Schweiz
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ARCHIVE --- DER 1. AUGUST GILT IN DER SCHWEIZ SEIT 125 JAHREN ALS NATIONALFEIERTAG. SEIT 1994 IST ER GESAMTSCHWEIZERISCH EIN ARBEITSFREIER TAG. ZUR BUNDESFEIER STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Arthur ecoute des joueurs de cors des Alpes, lors de la fete du 1er Aout, ce vendredi 1 Aout 2014 a Geneve. Pour la premiere fois, le cadre idyllique du parc La Grange accueillera les celebrations de la fete nationale en Ville de Geneve, en mettre a l'honneur notre region, en invitant le Grand Geneve a travers les principales municipalites franvßaises et suisses qui participent a sa construction et a son developpement. Les representantes de ces villes proposeront, lors de la manifestation, des animations culturelles, culinaires ou sportives specifiques e leur commune. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Die Tradition fest im Blick: Bundesfeier 2014 in Genf. Bild: KEYSTONE

Wir machen es uns gemütlich – und verpassen den Anschluss an die Zukunft

Der Schweiz im Jahr 2017 geht es gut. Fast zu gut. Während es in der Aussenwelt rumort, richten wir uns ein im gut gepolsterten Kleinstaat. Eine Strategie für die Zukunft ist das nicht.

01.08.17, 11:46 02.08.17, 05:18


Wir leben in interessanten Zeiten. Laut einem angeblich chinesischen Sprichwort ist dies mehr Fluch als Segen. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die Welt 2017 noch ein Stück unsicherer geworden ist, seit im Weissen Haus im wahrsten Sinn der Wahnsinn regiert. Niemand weiss, wo das mit dem «verrückten König Donald» hinführen wird.

Die Europäische Union ist an ihren Rändern mit Fliehkräften konfrontiert. Im Nordwesten muss der Austritt Grossbritanniens geregelt werden. Im Osten rütteln die rechtsnationalen Regierungen in Polen und Ungarn am Fundament der liberalen Demokratie. Im Süden fühlt sich Italien angesichts der Migration übers Mittelmeer vom Rest der Kontinents im Stich gelassen.

Und wir? Trotz Nachbarschaft zu Italien ist die Zahl der Asylbewerber in der Schweiz auf den tiefsten Stand seit 2010 gesunken. «Das Asylwesen ist ausser Kontrolle», schreibt SVP-Nationalrat Roger Köppel in der aktuellen «Weltwoche». Selten war dieser Satz so bescheuert wie heute. In Wirklichkeit hat der Bund mit dem Rückbau von Unterkünften begonnen.

Die beste aller möglichen Welten

Man erhält fast den Eindruck, die Schweiz sei derzeit die beste aller möglichen Welten. Uns geht es gut, die Wirtschaft hat den «Frankenschock» scheinbar ohne grössere Blessuren verdaut. Und nicht nur die Zahl der Asylsuchenden sinkt, auch die Zuwanderung aus der EU nimmt ab.

Es lebt sich angenehm im Kleinstaat Schweiz, während es im Rest der Welt drunter und drüber geht.

«Wir können es uns leisten, eine bestens integrierte Türkin nicht einzubürgern, weil sie nicht beim Dorfmetzger einkauft, sondern bei Migros und Aldi.»

Die Schweiz hatte immer eine Tendenz, sich einzuigeln. Sie fürchtet die Weite und wendet sich lieber dem Untergrund zu. Man lese dazu das tolle Buch «Die Schweiz unter Tag» meines geschätzten Kollegen Jost Auf der Maur. Nachhaltig ist diese Denkweise nicht. Sie macht uns selbstgefällig und verstellt den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

Wir machen es uns allzu gemütlich in der Gegenwart. Wir können es uns leisten, eine bestens integrierte Türkin nicht einzubürgern, weil sie nicht beim Dorfmetzger einkauft, sondern bei Migros und Aldi. Und weil ihr Hornussen nicht vertraut war. Was in der Schweiz des 21. Jahrhunderts offenbar eine wichtige Voraussetzung zur Erlangung des Bürgerrechts ist.

Der Fall der jungen Funda Yilmaz aus Buchs AG mag ein «Ausreisser» sein. Der Vorwurf, sie lebe «in ihrer kleinen Welt», fällt jedoch auf die Einbürgerungskommission zurück. Sie lebt in einer kleinen oder vielmehr kleinkarierten Welt. Zu ihrer Entlastung kann man anführen, dass sie damit nicht allein ist. Auch im politischen Diskurs wünscht man sich mehr Weitsicht.

Die Angst vor fremden Richtern

Ein gutes Beispiel ist die Debatte über die «fremden Richter». Sie blockiert den Abschluss eines Rahmenabkommens mit der Europäischen Union, auch weil sich der Bundesrat und die meisten Parteien bei diesem Thema ausgesprochen defensiv verhalten. Es dominiert die Angst vor der SVP und ihrer «Selbstbestimmungsinitiative», über die wir bald abstimmen werden.

Eine klare Meinung dazu hat Otto Lampe, der bis Ende Juni als deutscher Botschafter in Bern residierte. In der NZZ veröffentlichte er zum Abschied eine elegische Liebeserklärung an die «Insel der Glückseligen», mit einer Ausnahme: «Die Debatte um ‹fremde Richter› habe ich allerdings als Jurist ehrlich gesagt nie richtig verstanden. Gibt es denn auch ‹eigene Richter›?»

«Unsere durch Selbstgefälligkeit auf der einen und Verzagtheit auf der anderen Seite geprägte Mentalität könnte sich rächen.»

Lampes Einwand ist keineswegs absurd. Die Herausforderungen der globalisierten Welt lassen sich nur mit globalen Regeln bewältigen. Die Schweiz hat das durchaus verstanden. Bereits 1948 anerkannte sie den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, das höchste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen – mehr als ein halbes Jahrhundert, bevor sie der UNO beitrat.

Es gäbe weitere Bespiele. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) etwa hat sich die Schweiz ihrer Schiedsgerichtsbarkeit unterworfen. Wenn es aber um die Europäische Union geht, sind die «fremden Richter» auf einmal ein Problem. Wie überhaupt unser Verhältnis zur EU nicht erst seit der Masseneinwanderungsinitiative reichlich verknorzt ist.

Das Ausland bleibt nicht stehen

Unsere durch Selbstgefälligkeit auf der einen und Verzagtheit auf der anderen Seite geprägte Mentalität könnte sich rächen. Denn das Ausland bleibt nicht stehen. Frankreichs jungdynamischer Präsident Emmanuel Macron kündigte an einer Konferenz im Juni an, er wolle sein Land zu einer Start-up-Nation machen: «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»

«Wenn wir nicht aufpassen, werden die dunklen Tage bald einmal beginnen.»

Als erste Massnahme kündigte Macron ein French-Tech-Visum für Firmengründer, Talente, Investoren und ihre Angehörigen an. Die entsprechende Website wurde bereits aufgeschaltet. Und die Schweiz? Ebenfalls im Juni hat der Ständerat auf Empfehlung des Bundesrats eine Motion des Zürcher Freisinnigen und IT-Unternehmers Ruedi Noser für ein Start-up-Visum abgelehnt.

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Sieht so eine zukunftsträchtige Politik aus? Auch in anderen Bereichen besteht Nachholbedarf. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört die Schweiz zu den Schlusslichtern in Europa. Die Erkenntnis ist vorhanden, doch es passiert bedenklich wenig. Die Frankenstärke bewirkt zudem, dass insbesondere in der Industrie häufig das Geld für nötige Investitionen fehlt.

Im letzten Herbst besuchte ich den Kleinunternehmer Josef Madlener in Dietikon ZH. Seine Firma muss wie viele Industrie-KMU mit den schwierigen Rahmenbedingungen in der Schweiz klarkommen. Der gebürtige Österreicher warnte eindringlich vor Selbstzufriedenheit: «Wenn wir weiterhin die Illusion pflegen, wir seien die Besten, geht irgendwann die Sonne unter.»

Noch scheint die Sonne über unserer «Insel der Glückseligen». Wenn wir nicht aufpassen, werden die dunklen Tage bald einmal beginnen. Und das nicht nur im saisonalen Sinne.

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Brikne, 20.7.2017
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176
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176Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 05.08.2017 06:13
    Highlight
    Wie Wohlstand messen?

    Um der Vielschichtigkeit von Wohlstand Rechnung zu tragen, sind zu dessen Messung Ergänzungen des BIP mit ökologischen (z. B. Umweltqualität, Biodiversität) und gesellschaftlichen (z. B. Freizeit, Verteilungsgerechtigkeit, Gesundheit, Bildung, Sicherheit) Wohlstandsindikatoren nötig. Am einfachsten wäre es, wenn in der Schweiz das bereits gut eingeführte Messsystem der Nachhaltigkeit mit seinen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Indikatoren standardisiert würde.
    1 0 Melden
  • adi37 03.08.2017 19:25
    Highlight Hier ein Video, das Einiges aussagt:

    zudem ein Video mit Henryk M. Broder:


    Wir sollten auf Distanz und Augenhöhe mit der EU Beziehungen pflegen und uns nicht "anhängen und aufgeben"!
    Auch, wenn wir 55mal kleiner sind als die EU, dürfen wir uns nicht von einer Gruppierung, die nicht einmal demokratisch legitimiert ist, erpressen lassen! Es gibt genügend Gründe, unsere Unabhängigkeit zu bewahren!
    Das bezieht sich nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch und ganz speziell im eigenen Recht!

    0 0 Melden
  • Ohniznachtisbett 02.08.2017 10:39
    Highlight Erstmal vorweg, finde ich es schön, dass Herr Blunschi sich Gedanken macht zu unserem schönen Land. Leider nicht ganz die richtigen.

    1. UNO-Gericht in Den Haag und WTO Schiedsgerichtsbarkeit ist NICHT Vergleichbar mit den sogenannt "Fremden Richtern". Weder die WTO noch die UNO ist direkt Partei, bei diesen Gerichten. Hingegen ist es schon zu hinterfragen, ob ein EU-Richter soll Streitigkeiten zw. CH-Firmen und EU-Firmen klären.
    2. Ja, wir müssen innovativ bleiben, wir müssen weiter R&D Champions League bleiben. Nur weil Macron ein Visum einführt, laufen uns die nicht gleich den Rang ab
    16 3 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 12:34
      Highlight Ich plädiere dafür, nicht die Herkunft und Staatszugehörigkeit von Anwälten und Richtern für deren Beurteilung in den Vordergrund zu stellen, sondern die Qualität ihrer Arbeit!
      Sind sie parteiische Winkeladvokaten, die ihren zahlungskräftigen Mandanten zum Sieg in Streitigkeiten verhelfen, indem sie sich in dem Paragraphen-Dschungel, den sie zusammen mit ihren mächtigen Verbündeten aus tonangebenden Politischen Parteien wuchern lassen, am besten auskennen?
      Oder sehen sie im Recht ein Mittel, Streitigkeiten zwischen Parteien GERECHT zu schlichten und zu regeln, als unparteiische Schiedsrichter?
      9 7 Melden
    • Ohniznachtisbett 02.08.2017 14:41
      Highlight Gebe ihnen grundsätzlich Recht. Nur: Es gibt im Recht immer auch Ermessenspielraum für den Richter. Wenn der Richter komplett unabhängig ist, wird er nach bestem Wissen und Gewissen urteilen. Dies ist m.E. bei WTO und UNO-Tribunal gegeben. Bei den "Fremden Richtern" eben nicht. Als Vergleich: Um als Bürger den Staat einzuklagen, geht man auch zum Verwaltungsgericht, dieses ist Aufgrund seiner speziellen Stellung von der "normalen" Gerichtsbarkeit getrennt und gewährt die geforderte Unabhängigkeit.
      5 0 Melden
    • rodolofo 02.08.2017 15:36
      Highlight Ich würde einfach das Wort "fremd" aus dem Vokabular streichen und durch das Wort "professionell" ersetzen.
      Einverstanden?
      So schwer ist das doch gar nicht.
      2 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 02.08.2017 09:06
    Highlight Die Blockaden, Ablenkungsmanöver und hinterhältigen Intrigen dieser von "Neo-Fröntlern" gekaperten und dirigierten SVP machen das Leben in diesem an sich wundervollen Land im Gegenteil immer UNGEMÜTLICHER!
    Diese Rechtsnationalen Kräfte wollen eine "Heile Schweiz" herbei zaubern, die es nur in ihren gläubig-sektiererischen Köpfen gibt. In der Realität arbeitete diese "Freie und Unabhängige Schweiz" weitgehend mit Hitler-Deutschland zusammen, entriss "Landstreichern" ihre Kinder um sie in z.T. von Perversen geleitete Erziehungs-Anstalten zu stecken und zwang "Missgebildete" zur Sterilisation...
    11 111 Melden
  • Sensenmaa 02.08.2017 08:22
    Highlight Das ist Augenwischerei. Der Schweiz gehts schon länger nicht so gut wie dargestellt wird! Was man anhand der überfüllten Kliniken, dem überlasteten Sozial Apperat und den immer steigenden KK Prämien sieht. Auch hier kämpfen viele ums übetleben und werden vom Staat dransaliert.
    16 11 Melden
  • Angelo C. 01.08.2017 23:20
    Highlight Dass man die Zukunft, aber auch die wenigen Mankos der Schweiz, doch mehrheitlich positiv beurteilen darf, zeigt uns die heutige Rede von Bundespräsidentin Doris Leuthard zum 1. August und zur aktuellen Lage der Nation auf :





    Fand ich recht gefällig, mag BR Leuthard keinerlei Zweckoptimismus unterstellen und schliesse mich ihren Ausführungen grossmehrheitlich an.

    12 7 Melden
  • sdv520 01.08.2017 22:52
    Highlight die ganze selbstgefälligkeitskritik geht mir ein wenig auf den sack. vor allem, weil sie ausschliesslich von wirtschaftskreisen kommt. ist ja klar, den einen muss es noch ungemütlicher gehen, damit es die anderen gemütlicher haben. was soll diese kritik bewirken? es ist klar, der globale wettbewerb wird stärker.wer in zukunft die nase vorne haben wird,weiss niemand.heisst das aber, dass wir hier mehr arbeiten, weniger lohn, noch mehr ausländische arbeiter verlangen sollen?
    24 1 Melden
  • malu 64 01.08.2017 21:36
    Highlight Das einzige was die braven Schweizer gut können ist am 1.August sinnlosen Lärm veranstalten! Tolle Feier! Ganz Toll!
    24 92 Melden
    • Judge Dredd 01.08.2017 23:10
      Highlight Ja genau, das Einzige!
      Toller Kommentar! Ganz Toll!
      30 4 Melden
    • malu 64 02.08.2017 02:50
      Highlight Ohh, habe ganz vergessen zu erwähnen, das sie noch viele Tiere erschreckt haben, Felder abfackeln und manche haben am 1. August schon Finger geopfert!
      Tolle Feier!
      7 31 Melden
    • Nihil 02.08.2017 08:45
      Highlight Wer nicht aufpassen kann beim zünseln ist selbst schuld. Das "Geknalle" und die tollen Lichteffekte gehören nunmal dazu, am besten man ist in der Höhe, weg von dem Menschen und kann das Feuerwerk von oben betrachten :)

      Hunde haben im Krieg gedient und verschrecken jetzt ab einem Tunder oder Hüüler. Das hat der Mensch so gezüchtet also kann der Mensch den Hund auch eine Nacht in den Keller tun.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turbi 01.08.2017 21:12
    Highlight der gute Peter sieht das Problem ganz richtig.
    Die einzige Konstante ist die Veränderung.
    Und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben sagte schon Michail Gorbatschow.
    Schweiz schlafe weiter.
    47 51 Melden
  • ostpol76 01.08.2017 19:53
    Highlight Ach Herr Blunschi

    ihr Linken habt den Untergang der Schweiz auch schon bei einem EWR Nein vorausgesagt. Sie sicher auch. Stimmt's???
    Und ihr lagt wie immer daneben. Und zwar, in Anbetracht wie es uns heute geht, nicht nur ein bisschen daneben sonder völlig daneben.
    70 65 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:11
      Highlight Ach, immer die gleiche Leier. Dazu sage ich nur eines: Mit den Bilateralen haben wir den grössten Teil des EWR nachträglich übernommen, einfach ohne Mitspracherecht. Und dank den Bilateralen geht estnische doch so gut. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
      57 60 Melden
    • ostpol76 01.08.2017 20:30
      Highlight Es geht nicht um die Bilateralen sondern dass wir damals den richtigen Weg eingeschlagen haben.
      40 24 Melden
    • Grundi72 01.08.2017 21:38
      Highlight Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen! (Nicht der richtige für andere europäische Länder, aber für die CH bestimmt!)

      Das verstehen unterdessen auch Linke und Journalisten. Wir sehen aber hier sehr deutlich wie schwierig es einem Journalisten fällt dies zuzugeben. Weil verantwortlich dafür ist der stigmatistierte Teufel der Linken, der eigentlich recht moderate Rechte Herr Blocher.
      33 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 01.08.2017 19:39
    Highlight Auffällig ist, dass immer die sog. 'Elite' vor zuviel Wohlstand warnt. Also die Gutbetuchten warnen die Büezer (von denen manch einer ohne Erspartes von der Hand ins Maul lebt) davor, bequem zu werden. Wer den Zynismus findet, darf ihn behalten. Wer ihn nicht findet, ist selbst schuld.
    83 11 Melden
  • aglio e olio 01.08.2017 18:37
    Highlight Wer meint etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
    42 6 Melden
  • Barracuda 01.08.2017 17:44
    Highlight Ich bin ja definitiv nicht dem Rechtsbürgerlichen Lager zuzuordnen, aber dieser einseitige und absolut undifferenzierte Rundumschlag ist einfach nur grauenhaft. Da scheint sich jemand ziemlich in Etwas reingesteigert zu haben. Die einzelnen (extrem ideologischen) Thesen und Behauptungen wurden hier ja schon zur Genüge widerlegt.
    83 23 Melden
  • Skip Bo 01.08.2017 15:49
    Highlight Journalisten überzeichnen. Man nehme kritikwürdige Fakten und mische eigene, ideologiegeleitete Phrasen mit ein. Der Roger tut's, der Peter tut's.
    Wenn jemand auf watson Köppel die Auswanderung nahelegt oder seinen kritischen Geist beschimpft, schweigt das Team. Wenn jemand Peter die Auswanderung nahe legt, reagiert man empfindlich.
    Es braucht Beide. Peter, wandere nicht aus und lass den Köppel machen. Die Einbürgerungsgeschichte, welche du genüsslich bearbeitest, ist von der WW aufgedeckt worden.

    Isolation ist eben auch das Nichtzulassen unbequemer Ansichten.
    125 37 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:16
      Highlight Ich habe Köppel noch nie die Auswanderung nahe gelegt. Für Leute wie ihn muss es Platz haben in unserer Demokratie. Und die Einbürgerungsgeschichte hat nicht die WW aufgedeckt, sondern die AZ. Lässt sich nachprüfen.
      48 23 Melden
  • Chrigi-B 01.08.2017 15:17
    Highlight Herr Blunschi, ziehen sie doch ins Land des Rotschild Bankers. So ein Artikel am 1.August? Verziehen Sie sich doch in die EU!
    41 65 Melden
    • Makatitom 01.08.2017 23:20
      Highlight Ooooch, zu links? Dann kann ich dir einen Umzug nach Ungarn oder Polen empfehlen. oder wie wäre es mit Erdogans Türkei? Dort herrscht wieder Recht(s) und Ordnung.
      15 8 Melden
    • Chrigi-B 02.08.2017 12:45
      Highlight Wie herzig Makatitom😂. Die Schweiz ist so erfolgreich, da wir auf Linke und Rechte Tagträumerei nicht eingehen...
      4 4 Melden
  • Gustav.s 01.08.2017 14:53
    Highlight Solche Artikel las ich schon vor 20 Jahren. Trotzdem ging es hier immer besser.
    Niemand weiß anscheinend wirklich was besser für die Zukunft ist.
    91 19 Melden
  • Vachereine 01.08.2017 14:47
    Highlight Was soll denn diese jammervolle Themenbouillabaisse?
    Ich finde, es ist alles gut in und mit der Schweiz.
    Die Schweiz ist nicht träge, sie ist beständig
    Die Schweiz igelt sich nicht ein, sondern sie behauptet sich.
    Die Schweiz pickt nicht Rosinen, sondern lässt sich ganz einfach nicht über den Tisch ziehen.
    Die Schweiz ist nicht selbstgefällig, sondern hat eine realistische Selbsteinschätzung.
    Die Schweiz ist nicht verzagt, sondern besonnen.
    Die Schweiz ist nicht weltvergessen, sondern international geschäftstüchtig
    Die Schweiz ist gut, wie sie ist.
    149 53 Melden
  • Maracuja 01.08.2017 14:29
    Highlight Dauernd halten uns Journalisten, Thinktankler u.ä. vor, wir nähmen es zu gemütlich, seien zu selbstgefällig/träge geworden. Sie schüren Ängste, wir könnten mit übrigen Welt bald nicht mehr mithalten. Wenn aber der Blender Macron und Frankreich als Vorbild genannt werden, dann bin ich nicht unglücklich, dass wir alles ein bisschen gelassener und ohne Schaumschlägerei angehen. Im übrigen wäre es wünschenswert, wenn sich Journalisten mal in einfache Quartiere begeben würden, dort bröckelt das Bild von der besten aller Welten, aktuell haben wir z.B. eine höhere Arbeitslosenquote als Deutschland.
    141 31 Melden
    • Richu 01.08.2017 15:51
      Highlight Gute Analyse. Zudem hat der "Blender" Macron innert kurzer Zeit bei den Französinnen und Franzosen bereits 10% an Popularität verloren.
      48 24 Melden
    • FrancoL 01.08.2017 19:25
      Highlight Lassen wir doch die Schnellanalysen zu Macron weg, denn da müsste man ehrlicherweise sagen dass die Popularität nun wirklich nur für gröbste Analysen herhalten kann.
      Wenn ich Maracuja richtig verstehe so zeigt sie auf einen wunden Punkt, auf die Verlierer in der Wirtschaft, die sich nicht so richtig in der Wohlstands Schweiz zu hause fühlen. Und da gebe ich ihr 100% recht. Dazu noch eine Bemerkung: schaut man sich quer Beet die vielen Wutbürger an so deutet das auch nicht auf die beste aller Welten.
      Der Wohlstand könnte ETWAS gerechter verteilt sein, dann wäre es die beste Welt.
      18 6 Melden
    • Maracuja 01.08.2017 20:26
      Highlight @FrancoL

      Vor allem wollte ich ausdrücken, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung besorgt in die Zukunft blickt und es sich nicht gemütlich macht, sondern sich täglich bei der Arbeit hart anstrengt, sich weiterbildet, um den Job nicht zu verlieren. Zeit und Geld in die Ausbildung der Kinder steckt, damit diese in Zeiten der Digitalisierung noch ein Auskommen finden. Die Vorwürfe der Elite an die kleinen Leute finde ich deplatziert. Von Einigeln zu reden, wenn viele Arbeitnehmer in einem täglichen Konkurrenzkampf mit PFZlern stehen, ist lächerlich.
      24 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einstein56 01.08.2017 14:22
    Highlight Ach Peter Blunschi, der Heimatmüde Nörgeler hat wieder in die Tasten gehauen. Hat er wohl mal schon für längere Zeit auf einem anderen Kontinent gelebt? Tipp: Das öffnet den Blickwinkel auf das eigene Land.
    52 32 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:21
      Highlight Ja, ein Jahr in den USA. Habe dort mein kritisches Denken generell geschärft. Aber vielleicht zählt das nicht als "anderer Kontinent"?
      19 34 Melden
    • Einstein56 02.08.2017 12:08
      Highlight Bei dir natürlich nicht. Geistig bist du in deinem schweizerischen Mittelland hängen geblieben. An diesem Syndrom leiden viele Linke. Schade.
      3 6 Melden
  • neutrino 01.08.2017 14:16
    Highlight Entschuldigung, jetzt muss man mal bremsen. Aus gesellschaftlicher und sozialer Sicht ist Öffnung sicher erstrebenswert - der Fall Yilmaz in Buchs eine Schande.

    Aber aus wirtschaftlicher Sicht ist es diffiziler, wie die Geschichte zeigt: die grössten Wirtschaftswunder der letzten Jahrzehnte waren China (21. Jh.) und va Japan (20. Jh.). Insb. Japan ist mit der Schweiz vergleichbar - kaum Ressourcen, aber viel Innovation und Exporte. Japan war/ist sehr geschlossen gesellschaftlich, und konservativ bis rassistisch. Hätte Japan die Grenzen für ganz Südostasien geöffnet - dann Gute Nacht.
    97 19 Melden
    • James McNew 01.08.2017 15:44
      Highlight Nur steht Japan vor riesigen Problemen mit der Überalterung der Gesellschaft. Es gibt zu wenig Arbeitskräfte, um den riesigen kommenden Pflegebedarf zu decken. Auch in anderen Bereichen hat es zu wenig Arbeitskräfte, weil die Migration so ultra-strikt gehandhabt wird (abgesehen von der riesigen Sprachhürde...) Zudem verdienen viele Junge zu wenig, um eine Familie zu gründen, zu heiraten, um von zu Hause auszuziehen. Und die japanische Innovationskraft lahmt wegen der hierarchischen Gruppenmentalität, die über allem steht. Da kommt was zu auf das Land, verursacht durch Abschottung...
      49 14 Melden
    • James McNew 01.08.2017 15:46
      Highlight Und wenn man sich die korrupte Wirtschaftsdiktatur China als Vorbild nehmen will...dann gute Nacht Schweiz.
      41 5 Melden
    • neutrino 01.08.2017 16:31
      Highlight Ich sage nicht, dass diese Länder ein Vorbild sind für die Schweiz. Ich sage nur, es ist zu simpel gedacht, wenn man sagt: Weltoffenheit = super Wirtschaftspolitik.

      A propos Japan: klar, das ist ein gesättigte Volkswirtschaft wie Frankreich, USA, etc. mit all den dementsprechenden Problemen. Frankreich will es bspw. mit Einwanderung lösen, Japan nicht - mit den dementsprechenden Vorteilen (wenig Kriminalität) und Nachteilen (Arbeitskräfte). Aber so nebenbei: in Japan ist Dichtestress bei 130 Mio Einwohnern dann wirklich real - kann ja nicht die Lösung sein, einfach die Grenzen zu öffnen.
      25 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 01.08.2017 14:12
    Highlight Die Selbstzufriedenheit welche das Angehen von Problemen verhindert, ist ein allgemeiner Trend im Westen. Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson hat dies in seinem Buch 'the great degeneration' schon ausführlich beschrieben.
    Er geht dabei noch weiter und zeigt, dass dies nicht nur die Wirtschaft betrifft: die Zivilgesellschaft als solches wird träger, die Leute engagieren sich weniger freiwillig, sozialer Aufstieg wird schwieriger.

    Das Buch ist sehr interessant, aber vielleicht auch etwas zu pessimistisch.
    19 6 Melden
  • Hugo Wottaupott 01.08.2017 14:06
    Highlight Der Autor hätte besser 100x WIR MÜSSEN IN DIE EU geschrieben.
    84 88 Melden
    • Sapere Aude 01.08.2017 15:17
      Highlight Weshalb?
      26 25 Melden
    • TRL 01.08.2017 17:13
      Highlight Nein, er hat nur gemahnt, dass wir mit dem Rahmenabkommen fürschi machen sollten, um Chancen zB für den europäischen Strommarkt nicht zu verpassen. Aber anstatt die Chancen zukünftiger europäischer Zusammenarbeit zu sehen, lehnen wir uns lieber in unserer 'Wir-Sind-Die-Besten'-Sülze zurück. Die Swiss gehört wegen dieser Sturheit jetzt der Lufthansa. Und ins Fremde-Richter-Thema verbeissen wir uns auch ein bisschen kleinkarriert... Häufig auch ein bisschen denkfaul.
      26 11 Melden
    • Barracuda 01.08.2017 17:46
      Highlight Weil er damit ehrlich wäre und auch beim Namen nennen würde, was er x-fach zwischen den Zeilen schreibt und meint.
      14 22 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kEINKOmmEnTAR 01.08.2017 14:05
    Highlight Eine allzu pessimistische Analyse die den aktuellen Wohlstand dazu missbrauchen will um eine Heer von linken Forderungen durchzudrücken. Das es der Schweiz eben so gut geht weil sie vorsichtig, überlegt und konservativ handelt kommt dem Autor wohl nicht in den Sinn.
    138 56 Melden
    • Thadic 01.08.2017 14:27
      Highlight Das Verhalten der Schweiz ist doch überhaupt nicht vorsichtig! Statt in fie Zukunft zu investieren und zum Beispiel viel mehr in die erneuerbaren Energien zu investieren, perfektionieren wir unsere Strassen und veredeln unsere Einfamilienhäuser mit unnötigen Schnickschnack. Wir sind überhaupt nicht eine Insel, beziehen wir doch fast 80% der Energie und 40% der Lebensmittel vom Ausland.
      41 54 Melden
  • DerTaran 01.08.2017 13:48
    Highlight Danke, sehr schöne Analyse der Ist-Situation.
    65 145 Melden
    • poga 01.08.2017 15:48
      Highlight Eine überaus pessimistische Analyse der Ist-situation.....
      44 12 Melden
    • DerTaran 01.08.2017 16:36
      Highlight Nur wenn wir mittelfristig keine Konsequenzen daraus ziehen.
      12 14 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:36
      Highlight @poga: Was sie aber nicht falsch macht.
      15 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • whatthepuck 01.08.2017 13:39
    Highlight Der Schweizer hat ein merkwürdiges Verhältnis zu seiner Heimat. In gewissen Belangen wäre mir mehr Offenheit meiner Heimat recht; aber mehr aus Eigennützigkeit, weil uns diese Offenheit kombiniert mit unserem Wohlstand zu Vorreitern in vielen Dingen machen kann bzw. uns die bereits bestehende Vorreiterrolle sichert. Fortschrittlichkeit sorgt für Ansehen, generiert Wohlstand und sorgt für ein ansprechendes Bildungsniveau der Bevölkerung.

    Unserem Land täte es gut, wenn mehr Schweizer zur Inspiration ins Ausland reisen würden. Das hilft mehr als ständig nur nörgeln und auf Probleme zeigen.
    67 92 Melden
    • Tornado 01.08.2017 13:58
      Highlight Also wenn ich aus dem Ausland nach Hause komme, bleibt bei mir immer die gleiche Erkenntnis: Das wir uns definitiv vor keinem Land verstecken müssen und dass wir in einem Paradies leben. Die einzigen Sachen die mir fehlen sind das Meer und Lebensfreude und Dolce far niente wie man es z.B. In Italien findet.
      134 15 Melden
  • Thadic 01.08.2017 13:18
    Highlight Jetzt wo es uns so gut geht, sollten wir unsere ganze Energie darin stecken ein völlig neuartiges Wirtschaftssystem zu entwickeln. Eines in welchem es sich immer lohnt nachhaltig zu wirtschaften. Wenn in 200 Jahre die Möglichkeit bestünde mit schon längst verstorbene Menschen zu reden. Dann würde man uns fragen warum wir nicht alles mögliche gemacht hätten um die Zerstörung der Umwelt aufzuhalten. Unsere Antwort wäre dann: "Wir hatten zwar das Wissen und die Fähigkeit viel mehr zu machen gehabt aber wir hatten nicht genügend Geld" ihre Gegenfrage wäre dann wahrscheinlich:"was ist Geld"
    71 38 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 01.08.2017 13:12
    Highlight Diese Selbstzufriedenheit nehme ich auch wahr. Hierzulande funktioniert ja wirklich Vieles hervorragend, aber ein Schweizerkreuz auf jedes Produkt zu kleben, reicht dann eben doch nicht.

    Den Gastbeitrag von Otto Lampe fand ich übrigens sehr lesenswert!
    49 14 Melden
  • Thadic 01.08.2017 13:12
    Highlight Danke für den sehr guten Bericht. Das Problem ist doch auch, dass es völlig verschiedene Visionen gibt von was ein "perfektes Land" ist. Wie in den Gärten unserer Einfamilienhausquartiere. Die einen haben einen sterilen Rasen, kaum Gebüsche und Schottergabionen als Sichtschutz, die anderen eine Wildnis und dann noch einige mit etwas dazwischen. Momentan geben viele lieber das Geld aus für perfekte Strassen, für teure Autos und für Whirlpools im Garten als zum Beispiel für Biogasanlagen, die sich wegen dem Ausverkauf der fossilen Brennstoffe noch nicht ökonomisch betreiben lassen.
    34 65 Melden
  • Raphael Stein 01.08.2017 13:08
    Highlight Was für den KMU Unternehmer gilt, gilt auch für Journis.

    Es darf ruhig drüber nachgedacht werden, ob das penetrante wiederholen alter Weisheiten aus den 1990er Jahren in öffentlich zugänglichen Portalen wie hier, Sinn macht.
    Die überholten Weisheiten werden dadurch nicht wahrer.
    Sich in Züge zu setzten die in voller Fahrt bald auf den Rammbock auffahren macht keiner freiwillig. Siehe EU.

    Und noch etwas, Frankreich wird weder heute noch morgen in irgendwas das Land der Hyper-Innovation werden. Es liegt dort am Bildungssystem. Und noch ein paar anderen, unmöglichen, Unzweckmässigkeiten.
    106 19 Melden
  • Grundi72 01.08.2017 13:03
    Highlight Die Schweiz hatte immer eine Tendenz, sich einzuigeln. Sie fürchtet die Weite und wendet sich lieber dem Untergrund zu. Man lese dazu das tolle Buch «Die Schweiz unter Tag» meines geschätzten Kollegen Jost Auf der Maur. Nachhaltig ist diese Denkweise nicht. Sie macht uns selbstgefällig und verstellt den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft.

    Widersprüchlich.. Diese Mentalität hat uns so erfolgreich gemacht, soll aber für die Zukunft falsch sein. Warum denn?
    73 25 Melden
    • Peter 01.08.2017 13:54
      Highlight Wir sind erfolgreich, wenn wir uns gerade nicht einigeln, sondern nach aussen öffnen. Unser Wohlstand basiert zu einem wesentlichen Teil auf dem Export. Der Widerspruch besteht darin, dass wir uns dessen oft zu wenig bewusst sind und zur Selbstbezogenheit neigen, Ewig kann das nicht gut gehen, wie man während der Rezession der 90er Jahre sehen konnte.
      40 62 Melden
    • Vachereine 01.08.2017 14:45
      Highlight @Peter: Internationaler Handel setzt in keinster Weise prinzipiell offene Grenzen voraus.
      Eine Volkswirtschaft als ganzes, von der die Exportwirtschaft nur ein Teil ist, profitiert im Allgemeinen von Grenzen.
      Ohne Grenzen und Protektionismus hätte die Schweiz längst keine SBB, keine Landwirtschaft und keine Banken mehr. Das meiste Land würde Ausländern gehören. D.h. z. B.
      Zermatt mitsamt Matterhorn würde einem chinesischen Tourismuskonzern gehören, der evtl. ausschliesslich Chinesen den Zutritt auf Zermatt erlauben würde.
      Grenzen erfüllen einen guten Zweck.
      25 10 Melden
    • Vachereine 01.08.2017 14:56
      Highlight @Peter:
      Exporthandel hat rein gar nichts mit Weltoffenheit zu tun.
      Welthandel geht ganz gut mit stachekdrahtbewehrten Grenzzäunen. Für gewinnbringenden Aussenhandel brauchen die Grenzen nur für Waren und Devisen offen zu sein. Und zwar nur für jene Waren, die wir exportieren, bzw. importieren wollen. Für einen prosperierenden Welthandel braucht es bei weitem keine in allem offene Grenzen.
      21 6 Melden
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  • phpp28 01.08.2017 13:00
    Highlight Positives Denken
    Eben noch sind wir zum weltweit wettbewerbfähigsten Land gekürt worden.
    Ganz so arg sind unsere Gepflogenheiten wohl nicht. Ich feiere heute voller Stolz unser Land.
    98 11 Melden
  • meine senf 01.08.2017 13:00
    Highlight Was ich ein (harmloses) Symptom des Beschriebenen finde, sind manche Werbungen von Telecom- und Transportfirmen:

    "Telefonieren von/nach Europa" bzw. "Reisen nach Europa".

    Zu welchem Kontinent gehört den die Schweiz?

    (Beim erstgenannten passt natürlich auch, dass wir mittlerweile die letzten sind, die noch Roaming-Kosten kennen.)
    32 16 Melden
  • DonDude 01.08.2017 12:55
    Highlight Wenn der Bund Zahlen nennt, ist immer Vorsicht geboten.
    Der Bund hat immer zwei Zahlen. Eine für die Öffentlichkeit und eine richtige.

    61 61 Melden
    • Charlie Brown 01.08.2017 13:04
      Highlight 🙄
      32 27 Melden
  • fcsg 01.08.2017 12:53
    Highlight Diese Abhandlung hat fast schon Boulevard-Niveau. Es werden Einzelfälle (Einbürgerung) vermischt mit fremden Richter und man schliesst daraus, dass wir innovationslos seien. Klar gibt es "fremde Richter" und zwar solche, welche nicht durch ein Schweizer Organ gewählt werden. Darüber darf man doch diskutieren?
    Wir sind keinesfalls innovationslos, dazu genügt ein Blick auf die Kennzahlen unserer Wirtschaft, trotz schwachem Euro. Macron will also ein Start-up Paradies schaffen? Mit 21.4% Jugendarbeitslosigkeit hat er wohl bald ganz andere Probleme. PS. Was sind denn Hyper-Innovationen?
    121 20 Melden
    • meine senf 01.08.2017 13:08
      Highlight In den 90er wollten alle "dynamisch" sein.

      Heute wollen alle "innovativ" oder gar "hyper-innovativ" sein, wobei das langsam durch "smart" abgelöst wird.

      Reine Buzz-Words ...
      74 4 Melden
    • fcsg 01.08.2017 13:16
      Highlight @meine senf
      Das wollte ich damit antönen. Insbesondere Politiker haben die Neigung, solche Superlativen zu gebrauchen, weil es so gut tönt. Es ist aber schade, wenn man solche "Ankündigungen" für bare Münze nimmt und daraus sogar auf die Innovationslosigkeit von anderen Ländern schliesst.
      34 3 Melden
  • Rabbi Jussuf 01.08.2017 12:47
    Highlight «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»
    Dass ich nicht lache!
    Dazu braucht es wesentlich mehr als einen Macron, nämlich einen schweren Kampf gegen die Linke, die in Frankreich die Wirtschaft und die Sozialwerke auf konservativste Weise bestimmt.
    Seien wir froh, dass wir in der Schweiz "nur" gegen die "FremdeRichterInitiative" zu streiten haben.
    103 24 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:40
      Highlight Aber wer sich keine Ziele setzt hat schon verloren. Wo sind die Ziele der Schweiz? Den Status Quo bewahren ist für mich kein Ziel, sondern Dummheit.
      7 11 Melden
  • Menel 01.08.2017 12:46
    Highlight Das liegt wohl einfach in der Natur des Menschen. Gehts ihm gut, dann setzt er alles daran, die Erfolgsstrategien beizubehalten, die dazu geführt haben. Nur verändert die Zeit Ausgangslagen und Situationen; wer da starr bleibt und sich nicht flexibel den Umständen anpassen und Kursänderungen vornehmen kann, der manövriert sich automatisch selbst ins Abseits.
    Und diese Tendenz nehme ich auch ganz stark in der Schweiz wahr. Technologisch, gesellschaftlich, militärisch und vor allem auch in den Bereichen der Ausbildung.
    44 50 Melden
  • Pitsch K. Matter 01.08.2017 12:42
    Highlight Viel Schwachsinn im Artikel, aber ja die Zukunft wird schwierig. Ich fürchte mich nicht vor einem Kasperlitheater im weissen Haus oder einem Silikon Valley in Frankreich, dies ist nur heisse Luft oder Wahlkampf. Ich fürchte mich eher vor einer vollkommener Globalisierung. Nur noch Multikonzerne haben das Sagen und der Konkurrenzkampf des Lohndumping kann beginnen. Jeder Staat kämpf dann um die tiefsten Löhne mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen, damit sich ein Multikonzern im Land niederlässt oder dort produziert.
    111 11 Melden
  • Lord_Mort 01.08.2017 12:39
    Highlight Ein guter Artikel! Isolation macht ein Land nicht wettbewerbsfähiger. Integration ist ein Prozess den beide Seiten betreiben müssen. Es ist utopisch zu denken, die Schweiz würde ohne Zuwanderer funktionieren, Stichwort Gesundheitswesen, Gastronomie und jemand muss die saubere Schweiz ja auch sau er halten. Dass wir arbeitenden Einwanderen den Respekt verweigern, nur weil es eine Handvoll nicht schafft sich zu integrieren geht gar nicht. Der Zeitstrahl führt nur in eine Richtung. Rückwärts gerichtetes Denken führt nur dazu, dass wir unsere Zukunft nicht akitv mitgestalten.
    36 58 Melden
    • DonDude 01.08.2017 13:33
      Highlight Zuwanderung ist gut, aber sie muss kontrolliert sein!!!
      Wer der Schweiz hilft, eines der grossartigsten Länder der Welt zu sein, darf gerne zuwandern. Wer aber die Schweiz nur zum profitieren ausnutzen möchte (und das sind nun mal viele) soll dort bleiben, wo er hergekommen ist.
      46 16 Melden
    • Roman h 01.08.2017 13:47
      Highlight Sie haben ja recht.
      Wir brauchen Ausländer die hier arbeiten aber wieso lassen wir sie dann ins Land wenn sie noch keinen job haben?
      Jeder der einen Arbeitsvertrag hat darf kommen, wer keinen hat muss draussen bleiben.
      Ist doch eine super lösung
      29 12 Melden
  • demokrit 01.08.2017 12:30
    Highlight «Frankreich wird das führende Land für Hyper-Innovation werden.»

    Als Schweizer weiss man, dass die Suppe längst nicht so heiss gegessen wird, wie sie gekocht wird. Gerade in Frankreich. Die selbstgenügsame Schweiz ist immerhin laut mehren Studien Innovationsweltmeister. Die meisten Startups in der Nichtmedizin sind in Tat und Wahrheit mit viel Finanzkapital hochgepushte Apps zur Abschaffung von Sozialabgaben und Tourismustaxen. Das kann für innovativ halten, wer will. Ökonomischer wäre es, dafür zu schauen, dass unsere Gesetzgebung damit nicht damit unterlaufen wird.
    86 11 Melden
    • Flexon 01.08.2017 13:16
      Highlight @demokrit
      Wenn man die Top 50 innovativste Unternehmen der MIT Technology Review studiert, fällt einem als Schweizer als erstes folgendes auf: Schweiz, wo versteckst du dich?

      http://bit.ly/2sdvR7h

      Wir sind sicher nicht schlecht. Aber andere sind besser.



      14 24 Melden
    • demokrit 01.08.2017 14:24
      17 3 Melden
    • Tornado 01.08.2017 14:26
      Highlight @flexon In der Liste geht es um Innovation und Business Modell. Viele dieser Firmen bestehen schon lange. Aber haben Sie gewusst dass die CH z.B. Weltweit führend in der Drohnenforschung ist, die ETH zu den besten 5 Universitäten weltweit gehört, etliche US Firmen Forschungszentren hier betreiben (IBM, Google, Disney etc.)? Das sind Innovation
      21 4 Melden
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  • Maria B. 01.08.2017 12:26
    Highlight Ein wenig viel Kraut und Rüben, dieser belehrende Rundumschlag gegen die erfolgreiche Schweiz, m.E. eine mehrheitlich unberechtigte Kritik :-/

    Blunschi lässt alles wohllüstig durch den journalistischen Mixer: fremde Richter aus Europa, unbotsamen Osteuropäer, unsere Einbürgerungsrituale, aber auch Kritik daran, dass wir nicht (noch) mehr kaum integrierbare Kultur- und Bildungsferne in die ausblutenden Sozialsysteme schleusen wollen, wir zuwenig innovativ sind usw.

    Die Schweiz ist int. gut vernetzt und geht dabei erst noch einen erfolgreichen Weg, der nicht bei der ETH und der NB aufhört.

    121 27 Melden
  • TheMan 01.08.2017 12:17
    Highlight Naja wen wir unsere Schweiz, weiterhin so Billig in den EU-Raum verkaufen. Würden unsere 3Gründer sich im Grab drehen. Uns gehts gut, weil wir so Selbstzufrieden sind. Weil wir so eine Insel sind. Und vor allem, weil wir so Stur sind. Was hat uns die Verhandlungen mit der EU gebracht. Nur Verträge, die welche die EU bestimmt. Und wen Sie das nicht kann, uns drogen kann. Eine EU, die selber in Illegalen Machenschaften Verstricht ist. Und unsere Linke Partei ist so blöd und macht den Kniefall. Ob Trump schlecht ist? Ist der Kommunsimus besser?
    39 68 Melden
    • Kommentiert 01.08.2017 12:43
      Highlight Dir ist aber bewusst das ein Vertrag zwischen der Schweiz und der EU nicht nur der Schweiz Vorteile bringen kann?🤦🏼‍♂️
      30 16 Melden
    • bibaboo 01.08.2017 12:49
      Highlight Beim Lesen deines Kommentars könnte man meinen, dass du tatsächlich an die drei Gründerväter glaubst.
      48 10 Melden
    • raphidet 01.08.2017 13:40
      Highlight "Unsere 3 Gründer" Haha der war gut.

      Und wie du das Ganze mit Trump und dem Kommunismus verknüpfst, versteh ich auch nicht ganz.
      Sowieso stört mich, dass Kapitalismuskritiker immer mit Kommunisten gleichgesetzt werden. Lässt sich am deinem Beispiel Trump (Auswuchs eines unkontrollierten und rücksochtslosen Kapitalismus) gut erklären: Nicht jeder Trump-Kritiker ist Kommunist.
      26 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Optimistic Goose 01.08.2017 12:16
    Highlight Guter Artikel! LG Charles Lewinsky
    24 77 Melden
    • Peter 01.08.2017 20:25
      Highlight Danke.
      4 9 Melden
  • inquisitio 01.08.2017 12:14
    Highlight Eine schöne Lobdudelei auf die globalisierte Welt und die imperialliberale EU. Das ist die 1. August Ansprache von watson.
    Werte wie Kultur, Eigenständigkeit, Selbstbestimmung, Freiheit, Zusammenhalt und Völkerverständigung werden hier mit Füssen getreten.
    136 58 Melden
    • Hoppla! 01.08.2017 12:53
      Highlight Ich finde den Text sehr realistisch.

      Aber man kann natürlich auch in Zeiten der Globalisierung glauben, dass wir Schweizer die besten und allwissend sind und das absolut reicht.

      Führe doch noch etwas aus was du unter Schweizer Kultur, Freiheit, Zusammenhalt oder Völkerverständigung meinst. Ich erkenne in der Schweiz da nicht viel homogenes.
      25 46 Melden
    • kurt3 01.08.2017 14:10
      Highlight Hoppla ! Vielleicht hast Du mal Gelegenheit an einer Albisgüetli Versammlung mit dem Motto
      " Blocher lässt sich feiern " teilzunehmen. Da ist schon das wesentliche der Kultur zu sehen .
      12 13 Melden
    • Hoppla! 01.08.2017 17:02
      Highlight @ kurt3

      Da müsste man mich schon in Zwangsjacke herbringen...
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dostoi 01.08.2017 12:06
    Highlight Danke, danke, danke und nochmals danke für diesen Artikel!
    78 150 Melden
  • winglet55 01.08.2017 12:01
    Highlight Auf den Punkt gebracht, Gratulation Peter Blunschi!
    Hoffentlich liest das unser beschte BR "käh luscht", und liest den Text an seinem 1.August Marathon den interessierten Zuhörern vor.
    69 145 Melden
  • Jay Tiger 01.08.2017 11:59
    Highlight So ein Bullshit
    166 66 Melden
    • Djego 01.08.2017 12:15
      Highlight Gibt's auch Argumente dazu?
      50 41 Melden
    • Midnight 01.08.2017 12:16
      Highlight Warum?
      27 24 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 01.08.2017 12:20
      Highlight Also Jay so wie es aussieht teilt die Mehrheit deine Meinung. Jedoch scheint sie mir noch sehr undifferenziert zu sein. Führe sie doch bitte aus, so dass ein Diskurs entstehen kann.
      35 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kommentiert 01.08.2017 11:58
    Highlight Dieser Bericht bringt auf den Punkt warum wir uns nicht vom Ausland abschotten sollten. Man müsste sich halt auch mal in Internationale Diskussionen einmischen.
    Aber leider müssen wir uns immer noch mit der SVP-Initiative gegen „Fremden Richter“ abfinden.
    Dabei wäre eine Zusammenarbeit Schweiz-EU für beide Seiten ein Gewinn auch mit Blick auf ein mögliches Rahmenabkommen.
    73 84 Melden
    • Midnight 01.08.2017 12:15
      Highlight Devinitiv! Ich verstehe hier auch all die Blitzer nicht. Was ist los mit euch? Lebt ihr noch in der Vergangenheit oder wo genau liegt das Problem?
      47 64 Melden
    • Richu 01.08.2017 16:14
      Highlight @Midnight: Die vielen Blitzer bestätigen, dass doch eine recht grosse Mehrheit der watson Leserinnen und Leser in der Lage ist, die aktuelle Sachlage richtig zu beurteilen!
      10 5 Melden
    • balzercomp 01.08.2017 16:46
      Highlight Zipfelmütze, wie sollen über EU-Recht jemand anderes als EU-Richter entscheiden? Wenn die Schweiz im EU-Binnenmarkt mitmachen will, gelten die Regeln der EU. Will sie mitbestimmen, muss sie beitreten. So einfach ist das. Wenn Sie die Regeln in einem Verein bestimmen wollen, müssen Sie ja auch Mitglied sein. Wo also ist Ihr Problem?
      7 9 Melden
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