Schweiz

«Unglaublich verdorben!», schreibt die «Daily Mail» unter die Bilder zu «Die 120 Tage von Sodom» am Zürcher Schauspielhaus. Bild: Toni Suter / T+T Fotografie

Verrückt, Zürich hat einen Skandal, von dem nur die englische «Daily Mail» weiss

Manchmal braucht man echt die ausländischen Medien, um zu wissen, was in der eigenen Stadt los ist. Besonders in diesem Schweinestall namens Schauspielhaus.

15.02.17, 12:34

Wow! Am Zürcher Schauspielhaus läuft gerade das grusigste, perverseste, missbräuchlichste Theaterstück der Welt, aller Zeiten und überhaupt! Seltsam nur, dass bei uns davon so gar nichts wahrzunehmen ist. Demonstrieren Menschen vor dem Schiffbau? Nein. Laufen Behindertenverbände Sturm? Kein bisschen. Verlangt die SVP nach Subventionskürzungen? Nicht einmal das.

Ganz anders sieht das jedoch die britische «Daily Mail». Sie kennt zwar Milo Raus Inszenierung «Die 120 Tage von Sodom» mit Mitgliedern des Behindertentheaters Hora nur von Bildern und aus «lokalen Medien», aber das hindert sie nicht daran, sich mit dem Furor der Empörten darüber auszubreiten (und in der Printausgabe übrigens auf der gleichen Seite «30 fette Katzen, die dein Herz zum Schmelzen bringen» abzudrucken, wie eine Userin meldet). Es ist sehr lustig. Wir haben für euch den ganzen Text aus der «Daily Mail» übersetzt.

Ist dies die geschmackloseste Produktion aller Zeiten? Ein Schweizer Theater inszeniert ein Stück des Marquis de Sade, in dem Schauspieler mit Down-Syndrom wie Hunde angekettet sind, Orgien simulieren und so tun, als würden sie Exkremente essen. Das kontroverse Stück basiert auf einem einst verbotenen Buch des Marquis de Sade.

«Ich frag mich, für wen diese Menschen bei den letzten Wahlen stimmten.»

Total zufälliger User-Kommentar zu Milo Rau in der «Daily Mail».

«Widerwärtige Begebenheiten», weiss die «Daily Mail» ganz genau. Bild: Toni Suter / T+T Fotografie

Das Buch, «Die 120 Tage von Sodom», erzählt die Geschichte von vier reichen Wüstlingen.
Milo Rau verteidigt sein Stück, indem er Kritiker «engstirnige Zyniker» nennt.
Davor hat er ein Stück über einen belgischen Kinderschänder inszeniert.

«Die Apokalypse kann gar nicht schnell genug kommen. Der Westen erstickt an überfinanziertem menschlichen Dreck und braucht die grosse Reinigung, die nur Armageddon zu leisten vermag.»

Dieser User-Kommentar zeugt von einem echt gesunden Menschenverstand.

Ein Stück, in dem Schauspieler mit Down-Syndrom geschlagen, gefoltert und dazu gezwungen werden, Exkremente zu essen und Sexorgien zu spielen, hat in der Schweizer Stadt Zürich einen Sturm entfesselt. Der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau, 40, ist kein Unbekannter, wenn es darum geht, seine Produktionen mit Skandalen zu umgeben. Er wurde schon von einer deutschen Wochenzeitung als «umstrittenster Regisseur seiner Generation» bezeichnet und brauchte Kinder, um die entsetzlichen Verbrechen des belgischen Pädophilen und Mörders Marc Dutroux in seinem Stück «Five Easy Pieces» nachzuspielen.

«Seltsam und verstörend, aber es gibt täglich seltsame und verstörende Stücke. Wieso sollten Menschen mit Down-Syndrom nicht genauso darin mitspielen dürfen wie Menschen ohne?»

Bravo für diesen toleranten User-Kommentar!

«Entsetzliche Produktion!» Die «Daily Mail» war mit eigenen Augen nicht dabei. Bild: Toni Suter / T+T Fotografie

Auch in seiner neuen, skandalösen Arbeit «Die 120 Tage von Sodom» geht Rau an die Grenzen dessen, was gesellschaftlich zulässig ist. Sein Stück basiert auf dem Film «Salo», einem italienisch-französischen Horror-Kunst-Film von 1975, der seinerseits das Buch «Die 120 Tage von Sodom» des Marquis de Sade als Grundlage hat. Das Buch war in England einst verboten, nachdem es als einer der sexuell gewalttätigsten Texte, die je geschrieben worden waren, beschimpft worden war.

Ach ja, die «Daily Mail» ist übrigens so schlecht, dass sich wikipedia jetzt weigert, ihre Artikel als verlässliche Informations-Quellen zu akzeptieren. Im Gegensatz etwa zu watson.

watson.

Es erzählt die Geschichte von vier reichen männlichen Wüstlingen, die sich mit einem Harem aus 46 Opfern in einem Schloss einbunkern, was – nach grauenvollen Sexszenen – in einer Schlächterei endet. Sade beschrieb sein Werk als «die schmutzigste Geschichte, die seit der Entstehung der Welt erzählt wurde».

«Die Welt wird bald brennen ...»

Eh klar. User-Kommentar.

«Milo Rau rief Empörung hervor.» Die «Daily Mail» weiss Dinge, von denen in Zürich kein Mensch gehört hat. Bild: Toni Suter / T+T Fotografie

Rau erntete Stirnrunzeln, weil er geistig behinderte Ensemble-Mitglieder auf der Bühne Sexszenen simulieren lässt. Laut lokalen Medien kann man sehen, wie die Schauspieler mit Down-Syndrom wie Hunde geschlagen, erniedrigt, gefoltert und dazu gezwungen werden, so zu tun, als würden sie Exkremente essen, während sie gekreuzigt werden.

Laut Rau ist das Stück «eine Metapher für die Schändungsrituale des zeitgenössischen Populismus'». Der preisgekrönte Regisseur verteidigt den Einsatz von elf behinderten Schauspielern: «Wenn du ein Thema behandelst, das ganz sicher jemanden betrifft, solltest du es nicht vermeiden.» Rau erklärte, dass er die engstirnigen Zyniker dieser Welt treffen wollte.

«Ganz klar eine Allegorie auf unsere Brexit-Abstimmung.»

Genau, was könnte ein Zürcher Theaterstück auch anderes sein, lieber «Daily Mail»-User.

Weitere Bilder aus der Aufführung

Er sagte, seine Schauspieler seien «die letzte Generation Behinderter, die überhaupt noch geboren werden». Er deutete darauf hin, dass die «Kleinbürger» Menschen mit Down-Syndrom ermutigen, ein Teil der Gesellschaft zu sein, aber gleichzeitig jenen eine Abtreibung empfehlen, deren Föten davon betroffen sind. Eine empörte Person schrieb: «Für derart perversen Sch**** gibt es immer noch Fördergelder, weil es angeblich Kunst ist. Dabei beweist es nur, wie krank unsere Gesellschaft geworden ist.»

Hier gehts zum Originaltext in der «Daily Mail».

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51
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    Alle Leser-Kommentare
  • blobb 15.02.2017 23:30
    Highlight Schon ein bischen verstörend was viele Kommentar-Schreiber für ein Bild von Personen mit Down-Syndrom haben. Auch wenn sie es nicht böse meinen. Die Gesellschafft braucht unbedingt mehr Kontakt mit solchen Leuten. Das wäre enorm bereichernd für uns alle.
    Sorry Joma für das "klauen" des Videos, aber es ist einfach zu gut.
    7 0 Melden
  • nAk0ust!x 15.02.2017 21:12
    Highlight Der in den letzten zeilen zitierte kommentar vonwegen fördergelder.. blabla.. Wie krank unsere.. Blabla finde ich genial widersprüchlich! Für welche "kunst" sollte man denn sonst fördergelder sprechen, wenn nicht für solche, die zum denken und zur diskussion über unsere gesellschaft anregt?? ;)
    13 2 Melden
    • WyclefJean 15.02.2017 22:16
      Highlight Ne lass uns lieber Ölmalereien von Früchtekörben machen, das ist wahre Kunst, und sogar ganz lieb!
      18 1 Melden
    • nAk0ust!x 16.02.2017 01:38
      Highlight Ja los tu es und ich hängs bei mir auf! Ein schwimmendes einhorn als sujet, zwischen zwei regenbogenüberspannten inseln wär auch nett! Kunst darf und soll alles. Mal lieblich, graziös, mal schockierend, bös.. Jedem das seine, aber ich mag "abgefuckte", provozierende kunst! Schwarzer humor in der richtigen dosis ist gesund btw. :D
      2 1 Melden
  • Micha Moser 15.02.2017 18:09
    Highlight https://www.google.ch/amp/s/www.srf.ch/kultur/amp/article/12126460?client=safari

    Sah letztens sogar einen TV Bericht darüber auf SRF. Witzig das die Daily Mail darüber berichtet.
    6 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 15.02.2017 17:22
    Highlight Der einzige Skandal ist, dass man darüber diskutiert, ob man ein solches Stück mit Menschen mit Down-Syndrom inszenieren darf.
    58 2 Melden
    • lilie 15.02.2017 21:06
      Highlight Das gibt mir das ungute Gefühl, dass das sowieso nur ein PR-Gag ist, und ich finde, diese Menschen verdienen etwas besseres.
      5 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 15.02.2017 22:40
      Highlight Verdienen diese Menschen etwas Anderes als "normale" Menschen?
      15 1 Melden
    • blobb 15.02.2017 23:14
      Highlight @Toerpe Zwerg
      Du bringst es auf den punkt. Wenn man mal kontakt mit Menschen mir Down Syndrom gehabt hätte würde man wohl sein Vorurteil, dass solche Menschen per se manipulierbar sind und sich missbrauchen lassen überdenken.
      Ich habe in meiner Arbeit fast nur starke Persönlichkeiten kennengelern die sehr gut nein sagen können, oft zu gut ;) Sozial oft intelligenter als manche sogenannte "Normale".
      7 0 Melden
    • lilie 16.02.2017 06:53
      Highlight Nein, diese Leute verdienen genau das Gleiche, aber die Realität sieht so aus, dass die Rollenangebote für geistig Behinderte begrenzt sind.

      Wenn man nun eine Anfrage vom Schauspielhaus bekommt, selbst wenn es ein fragwürdiges Stück ist - würdet ihr da nein sagen? Wahrscheinlich nicht.
      2 3 Melden
  • Thinktank 15.02.2017 17:12
    Highlight Wann berichtet man von Kunst- und Theaterhäusern? Wenn Sex, nackte Körper, ausreichend Fäkalien oder bürgerliche Ansichten durch selbigen gezogen werden. Theater ist subventionierte Kunst für Eliten und Touris und das Geld ist eh futsch, sollen sie spielen, was sie wollen. Dieser Pseudoskandal interressiert heutzutage keinen Menschen mehr, wo jeden Tag life Menschen abgeschlachtet werden.
    29 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 17:08
    Highlight Naja in einigen Medien wird dieses Stück seit Tagen recht differenziert diskutiert. Die Diskussion, ob es wirklich wertvoll ist, wenn Kunst derart provoziert, dass man sich der Auseinandersetzung damit nicht mehr entziehen kann, ist aber ziemlich alt.

    Mich würde eigentlich etwas anderes interessieren: Wie ist das für die Schauspieler mit Down-Syndrom?
    25 0 Melden
    • exeswiss 16.02.2017 01:44
      Highlight würden sie es schlecht finden würden sie nicht mitspielen. es wird kein mensch gezwungen mitzumachen.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.02.2017 02:12
      Highlight @exeswiss

      Da haben Sie mit Sicherheit recht. Es geht mir aber darum, dass die Schauspieler mit Down-Syndrom hier in einem extrem schwierigen Kontext auftreten.

      Lesen Sie doch einmal den Text zu diesem Stück (man findet es kostenlos im Inet, am Besten in franz. Sprache).

      Anmerkung: Ich finde die Leistung der Schauspieler toll!
      4 0 Melden
    • exeswiss 16.02.2017 11:06
      Highlight @Bärerklär Menschen mit downsyndrom möchten nicht ausgegrenzt werden. selbst für einen menschen ohne down syndrom (ich schreibe hier absichtlich nicht "normalen menschen") ist es ein extrem schwieriger kontext. ich finde es ehrlich gesagt bemerkenswert, dass man menschen mit down syndrom eine chance gibt solch schwierige rollen zu spielen und sie ihnen nicht vorenhält.
      3 0 Melden
  • meine senf 15.02.2017 15:51
    Highlight Echt ätzend, wie auf der ganzen Welt die Boulevardmedien die Menschen aufhetzen und die Welt um Jahrzehnte zurückwerfen.

    Dieses Stück ist doch nicht neu.

    Man könnte ja sagen, da werden Behinderte ausgenutzt oder ausgestellt und das sei nicht gut. Aber umgekehrt hiesse das ja, Behinderte dürften grundsätzlich nicht als Schauspieler tätig sein. Und das wäre ja schlicht ein (absolut diskriminierendes) Berufsverbot.

    Und wenn man sagt, dass Behinderte so ausgenutzt würden, unterstellt man ihnen ja, dass sie keinen eigenen Willen oder Mündigkeit haben. Und DAS ist wohl die Diskriminierung.
    50 11 Melden
    • Majoras Maske 15.02.2017 16:08
      Highlight Die Kunst ist ja gerade die Kombination von diesem Stück mit diesen Schauspielern. Es geht darum, wie sie wahrgenommen werden und würden sie "Lisi mag Blumen" spielen, würde das nur als nette "Beschäftigungsaktion für Behinderte" wahrgenommen. Hinter diesem Sodom verbirgt sich die erzchristliche Botschaft, dass Menschen mit geistiger Behinderung ein Recht haben als Individuum wahrgenommen zu werden und nicht abgetrieben werden sollten.
      21 5 Melden
    • lilie 15.02.2017 16:59
      Highlight Ich finde es toll, dass Behinderte in ernsthaften Stücken mitspielen!

      Was ich nicht toll finde, ist das Stück selber.

      Und die Beschäftigung von Behinderten in dem Stück empfinde ich zusätzlich als Effekthascherei.
      11 7 Melden
    • meine senf 15.02.2017 17:25
      Highlight Wenn ich behindert wäre, würde ich mich diskriminiert fühlen, wenn ich wegen der Behinderung nicht in bestimmten Stücken auftreten darf (oder "beschäftigt werden", das tönt so nach passiver Opferrolle), während Nichtbehinderte das dürfen.
      14 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 15:31
    Highlight Plädiere für einen Internetverlaufs- und Harddisk-Check bei den Besuchern dieses "Stücks". Thx.

    14 81 Melden
    • Marbek 15.02.2017 16:34
      Highlight Aha, und das tust du in den Watson-Kommentaren. Wird sicher einen enormen Widerhall finden, dein lustiges Plädieren. Und wofür bedankst du dich eigentlich?

      Offensichtlich hast du das Stück nicht gesehen und gehörst damit zu den Erleuchteten, die in der Lage sind, dieses per Ferndiagnose oder nach der Lektüre einer Beschreibung / eines Artikels einzuschätzen.

      Typisch Stipps halt.
      33 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 17:30
      Highlight Richtig. Done.
      4 17 Melden
    • Tikvaw 15.02.2017 19:31
      Highlight Ich denke kaum, dass Personen die wirklich auf solche Praktiken stehen und auch reale Darstellungen davon auf ihrem PC speichern, ein Theaterstück besuchen bei dem sowas "gefaked/geschauspielert" wird. Weshalb auch?

      Übrigens wer sich mit Kriminalpsychologie befasst wird schnell selber erkennen, dass die üblichen "Klischees" über solche Personen (wie man sie oft im TV etc sieht), nur selten der Realität entsprechen.
      12 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.02.2017 08:40
      Highlight Gibt sicherlich vielerlei Motive für den Besuch DIESER Vorstellung, allerdings ist "gefaked/geschauspielert" eben realer. Grundsätzlich ist die ausserberufliche Beschäftigung mit diesen angeschnittenen Themen "speziell" ...
      0 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 15:12
    Highlight Ich bin für die Freiheit der Kunst, obwohl mir die moderne Kunst bis jetzt gar nichts sagt.

    Mich nähme es aber trotzdem wunder, ob die Behinderten den Inhalt des Theaters verstehen🤔

    10 11 Melden
    • meine senf 15.02.2017 16:07
      Highlight Verstehen die auch nicht, was sie tun? Wurde der einen von beiden ganz versehentlich Universitätsprofessor?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Burke_(Schauspieler)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Pineda

      Down-Syndrom heisst nicht zwingend, dass man nichts von der Welt versteht.
      31 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 16:45
      Highlight Mir ist auch bewusst, dass es verschiedene Stärken von Trisomie 21 gibt.

      Interessant finde ich, dass du gerade implizierst, dass wenn man Professor ist, die Welt verstehen sollte?

      Als ich in der Küche gearbeitet habe, bekamen wir ab und zu Besuch von jemandem der Trisomie 21 hat. Ich hätte an keinem Tag behaupten können, dass ich ihn verstehen würde und das gleiche hat er sich wohl bei mir gedacht.
      9 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 17:28
      Highlight Nein, ich muss schon zugeben, dass ich ein falsches Bild von Trisomie 21 hatte.


      8 0 Melden
    • meine senf 15.02.2017 19:36
      Highlight Somit hat das Stück und die Berichterstattung über die Berichterstattung darüber ja tatsächlich was erreicht!
      7 0 Melden
  • rYtastiscH 15.02.2017 14:43
    Highlight Hat sich die Daily Mail eigentlich mal die Produktionen im eigenen Land angesehen?

    Oder fänden sie "Gordie Shore" oder "The Valleys" auf einmal genau so Krank, wenn da noch geistig behinderte Menschen mitmachen würden?

    Dass das einte Fiktion und das andere krasse Realität ist, verschlimmert den heuchlerischen Eindruck sogar noch.
    54 5 Melden
    • usehername 15.02.2017 15:35
      Highlight zum 1. abschnitt von rYtastiscH:
      wahrscheinlich nicht, aber wir schauen offensichlich auch lieber nach washington, als nach bern...
      4 4 Melden
  • Don Huber 15.02.2017 14:37
    Highlight Dann geh ich schon lieber in die Extasia die wieder nach Zürich kommt und zahl zusätzlich Geld für eine intimere Show drin wo man noch fotografieren kann. Ich bin schon ein geiler Siech.
    17 25 Melden
  • D(r)ummer 15.02.2017 13:53
    Highlight "«Für derart perversen Sch**** gibt es immer noch Fördergelder, weil es angeblich Kunst ist. Dabei beweist es nur, wie krank unsere Gesellschaft geworden ist.»"

    Ah ok, das ganze ist Stimmungsmache für irgendein innenpolitisches Thema. Alles klar.
    62 15 Melden
  • Majoras Maske 15.02.2017 13:52
    Highlight Ich sehe den Skandal nicht. Die Schauspieler machen das freiwillig und haben ein Recht darauf, ernst genommen zu werden. Der Inhalt des Stückes trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, aber das muss es ja auch nicht.
    Ausserdem reflektieren wir dadurch ja unseren Umgang mit Menschen mit dem Down-Syndrom und das ist gut so.
    94 10 Melden
  • obi 15.02.2017 13:32
    Highlight The Daily Heil up to it's usual daily business.
    49 9 Melden
    • Stachanowist 15.02.2017 14:00
      Highlight its*

      Entschuldigung, konnte der Versuchung nicht widerstehen, einen Briten zu korrigieren ;) Ich übe mich in Selbstgeisselung.
      60 4 Melden
    • obi 15.02.2017 14:36
      Highlight Hahaha stimmt stimmt! Danke, gell :-)
      29 1 Melden
    • Patrick Toggweiler 15.02.2017 20:37
      Highlight Danke Stacha. Was der Dude mich immer korrigiert. Und jetzt kriegt er seine eigene Medizin. Grossartig! 😍
      10 0 Melden
    • Stachanowist 16.02.2017 09:58
      Highlight .
      0 0 Melden
  • Benot 15.02.2017 13:32
    Highlight ... So nebenbei: Dieser "italienisch-französische Horrorkunstfilm" ... ist von Pierre Paolo Pasolini, und ist sein metaphorisches Mahnmal zum Faschismus.
    47 6 Melden
    • Simone M. 15.02.2017 13:35
      Highlight Genau, aber das wär nun echt viel zu viel verlangt, da müsste die Daily Mail ja auf wikipedia nachschauen ...
      55 8 Melden
  • Philipp Dahm 15.02.2017 13:31
    Highlight Fun Fact: Wikipedia akzeptiert Daily-Mail-Artikel nicht mehr als seriöse Quelle ... Warum nur???
    64 7 Melden
    • alessandro 16.02.2017 17:09
      Highlight Fun question: warum wird irgend eine presse als verlässliche quelle eingestuft?
      0 0 Melden
  • lilie 15.02.2017 12:56
    Highlight Vielleicht regt sich hier niemand darüber auf, weil ausser der Presse niemand solche Stück anschauen geht?

    Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn ich Mord, Vergewaltigung und Gräueltaten sehen will, dann schalte ich die Nachrichten ein.

    Da ich mich aber eh nicht als engstirnige Zynikerin betrachte, gehöre ich vielleicht einfach nicht zum Zielpublikum...
    89 23 Melden
    • Big ol'joe 15.02.2017 13:23
      Highlight Hmm viele Vorstellungen sind meines wissens schon ausverkauft. Five easy peaces war ein internationaler Erfolg... Sehr wohl schauen Leute das, nur weil du es nicht machst...
      33 18 Melden
    • SemperFi 15.02.2017 15:26
      Highlight Mir ist eigentlich seit jeher klar, dass Faschismus, Folter und sexuelle Gewalt Sch...... ist. Aber ist das nicht allen klar? Wozu braucht es dazu noch ein solches Theaterstück? Das leuchtet mir nicht ein. Wie Lilie schreibt gibt es genug realen Anlass, über all das nachzudenken und zu diskutieren. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
      10 4 Melden
    • lilie 15.02.2017 16:40
      Highlight @SemperFi: Das ursprüngliche Werk von de Sade wurde Ende des 18. Jhs. geschrieben. Da mag die Geisselung abnormer Praktiken, Darstellungen von Dekadenz etc. einen gewissen Sinn gehabt haben.

      Heutzutage erscheint mir es aber im Angesicht realer Fälle, die teilweise wirklich in allen Details samt Bildern in den Nachrichten ausgeführt werden, irgendwie fragwürdig.

      Denn was will man mit dem Stück aussagen? Das ist es, was ich mich frage.
      5 0 Melden
    • Lichtblau 15.02.2017 19:47
      Highlight @SemperFi: Hm, warum gibt es Kriminalfilme und -Romane? Obwohl wir in den Medien täglich von Mord und Totschlag hören?
      Das Stück werde ich mir wohl eher nicht ansehen - käme mir ein bisschen voyeuristisch vor. Den Paolini hab ich gerade noch ausgehalten,
      1 0 Melden
  • AlteSchachtel 15.02.2017 12:55
    Highlight Nicht dass ich mir dieses Theaterstück antun würde, aber dieses Theater um das Theater wundert mich schon.
    In der Realität, im TV, Internet etc. nichts als Grausamkeit, Diskriminierung und kranke Gier. Aber dieses Stück, das wohl einfach einiges an Krankem in unserer Gesellschaft zusammenfasst, ist dann plötzlich böse.
    In weit weniger brutalen TV-Zeiten gab es übrigens in den 70ern schon mal "La Grande Bouffe", eigentlich ein sehr widerwärtiger Film. Löste er evtl. weniger Protest aus, weil keine Behinderten dabei waren....? http://I
    68 6 Melden
  • stadtzuercher 15.02.2017 12:52
    Highlight "Es erzählt die Geschichte von vier reichen männlichen Wüstlingen, die sich mit einem Harem aus 46 Opfern in einem Schloss einbunkern..."
    Dass da die Feministinnen nicht Sturm gegen laufen.
    37 31 Melden
    • Mr. Malik 15.02.2017 13:06
      Highlight Haha.. ich hab gehofft auf andere kommentare wie bei Daily Mail zu stossen.. wie dumm von mir
      54 10 Melden

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Er fotografiert Cara Delevingne oder Clown Pennywise aus «It». Er jettet um die Welt und jobbt für Dior und die «Vogue». Mit 71. Zeit für eine kleine Liebeserklärung. Und einen Dokfilm!

Walti, was ist dein Trick? «Wenn die Leute schön sind, dann gibt’s auch schöne Fotos.» – «Das ist alles?» – «Ja.» Zu den schönen Leuten, mit denen Walter Pfeiffer an einem ganz normalen Tag arbeitet, gehören zum Beispiel Cara Delevingne oder Bill Skarsgard, der Mann unter der Maske von Pennywise in der neuen «It»-Verfilmung. Den hat er grad in London für «Dazed» geshootet. Mit vielen bunten Ballonen. Denn Walters Welt ist bunt, schön und leicht. Entspannte Bilder von happy people.

Und …

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