Schweiz
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A customer tries a Philip Morris'

Ein Kunde probiert eine Philip-Morris-Iqos-Zigarette in einem Store in Tokyo.  Bild: TORU HANAI/REUTERS

Wie Philip Morris seine Lifestyle-Zigis unter die Leute bringt – und massive Kritik erntet

Um sein neues Produkt, die Iqos-Zigarette, zu bewerben, greift der Tabakkonzern Philip Morris tief in die Trickkiste der Marketing-Strategien. Hippe, junge Opinion Leaders sollen unter ihren Freunden neue Kundschaft finden. Die Lungenliga, Präventivfachleute und das Bundesamt für Gesundheit schlagen Alarm. 



Schlank, mattschwarz, durchdesignt liegt Iqos in Tills* Händen. Er nimmt einen Zug, lacht zufrieden. Till «raucht» nicht, Till «dampft», das muss er betonen. «Iqos ist Lifestyle, ist sauber und schön, Iqos stinkt nicht, ist praktisch.» Das hat er am Schulungstag von Philip Morris gelernt. Der 24-jährige Zürcher hat sich bei Philip Morris als «Community Activator» verpflichtet.

Jetzt erzählt er bei jeder Gelegenheit begeistert von Iqos. Dazu kann er seine Bekannten zum Bier einladen und im Club einen ausgeben, auf Spesen von Philip Morris. Er soll ihnen ein Iqos zum Ausleihen mitgeben und «Heatsticks» verteilen. So heissen die Iqos-Zigaretten, die nicht verbrennen, sondern bloss erhitzt werden. Solange Till für Philip Morris arbeitet, darf er nur noch diese rauchen. Till lebt jetzt Iqos. 

HANDOUT, ILLUSTRATION - iQOS Holder und Marlboro HeatSticks. Diese Woche hat Philip Morris S.A.

Eine Iqos-Zigarette mit Reserve-Heatsticks. Bild: PHOTOPRESS/PHILIPP MORRIS

Angeheuert wurde Till von einer der beiden Zürcher Agenturen, die das Field Marketing von Iqos für den Tabak-Riesen übernommen und die neue Marketing-Strategie entwickelt haben. 

Werbeeinschränkungen machen die Tabakindustrie erfinderisch

Wegen der Schädlichkeit ihrer Produkte ist die Tabakindustrie eingeschränkt in ihren Werbemöglichkeiten – in der Schweiz allerdings viel weniger als in der gesamten EU. Je strikter die Einschränkungen, desto erfinderischer werden die Tabakkonzerne in ihren Strategien, ihre Produkte unter die Leute zu bringen. 

Philip Morris mischt seit je her vorne mit. Der weltweit grösste privatwirtschaftliche Hersteller von Tabakprodukten mietet schon mal die ganze Maag-Halle in Zürich, um hippe Zürcher mit ihren schönen Begleitungen einzuladen und ihnen beim schicken Dinner die neusten Produkte zum Probieren anzubieten. Beim Eingang gibt's die neuen Produkte zum Ausprobieren, im Gang strecken einem dienende Hände das erste Cüpli entgegen, drinnen laufen Projektionen auf Wänden und Boden: Den ersten Gang gibt es im Wald, die Musik passt dazu, beim zweiten fühlt man sich dank den Projektionen wie auf dem Dach eines Hochhauses. 

Für Iqos läuft jetzt eine Plakatkampagne mit einer so cleanen Bildsprache, als wäre es ein Apple-Produkt. Philipp Morris nennt das, was man in den Händen hält, auch nicht mehr Zigarette, sondern «Stick». Das Gerät, welches Iqos aufwärmt, heisst «Device». 

Streng kontrolliert und hoch motiviert: Die Community Activators

Hinzu kommen die Community Activators: Hippe, schöne Leute wie Till, die Monatsgehälter von bis zu 5000 Franken kassieren, wenn sie innerhalb von vier Wochen 20 Menschen zu Iqos bekehren. Sie dürfen Geräte für 7 Tage verleihen, danach müssen die Konsumenten kaufen oder nicht.

Während der Ausleihphase haken die Activators nach, geben eine neue Duftnote aus, erkundigen sich, ob alles funktioniert. Wenn die Bekannten sich zum Kauf entschliessen, werden sie weiter von ihnen begleitet. Die Activators protokollieren für Philip Morris den Fortschritt ihres Rauchverhaltens: «raucht situativ Iqos, raucht vorwiegend Iqos, raucht exklusiv Iqos». Sie sammeln ihre Daten und informieren über das Netzwerk, aus dem sie die Leute kennen. 

Dabei werden die Community Activators betreut von Teamleadern, die sich regelmässig per WhatsApp-Chat nach dem Fortschritt erkunden. Bei «Converted Usern», also solchen, bei denen Till angegeben hat, dass sie «vorwiegend» oder «exklusiv» Iqos rauchen, drohen die Teamleader jederzeit anzurufen und gegen zu checken. Till muss also sicher sein, dass seine Kunden wirklich konvertiert sind. Um seine Kontakte zu pflegen, kriegt er «Pocket Money», 1500 Franken pro Monat, um sie auf Drinks oder Essen einzuladen. 

«Rauchen macht dünn, gesund und glücklich!» ... so durfte man früher noch für Zigaretten werben 

Scharfe Kritik der Präventionsfachleute 

«Pervers», findet Verena El Fehri, Chefin der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, diese Marketing-Strategie: «Auch wenn die Community Activators volljährig sind, zielt die Werbung natürlich offensichtlich auch auf Minderjährige ab, die sich in der Regel an älteren Jugendlichen orientieren», sagt El Fehri, «Philip Morris will so näher an junge Kunden kommen, die süchtig und somit zu Stammkunden werden.»

Umfrage

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  • 19%Mir egal

Dass junge Menschen bei ihrer Peer-Group für ein süchtig machendes Produkt Werbung machen sollen, findet sie «mehr als stossend». El Fehri glaubt nicht, dass Philip Morris wirklich damit rechnet, dass sich Iqos tatsächlich durchsetzen wird. «Aus Image-Gründen wirbt man aber lieber intensiv für das angeblich ‹gesündere› Produkt als für herkömmliche Zigaretten», sagt sie. 

Auch der Sprecher des Bundesamts für Gesundheit, Adrien Kay, gibt sich, mit der Strategie konfrontiert, entsetzt: «Falls diese Werbemethode effektiv den Tatsachen entspricht, wäre zu prüfen, ob sie nicht gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstösst.», sagt er. «Dieses verbietet Werbung, die beispielsweise ‹den Kunden durch besonders aggressive Verkaufsmethoden in seiner Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt› oder ‹die Beschaffenheit, die Menge, den Verwendungszweck, den Nutzen oder die Gefährlichkeit von Waren, Werken oder Leistungen verschleiert und dadurch den Kunden täuscht›».

Gesunden Eindruck erwecken 

Mit «Iqos ist gesünder» dürfen die Community Activators gemäss dem Marketing-Kodex von Philip Morris zwar nicht werben. Auch Minderjährige dürfen sie nicht angehen. Auftritt und Stil der Kampagne zielen aber auf «sauberer» und damit «gesünder» ab.

«Eine klassische Methode der Tabak-Industrie», sagt Elena Strozzi von der Lungenliga. «Man wirbt mit Produkten, die angeblich weniger schädlich sein sollen. Niemand weiss, ob ‹dampfen› weniger schädlich ist als ‹rauchen›, trotzdem will Philip Morris indirekt diesen Eindruck erwecken», glaubt Strozzi. Sie ist sich zudem sicher: «Iqos macht aber genauso abhängig wie herkömmliche Zigaretten. Vielleicht sogar noch mehr, weil man es sogar unbemerkt in Innenräumen konsumieren kann». Dieser Marketingtrick sei schon lange bekannt: «In den 80er Jahren, als die Light-Zigaretten eingeführt wurden, verwendete die Tabakindustrie die gleiche Strategie», sagt Strozzi.

Philip Morris weist Vorwürfe entschieden zurück 

Philip Morris weist Behauptungen zu täuschenden oder gar illegalen Aktivitäten im Rahmen ihrer kommerziellen Tätigkeit «mit aller Entschiedenheit» zurück. «Im Gegenteil, all unsere Marketingaktivitäten mit erwachsenen Konsumenten sind legitim, angemessen und verantwortungsbewusst», sagt Pressesprecherin Marija Sommer

Alle erwähnten Aktivitäten würden sich zudem ausschliesslich an erwachsene Raucher richten. «Wir überprüfen das Alter der Raucher, die wir ansprechen, um sicherzustellen, dass diese volljährig sind», sagt Sommer. «Zudem stellen wir klar, dass sich Iqos nicht an Raucher richtet, die das Rauchen aufgeben wollen.» Sämtliche Community Activators seien dahin gehend geschult und dürften erst nach der Schulung und ausschliesslich mit erwachsenen Rauchern in Kontakt treten.

«Da Iqos das Ritual des Tabakkonsums verändert, besteht unsere Kommunikation darin, Produktmerkmale, -Eigenschaften und Funktionsweise erwachsenen Rauchern, die eine Alternative zu herkömmlichen Zigaretten suchen, zu erklären», sagt Sommer. 

Umfrage

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56
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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • iqossmoker 23.10.2016 18:48
    Highlight Highlight Nutze IQOS bereits seit drei Monaten und habe nur positive Erfahrungen gemacht. Mir geht im Vergleich mit dem herkömmlichen Rauchen nichts ab und ich huste nicht mehr. Habe auf Facebook eine Gruppe unter Iqos Erfahrungen Forum gegründet und würde mich gerne mit anderen Nutzern austauschen.
  • pachnota 12.10.2016 21:37
    Highlight Highlight Doofer Artiel
    Die E Zigarette ist grunsätzlich begrüssenswert und hat mit Philip Morris eigentlich nichts zu tun. Es ist das geeignete Mittel damit langjährige Raucher auf ein massiv weniger schädliches Produt umsteigen können.
    Bedenklich ist die Rolle der Lungen Liga. Zu erwarten wäre, das der Verein dieses Produt supportet. lieber machet Sie sich nun wichtig um ihre Subventionsgelder nicht zu gefährden.
  • zigi97 11.10.2016 12:51
    Highlight Highlight Hier sieht man wal wieder dass Regulierungen absolut nichts bringen und öfters genau das gegnteil von ihrem eigentlichen Ziel erreichen...
  • R&B 11.10.2016 12:25
    Highlight Highlight Und da ich immer noch erstaunt bin, wie viele Bürger ein tödliches Produkt als tödlich ignorieren: Warum hat es bis jetzt noch nie eine Initiative gegeben, den Verkauf (nicht den Kauf und Konsum) von Tabak in der Schweiz zu verbieten? Supersüchtige können dann immer noch Zigis im Ausland kaufen. Oder wird selbst die SP von der Raucher-Lobby gekauft?
    • zigi97 11.10.2016 12:50
      Highlight Highlight Verbote bringen nichts. Sie fördern bloss den Schwarzmarkt und organisierte Kriminalität und entziehen den Konsum (und das konsumierte Produkt) jeglicher (qualitäts-)Kontrolle. Zudem würden Steuereinnahmen verloren gehen. Ausderdem soll ein erwachsener Mensch die Freiheit haben, mit seinem Körper zu tun und lassen was er will.

      dito für alle anderen Drogen.
    • R&B 11.10.2016 12:59
      Highlight Highlight @zigi97: Nicht wirklich. Ich würde den Kauf und Konsum von Zigaretten nicht verbieten. So dürfte man legal Zigis im Ausland kaufen. Das Signal dieses Verbotes würde aber sicher die Gesellschaft aufrütteln und zu vielleicht noch höchstens 1% Raucher führen.
      Gewichten Sie Steuereinnahmen wichtiger als das Leben der Bürger? Mit ihrer "Freiheits"-Logik müsste das Angurt-Gesetz im Auto sofort aufgehoben werden. Viele verbotene Giftstoffe, wie Asbest, sollten auch nicht mehr verboten werden, weil man ja selber frei entscheiden kann, ob man das kaufen möchte...
    • Tierra Y Libertad 11.10.2016 13:21
      Highlight Highlight Diese Initiative hätte keine Chance. Tabak (und Alkohol) haben sich schon lange als "Volksdroge" etabliert. Ausserdem halte ich ein Verbot (siehe oben genannte Gründe) für nicht sinnvoll - eventuell könnte man aber Tabakkonzerne stärker einschränken. Naja, die heutige Drogenpolitik ist sowieso schon kompletter Schwachsinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LandeiStudi 11.10.2016 12:24
    Highlight Highlight Free country
    Free people
    Freie Entscheidung
    Jeder kann für sich selbst denken
    Aber bitte verschont mich vor weitern Verboten und Regulationen.
    Tiefere KK-Prämien für Nichtraucher sollten da auch schon helfen
    • R&B 11.10.2016 12:46
      Highlight Highlight @LandeiStudi: Und bei Ihrer Logik müsste die Liste um "Drugs for everyone" ergänzt werden. Wenn nicht, möchte ich Sie bitten, dies zu begründen.
    • pun 11.10.2016 13:23
      Highlight Highlight Tiefere KK Prämien für Nichtraucher? Hackts? Dann gleich auch für Nicht-Highheel-TrägerInnen, nicht-zu-dünne, nicht-zu-dicke, nicht-workaholics... etc etc.
      ...
      wobei, das würde im Endeffekt zu tieferen KK Prämieren für alle führen!! Tolle Idee!
  • Normi 11.10.2016 12:18
    Highlight Highlight Habe einen Angestellten mal gefragt kräuter dampfen könnte leider war die Atwort nicht so gut aber man könnte das öl einer gewissen grünen pflanze drauf tröpfeln und es funktioniere 😵
    • pun 11.10.2016 13:24
      Highlight Highlight Dann lieber einen Taschen-Vaporizer. ;-)
  • R&B 11.10.2016 11:28
    Highlight Highlight Ich bin schockiert, wie viele Kommentare hier über die verschiedenen Methoden des "Rauchens" fachsimpeln und sich für eine andere Art des Suizids auf Raten begeistern können. Wie schon weiter unten von mir geschrieben, ist der Schluss des herbeigeführten Todes hässlich: eine eklige Chemotherapie. Hört doch auf zu rauchen. 1 Woche Entzug tut weniger weh als ein kürzeres Leben und ein qualvoller Tod. Ich bin Nichtraucher und habe 3 mal aufhören müssen und weiss daher, wie schlimm ein Entzug ist. Und das Leben ohne Zigarette ist viel lebenswerter, als man es sich als Raucher vorstellen kann.
    • Hierundjetzt 11.10.2016 18:00
      Highlight Highlight Wir leben immer noch in der Schweiz und nicht in einer R&B-Diktatur. Ich habe die Freiheit meinen Körper so zu schädigen wie ich es will und nicht wie es R&B möchte.

      Dafür fliegst Du gepflegt in die Ferien und verpestest mit Deinem Auto meine Lungen mit Feinstaub. Obwohl DEIN Feinstaub x-100 Fach giftiger ist, bin ICH gezwungen DEINE Abgase einzuatmen.

      Merci R&B.

    • R&B 11.10.2016 18:57
      Highlight Highlight Interessant: immer wenn man keine rationellen Argumente hat, wird laut gebellt und angegriffen.
    • Hierundjetzt 11.10.2016 22:32
      Highlight Highlight Nö. Du willst allen etwas verbieten. Nicht ich.

      Ich weise dich nur darauf hin, dass Du eine inkonsequente Argumentation pflegst, unter der Prämisse, dass Umweltgifte die Lungen schädigen.
  • OlafR 11.10.2016 11:25
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig: Der hippe Till arbeitet als Community Activator und verdient 5‘000 um Rauchern eine Alternative zur normalen Zigi anzubieten? Ein Tabakprodukt, dass also zumindest nicht schlimmer als Zigarette ist?! Um seinen Hungerslohn aufzubessern oder um sein schlechtes Gewissen zu erleichtern, wendet er sich an die Presse um auf Ausbeutung und unterschwellige Beeinflussung hinzuweisen?
    Free Till – wir befreien Dich aus dieser Hölle!
    Lasst uns diese Geiseln des Tabaks von den Feldern holen!
    Also für den Purlitzer-Preis reichts leider nicht.
    Mein Fazit: Viel Dampf um nichts!

  • äti 11.10.2016 10:03
    Highlight Highlight Schneeballsystem? Oder klinkeln nächstens geschniegelte Typen an der Haustür um zu dampfen?
  • Luca Brasi 11.10.2016 09:31
    Highlight Highlight Zum Glück funktioniert dieser Quatsch nur in der Zürcher Hipster-Szene.
    "Ich bin voll lifestyle und clean seit ich vape."
    Bei Anglizismen und Apple-ähnlicher Präsentation frohlockt der wannabe "moderne" Mensch. Mag sein, dass es weniger schädlich ist (wobei es noch keine Langzeitstudien gibt), aber dass Leute einfach die Werbesprache unreflektiert übernehmen und "attraktive" Menschen für Geld ein Produkt, was immer noch schädlich ist, in ihrem Umfeld verscherbeln, finde ich persönlich "post-faktisch".
    • Qui-Gon 11.10.2016 10:19
      Highlight Highlight Immerhin entfällt das Passivrauchen. Aber so Bei-Bekannten-Werben find ich ganz mühsam.
  • Pascal Venti Jaeggi 11.10.2016 09:27
    Highlight Highlight Ich hab selber für dieses Projekt gearbeitet, würde gerne mehr davon lesen wie die Angestellten abgezockt werden und ihnen ein unrealistisches Verkaufsziel aufgebrummt wird. Zb lohnerhöhung gefolgt vom stundenkürzungen damit der lohn in etwa gleich bleibt. Oder das es hiess kein Verkaufsdruck & nun erwartet man pro Stunde 1 verkauftes Gerät. Das man provisioniert wird über Verkäufe ist mir neu, evt haben sie das ja geändert seit ich weg bin.
    • pamayer 11.10.2016 10:09
      Highlight Highlight Ohä!
      Danke für deinen input als ex-insider.
      Also abzocke vom raffiniertesten.
    • Scaros_2 11.10.2016 11:18
      Highlight Highlight Die Abzocke gibt es aber überall. Auch bei Call-Center die in der Jobvermittlung arbeiten. Ein Kollege war darin sehr talentiert und diese Leute wurden im Stundenlohn bezahlt +vermittlungsprovision. Angestellt war er 100%. Er hat das recht gut gemacht und nach einer Zeit meinte der Chef er könne sich ja auch mal ein wenig "Frei" nehmen, er sei ja jung.

      Ja naiv wie er war hat er das und so geht natürlich der Lohn auch wieder flöten.
  • Tierra Y Libertad 11.10.2016 09:24
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach einen normalen Vaporizer kauft. Da kann man alles verdampfen, Tabak, "Kräuter" und je nachdem auch Hash, Liquids etc.
  • Hilmy 11.10.2016 08:55
    Highlight Highlight Das ist nicht dampfen! Das ist heat not burn. La t euch das von Phi ip Moris nicht erzählen...
    Heat not burn ist zwar weniger schädlich als normales rauchen, jedoch noch immer schädlicher als richtiges dampfen. Es wird noch immer Tabak erhitzt und konsumiert. Wen schon umsteigen, dan besser grad richtig. Dan kommt man nicht nur von der Zigarette los, sondern auch grad noch von Tabak Multis wie PMI.
  • saukaibli 11.10.2016 08:09
    Highlight Highlight Leider gibt es immer noch viele Leute, die glauben dampfen sei genau so schädlch wie rauchen. Wer sich da mal ein wenig informieren möchte, kann dies auf dieser Seite tun: http://liquid-news.com/e-zigaretten/ oder auf dieser http://helveticvape.ch
    Ich hoffe in der Schweiz nimmt das Dampfen nicht das gleiche Ende wie in den USA. Dort wurde durch die Lobbyarbeit von Big Tobacco die Dampferszene beerdigt. Denen ist es halt lieber ihre Konsumenten umzubringen als sie als Kunden zu verlieren.
    • #bringhansiback 11.10.2016 08:53
      Highlight Highlight @saukaibli: auch ich Dampfe. Jedoch würde ich für solche Aufrufe nicht unbedingt auf "Lobbyseiten" verlinken. Stattdessen wärs klüger, direkt auf Berichte aus unabhängigen Quellen zu verweisen. So hat der Kassensturz vor ca. 1-1.5 Jahren hierzu mal einen Beitrag gesendet, welcher am Schluss aufzeigt, dass Vapen zwar nicht frei von Giftstoffen ist, die Mengen aber massiv geringer als im Zigarettenrauch sind.
    • tschoo 11.10.2016 08:58
      Highlight Highlight Gute Seiten, die du da nennst... ist ja wie "Donald Trump ist gar nicht so schlecht, informiert euch doch mal auf donaldjtrump.com!" :D
      Solange keine Langzeitstudien verfügbar sind, kann wohl weder gesagt werden, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche, noch umgekehrt.
    • The Box 11.10.2016 09:07
      Highlight Highlight War vor kurzem in Kalifornien und mein Eindruck war, dass die Dampferszene mitnichten 'beerdigt' ist.
      Grade in den urbanen Zentren hatte es wohl mehr Vaper als Raucher.
  • aye 11.10.2016 08:07
    Highlight Highlight Ich sehe schon eine Zunahme von Namensänderungs-Anträgen auf uns zukommen...
    Und plötzlich laufen überall ganz viele Philips rum. 😝
    Play Icon
  • christian_denzler 11.10.2016 07:34
    Highlight Highlight Sich töten als Lifestyle? Ich weiss ja nicht. Die Methode ist halt sehr amerikanisch und erinnert stark an eine Sekte. Anwerben im Freundes- und Bekanntenkreis anstelle von missionieren.
  • Seebueb 11.10.2016 07:30
    Highlight Highlight Diese Art der Vermarktung betreibt Tupperware seit gefühlten 100 Jahren. Auch wenn das Zielpublikum ein anderes ist.

    Vom Produkt kann man halten was man will, alleine die Tatsache, dass Passivraucher offenbar weniger betroffen sind, finde ich mal grundsätzlich positiv.

    • ShadowSoul 11.10.2016 11:50
      Highlight Highlight Ausser du schlägst jemanden damit zusammen :D
    • ShadowSoul 11.10.2016 12:56
      Highlight Highlight Könnte meine Kollegin fragen. Ihre Mama macht Tupperware Parties :D
  • Denk nach 11.10.2016 07:11
    Highlight Highlight Mit solchen Freunden brauchst du keine Feinde.
  • tzhkuda7 11.10.2016 07:01
    Highlight Highlight Ich und meine Freundin sowie mein Vater rauchen IQOS jetzt seit gut 3 Monaten. Der Unterschied ist beachtlich und auch so wie es mir verkauft wurde. Ich kann besser atmen und meine Kleider etc. stinken nicht mehr. Ausserdem kann in den Studien die vom BAG geprüft werden auch sehen, dass man sich da einiges weniger Schadstoffe reinpfeffert. Schädlich ists immernoch ja und was passiert wenn man 40-50 Jahre das Ding raucht weiss auch niemand aber kann mir kaum vorstellen das die Folgen schwerer sind also bei einer herkömmlichrn Kippe. Der Geschmack ist in der Tat etwas speziell xD
    • #bringhansiback 11.10.2016 07:29
      Highlight Highlight Dann lieber klassisches Dampfen. Da ust man immerhin Herstellerunabhängig.
      Z.B. Akkuträger von Joytec, Atomizer von Kanger, Liquid von wem ich will. Und günstiger dürfts auch noch sein so rum
    • saukaibli 11.10.2016 07:30
      Highlight Highlight Wenn du auch noch Spass haben möchtest, dass dampfst du ein richtiges Gerät. Ich habe - als passionierter Dampfer - mal an einer Iqos gezogen und fand sie totalen Schrott. Da geben meine Dampfgeräte viel mehr Dampf, Geschmack und ich kann jedes Liquid einfüllen das mir schmeckt. Dazuz brauch ich Big Tobacco echt nicht noch zu unterstützen bei dem schäbigen Produkt.
    • Driver7 11.10.2016 07:32
      Highlight Highlight kleiner Tipp: Probiers mal mit "Nichtrauchen", es schmerzt nicht, ehrlich.. du wirst noch besser Atmen können.. und ja.. du wirst mehr Geld haben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • evo_enthusiast 11.10.2016 06:56
    Highlight Highlight Liebes Watson Team: Auch "Bad Publicity is better than no publicity", merkt euch das ;)
    • christian_denzler 11.10.2016 07:36
      Highlight Highlight Das ist sicher eine verkappte Publireportage 😊
    • Gelegentlicher Kommentar 11.10.2016 09:20
      Highlight Highlight Nach dem Motto "Schande über das gratis Newsportal, dass sich von Konzernen sponsern lässt... aber eine kostenpflicjtige Zeitung zu abonnieren, das geht dann doch zu weit"

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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