Schweiz
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Die Schweizer Bevölkerung hat weniger Appetit auf Fleisch. Bild: KEYSTONE

Der Fleischkonsum in der Schweiz ist auf ein Rekordtief gesunken – das sind die Gründe

Seit 49 Jahren haben die Schweizer nicht mehr so wenig Fleisch gegessen. Die Branche rechnet nicht mit einer Trendwende – und richtet nun ihre Kommunikation neu aus.



1969 war die Welt noch eine andere. Erstmals setzte ein Mensch seinen Fuss auf den Mond. In Vietnam tobte der Krieg. Und die Schweiz war noch zwei Jahre von der Einführung des Frauenstimmrechts entfernt.

Damals, vor fast einem halben Jahrhundert, hat die Schweizer Bevölkerung letztmals so wenig Fleisch gegessen wie heute. Der Fleischkonsum pro Kopf befindet sich aktuell auf einem Rekordtief, wie eine Statistik der Branchenorga­ni­sa­tion Proviande zeigt, die watson vorliegt.

50,01 Kilogramm Fleisch ass der Durchschnittsschweizer im Jahr 2017. Betrachtet man nur die vier Hauptfleischsorten – Rind, Kalb, Schwein und Geflügel – sind es 47,6 Kilogramm. Zum Vergleich: 1987, als der Appetit auf Fleisch im Land seinen Höhepunkt erreicht hatte, luden die Schweizer pro Kopf und Jahr 13 Kilogramm mehr Würste und Steaks auf den Teller.

Fleischkonsum Entwicklung letzte 50 Jahre

Konsum der vier Fleischsorten Rind, Kalb, Schwein und Geflügel pro Jahr und Person. grafik: lea senn/ watson.ch

Christine Schäfer, die am Gottlieb Duttweiler Institut zum Thema Ernährung forscht, führt den Rückgang auf die veränderten Konsumgewohnheiten zurück. «Immer mehr Leute verstehen sich als Flexitarier und reduzieren ihren Fleischkonsum bewusst.»

«Während früher ein gutes Stück Fleisch für die meisten Schweizer zu einem feinen Essen dazu gehörte, gehen heute auch Fleischesser hin und wieder ins Hiltl Znacht essen.»

Heinrich Bucher, Direktor von Proviande

Einerseits spielten dabei Umwelt-, Tierschutz- und Gesundheitsüberlegungen eine Rolle. Andererseits sei es heute auch einfacher, sich fleischlos zu ernähren, ohne dabei Verzicht zu üben. Die Einflüsse exotischer Küchen und der Boom veganer Restaurants hätten ein vielfältiges Angebot entstehen lassen. «Die Zeiten, als ein Menü fast zwangsläufig aus einem Stück Fleisch, einer Beilage und etwas Gemüse bestehen musste, sind vorbei.»

Auch Heinrich Bucher, der Direktor von Proviande, räumt ein: «Während früher ein gutes Stück Fleisch für die meisten Schweizer zu einem feinen Essen dazu gehörte, gehen heute auch Fleischesser hin und wieder ins Hiltl Znacht essen.»

Mehr Poulet, weniger Kalb

Dass die Detailhändler ihr Angebot an Fleischersatzprodukten stetig ausbauen und vegane Restaurants wie Pilze aus dem Boden schiessen, sei eine Tatsache, die man zur Kenntnis nehme, so Bucher. «Es ist davon auszugehen, dass der Fleischkonsum in der Schweiz weiter stagnieren oder gar noch sinken wird.»

Dass sich die Prioritäten der Konsumenten geändert haben, schlägt sich auch in der Statistik zu den einzelnen Fleischsorten nieder. So haben die Schweizer 1969 zwar gleich viel Fleisch gegessen wie heute – die kulinarischen Vorlieben haben sich aber merklich verschoben. So halbierte sich der Konsum von Kalbfleisch von 5,2 auf 2,6 Kilogramm pro Jahr. Gleichzeitig hat sich die Menge an Geflügel mehr als verdoppelt – von 4,8 auf 11,8 Kilo.

Fleischkonsum Entwicklung letzte 50 Jahre

Fleischkonsum Entwicklung letzte 50 Jahre

Food-Forscherin Christine Schäfer erklärt den Poulet-Boom in erster Linie mit dem Trend zur gesunden Ernährung. Proteinreich und fettarm, erfreut sich Geflügel beispielsweise bei Sportlern grosser Beliebtheit. «Gerade bei einer preissensibleren Kundschaft könnte aber auch der Faktor eine Rolle spielen, dass Geflügel in der Regel günstiger ist als Rind oder Schwein.»

Die Statistik von Proviande reicht bis ins Jahr 1949 zurück. Damals, in der Nachkriegszeit, ass ein durchschnittlicher Schweizer 27 Kilogramm Rind, Kalb, Schwein und Geflügel pro Jahr – rund halb so viel wie heute. «Ich weiss von meinen eigenen Grosseltern, dass bei ihnen nur zu festlichen Anlässen hin und wieder ein Poulet auf den Tisch kam», so Bucher. Mit dem steigenden Wohlstand nahm der Fleischkonsum anschliessend bis im Spitzenjahr 1987 fast kontinuierlich zu.

Kult-Slogan «Alles andere ist Beilage» beerdigt

Obwohl Proviande nicht damit rechnet, jemals wieder an die Rekordwerte von damals heranzukommen, sieht Bucher seine Branche nicht in der Krise. «Die meisten Schweizer essen nach wie vor gerne Fleisch.» Er verweist auf eine im Januar durchgeführte Studie, wonach mehr als vier Fünftel aller Befragten mindestens zwei bis vier Mal wöchentlich Frischfleisch zu sich nehmen. Deutlich über die Hälfte der Befragten hat dabei den Eindruck, dass Schweizer Fleisch heute «von besserer Qualität als früher» sei.

Entsprechend hat Proviande auch seine Kommunikation neu ausgerichtet. «Wir wollen die Leute nicht mehr dazu ermutigen, möglichst viel Fleisch zu konsumieren, sondern möglichst schweizerisches.» Den Kult-Slogan «Alles andere ist Beilage» hat der Branchenverband deshalb bereits vor zwei Jahren zu Grabe getragen. Neu heisst der Claim: «Der feine Unterschied.»

Dank strenger Tierschutzbestimmungen und ökologischer Auflagen könne man sich vom ausländischen Angebot abheben, ist Bucher überzeugt.

Image

Proviande macht mit seiner Werbung auf die Unterschiede von Schweizer und ausländischem Fleisch aufmerksam. bild: proviande

Gamechanger Laborfleisch?

Expertin Schäfer geht davon aus, dass der Trend zum bewussten Fleischkonsum anhalten wird. Wobei die Karten mit der Marktreife von Laborfleisch nochmals neu gemischt werden dürften. «Dass solche Produkte kommen werden, ist klar. Dann hängt alles davon ab, ob die Konsumenten sie als gleichwertigen Ersatz für Fleisch akzeptieren.»

Derzeit tüfteln Forscher daran, tierisches Gewebe im Labor zu züchten. Eine Firma aus Kalifornien will zudem ein pflanzliches Protein entdeckt haben, das dem tierischen zum Verwechseln ähnlich ist. «Beyond Meat – The Future of Protein», nennen die Entwickler ihr Produkt.

Fleisch wird jetzt im Labor gezüchtet

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Video: srf

Aufgetischt: #FoodPorn vom Feinsten!

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    Alle Leser-Kommentare
  • P1erre991 05.04.2018 05:47
    Highlight Highlight Und das bei Höchstpreisen, aber leider nur für die Fleischbarone, nicht für die Bauern! Wir essen das mit Abstand teuerste Fleisch der Welt und ausgerechnet die die Schuld sind beschweren sich jetzt.
  • Siebenstein 04.04.2018 20:37
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl alleine auf weiter Flur zu stehen mit meiner Meinung, dass das Schweizer Fleisch keineswegs immer von so guter Qualität ist wie so oft behauptet. Flexitarier, nun gut, jedes Kind braucht anscheinend einen Namen...so gehöre ich wohl mittlerweile auch zu dieser Gruppe, mir genügt ein oder zwei Mal Fleisch in der Woche.
  • grünezecke #fcksvpafd 04.04.2018 19:55
    Highlight Highlight Einzige lösung einfuhrverbot von tierischen produkten für private und importverbote dieser. Gleichzeitig strengere tierschutzgesetze und konsequente kontrollen! DANN hätte ich freude an konsumrückgang. Aber jetzt ists so dass viele geizige schweizer ennet der grenze qualfleisch einkaufen. Emphatie? Fehlanzeige
  • Robin Le Chapeau 04.04.2018 18:32
    Highlight Highlight 47,6 kg im Durchschnitt!!! Das sind 130 g pro Schweizer pro Tag, das ist immer noch enorm viel, ja eigentlich zu viel. Es genügt "vorig" 2-3 Mal pro Woche Fleisch zu essen. Dafür gute Qualität von Lebenswürdiger Haltung aus der Schweiz. Von ausländischer Ware (Poulet aus China/Brasilien, etc.) sollten die Finger gelassen werden. So hätten alle was davon: die Tiere, die Schweizer Bauern, die Natur...
    • Wahrsager 05.04.2018 13:56
      Highlight Highlight Ein Schweizer verspeist im Schnitt über 500 Kg Nahrungsmittel pro Jahr (ohne Getränke). Das Fleisch macht also weniger als 10 % aus.
      Inklusive Getränke sind es über 1200 Kg Nahrungsmittel pro Person und jahr, wovon weniger als 4 % Fleisch sind.
      Wir nehmen extrem wenig Fleisch zu uns.
      Der Mensch ist kein Herbivor. Den Menschen ohne tierische Nahrungsmittel ernähren zu wollen ist nicht artgerechte Tierquälerei . Der Mensch ist auch nur ein Tier.
  • A Guy Called Gerhard 04.04.2018 17:57
    Highlight Highlight Solange ich im Denner um die Ecke Trutenschnitzel für 3.20 CHF für 250g kriege, dann kauf ich sie auch! Ob das nun Truten aus Ungarn oder der Schweiz sind, schmeckt man kein bisschen.
    • Snowy 04.04.2018 19:59
      Highlight Highlight So wie Du denken leider die meisten.
      Und genau darum muss der Tierschutz krass angehoben werden - und dadurch auch die Preise.
    • nathalie-alexa 04.04.2018 20:05
      Highlight Highlight Ignorant!
    • MiezeLucy 04.04.2018 20:37
      Highlight Highlight Immerhin kannst du dir damit Antibiotikum und andere Medis sparen, falls das deine Motivation ist...... Ansonsten, Unverständnis!!
  • maricana 04.04.2018 17:01
    Highlight Highlight Fleisch ist Beilage.
    • Wahrsager 04.04.2018 18:19
      Highlight Highlight Leider ist das viel zu oft so.
    • Wahrsager 05.04.2018 08:14
      Highlight Highlight Weil das Fleisch den kleinsten Gewichtsanteil am Essen auf dem Teller hat.
  • E-Smoking 04.04.2018 16:05
    Highlight Highlight Kein Schwein auf der Gasse
    User Image
    • Wahrsager 04.04.2018 18:20
      Highlight Highlight Ja. Ist lecker.
    • Baba 04.04.2018 22:28
      Highlight Highlight E-Smoking: doch, es gibt immer mehr Bauern, die ihren Schweinen Auslauf geben. Nur mal ein bisschen 'über Land' fahren. Aber es ist richtig: noch viel zu viele dieser intelligenten Tiere müssen in engen, dreckigen Buchten auf nackten Böden vegetieren...

      Daher beim Kauf unbedingt darauf achten, woher das Fleisch kommt und wie die Haltung der Tiere war.

      47 resp. 50 Kilo Fleisch/-erzeugnisse pro Jahr ist einfach der Wahnsinn. Das ist zwischen 900/980 Gramm pro Woche je Einwohner! D.h. eine ganze Menge Leute konsumieren deutlich > 1 kg Fleisch/Woche!
    • Wahrsager 05.04.2018 08:50
      Highlight Highlight Der Kalorienmindestbedarf eines Erwachsenen beträgt ungefähr 2000 Kilokalorien pro Tag, bzw. 14000 Kilokalorien pro Woche. Ein Kilogramm Fleisch enthält 800 bis 1000 Kilokalorien. Das entspricht demnach maximal 6 bis 7 Prozent des wöchentlichen Kalorienbedarfs eines Menschen.
      Der Durchschnittsschweizer ernährt sich also zu zu 93 bis 94 % fleischlos.
      So gesehen essen wir sehr wenig Fleisch.
  • b4n4n4j03 04.04.2018 15:42
    Highlight Highlight Dank strenger Tierschutzbestimmungen und ökologischer Auflagen könne man sich vom ausländischen Angebot abheben, ist Bucher überzeugt.
    😂😂😂

    Klar doch... Ökologischer auflagen auf importiertes tierfutter...
  • bfm 04.04.2018 14:36
    Highlight Highlight Ich esse als Fleischliebhaber auch ausgesprochen gerne vegetarische Gerichte, wie z.B. Spargeln oder Artischoken mit Mayonnaise, Avocados mit Ei, Gemüsegratin usw.
    Wenn mich dann allerdings eine/r aus der Ich-bin-so-viel-besser-und-edler-als-Du-weil-ich-bin-VEGANER-Fraktion kritisiert, macht es mir absolut nichts aus, noch ein wenig Speck oder ein schönes Hohrückensteak dazu zu geniessen. Die Alles oder Nichts - Haltung der Veganer geht mir so was auf den Sack! Nicht selten sind es schlicht Misanthropen, welche allen ausser ihresgleichen die Existenzberechtigung absprechen.
    • Valon Gut-Behrami 04.04.2018 17:14
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht. Generalisieren kannst du gut. Weshalb du dich von Veganern so angegriffen fühlst, musst du selbst beantworten.
      Der Verzicht auf Fleisch, Milch und Eiern hat nicht wirklich viel mit der Absenz von Lust zu tun.
    • Wahrsager 04.04.2018 18:23
      Highlight Highlight @Datsyuk
      Stimmt! Veganismus erklärt sich nicht mit der Absenz von Lust. Da fehlt etwas ganz anderes.
    • Selbstdenker 05.04.2018 00:59
      Highlight Highlight @Wahrsager bin selber Veganer und nein mir fehlen weder Eisen, Vitamine und schon gar nicht das auf was du anspielen möchtest.

      So wie du Dinge aus Überzeugung machst, tu ich das auch... Und das ist auch gut so!

      Kein Grund deswegen gleich taktlos zu werden...

      Das kann doch nicht so schwer sein bisschen gegenseitigen Respekt zu zeigen, auch wenn man die Interessen des Gegenübers nicht teilt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • warumimmernicknames 04.04.2018 14:18
    Highlight Highlight "und vegane Restaurants wie Pilze aus dem Boden schiessen" gibt es da eine Statistik dazu? Ich merke zumindest in der Schweiz nicht viel davon?
    • Selbstdenker 05.04.2018 01:02
      Highlight Highlight je nach dem wo du wohnst. Gerade in ländlichen Regionen wirst du davon nicht viel mitbekommen. Jedoch auf Städte wie Luzern, Zürich usw. trifft die Aussage zu.

      Ob du das bemerkst ist eine andere Frage, da du dich wahrscheinlich nicht gezielt darauf achtest.
    • warumimmernicknames 05.04.2018 22:04
      Highlight Highlight Ich wohne in der Stadt Zürich und ich achte mich gezielt darauf. Trotzdem kann lange nicht davon die Rede sein, dass vegane Restaurants wie Pilze aus dem Boden schiessen, nur weil man jetzt in der riesen Auswahl von Zürichs Gastro an gefühlten 3 Orten richtig vegan essen kann...
  • nib 04.04.2018 13:24
    Highlight Highlight Der Trend scheint leider in den Kantinen und anderen Selbstbedienungsrestaurants nicht angekommen zu sein. Hauptsache mit Fleisch, meist in mieser Qualität. Darauf verzichte ich gerne.
  • Olga Däppen 04.04.2018 12:49
    Highlight Highlight Wie verlogen kann denn ein Plakat bloss sein? Werber: ich schäme mich für euch! Fleischprodukte sind auch in der Schweiz in aller Regel Qualprodukte. Wenn jemand Fleisch essen will (wir sind in einem freien Land) darf er das, aber dann sollen die Werber auch die Wahrheit zeigen. Tip: schaut an einem Sonntagspaziergang einmal in einen Stall. Möchtet ihr als Tier so leben? Urteilt selbst...
    • mogad 04.04.2018 13:40
      Highlight Highlight Stossend, dass Proviande vom Bund subventioniert wird. Indirekt haben wir mit Steuergeldern den unsäglichen Slogan "Schweizer Fleisch, alles Andere ist Beilage," mitfinanziert! Dieser Slogan enthält zwischen den Zeilen mehrere "schwinige" Aussagen: a)Ein Warmduscher, wer kein Fleisch isst, b)Esst möglichst viel Fleisch, c)ein Essen ohne Fleisch ist kein Essen, eben nur Beilage. Und das im Zeitalter von tierquälerischer Tierhaltung und CO2-bedingter Klimaerwärmung! Fleischesser sagen gerne, ich lass mir nichts vorschreiben. Ich sag, ich will nicht damit beworben werden.
  • MilfLover 04.04.2018 12:42
    Highlight Highlight Seit ich bur noch in Deutschland einkaufe, esse ich jeden Tag Fleisch. Günstiger als hier und fein.
    • Ms. Song 04.04.2018 13:47
      Highlight Highlight Bravo.
      User ImagePlay Icon
    • Wahrsager 04.04.2018 15:22
      Highlight Highlight @Pond
      Das Mikrovideo ist sinnfrei. Sein Untertitel auch.
      Was willst Du ausdrücken?
    • m. benedetti 04.04.2018 16:35
      Highlight Highlight Ja das mit der Statistik ist so eine Sache. In meinem Umfeld gibt es mindestens drei Konsumenten, die regelmässig nach DE pilgern und Fleisch à gogo kaufen und das tun auch vermehrt Restaurateure. Interessant wäre hier auch eine Statistik über Fleischschmuggel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die Redaktion 04.04.2018 11:45
    Highlight Highlight Mich würde interessieren wie viel Prozent der Tiere schlussendlich einfach weggeworfen wird. Wieviel landet im Hausmüll oder wird schon von der Industrie entsorgt? Wie hat sich dieser Prozentsatz entwickelt? Ja, Tiernahrung hilft uns auch die Innereinen zu verwerten, welche unsere Grosseltern noch gegessen haben, aber haben wir mehr Haustiere als Grosseltern? Proteine aus Schweineborsten oder Hühnerfedern landen im Industriebrot, Gelatine klärt Getränke und Schweineblut filtert so mansche Zigarette.
    • mogad 04.04.2018 13:41
      Highlight Highlight Hühnerfüsse werden nach China exportiert. Dort ist das eine Delikatesse.
    • Wahrsager 04.04.2018 15:33
      Highlight Highlight Was wir nicht aufessen, wird zu Tierfutter, zu Dünger, zu Schmierfetten, zu Leder, zu Bürsten und Pinsel, zu Leim, aber auch zu Medikamenten und zu vielen industriellen Rohstoffen verarbeitet, z. T. auch für die Lebensmittelindustrie.
      Zum Beispiel wird in fast allen handelsüblichen Broten L-Cystein dem Teig beigemengt. L-Cystein wird aus Schweineborsten gewonnen. Eine Gute Wurst oder auch jede Cervalat ist umhüllt von was früher Darm war.
      Ich bin mir sicher, das letztlich nur wenige Promille eines geschlachteten Tieres komplett ungenutzt vernichtet werden.
    • Die Redaktion 04.04.2018 19:33
      Highlight Highlight @Wahrsager

      Oder wie gesagt im Hausmüll laden
  • Elsässer 04.04.2018 11:16
    Highlight Highlight Wird hier der Konsum gemessen, oder der Verkauf? Anders gesagt, blendet diese Statistik wohl den Direktimport durch die Bevölkerung aus? Wahrscheinlich ja. Dann sind alle diese Zahlen eine Täuschung.
    • mogad 04.04.2018 13:42
      Highlight Highlight Das in Deutschland gekaufte Fleisch erscheint wohl nicht in dieser Statistik.
  • rocky53 04.04.2018 10:58
    Highlight Highlight mein bauer liefert mit qualität,die berge in läden nein danke,daselbe mit gemüse
    • Snowy 04.04.2018 12:24
      Highlight Highlight "Dein Bauer" liefert Dir das hier... ausser Dein Bauer produziert nach Bio Suisse Richtlinien (wobei selbst diese niemals dem Bild aus der Werbung entsprechen).

      User Image
    • Butschina 04.04.2018 13:44
      Highlight Highlight Im Schweinestall eines Verwandten hatten die Schweine vor zwanzig Jahren mehr Platz als auf dem Bild.
  • schoweder 04.04.2018 10:45
    Highlight Highlight Die heutigen Hühner haben leider immer noch Schenkel und Flügel. Wer also weniger Fleisch isst, dafür nur noch die besten Stücke, hilft nicht wirklich mit die benötigten Ressourcen zu reduzieren.
    • Die Redaktion 04.04.2018 11:32
      Highlight Highlight Wenn er schon zuvor nur die besten Stücke ass, ist es dennoch besser. Vermutlich steigt sogar die Qualität, der Preis und damit auch die Haltungsbedingungen.
    • Snowy 04.04.2018 12:26
      Highlight Highlight Natürlich.
      Darum: Auch wenn es niemand gerne hört... Wir kommen nicht um eine Preiserhöhung und striktere Tierschutzgesetze herum.
  • Nik G. 04.04.2018 10:44
    Highlight Highlight Was mich daran stört ist, dass der Fisch nicht eingerechnet wird. Nur weil das Christentum mal gefunden hat, dass Fisch kein Fleisch ist, wird dieser nicht in den Statistiken berücksichtigt. Fisch ist ein Tier somit ist es auch Fleisch . Aber es gibt ja sogar sogenannte "Vegetarier" die noch Fisch essen weil viieeel gesünder! Aber die Überfischung der Meere ist ja nicht so wichtig. Lieber immer über die Ökobilanz und Auswirkungen auf das Ökosystem auf dem Land sprechen.
    • Wahrsager 04.04.2018 11:25
      Highlight Highlight Du sprichst die Nachhhaltigkeit an.
      Wenn der Mensch als Spezies nachhaltig leben möchte, dazu noch nicht auf Kosten anderer Spezies und ihre Lebensräume, dann müsste er wie die Affen im Urwald leben, ganz ohne Landwirtschaft, ohne Jagd, ohne Städte mit ihren Häusern und Strassen. Ganz ohne Hilfsmittel und Werkzeuge müsste er sein Essen beschaffen und sich immer wieder von Tigern, Leoparden, Hyänen, Krokodilen und Pythons auffressen lassen.
      Dann, und nur dann, würde der Homo Sapiens im Einklang mit der Natur leben.
      Ist machbar. Man muss nur 99.999 % der Menschheit auf einen Schlag ausrotten.
    • Nik G. 04.04.2018 17:57
      Highlight Highlight @wahrsager. Der Mensch wurde von der Natur aus mit der Möglichkeit ausgestattet Hilfsmittel zu erschaffen. Es ist nicht klar obwir trotz Strassen usw. nicht in Einklang mit der Umwelt leben könnten ohne die Bilanz zu stören. Das kann man nicht beweisen. Was sicher bewiesen ist, dass es zuviele Menschen gibt ja. Deine Aussage hat einfach sehr wenig mit meiner Anmerkung, dass der Fisch mal wieder ausgelassen wird obwohl der in einer solchen Fleisch Aussage genau so wichtig wäre.
    • K. Ritiker 05.04.2018 06:02
      Highlight Highlight Meerfisch ist seit Fukushima ohnehin ein Jungbrunnen. Wer davon isst, wird dank der radioaktiven Belastung nicht alt. Lachs ist mittlerweile eines der giftigsten Lebens-....pardon, Sterbemittel (Quecksilber etc). Und hast recht, Fisch müsste berücksichtig werden....
  • Luftraum 04.04.2018 10:41
    Highlight Highlight Grosses Dankeschön an all die Hipsters und Veganer
    • Snowy 04.04.2018 12:31
      Highlight Highlight Eher an die "Fleisch in Deutschland-Shopper"...

      Ansonsten wäre der Rückgang leider niemals so stark.

      Dafür spricht auch, dass der Pro-Kopf Fleischkonsum in Deutschland in etwa stabil geblieben ist, währenddem die Fleischproduktion in Deutschland stark gestiegen ist (Deutschland ist das Schlachthaus Europas).

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36573/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-fleisch-in-deutschland-seit-2000/
      User Image
    • spam.0815 05.04.2018 08:08
      Highlight Highlight @snowy: der Anstieg in DE geht wohl kaum auf die Grenz-Shopper zurück. Da wird in grossen Mengen für den Export produziert - mit Subventionsgeldern versteht sich. Und damit machen wir dann im Exportland die einheimische Landwirtschaft kaputt.

      Dasselbe gilt wohl für die Schweiz: Obwohl der Konsum zurück geht, werden immer mehr Tiere geschlachtet. Ergo geht mehr in den Export - auch hier mit unseren Steuergeldern finanziert.
    • Snowy 05.04.2018 08:48
      Highlight Highlight @spam: Absolut. Ich schreibe ja, dass D das "Schlachthaus Europas" ist.

      Meine Aussage: Der Konsum ist in D ungefähr stabil geblieben (auf sehr hohem Niveau!) über die letzten Jahre. Denke, dies wäre in der CH ebenfalls der Fall, wenn man die "Grenzshopper" miteinbeziehen würde.

      Von einem Rückgang des Fleischkonsums kann leider europaweit noch keine Rede sein.
  • rudolf_k 04.04.2018 10:40
    Highlight Highlight «Gerade bei einer preissensibleren Kundschaft könnte aber auch der Faktor eine Rolle spielen, dass Geflügel in der Regel günstiger ist als Rind oder Schwein.» - ja, genau, das Geflügel-Fleisch der Qualitätskategorie 'Müll'...
  • Herbert Anneler 04.04.2018 10:38
    Highlight Highlight Habe auch gegenüber Fleisch aus der Schweiz in Sachen Tierwohl grosses Misstrauen. Allen Nachhaltigkeitsbeteuerungen zum Trotz verfolgen Politik und Bauernverband rücksichtslos eine industrielle Landwirtschaft mit allen negativen Konsequenzen für das Wohl der Menschen, der Gesellschaft und der Natur. Eine intransparente Lobby, die m.E. nicht mit offenen Karten spielt - auch nicht in Sachen Tierwohl.
    • Snowy 04.04.2018 12:32
      Highlight Highlight Werbung vs Realität....

      User Image
    • Quaxi 04.04.2018 17:13
      Highlight Highlight Wer glaubt denn heute noch, dass Werbung die Realität abbildet? Das gilt doch für jedes Produkt. Oder glaubst du, dass deine Tiefkühlpizza in einer Pizzeria in Neapel mit viel Liebe von Hand hergestellt wurde? Oder dass eine Avocado von glücklichen Bauern stammt und Soja in keinen Regenwald gerodeten Gebieten angebaut wird? So lange der Mensch nur auf sein Vorteil bedacht ist, wird er sich immer gerne von der schönen heilen Werbewelt einlullen lassen. Die Werbung ist nur ein Abbild unserer Gesellschaft...
  • Paddiesli 04.04.2018 10:37
    Highlight Highlight Dieser Artikel würde auch gut in die Kategorie "Good News" passen.
    Ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung.
    • Balois 04.04.2018 13:09
      Highlight Highlight Ja, dass wahrscheinlich ein gefühlter Viertel der Fleischesser enet der Grenze einkaufen geht und wahrscheinlich nich in dieser Statistik erscheinen.
  • dmark 04.04.2018 10:14
    Highlight Highlight "Umwelt-, Tierschutz- und Gesundheitsüberlegungen..."
    Sorry, aber das ist Quatsch.
    Der Konsum ist nur statistisch zurück gegangen, weil "der Schweizer" sich in Deutschland, Frankreich, Österreich oder gar Italien mit (weit günstigerem) Fleisch und Wurst eindeckt und dies über die Grenze nimmt.
    Ich kenne Schweizer, die sich monatlich kiloweise Fleisch aus D "besorgen".
    • mogad 04.04.2018 13:46
      Highlight Highlight Der Fleischkonsum in den Ferien erscheint auch nicht in der Statistik. Könnt mir vorstellen, dass der in Wirklichkeit nicht geringer ist als im Rekordjahr 1987.
    • Maragia 04.04.2018 14:11
      Highlight Highlight Und ich kenne Schweizer, welche tatsächlich viel weniger Fleisch essen.
  • aglio e olio 04.04.2018 10:09
    Highlight Highlight Interessant wäre auch die Art wie der Fleischkonsum berechnet wird.
    Ist im Ausland eingekauftes Fleisch mit einbezogen?
  • Wahrsager 04.04.2018 09:58
    Highlight Highlight Bei dieser Betrachtung fehlt der Ladenpreis und sein Verlauf, bzw. jener der Kaufkraft. Diese Auslassung macht die ganze Betrachtung sinnlos. Der Preis ist nämlich die allerwichtigste Einflussgrösse überhaupt.
    Zudem stimmt es gar nicht, das heute weniger Fleisch gegessen wird als früher. 1950 lag der Fleischkonsum in der Schweiz bei 30 Kg pro Person, heute bei 50 Kg. Die Einwohner aus Österreich., Luxemburg, Neuseeland, Bermuda, Franz. Polynesien, Kuweit, Bahamas und USA bringen's auf über 100 Kg/J. Da sind wir längst schon halbe Veganer dagegen.

    https://bit.ly/2GS7faA
    https://bit.ly/2HaoHos
    User Image
  • spam.0815 04.04.2018 09:49
    Highlight Highlight Es mag ein schöner Trend sein. Fakt ist aber, dass im Jahr 2016 über 71 Millionen "Nutztiere" in der Schweiz für den Konsum tierlicher Produkte gezüchtet, gemästet und getötet wurden. Einundsiebzig Millionen Individuen - üble Zahl, nicht?

    Und die Mär von den glücklichen Schweizer Nutztieren sollte spätestens nach den Enthüllungen von Tier im Fokus widerlegt sein. Man betrachte den www.hühner-schwindel.ch oder den www.schweine-report.ch
    • Wahrsager 04.04.2018 13:07
      Highlight Highlight Das ist doch nicht viel. Das macht gut acht Nutztiere pro Person und Jahr. Z. B. 3 Forellen, 4 Hühner, ein karamellisierter Mehlwurm und ein halbes Schwein. Beispielsweise so kommt man auf den durchschnittlichen Fleischkonsum von mickrigen 50 Kg pro Jahr.
      Wollte man den Proteinmindestbedarf nur mit Fleisch decken, dann müsste der Durchschnittsverbrauch deutlich über 100 Kg Fleisch pro Person und Jahr liegen.
      Aber wir kommen mit nur der Hälfte aus, weil Käse und andere Milchprodukte, aber auch Eier, Fisch und Meeresfrüchte als gute Proteinlieferanten bei uns auch reichlich verfügbar sind.
    • spam.0815 04.04.2018 15:34
      Highlight Highlight 71 Millionen nicht viel? Das sind zwei Tiere pro Sekunde, finde ich persönlich bitzi sehr viel.

      Fische werden übrigens nicht in Anzahl Individuen festgehalten, sondern in Tonnen. In dieser Fleischstatistik sind Fische nicht mal enthalten. Und Insekten werden wohl nach demselben Schema berechnet.

      Wenn du wissen willst, wie viele Tiere von welcher Spezies getötet wurden, habe ich hier mal eine Zusammenstellung gemacht: goo.gl/NWD7Wj
    • Wahrsager 04.04.2018 18:15
      Highlight Highlight @spam.0815
      Sei müssen ja auch nicht zwei Tiere pro Sekunde aufessen. Mehr als 8 Millionen Mitbürger helfen ihnen gerne dabei.
      Dann sind es für jeden noch ein Tier alle 6 bis 8 Wochen. Frei nach Merkel: Wir schaffen das!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Duscholux 04.04.2018 09:46
    Highlight Highlight Ich esse weniger Fleisch seit ich von daheim ausgezogen bin und selbst einkaufen gehen muss.

    Ich mag Fleisch sehr, ist mir aber hier in der Schweiz zu Teuer um es regelmässig zu kaufen.
  • rodman 04.04.2018 09:30
    Highlight Highlight Vielleicht kann mir da ein Statistiker helfen, aber für mich sieht diese so aus, als ob seit 20 Jahren der Fleischkonsum +/- stagniert. Bin mir daher nicht so ganz sicher, ob der Interpretationsversuch "Lifestyle" stimmt, da Vegi 1997 die Massen bereits derart ansprach.

    Würde mich darüber hinaus wundernehmen, wie sich der Fleischkonsum in anderen Ländern entwickelt. Hat da jemand Facts dazu?
    • Jonas Schärer 04.04.2018 10:08
      Highlight Highlight Mich würde zudem furchtbar gwundrig machen wie sich in derselben Zeit der Konsum von Ersatzprodukten (Soja usw) entwickelt hat und wie viel davon in der Schweiz produziert wurde...
    • JoeyOnewood 04.04.2018 11:10
      Highlight Highlight Jonas Schärer, in welche Richtung möchtest du damit gehen? Ich unterstelle dir jetzt einfach mal whataboutism. Auch wenn Sojaprodukte mit sicherheit nicht das gelbe vom Ei sind, braucht es trotzdem ein vielfaches weniger Ressourcen es gleich direkt zu essen statt den Zwischenschritt übers Tier einzulegen. Dieses „Argument“ habe ich schon tausendmal gehört und wird einfach nicht besser.
    • Jonas Schärer 04.04.2018 11:28
      Highlight Highlight Nein mir gehts nicht darum. Ich selbst konsumiere kaum mehr Fleisch, wenn dann zu speziellen Anlässen und nur aus regionaler Produktion ohne Massentierhaltung.

      Aus Erfahrung überlegen viele Leute bei den Ersatzprodukten keine Sekunde wo und wie die Dinge produziert werden und ob es auch regionale Ersatzprodukte gäbe. Deshalb würde mich diese Statistik sehr interessieren...
      Das Vorurteil "Fleisch=Böse und nicht ökologisch vs Vegan=Gut und ökologisch" funktioniert bei vielen Ersatzprodukten imA nur mässig und ich würde deshalb gerne mal Zahlen und Vergleiche dazu sehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 04.04.2018 09:24
    Highlight Highlight In 15 Jahren ist Fleischessen das neue Rauchen

    Gut so.
    Gut für die Umwelt, gut für unsere Gesundheit, gut für unseren moralischen Kompass - gut für alle und alles ausser Pro Viande und andere Lobbyorganisationen.
    Fleischkonsum soll wieder zu etwas besonderem werden, dass man sich gönnt, bzw bewusst geniesst. Das geht nur über den Preis und viel striktere gesetzliche Vorgaben zur Tierhaltung.

    Ein Fleischesser und Gelegenheitsraucher

    Du fühlst Dich angegriffen Kollege Fleischesser? Dann zieh Dir diese 7 Minuten rein:

    Play Icon
    • Wahrsager 04.04.2018 13:19
      Highlight Highlight Zum Video: Witzbolde erzählen Witze. Darüber soll man lachen, und dann das Entrecôte in die Pfanne hauen.

      Eine fleischlose, oder gar vegane Ernährung kann nicht gesund sein. Zuviele Vitalstoffe finden sich nur in tierischen Nahrungsquellen in ausreichenden Mengen.
    • Snowy 04.04.2018 13:35
      Highlight Highlight Also sollen wir weitermachen wie bis anhin und einen Drittel unseres Frischwassers für Fleischkonsum/produktion verwenden (Tendenz stark steigend) und täglich eine Urwaldfläche der Stadt Köln abholzen?

      Natürlich spricht nichts dagegen 1-2 Mal pro Woche Fleisch zu essen - der Trend geht aber leider weltweit in eine ganz andere Richtung (mit den benannten katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt).
    • mogad 04.04.2018 13:49
      Highlight Highlight 6 Tage sollst Du fleischlos (Eier und Käse erlaubt) essen und am 7. Tage einen Sonntagsbraten in den Ofen schieben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 04.04.2018 09:18
    Highlight Highlight Super Sache. Fleisch für alle? Heschmer e Stutz?
  • Leee 04.04.2018 09:17
    Highlight Highlight Wieder ein Mal gute Nachrichten! <3
  • lagaffe 04.04.2018 09:14
    Highlight Highlight Ist ja erfreulich, dass die kollektive Eiweissmast etwas zurückgeschraubt wird...
    • Wahrsager 04.04.2018 10:40
      Highlight Highlight Gemäss der geltenden Empfehlung der Mediziner benötigt der Mensch mindestens, d. h. damit er nicht krank wird, etwa 1 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Soll das Muskelwachstum gewährleistet sein (Muskelaufbau beim Sport, Wachstum der Kinder) dann müssen es 2 Gramm sein.
      Ein normalgewichtiger Mann von 80 Kg Körpergewicht benötig also eine Proteinmenge von 80 - 160 Gramm pro Tag. Das entspricht 240 - 480 g Poulet, 400 - 800 g Fleisch, 800-1600 g Fisch (= 320 - 640 KCal), oder aber 4 - 8 Kg gekochtem Reis (= 5000 - 10000 Kcal. !).
      Ich will nicht verfetten, also esse ich Fleisch.
    • dan2016 04.04.2018 12:25
      Highlight Highlight oder 150-200g Soja:), lieber Wahrsager. Man kann auch geistig verfetten.
    • Loe 04.04.2018 12:35
      Highlight Highlight Naja stimmt so nicht ganz... Etwas mehr als 2/3 des täglichen Bedarfs an Eiweiss wird über "Recycling" gedeckt. Aber die Aussage bleibt die gleiche: ohne Fleisch wäre der Mensch nicht, was er is(s)t.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pascalsee 04.04.2018 09:13
    Highlight Highlight Ich esse jeden tag fleisch. Meistens 2 mal täglich.
    • Snowy 04.04.2018 09:35
      Highlight Highlight Gratuliere.
      Dann stirbst Du mit 21%-iger Wahrscheinlichkeit früher als Leute, die nicht täglich Fleisch konsumieren.

      https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/fleisch--wer-jeden-tag-steak--wurst-oder-schnitzel-isst--stirbt-frueher-7282386.html
    • Awesomeusername 04.04.2018 10:19
      Highlight Highlight Immer schön das jeder eine Studie findet die zu ihm passt. Je nach Auftraggeber wird es schon so kommen wie man es will. Leben und Leben lassen sollte die Devise sein und immer daran denken "auch wer gesund stirbt ist tot".
    • Lord_Mort 04.04.2018 10:30
      Highlight Highlight Wenn du vor dem Rentenalter an einem Herzinfarkt stirbst, gleicht das wenigstens die Gesundheitskosten aus, die du bis dahin verursacht hast. Ich wünsche ä Guetä!
    Weitere Antworten anzeigen
  • DanielaK 04.04.2018 09:12
    Highlight Highlight Auch ich habe angefangen, weniger oft Fleisch zu kochen. Zu Anfang hat mein Mann etwas komisch geschaut, mittlerweile bringt er auch selber mal fleischlos auf den Tisch. Ich habe ihm die Fleischreduktion begründet mit: ich mache lieber weniger Fleisch, dafür gutes. Auch für Chicken-Nuggets nehmen wir mittlerweile lieber ein CH Pouletbrüstli. Ist einfach nicht das selbe. Offenbar bin ich da nicht die Einzige. Ich mag sehr gerne Fleisch, auch Blutwürste usw, aber täglich muss nun wirklich nicht sein.
  • Cerulean 04.04.2018 09:02
    Highlight Highlight Das sind doch erfreuliche Nachrichten. Es muss ja nicht jeden Tag Fleisch sein. Bei mir sind's etwa 3 mal pro Woche - im Winter etwas mehr, da da die saisonale Gemüseauswahl dürftiger ist (besonders wenn man keinen Kohl mag), im Sommer weniger, weils da tonnenweise leckere Alternativen gibt. Und Maiskolben oder Halloumi vom Grill schmeckt genauso gut wie ein Steak :-).
    • Wahrsager 04.04.2018 10:44
      Highlight Highlight Nein es muss nicht jeden Tag Fleisch sein.
      Es kann auch mal Fisch sein und natürlich Geflügel.
      Auch Innereien sind sehr schmackhaft und erst die Meeresfrüchte: Muscheln, Krabben, Tintenfisch, Sepia, einfach lecker!
      Und wer's exotisch mag, der kann auch Insekten zubereiten.
      Nein, man muss sich wirklich nicht einseitig ernähren und immer nur Fleisch essen.
    • dan2016 04.04.2018 14:35
      Highlight Highlight @Wahrsager... gibt es bei den Fleischproduzenten auch eine Trollfabrik?
    • Wahrsager 04.04.2018 18:17
      Highlight Highlight @dan2015
      Wie kommst Du darauf?
      Ich sage hier nur die Wahrheit, die reine Wahrheit.
      Wenn das trollig wirkt, dann liegt das gewiss nicht an mir.
  • N. Y. P. D. 04.04.2018 08:51
    Highlight Highlight Ich esse gerne ein Stück Fleisch. Auch eine Bratwurst am Bellevue (Sternen) gehört zur Tradition.

    Ich esse also ab und zu Fleisch. Der Rückgang des Fleischkonsums hat, meiner Meinung nach, auch mit den Fleischpreisen zu tun.

    Kaufst Du ein Hauch (100g) Fleisch und vielleicht noch ein Hauch (150g) von einem anderen Fleisch musst Du bereits die 20er - Note zücken.

    Ja, es ist langsam schweineteuer, unser Fleisch.
    • legis 04.04.2018 09:37
      Highlight Highlight ...und trotzdem wahrscheinlich in der ökologischen und moralischen Relation immer noch zu billig!
    • bokl 04.04.2018 09:38
      Highlight Highlight 250g = 20 Franken = 1kg = 80 Franken.

      Also da wo ich Fleisch kaufe, gibt's für diesen Preis nur die besten Filets ...
    • N. Y. P. D. 04.04.2018 09:56
      Highlight Highlight @bokl

      Ich zücke die 20er - Note !

      Es steht nirgends, dass ich zwanzig Hämmer bezahle ;-)

      Mein Hinweis ist, dass Fleisch teuer ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 04.04.2018 08:45
    Highlight Highlight Fleisch gehört sicher auch bei mir gerne suf den Tisch. Aber nicht immer. Es gibt für eine susgewogene Ernährung auch viele alternativen. Essen sollte ganz einfach in Protein, Stärke und Gemüse unterteilt werden. Mehr braucht es nicht. Protein muss dann nicht unbedingt Fleisch sein.
  • Dinolino 04.04.2018 08:40
    Highlight Highlight In der Erhebung fehlt Lammfleisch, also ist der Konsum sicher höher als angegeben.
    Ich empfehle allen "Tiere denken" von Precht, darin wird auch die Chance beschrieben Fleisch künstlich herzustellen - ich probiere es sicher aus!
    • Wahrsager 04.04.2018 14:51
      Highlight Highlight @Datsyuk
      Da bin ich aber gespannt, wo Du die Studie finden willst, die die Nutzer von Silikonsexpuppen korreliert mit den Konsumenten von künstlichem Fleisch.
  • MacB 04.04.2018 08:39
    Highlight Highlight Ich bin mit täglich Fleisch (mehrmals) aufgewachsen und ich liebe es. Ich liebe grillieren und Fleisch in allen Variationen.

    Aber auch ich esse heute immer weniger Fleisch, dafür dann aber qualitativ oft Hochwertiges.

  • chnobli1896 04.04.2018 08:35
    Highlight Highlight Fliesst in Deutschland gekauftes Fleisch auch in diese Statistik ein?
  • Alterssturheit 04.04.2018 08:35
    Highlight Highlight Irgendwann hat man auch rein mengenmässig genug davon, mir geht's jedenfalls so. Zudem gibt es heute im Vergleich zu von vor 20 Jahren so viele feine fleischlose Gerichte, wo es früher nur den Salat- oder Gemüseteller gab. Dies ist der Hauptgrund, warum ich meinen Fleischkonsum auf ca. 2x die Woche runtergefahren habe, mir schmeckt einfach auch all das andere Zeugs, wovon ich häufig nicht mal den Namen kenne -:))
    Aber wenn schon Fleisch, dann vom Metzger des Vertrauens, kostet mehr, aber der Qualitätsunterschied ist eben auch offensichtlich.
  • Lord_Mort 04.04.2018 08:32
    Highlight Highlight Ein guter Trend, der allerdings noch lange nicht das Niveau eines vernünftigen Fleischkonsums erreicht hat. Ich esse selber Fleisch, versuche allerdings darauf zu achten, nicht mehr als 1 Mal pro Woche Fleisch zu essen. Fleisch sollte meiner Meinung nach auch teurer sein oder es sollte eine Umweltabgabe darauf erhoben werden. Solange man im Aldi und Lidl etc. Fleisch zu einem Spottpreis kaufen kann und uns Coop mit ihrem "Tsch, Tsch" suggeriert, dass jeden Tag grillieren schon fast eine Urschweizer Tradition ist, wird sich nichts ändern.
    • Wahrsager 04.04.2018 10:47
      Highlight Highlight Solange im Aldi und Lidl das Fleisch immer noch doppelt so teuer ist wie in den meisten Ländern der EU, kann man einfach echt nicht von Spottpreisen reden.
    • legis 04.04.2018 17:21
      Highlight Highlight Doch! Genau das sind sie! Spottpreise! Was im Ausland z.T. abläuft nennt man dann "unter aller Sau" oder "einfach nur noch abartig"
  • iHero 04.04.2018 08:31
    Highlight Highlight Finde ich eine sehr positive Entwicklung. Ich liebe Fleisch und esse es regelmässig. Aber halt nur noch Schweizer Fleisch, und in kleineren Mengen. Es gab Zeiten wo es im Kollegenkreis "geil" war, wenn jeder sein 1kg-T-Bone-Steak vom Grill hatte. Heute sind die Steaks erheblich kleiner und es dürfen öfter "Second Cuts" (also nicht nur das Filet und Entrecote) auf den Teller.
  • DieRoseInDerHose 04.04.2018 08:31
    Highlight Highlight Das ist doch mal eine Entwicklung in die richtige Richtung.
    • Wahrsager 04.04.2018 10:48
      Highlight Highlight Wenn eine ungesunde Ernährung und die Herbeiführung von Mangelerkrankungen das Ziel sind, dann ja.
    • Saftladen 04.04.2018 12:11
      Highlight Highlight @Wahrsager Bist du von der Fleischlobby finanziert? Ich sehe dich hier überall Blödsinn und Unwahrheiten verbreiten.
    • Wahrsager 04.04.2018 14:53
      Highlight Highlight @Saftladen
      Und wo sind bitte schöne Ihre Argumente?
      Oder ist für Sie einfach alles Blödsinn was Ihren Geist übersteigt, und alles Lüge, was nicht Ihrem festen Glauben entspricht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 04.04.2018 08:26
    Highlight Highlight Bei den heutigen Zuständen von Massentierhaltung und Profitgier auf Kosten der Tiere kann man eigentlich kein Fleisch mehr essen. Ich stehe oft vor den Regalen und entscheide mich dagegen. Bei mir gibt es vielleicht einmal wöchentlich etwas Fleisch. Es gibt ja auch benügend Alternativen, muss man sagen, regional und saisonal!
  • Gaterde 04.04.2018 08:25
    Highlight Highlight Bin jetzt kein Vegetarier oder gar Veganer aber ich finde diese Wende gut :) Die Menschen lernen das eine oder andere Mal auf Fleisch zu verzichten. Dafür schätzt man es beim Essen auch wieder mehr.
  • Theor 04.04.2018 08:23
    Highlight Highlight Solange man massenhaft Tiere züchtet, nur um sie in Rekordzeit wieder zu verarbeiten, solange essen wir Menschen immer noch zuviel Fleisch.

    Ich bin kein absoluter Verfechter des Veganismus, aber für mich ist der Fleischkonsum völlig aus den Fugen geraten und hat abartige Züge angenommen. Wir züchten Millionen von Tiere nur um sie umgehend für unser Essvergnügen umzubringen.

    Ich esse selber geschätzt einmal pro Woche Fleisch. Ich bin aber nicht total verblendet: Vieles was im Moment in meinem Teller landet, ist ökobilanzmässig immernoch meilenweit entfernt, von einer "gesunden" Lebensweise.
    • Karoon 04.04.2018 09:12
      Highlight Highlight @Theor
      Solange Menschen wie wild Fleisch kaufen und sich wie Habichte auf die Preisaktionen im Grossverteiler stürzen, um dann 30 Prozent des gekauften Fleisches in Rekordzeit in den Abfall zu befördern, solange werden massenhaft Tiere gezüchtet.

      Dem Rest deines Beitrags stimme ich zu.
    • HerrMeier #MEI #NoBillag 04.04.2018 09:55
      Highlight Highlight Villeicht sollten sie ein wenig öfters Fleisch essen
    • Wahrsager 04.04.2018 10:22
      Highlight Highlight Der Steinzeitmensch und auch die Prärieindianier Nordamerikas ernährten sich fast nur von Fleisch. Sie assen 700 - 1400 Kg Fleisch (= 2-3 Bisons) pro Kopf und Jahr, nämlich 2 bis 4 Kg Fleisch pro Kopf und Tag (d.h. ca. 1600 bis 4000 KCal./Tag). Dito bei den Eskimos vor ihrer Zivilisierung.
      Die artgerechte Ernährung des Menschen besteht also hauptsächlich aus Fleisch. Die Ernährung durch Getreide, sprich Grasssamen (=Vogelfutter), ist dagegen keine artgerechte Ernährung für den Menschen.
      Nicht artgerechte Fütterung ist Tierquälerei. Der Mensch ist auch nur ein Tier. Also gebt ihm Fleisch!

    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 04.04.2018 08:20
    Highlight Highlight Bei uns gibts eher Schwinigs oder wenn bspw. Burger dann Weidebeef, Kalbs praktisch nicht mehr,höchstens auswärts. Und eigentlich immer Schweizer Fleisch. Finde es eine gute Entwicklung Richtung Klasse statt Masse.
    • Kronrod 04.04.2018 09:13
      Highlight Highlight Auf Schweinefleisch sollte man als erstes verzichten. Schweine sind von allen verspiesenen Tieren die intelligentesten und werden oft unter mieserablen Bedingungen gehalten, auch bei uns.
    • Snowy 04.04.2018 09:38
      Highlight Highlight Und Schweinefleisch ist noch ungesünder als Poulet, Lamm und Rind.
    • Duscholux 04.04.2018 09:49
      Highlight Highlight Ist es verwerflicher ein intelligenteres Tier zu essen als ein dümmeres?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matti_St 04.04.2018 08:17
    Highlight Highlight Fleisch ist für mich schlicht und einfach zu teuer, um mehr davon zu konsumieren.
    • Snowy 04.04.2018 09:26
      Highlight Highlight Fleisch war noch nie so billig wie heute und ist im Vergleich zu anderen Konsumgütern viel zu günstig.

      Müssten die Schäden an Umwelt und Gesundheit mitbezahlt werden, wäre Fleisch wieder so teuer wie anfangs Jahrhundert.
    • JoeyOnewood 04.04.2018 11:06
      Highlight Highlight echt? ich esse wenig Fleisch (aus überzeugung), wenn ich jedoch die Preise für ein Essen mit und ohne vergleiche, muss ich sagen, dass die vegetarische Küche überhaupt nicht günstiger ist. im Gegenteil. Ausser man will nur Kalbsfilet oder so essen. Genau da sehe ich nämlich ein Problem: Gemüse ist im vrgl. zu Fleisch und den Ressourcen die es verbraucht, viel zu teuer. Poulet oder Schweinefleisch ist unglaublich günstig, was mit sicherheit an den auch in der Schweiz tiefen Tierschutzrichtlinien liegt. Da muss man dringend den Hebel ansetzen.

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(sda)

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