Schweiz

Wenn Krebspatienten nach der Chemo Kinder wollen, bezahlt die Krankenkasse nichts

Fruchtbarkeitserhaltende Massnahmen sind teuer. Oft müssen sich Krebspatienten verschulden, um diese bezahlen zu können. Bild: shutterstock

Eine Chemotherapie kann zu Unfruchtbarkeit führen. Wollen Krebspatienten trotzdem Kinder bekommen, müssen sie ihre Eizellen oder Spermien vor der Therapie einfrieren. Den teuren Eingriff müssen sie jedoch selber bezahlen.

08.10.17, 10:08 09.10.17, 07:52

«Als sie mir sagten, dass ich Krebs habe, schossen mir hundert Fragen gleichzeitig durch den Kopf. ‹Muss ich jetzt eine Chemotherapie machen? Wird mein Gesicht aufgedunsen sein? Werden meine Haare ausfallen? Werde ich sterben?› Das war alles zu viel. Ich habe nur noch geweint.»

Sabrina Fay ist heute 35 Jahre alt. Mitte vergangenen Jahres wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Ihr muss die rechte Brust entfernt werden. Schon das ist für die junge Frau ein herber Schlag. Noch hat sie aber Hoffnung, dass der entdeckte Tumor nicht bösartig ist. Doch kurz nach der Brustentfernung folgt der nächste Schlag. «Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich im Vorraum des Arztzimmers sass», sagt Fay. 

Die Vorahnung bewahrheitet sich: Die Diagnose lautet Krebs. Fay will dem Arzt gar nicht mehr zuhören, will nur noch raus, will ihren Freund anrufen und sich vor der Welt verstecken. Doch das geht nicht. Jetzt müssen Vorkehrungen getroffen werden. Denn Fay bleibt nicht viel Zeit. Sie muss so schnell wie möglich mit einer Chemotherapie beginnen. Und sie hat nur wenige Tage Zeit, zu entscheiden: Will sie eines Tages Kinder haben? Will sie sich vor der Chemotherapie Eizellen entfernen und einfrieren lassen?

«Ich habe mir diese Krankheit nicht ausgesucht. Warum werde ich mit hohen Kosten dafür bestraft, dass ich vielleicht einmal Kinder haben möchte?»

Sabrina Fay, Krebspatientin

Denn eine Chemotherapie beeinträchtigt die Fortpflanzungsfähigkeit. Das Risiko, unfruchtbar zu werden, ist gross. Jungen Krebspatienten wird deshalb in den meisten Fällen eine Behandlung zum Erhalt der Fruchtbarkeit vorgeschlagen.  Für Fay war der Kinderwunsch zwar nie konkret, trotzdem ist für sie in diesem Moment klar, dass sie diese sogenannten fruchtbarkeitserhaltenden Massnahmen vornehmen will.

Doch dann folgt ein weiterer Schock: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Entnahme und Einfrierung der Eizellen nicht. Fay ist wütend: «Ich habe mir diese Krankheit nicht ausgesucht. Warum werde ich mit hohen Kosten dafür bestraft, dass ich vielleicht einmal Kinder haben möchte?»

Während bei Männern die Entnahme und das Einfrieren von Spermien relativ einfach und dementsprechend billiger ist, ist die entsprechende Behandlung von Frauen komplizierter. Mittels einer hormonellen Stimulation muss eine Eizellreifung herbeigeführt werden. Daraufhin folgt die Entnahme der Eizellen als ambulanter Eingriff. Die Kosten liegen zwischen 6000 bis 8000 Franken. Bei Männern kostet der Eingriff rund 500 Franken.

Auf Anfrage bei diversen Krankenversicherern zeigt sich: Fruchtbarkeitserhaltende Massnahmen bei Krebspatienten werden in der Schweiz nie von der Krankenkasse übernommen. Weder bei Frauen noch bei Männern. Denn juristisch gesehen ist der Kinderwunsch kein Grundrecht. Darum stehen Eingriffe, die den Kinderwunsch erfüllen, auch nicht auf dem Leistungskatalog der Grundversicherung.

«Die Hürden, dass neue Leistungen in den Krankenkassen-Katalog aufgenommen werden, sind hoch.»

Christina Wettstein, CSS-Sprecherin

CSS-Sprecherin Christina Wettstein sagt: «Neue medizinische Methoden kommen schneller zur Anwendung, als der Bund darüber bestimmen könnte, dass diese nun von den Krankenkassen übernommen werden müssen.» Das seien langwierige Prozesse. Zuerst müsse beispielsweise bewiesen werden, ob die Wirksamkeit solcher Massnahmen erfüllt sei. Die Hürden, dass neue Leistungen in den Krankenkassen-Katalog aufgenommen werden, seien hoch. «Und das ist auch gut so», sagt Wettstein.

Im Bundeshaus war das Thema bereits vor zwei Jahren Gegenstand von Diskussionen. SP-Nationalrätin Maury Pasquier Liliane forderte den Bundesrat in einem Postulat auf, einen Bericht zu erarbeiten, der untersucht, ob die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung des Erhalts der Fruchtbarkeit bei jungen Krebspatienten übernimmt. In ihrer Begründung argumentierte sie, diese Behandlung leiste einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit dieser körperlich schwer erkrankten Menschen. Indem sie ihnen eine Zukunftsperspektive biete, unterstütze diese Möglichkeit des Kinderbekommens die Heilung. In anderen Ländern, darunter Frankreich, würden die Kosten für solche Behandlungen von der Grundversicherung übernommen.

Der Bundesrat wies das Postulat damals ab. Dies, weil er die Erarbeitung eines Berichts nicht in seiner Zuständigkeit sah. Er schrieb, die Vergütung einer Leistung müsse von einer Expertenkommission geprüft werden. «Jederzeit kann ein Antrag auf Kostenübernahme bei einer Behandlung zum Erhalt der Fruchtbarkeit bei jungen Krebspatienten eingereicht werden.» Dies ist seither aber noch nicht geschehen.

Für Stephanie von Orelli, Chefärztin der Frauenklinik am Triemli in Zürich handelt es sich um eine Grundsatzfrage: «Soll das Kinderbekommen ein Menschenrecht sein? Die Fachwelt ist darüber unentschieden. Einige fordern vehement, dass die Krankenkassen diese Kosten übernehmen müssen, andere sind dagegen», sagt sie. Sie persönlich sei indifferent. «Ich frage mich: Muss die Gesellschaft dafür aufkommen, einen Kinderwunsch zu finanzieren? Denn zuletzt ist es die Allgemeinheit, die diese Kosten zu tragen hätte.»

«Es gibt noch Onkologen, die mit einer Chemotherapie beginnen, ohne ihre Patienten zu informieren, dass allenfalls vorher fruchtbarkeitserhaltende Massnahmen nötig gewesen wären.»

Stephanie von Orelli, Chefärztin

Das Wichtigste in diesem Zusammenhang sei für sie, dass diese Fragen mit den Patienten überhaupt diskutiert und die Frauen und Männer an entsprechende Spezialisten überwiesen werden. «Es gibt noch Onkologen, die mit einer Chemotherapie beginnen, ohne ihre Patienten zu informieren, dass allenfalls vorher fruchtbarkeitserhaltende Massnahmen nötig gewesen wären.»

Zwar bereut Sabrina Fay nicht, dass sie sich für die fruchtbarkeitserhaltende Massnahme entschieden hat. Doch bitter ist für sie, dass sie nun, nachdem sie sich langsam von den Strapazen des Krebs erholt, verschuldet ist. 11'000 Franken muss sie ihrer Familie zurückbezahlen. 5000 Franken kostete sie das Einfrieren der Eizellen. Den Aufbau der kranken Brust hat die Krankenkasse zwar bezahlt. Das Angleichen der gesunden Brust hingegen nicht. Die Brüste waren unterschiedlich gross. «Der Eingriff war nötig», sagt Fay. Darum hat sie auch diese Operation aus dem eigenen Sack bezahlt. 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Suzu 09.10.2017 17:31
    Highlight naja, als ex-krebspatient bleibt man auf vielen rechnungen sitzen. zahnarzt, weil chemo die zähne schädigt, narben lasern, hautprobleme - die cremes bleibt auf dem patientenportemonnaie. finde ich auch ungerecht - denn nur schon mit der ganzen therapie hat man genug gelitten - und zähne sanieren ist ja nicht gerade günstig/schmerzfrei. auch sagt man dir so therapie fertig, hast gewonnen, kannst wieder arbeiten. du selbst siehst aber noch ein wrack im spiegel. reha in deutschland standard, hier wunschdenken. aber hauptsache gewonnen und leben
    8 0 Melden
  • SaveAs_DELETE 09.10.2017 16:32
    Highlight Ich musste mich mit 27 Aufgrund einer Leukämie AML mit 4 Chemo-Zyklen behandeln lassen. Da wurde ich vorher über eine evtl. Unfruchtbarkeit instruiert. Da hatte ich ganz andere Sorgen, als den Kinderwunsch - ich wollte Gesund werden...
    Ein einfrieren der Samen war für mich kein Thema: Wenn es so sein soll, dann Akzeptiere ich das.
    Ich habe dies meinen Partnerinnen immer offen Kommuniziert und keine Tests gemacht.
    Heute habe ich zwei Jungs und erfreue mich sehr an ihnen - ich hatte riesen Glück!
    Stehe aber immer noch hinter meiner Aussage: Wäre ich Unfruchtbar, hätte ich dies akzeptiert.
    7 4 Melden
  • Baccara 09.10.2017 16:00
    Highlight Aber diejenigen, die auch keine kriegen können, haben sich das ausgesucht? Wohl eher nicht..sonst würde ja die ganze Maschinerie mit dem Hormonzeugs nicht so florieren.

    Ich finde es korrekt, dass dies die Krankenkasse nicht bezahlt. Es besteht kein Anrecht, Kinder kriegen zu können. Ob dies nun nicht funktioniert, weil man unfruchtbar durch eine Chemo oder von Natur aus ist, macht für mich überhaupt keinen Unterschied.
    12 8 Melden
  • 8AnAnAs8 09.10.2017 15:26
    Highlight Dann müsste uns die Krankenkasse auch Tampons, Binden usw bezahlen!
    6 6 Melden
    • farrah 10.10.2017 11:32
      Highlight natürlich sind diese kosten auch enorm hoch, und ich finde es jetzt auch nicht fair wie teuer die sind. jedoch finde ich es nicht gerecht einen vergleich zu machen zwischen diesen zwei dingen....
      2 2 Melden
    • 8AnAnAs8 10.10.2017 15:04
      Highlight @farrah ich dachte ich bringe es mal mit ins Thema denn es gibt andere die auch diverse Dinge reinwefen. Zitat:"Es tut mir ja leid für sie aber dann müsste die Kk auch für die Brillen und Kontaktlinsen aufkommen das hat sich auch niemand ausgesucht"
      1 0 Melden
  • Aniratak 08.10.2017 22:20
    Highlight Ich bekam die Brustkrebsdiagnose mit 54; Kinder waren naturgemäß kein Thema mehr. Zum Glück konnte brusterhaltend operiert werden (seither links 85E, rechts 85C); Chemo und Bestrahlungen waren eine Tortur...
    Krebs zieht einem komplett den Boden unter den Füssen weg; sich da auch noch um die Kosten einer Fruchtbarkeitsbehandlung zu kümmern, überfordert die meisten.
    Prophylaktisch Eizellen einfrieren sollte von den KK übernommen werden, Anpassungs-OPs nur in Extremfällen.
    Trotz Krebs noch am Leben zu sein, hat mir die moderne Medizin und die Solidarität der Gesellschaft ermöglicht; DANKE!
    25 3 Melden
  • Olf 08.10.2017 18:29
    Highlight Die Krankenkasse bezahlt auch keine Vasektomie.
    27 10 Melden
    • Kasuari 08.10.2017 21:05
      Highlight Nein, und das mit Recht, denn da geht es ja nicht um die Folgen einer med. nötigen Behandlung, sondern um einen Eingriff auf persönlichen Wunsch soweit ich informiert bin, aber Sie dürfen mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
      23 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.10.2017 17:39
    Highlight Zitat: Bei Männern kostet der Eingriff rund 500 Franken."
    Inwiefern die männliche Ejakulation als "Eingriff" zu verstehen sei, bleibt wohl das Geheimnis von Sarah Serafini (Autorin des Artikels).
    26 6 Melden
    • Loone 09.10.2017 09:11
      Highlight Mit "Eingriff" wird wohl das Aufbereiten und Konservieren der Spermien gemeint sein.
      12 0 Melden
  • Baezzi 08.10.2017 16:37
    Highlight Meine Mutter ist an Brustkrebs erkrankt und evtl. ist es genetisch bedingt. Wenn dem so ist, werde ich mir ebenfalls die Brüste und ggf. die Eierstöcke entfernen lassen müssen. Aufgrund einer Zweitausbildung verfüge ich zur Zeit nicht über ein Budget von 11k, ich mache aber genau eine solche Ausbildung um später auch eine Familie ernähren zu können.

    Es gibt Schicksalsschläge, die man nicht will und für die man nichts kann und trotzdem sind sie da. Wir leben aber in einem Land in dem wir Möglichkeiten haben etwas zu ändern, wenn wir zusammenhalten.
    14 20 Melden
  • Cita74 08.10.2017 16:19
    Highlight «Die Hürden, dass neue Leistungen in den Krankenkassen-Katalog aufgenommen werden, sind hoch.»

    Ich habe aber auch das Gefühl, dass die Hürde Leistungen aus dem Katalog zu Streichen sehr tief liegt. Es werden immer mehr Leistungen gestrichen oder nur teilweise übernommen und die Prämien steigen immer weiter. 😒




    20 9 Melden
  • moedesty 08.10.2017 16:04
    Highlight wie alle hier schln eine meinung haben ... bis sie mal selbst krebs bekommen und diese ändern. heuchler.
    14 27 Melden
  • Turi 08.10.2017 15:38
    Highlight Gesunde Paare, die keine Kinder kriegen können, müssen die Zehntausende von Franken für künstliche Befruchtung etc auch selbst in die Hand nehmen. Da zahlt die KK auch nichts.
    Also scheint mir diese Regelung hier nur schlüssig.
    51 9 Melden
    • Loone 09.10.2017 09:14
      Highlight Auch das ist eine Sauerei! Es gibt Frauen, die beispielsweise PCOS haben, eine sehr verbreitete hormonelle/metabolische Erkrankung. Dort werden nur hormonelle Stimulationstherapien für ein Jahr bezahlt (Wahrscheinlichkeit für ein Baby liegt so ca. bei 50%). Danach muss das Paar selber bezahlen, obwohl die Sterilität durch eine Krankheit bedingt ist!
      1 12 Melden
    • Negan 09.10.2017 12:02
      Highlight @loon... Ja und? Es besteht KEIN Recht auf Kinder. Wenns halt keine gibt, gibts halt keine. Seid mal zufrieden! Man sollte noch viel mehr aus dem Katalog streichen das nicht überlebenswichtig ist. Hab es satt für jeden Pipifax wo jede will zu bezahlen. Nur lebenswichtiges gehört in den Katalog. Alles andere über Zusatzversicherungen. Wahnsinn wie alle heutzutage meinen Sie hätten auf alles einen Anspruch. Das Leben ist hart! Wacht auf und lasst nicht immer die allgemeinheit für jeden Seich aufkommen...
      17 7 Melden
  • drdukan 08.10.2017 15:01
    Highlight Es tut mir ja leid für sie aber dann müsste die Kk auch für die Brillen und Kontaktlinsen aufkommen das hat sich auch niemand ausgesucht. Aber alle jammern wegen den Kk kosten und niemand will etwas selber bezahlen.
    Das kann einfach nicht funktionieren...
    151 13 Melden
    • Baccara 09.10.2017 15:55
      Highlight Nicht gut sehen ist vermutlich ein deutlich grösseres gesundheitliches Problem als ungewollt kinderlos bleiben.
      6 0 Melden
    • farrah 10.10.2017 11:38
      Highlight Ich habe sehr hohe Kosten für meine Brillen und Linsen, trotzdem kann man diese zwei Dinge nicht vergleichen, ausserdem kommen immer mehr Zusatzversicherungen für das auf, wobei man auch mit starker Korrektur immer noch bei den Zusatzversicherungen aufgenommen wird, was bei Krebspatienten nicht der Fall ist und es dann meistens auch schon zu spät ist. Ausserdem ist es der Schicksalsschlag wohl kein Vergleich von Krebs zu eine brille tragen zu müssen....
      2 0 Melden
  • fcsg 08.10.2017 14:22
    Highlight Irgendwo müssen die Leistungen der KK beschränkt werden. Den eigenen Kinderwunsch zu erfüllen, ist nicht Aufgabe der Grundversicherung. Das Leben beinhaltet nunmal gewisse finanzielle Risiken, die nicht durch eine Grundversicherung gedeckt werden können. Zumal die Kosten für das Einfrieren von Eizellen im Vergleich zu den Kosten, die ein Kind nach sich zieht, nur Peanuts sind.
    129 8 Melden
  • TheMan 08.10.2017 12:49
    Highlight Was ich nicht kapiert, die Frau ist 35 Jahre Jung. Die hätte doch mehr als 15Jahre zeit gehabt um Kinder zu bekommen. Mit 35, hat sie noch etwa +/- 5Jahre zeit. Danach kommen die Wechseljahre. Und umso Älter die Frau wird, umso Grösser ist die Chance ein Handicapiertes Kind zu bekommen. Somit hat Sie nur Mitleid von mir wegen dem Krebs.
    81 107 Melden
    • Jaing 08.10.2017 13:01
      Highlight Genau, am besten hätte sie schon mit 16 Kinder gehabt statt jetzt hier rumzuheulen.
      43 57 Melden
    • maliah 08.10.2017 17:00
      Highlight sie haben offenbar kein ahnung, wie es ist, in einer solchen ausnahmsituation noch einen endgültigen entscheid bezüglich familienplanung treffen zu müssen. da ist der kopf wo komplett anders, nämlich bei der puren angst, bald tot zu sein. ich habe dasselbe durchgemacht, zum glück aber keinen kinderwunsch. für die entscheidung blieb ein wochenende zeit. dass man in diesem
      moment damit überfordert ist und sich die option freihalten will, verstehe ich sehr gut.

      und noch was - die wechseljahre beginnen in der regel gegen ende vierzig.
      13 7 Melden
    • Loone 09.10.2017 09:16
      Highlight Stimme dir völlig zu - ausser bei den Wechseljahren. Die Fruchtbarkeit stoppt nicht erst dann, es ist ein schleichender Prozess. Schon eine 40-jährige Frau hat pro Zyklus nur noch eine 5%-Chance für eine Schwangerschaft. Bei einer 25-jährigen Frau liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus bei 20%.
      0 3 Melden
    • farrah 10.10.2017 11:40
      Highlight Hat sie denn mit 20 schon gewusst welcher Schicksalsschlag sie mit 35 haben wird?
      Der Kinderwunsch war vielleicht bis dahin nicht da...eine solche Aussage zu machen ohne die Person zu kennen finde ich äusserst abstossend
      3 0 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 08.10.2017 12:12
    Highlight Die einfache, vernünftige, soziale und intelligente Lösung auf diesen langen Bericht:

    ADOPTION!

    Muss ja nicht jeder ums verrecken noch ein eigenes Kind auf die Welt stellen. Gibt ja schon genug davon. Also sollte das Adoptionsgesetz eine einfachere Adoption vorsehen und fertig.

    Ich krieg' die Krätze, wenn Frauen jahrelang rumdrucksen und allerlei TECHNISCHE Wege bemühen, um um jeden Preis einen eigenen Goof auf die Welt zu stellen. Das ist echt krank. Das Leben ist kein Ponyhof und kein Wunschkonzert.
    137 54 Melden
    • Lady Shorley 08.10.2017 13:32
      Highlight Einfach gesagt, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.
      Zudem: es gibt immens mehr adoptionswillige paare als zu adoptierende kinder. Und eine internationale adoption kostet schnell 30-50000 fr.
      42 22 Melden
    • öpfeli 08.10.2017 18:46
      Highlight Mit 35 ist sie auch fast schon zu alt. Meine Arbeitskollegin darf mit 36 nicht mehr adoptieren.

      Und ja, es gibt Themen da können Männer auch mal still sein.
      17 15 Melden
    • tipsi 08.10.2017 20:07
      Highlight Jaja die Frauen die ums verrecken ein Kind wollen. Es ist imfall nicht nur ein Problem der Frauen, auch Männer können unfruchtbar sein und wenns nicht klappt kanns auch an beiden gleichzeitig liegen.
      Ich sehe die steigenden Sterilitätstherapien auch skeptisch, aber wer bin ich, dass ich allen pauschal sagen kann, was für sie richtig ist?
      6 1 Melden
    • Baccara 09.10.2017 15:56
      Highlight öpfeli - also hallo, warum soll ein Mann bei diesem Thema einfach mal still sein? Meinst du nicht, dass es auch Männer gibt, die ungewollt kinderlos bleiben und darunter leiden?

      Find ich jetzt echt frech!
      1 0 Melden
  • blaubar 08.10.2017 12:05
    Highlight Und wieder die gleichen Fragen wie bei KK-Prämien, Organtransplantation u.ä.: Hat der Mensch ein Recht auf Gesundheit? Wo sind die Grenzen? Die Frage ist zentral.
    Wenn er ein Recht darauf hat, muss die Gesellschaft uneingeschränkt zahlen dafür. Offenbar bringt dies das System an seine Grenzen.
    57 9 Melden
    • The Origin Gra 08.10.2017 13:33
      Highlight Nein, ob jemand das Recht auf Gesundheit hat, steht ausser Frage!

      Aber man könnte statt in Panzer in Menschen investieren als Staat
      31 44 Melden
    • infomann 08.10.2017 15:17
      Highlight Warum soll der Staat investieren?
      Es hat eh schon zu viele Menschen, auch Kinder in der Schweiz.
      37 17 Melden
    • The Origin Gra 08.10.2017 15:28
      Highlight Und deshalb sollte man die Menschen verrecken lassen ja?

      Sollen also nur noch diejenigen überleben, die es sich Leisten können?
      Hab ich das richtig Interpretiert infoman? Ich hoffe nicht ☹
      5 11 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 08.10.2017 19:33
      Highlight @The Origin Gra: Nein, Fortpflanzungsprävention betreiben. Man muss weder Alte noch Kinder umbringen, sondern die dazwischen, die Fortpflanzungsfähigen, die sollen einfach weniger Kinder auf die Welt stellen. Überbevölkerung misst man nicht am Platz, der noch vorhanden ist, sondern an NATÜRLICHER Lebensweise. Ganz ohne Industriefood, ständigen Fluglärm, Stau, Massenveranstaltungen, Massentierhaltung, Massenkulturanbau, Massenbaumfällerei, Massenfischerei, Massenerdabbau, Massenenergieversorgung... und. und. und.
      7 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.10.2017 19:41
      Highlight Nein infomann, es hat nicht genügend Kinder in der Schweiz. Augrund der demographischen Entwicklung gibts bald viel zu viele Pensionäre.
      4 6 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 08.10.2017 21:39
      Highlight idefix2000: Du meinst wegen AHV und so. Das ist ein REIN wirtschaftliches Argument. Hat aber mit Vernunft nichts zu tun.

      Man darf nämlich davon ausgehen, dass ein heute geborenes Kind 10 Jahre älter wird als ein heute 83-jähriger Schweizer. Will sagen, in 73 Jahren ist das Durchschnittsalter 93. Das AHV-System ist eine augepresste Zitrone. Heute presst man schon an der Schale um die letzen Tröpfchen ätherische Öle.

      Und du willst noch mehr Kinder, die alt werden?!
      6 1 Melden
  • Kasuari 08.10.2017 11:42
    Highlight Ich bin der Meinung, dass in diesem Bericht etwas durcheinander geraten ist. Eine Mastektomie erfolgt niemals auf Verdacht, sondern erst nach ganz genauer Abklärung: Sonografie, Mammografie, Punktion. Und erfolgt der Brustaufbau nicht korrekt, muss die Patientin mit dem Chirurgen eine Lösung für die Korrektur finden, was in Normalfall auch geschieht. Warum ich das sage? Ich bin selber brustamputierte Krebspatientin.
    86 2 Melden
    • Olf 08.10.2017 18:18
      Highlight Immer diese Besserwisser
      1 25 Melden
    • Kasuari 08.10.2017 21:01
      Highlight Echt? Nein, nicht Besserwisser, sondern reale Erfahrung. Was wissen Sie denn, was da abgeht? Lassen Sie es uns wissen!
      14 1 Melden
  • kleiner_Schurke 08.10.2017 11:17
    Highlight Dafür werden dämliche homöopathische pseudo Behandlungen dann wiederum gerne übernommen. Das soll mal Jemand verstehen.
    80 39 Melden
  • Nausicaä 08.10.2017 10:56
    Highlight Ähm. Manchmal frag ich mich schon ob dem Anspruchsdenken der Leute. In meiner Familie kommt Hörbehinderung gehäuft vor. Heißt alle 6-8 Jahre braucht es neue Hörgeräte. Kostenpunkt: Jedesmal ca. 6000 Franken, KK bezahlt gar nichts, IV bezahlt 1600.-. Auf die Lebenszeit kommt man da mindestens auf 40'000.-, die man aus eigener Tasche bezahlen muss. Und eine Hörbehinderung sucht man sich ganz bestimmt auch nicht aus...
    Und dann soll die Allgemeinheit auch noch dafür bezahlen, dass ihre beiden Brüste am Schluss gleich gross sind? Das ist sowas von einem first world Problem...
    130 19 Melden
    • fant 08.10.2017 13:12
      Highlight Das ganze hat auch mit dem heute vorherrschenden 'Perfektiosnwahn' zu tun. Man sieht in den Medien fast nur noch künstlich 'perfektionierte' Körper - sei es mit dem Skalpell oder mit Photoshop. Wäre schön, wenn das 'Normalen' wieder normal würde...
      38 10 Melden
    • Rendel 08.10.2017 14:31
      Highlight Wenn der Unterschied der Brüste zu gross ist ( so eine Körbchengrösse) und die Brüste gross, kann das zu Problemen mit der Wirbelsäule führen. Da würde sich eine Bezahlung lohnen.
      27 8 Melden
    • Rendel 08.10.2017 18:32
      Highlight Hörgeräte sollten übrigens auch bezahlt werden. Sie helfen am Leben einfacher teilzunehmen und gesund zu bleiben.
      14 1 Melden
    • Alnothur 08.10.2017 20:24
      Highlight Wenn es die KK bezahlt, das komplette Geschlecht umzuoperieren - und DAS finde ich ehrlich gesagt eine Schweinerei - dann ist es schwer zu rechtfertigen, dass sie eine solche Schönheits-OP nicht übernimmt.
      8 5 Melden
  • insomniac 08.10.2017 10:54
    Highlight "Ich habe mir diese Krankheit nicht ausgesucht." Das stimmt, die Krankenkasse aber auch nicht. Kinder haben ist kein Grundrecht, auch wenn viele Leute das zu glauben scheinen. Der Eingriff ist nicht medizinisch notwendig. Eine Schönheitsoperation zahlt die Krankenkasse auch nicht.
    120 14 Melden
  • tipsi 08.10.2017 10:53
    Highlight Finde ich daneben. Mann muss nicht einmal mit dem Grundrecht auf Kinder kriegen argumentieren. Die Behandlung der Nebenwirkungen von Medikamenten sollten durch die KK gedeckt sein (was sonst auch so ist). Wenn die Chemo Übelkeit verursacht gibts ein Antiemetikum, wieso nicht auch eine Sterilitätstherapie wenn die Chemo unfruchtbar machen kann?
    Ob man Paaren, die aus anderen Gründen unfruchtbar sind, Fruchtbarkeitsbehandlungen zahlt, kann man ja noch diskutieren.
    21 83 Melden
    • chrimark 08.10.2017 14:04
      Highlight Und morgen empörst du dich über die hohen KK Prämien.
      63 12 Melden
    • tipsi 08.10.2017 19:50
      Highlight Nein ich finde einfach, dass man in dieser Situation, wenn man eben erst von der Krebsdiagnose erfahren hat, sich nicht auch noch Sorgen um Finanzielles machen müssen sollte. Wow, anscheinend hätten die wenigsten ein Problem damit, einer jungen Frau zu sagen, scheisse dass du Krebs hat, entweder hast du das Geld zum Eizellen einfrieren oder sonst streichst du halt die Kinder aus deiner Lebensplanung. Sorry aber wenn man Kinder möchte, ist die Ungewissheit ob es jemals klappen wird schon schlimm genug.
      8 5 Melden
  • Tigerspirit 08.10.2017 10:36
    Highlight Ein Kind kostet Hunderttausende Franken. Wenn sie sich nicht mal die paar Tausend leisten kann, wie will sie dann erst die ganzen Ausgaben fürs Kind bezahlen? Soll dafür dann auch die Allgemeinheit aufkommen?
    108 30 Melden
    • tipsi 08.10.2017 19:58
      Highlight Die Eizellen friert man vor der Chemo ein, weil man danach nicht mehr kann. Das Kind bekommt man ein paar Jahre später wenns passt, wenn man wieder gesünder ist, arbeiten kann, einen festen Partner hat, der seinen Teil zum Haushaltseinkommen beiträgt... Oder es kommt alles anders. Aber verurteilt hast du sie sehr schnell.
      8 2 Melden
  • Marlon Mendieta 08.10.2017 10:17
    Highlight Nur traurig.
    Vor allem wenn man ausrechnen würde wie viel/wenig es jeden einzelnen Prämienzahler kosten würde...
    17 93 Melden
    • chrimark 08.10.2017 14:07
      Highlight Auch Kleinvieh macht Mist. Deine Denkweise ist genau der Grund warum die KK jedes Jahr steigen. Solange alle Akteure im Gesundheitswesen so denken wird sich nichts ändern.
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«No-Billag-Propaganda» – Forscher schäumt wegen Bericht über «linke» SRG-Journalisten

Medienprofessor Vinzenz Wyss erhebt happige Vorwürfe gegen die Redaktion der «SonntagsZeitung»: Diese habe seine Studie benutzt, um politisch Stimmung zu machen. Die Verantwortlichen dementieren. 

Die Meldung verbreitete sich in Windeseile: Die SRG-Journalisten hätten einen Linksdrall, vermeldeten gestern die Newsportale im ganzen Land – auch watson. Anlass war ein entsprechender Artikel der SonntagsZeitung, der sich auf eine Untersuchung der ZHAW stützte. Nun meldet sich Studienautor Vinzenz Wyss zu Wort und erhebt schwere Vorwürfe gegen die verantwortlichen Redaktoren.

Herr Wyss, «fast drei Viertel aller SRG-Journalisten» seien links, schrieb die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf …

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