Schweiz

Wenn gesundes Essen krank macht – Charlotte leidet an Orthorexie

Bild:

Alle wollen gesund essen. Mehr Vitamine, weniger Fett, #cleanfood. Das wird für immer mehr Menschen zum Zwang, so auch für die Genferin Charlotte Teuscher. Orthorexie – bis man vor lauter Gesundheit krank wird. 

22.10.17, 14:48 23.10.17, 09:33

Chia-Samen, Acai-Beeren, Reis oder Quinoa – auf Charlotte’s Speiseplan kommt nur, was gesund ist. Alles vermeintlich Ungesunde wie Fett, Fleisch, Zucker, Alkohol oder Kaffee ist verdammt. Bedacht kocht sich die 21-jährige KV-Lehrtochter aus dem Kanton Genf ihre Menüs vor, geht ins Fitness und lehnt Treffen unter der Woche stets ab, damit sie genug Schlaf kriegt. Auch das Meditieren gehört für sie zum Alltag. Für ihren Lifestyle wird sie rege gelobt. «Bravo, wie gesund du lebst», sagen ihr die Leute, «Ich bewundere dich», schreiben sie auf den sozialen Medien.

«Foodblogger sind meine Bibel!»

Charlotte

Charlotte entspricht dem heutigen Ideal: Gesund essen, gesund leben, so will es der aktuelle Körperkult. Was nur wenige wissen: Charlotte ist krank. Die gesunde Ernährung wurde für sie zum Zwang.

Charlotte fotografiert ihre Mahlzeiten jeweils mit viel Sinn für Ästhetik.   bild: charlotte Teuscher

Essen als Religion

Stundenlang bereitet sie sonntags ihre Lunchboxen für die Woche vor, sorgfältig achtet sie darauf, dabei kein Salz oder Öl zu verwenden In die Pfanne kommt hauptsächlich Gemüse oder Reis, als Beilage tun es Nüsse und Früchte. Charlottes Ernährung ist zudem ausschliesslich vegan. Die Inspiration für ihre gesunden Speisen holt sie sich auf Instagram, mit Hashtags wie eatclean, plantbased oder acaibowl finden sich Millionen Bilder und Rezepte. Auf YouTube schaut sie stundenlang Videos von Foodbloggern an, schreibt auf, welche Nahrungsmittel sie angeblich zu sich nehmen soll, um ihr Krebsrisiko zu vermindern oder um schönere Haare zu kriegen. Charlotte: «Foodblogger sind meine Bibel!»

«Überall sagt man uns, dass wir uns gesund ernähren müssen. Sonst werden wir krank.»

Charlotte hat sich Hilfe gesucht. bild: charlotte teuscher 

Dass Charlotte krank ist, sieht man ihr nicht an. In ihrer Jugend litt sie an Magersucht, nun aber ist sie normalgewichtig. Für einen Laien ist es schwierig, ihre Essenstörung, die man Orthorexie nennt, zu erkennen: Sie hat panische Angst davor, krank zu werden, sollte sie sich nicht gesund genug ernähren. Charlotte: «Das erzählt man uns ja überall! In der Werbung, aber auch in der Gesellschaft selbst. »Wichtig ist ihr auch der ästhetische Aspekt: Wegen der falschen Ernährung könne man Pickel oder stumpfe Haare bekommen oder schneller altern. 

Hat Charlotte mal kein von ihr selbst vorbereitetes Menü oder Rohkost dabei, hungert sie lieber als etwas anderes zu sich zu nehmen. In einem Restaurant kriegte sie schon lange keinen Bissen mehr runter. Zu schwierig sei es für sie, jemand anderem die Kontrolle über ihre Ernährung zu überlassen. Ihre Gedanken kreisen den ganzen Tag um einen gesunden Speiseplan und auch ihre Freizeit ist dem Wahn gewidmet, der sie so von ihrem Umfeld isolierte. 

«Schuld daran ist die übertriebene Prävention, die in Bezug auf eine gesunde Ernährung betrieben wird.»

Alain Perroud, Arzt

Eines Tages wurde Charlotte alles zu viel. Sie entschied sich, Hilfe zu suchen. Seither besucht sie regelmässig das Centre de Consultations Nutrition et Psychotherapie (zu Deutsch: Institut für Ernährung und Psychotherapie) in Genf. Behandelnder Arzt und Experte auf dem Gebiet ist Alain Perroud. Perroud: «Es gibt zwar keine genauen Zahlen, aber zu uns kommen immer mehr Patienten, die an Orthorexie leiden», sagt dieser. Er ist überzeugt, dass es bei dieser Essstörung in der Gesellschaft eine hohe Dunkelziffer gibt. «Schuld daran ist besonders die übertriebene Prävention, die in Bezug auf eine gesunde Ernährung betrieben wird.» Diese würde, so der Arzt, wohl nur in geringem Masse gegen Übergewicht helfen, hingegen Essstörungen fördern. «Eine Rolle haben ausserdem wohl auch die Lebensmittelskandale gespielt, die in den vergangenen Jahren in den Medien prominent thematisiert wurden.»

In der Schweiz ist Orthorexie noch weitgehend unbekannt. Doch klar ist, es achten auffällig viele Menschen extrem darauf, was sie essen. Das Bundesamt für Gesundheit hat bereits 2010 eine repräsentative Umfrage zur Häufigkeit von Essstörungen durchgeführt. Fast jede dritte befragte Person gab damals an, sich übermässig mit gesundheitsfördernder Ernährung zu beschäftigen, gesunde Nahrungsmittel zu wählen, ungesunde zu vermeiden und strikte Ernährungsregeln zu befolgen.

Wie gesund ist zu gesund?

Aber was ist noch gesund, was krankhaft? Die Differenzierung fällt nicht immer leicht. Perroud: «Man spricht von Orthorexie, wenn die Patienten stark unter dem Druck gesund zu essen leiden. Sie investieren enorm viel Zeit in ihre Ernährung, sei es zum überlegen, vorbereiten oder essen.» Die Definition dessen, was «gesund» ist, werde bei der Orthorexie von den Betroffenen zudem immer enger gefasst und könne schliesslich extreme Formen annehmen.

Der zweite Faktor, so Perroud, sei gegeben, wenn der Patient sich für sein Verhalten schämt, der dritte, wenn Mangelerscheinungen auftreten. An Orthorexie zu sterben, sei selten. Doch die Auswirkungen auf den Körper, die die stark eingeschränkte Ernährung haben kann, sind doch besorgniserregend: Mangel an Vitamin B12, Omega 3, essentiellen Aminosäuren und weiteres. 

Reis isst Charlotte gerne, weil der «so wächst» und nicht weiter verarbeitet wird.  bild: CHARLOTTE TEUSCHER

Ängstliche und disziplinierte Patienten

Im Gegensatz zu anderen Essstörungen sei etwa die Hälfte seiner Patienten männlich, so Perroud und «mehrheitlich sehr ängstlich und angespannt mit einem grosses Gefühl der Eigenverantwortung.» Eine interne Auswertung des Genfer Zentrums zeigt weiter, dass die betroffenen Patienten mit einem Durchschnittsalter von 32 eher jung sind. 

«Fakt ist, viele Leute achten bei ihrer Ernährung auf nichts besonderes und bleiben gesund.»

Alain Perroud, Arzt

Therapiert werden die Patienten auf drei verschiedenen Ebenen. «Einerseits versuchen wir, den übertriebenen Angst-Gedanken entgegenzuwirken.» Sein Credo: «Fakt ist, viele Leute achten bei ihrer Ernährung auf nichts besonderes und bleiben gesund.» Weiter gehe es darum, dem Patienten zu helfen, die Verantwortung in Bezug auf jeden Aspekt eines Nahrungsmittel loszulassen. Schlussendlich soll sich der Patient in enger Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater wieder an die vermeintlich verbotenen Nahrungsmittel herantasten. 

Früchte isst Charlotte so viele sie mag. bild: charlotte teuscher

Das probiert Charlotte jetzt. Denn ausgewogen ist ihre Ernährung nicht. «Ich esse oft dasselbe. Bei vielem bin ich mir halt nicht sicher, ob das wirklich gesund ist – dann lass ich es.» Auch Pasta oder Brot sind ihr zuwider, da es sich um verarbeitete Produkte handelt. Greift sie trotzdem mal zu einem Stück Brot, weil es mit ihrer Therapeutin so abgemacht ist, endet das oft in einer Fressattacke. «Danach fühle ich mich dreckig und will nur noch, dass das alles aus meinem Körper verschwindet.»

«Ein soziales Leben habe ich nicht mehr wirklich.»

Charlotte

Glücklich ist sie durch das restriktive Essen nicht geworden. Jede Speise von A bis Z selbst zuzubereiten, nimmt Zeit in Anspruch. Und das Essen ist für sie auch nicht mehr ein Genuss, sondern nur noch Zwang. «Ich denke ständig daran und widme meine ganze Zeit der Ernährung – ein soziales Leben habe ich nicht mehr wirklich.»

bild: charlotte teuscher

«Vor ein paar Jahren waren wir voll im Fitness-Wahn, jetzt muss alles gesund sein.»

Charlotte

Sie prangert die Gesellschaft und die Wirtschaft an: «Für die Nahrungsmittel-Unternehmen ist der Food-Wahn natürlich zu einem riesigen Geschäft geworden. Vor ein paar Jahren waren wir voll im Fitness-Wahn, jetzt muss alles gesund sein.» Schwierig sei dies besonders auch, weil ihr «healthy» Lifestyle so oft auf positives Feedback stosse. «Die Leute wissen noch zu wenig über die Krankheit, dass ich leide, sehen sie nicht.» 

Offiziell keine Essstörung 

Der Fachbegriff «Orthorexie» oder «Orthorexia nervosa» (vom griechischen «orthos» = richtig und «orexis» = Appetit) bezieht sich auf das pathologische Bemühen, bei der Nahrungsaufnahme alles «richtig» zu machen. Das Wort Orthorexie wurde bereits im Jahr 1997 von dem amerikanischen Mediziner Steven Bratman geprägt. Die Definition dessen, was «gesund» ist, wird bei der Orthorexie von den Betroffenen immer enger gefasst und kann schliesslich extreme Formen annehmen. Bis heute ist Orthorexie – im Gegensatz zu Anorexie oder Bulimie – nicht in den gängigen Klassifikationssystemen enthalten. Sie gehört also offiziell nicht zu den Essstörungen, obwohl Betroffene ein krankhaftes Essverhalten zeigen. Dazu fehlen bisher noch zuverlässige Messinstrumente für eine valide Schätzung ihrer Häufigkeit.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ThomasHiller 24.10.2017 01:19
    Highlight Ich weiß gar nicht, ob man hier den Betroffenen selbst die Schuld geben soll oder doch eher den (falschen) Verheißungen der Werbung.

    Aber auch hier haben wir es leider mal wieder mit einer Wohlstandskrankheit zu tun, die eine eigentlich einfache aber weit verbreitete Ursache hat: Verlust des gesunden Menschenverstandes.

    Beim Essen steht die Lösung ja schon im Text selbst: "Fakt ist, viele Leute achten bei ihrer Ernährung auf nichts besonderes und bleiben gesund."

    Aber das mit dem gesunden Menschenverstand ist wohl nicht so einfach.
    11 2 Melden
  • Bucky 23.10.2017 19:13
    Highlight Als Pünktchen auf dem i oder sozusagen zur "Krönung"
    ihres Gesundheitsbewusstseins würde ich Charlotte anstelle der psychiatrischen Behandlung ihrer vermeintlichen Zwangsstörung eine natürliche Therapie empfehlen: psychedelische Pflanzenmedizin (einschliesslich Fungi). Diese Empfehlung ist nicht ironisch gemeint sondern ehrlich und von Herzen.
    3 4 Melden
  • shthfckup 23.10.2017 15:43
    Highlight Naja, die thematik hat mich schon sensibilisiert von daher denke ich schon dass es seinen platz hat. Aber wie mit allem kann man es extrem übertreiben. Die wahrheit liegt wiedereinmal irgendwo in der mitte.
    15 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.10.2017 09:14
    Highlight Ich habe fast die gleiche Krankheit. Ich habe eine Allergie auf all die Leute, die so gesund essen und mir das immer aufzwingen wollen... All die Zuckerverweigerer und ihre Artverwandten...

    Lasst uns doch mal in Ruhe mit Eurem Sektentum und es ist nicht Eure Aufgabe andere zu bekehren...

    Dann kommen noch all die Allergiker (Laktose, Gluten usw.). Auch die geben mir nur noch auf den Sack, mit Ihren privaten Shows in jedem Restaurant in denen sie lauthals alle auf ihre Allergie aufmerksam machen... Tipp von mir... Interessiert keine Sau... auch wenn ihr damit dem Mainstream folgt...
    38 37 Melden
    • karl_e 23.10.2017 17:13
      Highlight Gegen Laktose ist man nicht allergisch, man kann sie nur nicht verdauen. Mit übelriechenden Folgen. Es ist auch klar, warum Laktoseintoleranz vermehrt auftaucht, denn allzu lange hat man die Milch als hypergesund gepriesen, ohne auf die möglichen Folgen für 15 % der erwachsenen Schweizer hinzuweisen. Uebrigens verzichte ich höchst ungern auf all die wohlschmeckenden Milchprodukte wie Glaces, Crèmes, Milchschokolade oder Rivella.
      11 3 Melden
    • Uf em Berg 23.10.2017 17:24
      Highlight In diesem Fall wird nicht missioniert! Hier ist von einer Krankheit die Rede. Sie will lediglich auf dieses noch weitgehend unbekannte Krankheitsbild aufmerksam machen.
      13 2 Melden
    • Phrosch 23.10.2017 18:46
      Highlight Wer eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) hat, der hat eine schwere Krankheit, die nur mit völligem Verzicht auf Gluten behandelt werden kann. Sicher würden diese Leute lieber ganz normal essen, wenn sie eine Wahl hätten.
      14 0 Melden
  • Betty88 23.10.2017 08:57
    Highlight Wir mit dem Zugang und der Auswahl an Lebensmittel schwelgen im absoluten Luxus. Statt dankbar und achtsam mit unserer Umwelt und den Tieren umzugehen sind wir gieriger und wählerischer geworden. Im Gegensatz zu anderen Länder haben wir die Möglichkeit gesund und gut zu leben, aber scheinbar ist es wichtiger #eatcleaner zu sein und ein #thiggap zu haben.
    25 2 Melden
  • seventhinkingsteps 23.10.2017 07:51
    Highlight Also wenn man sich krankhaft gesund ernähren will aber dann Vitamin Mangel hat, macht man dann nicht etwas falsch?
    73 2 Melden
    • 8AnAnAs8 23.10.2017 14:41
      Highlight Ich ernähre mich auch sehr gesund, jedoch ist meine gesamte Verdauung kaputt und meine Schleimhaut nimmt kaum noch Vitamine usw. auf.
      3 7 Melden
    • Charalar 24.10.2017 00:18
      Highlight Vitamin B12 gibt es nur in tierischen Produkten - die "gesunde" vegane Ernährung führt nach einiger Zeit (Monate bis Jahre, je nach Reserve) zu Mangelerscheinungen. Ein Vitaminpräparat ist also Pflicht, aber unerwünscht.
      4 4 Melden
    • 8AnAnAs8 24.10.2017 09:02
      Highlight Ich bekomme regelmässig Vitamin B12 Infusionen wegen meinen Mänegeln.
      1 0 Melden
  • Scaros_2 23.10.2017 00:32
    Highlight Da Folge ich doch glatt lieber dem Baroni. Der hat gute Sache und Fuck auf die Gesundheit! Geniessen und Spass soll das Leben machen und nicht ein Krampf sein.
    38 2 Melden
  • Bucky 22.10.2017 23:44
    Highlight Zwang? Charlotte ist doch völlig gesund und vorbildlich. Als erst 21jährige hat sie natürlich in Sachen Lebenserfahrung noch nicht ausgelernt: so wird auch sie lernen, dass ein Ausrutscher - zum Beispiel mal eine Portion Pommes oder (bei Vegetariern) sogar Chicken aus der Fritteuse - nicht gleich der Weltuntergang ist. Orthorexie? Klingt eher nach einem weiterem "Geschäftsmodell" in der Pipeline der Psychiatrie, zur Abzocke der Krankenkassen. Und die Prämien steigen munter weiter.
    14 85 Melden
    • durrrr 23.10.2017 08:53
      Highlight Du hast recht! Sich zwanghaft nur noch auf die Ernährung zu konzentrieren und sich dabei sozial zu isolieren ist natürlich sehr vorbildlich! Bravo^^
      43 1 Melden
    • phreko 23.10.2017 10:14
      Highlight Frag mal den Depressiven, ob Depressionen auch bloss eine Erfindung der Psychiater sind, damit sie Geld verdienen können.

      Und dazu frag eine 50 Jährige Magersüchtige, warum die Lebenserfahrung nicht gereicht hat, um ein bisschen Pommes und Chicken Nuggets zu essen.
      41 1 Melden
    • Bucky 23.10.2017 16:37
      Highlight @phreko: ich äussere mich zu "Orthorexie", nicht zu Depression oder Anorexie! Dass auch die Psychiatrie durch unnötige Behandlungen die Krankenkassen belastet, spiegelt meine freie Überzeugung, zu der ich stehe. Es schiene mir zudem Aufgabe der Medien, in entsprechende Recherchen zu investieren. Aus unerfindlichen Gründen liest man heutzutage aber praktisch keine psychiatriekritische Analysen, Reportagen und Kommentare mehr in den Medien. Dabei sind selbst nachgewiesene Extremfälle wie Missbrauch von PatientInnen der Psychiatrie für illegale klinische Versuche gar noch nicht so lange her.
      1 14 Melden
    • Bucky 23.10.2017 16:46
      Highlight @durr: Es gibt zum Beispiel Menschen, die ein Klosterleben führen und sich dabei auch in vielerlei Hinsicht weit vom Mainstream weg durchs Leben bewegen, z. B. kaum je in Clubs anzutreffen sein dürften, wenig "weltlich" sozial aktiv sind. Manche sind dabei sogar viel alleine (Einsiedler). Was die Psychiatrie dazu sagt? Man muss aufhören, alles, was nicht gerade Mainstream-Verhalten ist, zu pathologisieren. Wenn sich Charlotte als Hobby mit Ernährung befassen will, soll sie. Und wenn sie damit Freunde verliert, muss sie sich halt neue suchen: im besten Fall welche mit dem gleichen Hobby.
      2 10 Melden
  • senfmayo 22.10.2017 22:45
    Highlight Man isst also möglichst gesund, um ein möglichst langes Leben zu haben in dem man jedoch keinen Spass mehr hat? Früher nannte man das Fegefeuer und die Leute bezahlten um nicht dorthin zu müssen.
    79 4 Melden
    • Calvinandboby 22.10.2017 23:57
      Highlight Und wenn man alles isst, worauf man gerade Lust hat, wobei es sich bei den meisten Menschen um die gute alte: Fett, Zucker, Salz kombie handelt, wird man krank Fettsüchtig, kurzatmig und die Lebenserwahrtung sinkt drastisch. Aber hey wenigstens kein Fegefeuer richtig!? Jedem den seins.
      9 51 Melden
    • Betty88 23.10.2017 08:50
      Highlight @Calvinandboby es gibt nicht nur Schwarz und Weiss. Die Balance zwische gesund und ungesund ist wichtig.
      29 0 Melden
    • Vio Valla 23.10.2017 09:39
      Highlight @Calvinandboby also ich bin eine absolute Lustesserin und habe einen BMI von 20. Ich denke, wenn das Leben fliesst und man genügend Bewegung und sonst Abwechslung im Leben hat, dazu die Lust sich nicht nur auf Fastfood stürtzt (ich esse auch gerne mal eine ganze Gurke als Snak), kommt man als reine Lustesserin gut durch :)
      23 0 Melden
  • DonDude 22.10.2017 20:49
    Highlight Fett ist nicht ungesund sondern esenziell!!!
    Da fängts ja schon an. Keine Ahnung von richtiger Ernährung und dann sich fragen wenn man Krank wird. 🙈👻
    143 3 Melden
    • Calvinandboby 22.10.2017 23:52
      Highlight *essentiell
      20 12 Melden
    • DonDude 23.10.2017 11:48
      Highlight Gibt es heute schon Prämien für das Melden von Schreibfehlern?

      Da gratuliere ich doch dem Melder. Die elektrische Zahbürste geht an Sie 👏👏👏👏👏👏👏👏
      24 1 Melden
    • mia83 23.10.2017 12:37
      Highlight Also ich musste über die Korrektur und Deinen darauffolgenden Ärger lachen.
      5 2 Melden
    • bingbangbong 23.10.2017 23:03
      Highlight @DonDude Du hast natürlich Recht, jedoch is Fett nicht gleich Fett. Da gibt es gesunde und ungesunde Fettsäuren... Den Unterschied sollte man schon kennen :)
      2 2 Melden
  • lilie 22.10.2017 20:05
    Highlight Die Krankheit ist leider nicht neu, durch das Internet aber sie massiv gefördert. Magersucht war gestern, heute ist es der Gesundheitswahn.

    Dass sie der Wirtschaft/Gesellschaft/Werbung die Schuld gibt, ist irgendwie verständlich, aber nicht wirklich zweckdienlich.

    Genau in diesem Punkt aber sehe ich es aber anders: Der ganze Gesundheitshype wäre nie entstanden, wenn die Lebensmittelindustrie nicht ständig neue Wege finden würde, uns degenerierte Nahrungsmittel unterzujubeln - um dann wiederum eine "gesunde" Lebensweise zu propagieren.

    Naturbelassene Nahrung, das wärs.
    56 6 Melden
  • Nausicaä 22.10.2017 19:15
    Highlight Suchterkrankungen haben komplexe Gründe aber wo man etwas machen kann, ist bei der Betreuung der Jugendlichen. Vielleicht lassen die Eltern die Jungen zu sehr mit Social Media alleine. Davor warnen ja auch Medienexperten. Vor allem auf vulnerable Jugendliche, die schon magersüchtig waren oder ähnliches sollte man gut aufpassen und mit ihnen die Inhalte besprechen und einordnen, die sie sich ansehen.
    30 2 Melden
    • Rendel 22.10.2017 20:18
      Highlight Ich hab schon vor 5 Jahren Mittdreissiger getroffen, die unter Orthorexie litten. Es ist nicht nur ein Problem der Jugendlichen, wenn die auch besonders gefährdet sind.
      37 1 Melden
    • Nausicaä 22.10.2017 20:50
      Highlight Hmm ja stimmt, auch bei anderen Essstörungen gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, nach den Adoleszenten bei den Mittedreissig / vierzigern wieder eine grössere gefährdete Gruppe. Für die hab ich auch keine Lösung, auf die kann man ja auch nicht mehr im herkömmlichen Sinn aufpassen. Bei den Adoleszenten sollte man es aber im Auge behalten und im Frühstadium thematisieren und versuchen zu entkräften.
      8 2 Melden
  • FancyFish 22.10.2017 18:38
    Highlight Leute wie sie tun mir nicht im Geringsten Leid. Die laufen jedem neuen Food-Trend, der von Instagram ausgeht nach. Sie verhalten sich wie Fähnchen im Wind die ihren „Idolen“ alles aufs Wort glauben

    Ich weiss echt nicht, ob das zum Lachen oder zum Weinen sein soll
    48 64 Melden
    • Rendel 22.10.2017 20:15
      Highlight Leid tun muss ihnen die Frau nicht, wie wäre es mit Mitgefühl und versuchen zu verstehen was mit ihr passier ist?
      79 17 Melden
    • trio 22.10.2017 22:22
      Highlight Eine ganze Generation hat Fett verteufelt, was die Lebensmittel gerne mit teuren Lightprodukten ausnutzte. Die ganze Schuld der Frau zu geben, bringt uns auch nicht weiter.
      31 5 Melden
    • Rendel 22.10.2017 22:31
      Highlight Vor allem bringt es die Frau nicht weiter, die sich bemüht ihr Problem zu bewältigen. Sie braucht wenn schon Unterstützung und nicht eins auf den Deckel.
      31 4 Melden
    • Betty88 23.10.2017 09:01
      Highlight @trio die Lebensmittelindustrie produziert auch nur wenn Nachfrage da ist. Oder wurde jemand gezwungen Light Produkte zu kaufen?

      @Rendelk Unterstützung a la verhätscheln wie es ihr Umfeld tut hat sie ja genug. Sie bekommt ja Komplimente für ihren gesunden Lifestyle. Bravo.
      5 4 Melden
  • KERTENKELE 22.10.2017 18:36
    Highlight Wenn die gute Frau all die Energie dafür aufwenden würde um hungernden Menschen zu helfen, wäre sie höchstwahrscheinlich physisch wie psychisch besser dran. Diese ganzen foodtrends sind einfach nur pure Dekadenz.
    50 45 Melden
  • Toerpe Zwerg 22.10.2017 18:17
    Highlight Krank ist, wenn Essen zu Ernährung wird.
    62 16 Melden
    • Rendel 22.10.2017 18:33
      Highlight Es gibt auf dieser Welt sehr viele Menschen, die sind froh, wenn sie es schaffen, sich und ihre Familie zu ernähren. Denken sie noch einmal nach.

      Und es geht dieser Frau ja ums gesund ernähren, weil sie nicht krank werden will. Und das kann krank machen, wenn man da das Mass verliert und die Angst übermächtig wird.
      24 6 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 22.10.2017 18:38
      Highlight Essen ist immer Ernährung. Krank ist eher, wenn essen zu einem bestimmen Lifestyle wird.

      Und das was sie tut, ist eine extreme Form eines Lifestyles. Alkoholiker und Raucher pflegen den Lifestyle in die andere Richtung. Dann gibt es Sportler, die jeden Tag ins Fitnessstudio müssen. Auch ein Lifestyle.

      In einer immer gleicheren Konsumwelt entwickeln Menschen eben solche extremen Verhaltensweisen. Irgendwie muss man sich ja noch von der Allgemeinheit unterscheiden können.

      Der Lifestyle, der mir immer besser gefällt, ist, wenn die Leute sich total vom Smartphone trennen.
      26 8 Melden
    • mia83 22.10.2017 19:19
      Highlight Essen ist auch bei vielen gesunden Menschen Lifestyle.
      17 1 Melden
    • Charlie Brown 22.10.2017 19:23
      Highlight Das scheint eines deiner Mantras zu sein. Essen ist Ernährung - primär. Den Rest - welchen ich liebe und zelebriere - verdanken wir unserem Wohlstand. Mach dir das mal bewusst.
      12 0 Melden
    • Wilhelm Dingo 22.10.2017 19:51
      Highlight Verstehe ich nicht.
      7 1 Melden
    • Gummibär 22.10.2017 20:03
      Highlight Lieber TZ, Du sprichst mir aus dem Herzen.
      In der Schweiz aufgewachsen, RS und Studium, seither als Expat. , oft in weniger entwickelten Ländern fühle ich mich beim Lesen solcher Berichte von meiner Heimat zutiefst entfremdet.
      14 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.10.2017 21:07
      Highlight Sich zu ernähren ist ein Zwang aus vor-zivilisatorischer Zeit und bar jeder Kultur. Essen ist weit mehr als Ernährung.

      Der Trend, sich wie auch immer ernähren zu wollen ist grotesker Backlash in Kulturen, welche den Genuss zum Feind des Lebens und die Gesundheit zur Religion erheben, die man durch wohgefälliges Verhalten erwerben kann.

      Btw. gerade Menschen, die nicht viel haben, kultivieren die Ernährung zu Essen. Nur hungernde und zivilisatinskranke unterliegen Ernährungszwängen.

      Gummibär bestätigt das.

      @Charlie, Essenskultur lässt sich auch mit sehr wenig Wohlstand zelebrieren.
      12 4 Melden
    • Rendel 22.10.2017 21:13
      Highlight Ich hab einen dicken Finger gehabt und dir, Gummibär aus Versehen ein Herz gegeben. Es geht hier nicht um Heimat, sondern um das Thema Sucht, das viele Gesichter hat, sicher auch in den Ländern in denen sie unterwegs sind.
      11 0 Melden
    • Charlie Brown 23.10.2017 06:54
      Highlight @Toerpe: Dein Kommentar ist eine Ohrfeige für Abermillionen Menschen, die täglich ums überleben und gegen das verhungern kämpfen.

      Aber du attestierst diesen ja nicht einmal Kultur. Wie kultiviert ist das denn?
      2 4 Melden
    • Wilhelm Dingo 23.10.2017 07:07
      Highlight @TP: nun klar, vollkommen einverstanden.
      2 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 23.10.2017 09:34
      Highlight Das ist eine böswillige Verdrehung meiner Aussage @ Charlie.
      3 4 Melden
    • Gummibär 23.10.2017 14:12
      Highlight Ich wollte keinesfalls behaupten, dass Leute nur in Ueberflussländern an Süchten leiden. Meine Entfremdung beruht auf dem phänomenalen Wandel, der in der Schweiz innerhalb eines Menschenlebens stattgefunden hat. Mir wurde in der Primarschule von Staates wegen täglich 2dl frische Milch abgegeben und Fleisch oder Huhn kam zuhause wöchentlich einmal auf den Tisch. Nicht etwa weil meine Familie arm war, sondern weil Essgewohnheiten in den Nachkriegsjahren frugal waren. Ich finde es schade, dass das heutige reichhaltige Angebot und vermeintlich gesunde Esskultur Quelle für neue Süchte wird.
      4 0 Melden
  • kleiner_Schurke 22.10.2017 18:08
    Highlight Vielleicht würde es sich für Charlotte lohnen einmal diesen Artikel zu lesen http://www.spektrum.de/news/was-unser-koerpergewicht-bestimmt/1512517 danach ist das mit dem Fitnessprogram auch grad erledigt.
    12 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.10.2017 18:30
      Highlight Lustiger Artikel! 30km pro Quadratmeter...
      1 4 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 22.10.2017 18:40
      Highlight Ach, spektrum.de ist doch ein völliges "Käseblatt".

      Einzig Zentrum der Gesundheit publiziert *Facts*.
      2 6 Melden
    • Money is everything 22.10.2017 19:05
      Highlight Hast du es überhaupt gelesen? Sport hat zahlreiche positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und unterstützt das abnehmen hervorragend. Oder denkst du Athleten sehen nur so aus, weil sie richtig essen?
      12 0 Melden
    • kleiner_Schurke 22.10.2017 19:46
      Highlight Hast du es denn gelesen? Zentrale Aussage des Artikels: Der Grundumsatz eines Menschen, egal ob Büromensch oder Jäger in der Savanne (Hirn, Herz Niere in der Reihenfolge) macht 70% des täglichen Energie-Verbrauchs aus. Dann kommen andere Organe und dann noch die Skelettmuskulatur. Ergo spielt Sport für normale Menschen in Sachen Gewichts quasi keine Rolle, sondern fast ausschliesslich die Ernährung.

      Fitness ist positiv, aber nicht Gewichtsrelevant. Athleten und Extremsportler wurden aus der Studie weg gelassen, gerade weil bei dieser Energieumsatz der Muskulatur grösser ist.
      12 6 Melden
    • phreko 22.10.2017 21:14
      Highlight @Toerpe Zwerg: Du bist auch kein Naturwissenschaftler ;-)
      2 4 Melden
    • Maya Eldorado 22.10.2017 22:15
      Highlight Mir hat Folgendes zum Abnehmen geholfen:
      Während 8 Stunden z.B. zwischen elf Uhr morgwns bis 19 Uhr Abends essen was und soviel ich will. Während der übrigen 16 Stunden nur Wasser oder auch ungesüssten Tee trinken.
      Und dann natürlich dazu Bewegung wie vorher oder noch mehr.
      Ich hab da gelesen, dass nach 8 Stunden nichts essen, angefangen wird auf die Reserven Fett und so zurückgegriffen wird.
      Hat bei mir bestens funktionniert. So jede Woche ungefähr 1 kg weniger.
      8 3 Melden
    • dr. flöckli 22.10.2017 23:20
      Highlight @toerpe zwerg
      Ich weiss, es klingt komisch, ist aber so. Den BMI misst man Körpergewicht : Körpergrösse im Quadrat > deshalb sind es halt schon Quadratmeter☝️😉
      1 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 23.10.2017 00:40
      Highlight @Maya: 1000 Gramm pro Woche sind 500 Gramm zu viel. Du kommst mit 1kg pro Woche automatisch in den Hungerstoffwechsel (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Hungerstoffwechsel). Irgendwann ist Payback-Time. Warum? Der Körper baut nicht, wie du vermutest, primär Fett ab, sondern nachgewiesenermassen Muskelmasse. Warum? Weil Muskeln mehr Energie brauchen. Der Körper schraubt also dann dort rum, wo er Energie sparen kann. Beim Gehirn wird er, wegen seiner Wichtigkeit, erst ganz am Schluss ansetzen.
      7 0 Melden
  • mia83 22.10.2017 17:30
    Highlight Es ist eine Sucht und eine Sucht ist eine Krankheit. Die Schuld dafür zu suchen, ist müssig.
    Trotzdem ist es billig von ihr der „Wirtschaft“ die schuld zu geben. Ein bisschen Selbstreflexion würde sicher nicht schaden.
    Dazu kommt, dass ich ihr zutraue, dass es ihr nur um Publicity geht.
    Und so was mit einer Krankheit zu betreiben, ist übel.
    79 22 Melden
    • Rendel 22.10.2017 17:53
      Highlight Huh, sie kennen die Frau nicht und trauen ihr so viel Übles zu. Das ist auch übel.
      34 11 Melden
    • Pierre Beauregard 22.10.2017 20:13
      Highlight Öhm, Selbstreflektion hat sie hinlängst bewiesen indem sie professionelle Hilfe aufgesucht hat.
      25 0 Melden
    • mia83 22.10.2017 20:41
      Highlight Mit Selbstreflexion hat ihre Schuldzuweisung nicht viel gemein. Süchte bekämpft man schlicht nicht so.
      2 8 Melden
    • Rendel 22.10.2017 21:23
      Highlight Was für eine Schuldzuweisung? Sie erzählt doch nur was sie dazu führte, verführte, beeinflusste. Das Wort anprangern kam, wie ich schon erwähnte von der Artikelautorin. Selbstreflexion doch ja, sie erkannte ja, dass sie ein Problem hat und suchte Hilfe. Ohne Selbstreflexion geht das nicht.
      8 1 Melden
  • Inspector 22.10.2017 17:25
    Highlight Zum Glück lernte ich das Essen, als das Leben (wie auch das Essen) noch Spass machen durfte. Heute gibt es Raclette mit Tischgrill. Fleisch, Fett und Co. sowie Wohlbefinden inklusive.
    116 6 Melden
    • Rendel 22.10.2017 18:18
      Highlight Gesund essen macht diesen Leuten auch am Anfang Freude/Spass und sie glücklich (wenn auch nicht wegen dem Geschmack, sondern eben wegen dem Prädikat gesund. )
      Glücklich durch Tätigkeiten und Substanzen hat ja immer mit dem Belohnungszentrum zu tun, das anspringt. Bei diesen Menschen entgleist es eben irgendwann.
      23 3 Melden
  • Dory..hä? 22.10.2017 16:59
    Highlight Achtung! First World Bullshit.. nicht reintreten! 💩
    121 29 Melden
    • Rendel 22.10.2017 18:10
      Highlight Suchterkrankungen sind ernst zu nehmen, egal in welcher Form sie sich zeigen. Man kann aber auch nur billige Sprüche klopfen, die völlig unpassend sind.
      44 35 Melden
    • Madmessie 22.10.2017 21:54
      Highlight Du glaubst diese Geschichte doch nicht etwa, Rendel?
      4 14 Melden
    • Dory..hä? 22.10.2017 23:38
      Highlight Mir tut die Frau ja auch leid, doch solcherlei Probleme gibt es beim besten Willen nur in hiesigen paradiesischen Gefilden Rendel, das finde ich wahrlich traurig.
      Eine Reise in ein sogenanntes Entwicklungsland, sowie die Auseinandersetzung mit deren Esskultur sowie dem Nahrungsmittelzugang der restlichen 99% Bewohner dieses Planeten wirkt häufig Wunder. Hat schon so manchem privilegierten Gesundheitsfanatiker die Augen geöffnet.
      Item... ich geh jetzt das Brot von gestern wegschmeissen, es ist ein bisschen hart vorne beim Anschnitt, kostete ja nur 3.50
      und macht eh dick... Ironie aus. 😉
      9 1 Melden
  • G. Schlecht 22.10.2017 16:26
    Highlight Das alles hat auch damit zu tun, dass man sich nicht mehr mit sich und der Welt auseinandersetzt. Alles soll kuschelig sein, möglichst offen und doch unverbindlich. Liegt vielleicht auch daran, dass viele das Leben der Anderen leben oder noch schlimmer ihr Leben Anderen geradezu aufdrängen mit Insta, WU, FB und all dem unnützen "schaut her, damit wenigstens virtuell wer guckt" SocialMedia Kram.
    33 5 Melden
  • Madmessie 22.10.2017 16:17
    Highlight Ich glaube ihr nicht. Sie will nur die Aufmerksamkeit der Medien um Werbung für ihren Foodblog machen. Und Watson ist darauf reingefallen.
    54 26 Melden
  • Remus 22.10.2017 16:12
    Highlight Sorry wenn ich es so sage, aber sie macht es sich nun sehr leicht mit der Aussage "Sie prangert die Gesellschaft an...". Klar haben Werbung usw. einen Einfluss. Wenn man dem aber nachgibt ist es in der eigenen Verantwortung.
    79 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.10.2017 18:02
      Highlight Die penetrante Werbung ist aber meist für eher ungesunde Ware.
      20 3 Melden
  • Sine 22.10.2017 16:08
    Highlight Diese "Phase" hatte ich auch vor ein paar jahren. Eigentlich ass ich nur noch gemüse, früchte, nüsse und getreide (kein weizen, fleisch oder milchprodukte)... ich begann sogar innerlich die menschen als dumm zu betrachten, die sich ungesund (normal) ernähren. Ich ekelte mich davor, diesen "müll" selbst zu essen. 3 mal die woche min. ins fit... tja dann kam meine depression. Ich war in meinem eigenen gefängnis gelandet. B12 und eisenwerte waren im keller. Ich liess mich auf eine therapie ein und esse heute mit freude wieder normal! Schöner nebeneffekt: ich bin nicht mehr mager! 😄👏
    88 5 Melden
  • Hosch 22.10.2017 15:53
    Highlight Hmmm aus unserer modernen(multimedialen und allzeit vernetzten) Gesellschaft heraus entstehen seltsam anmutende Phänomene.
    Ich frage mich ob,
    - es solche Phänome ohne Internet auch gäbe
    - und falls ja in welchem Ausmass
    denn in meinen Augen leben wir heute mehr denn je in einem Zeitalter der Selbstrepräsentation. Diese Selbstrepräsentation nimmt dann manchmal bizarre Züge an. Gelegentlich entblössen sich manche Menschen dann nicht "bloss" körperlich sondern auch noch geistig.
    Ein Gleichgewicht zu finden erscheint mir heute schwieriger denn je.
    78 5 Melden
    • Holla die Waldfee 22.10.2017 16:38
      Highlight Der Fitnesswahn entstand vor der Internetära.
      14 21 Melden
    • selassi1 22.10.2017 17:44
      Highlight Und doch wärs ohne die ganze Instagram-Selbstbeweihräucherung nicht ganz so allgegenwärtig.
      23 0 Melden
    • Pisti 22.10.2017 19:35
      Highlight Jaja der Fitnesswahn ist schuld oder die Industrie. Sie selber vermittelt den Teenies, mit ihrem Blog, ja so einen Schrott. Jeder der sich richtig damit befasst oder Kraftsport/Fitness seriös betreibt, weis eigentlich dass man sich nicht ständig Low Carb etc. ernähren kann. Das macht man höchstens vor Wettbeweben oder die Amateure vor dem Sommer. Den Rest von Jahr ist eine ausgewogene Ernährung das Non-plus-ultra. Dazu gehören auch Kohlenhydrate, Fette usw...! Sie ist einfach 365 Tage in einer Diät, das kann nicht Gesund sein.
      12 0 Melden
  • p4trick 22.10.2017 15:51
    Highlight Wenn ich dieses Essen sehe drehts mir den Magen um. Brauch jetzt was ungesundes, ich will nie so krank werden dass ich so was essen will!
    60 40 Melden
    • Pond 22.10.2017 16:57
      Highlight Das andere Extrem ist noch schlimmer. Wer nicht regelmässig gesundes Essen zu sich nimmt, der tritt seinen Körper mit Füssen. Ab und an mal Junk ist nicht tragisch, aber es sollte nur ein kleiner Teil der Ernährung ausmachen.
      21 18 Melden
    • axantas 22.10.2017 17:18
      Highlight Aber genau DAS ist es. Man kann nicht ausschliesslich von "Junkfood" leben, richtig.

      Also vernünftig gesund essen - für den Körper.

      Und ab und zu mal etwas, wo man nach Herzenslust reinhaut und sich dann vergnügt mit vollem Bauch aufs Sofa fallen lässt - für das geistige Wohlbefinden.

      Dann kommt das gut.
      28 5 Melden
  • Farson 22.10.2017 15:37
    Highlight Veganer-bashing in 3..2..1
    28 132 Melden
  • axantas 22.10.2017 15:29
    Highlight Wahn kommt niemals gut. Weder in der Religion, noch beim Essen.
    91 4 Melden
  • Stichelei 22.10.2017 15:28
    Highlight Alles, was irgendwann religiöse Züge annimmt, ist für den Menschen in seiner Ganzheit schädlich. Besonders schlimm wird es ja, wenn man anfänglich vom Umfeld für seine gestörte Verhaltensweise noch gelobt wird.
    81 5 Melden
  • Jolene 22.10.2017 15:25
    Highlight Hauptsache dazwischen sind gefühlt tausend Bilder von dem angeprangerten gesunden Essen. Was soll ich jetzt glauben wenn ich den Artikel lese??
    53 4 Melden
    • Pond 22.10.2017 17:03
      Highlight es geht nicht darum, dass das Essen nicht gesund ist. Es geht um das krankhafte Verhalten der Betroffenen. Vergleiche es mit Waschen- Händewaschen ist gut (Bakterien abwaschen etc), jedoch leiden manche Menschen an einem Waschzwang. Sie waschen sich hunderte male pro Tag die Hände, bis diese bluten. Die Betroffene leidet an einem Kontrollzwang, der sich auf ihr Essen bezieht. Was sie tut ist nicht primär schlecht, aber es nimmt einen zu grossen Stellenwert ein. Zudem hat sie Angst für ungesundem Essen. Viel mehr Angst, als angebracht wäre. Sie leidet darunter.
      28 2 Melden
  • atomschlaf 22.10.2017 15:23
    Highlight Tragisch.

    Aber die Verantwortung auf Gesellschaft und Wirtschaft abzuschieben ist doch etwas sehr billig.

    Selbständiges und kritisches Denken wäre angesagt, statt irgendwelchen Hypes nachzurennnen.
    104 8 Melden
    • Holla die Waldfee 22.10.2017 16:39
      Highlight Du verstehst offenbar den Zusammenhang zwischen Individuum und Öffentlichkeit nicht und den besonderen Einfluss von letzterem auf junge Menschen.
      9 37 Melden
    • _kokolorix 22.10.2017 17:49
      Highlight In so eine Situation kann man immer kommen. Ich habe früher geraucht, obwohl ich mir einbilde sehr selbständig und kritisch zu denken...
      Vielen Menschen ist es nicht so gegeben Dinge zu hinterfragen und zu priorisieren. Dass dies von der Wirtschaft mit Werbung so hemmungslos ausgenutzt werden darf empfinde ich als sehr störend.
      Zusammen mit der sozialen Individualisierung wird das zu einem grossen Problem für viele werden.
      Dank unserer geldgeilen, angeblich vernünftigen, bürgerlichen Politik wird das auch so bleiben, bis die Zustände absolut unhaltbar geworden sind...
      8 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.10.2017 19:08
      Highlight Wer macht hemmungslos Werbung für gesunde, naturbelassene Kost? Auf Teufel komm raus geworben wird doch für Fertig- und Convenience-Ware mit hoher Gewinnmarge!
      8 5 Melden
    • Sensenmaa 22.10.2017 19:14
      Highlight Der beste Kommentar bis jetzt. 👍
      4 0 Melden
    • _kokolorix 22.10.2017 20:23
      Highlight @rich
      Es sind nicht die Produkte an sich, es ist die vorgegaukelte Perfektion welche die Werbung so gefährlich macht
      2 1 Melden
  • Alnothur 22.10.2017 15:10
    Highlight "Sie prangert die Gesellschaft und die Wirtschaft an" - Hauptsache man selbst ist nie, nie, nie an irgendwas schuld.
    206 13 Melden
    • Money is everything 22.10.2017 15:37
      Highlight Habe ich mir auch gedacht. Vielleicht versuchen Firmen uns zu beeinflussen, aber sie war so schlau und liess es zu. 100% selber Schuld.
      64 9 Melden
    • Rendel 22.10.2017 15:49
      Highlight Damit hat sie auch Recht. Mit Gesundheit wird heute viel Geld verdient und es wir Druck gemacht, von Wirtschaft, Staat, Who usw. .
      Sie wollte Verantwortung übernehmen für sich um gesund zu bleiben. Wer krank wird, ist ja selber Schuld ist heut der Tenor. Und sie blasen genau in das Horn, mit ihrem Kommentar!
      24 53 Melden
    • Hardy18 22.10.2017 15:55
      Highlight Niemals! 😁
      8 1 Melden
    • Remus 22.10.2017 16:19
      Highlight @Rendel, die WHO verleitet einem sicher nicht dazu, z.b. keinen Zucker mehr zu essen. Die geben nur Empfehlungen ab bis wohin es noch gesund ist.
      http://m.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/a-1021798.html
      Wenn Sie dann meint ja kein Zucker ist gesünder (Früchte ist sie ja trotzdem...🤔) dann ist das doch ohre eigene Entscheidung
      15 3 Melden
    • Rendel 22.10.2017 16:38
      Highlight Es ist ja nur ein Aspekt, den sie aufführt, das Wort anprangern stammt von Frau Kündig. Ein anderer Aspekt ist das Positive Feedback. Und es gibt nunmal Suchterkrankungen die durch Werte einer Gesellschaft hervorgebracht werden. Verstehen ist wichtiger als Schuldzuweisungen. Orthorexie ist nunmal eine neue Krankheit, darum hat sie mit unserer Gesellschaft zu tun.
      7 3 Melden
    • _kokolorix 22.10.2017 17:38
      Highlight Ich meine schon, dass die Wirtschaft mit ihren Werbebotschaften einen ungeheuren Einfluss auf junge Menschen ohne Lebenserfahrung hat.
      Als noch uneingeschränkt für Tabakprodukte Werbung betrieben wurde haben deutlich mehr als die Hälfte der jüngeren Bevölkerung geraucht. Nur so als Beispiel.
      Werbung sollte eingeschränkt werden, und die hemmungslosen Übertreibungen und Lügen sollten als Verbrechen geahndet werden.
      Werbung sollte etwas Verbindliches werden. Was für einen Sinn hat es, wenn in der Werbung völlig unrealistische Dinge versprochen werden?
      12 6 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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