Schweiz

Na toll! Gesundheitskosten wachsen ungebremst weiter

13.12.16, 14:05

Die Gesundheitskosten wachsen gemäss den Prognosen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ungebremst weiter. Die Kostensteigerung fällt in den kommenden Jahren sogar noch stärker aus als im letzten Jahr.

Insgesamt hat die KOF ihre Frühjahresprognose bestätigt. Neu hinzugekommen ist die Prognose für 2018: In jenem Jahr wird ein Kostenanstieg von 3,9 Prozent erwartet. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt steigt damit im Jahr 2018 auf 12,2 Prozent, wie die KOF am Dienstag an einer Medienkonferenz bekannt gab.

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Für 2016 rechnet die KOF unverändert mit einer Zunahme der gesamten Gesundheitsausgaben um 3,6 Prozent. Für das Jahr 2017 sagen die Konjunkturforscher wie bereits in der Frühjahresprognose einen Kostenanstieg um 3,9 Prozent voraus.

Nach wie vor steigen die Kosten zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung stärker als der Rest der Gesundheitsausgaben. Diesen werden laut dem Internetvergleichsdienst Comparis, der die Prognose finanziert, auch die Versicherten zu spüren bekommen. Sie werden im nächsten Jahr durchschnittlich sogar 5,8 Prozent mehr für ihre Krankenkassenprämien zahlen müssen.

2015 noch mässiger Anstieg

Die Daten zu den Gesundheitsausgaben werden zeitverzögert veröffentlicht. So hat das Bundesamt für Statistik erst im Oktober 2016 die Zahlen für die Gesundheitsausgaben für 2014 publiziert. Der Kostenanstieg betrug demzufolge damals 3 Prozent.

Mit 2,9 Prozent dürfte der Anstieg der Gesundheitsausgaben im 2015 gemäss der KOF noch mässig ausfallen. Insbesondere das schwächere gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Senkung der Medikamentenpreise, die 2013 in Kraft getreten ist und gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu Einsparungen von 720 Millionen Franken bis 2015 geführt hat, seien Ursache für diese Entwicklung.

Die Ausgabenverschiebung vom stationären zum ambulanten Bereich habe sich fortgesetzt. Weiterhin dynamisch habe sich der ambulante Bereich entwickelt und dort insbesondere die Bereiche «Spitex» und «Physiotherapie».

Die konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2016 sei zwar bis anhin eher verhalten gewesen. Aber nicht nur die Konjunktur, sondern vor allem die demografische Entwicklung spiele eine Rolle für die Entwicklung der Gesundheitskosten. Die steigende Anzahl älterer Menschen trage zum kontinuierlichen Anstieg der Gesundheitsausgaben bei.

Einsparungen noch zu wenig konkret

Der Bundesrat strebt mit seiner Strategie Gesundheit 2020 mittel- bis langfristig zwar erhebliche zusätzliche Einsparungen von 20 Prozent an. Im Prognosezeitraum bis Ende 2018 seien die Kostenfolgen der im Rahmen dieser Strategie geplanten Massnahmen mit Ausnahme des Medikamentenbereichs bislang allerdings noch nicht konkret genug, um in der Prognose berücksichtigt zu werden.

Hinzu komme, dass die Revision der ärztlichen Tarifstruktur Tarmed gescheitert sei. Die derzeit aktuelle Tarifstruktur wurde bis Ende 2017 verlängert.

Laut der KOF ist der Gesundheitssektor für die Schweizer Volkswirtschaft immer wichtiger geworden. 2015 arbeiteten gerechnet in Vollzeitäquivalenten über 266'000 Menschen im Gesundheitswesen. Das entspricht fast sieben Prozent aller Beschäftigten in der Schweiz.

Der Anteil an der Wertschöpfung liege bei fünf Prozent und der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, die sogenannte Gesundheitsausgabenquote, betrug 2014 elf Prozent. Zehn Jahre zuvor lag diese Quote noch bei 10,4 Prozent, bis 2018 wird sie sich laut der KOF-Prognose auf 12,2 Prozent erhöhen. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Holla die Waldfee 14.12.2016 12:56
    Highlight 20 % der Dreijährigen aus schlechten sozialen Verhältnissen verursachen als Erwachsene 80 % der Gesundheitskosten.

    Wenn man also ENDLICH dafür sorgen würde, dass es ALLEN Kindern gut geht und alle gleiche Chancen haben, wäre das Gesundheitssystem massiv entlastet.

    Aber ich fürchte, das ist einerseits zu langfristig gedacht für den durchschnittlichen Bürger. Und es wird andererseits denen zuwider sein, die sich für Besseres halten.

    http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/gesellschaft/-/journal_content/56/12054/15060583/Die-Wurzeln-liegen-in-der-Kindheit/
    1 0 Melden
  • Leee 13.12.2016 22:50
    Highlight Alle wollen Alt werden, alle wollen gesund sein - dafür zahlen will niemand. Es wird an den falschen Orten gespart: weniger Pflegepersonal.. Das im Ausland die Medikamente viel günstiger sind, interessiert kaum jemand. Auch mit einer leichteren Bewilligung für Cannabis als Medikament könnte man extrem viel sparen, man kann das als Schmerzmittel, zum Angst lösen, gegen Parkinson usw. verwenden. MDMA wurde erfolgreich gegen Depressionen eingesetzt, teilweise waren die Patienten nach einem Gebrauch davon geheilt, LSD gegen die Alkoholsucht.. Warum ist nicht das Wohl des Menschen im Vordergrund?!l
    4 3 Melden
  • Ton 13.12.2016 21:27
    Highlight Ich bin erstaunt, dass so wenige jährlich die KK wechseln. Ich tue das jedes Jahr. Monatlich bezahle ich 198.-. Die Leistung muss von Gesetzes wegen gleich sein, wie bei den teureren Angeboten.

    Daher kann ich die >80% der Leute nicht verstehen, die das nicht tun. Das Geld ist nichts anderes als zum Fenster raus geworfen.
    3 0 Melden
    • Alnothur 13.12.2016 21:45
      Highlight Sei doch froh - dann kommt es dir günstiger...
      3 4 Melden
  • tipsi 13.12.2016 19:02
    Highlight Man wird im Medizinstudium auch zu wenig über die Preise informiert. Klar, die Kosten sind nicht das Wichtigste. Trotzdem würde es helfen, wenn man bei teuren Untersuchungen oder Behandlungen sich Gedanken zu Nutzen und Alternativen macht. Aber es wird kein Arzt auf Kosten der Gesundheit sparen und das ist ja auch nicht das Ziel.
    2 3 Melden
  • Kstyle 13.12.2016 18:32
    Highlight Kein wunder wen man die teuren preise nie senkt. Habvor der tür ein plakat von pfizzer "gleiches medikament nur billiger, pfizer generika". Wieso gibt es von der gleichen firma 2 produkte eins teuer eins billig man sollte die teuren nach dem patentablauf verbieten.
    2 4 Melden
  • 7immi 13.12.2016 17:30
    Highlight dass gewisse politiker lobbysieren ist sicher mitverantwortlich für den anstieg. es gibt aber auch noch andere faktoren. zb: der ärztemangel (hohe lohnkosten), grosse packungen, grosszügige zeiterfassung, wegen schnupfen zum arzt, medikamentöse behandlung-ob nötig oder nicht, ... viele kleine posten ergeben auch einen grossen. die alternde gesellschaft darf man aber auch nicht vernachlässigen, die kosten nehmen mit dem alter exponentiell zu. nicht einzelne personen sind "schuldig", alle können was dafür. vom pharmariesen über den arzt, die politiker bis zum patient. also auch wir.
    5 2 Melden
  • Silent_Revolution 13.12.2016 15:53
    Highlight Was zwecks Gewinnoptimierung auch nie angegangen wird, sind die Packungsgrössen. Es ist nicht der Patient, der für eine Grippe eine Packung mit 100 Tabletten wünscht, von der er maximal 7 brauchen wird.

    Der Arzt sollte dem Patienten die jeweilig benötigte Menge einzeln mitgeben. Die Kosten würde rapide sinken. Solange allerdings Arzt und Pharma von diesem Geschäft profitieren wird sich nichts ändern.

    Wirtschaft über alles, wo führt das hin? Wer von euch will denn einen Arzt, der an Gewinn interessiert ist und kaum Zeit hat? Die Gesundheit bleibt längst auf der Strecke!
    21 4 Melden
    • halfenauer 13.12.2016 17:55
      Highlight Ach was, es kriegt doch niemand wegen einer Grippe 100 Tabletten!
      10 1 Melden
    • Homes8 13.12.2016 18:27
      Highlight Das Problem ist eher, das Tabletten die bei uns auf Rezept Fr. 60.- kosten in Deutschland für 35.- verkauft werden.
      6 1 Melden
    • Silent_Revolution 13.12.2016 19:45
      Highlight halfenauer

      Ich tendiere dazu, gewisse Dinge bewusst überspitzt darzustellen. Ich muss mich ja dem Medium anpassen, auf welchem ich kommentiere.

      Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Medikamentenabfälle enorme Kosten verursachen.
      6 3 Melden
  • Denk nach 13.12.2016 15:49
    Highlight Wieso werden Gehälter von SBB und Post Chefs hinterfragt, aber nie Gehälter von Chefärzten?

    Gemäss eines Zeitungsartikel der Solothurner Zeitung verdienten die im Jahr 2010 durchschnittlich in der Schweiz über 500 TCHF. Das dürfte dank der Privatisierung (Auslagerung der Spitäler aus den Kantonen z.b. als AG) nun nochmal wesentlich höher sein. Da diese nun in der Geschäftsführung tätig sind und die Löhne sich selber festlegen.

    Aber die Lobby ist halt stark!

    PS: der Chef SBB und Post retten zwar keine Leben, sind aber trotzdem verantwortlich für tausende Stellen!
    20 3 Melden
    • Alnothur 13.12.2016 21:47
      Highlight Weil die SBB und die Post direkt dem Bund unterstellt sind. Chefärzte verdienen viel, weil sie, so sie das Wunschgehalt nicht erhalten, woanders arbeiten gehen. Ärztemangel. Angebot und Nachfrage.
      1 5 Melden
  • IMaki 13.12.2016 15:40
    Highlight Fürchtet euch nicht, denn sie wissen, was sie tun!
    Jürg Stahl, SVP, Nationalratspräsident, ist Mitglied der Geschäftsleitung der Groupe Mutuel GM, ausserdem Beirat und Mitglied der Groupe de réflexion santé der GM.
    Stahl ist auch Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheitswesen der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz VIPS.
    Ivo Bischofberger, CVP, Ständeratspräsident, Beirat und Mitglied der Groupe de réflexion. GM hat im Jahr 2015 für die 5 Mitglieder der Generaldirektion 2,5 Millionen Franken an Prämiengeldern ausbezahlt (Geschäftsbericht 2015).
    Noch Fragen?
    34 8 Melden
  • Homes8 13.12.2016 15:28
    Highlight Das Problem ist halt, ausser dem Prämienzahler ist es allen anderen (Ärzte-,Pflege-, Krankenkassenpersonal und Chemie) egal was es kostet.
    Unter den Leistungserbringern gibt es keinen Wettbewerb und auch keine genaue Kontrolle über erbrachte Leistungen. Der Kunde weiss in der Regel nicht, was auf der Rechnung verrechnet wird und die Kassen wissen nicht, welche verrechneten Leistungen wirklich erbracht wurden.
    21 3 Melden
  • Vinnie 13.12.2016 15:07
    Highlight Die Leute sollten knallhart Krankenkassen wechseln: Ich bin von der Visana zur Assura gewechselt und spare nun 120!! Chf pro Monat.
    8 8 Melden
    • lucasm 13.12.2016 15:35
      Highlight Das senkt die gesamthaften gesundheitskosten aber nicht, sondern erhöht sie (verwaltungskosten der kk aufgrund wechsel)
      17 19 Melden
    • lilie 13.12.2016 15:48
      Highlight @Vinnie: Was hat das mit den Gesundheitskosten zu tun? Diese berechnen sich ja aus den Leistungen, nicht aus den Prämien der Krankenkassen.
      14 3 Melden
  • droelfmalbumst 13.12.2016 15:05
    Highlight Wenn ein Hausarzt in der Rechnung 30min Behandlung vermerkt und dies auch so verrechnet, obwohl die Behandlung 10min gedauert hat, ist es kein Wunder dass die Kosten immer mehr steigen...

    Würden die wenigstens noch ihre Arbeit anständig verrichten... aber leider googlen die Ärzte mittlerweile lieber nach der Diagnose anstatt sich selber ein Bild zu machen.
    25 7 Melden
    • Homes8 13.12.2016 15:59
      Highlight Man sollte demonstrativ mit der Stopuhr ins Behandlungszimmer gehen :)
      7 1 Melden
  • Radiochopf 13.12.2016 15:01
    Highlight Aber Geld für die osteuropäischen Callcenter und deren Berater haben unsere Versicherungen immernoch genügend... wurde die überteuerte Medikamenten-Liste schon angepasst vom BAG?
    23 2 Melden
  • Holla die Waldfee 13.12.2016 14:38
    Highlight Was glauben die eigentlich, wie lange sie das noch weiter hochschrauben können, bevor es explodiert?

    Warum tut da keiner der sogenannten Volksvertreter endlich was?

    Ich stimme Lowend zu. Werft die ganzen Lobbyisten hochkant aus dem Bundeshaus und per Fusstritt alle mit Mandaten hinterher! Aber subito!

    Hat jemand mal eine Liste der Lobbyisten und Mandatsvertreter im Parlament?
    54 5 Melden
    • piedone lo sbirro 13.12.2016 14:53
      Highlight http://www.woz.ch/1608/krankenkassenfilz/wer-unsere-praemien-explodieren-laesst

      21 1 Melden
    • Angelo C. 13.12.2016 15:01
      Highlight Weiterer Kommentar überflüssig - so ist es 👍 !
      16 1 Melden
    • lucasm 13.12.2016 15:40
      Highlight Am schluss sind es immer noch die immer zahlreicher bezogenen leistungen, welche zur hauptsache für den anstieg verantwortlich sind. Mit dem finger auf andere zeigen ist natürlich bequemer, als sich selbst an der nase zu nehmen und nich wegen jedem bobo zum arzt zu rennen...
      11 25 Melden
    • Holla die Waldfee 13.12.2016 17:15
      Highlight Ach guck mal, piedone. Allem voran
      svp
      dicht gefolgt von
      fdp, cvp und bdp.
      Genau die Parteien, die angeblich für's Volk da sind.
      Die sind schon für's Volk da; nämlich um es auszunehmen. Ich würd die alle in den Knast packen und für mindestens 10 Jahre vergessen.
      6 3 Melden
    • Alnothur 13.12.2016 21:50
      Highlight Deine Rhetorik unterscheidet sich auch nicht mehr von der eines SVPlers, Rhabarber.
      4 6 Melden
    • Holla die Waldfee 14.12.2016 12:54
      Highlight @ Alnothur :-)

      Wenn man verstanden werden will, muss man sich dem Sprachverständnis derer anpassen, die man zum Denken bringen will.
      3 1 Melden
  • Lowend 13.12.2016 14:18
    Highlight Bevor jetzt wieder irgend etwas gemacht wird, müssten mal sämtliche Vertreter der Krankenkassen, der Pharmalobby und der Ärtzteschaft usw. aus dem Bundeshaus geworfen werden und alle Parlamentarier mit Mandaten im Gesundheitswesen müssten in den Ausstand treten, denn nur so könnte das derart verkleinerte Parlament Entscheide treffen, die nicht nur zu Lasten der Versicherten oder der Kranken gehen.
    Die einzige Frage die sich bei diesem Vorgehen stellen würde ist die, ob die Parlamente überhaupt noch entscheidungsfähig wären, weil vermutlich mehr als 50% der Parlamentarier fehlen würden.
    61 7 Melden
    • Triumvir 13.12.2016 14:29
      Highlight Als ob dann die Kosten nicht weiterhin steigen würden. Wer rennt denn, wegen jedem Bobole und grippalen Infektchen, gleich zum Arzt und lässt sich x Medis verschreiben...Nicht nur Bundesparlamentarier/innen...sondern vielmehr Herr und Frau Schweizer inkl. ziemlich viele Ausländer/innen...
      13 49 Melden
    • Lowend 13.12.2016 14:44
      Highlight Ein Patient ist kein Kunde, denn ein Patient ist krank und darum in einer Zwangssituation und dieses Märchen von Patienten, die wegen "jedem Bobole und grippalen Infektchen, gleich zum Arzt (rennt) und sich x Medis verschreiben lässt" ist darum so etwas von daneben, denn dass was wirklich einschenkt, dass ist die Verschiebung von stationären Leistungen, die auch über Steuern bezahlt werden, hin zu ambulanten Leistungen, die nur über die Versicherungen abgerechnet werden. Hier werden die Versicherten voll abgezockt, damit die Wohlhabenden weniger Steuern bezahlen müssen und wer hat's erfunden?
      34 14 Melden
    • Denk nach 13.12.2016 15:42
      Highlight Mit deinem Kommentar bezüglich Lobbyisten hast du absolut recht! Mit deinem Kommentar bezüglich stationären Leistung und ambulant liegst du m.E. daneben. Grundsätzlich macht es kein Sinn eine teure stationäre Behandlung einer ambulanten vorzuziehen, sofern der Patient die gleiche Leistung kriegt. Der Anreiz der Versicherung ist gross, die stationäre zu bevorzugen, da sie nur 45% übernehmen müssen, der Rest der Kanton. Bei ambulant deckt die Kk aber 100%. Für den Bürger wäre hier allgemein die billige Variante wichtig, da er so oder so die Kosten über Kk oder Kanton zahlt.
      7 2 Melden
    • lucasm 13.12.2016 15:43
      Highlight Lowend: gehen sie doch mal in die notaufnahme eines grösseren spitals und schauen sie, was dort alles so wartet... ein bisschen fieber, in den finger geschnitten etc. Eine zunahme der bobos in der notaufnahme konnte mir schon mehr als ein arzt bestätigen
      10 15 Melden
    • Lowend 13.12.2016 16:08
      Highlight Denk nach, leider werden die Menschen wegen den verschiedenen Abrechnungsarten eben zu oft "blutig" entlassen, was dann oft sehr hohe Folgekosten generiert, da die Spitäler ja nur noch Fallpauschalen erhalten.
      Und ja, lucasm, es ist so dass Notfälle überrannt werden, was aber viel damit zu tun hat, dass viele Menschen gar keinen Hausarzt mehr haben, oder wie bei Ausländern dieses System gar nicht kennen und direkt in die Spitäler rennen, wenn sie etwas haben.
      Nur was ist ihr Vorschlag? Jammern nützt nichts und die rechten KVG-Profiteure sind dagegen dass Hausarztmodelle u.ä. gestärkt werden?
      6 3 Melden
    • Homes8 13.12.2016 16:13
      Highlight @ lucasm
      Wenn der Hausarzt in den Ferien oder Frei hat (das ist oft) wird man oft zur Notaufnahme geschickt. Dort wird man dann von einem "Facharzt für Allgemeinmedizin" (der Name ist schon ein Wiederspruch) behandelt, was in der Regel ein Hausarzt aus der Region ist, der gerade Dienst im Spital tut (eventuel weil kein Patient mehr freiwillig zu Ihm geht und er deshalb diesen Dienst als lukrative alternative Verdienstmöglichkeit nutzt.
      5 2 Melden
    • Denk nach 13.12.2016 18:23
      Highlight @lowend: Wie gesagt, sofern der Patient die gleiche Behandlung erfährt, bzw. Keine Nachteile hat muss man m. E. die ambulante Behandlung vorziehen. Ansonsten bin ich deiner Meinung... Blutig entlassen ist schlecht.
      Wobei man auch sagen muss, die Spitäler sind bezüglich Bettenauslastung profitorientiert und rechnen wegen dem Umsatz lieber stationär ab. Auch hier muss konsequent der Riegel geschoben werden.
      2 0 Melden
    • AdiB 15.12.2016 12:31
      Highlight Lucasm wenn du auf dem bau arbeitest und eine gröbere schnittwunde hast, ist es empfehlenswert zum arzt zu gehen. Und fals du es nicht wusstest an fieber sind schon menschen gestorben. Und der arzt der dir dies sagte, ist kein richtiger arzt. Menschen die zum arzt kommen wollen das man ihnen hilft und sollten mit gutem gefühl rausgehen. Wenn aber der arzt herablassend ist zu den patiennten dan soll er noch einmal über die bücher umd sich an seinen eid erinnern.
      1 0 Melden
  • Töfflifahrer 13.12.2016 14:16
    Highlight Das iat jetzt aber nicht weiter überraschend, oder?
    Was da in Bern gegen die Kostenexplosion unternommen wird, ist doch nichts weiter als warme Luft. Würde man wirklich mal was unternehmen, Ärztezulassung, Medikamentenpreise, vernünftigen Tarmed etc. würde es eben jemandem der damit viel Geld macht weh tun.
    34 4 Melden
  • piedone lo sbirro 13.12.2016 14:11
    Highlight die kostenexplosion ist der vetterliwirtschaft
    geschuldet:

    https://lobbywatch.ch/de/artikel/gewaehlt-groupe-mutuel
    36 4 Melden

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