Schweiz

Von wegen «immer zuerst Telmed» anrufen: Die Krankenkasse merkts nicht

Krankenversicherungen mit Telefon-Erstkonsultation boomen. Doch in manchen Fällen scheinen die Versicherten gar nicht zum Hörer zu greifen – und die Krankenkassen merken es nicht. 

01.12.17, 09:29 02.12.17, 06:12

Zum Jahresende gibt es neben den Weihnachtsvorbereitungen für Herr und Frau Schweizer einen weiteren wichtigen Punkt auf der To-do-Liste: den Krankenkassenwechsel. Bis gestern hatten die Versicherten Zeit, ihre Grunddeckung zu kündigen und zu einer anderen Krankenkasse zu wechseln. Laut dem Internet-Vergleichsdienst Comparis tun dies jedes Jahr zwischen 8 und 10 Prozent aller Versicherten – der Prozentsatz variiert je nach Prämienerhöhung.

Du musst 2018 noch mal mehr für deine Krankenkasse bezahlen

1m 20s

Du musst 2018 noch mal mehr für deine Krankenkasse bezahlen

Video: srf/SDA SRF

Auch mit Wechseln innerhalb derselben Versicherung können die Kunden sparen. Die meisten Versicherer bieten alternative Versicherungsmodelle an, die Auflagen beinhalten, jedoch billiger sind. Sehr gefragt sind seit einigen Jahren Telmed-Modelle: Laut dem Krankenkassenverband Santésuisse hatten letztes Jahr ganze 1,08 Millionen Versicherte einen solchen Vertrag. 

Das Prinzip der Telmed-Modelle: Bevor der Patient einen Arzt aufsuchen darf, muss er sich telefonisch beraten lassen. Durch diese Beratungen sparen die Versicherungen Kosten und erlassen dem Versicherten so bis zu 15 Prozent seiner Prämie. Nicht verpflichtend ist ein Anruf ins Callcenter in der Regel im Fall von Notfällen, gynäkologischen Vorsorge-Untersuchungen, Konsultationen beim Augenarzt, chronischen Krankheiten und zahnärztlichen Behandlungen. 

«Sie sind bereits seit dem 1. Januar 2012 in unserem Telmed-Modell SanaTel versichert.»

20 Termine ohne vorheriges Gespräch

Auch die Zürcherin Clara* wollte bei ihren monatlichen Prämienbeiträgen sparen. Anfang Oktober rief sie deshalb bei ihrer Krankenkasse, der Mutuel Versicherung, an. Sie bat die Kundenberaterin ihren Vertrag auf den 1. Januar 2018 in ein günstigeres Telmed-Modell zu wandeln. Die Mitarbeiterin entgegnete zu ihrem Erstaunen: «Sie sind bereits seit dem 1. Januar 2012 in unserem Telmed-Modell SanaTel versichert.»

Clara holte ihre Versicherungspolice hervor und realisierte, dass sie sich tatsächlich bereits vor fünf Jahren für besagtes Modell entschieden hatte – und somit verpflichtet gewesen wäre, jeweils vor dem Gang zum Arzt das Callcenter anzurufen. «Ich habe ganze fünf Jahre lang nicht angerufen – und nichts ist passiert». Sie habe nie ein Verwarnungsschreiben erhalten, sei nie per Telefon informiert worden. Dabei konsultiere sie mehrmals pro Jahr ihren Generalisten: «Seit 2012 waren es wohl knapp 20 Termine.»  

Claras Name ist geändert, ihre Geschichte nicht. Clara ist auch nicht die Einzige, die Ähnliches berichtet. watson liegt ein weiterer Fall eines Mutuel-Versicherten vor, sowie der eines Swica-Kunden. Entgehen gewisse Telmed-Versicherte also der Kontrolle ihrer Krankenkassen? 

Groupe Mutuel, zu der die Mutuel Versicherung gehört, lässt auf Anfrage ausrichten, man könne zu «pauschalen Aussagen von SanaTel-Versicherten ohne Kenntnis und Abklärung des entsprechenden Dossiers» nichts sagen. Sprecher Christian Feldhausen: «Im Zusammenhang mit dem Erhalt mediznischer Rechnungen erfolgt bei uns eine systematische Überprüfung, ob ein Kontakt mit dem telefonischen Beratungsdienst Medi24 stattgefunden hat.»

Bei den Telmed-Modellen gibt es je nach Versicherer sehr unterschiedliche Sanktionsmöglichkeiten. So lehnen gewisse Krankenkassen schon beim ersten Verstoss gegen die Regeln die Übernahme der medizinischen Kosten ganz oder teilweise ab. Vergleichsweise mild mit Sanktionen geht man bei der Mutuel bei Regelverstössen um. Hier werden die Kunden nach dem dritten Verstoss innerhalb eines Jahres ins Standardmodell transferiert – die Kosten übernimmt die Versicherung weiterhin. Feldhauser meint deshalb: «Vielleicht ändert die direkte Auswirkung im Portemonnaie etwas an der Wahrnehmung der Versicherten.»

Auch Swica teilt mit, dass die Anrufdaten, die das telemedizinische Beratungszentrum aufnimmt, regelmässig mit den eingereichten Rechnungen abgeglichen werden. Diese Kontrolle verlaufe vollautomatisch. Sprecherin Silvia Schnidrig räumt aber ein: «Es war in der Vergangenheit bei einem grösseren Anteil an manueller Rechnungskontrolle eher möglich, dass nicht jede Unterlassung entdeckt wurde.»

Kulant bei Grippewelle

Ausserdem könne es vorkommen, dass beispielsweise zu Zeiten einer Grippewelle nicht jeder Anruf sofort entgegennehmen werden könne. «In solchen Phasen zeigen wir uns kulant und werfen den Versicherten nicht vor, uns nicht angerufen zu haben.» Die CSS Versicherung zeigt sich hier strenger: «Wir setzten die Regeln des Produkts strikte um», heisst es auf Anfrage, ähnlich tönt es bei der KPT/CPT. 

Der Krankenkassenverband Santésuisse geht auch davon aus, dass es sich bei besagten Fällen um Ausnahmen handelt und die Krankenkassen ihre Kunden gewissenhaft kontrollieren. Sprecher Christophe Kaempf: «Denn wenn die Versicherten sich nicht an die Regeln des Telmed-Models halten würden, könnten die Versicherer keinen Rabatt mehr für dieses Model anbieten.» 

*Name geändert. 

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Petrarca 01.12.2017 17:03
    Highlight „Dabei konsultiere sie mehrmals pro Jahr ihren Generalisten: «Seit 2012 waren es wohl knapp 20 Termine.»“ Das ist alle 3 (!) Monate ein Besuch beim Arzt, ohne dass ein chronisches Leiden vorliegt (da wäre ein Telmed Anruf nämlich nicht nötig. Ich frage das jetzt völlig umwertend und als jemand mit chronischen Leiden, einer dicken Krankenakte und um die 20 Operationen auf dem Konto, der aber trotzdem nicht auf 20 Arztbesuche in 5 Jahren kommt: Was macht man/frau alle drei Monaten beim Arzt???
    18 1 Melden
  • Hansdamp_f 01.12.2017 14:47
    Highlight "Die Krankenkasse merkt es nicht", ist komplett der falsche Ansatz/Gedanke. Diese Telmed-Triage nützt allen, indem Bagatellfälle gleich erledigt werden können und dadurch Kosten gespart werden.
    18 0 Melden
  • Die verwirrte Dame 01.12.2017 13:51
    Highlight 20 zum Arzt in einem Jahr??? Geht vermutlich beim ersten Hüstelchen sofort zum Arzt. Und genau Sie ist dann eine die motzt, dass die Prämien von Jahr zu Jahr steigen.

    10 27 Melden
    • road¦runner 01.12.2017 18:09
      Highlight Von 2012 bis 2017 ist zumindest in meinem Universum mehr als ein Jahr...daher denke ich hast Du definitiv den richtigen Usernamen gewählt 😉
      12 2 Melden
  • Ökonometriker 01.12.2017 13:44
    Highlight Ich find Telmed super. In vielen Fällen ist klar wo das Problem ist und man braucht nur ein Rezept oder Arztzeugnis. Da ist es mir viel lieber, kurz per Telefon das Problem lösen zu können und nicht zu einem Arzt gehen zu müssen.
    12 2 Melden
    • Aglaya 01.12.2017 16:23
      Highlight Über Telmed können/dürfen aber weder Rezepte noch Zeugnisse ausgestellt werden. Der Gang zum Hausarzt wird daher durch den Anruf nicht erspart.
      2 6 Melden
    • Moopsen 02.12.2017 10:51
      Highlight Wieso sollen die das nicht dürfen? Da arbeiten Ärtze und Ärztinnen. Ich habe jedenfalls schon problemlos ein telefonisches Rezept erhalten, das direkt an die Apotheke gemailt wurde. Auf der Medgate-Seite steht auch: "Wenn telemedizinisch sinnvoll, stellt der Medgate-Arzt ein Rezept aus.".
      1 0 Melden
    • Aglaya 02.12.2017 15:06
      Highlight @Moopsen
      Und die Diagonse wurde per Telefon gestellt? Wie will der Arzt den Patienten seriös untersuchen, wenn er ihn nicht vor sich hat und keine Tests durchführen kann?
      0 0 Melden
  • EI_Duderino 01.12.2017 12:03
    Highlight Interessant ist, dass im letzten Jahr in einer bekannten Konsumentensendung, über die Krankenversicherungen berichtet wurde welche die Kunden sanktioniert haben die Behandlungen nicht vorgängig telefonisch angemeldet haben. Da war die Entrüstung sehr gross. Liebes Watson-Team, Qualitätsjournalismus wäre das grosse Ganze zu betrachten und nicht eine Story aus Einzelfällen zu kreieren.
    13 2 Melden
  • droelfmalbumst 01.12.2017 11:59
    Highlight GENAU darum steigen dann die Prämien!!! Weil die Kassen Modelle anbieten die günstig sein sollen, dann aber NICHTS kontrollieren!!! So geht das System nicht auf und 1-2 Jahre später gibt's 30.- Prämienerhöhung in den jeweiligen Modellen!!!
    3 18 Melden
  • cbishoea 01.12.2017 11:25
    Highlight Ich frage mich sowieso was diese Telmed Modelle nützen sollen. Am Telefon kann jeder seine Symptome so schildern das er ins Spital geschickt wird wenn er will. Zusätzlich müssen auch noch die Kosten für das Callcenter mitgerechnet werden. Somit bleibt der Nutzen für die Prämienmitzahler sehr gering.
    56 21 Melden
    • meine senf 01.12.2017 12:27
      Highlight Es wird ja keine Krankenkasse riskieren wollen, dass jemand wegen einem verweigertem Termin gravierende Schäden davonträgt. Von dem her wird man schon garantiert einen Termin bekommen, wenn man das Richtige erzählt.

      Aber der nötige Anruf erhöht wohl die Hemmschwelle für Bagetell-Konsultationen etwas. Und ein Call Center Agent verdient wohl ein Zehntel von dem was ein Arzt verdient.
      21 2 Melden
    • Hansdamp_f 01.12.2017 14:45
      Highlight Es nützt sehr wohl. Für den Grossteil der Bagatellfälle. Und das ist im Interesse aller: kein Zeitverlust, kein unnötiger Arztbesuch.
      11 0 Melden
    • Moopsen 02.12.2017 10:47
      Highlight Ich habe schon eine ganze Impfberatung per Telefon erhalten, der Termin bei der Hausärztin dauerte daraufhin nur 10 Minuten für 3 Spritzen. Auch ein Rezept für Malariaprophylaxe habe ich telefonisch erhalten und konnte es dann direkt in der Apotheke holen, ohne Arztkonsultation. Das spart mir Zeit und der Kasse Geld.
      2 0 Melden
  • Sensei 01.12.2017 11:24
    Highlight Das System ist doch auch für den Patienten lukrativ. Statt Arztkosten und Zeitinvestition lasse ich mir einfach am Telefon etwas verschreiben und schon ist die Sache erledigt. Clara hätte so wohl je nach Franchise selber viel Geld gespart.
    11 10 Melden
    • Gigle 01.12.2017 12:16
      Highlight Ich denke nicht, dass das so funktioniert. „Beachten Sie aber, dass es keine medizinische Behandlung ersetzt, sondern als Ergänzung dient.“ das steht in der Beschreibung des Telmed Modells.
      5 2 Melden
    • Hansdamp_f 01.12.2017 14:54
      Highlight Doch, das nützt. Eben für Bagatellfälle. Und neben den Modellen, wo man bloss konsultativ anruft und dann trotzdem jederzeit zum Arzt kann, gibt es auch solche Telemedizinmodelle, wo der Behandlungsweg sehr wohl verpflichtend und vorgegebenen ist. Wer in einem solchen vom Rabatt profitiert, sich aber nicht an den Behandlungsweg hält, wird ungeteilt. Und das ist auch richtig so.
      7 0 Melden
  • fabsli 01.12.2017 11:21
    Highlight Es gibt Kassen, die merken das sehr wohl. Wenn eine Rechnung reinflattert wird diese kontrolliert und wenn nicht angemeldet, gibts eine Info an den Versicherten. Beim zweiten Mal wirds dann nicht mehr übernommen.
    18 2 Melden
  • Hugh_Idiyit 01.12.2017 10:42
    Highlight Ist dies ein Versuch noch irgendeine Krankenkasse schlecht darzustellen? x) Ist doch super wenn die das nicht merken, ich würde gleich wechseln haha
    4 4 Melden
  • sanmiguel 01.12.2017 10:38
    Highlight Wer zum Henker muss im Schnitt 4 mal pro Jahr zum Arzt? Kein Wunder zahlen wir uns bei den Prämien dumm und dämlich.
    41 50 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.12.2017 11:31
      Highlight 4 mal zum Arzt wird wohl um die 600.- gekostet haben. Selbst mit der Mindestfranchise bleiben da nur noch 300.-, die hat sie mit einer Monatsprämie bezahlt, also hat sie noch immer 11 Monatsprämien ungenutzt zusätzlich bezahlt? Nach diesen Angaben ist sie bestimmt keiner der Fälle, weshalb wir uns "dumm und dämlich" zahlen.
      9 9 Melden
    • Gilbert Schiess 01.12.2017 12:02
      Highlight ich hoffe Du kommst nie in die Situation, dass Du 4 oder mehrmals im Jahr zum Artz musst.
      Wenn doch, bin ich überzeugt, ab dem 2. mal zahlst Du aus dem eigenen Sack.
      15 2 Melden
    • ARoq 01.12.2017 12:14
      Highlight Ich z.B. Zur Krebs-Nachsorge. Oder viele andere chronisch Kranke wie beispielsweise Diabetiker.

      (Meine Prämienrechnung ist übrigens trotzdem höher als alle Vergütungen durch die Krankenkasse)
      11 0 Melden
    • Gigle 01.12.2017 12:19
      Highlight Als Frau mit z.B. Heuschnuppen geht das ziemlich schnell: einmal für Verschreibung Heuschnuppenmedi, einmal jährliche Gyni Untersuchung, einmal hast du evtl Pech und dir eine Blasenentzündung geholt und zum Schluss will der Arbeitgeber noch ein Zeugnis, weil du die Grippe hast. Und schon warst du vier Mal beim Arzt.
      24 3 Melden
    • meine senf 01.12.2017 12:21
      Highlight Du hast das Einfühlungsvermögen eines Bulldozzers für Leute mit weniger (gesundheitlichem) Glück.
      34 1 Melden
  • shine 01.12.2017 10:36
    Highlight Als ich mein erstes Kind bekommen habe, habe ich ihn genau gleich versichern lassen wie ich. Ich habe das ärztehausmodell und muss mich da melden und diese leiten mich allenfalls zu einem Spezialisten weiter. Jedoch wurde mir im Spital gesagt, ich solle ein Kinderarzt für die ersten Jahre haben. Die Versicherungsart haben wir nicht geändert. Somit war er ein Jahr falsch versichert und die SWICA hat nichts bemerkt obwohl wir mehrmals den Kinderarzt aufgesucht haben für die grundkontrollen. Als wir es etwas mehr als ein Jahr später selber feststellten, haben wir das Modell in Hausarzt geändert.
    6 1 Melden
    • lucasm 01.12.2017 11:22
      Highlight Die swica ist bei so sachen einfach extrem kulant. Kann mir gut vorstellen, dass sie es gemerkt haben und ihnen folgekosten erspart haben.
      19 0 Melden
    • droelfmalbumst 01.12.2017 12:01
      Highlight Bei der SWICA sind Kinder bis 18. Lebensjahr frei bei der Arztwahl, egal welches Modell.
      16 0 Melden
  • Don Sinner 01.12.2017 09:53
    Highlight 20 Mal in 5 Jahren zum Hausarzt? Verantwortungslos ggüber den Mitprämienzahlern. Hoffentlich arbeitet die KK den Fall auf - mit den entspr. finanziellen Kosten für die Arztkonsumentin.
    50 72 Melden
    • JasCar 01.12.2017 10:56
      Highlight Es gibt Menschen, welche nicht mit einer guten Gesundheit gesegnet sind...
      63 8 Melden
    • SJ_California 01.12.2017 10:56
      Highlight Verantwortungslos??? Ich rechne für dich:
      20 Konsultationen in 5 Jahren, sagen wir durchschnittlich 300.- pro Konsultation ergibt 1'200.- pro Jahr.
      Fazit: gut möglich, dass dieser Betrag die Franchise und den Selbstbehalt nicht überstiegen hat, und die Versicherung drum auch nicht reagiert hat.
      Verantwortungslos wäre übrigens nicht der Patient, sondern die Versicherung - sofern die Kosten höher als Franchise + Selbstbehalt waren.
      36 3 Melden
    • nosi2 01.12.2017 11:05
      Highlight @Don
      Solche Aussagen ohne den medizinischen Hintergrund der Person zu kennen, nenne ich einen Stammtischkommentar.
      79 3 Melden
    • Flötist 01.12.2017 11:08
      Highlight Wieso verantwortungslos? Wenn sie 20 mal krank war, war sie 20 mal krank.
      46 7 Melden
    • Jaing 01.12.2017 11:13
      Highlight Absolut! Chronisch krank ist sie ja nicht, sonst müsste sie ohnehin nicht vorgängig anrufen.
      10 24 Melden
    • MacB 01.12.2017 11:19
      Highlight Urteile doch nicht, ohne die Gründe zu kennen.

      Ich denke zwar wie du aber es kann ja auch sein, dass besagte Dame ein chronisches Leiden hat und regelmässig zur Kontrolle muss.
      24 5 Melden
    • Jaing 01.12.2017 11:22
      Highlight @MacB "Nicht verpflichtend ist ein Anruf ins Callcenter in der Regel im Fall von Notfällen,..., chronischen Krankheiten...".
      11 0 Melden
    • nick11 01.12.2017 11:26
      Highlight das klingt auch eher nach chronischer Krankheit, bei welcher man nicht anrufen muss....
      3 9 Melden
  • DonPedro 01.12.2017 09:53
    Highlight Es erstaunt nicht, dass bei Telemed Modellen eine Kontrolle der Erstkonsultationen per Telefon, sehr schwierig zu kontrollieren sind,
    Dies ist übrigens bei echten Hausarztmodellen, bei denen zwingend zuerst ein HA konsultiert werden muss, ähnlich.
    Umso mehr muss die Nichteinhaltung der vertraglichen Pflichten seitens der Patienten Konsequenzen haben. Sonst sind die Prämienvergünstigungen bei diesen Modellen in keiner Weise gerechtfertigt.
    14 1 Melden
    • SJ_California 01.12.2017 10:58
      Highlight Wieso schwierig?
      Da läuft doch sicher ein automatisierter Check, sobald die Rechnung bei der KK im System landet...
      3 0 Melden
  • derhimmlische 01.12.2017 09:43
    Highlight Wird Zeit, dass wir wieder über die 1heitskrankenkasse abstimmen !
    117 39 Melden
    • ARoq 01.12.2017 11:55
      Highlight Was hat das mit dem Artikel zu tun?

      PS: 94,5% der Kosten entstehen nicht bei der Krankenkassen. Die Restlichen 5,5% können auch mit einer Einheitskasse nicht eliminiert werden. Können wir also die "Scheinlösung Einheitskasse" ruhen lassen?
      15 5 Melden
    • meine senf 01.12.2017 14:07
      Highlight Zumindest bräuchte es mit einer EInheitskrankenkasse keine Kosten für den alljährlichen Telefonterror Ende Jahr und keine Kosten für die Abwicklung der Wechselnden.

      Schon möglich, dass das nur wenige Prozent sind. Aber besser als nichts.

      Es heisst ja immer "mit Einheitskasse fällt Preisdruck durch Konkurrenz weg, deshalb würde es dann teurer". Wenn aber 94.5 % der Kosten ohnehin unabhängig davon sind, entfällt dieses Gegenargument.
      6 5 Melden
    • Hansdamp_f 01.12.2017 14:50
      Highlight Wenn sich Versicherte nicht an den vorgegebenen Behandlungsweg halten, muss eine Einheitskasse her? Sehr logisch und durchdacht. Merci.
      9 4 Melden
    • Pasch 02.12.2017 05:44
      Highlight @derhimmlische: absolut deiner Meinung! Schluss mit diesem Modellwirrwarr und Kassenjungel. Einheitskasse und lohnabhängige Beiträge! Erst dann wird es Möglich sein die Kosten in den Griff zu kriegen!

      Deutschland hat an und für sich ein sehr gutes System (zwar keine Einheitskasse, aber die Gestzliche geht schonmal in die Richtung) warum kommen aber all die Ärzte hierher? Weil hier der Futtertrog steht!
      Das CH Gesundheitswesen ist gescheitert je früher was getan wird desto besser.
      3 1 Melden

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