wenn der Bauarbeiter meint, sie Frau gehört an den Herd, gibts eine Portion Verachtung. Dem Ausländer wird das Recht zu seiner eigenen Kultur förmlich nachgeworfen. Beim Einheimischen wird sie als Relikt alter Zeiten angesehen.
      4 3 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 11:42
      Highlight @Poga; Was Du leider nie und nimmer begreifen wirst ist die Tatsache, dass WIR diese Menschen geholt haben und dies weil wir von der Wirtschaft diktiert dies als richtig erachtet haben.
      DIE WIRTSCHAFT IST der Ausgangspunkt und nicht die Ankömmlinge.
      Aber man kann natürlich auch immer alles um 180° drehen und dann kommen wir sicherlich weiter, ja ganz sicher.
      2 3 Melden
    • poga 02.08.2017 15:39
      Highlight @FrancoL keine Ahnung, warum du immer wieder von der Gesellschaft auf die Wirtschaft gehst. Glaubst du es macht deine Argumentation besser? Ich habe ein gesellschaftliches Problem angesprochen du suchst den Fehler bei der Wirtschaft oder was auch immer. Wenn die linken so Probleme lösen wollen sind sie genauso unnötig wie die SVP.
      1 1 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 16:41
      Highlight @poga: alle Probleme haben Auslöser. Sie entstehen nicht aus dem Nichts und man ist gut beraten für Lösungen die URSACHE die zum Problem führte zu beseitigen. Eine dieser Ursachen ist die Wirtschaft, ohne diese zu zügeln werden wir nie eine Lösung finden.
      Eine zweite Ursache ist zudem der grosse mentale Unterschied zwischen der Stadtbevölkerung und der Landbevölkerung, also auch ein Eigengewächs.
      Drittes Problem ist das es sich einfach machen vieler Bürger: man will vieles (auch die Abgehängten) ist aber immer weniger bereit sich einzubringen. Konsumieren ist einfacher als sich einbringen.
      2 2 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 17:35
      Highlight @Poga; Alle LINKE, RECHTE, ARME und REICHE sind dann unnötig wenn sie versuchen Probleme zu bewirtschaften oder bei der Lösung nicht bereit sind die Ursache zu beseitigen.

      Jetzt kannst Du einmal die Ursache für die verlorengegangene Identifikation darlegen, aber bitte nicht den Ursachen und zwar den PRIMäREN und nicht den Folgeursachen.

      Bin ja gespannt was Du da aus dem Hut zauberst.
      0 1 Melden
    • poga 02.08.2017 17:58
      Highlight @FrancoL grösstes Problem: Die Vision der westlichen Welt, passt zu einem immer kleineren Teil der Bevölkerung.
      0 0 Melden
    • poga 02.08.2017 18:05
      Highlight @Franco ich habe dir die Ursache dargelegt. Für die Vision, dass jeder möglichst individuell leben kann, darf keine allzu grosse Identifikation vorhanden sein. Das beisst sich diametral. Und das Gefühl des ausgestossen sein resultiert daraus, dass man die Bürde des Identifikationsverlustes den Einheimischen in einem viel grösseren Mass aufbürdet, als den Zuwanderern. Zudem beisst sich ein Sozialstaat massiv mit dem Gedanken des maximalen Individualismus. Dadurch entsteht eine Situation, dass der Einheimische zwar den Sozialstaat tragen und leben muss, aber gleichzeitig auch die

      0 0 Melden
    • poga 02.08.2017 18:06
      Highlight Grössere Bürde trägt. Und dies kann man mit Geld nicht lösen.
      0 0 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 18:29
      Highlight @poga; Das mit der Vision ist völlig richtig! Gratuliere für die kurze und treffsichere Aussage.
      Lässt sich noch die Frage stellen, wer genau hat diese Vision geprägt und deren Entstehung gestützt?
      2 1 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 18:34
      Highlight @Poga DAS KANN man mit Geld lösen! Der Sozialstaat ist ja nur so hoch dotiert weil er vielen Verpflichtungen nachkommen muss und dies nicht nur bei den Zugewanderten sondern bei allen ärmeren Schichten. Würde man die Früchte der Wirtschaft etwas (ich betone etwas) besser verteilen müsste der Sozialstaat nicht so viele Aufgaben übernehmen. Ich rate Dir dringend einmal Stiglitz zu lesen. Er (Stiglitz) zeigt auf was für einen finanziellen Leerlauf wir da im Gange haben und wieso ETWAS besser verteilt werden muss.
      1 1 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 18:39
      Highlight @poga; DIE WIRTSCHAFT hat zum grossen Teil zum Identifikationsverlust geführt. Dies auf vielen Ebenen. Die Pyramide ist zu steil, da kann man sich nicht mehr zugehörig fühlen oder zumindest ist es schwer sich zugehörig zu fühlen.

      Und diese "Entzweiung" der Gesellschaft schreitet immer schneller voran und wer stoppt dies nicht? Wer genau begünstigt dieses schnelle Entzweien?

      Kluge Köpfe haben dies bereits vor 2-3 Jahrzehnten gepredigt und vor dieser Entzweiung gewarnt. Doch viel Gehör haben sie leider nicht gefunden.
      2 1 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 18:45
      Highlight @Poga;
      "Für die Vision, dass jeder möglichst individuell leben kann, darf keine allzu grosse Identifikation vorhanden sein"

      Steile These und jetzt wirst Du noch behaupten dass diese These eine linke Angelegenheit ist. Schon mal etwas von Neoliberalismus gehört?

      Sie ist dann eine linke These, wenn man anfügt dass diese Freiheit des individuellen Lebens dann Sinn macht, wenn man damit nicht die Freiheit des nächsten behindert und eine soziale Verantwortung übernimmt. Dann fällt das Neoliberale Element weg.
      1 1 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 18:47
      Highlight @poga; zudem Du hast noch gar KEINE Ursache dargelegt, Du hast Schuldige benannt und das ist nun mal nicht die Ursache nennen.
      Darum meine Frage nach der Ursache zu Deinen steilen Thesen: Welches sind die Ursachen die zu diesem Identifikationsverlust geführt haben?
      0 1 Melden
    • Maracuja 02.08.2017 20:48
      Highlight poga: Dem Ausländer wird das Recht zu seiner eigenen Kultur förmlich nachgeworfen. Beim Einheimischen wird sie als Relikt alter Zeiten angesehen.

      Wo passiert denn sowas, wohl hauptsächlich in Foren, wo sich Möchtegerne-Urbane über die ländliche Schweiz erheben. Vor dem Gesetz sind alle gleich, verträgt sich mitgebrachte Kultur nicht mit unseren Werten, werden sogar neue Gesetze geschaffen (Stichwort Zwangsverheiratung). Schweizer Tradition (Schwingen, 1.August usw.) wird nicht gering geschätzt, sondern bekommt Platz in den Medien und wird gepflegt. Haben Sie Beispiele für Ihren Eindruck?
      1 0 Melden
    • poga 02.08.2017 21:16
      Highlight Ich habe die Ursache sehr wohl dargelegt. Ich habe auch das Problem und den Verursacher offen genannt und die Lösung ist aus meiner Sicht mehr als logisch. Du suchst nur sm falschen Ort.
      0 1 Melden
    • poga 02.08.2017 21:39
      Highlight @Maracuja es ging mir ja eigentlich darum, warum die linken keinen Erfolg haben. Und ich sehe das nicht ganz so optimistisch wie du. Das Problem ist, dass die Wutbürger die Schweiz überhaupt nicht ihnen freundlich gesinnt sehen. Und wie gesagt, das kann man mit Geld nicht ändern.
      1 0 Melden
    • FrancoL 02.08.2017 21:47
      Highlight @Poga; Das Problem hast Du wohl genannt, aber die Verursacher oder besser die URSACHE hast du verschwiegen. Die Lösung das glaube ich Dir gerne ist für Dich mehr als logisch, aber sie ist es nicht weil Du die Ursache nicht benennen willst und somit keine logische Lösung möglich ist, zumindest nicht für Dich. Du verwechselst offensichtlich eine Folgereihe mit der Ursache, das bringt keine Lösungen.
      0 1 Melden
    • poga 03.08.2017 06:51
      Highlight Okay ich benenne die Ursache nochmals. Sie lautet wie folgt: in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft, ist der Druck der Anpassung zunehmend auf den Schultern der schwächsten einheimischen Gruppe verteilt. Die Lösung wäre diesen Druck zum Beispiel wieder mehr auf die Gesamtbevölkerung vor allem aber auf die Zuwanderer selbst zu legen.
      2 0 Melden
    • FrancoL 03.08.2017 19:12
      Highlight @poga: Das ist eine Folgewirkung und die Ursache die zu dieser Folgewirkung führt ist eine andere.
      Ist das so schwer zu verstehen dass Zuwanderung nicht die Ursache ist sondern die Folge der in der Wirtschaft fehlenden Stellen und der unternehmerischen Freiheit die Lohnstruktur so tief wie möglich zu halten.
      Darum liegst Du falsch wenn du die neoliberale Wirtschaft nicht mitbetrachten magst.
      Zuwanderung ist eine Folge unserer wirtschaftlichen Ausrichtung. Würden wir diese Ausrichtung ändern würde die Zuwanderung stark reduziet und der inländische Arbeitsmarkt stabilisiert und aufgewertet.
      0 2 Melden
  • Einstein56 01.08.2017 14:22
    Highlight Ach Peter Blunschi, der Heimatmüde Nörgeler hat wieder in die Tasten gehauen. Hat er wohl mal schon für längere Zeit auf einem anderen Kontinent gelebt? Tipp: Das öffnet den Blickwinkel auf das eigene Land.
    52 32 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:21
      Highlight Ja, ein Jahr in den USA. Habe dort mein kritisches Denken generell geschärft. Aber vielleicht zählt das nicht als "anderer Kontinent"?
      19 34 Melden
    • Einstein56 02.08.2017 12:08
      Highlight Bei dir natürlich nicht. Geistig bist du in deinem schweizerischen Mittelland hängen geblieben. An diesem Syndrom leiden viele Linke. Schade.
      3 6 Melden
  • neutrino 01.08.2017 14:16
    Highlight Entschuldigung, jetzt muss man mal bremsen. Aus gesellschaftlicher und sozialer Sicht ist Öffnung sicher erstrebenswert - der Fall Yilmaz in Buchs eine Schande.

    Aber aus wirtschaftlicher Sicht ist es diffiziler, wie die Geschichte zeigt: die grössten Wirtschaftswunder der letzten Jahrzehnte waren China (21. Jh.) und va Japan (20. Jh.). Insb. Japan ist mit der Schweiz vergleichbar - kaum Ressourcen, aber viel Innovation und Exporte. Japan war/ist sehr geschlossen gesellschaftlich, und konservativ bis rassistisch. Hätte Japan die Grenzen für ganz Südostasien geöffnet - dann Gute Nacht.
    97 19 Melden
    • James McNew 01.08.2017 15:44
      Highlight Nur steht Japan vor riesigen Problemen mit der Überalterung der Gesellschaft. Es gibt zu wenig Arbeitskräfte, um den riesigen kommenden Pflegebedarf zu decken. Auch in anderen Bereichen hat es zu wenig Arbeitskräfte, weil die Migration so ultra-strikt gehandhabt wird (abgesehen von der riesigen Sprachhürde...) Zudem verdienen viele Junge zu wenig, um eine Familie zu gründen, zu heiraten, um von zu Hause auszuziehen. Und die japanische Innovationskraft lahmt wegen der hierarchischen Gruppenmentalität, die über allem steht. Da kommt was zu auf das Land, verursacht durch Abschottung...
      49 14 Melden
    • James McNew 01.08.2017 15:46
      Highlight Und wenn man sich die korrupte Wirtschaftsdiktatur China als Vorbild nehmen will...dann gute Nacht Schweiz.
      41 5 Melden
    • neutrino 01.08.2017 16:31
      Highlight Ich sage nicht, dass diese Länder ein Vorbild sind für die Schweiz. Ich sage nur, es ist zu simpel gedacht, wenn man sagt: Weltoffenheit = super Wirtschaftspolitik.

      A propos Japan: klar, das ist ein gesättigte Volkswirtschaft wie Frankreich, USA, etc. mit all den dementsprechenden Problemen. Frankreich will es bspw. mit Einwanderung lösen, Japan nicht - mit den dementsprechenden Vorteilen (wenig Kriminalität) und Nachteilen (Arbeitskräfte). Aber so nebenbei: in Japan ist Dichtestress bei 130 Mio Einwohnern dann wirklich real - kann ja nicht die Lösung sein, einfach die Grenzen zu öffnen.
      25 7 Melden
    • neutrino 01.08.2017 16:46
      Highlight Generell gibt es doch für die Länder wie Japan, Frankreich oder die USA heute zwei Möglichkeiten: den wirtschaftlichen Niedergang und die Überalterung durch Einwanderung stoppen - und so den Motor am laufen halten (Bsp. Europa); oder wenig Einwanderung, dafür etwas vom Gas weg, dann halt etwas weniger Lohn, nicht immer mehr Wohnraum, Rückbesinnung auf Familie als soziale Stütze, etc. - aber mit einem immer noch guten Lebensstandard, gutem sozialem Zusammenhalt und wenig Kriminalität (Bsp. Japan).

      Wenig Einwanderung und viel Wachstum ist meiner Meinung aud Dauer nicht möglich.
      15 8 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 19:37
      Highlight @neutrino: die Gesellschaft ist nicht ein feines Uhrwerk dass nach belieben justiert werden kann: einmal ein bisschen dies dann eher das andere. Die Schweiz hat schon immer mit der Zuwanderung ihre Aufgaben erfüllt und such die damit verbundenen Probleme lösen müssen.
      Man kann den WirtschaftsMotor nicht einfach drosseln oder auf 80% einstellen, das hätte man vor Jahrzehnten mit dem Exportgedanken und dem Stützen des Binnenmarktes einleiten müssen, aber da hat man die Weichen zu mehr Export und weniger Binnenmarkt gestellt.
      Dem Markt hat man die Kraft zugemessen, jetzt diktiert der Markt.
      9 5 Melden
    • neutrino 01.08.2017 19:53
      Highlight Einverstanden - viele Schweizer sind auch der Meinung, man könne die Grenzen dichtmachen und dann immer noch massig Wachstum generieren und Exportweltmeister werden.

      Und ja, drosseln kann man in der Schweiz gar nichts - jeder hat das Gefühl, er sei der Ärmste und er habe ein Menschenrecht auf 6 Wochen Ferien, ein schönes Auto, 100 qm Wohnraum, ein freies Viererabteil im Zug, automatische Lohnerhöhungen, Vaterschaftsurlaub, halbes Jahr Kündigungsfrist, etc.
      4 5 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 20:26
      Highlight @neutrino; die Ansprüche kann man bestens drosseln. Das machen auch etliche junge Menschen, manchmal gewollt oder eben auch ungewollt, doch der Markt macht da nur bedingt mit. Viele sind der Meinung, dass ein Unternehmen einfach und ohne Probleme zb auf reduzierte Arbeitspensen eingehen kann, das trifft aber nicht zu, weil der Kunde da wenig Verständnis zeigt. Man kann sich häufig die Kunden nicht aussuchen und muss dieser Abhängigkeit Tribut zollen.
      Drosseln ist ein schönes Wort, die Realisation immer eine mehr als schwierige Aufgabe.
      6 6 Melden
    • James McNew 01.08.2017 20:55
      Highlight Neutrino, du hast ein ziemlich romantisiertes Japan-Bild. Das Land wird noch viele weitere Probleme bekommen, wenn alles bleibt, wies ist. Die Infrastruktur ist vielfach irgendwo in den 90ern stehen geblieben und die Entsiedelung von ganzen Landstrichen ist ebenfalls Tatsache. Dichtestress gibts höchstens in den Städten. Dort gibts auch Obdachlose, die durch alle achso tollen familiären Netze geflogen sind. Andere arbeiten sich nachts in zwei Jobs um ihre Gesundheit, damit sie am Tag studieren können, um eines Tages viiielleicht auf einen Lohn zu kommen, von dem sie selbstständig leben können.
      5 3 Melden
    • neutrino 01.08.2017 21:49
      Highlight James: die Sache ist nur romantisiert, wenn du's mit der CH vergleichst. Klar gibt es in Tokyo Obdachlose, aber in Paris gibt es zigfach mehr. Und es gibt arme Quartiere in Japan - aber die sind im Vergleich zu Pariser Banlieus absolut sicher. Klar ist die S-Bahn in Tokyo nicht Baujahr 2017, aber im Vergleich mit Athen bspw. trotzdem um Längen solider, zuverlässiger, sauberer, pünktlicher, etc. Klar verdient ein McDo-Mitarbeiter nur 1000 Yen/h (9 CHF), aber in den USA wärens 1-2 Dollar. Zudem, jeder der arbeiten will, findet heute in Japan einen Job - auch die Jungen.
      5 2 Melden
  • Ökonometriker 01.08.2017 14:12
    Highlight Die Selbstzufriedenheit welche das Angehen von Problemen verhindert, ist ein allgemeiner Trend im Westen. Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson hat dies in seinem Buch 'the great degeneration' schon ausführlich beschrieben.
    Er geht dabei noch weiter und zeigt, dass dies nicht nur die Wirtschaft betrifft: die Zivilgesellschaft als solches wird träger, die Leute engagieren sich weniger freiwillig, sozialer Aufstieg wird schwieriger.

    Das Buch ist sehr interessant, aber vielleicht auch etwas zu pessimistisch.
    19 6 Melden
  • Hugo Wottaupott 01.08.2017 14:06
    Highlight Der Autor hätte besser 100x WIR MÜSSEN IN DIE EU geschrieben.
    84 88 Melden
    • Sapere Aude 01.08.2017 15:17
      Highlight Weshalb?
      26 25 Melden
    • TRL 01.08.2017 17:13
      Highlight Nein, er hat nur gemahnt, dass wir mit dem Rahmenabkommen fürschi machen sollten, um Chancen zB für den europäischen Strommarkt nicht zu verpassen. Aber anstatt die Chancen zukünftiger europäischer Zusammenarbeit zu sehen, lehnen wir uns lieber in unserer 'Wir-Sind-Die-Besten'-Sülze zurück. Die Swiss gehört wegen dieser Sturheit jetzt der Lufthansa. Und ins Fremde-Richter-Thema verbeissen wir uns auch ein bisschen kleinkarriert... Häufig auch ein bisschen denkfaul.
      26 11 Melden
    • Barracuda 01.08.2017 17:46
      Highlight Weil er damit ehrlich wäre und auch beim Namen nennen würde, was er x-fach zwischen den Zeilen schreibt und meint.
      14 22 Melden
    • äti 01.08.2017 19:38
      Highlight Und was wäre falsch daran?
      8 16 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:24
      Highlight Typisch. Für gewisse Leute gibt es bei der EU nur schwarz oder weiss, und nichts dazwischen. Ich kenne das seit der EWR-Abstimmung.
      18 25 Melden
    • Barracuda 01.08.2017 20:27
      Highlight Bei der Frage EU Beitritt gibt es ja auch nur ein Ja oder Nein. Das dazwischen haben wir ja schon mit den Bilateralen!
      11 5 Melden
    • poga 01.08.2017 21:30
      Highlight @Peter fairerweise muss man schon sagen, dass dieser Artikel zu diesem Zeitpunkt mit diesem Inhalt schon ein wenig in die Richtung tendiert. Ich finde deine Ansicht hier ausnahmsweise ziemlich unangebracht. Ich denke die EU sollte zuerst ihren eigenen Weg wieder finden. Dann können wir schauen ob dieser Weg etwas für uns ist. Wir können uns, im Moment gewisse Einschnitte leisten, um zuletzt die beste Entscheidung zu treffen.
      11 5 Melden
    • Peter 01.08.2017 22:10
      Highlight @poga Danke für den konstruktiven Beitrag. Man kann das so sehen. Ich fürchte einfach, dass wir uns mit Zuwarten beim Rahmenabkommen irgendwann in einer unvorteilhaften Lage befinden werden. Wenn wir es tatsächlich brauchen, werden wir einmal mehr vom Goodwill der EU abhängig sein.
      13 14 Melden
    • poga 01.08.2017 22:19
      Highlight @Peter danke dass du dich an diesem Feiertag mit unseren Kommentaren herumschlägst 👍
      4 2 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 01.08.2017 14:05
    Highlight Eine allzu pessimistische Analyse die den aktuellen Wohlstand dazu missbrauchen will um eine Heer von linken Forderungen durchzudrücken. Das es der Schweiz eben so gut geht weil sie vorsichtig, überlegt und konservativ handelt kommt dem Autor wohl nicht in den Sinn.
    138 56 Melden
    • Thadic 01.08.2017 14:27
      Highlight Das Verhalten der Schweiz ist doch überhaupt nicht vorsichtig! Statt in fie Zukunft zu investieren und zum Beispiel viel mehr in die erneuerbaren Energien zu investieren, perfektionieren wir unsere Strassen und veredeln unsere Einfamilienhäuser mit unnötigen Schnickschnack. Wir sind überhaupt nicht eine Insel, beziehen wir doch fast 80% der Energie und 40% der Lebensmittel vom Ausland.
      41 54 Melden
  • DerTaran 01.08.2017 13:48
    Highlight Danke, sehr schöne Analyse der Ist-Situation.
    65 145 Melden
    • poga 01.08.2017 15:48
      Highlight Eine überaus pessimistische Analyse der Ist-situation.....
      44 12 Melden
    • DerTaran 01.08.2017 16:36
      Highlight Nur wenn wir mittelfristig keine Konsequenzen daraus ziehen.
      12 14 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:36
      Highlight @poga: Was sie aber nicht falsch macht.
      15 13 Melden
    • poga 01.08.2017 17:22
      Highlight @balzercomp Jein. Sie könnte richtig sein. Anderseits empfinde ich es als unheimlich dumm, auf eine, kaum vorhersehbare Zukunft, mit pessimistischer Stimmung zu antworten. Anders wäre dies natürlich, wenn es uns schlecht gienge.
      11 3 Melden
    • äti 01.08.2017 19:41
      Highlight @poga: pessimistische Stimmung machen wenn es schon schlecht ginge? Nicht eher das Gegenteil, denke ich.
      3 10 Melden
    • poga 01.08.2017 20:52
      Highlight @taebneged Die nahe Zukunft, ist ganz gewiss nationalistischerer Natur. Dies kann man gut beobachten. Die weitere Zukunft, weiss ich auch nicht. Darum würde ich, die gute Gegenwart nehmen, optimistisch auf die nahe schauen, (Nationalismus heisst Stillstand bedeutet eher Status Quo auf den es sich einfacher reagieren lässt) und nicht utopisch pessimistisch versuchen in eine Zukunft zu rennen, die es eventuell gar nicht gibt. Alles in allem glaube ich, die Welt ist langsamer geworden und das nützt uns. Deswegen ist Optimismus angesagt.
      1 2 Melden
  • whatthepuck 01.08.2017 13:39
    Highlight Der Schweizer hat ein merkwürdiges Verhältnis zu seiner Heimat. In gewissen Belangen wäre mir mehr Offenheit meiner Heimat recht; aber mehr aus Eigennützigkeit, weil uns diese Offenheit kombiniert mit unserem Wohlstand zu Vorreitern in vielen Dingen machen kann bzw. uns die bereits bestehende Vorreiterrolle sichert. Fortschrittlichkeit sorgt für Ansehen, generiert Wohlstand und sorgt für ein ansprechendes Bildungsniveau der Bevölkerung.

    Unserem Land täte es gut, wenn mehr Schweizer zur Inspiration ins Ausland reisen würden. Das hilft mehr als ständig nur nörgeln und auf Probleme zeigen.
    67 92 Melden
    • Tornado 01.08.2017 13:58
      Highlight Also wenn ich aus dem Ausland nach Hause komme, bleibt bei mir immer die gleiche Erkenntnis: Das wir uns definitiv vor keinem Land verstecken müssen und dass wir in einem Paradies leben. Die einzigen Sachen die mir fehlen sind das Meer und Lebensfreude und Dolce far niente wie man es z.B. In Italien findet.
      134 15 Melden
  • Thadic 01.08.2017 13:18
    Highlight Jetzt wo es uns so gut geht, sollten wir unsere ganze Energie darin stecken ein völlig neuartiges Wirtschaftssystem zu entwickeln. Eines in welchem es sich immer lohnt nachhaltig zu wirtschaften. Wenn in 200 Jahre die Möglichkeit bestünde mit schon längst verstorbene Menschen zu reden. Dann würde man uns fragen warum wir nicht alles mögliche gemacht hätten um die Zerstörung der Umwelt aufzuhalten. Unsere Antwort wäre dann: "Wir hatten zwar das Wissen und die Fähigkeit viel mehr zu machen gehabt aber wir hatten nicht genügend Geld" ihre Gegenfrage wäre dann wahrscheinlich:"was ist Geld"
    71 38 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 01.08.2017 13:12
    Highlight Diese Selbstzufriedenheit nehme ich auch wahr. Hierzulande funktioniert ja wirklich Vieles hervorragend, aber ein Schweizerkreuz auf jedes Produkt zu kleben, reicht dann eben doch nicht.

    Den Gastbeitrag von Otto Lampe fand ich übrigens sehr lesenswert!
    49 14 Melden
  • Thadic 01.08.2017 13:12
    Highlight Danke für den sehr guten Bericht. Das Problem ist doch auch, dass es völlig verschiedene Visionen gibt von was ein "perfektes Land" ist. Wie in den Gärten unserer Einfamilienhausquartiere. Die einen haben einen sterilen Rasen, kaum Gebüsche und Schottergabionen als Sichtschutz, die anderen eine Wildnis und dann noch einige mit etwas dazwischen. Momentan geben viele lieber das Geld aus für perfekte Strassen, für teure Autos und für Whirlpools im Garten als zum Beispiel für Biogasanlagen, die sich wegen dem Ausverkauf der fossilen Brennstoffe noch nicht ökonomisch betreiben lassen.
    34 65 Melden
  • Raphael Stein 01.08.2017 13:08
    Highlight Was für den KMU Unternehmer gilt, gilt auch für Journis.

    Es darf ruhig drüber nachgedacht werden, ob das penetrante wiederholen alter Weisheiten aus den 1990er Jahren in öffentlich zugänglichen Portalen wie hier, Sinn macht.
    Die überholten Weisheiten werden dadurch nicht wahrer.
    Sich in Züge zu setzten die in voller Fahrt bald auf den Rammbock auffahren macht keiner freiwillig. Siehe EU.

    Und noch etwas, Frankreich wird weder heute noch morgen in irgendwas das Land der Hyper-Innovation werden. Es liegt dort am Bildungssystem. Und noch ein paar anderen, unmöglichen, Unzweckmässigkeiten.
    106 19 Melden
  • Grundi72 01.08.2017 13:03
    Highlight Die Schweiz hatte immer eine Tendenz, sich einzuigeln. Sie fürchtet die Weite und wendet sich lieber dem Untergrund zu. Man lese dazu das tolle Buch «Die Schweiz unter Tag» meines geschätzten Kollegen Jost Auf der Maur. Nachhaltig ist diese Denkweise nicht. Sie macht uns selbstgefällig und verstellt den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

    Widersprüchlich.. Diese Mentalität hat uns so erfolgreich gemacht, soll aber für die Zukunft falsch sein. Warum denn?
    73 25 Melden
    • Peter 01.08.2017 13:54
      Highlight Wir sind erfolgreich, wenn wir uns gerade nicht einigeln, sondern nach aussen öffnen. Unser Wohlstand basiert zu einem wesentlichen Teil auf dem Export. Der Widerspruch besteht darin, dass wir uns dessen oft zu wenig bewusst sind und zur Selbstbezogenheit neigen, Ewig kann das nicht gut gehen, wie man während der Rezession der 90er Jahre sehen konnte.
      40 62 Melden
    • Vachereine 01.08.2017 14:45
      Highlight @Peter: Internationaler Handel setzt in keinster Weise prinzipiell offene Grenzen voraus.
      Eine Volkswirtschaft als ganzes, von der die Exportwirtschaft nur ein Teil ist, profitiert im Allgemeinen von Grenzen.
      Ohne Grenzen und Protektionismus hätte die Schweiz längst keine SBB, keine Landwirtschaft und keine Banken mehr. Das meiste Land würde Ausländern gehören. D.h. z. B.
      Zermatt mitsamt Matterhorn würde einem chinesischen Tourismuskonzern gehören, der evtl. ausschliesslich Chinesen den Zutritt auf Zermatt erlauben würde.
      Grenzen erfüllen einen guten Zweck.
      25 10 Melden
    • Vachereine 01.08.2017 14:56
      Highlight @Peter:
      Exporthandel hat rein gar nichts mit Weltoffenheit zu tun.
      Welthandel geht ganz gut mit stachekdrahtbewehrten Grenzzäunen. Für gewinnbringenden Aussenhandel brauchen die Grenzen nur für Waren und Devisen offen zu sein. Und zwar nur für jene Waren, die wir exportieren, bzw. importieren wollen. Für einen prosperierenden Welthandel braucht es bei weitem keine in allem offene Grenzen.
      21 6 Melden
    • Peter 01.08.2017 16:15
      Highlight Ob das die anderen auch so sehen? Mehr Freihandel
      Ist bei uns auch schon an der abgeschotteten Landwirtschaft gescheitert. Man kann nicht den Fünfer und das Weggli haben. Und ich bin keineswegs ein Befürworter eines schrankenlosen Freihandels.
      13 28 Melden
    • Arabra 01.08.2017 16:42
      Highlight Wer hat das fest gelegt, dass man nicht das Weggli und der Fünfer haben kann? Wenn es gegeben wird??!! Warum also nicht??!!
      10 4 Melden
    • Peter 01.08.2017 17:55
      Highlight Irgendwann wird die Rechnung präsentiert. Das ist einfach der Lauf der Dinge. There is no free lunch, wie die Amerikaner sagen.
      4 25 Melden
    • TheMan 01.08.2017 18:09
      Highlight Peter arbeiten Sie für 10Fr auf die Stunde? Die Milchbauern tun dies. Da durch die Offenen Grenzen, der Milchpreis ins Bodenlose gesunken ist. Mehr Freihandel wäre der Ruin aller Bauern.
      10 10 Melden
    • Vachereine 02.08.2017 00:47
      Highlight @Peter: Sorry für den Quadidoppelpost. Es schien, als sei der erste Post nicht raus. War er aber.

      Warum sollte man im Aussenhandel, bzw. im Freihandel nicht den Fünfer und das Weggli haben können?
      Wirklich freier Handel würde ja bedeuten, dass ein Land gewisse Produkte nicht importieren muss, die es nicht importieren will. Wäre es anders, wäre der Handel ja nicht tatsächlich frei.
      Wieso also, sollten prosperierender Handel und Protektionismus nicht vereinbar sein?
      Oder anders gefragt: Warum sollte ein Veganer mit jedem Kilogramm Brot, noch ein Pfund Fleisch dazukaufen müssen?
      1 3 Melden
  • phpp28 01.08.2017 13:00
    Highlight Positives Denken
    Eben noch sind wir zum weltweit wettbewerbfähigsten Land gekürt worden.
    Ganz so arg sind unsere Gepflogenheiten wohl nicht. Ich feiere heute voller Stolz unser Land.
    98 11 Melden
  • meine senf 01.08.2017 13:00
    Highlight Was ich ein (harmloses) Symptom des Beschriebenen finde, sind manche Werbungen von Telecom- und Transportfirmen:

    "Telefonieren von/nach Europa" bzw. "Reisen nach Europa".

    Zu welchem Kontinent gehört den die Schweiz?

    (Beim erstgenannten passt natürlich auch, dass wir mittlerweile die letzten sind, die noch Roaming-Kosten kennen.)
    32 16 Melden
  • DonDude 01.08.2017 12:55
    Highlight Wenn der Bund Zahlen nennt, ist immer Vorsicht geboten.
    Der Bund hat immer zwei Zahlen. Eine für die Öffentlichkeit und eine richtige.

    61 61 Melden
    • Charlie Brown 01.08.2017 13:04
      Highlight 🙄
      32 27 Melden
  • fcsg 01.08.2017 12:53
    Highlight Diese Abhandlung hat fast schon Boulevard-Niveau. Es werden Einzelfälle (Einbürgerung) vermischt mit fremden Richter und man schliesst daraus, dass wir innovationslos seien. Klar gibt es "fremde Richter" und zwar solche, welche nicht durch ein Schweizer Organ gewählt werden. Darüber darf man doch diskutieren?
    Wir sind keinesfalls innovationslos, dazu genügt ein Blick auf die Kennzahlen unserer Wirtschaft, trotz schwachem Euro. Macron will also ein Start-up Paradies schaffen? Mit 21.4% Jugendarbeitslosigkeit hat er wohl bald ganz andere Probleme. PS. Was sind denn Hyper-Innovationen?
    121 20 Melden
    • meine senf 01.08.2017 13:08
      Highlight In den 90er wollten alle "dynamisch" sein.

      Heute wollen alle "innovativ" oder gar "hyper-innovativ" sein, wobei das langsam durch "smart" abgelöst wird.

      Reine Buzz-Words ...
      74 4 Melden
    • fcsg 01.08.2017 13:16
      Highlight @meine senf
      Das wollte ich damit antönen. Insbesondere Politiker haben die Neigung, solche Superlativen zu gebrauchen, weil es so gut tönt. Es ist aber schade, wenn man solche "Ankündigungen" für bare Münze nimmt und daraus sogar auf die Innovationslosigkeit von anderen Ländern schliesst.
      34 3 Melden
  • Rabbi Jussuf 01.08.2017 12:47
    Highlight «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»
    Dass ich nicht lache!
    Dazu braucht es wesentlich mehr als einen Macron, nämlich einen schweren Kampf gegen die Linke, die in Frankreich die Wirtschaft und die Sozialwerke auf konservativste Weise bestimmt.
    Seien wir froh, dass wir in der Schweiz "nur" gegen die "FremdeRichterInitiative" zu streiten haben.
    103 24 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:40
      Highlight Aber wer sich keine Ziele setzt hat schon verloren. Wo sind die Ziele der Schweiz? Den Status Quo bewahren ist für mich kein Ziel, sondern Dummheit.
      7 11 Melden
  • Menel 01.08.2017 12:46
    Highlight Das liegt wohl einfach in der Natur des Menschen. Gehts ihm gut, dann setzt er alles daran, die Erfolgsstrategien beizubehalten, die dazu geführt haben. Nur verändert die Zeit Ausgangslagen und Situationen; wer da starr bleibt und sich nicht flexibel den Umständen anpassen und Kursänderungen vornehmen kann, der manövriert sich automatisch selbst ins Abseits.
    Und diese Tendenz nehme ich auch ganz stark in der Schweiz wahr. Technologisch, gesellschaftlich, militärisch und vor allem auch in den Bereichen der Ausbildung.
    44 50 Melden
  • Pitsch K. Matter 01.08.2017 12:42
    Highlight Viel Schwachsinn im Artikel, aber ja die Zukunft wird schwierig. Ich fürchte mich nicht vor einem Kasperlitheater im weissen Haus oder einem Silikon Valley in Frankreich, dies ist nur heisse Luft oder Wahlkampf. Ich fürchte mich eher vor einer vollkommener Globalisierung. Nur noch Multikonzerne haben das Sagen und der Konkurrenzkampf des Lohndumping kann beginnen. Jeder Staat kämpf dann um die tiefsten Löhne mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen, damit sich ein Multikonzern im Land niederlässt oder dort produziert.
    111 11 Melden
  • Lord_Mort 01.08.2017 12:39
    Highlight Ein guter Artikel! Isolation macht ein Land nicht wettbewerbsfähiger. Integration ist ein Prozess den beide Seiten betreiben müssen. Es ist utopisch zu denken, die Schweiz würde ohne Zuwanderer funktionieren, Stichwort Gesundheitswesen, Gastronomie und jemand muss die saubere Schweiz ja auch sau er halten. Dass wir arbeitenden Einwanderen den Respekt verweigern, nur weil es eine Handvoll nicht schafft sich zu integrieren geht gar nicht. Der Zeitstrahl führt nur in eine Richtung. Rückwärts gerichtetes Denken führt nur dazu, dass wir unsere Zukunft nicht akitv mitgestalten.
    36 58 Melden
    • DonDude 01.08.2017 13:33
      Highlight Zuwanderung ist gut, aber sie muss kontrolliert sein!!!
      Wer der Schweiz hilft, eines der grossartigsten Länder der Welt zu sein, darf gerne zuwandern. Wer aber die Schweiz nur zum profitieren ausnutzen möchte (und das sind nun mal viele) soll dort bleiben, wo er hergekommen ist.
      46 16 Melden
    • Roman h 01.08.2017 13:47
      Highlight Sie haben ja recht.
      Wir brauchen Ausländer die hier arbeiten aber wieso lassen wir sie dann ins Land wenn sie noch keinen job haben?
      Jeder der einen Arbeitsvertrag hat darf kommen, wer keinen hat muss draussen bleiben.
      Ist doch eine super lösung
      29 12 Melden
  • demokrit 01.08.2017 12:30
    Highlight «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»

    Als Schweizer weiss man, dass die Suppe längst nicht so heiss gegessen wird, wie sie gekocht wird. Gerade in Frankreich. Die selbstgenügsame Schweiz ist immerhin laut mehren Studien Innovationsweltmeister. Die meisten Startups in der Nichtmedizin sind in Tat und Wahrheit mit viel Finanzkapital hochgepushte Apps zur Abschaffung von Sozialabgaben und Tourismustaxen. Das kann für innovativ halten, wer will. Ökonomischer wäre es, dafür zu schauen, dass unsere Gesetzgebung damit nicht damit unterlaufen wird.
    86 11 Melden
    • Flexon 01.08.2017 13:16
      Highlight @demokrit
      Wenn man die Top 50 innovativste Unternehmen der MIT Technology Review studiert, fällt einem als Schweizer als erstes folgendes auf: Schweiz, wo versteckst du dich?

      http://bit.ly/2sdvR7h

      Wir sind sicher nicht schlecht. Aber andere sind besser.



      14 24 Melden
    • demokrit 01.08.2017 14:24
      17 3 Melden
    • Tornado 01.08.2017 14:26
      Highlight @flexon In der Liste geht es um Innovation und Business Modell. Viele dieser Firmen bestehen schon lange. Aber haben Sie gewusst dass die CH z.B. Weltweit führend in der Drohnenforschung ist, die ETH zu den besten 5 Universitäten weltweit gehört, etliche US Firmen Forschungszentren hier betreiben (IBM, Google, Disney etc.)? Das sind Innovation
      21 4 Melden
    • Flexon 01.08.2017 15:41
      Highlight @Tornado
      Das ist mir bekannt und ich sage nicht, dass die Schweiz schlecht dasteht. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Schweiz am oberen Limit ihres Potentials fährt, während andere grosse Volkswirtschaften ihr Potential aus politischen Gründen noch nicht ausschöpfen, z.B. Russland, Indien, China und zahlreiche mehr. Durch die Digitalisierung werden andere Länder einen Bildungsschub erfahren und dazulernen, auch politisch. Die Intelligenz ist ziemlich gleichmäßig verteilt auf der Welt. Kommt sie überall zum tragen, sind wir plötzlich sehr klein im Vergleich.
      9 6 Melden
    • demokrit 01.08.2017 16:23
      Highlight Die Schweiz ist vor allem auch wegen ihrem liberalen Gesellschaftssystem und stabilen politischen System da wo sie heute ist. Russland und China sind keine stabilen politischen Systeme. Dass die Digitalisierung viel am Bildungssystem ändert, lässt sich nicht erhärten. Diese Hoffnung haben selbst frühe Anbieter von E-Learning längst begraben. Viele Berufe haben auch viel mehr mit manuellem Wissen zu tun (was die Schweiz früh erkannt hat). Zudem werden unsere Schulen nicht gerade von wenigen Unternehmern als Orte der Konformität und Zerstörung der Kreativität verschrien.
      9 1 Melden
    • Flexon 01.08.2017 17:16
      Highlight @demokrit
      Stabilität: völlig einverstanden. Mein Punkt ist: durch Digitalisierung findet ein beschleunigter Wissens/Bewusstseinstransfer statt, es wird klarer für alle, welches die Erfolgsfaktoren eines Landes sind, z.B. Stabilität durch direkte Demokratie, hoher Bildungsstand, liberale Gesetzgebung. Dadurch steigt die Chance auch in weniger entwickelten Ländern, dass entsprechende Volksvertreter gewählt werden und die Systeme angepasst werden. Erst wenn es soweit ist, werden wir den wahren Innovationsvergleich haben. Das dauert noch einen Moment.
      2 2 Melden
    • demokrit 01.08.2017 19:06
      Highlight @Flexon: Danke für den Input. Ich denke aber nicht, dass sich deine Hoffnung von Freiheit erfüllen wird. Das scheint mir keine Wissensfrage, sondern eine Sache der Praxis. Die Konzepte der Demokratie sind gut bekannt und alt. Bedingung wäre eine Zivilgesellschaft und ein öffentlicher Diskurs, den es aber in China gar nicht gibt. Im Gegenteil sehen wir heute im Westen und gerade auch im Silicon Valley vermehrt Leute, die sich von der Demokratie abwenden und eine gelenkte autoritäre Technokratie à la Singapur propagieren. Die Trump-Administration ist Wasser auf die Mühlen dieser Techno-Autisten.
      4 1 Melden
  • Maria B. 01.08.2017 12:26
    Highlight Ein wenig viel Kraut und Rüben, dieser belehrende Rundumschlag gegen die erfolgreiche Schweiz, m.E. eine mehrheitlich unberechtigte Kritik :-/

    Blunschi lässt alles wohllüstig durch den journalistischen Mixer: fremde Richter aus Europa, unbotsamen Osteuropäer, unsere Einbürgerungsrituale, aber auch Kritik daran, dass wir nicht (noch) mehr kaum integrierbare Kultur- und Bildungsferne in die ausblutenden Sozialsysteme schleusen wollen, wir zuwenig innovativ sind usw.

    Die Schweiz ist int. gut vernetzt und geht dabei erst noch einen erfolgreichen Weg, der nicht bei der ETH und der NB aufhört.

    121 27 Melden
  • Sille 01.08.2017 12:19
    Highlight Wann wandern Sie aus Herr Blunschi?Dies wäre die einzige und in diesem Fall richtige Konsequenz wenn Ihnen so vieles in und an der Schweiz nicht passt.

    Alles Gute zum Geburtstag liebe Schweiz und lass Dich nicht von solchen Menschen umkrempeln und zerstören.
    115 97 Melden
    • Peter 01.08.2017 12:31
      Highlight Schon klar. Sollen die kritischen Geister abhauen, damit die Schweiz schön gemütlich in ihrem eigenen Saft verschmoren kann. Sorry, diesen Gefallen tue ich euch nicht.
      108 95 Melden
    • Sille 01.08.2017 12:36
      Highlight Kritisch?ich nenn das Zerstörerisch, aber das werden Ihre Anhänger spätestens in ein paar Jahren feststellen können.
      Schöne 1. Augschte 😀
      64 59 Melden
    • Walter Sahli 01.08.2017 12:37
      Highlight Ich würde Sie also schon ein bisschen vermissen, Herr Blunschi. Auch wenn ich nicht ganz so schwarz sehe. Aber Sie sind zweifellos eine Bereicherung im Leseralltag.
      56 54 Melden
    • Kommentiert 01.08.2017 12:46
      Highlight @Sille
      Finde ich schade das du eine Mitbürger weil er eine andere Meinung hat aus dem Land haben willst!
      Überdenke doch bitte deine Aussage.
      Und das am 1. August :-(
      Gut Artikel Herr Blunschi
      53 43 Melden
    • Peter 01.08.2017 12:53
      Highlight @Walter Sahli Vielen Dank, das freut mich. Und wie "zerstörerisch" meine Ansichten sind, wird sich zeigen. Ich bin ziemlich zuversichtlich.
      39 43 Melden
    • Sille 01.08.2017 13:05
      Highlight Lars,ich habe nichts gegen andere Ansichten,aber etwas gegen offensichtliche Zerstörung von althergebrachtem.
      Man muss nicht jeden Scheiss aus anderen Ländern übernehmen nur weil es gerade Hip ist.Man muss nicht alles zerstören was sich bewährt hat.Man beisst nicht die Hand die einem die Chance gegeben hat in Frieden und Wohlstand aufzuwachsen.
      Die Konsequenzen spürt unser Land schon mehr als genug und es wird noch mehr. Aber bis man das realisiert hat wird es für eine Umkehr zu spät sein.
      Auch Ihnen einen schönen 1. August

      Herr Blunschi zuversichtlich ein Land zu zerstören? Hoppla....
      30 43 Melden
    • Cerulean 01.08.2017 13:16
      Highlight Das "wenn's euch nicht passt, geht doch"-Argument! Schnrch. Kritik ist nun mal der erste Schritt zur Verbesserung, "umkrempeln" heisst nicht zerstören und kann durchaus positiv sein. Selbstgefälligkeit andererseits führt zu Stillstand. Und Stillstand war noch nie etwas gutes.


      Und übrigens hat die Schweiz am 12. September "Geburtstag".
      33 16 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 13:21
      Highlight Diejenigen, die das Land zerstören, sind die, die sich nicht mit weltweiten Änderungen arrangieren. Die Schweiz muss sich den neuen Gegebenheiten genauso anpassen wie jedes andere Land dieser Erde. Stillstand war schon immer Rückschritt. Und führt zum Untergang. Die EU ist alles andere als perfekt, sie ist aber das beste was es im Moment gibt. Es gibt keine demokratischere zwischenstaatliche Organisation. Auch die Schweiz hat für ihre Verfasstheit lange gebraucht. Geben Sie der EU auch etwas Zeit.
      23 29 Melden
    • Peter 01.08.2017 13:25
      Highlight @Sille Oh bitte, verdrehen Sie nicht meine Worte! Ich betrachte meine Ansichten nicht als zerstörerisch, sondern im Gegenteil als konstruktiv. Und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass ich damit der Schweiz einen besseren Dienst leiste, als mit unreflektiertem Hurrapatriotismus.
      52 30 Melden
    • Sille 01.08.2017 13:38
      Highlight Liebe zum eigenen Land hat definitiv nichts mit "Hurrapatriotismus" zu tun.
      Wieso wundert es mich nicht,dass Sie dies nicht nachvollziehen können?
      Was solls, die Zeit wirds zeigen...
      38 36 Melden
    • Angelo C. 01.08.2017 13:51
      Highlight Peters Artikel fasziniert mich zugegebenermassen auch nicht so, dass er mich förmlich vom Hocker reisst - das darf ich hier sicherlich anmerken 🤓

      Aber ausgerechnet ihm, dem sonst meist erstaunlich ausgewogen politisierenden WATSON-Journalisten, einen Wohnsitz im Ausland zu empfehlen, ihn quasi schier in die Nähe des Landesverrats zu rücken, halte ich nun doch für einen massiven Überriss 🤔!

      Persönlich gefällt mir die wirtschaftliche und politische Entwicklung unseres Landes gar nicht übel, wobei rationale Kritik als Gedankenanstoss durchaus erlaubt bleibt. Sowas gehört zum Journalismus.



      34 8 Melden
    • bamuang 01.08.2017 13:53
      Highlight @Peter:
      Darf ich zitieren? "Und wie "zerstörerisch" meine Ansichten sind, wird sich zeigen. Ich bin ziemlich zuversichtlich.".........
      Also für mich tönt das schon ziemlich....krass?

      22 14 Melden
    • Kommentiert 01.08.2017 13:58
      Highlight @Sille
      Sie sagen sie haben etwas gegen das offensichtliche Zerstören von althergebrachten.
      Find ich traurig wie sie glauben die Welt verändert sich nicht.
      Da müssten sie sich ja z.b. fragen warum das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Man hat ja damals das althergebrachte zerstört…
      Hoffe sie können mir ihre Meinung noch genauer erläutern.
      Schönen 1. August allen :-)
      23 14 Melden
    • Sille 01.08.2017 14:15
      Highlight Hallo Lars
      Veränderungen sind gut wenn sie mit dem Land und der hier lebenden Bevölkerung eins sind.Ich gehe selbt regelmässig stimmen,ich befürworte auch Frauen im Militär aber nicht um jeden Preis etc.

      Aber wenn ich mir die letzten Jahre so ansehe wurde vieles gemacht,entschieden,welches diametral zum Land Schweiz und der hier herrschenden Kultur verläuft.

      Der Ausverkauf unseres Landes ist im vollen Gang und unsere Eigenheiten werden uns als Hinterwäldnerisch angelastet.

      Man will immer mehr, ohne daran zu denken dass dies auch finanzierbar sein muss...
      Genug ist zuwenig...

      18 18 Melden
    • _kokolorix 01.08.2017 14:20
      Highlight Zwischen nichts tun und das Bewährte bewahren gibt es einen gewaltigen Unterschied. Im Moment tun wir nämlich nichts. Wir lehnen alles ab was eine Veränderung bringen könnte, aus Angst das wir uns vielleicht mal wieder in den A.. kneifen müssen um mitzuhalten.
      Unser Bildungsystem gleitet unaufhaltsam ans Ende der internationalen Ranglisten und alles was wir dazu fertigbringen ist ein bürokratisches Monster namens Lehrplan 21...
      Unsere Industrieproduktion leidet an akuter Schwindsucht. Alles was wir dafür tun ist die Auslagerung ins Ausland zu erleichtern...
      Die Landwirtschaft, der Tourismus...
      11 11 Melden
    • Kommentiert 01.08.2017 14:23
      Highlight @Sille
      Ich stimme dir soweit zu das manchmal schlechte Entscheidungen (meiner Meinung nach) getroffen worden sind. (z.b Masseneinwanderungsinitative)
      Aber wir müssen uns mit unseren Nachbarn absprechen, Verträge zur Zusammenarbeit ausarbeiten, auch mal unseren Willen vertreten und auch Aktiv an der Globalisierung teilnehmen.
      Und das geht eben nicht ohne Veränderungen.

      16 6 Melden
    • inquisitio 01.08.2017 14:38
      Highlight @bamuag
      Sie haben es total falsch verstanden.

      "Und wie "zerstörerisch" meine Ansichten sind, wird sich zeigen. Ich bin ziemlich zuversichtlich."

      Mit zuversichtlich meint Herr Blunschi, dass seine Ansichten eben nicht zerstörerisch sind.
      8 5 Melden
    • Sille 01.08.2017 14:41
      Highlight Das bestreite ich auch nicht aber....nicht auf dem Buckel der Schweizer Bevölkerung.... und da läuft vieles...zuvieles schief...
      5 9 Melden
  • TheMan 01.08.2017 12:17
    Highlight Naja wen wir unsere Schweiz, weiterhin so Billig in den EU-Raum verkaufen. Würden unsere 3Gründer sich im Grab drehen. Uns gehts gut, weil wir so Selbstzufrieden sind. Weil wir so eine Insel sind. Und vor allem, weil wir so Stur sind. Was hat uns die Verhandlungen mit der EU gebracht. Nur Verträge, die welche die EU bestimmt. Und wen Sie das nicht kann, uns drogen kann. Eine EU, die selber in Illegalen Machenschaften Verstricht ist. Und unsere Linke Partei ist so blöd und macht den Kniefall. Ob Trump schlecht ist? Ist der Kommunsimus besser?
    39 68 Melden
    • Kommentiert 01.08.2017 12:43
      Highlight Dir ist aber bewusst das ein Vertrag zwischen der Schweiz und der EU nicht nur der Schweiz Vorteile bringen kann?🤦🏼‍♂️
      30 16 Melden
    • bibaboo 01.08.2017 12:49
      Highlight Beim Lesen deines Kommentars könnte man meinen, dass du tatsächlich an die drei Gründerväter glaubst.
      48 10 Melden
    • raphidet 01.08.2017 13:40
      Highlight "Unsere 3 Gründer" Haha der war gut.

      Und wie du das Ganze mit Trump und dem Kommunismus verknüpfst, versteh ich auch nicht ganz.
      Sowieso stört mich, dass Kapitalismuskritiker immer mit Kommunisten gleichgesetzt werden. Lässt sich am deinem Beispiel Trump (Auswuchs eines unkontrollierten und rücksochtslosen Kapitalismus) gut erklären: Nicht jeder Trump-Kritiker ist Kommunist.
      26 6 Melden
    • TheMan 01.08.2017 13:42
      Highlight bibaboo nein es waren Lebrat und Wermuth der die Schweiz Gegründet haben. Hab ich ganz vergessen. Danke
      8 23 Melden
  • Optimistic Goose 01.08.2017 12:16
    Highlight Guter Artikel! LG Charles Lewinsky
    24 77 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:25
      Highlight Danke.
      4 9 Melden
  • inquisitio 01.08.2017 12:14
    Highlight Eine schöne Lobdudelei auf die globalisierte Welt und die imperialliberale EU. Das ist die 1. August Ansprache von watson.
    Werte wie Kultur, Eigenständigkeit, Selbstbestimmung, Freiheit, Zusammenhalt und Völkerverständigung werden hier mit Füssen getreten.
    136 58 Melden
    • Hoppla! 01.08.2017 12:53
      Highlight Ich finde den Text sehr realistisch.

      Aber man kann natürlich auch in Zeiten der Globalisierung glauben, dass wir Schweizer die besten und allwissend sind und das absolut reicht.

      Führe doch noch etwas aus was du unter Schweizer Kultur, Freiheit, Zusammenhalt oder Völkerverständigung meinst. Ich erkenne in der Schweiz da nicht viel homogenes.
      25 46 Melden
    • kurt3 01.08.2017 14:10
      Highlight Hoppla ! Vielleicht hast Du mal Gelegenheit an einer Albisgüetli Versammlung mit dem Motto
      " Blocher lässt sich feiern " teilzunehmen. Da ist schon das wesentliche der Kultur zu sehen .
      12 13 Melden
    • Hoppla! 01.08.2017 17:02
      Highlight @ kurt3

      Da müsste man mich schon in Zwangsjacke herbringen...
      6 2 Melden
    • kurt3 03.08.2017 10:00
      Highlight Inquisitio , Völkerverstänigigung , aber nur , wenn die Völker ganz weit weg sind , gell !
      1 0 Melden
  • Dostoi 01.08.2017 12:06
    Highlight Danke, danke, danke und nochmals danke für diesen Artikel!
    78 150 Melden
  • winglet55 01.08.2017 12:01
    Highlight Auf den Punkt gebracht, Gratulation Peter Blunschi!
    Hoffentlich liest das unser beschte BR "käh luscht", und liest den Text an seinem 1.August Marathon den interessierten Zuhörern vor.
    69 145 Melden
  • Jay Tiger 01.08.2017 11:59
    Highlight So ein Bullshit
    166 66 Melden
    • Djego 01.08.2017 12:15
      Highlight Gibt's auch Argumente dazu?
      50 41 Melden
    • Midnight 01.08.2017 12:16
      Highlight Warum?
      27 24 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 01.08.2017 12:20
      Highlight Also Jay so wie es aussieht teilt die Mehrheit deine Meinung. Jedoch scheint sie mir noch sehr undifferenziert zu sein. Führe sie doch bitte aus, so dass ein Diskurs entstehen kann.
      35 13 Melden
    • RETO1 01.08.2017 12:25
      Highlight Die Argumente kannst du im Artikel nachlesen, sind nicht schwer zu finden
      25 25 Melden
  • Kommentiert 01.08.2017 11:58
    Highlight Dieser Bericht bringt auf den Punkt warum wir uns nicht vom Ausland abschotten sollten. Man müsste sich halt auch mal in Internationale Diskussionen einmischen.
    Aber leider müssen wir uns immer noch mit der SVP-Initiative gegen „Fremden Richter“ abfinden.
    Dabei wäre eine Zusammenarbeit Schweiz-EU für beide Seiten ein Gewinn auch mit Blick auf ein mögliches Rahmenabkommen.
    73 84 Melden
    • Midnight 01.08.2017 12:15
      Highlight Devinitiv! Ich verstehe hier auch all die Blitzer nicht. Was ist los mit euch? Lebt ihr noch in der Vergangenheit oder wo genau liegt das Problem?
      47 64 Melden
    • Richu 01.08.2017 16:14
      Highlight @Midnight: Die vielen Blitzer bestätigen, dass doch eine recht grosse Mehrheit der watson Leserinnen und Leser in der Lage ist, die aktuelle Sachlage richtig zu beurteilen!
      10 5 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:46
      Highlight Zipfelmütze, wie sollen über EU-Recht jemand anderes als EU-Richter entscheiden? Wenn die Schweiz im EU-Binnenmarkt mitmachen will, gelten die Regeln der EU. Will sie mitbestimmen, muss sie beitreten. So einfach ist das. Wenn Sie die Regeln in einem Verein bestimmen wollen, müssen Sie ja auch Mitglied sein. Wo also ist Ihr Problem?
      7 9 Melden
    • Midnight 01.08.2017 17:58
      Highlight @Zipfelmütze Merci für den Input. Ich habe das Thema bisher zu wenig verfolgt und bin froh, wenn jemand etwas Licht ins Dunkle bringt 👍
      3 1 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 21:33
      Highlight Dann darf über Schweizer Recht also niemals ein Schweizer entscheiden?
      4 5 Melden

Fluid werden! So könnten Staat und Gesellschaft ganz ohne Geschlechter funktionieren 

Der Bundesrat will Transmenschen Geschlechts- und Namensänderung erleichtern. Das ist gut. Ein drittes Geschlecht im Personenstandsregister einführen will er nicht. Das ist schlecht. Wie weiter? Ein Gedankenexperiment zu Gesellschaft und Geschlechtern.

Das Juristendeutsch lenkt davon ab, aber der Kerngedanke dahinter ist erfreulich progressiv:

Mit diesem Artikel will der Bundesrat das Zivilgesetzbuch ergänzen. Geschlechtsänderungen im Personenstandsregister sollen in Zukunft auf unbürokratische Weise möglich werden.

Der Vorentwurf des Bundesrats hat noch Mängel und ist teilweise zu mutlos ausgefallen. Enttäuschend ist, dass er darauf verzichtet, ein drittes Geschlecht einzuführen für Personen, die sich weder dem männlichen noch dem …

Artikel lesen