Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Verbotene Werbeanrufe

Krankenkassen dürfen nicht telefonisch werben – nun soll sich die Branche endlich daran halten

27.06.14, 16:10

Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK) will etwas gegen Werbeanrufe durch Krankenkassen unternehmen. Ihrer Meinung nach soll aber nicht der Bundesrat, sondern die Branche selber das Problem lösen.

Bei den Beratungen über die Krankenkassen-Aufsicht hat die SGK einstimmig beschlossen, eine gesetzliche Grundlage für eine Branchenvereinbarung zu schaffen, wie Kommissionspräsident Guy Parmelin am Freitag vor den Bundeshausmedien sagte.

Eine solche Vereinbarung hatte der Krankenkassen-Dachverband santésuisse bereits 2011 in Kraft gesetzt. Diese sah ein Verbot von Telefonwerbung für den Verkauf von Policen in der Grundversicherung vor und beschränkte die Maklerprovisionen pro vermittelten Kunden auf maximal 50 Franken.

Am 28. September wird über die Initiative für eine öffentliche Krankenkasse abgestimmt. Eine wirksame Krankenkassen-Aufsicht könnte dem Volksbegehren den Wind aus den Segeln nehmen. (rar/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 27.06.2014 16:48
    Highlight Was mich stört, sind die Werbeanrufe der Gesellschaften, die Krankenkassenkunden vermitteln. Manchmal einige Male pro Woche ein Anruf mit der Frage: Wollen Sie nicht die Krankenkasse wechseln?
    3 0 Melden
    • Littlepage 27.06.2014 22:44
      Highlight Ich pflege die Jungs in ein Gespräch zu verwickeln und mache ihnen klar, dass sie einen Scheissjob haben. Ich frage sie nach ihrer eigenen Gesundheit und danach, was ihre Mutter von ihrem Job hält und was sie werden wollten, als sie klein waren. Es kommen sehr interessante Gespräche dabei heraus :-)
      1 0 Melden

Zu wenig Plätze: Psychisch kranke Kinder müssen in Erwachsenenklinik

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an psychischen Erkrankungen. Stationäre Therapieplätze gibt es für sie aber nicht genug. Deshalb müssen manche der kleinen Patienten in die Erwachsenenklinik. 

Die 14-jährige Marie* sitzt still am Tisch eines Gemeinschaftsraums einer Psychiatrie im Raum Zürich. Auf dem Sofa liest eine Frau Mitte vierzig Zeitung, ein Mann mit schütterem Haar trinkt Kaffee. «Als ich das Mädchen so sitzen sah, ging ich auf es zu, um es aufzuheitern, um ihm Gesellschaft zu leisten», erinnert sich die ehemalige Patientin Jasmin*. «Ich hatte Mitleid mit ihr. Was tat sie hier? Ein Mädchen in diesem Alter gehört in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, nicht in eine …

Artikel lesen