Schweiz
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ARCHIV --- ZUM GEPLANTEN BUNDESGESETZ UEBER DIE PRAENATALEN BLUTTESTS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Gynaekologin Helene Huldi fuehrt bei einer schwangeren Frau, die in der 20. Woche schwanger und somit im zweiten Trimester ist, eine Ultraschalluntersuchung durch, aufgenommen in der Frauenpraxis Runa in Solothurn am 18. Oktober 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Untersuchungen während der Schwangerschaft sind teuer: Wer das Geld nicht zurückerstattet erhält, kann in finanzielle Probleme geraten. 
Bild: KEYSTONE

Wie die Krankenkasse Assura Kranke und Schwangere rausekelt

Mit verspäteten Rückzahlungen und hohen Rechnungen jagt der Krankenversicherer Patienten davon. Laut Bundesamt für Gesundheit gibt es für Versicherer keine Vorgaben für Fristen – und genau diese Gesetzeslücke nützt Assura aus.

Anna Wanner / Aargauer Zeitung



Sandra Bosshard* ist schwanger und führt gewissenhaft die verschiedenen Tests durch, die ihr der Arzt empfohlen hat. Die Rechnungen bezahlt sie vor Ort und schickt sie dann an ihren Krankenversicherer Assura weiter. Dieser verspricht, die Kosten innert Monatsfrist zurückzuerstatten. Bosshard wartet aber drei Monate, bis die rund tausend Franken wieder bei ihr eintreffen.

Das ist kein Einzelfall: Ein halbes Jahr später bezahlt sie auch die Impfungen ihres Babys direkt dem Arzt. Auf die Rückerstattung wartet sie wiederum länger als vorgesehen. Patientenschützer vermuten dahinter «eine Art Geschäftsmodell», wie der Freiburger SP-Nationalrat Jean-François Steiert sagt. So zirkuliere in der Westschweiz, wo die Assura ihren Ursprung hat, das Bonmot: Nur Gesunde versichern sich bei der Assura. Im Jargon spricht man von «Risikoselektion».

Margrit Kessler (GLP/SG) aeussert sich zur Volksinitiative fuer eine Einheitskrankenkasse am Mittwoch 5. Maerz 2014 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

«Die Assura vergrämt jene Kunden, die krank sind – und deshalb etwas kosten. Irgendwann wechseln sie die Krankenkasse», beschreibt GLP-Nationalrätin Margrit Kessler das «Geschäftsmodell» des Versicherers. 
Bild: KEYSTONE

Ein Vorgehen mit System

Auch Patientenschützerin und Nationalrätin Margrit Kessler (GLP/SG) sagt, hinter den verzögerten Zahlungen stecke ein systematisches Vorgehen: «Die Assura vergrämt jene Kunden, die krank sind – und deshalb etwas kosten. Irgendwann wechseln sie die Krankenkasse

Problematisch sei diese Praxis vor allem dann, wenn Patienten teure Medikamente selbst vorfinanzieren müssen, dazu aber die nötigen finanziellen Mittel nicht haben. Dieser Trend verschärfe sich, weil erstens Medikamente immer teurer und diese zweitens heute häufiger in Pillenform anstatt über Infusionen verabreicht werden.

Die Konsequenz für die Patienten: Medikamente werden nicht mehr vom Spital vorfinanziert, sondern müssen in der Apotheke gekauft werden. Kessler: «Wenn ein Medikament mehrere tausend Franken pro Monat kostet, bleiben dem Versicherten oft nur zwei Möglichkeiten: Entweder er findet eine Abmachung mit dem Apotheker, der ihm das Geld vorschiesst, oder aber er wechselt den Versicherer.»

Die Assura wehrt sich gegen diese Vorwürfe: Sie behandle alle ihre Patienten gleich, schreibt sie auf Anfrage. Überhaupt sei Risikoselektion per Gesetz verboten. Tatsächlich agiert die Assura im Bereich des Legalen. So sieht das Gesetz sogar vor, dass eine Versicherung die Rechnungen erst nachträglich zurückerstattet (siehe Box). Dahinter steckt die Idee, dass der Patient allein weiss, welche Leistungen sein Arzt erbracht hat. Also muss der Patient die Rechnung kontrollieren, bevor sie ihm vergütet wird. Und laut Bundesamt für Gesundheit gibt es für Versicherer keine Vorgaben für Fristen, um die Arztkosten zurückzuerstatten.

Finanzierung: Wie Versicherer die Kosten zahlen

Das Gesetz sieht vor, dass der Versicherte zuerst die Arztrechnung bezahlt und dann das Geld bei seiner Krankenkasse einfordert. Die Assura ist aber eine der wenigen, die dieses Prinzip der «Tiers garant»konsequent umsetzt. Die meisten Krankenkassen schiessen die Finanzierung von ärztlichen oder therapeutischen Leistungen sowie Medikamenten vor – und falls diese nicht über die Franchise und den Selbstbehalt des Patienten gedeckt sind, werden sie dem Versicherten nachträglich in Rechnung gestellt. Dieses System nennt sich «Tiers payant».

Assura nützt diese Gesetzeslücke aus: Seit Jahren reichen Politiker Vorstösse ein, um das Geschäftsgebaren zu unterbinden. Bisher ohne Erfolg. Steiert sagt: «Für viele Politiker ist die Assura ein Problem der Westschweiz.» Doch das scheint sich zunehmend zu ändern. Auch im vergangenen Jahr konnte die Assura die Zahl ihrer Kunden ausbauen. Sie versichert rund eine Million Personen und stösst immer weiter in die Deutschschweiz vor. Kein Wunder.

Keine Lösung in Sicht

Ein Selbstversuch beim Prämienrechner ergibt folgendes Resultat: In neun von zehn Fällen bietet die Assura die billigste Grundversicherung an. Und da das Gesetz genau vorgibt, welche Leistungen versichert sind, kommt es nicht darauf an, wo jemand versichert ist. Kessler stellt das nicht per se in Abrede. Sie sagt aber, es gebe Unterschiede, etwa bei Medikamenten, die bezüglich Vergütung in einem Graubereich liegen. «Die Assura entscheidet in solchen Fällen immer ökonomisch – also gegen die Interessen des Versicherten.» So gibt es auch Ärzte, die von der Versicherung abraten.

Und trotzdem stockt der Gesetzesprozess. Kessler hat zwar eine parlamentarische Initiative durch beide Räte gebracht, die das System der Assura zumindest ein Stück weit verbieten soll. Doch die zuständige Kommission hat sie nun auf Eis gelegt. Die grüne Nationalrätin Yvonne Gilli (SG) sagt: «Es wäre falsch, eine ‹Lex Assura› zu schaffen.» Bei anderen Versicherern führten die Vorgaben kaum zu Problemen.

Ein zweiter Grund, wieso das Parlament zögert, ein weiteres Gesetz zu verabschieden, ist der verfeinerte Risikoausgleich, der 2015 in Kraft getreten ist. Das Prinzip: Versicherer mit vielen jungen und gesunden Kunden müssen in einen Ausgleichstopf zahlen für Konkurrenten, die mehr ältere und kranke Kunden versichern. Es soll sich nicht mehr rechnen, nur noch Gesunde zu versichern. Allerdings ist Kessler wenig optimistisch. Sie glaubt nicht, dass der Risikoausgleich das Geschäftsmodell verhindern kann.

* Name von der «Aargauer Zeitung» geändert.

(trs)

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • swiss_stone 11.09.2015 20:01
    Highlight Highlight Und das ist schlimm, wenn eine KK wirtschaftlich arbeitet? Ich finde diesen Punkt äusserst positiv. Zum Glück kann jeder selbst entscheiden bei wem er sich versichern lässt. Gut so. Assura ist meines Erachtens sehr modern aufgestellt, ohne schnick schnack, alles Online; das ist auch einer der Gründe wieso sie günstiger agieren können als die Konkurrenz. Sie bewegen sich im "Graubereich" - wer definiert denn so einen Stuss? Wenns den Kunden nicht passt können sie ja wechseln. Ich muss hier niemandem vorrechnen, wie viel Prämien man über die Jahre mit Assura sparen kann - vergleicht selbst...
  • Harri Hirsch 11.09.2015 12:30
    Highlight Highlight Die Assura bezahlt nur den Versicherten mit grosser Verspätung. Auch als Leistungserbringer wartet man bei der Assura mit Abstand am längsten auf den Eingang der Zahlung.

    Und trotzdem bin ich nicht für eine Einheitskasse! Ich hätte vielmehr Angst, dass eine Kasse ohne Konkurenz eben genau dieses Gebaren an den Tag legt, nur dass man da dann gar keine Alternativen mehr hätte.
    • Dr. Zoidberg 11.09.2015 13:53
      Highlight Highlight einer einheitskasse könnte man ja ins pflichtenheft schreiben, dass sie grundsätzlich alle medikamente direkt bezahlt, sofern selbige nicht ausdrücklich privat bezahlt werden müssen und anschliessend mit dem patienten abrechnet. funktioniert in deutschland, bei aller bürokratie, die so ein system mitbringt, ziemlich gut. und nebenbei: in dland kosten trotz faktischer einheitskasse (es gibt zwar etliche, aber die zahlen und kosten alle genau das gleiche) medikamente nur etwa 10% - 50% des schweizer preises (ausnahmen gibt es natürlich). und ja, die preise sind von den krankenkassen verhandelt.
  • Hans Jürg 11.09.2015 12:13
    Highlight Highlight Wieder ein Problem, dass wir mit einer Einheitskasse wohl nicht hätten.
    PS: ich bin Assura-Kunde und Diabetiker. Bei mir versuchen sie das Spielchen auch immer mal wieder.
  • Erode Terribile 11.09.2015 11:15
    Highlight Highlight Eine andere Art ist auch die verlorene Post. Ich weiss nicht warum immer bei mir ? Vielleicht das Alter.
  • Wilhelm Dingo 11.09.2015 10:15
    Highlight Highlight Einfache Lösung: Arzt wählen, welcher mit der Kasse direkt abrechnet. Auch Medikamente auf Rezept können in den meisten Apotheken mit der Kasse direkt abgerechnet werden.
    • Nocciolo 12.09.2015 17:15
      Highlight Highlight Geht alles nicht bei der Assura. Bin auch bei solchen Ärzten und bekomme die Rechnung trotzdem nachhause geschickt. Nur beim Spital funktioniert es.
  • Lumpirr01 11.09.2015 10:00
    Highlight Highlight Die Reputation der schweizerischen Krankenkassen ist allgemein verbesserungswürdig. Wünscht der Patient ein Telefongespräch, kommt er meistens mindestens 10 Minuten in eine Warteschlaufe. Trotz dem Sterneintrag im Telefonbuch läutet dir die mindestens 1 mal pro Monat ein Typ an, der dir helfen will, die Prämien zu senken (sprich eine neue Versicherung zu verkaufen). Versicherungen, welche die Rückvergütung nicht sofort zurückzahlen, sind eine Sauerei! Verbesserungepotential gibt es aber auch bei den Patienten: Nicht wegen dem kleinsten Bobo in die Spital - Notaufnahme rennen!
  • blueberry muffin 11.09.2015 09:46
    Highlight Highlight Wenn die Krankenkassen weiterhin so werkeln, wird die Einheitskasse definitv noch durchkommen. Irgendwann wird auch ihre Millionen Propaganda dagegen nicht mehr ausreichen.
  • RedWing19 11.09.2015 09:43
    Highlight Highlight Solltet ihr dieses Jahr über einen KK-Wechsel nachdenken, so empfehle ich euch die Seite wwww.swupp.ch zu einem Vergleich.

    Von Comparis rate ich ab, da erstens gerne Äpfel mit Birnen verglichen werden und zudem nicht alle Krankenkassen mitmachen (weil kostenpflichtig für die KK's).
  • Ich mein ja nur 11.09.2015 09:23
    Highlight Highlight eine gewisse scheinheilligkeit bleibt bei allen, die sich über das suchen der versicherung nach marktvorteilen ärgern, aber die einheitskasse abgelehnt haben. gesundheit ist halt einfach kein normales produkt wie alle andern (bei denen der markt ja auch schon teilweise versagt)...
    • blueberry muffin 11.09.2015 09:42
      Highlight Highlight Vorallem koennte eine Einheitskasse viel aggressiver Preise verhandeln mit den Anbietern. Und es wuerden Werbungskosten wegfallen.

      Aber scheinbar sparen die Menschen lieber 1-2 CHF Steuern im Jahr an Fluechtlingshilfe anstatt bei einem sinnvolleren Krankenkassen Modell..
    • dnsd 11.09.2015 09:57
      Highlight Highlight Hahaha! Die Beamtenschaft ist ja berühmt für ihre aggressiven Preisverhandlungen!
    • Hierundjetzt 11.09.2015 12:59
      Highlight Highlight Blöd nur, dass der Beamtenstatus seit 1995 abgeschaft ist. Klar arbeiten Private wie UBS (-60 Mrd Staatshilfe, 10 Mrd Busse) besser. Logo. Immer.
  • Philipp Burri 11.09.2015 09:10
    Highlight Highlight Verbrecher überall
  • jdd2405 11.09.2015 08:34
    Highlight Highlight Das Gesundheitswesen leidet unter der Profitgier der Krankenkassen, Spitäler, Ärzte und auch Patienten. Wer die Kosten wirklich senken will, soll bei sich anfangen und nicht wegen jedem Wehweh und Bobo zum Arzt gehen, nur weil man denkt, dass man für die bezahlten Prämien auch immer eine Leistung haben will. Und dann darf gegen die Profitgier des Gesundheitssystems geschossen werden!
    • Mox 11.09.2015 09:05
      Highlight Highlight Jaja, die verschwenderischen Patienten sind die Wurzel allen Übels . Was für ein Blödsinn! Die Leute, die ich kenne müssen Arbeiten und überlegen sich zweimal, ob der Arztbesuch wirklich nötig ist. Das soll nicht heissen, dass es nicht auch Leute gibt, die es vielleicht übertreiben. Aber das zum strukturellen Problem hinauf zu stilisieren ist einfach blödsinn. Apropos, wollen Sie damit sagen, dass die Assura berechtigterweise die Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt?
    • blueberry muffin 11.09.2015 09:43
      Highlight Highlight Ich gehe selten zum Arzt und war schon Jahre nicht mehr. Die KK zahlt mir auch sonst nichts. Darf ich mich jetzt beschweren? Danke.
  • goalfisch 11.09.2015 08:20
    Highlight Highlight bei meinem hausarzt hängt ein infoblatt. sinngemäss steht da, dass er lieber keine assura versicherten hätte ... !!! ???
    • blueberry muffin 11.09.2015 09:44
      Highlight Highlight Vermutlich weil die ihre Rechnungen lange nicht zahlen koennen?

      Scheint mir aber jetzt ein Grauberreich.
    • Gustav.s 11.09.2015 11:17
      Highlight Highlight Musste letztes Jahr aus beruflichen Gründen zu einem Arzt in Aarau. Da gab es ein Plakat: Nur Notfallbehandlungen für assura versicherte und irgendwas mit keine Hausarztreglung mit assura versicherten (nicht ganz genauer Text aber Sinngemäss).
  • Mox 11.09.2015 08:05
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Ich habe mir überlegt dieses Jahr zur Assura zu wechseln, weil die bei Comparis unter den Günstigsten ist. Das hat sich soeben erledigt und zwar für immer. Unternehmen mit so einem Geschäftsgebaren dürfen nicht unterstützt werden. Ach wie sehr ich mir doch die Einheitskasse gewünscht hätte.... Dann fänden diese Risikooptimierungsversuche der Allegmeinversicherer endlich ein Ende. Aber dafür haben jetzt ja die Wahlfreiheit. Die Freiheit zwischen verschiedenen Abzockern zu wählen...
    • droelfmalbumst 11.09.2015 09:43
      Highlight Highlight wie sagt man so schön.. wer billig kauft, kauft zwei mal. :)
      ich empfehle dir die Swica. kann sein dass die ein paar CHF teurer sind, aber kenne niemand der jemals Probleme hatte wenn es ums bezahlen ging oder sonst was.
    • Mox 11.09.2015 10:29
      Highlight Highlight Danke für dwn Tip.
    • Sinriu 11.09.2015 11:24
      Highlight Highlight Da gebe ich Recht. Ich war mal kurz bei Assura, hab mich aber nur genervt wegen der späten Zahlung und dem schlechten Service. Und so kroch ich dann zur Swica zurück. Hatte noch nie Probleme mit Swica.
  • The Writer Formerly Known as Peter 11.09.2015 07:24
    Highlight Highlight Die Assura ist die schlimmste Krankenkasse von allen. Rechnungen dürfen nicht eingesandt werden, sondern müssen aufbewahrt werden, will man einmal Geld sehen... das bezahlen der Rechnungen dauert dann Monate und kommuniziert wird wie mit Kleinkindern, mit "lustigen" Eulenmännchen.... toll. Schlimmster Laden ever! Nie niemals mehr!
  • fufu 11.09.2015 07:11
    Highlight Highlight Aus Kostengründen kann ich mir einen Arztbesuch kaum Leisten. Wenn ich nun dies noch Vorschiessen müsste, kann ich mir keine Medikamente kaufen.
    Es werden immer mehr Menschen nicht zu Arzt gehen weil Sie es sich nicht leidte können... Das in der schweiz wo jedes Jahr nocj die Prämien steigen :-/
    • droelfmalbumst 11.09.2015 09:45
      Highlight Highlight ist schon hart. sehe aber leider auch viele die herumweinen dass sie sich den Arzt nicht leisten können, aber einen dicken BMW haben sie dann doch vor der hütte stehen oder gehen 1x im jahr 2 Wochen in die USA ferien machen... oft müsste man auch einfach seine Prioritäten den eigenen Möglichkeiten anpassen :)
    • Lumpirr01 11.09.2015 10:10
      Highlight Highlight @droelfmalbumst: Genauso ist es eben. Bei materiellen Dingen wie z. Bsp. beim Autokauf muss jedes noch so unwichtige Zubehör mitbestellt werden oder eben die umfangreichen Luxus -Ferien in den Malediven. Hingegen beim wichtigsten Gut des Menschen - der Gesundheit - da soll dann gespart werden, da wird dann über alle Bereiche (vom Labor über Medis bis zum privaten Patientzimmer) gejammert! Man muss wirklich nicht wegen jedem noch so kleisten Bobo zur Spital - Notaufnahme rennen, wenn auch ein kleines Heftpflaster genügt hätte.............
    • ToloTolo 11.09.2015 11:07
      Highlight Highlight Reine Spekulation! Bei den Krankenkassen bedienen sich alle: der Bund, die Kantone, die Chemieindustrie ...
      Als normal verdienender Bürger wird man schlicht und einfach gemolken, damit mehr als 50% der Bevölkerung eine Prämienverbilligung erhält.
      Das System ist sehr verbesserungswürdig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neno23 11.09.2015 06:10
    Highlight Highlight gibt es das, arztbehabdlungen direkt vor ort zu bezahlen? ich bekomme immer rechnungen entweder zu uns oder direkt mit der kk abgerechnet. verschriebenen medikamente aus der apotheke werden (sofern von der grundversicherung bezahlt) direkt mit der kk abgerechnet (darum die chip karte)

Je mehr Bewegung, desto günstiger – kommt bald das Prämienmodell Schrittzähler?

Fast jeder kennt sie: Die Schrittzähler-App auf dem Smartphone. Wer genug Schritte pro Tag geht, fördert angeblich die Gesundheit nachhaltig. CVP-Nationalrätin Ruth Humbel will einen Schritt weiter gehen und auf Basis dieser Technologie ein Prämienmodell entwickeln lassen.

Für Ruth Humbel ist klar: Wenn 80 Prozent der jährlichen Gesundheitskosten in der Schweiz auf nicht übertragbare Krankheiten wie etwa Herz-Kreislauf-Probleme entfallen, kommt der Prävention eine besondere Bedeutung zu.

Das Problem: «Das schweizerische Gesundheitswesen legt den Fokus auf das Kurieren von Krankheiten. Versicherungstechnisch gibt es heute keinen Anreiz, sich gesund zu verhalten», kritisiert die CVP-Nationalrätin.

Dabei wäre es so einfach. Wer ein Smartphone besitzt, der hat meist …

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