Schweiz
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Der 24-jährige Zürcher entscheidet sich bewusst gegen eine Wohnung. bild: watson.ch

«Eine Wohnung macht dich lazy» – warum Jonny seit zwei Monaten obdachlos lebt

Der 24-jährige Jonny treibt den Freiheitsdrang der Generation Y auf die Spitze. Er lebt seit zwei Monaten ohne Wohnung. Ein Porträt. 

22.04.18, 13:42 23.04.18, 06:19


«Ich muss da mal klar mache, dasses mir nöd schlecht gaht und ich (bis zu me gwüsse Mass) selber entschiede han so zläbe. Freiheit isch mir am wichtigste, wichtiger als Komfort. Ich wet ganz dem chöne nahgah, wonich wet, und bin nöd bereit sovill Geld uszgeh für es Zimmer, wo mich schlussendlich meh iiängt und lazy macht … Obdachlos si muss nöd schlecht si.»

Auszug aus dem Facebookpost von Jonny 

Diese Zeilen schrieb Jonny am 5. April und postete sie auf Facebook. Sie machen neugierig. Ein kurzer Blick auf sein Profil zeigt: Jonny ist jung, scheint gut vernetzt, hat viele Freunde … Warum hat er sich freiwillig für ein Leben ohne Dach über dem Kopf entschieden? Ein Treffen. 

Dem 24-jährigen Zürcher, der eigentlich Jonathan heisst, scheint es gut zu gehen. Mit wachen grünen Augen beantwortet er Frage um Frage. «Ja, ich bin obdachlos», sagt Jonny ohne Umschweife. Die Gründe dafür seien vielseitig, ideologisch einerseits, finanziell andererseits. «Der Moment, an dem wir sesshaft geworden sind, ist Ursache für so viele Probleme in unserer Gesellschaft» sagt Jonny. «Mit der Sesshaftigkeit begannen wir, Dinge zu besitzen – ein Haus, Land oder Tiere.» Er will weg von Besitz und Sesshaftigkeit, erklärt der Zürcher.

email: imi.stefan@bluemail.ch
tel: 0797596991
Sonnenuntergang auf Hardbrücke
Zürich, auf der Hardbrücke Richtung Altstetten
Nach dem Streetfood-Festival irgendwass im Juli 2016
Von: Imanuel Näf

Blick über die Gleise und in den Kreis 5 in Zürich. Bild: imanuel näf

Aufgewachsen ist Jonny in Zürich. Er machte eine Lehre als Koch – mehr seinen Eltern zuliebe als aus persönlicher Begeisterung. Als zu strukturiert, zu einengend empfand er den Job. Einige Jahre vergehen. Jonnys Freiheitsdrang wird grösser. So gross, dass sich Jonny vor zwei Monaten, nach einem Aufenthalt in den USA, gegen eine Wohnung entschieden hat. «Als ich zurückkam, war das Geld knapp. Da habe ich mich entschieden, lieber Geld zu sparen, anstatt es für eine Wohnung auszugeben», sagt der 24-Jährige. Es sei ein Experiment, ein Ausprobieren. Wie lange er das durchzieht? Das weiss Jonny nicht. Doch er scheint sich in die in seinen Augen neu gewonnene Freiheit verliebt zu haben. «Eine Wohnung nimmt dir so viele Freiheiten. Sie ist eine enorme Komfortzone und macht dich lazy.» Jonny wollte raus aus dieser Komfortzone. Und dafür nimmt er vieles in Kauf.

In manchen Nächten schläft Jonny unter einer Brücke. «Ich habe ein ruhiges Plätzli gefunden. Da fühle ich mich wohl.» Manchmal übernachte er bei Freunden. Als Schmarotzer sieht sich Jonny aber nicht. Eigenständigkeit sei ihm wichtig. Er wolle nicht von anderen abhängig sein. Und doch sei er froh, ab und zu auf weichem Untergrund zu schlafen. «Viele Leute bieten mir ihre Wohnung an, das schätze ich sehr. Man kommt sich so auch näher.»

Es fällt nicht ganz einfach, Jonny zu verstehen. Hätte er nicht übergangsweise bei seinen Eltern übernachten können, wenn es die Geldprobleme gewesen wären, die ihn daran hinderten, in eine Wohnung zu ziehen? Doch, hätte er, beteuert Jonny. «Aber das wollte ich nicht. So wäre ich nur wieder von jemandem abhängig gewesen.»

The bank of the Lake of Zurich is pictured this Friday, March 18, 2016 in Zurich. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Blick über den Zürichsee Richtung Seefeld. Bild: KEYSTONE

Unabhängigkeit und Freiheit. Diese zwei Dinge scheinen für Jonny enorm wichtig, wichtiger als Sicherheit, Komfort und Geborgenheit. Er will sie nutzen, um sich mehr seiner wahren Leidenschaft widmen zu können: der Musik. Jonny rappt. In seinen Tracks sagt er Dinge wie: «Aber au ich bin gfange – im materielle Verlange» und «s’Läbe isch wiä Bungeejumping, je tüüfer mer gheit, desto meh hät mer nacher dä Spass dra». Tief gefallen sei er aber nicht. Er habe sein Leben unter Kontrolle. Das unterscheide den Obdachlosen vom Penner, schreibt Jonny auf Facebook.

Der Zürcher versteht es gut, zwei komplett verschiedene Welten aufeinander prallen zu lassen. «Es ist genau dieser Kontrast, der mich inspiriert. Wenn ich am Morgen unter einer Brücke aufwache, am Nachmittag ab und zu als Koch arbeite und mich am Abend mit interessanten Menschen treffe, dann weiss ich, dass ich keinen Elite-Standard brauche, um zufrieden zu sein.»

Jonnys grosse Leidenschaft: die Musik

Video: YouTube/Mytreya Zoo Zen

Mit «Elite-Standard» meint Jonny eine Wohnung. Für die meisten Menschen ein absolutes Minimum. Für Jonny nicht. Ganz besitzlos will der 24-Jährige aber dennoch nicht sein. Die Möbel aus der alten Wohnung sind noch im dortigen Keller zwischengelagert. Auch von Internet und Handy mag sich Jonny nicht trennen. In Kontakt zu bleiben mit anderen Menschen ist ihm wichtig. Ob obdachlos sein einsam mache, frage ich ihn. Er schüttelt energisch den Kopf. «Nein, im Gegenteil, du bist ständig unter Leuten.»

Jonny ist sich aber bewusst, dass sein Lebensstil nicht für jedermann ist. «Wenn du einen 100%-Job in einer Bank hast und jeden Morgen ins Büro musst, dann wird es schwierig ohne Wohnung.» Zudem müsse man sich bewusst sein, dass man ab und zu mit der Polizei in Kontakt komme, sagt Jonny ernst. «Als ich meinen Laptop am Hauptbahnhof Zürich an einer Steckdose aufladen wollte, sprachen mich zwei Polizisten an und wiesen mich daraufhin, dass das Stromdiebstahl sei.»

Solche Begegnungen scheinen Jonny unangenehm zu sein. Der Polizei sage er jeweils nicht, dass er draussen schlafe, wenn sie ihn zu später Stunde anspreche. «Manchmal wäre ich froh, hätte ich mich ein bisschen besser vorbereitet. Ich weiss zum Beispiel nicht einmal genau, ob man überhaupt legal im Freien übernachten darf.»

Der Zürcher schaut penibel darauf, «nicht in den Scheiss zu kommen», wie er selbst sagt. Bürokratische Dinge wie Rechnungen begleichen oder Steuern zahlen macht der Zürcher weiterhin. Briefe, die an ihn adressiert sind, holt er wöchentlich aus dem Briefkasten seiner alten Wohnung. Da steht noch sein Name drauf, weil man in der Schweiz verpflichtet ist, einen Wohnsitz anzugeben. Auch seine Kleider wäscht er regelmässig – in Waschsalons oder in der Wohnung seines Bruders.

Ob er seine Entscheidung schon jemals bereute? «Nicht ein einziges Mal», entgegnet Jonny. «Klar, manchmal ist es schon hart, wenn du bei eisigen Temperaturen draussen schläfst. Da bringst du nur für ein paar Stunden die Augen zu.» Zwar haben seine Freunde vehement versucht, ihn von dieser Idee abzubringen. Doch Jonny zog sie durch. Auch nachdem er Anfang März wegen der eisigen Temperaturen krank wurde. Nach ein paar Tagen in der Wohnung seines Bruders – «Wenn es dir nicht so gut geht, bist du schon extrem froh, Wasser und Toilette in der Nähe zu haben» – zog Jonny wieder auf die Strasse. 

Ein Stück Glück, wo es am nötigsten ist

Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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80
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    Alle Leser-Kommentare
  • Artep 24.04.2018 21:21
    Highlight Ich verstehe die Aufregung nicht. Da probiert jemand etwas aus, macht neue Erfahrungen, statt einfach nur einen vorgegebenen Weg einzuschlagen, so what. Vielleicht wird er in einigen Jahren anders darüber denken, vielleicht nicht. Immerhin denkt er "out of the box". Ich finde es mutig und jedenfalls cooler als im Internet über andere herzuziehen.
    4 1 Melden
  • Spooky 24.04.2018 09:25
    Highlight Sympathischer und intelligenter junger Mann!
    Er macht das schon richtig.
    Ich wünsche ihm viel Glück.

    9 5 Melden
  • Burdleferin 23.04.2018 15:16
    Highlight Kann ich nicht ernst nehmen. Finanzielle Gründe sind im Vordergrund, aber er schwafelt es sich schön. Dass er dann auch noch bei anderen schläft, macht ihn komplett zum Assi.
    17 5 Melden
  • DerSimu 23.04.2018 13:48
    Highlight Und dann doch bei Kollegen pennen. Hauptsache anders sein. Solche Aufmerksamkeitsgeilheit regt mich auf.
    14 6 Melden
  • djangobits 23.04.2018 12:37
    Highlight Er scheint mir mindestens so abhängig von anderen, wie wenn er Mieter der günstigst möglichen 1-Zi Wohnung wäre.
    15 1 Melden
  • Baccara 23.04.2018 08:39
    Highlight Beim Lesen des Artikels ist mir durch den Kopf gegangen, dass Freiheit etwas Schönes ist. Und es ist auch schön, wenn man Experimente durchführen kann.

    Ich würde nicht so leben wollen - also könnt ihr die Neid-Kommentare stecken lassen. Ich besitze gerne. Ich arbeite auch einigermassen hart dafür. Das ist meine Freiheit - ich gebe zurück, was ich bekomme, damit andere Leute ebenfalls Arbeit haben. Und etwas verdienen können.
    Nur schmarotzen und herumhängen ist für mich das Leben vergeudet. Oder was ist seine Mission? Was macht er aus seinem Leben?
    Nä-ä. Merci.
    33 8 Melden
  • Gawayn 23.04.2018 08:15
    Highlight Da gibt es natürlich Pro und Contra.

    Nur sehe ich wenig Pro.
    Die Freiheit und Ungebundenheit,
    Kann ich nicht zustimmen.

    Auch ist mir einiges da nicht glaubwürdig.
    Plätzchen unter der Brücke...
    Wo soll das sein? Ich hab mir so Orte angesehen.
    Sieht nicht heimelig aus.
    Sein Name ist noch am Briefkasten das alten Wohnung?
    Vermutlich nicht mehr. Ist sicher wer eingezogen.
    Möbel im Keller lagern?
    Entweder zahlt er Miete, oder es stimmt nicht.

    Ich hätte das Bürschchen etwas genauer befragt....
    49 4 Melden
  • E-Smoking 23.04.2018 06:29
    Highlight In der Schweiz ist man verpflichtet einen Wohnsitz anzugeben. Versteh ich nicht - wenn er keinen hat ist auch keiner abzugeben. Früher, zu Platzspitz-Zeiten haben die Fahnder der Zürcher Kapo den Obdachlosen die Post (hauptsächlich Gerichtspost) direkt auf die Gasse gebracht und sich den Empfang visieren lassen. Wie soll jemand ohne Wohnsitz einen angeben? Die Post fragt dann: Wohnt der da? Ja/Nein? Bürokraten. Erinnert mich an Sommaruga und ihre Nullen in Ausweisdokumenten der Tibeter.
    13 17 Melden
  • willi22 22.04.2018 23:38
    Highlight Ich kann das verstehen. All diesen Klumps am Bein behindert einem wirklich. Freiwillig bescheiden leben ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum "Reichtum"..... Das wusste schon Benjamin Franklin. Viel Glück
    16 20 Melden
  • p4trick 22.04.2018 22:56
    Highlight Ich war Mieter einer Wohnung und voll Lazy er hat vollkommen recht. Jetzt hab ich mir ein Haus gekauft und bin immer auf Draht gibt immer was zu tun.. im Prinzip hat er recht Nur verstanden hat ers nicht :-)
    78 8 Melden
    • Unclemitch 23.04.2018 11:59
      Highlight Haha, well done dude... Wenn du dich immernoch lazy fühlst, mach ein paar Kinder... Dann geht die Post ab 😂
      13 0 Melden
  • Darkside 22.04.2018 22:10
    Highlight Mein Gott das ewige Genörgle hier. Bünzlis united. Lasst ihn doch leben wie er will... Ich glaube kaum, dass ihn eure Zustimmung interessiert.
    48 55 Melden
    • Barracuda 23.04.2018 17:01
      Highlight Meine Güte, komm' mal runter. Wenn watson hier den Beitrag mit dem Einverständnis dieses Typen veröffentlicht, dann darf man sich doch auch über eine solche Lebensform im Kommentarbereich austauschen und auch auf widersprüchliche oder negative Aspekte dieses Experiments hinweisen. Ich glaube du bist hier anscheinend am wenigsten locker ;-) Und JA, ihm wird's ja sowieso egal sein, da ihm als freiheitsliebender Mensch Online-Portale selbstverständlich am Allerwertesten vorbei gehen (jedenfalls seit 2 Monaten) ;-)
      4 0 Melden
  • Kunibert der fiese 22.04.2018 22:10
    Highlight «Der Moment, an dem wir sesshaft geworden sind, ist Ursache für so viele Probleme in unserer Gesellschaft»

    Nein, eigentlich ist genau das der ursprung der modernen gesellschaft. Sesshaftigkeit, ackerbau und domestizierung der tiere.

    Aber hauptsache auffallen...
    84 15 Melden
    • TheRealSnakePlissken 22.04.2018 23:18
      Highlight Quatsch! Ich fand’s viel toller als Jäger und Sammler
      25 11 Melden
    • Flying Zebra 23.04.2018 05:06
      Highlight Meiner Meinung nach hat er da schon recht: ab dem Moment, an dem der Mensch besass, kamen auch Gier und Missgunst in das Leben der Menschen, was wiederum in Ausbeutung und Gewalt mündete..
      18 19 Melden
    • Laut_bis_10 23.04.2018 07:40
      Highlight Verdammte Bronzezeit!
      25 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 22.04.2018 21:52
    Highlight Entschuldigung Watson, da muss man doch nachfragen: ich hab das vor 10 Jahren auch gemacht - nicht 2 Monate, sondern 2 Jahre. Aber es braucht Geld -für Nahrung, für Kommunikation, für Mobilität...wie finanziert er das? Durch Arbeit? Muss er für diese Arbeit nicht geduscht sein? Ich hab damals an der Uni geduscht - aber das kostet auch, halt einfach den Steuerzahler. Sorry, 2 Monaten ohne Wohnung und ab und zu bei Kollegen pennen, ist doch Kindergeburtstag...so lebt Milliarden von Menschen in Südamerika, Asien, Afrika.
    95 2 Melden
  • Raembe 22.04.2018 19:01
    Highlight Kann sein das ich was überlesen habe, aber er hat momentan keinen Job oder?

    Wie will er ohne Einnahmen sparen können? Ausgaben für Essen und trinken wird er wohl haben.
    29 8 Melden
    • lilie 22.04.2018 21:06
      Highlight Er arbeitet ab und zu in seinem angestammten Beruf als Koch, steht im Artikel.

      Ohne Miete und mit einem bescheidenen Lebensstil kann er sich so sicher über Wasser halten.

      Ausserdem sagt er ja, dass er Geld beiseite legen will.
      21 3 Melden
    • Raembe 22.04.2018 22:23
      Highlight Ok, dann hab ich wie vermutet etwas überlesen
      6 1 Melden
  • Barracuda 22.04.2018 18:01
    Highlight Auch für mich scheint das Ganze widersprüchlich. Für mich ist das nur eine Pseudo-Freiheit. Schliesslich hat er sich bewusst und gezwungenermassen in seinem gewohnten und alten Umfeld inmitten von Zürich "installiert". Warum hat er das als wirklich freiheitsliebender Mensch nicht irgendwo in Hinterpfupfigen oder im Ausland gemacht? Genau... Weil er von diesem sozialen Umfeld und auch der Infrastruktur dieser grossen Stadt abhängig ist (welche notabene durch diese falsche Gesellschaft finanziert wird) ;-)
    98 7 Melden
    • a-minoro 22.04.2018 18:49
      Highlight Genau meine Worte. In dieselbe Richtigung geht meine Kritik an gewisse "Aussteiger", welche bspw. in einem Wald in der Stadt leben und unsere Gesellschaft schlecht finden. Weshalb ziehen sich die nicht an einen Ort fernab der Zivilisation zurück? Ah klar, die wollen sich ja doch noch mit billigem Dosenbier und Tabak im Supermarkt eindecken und das Betteln am Bahnhof können sie dann auch noch irgendwie mit ihrer Ideologie vereinbaren. Naja...
      42 15 Melden
    • Barracuda 22.04.2018 22:19
      Highlight @Silent Speaker
      Die Grösse der Gesellschaft? Verdichtung? Hä?! Was willst du genau damit sagen?
      6 10 Melden
    • a-minoro 23.04.2018 08:02
      Highlight Silent Speaker: Nein, ich rede hier explizit von Leuten, die aus der Gesellschaft aussteigen wollen, sich aber trotzdem nicht von der Stadt und deren Vorzüge abnabeln können. Für mich brutal heuchlerisch.
      10 1 Melden
  • Katzenseekatze 22.04.2018 17:37
    Highlight Die totale Freiheit ist wohl kaum zu haben. So oder so.
    38 0 Melden
    • Hierundjetzt 22.04.2018 22:15
      Highlight Nicht ganz, dank der PFZ kann er sich irgendwo in Europa niederlassen. Einfach so.
      5 14 Melden
  • Ohniznachtisbett 22.04.2018 17:25
    Highlight Wie mein Grossvater zu sagen pflegte: "Wänn de Mensch verruckt wird, fangts im Chopf obe ah. Er ist ein Schmarotzer, der bei seinem Bruder oder bei Kollegen pennt, den Strom beim Bhf klaut. Erzählt er sei so frei, dabei ist er einfach ein Versager, abhängig von anderen und wohl auch faul. Finde es auch lächerlich wie Faule immer gern erzählen, sie würden mehr Freiheit etc. brauchen.
    68 50 Melden
  • Ökonometriker 22.04.2018 16:54
    Highlight Verstehe den Mann irgendwie - die Gesellschaft gibt auch heute noch relativ starre Strukturen vor (wenn man nicht vom Sozialstaat abhängig sein will). Der technische Fortschritt sollte dazu führen, dass die Leute weniger durch Arbeit und Strukturen eingeengt werden - doch wer die Zahlen seit 1982 betrachtet sieht, dass die Produktivitätssteigerungen in der Schweiz fast vollständig an die Kapitaleigner gingen. Die Arbeiter bekamen fast nichts davon - man muss für denselben Lebensstandard wie 1982 heute quasi gleich lange arbeiten.
    68 7 Melden
    • Hierundjetzt 22.04.2018 22:18
      Highlight Nanana im 1982 gabs in Zürich 1’200.- Monatslohn für einen 30 jährigen KV-Angestellten.

      Heute 6‘500.- einfach darum, weil die Wertschöpfung pro Kopf extrem gestiegen ist (IT)

      Die Lebensmittel sind zudem günstiger geworden

      Deine Aussage stimmt so nicht
      8 16 Melden
    • Tartaruga 23.04.2018 00:17
      Highlight 6500? Muss eine gute Branche sein
      17 1 Melden
    • Ökonometriker 23.04.2018 06:42
      Highlight @Hierundjetzt: ich beziehe mich auf die Lohnstatistik des Bundes, bereinigt nach den Lebenshaltungskosten. Ob sich einzelne Berufsgattungen so extrem auf- oder abgewertet haben und warum müsste in einer grösseren Untersuchung betrachtet werden.

      Vereinfacht: 1982 konnte man vom Lohn z.B. in einer 2.5 Zimmer Wohnung leben. Wie lange müsste man heute arbeiten, um in derselben Wohnung zu leben und alle andere Rechnungen und Ausgaben zu bezahlen? Kann man seine Arbeitszeit reduzieren?
      9 0 Melden
  • Lümmel 22.04.2018 16:53
    Highlight "Jonnys grosse Leidenschaft: die Musik"

    Ein Schelm wer denkt Jonnys "Lebensstil" sei gute PR.
    93 3 Melden
  • Der müde Joe 22.04.2018 16:20
    Highlight Cool. Ich hätte das auch gerne mal ausprobiert, aber mit einer wäre das jetzt schwierig.
    Er lebt fast ein bisschen wie Jack Reacher aus den Lee Child Romanen. Darum würde mich das auch interessieren ob man so ähnlich leben kann. Klar, Jack Reacher ist ein fiktiver Charakter, aber die Vorstellung ein solches Leben zu führen hat schon einen gewissen Reiz.😉
    Bin gespannt wie lange er das durchziehen kann.
    26 7 Melden
    • Der müde Joe 22.04.2018 17:06
      Highlight *mit einer Frau... ist das fehlende Wort😉
      11 0 Melden
  • E7#9 22.04.2018 15:58
    Highlight Er lebt immer noch im gleichen Umfeld, hat einfach keine Wohnung mehr. Ob das wirklich Freiheit ist? Als junger Mann mit Freiheitsdrang würde ich eher mal einfach losziehen... mal sehen wohin. Oder z.B. mit dem unverbindlichen Plan die Weld zu umrunden oder Ähnliches.
    93 2 Melden
  • lilie 22.04.2018 15:46
    Highlight Finde die Idee alles andere als ungewöhnlich. Als Jugendliche wollte ich immer in den Wald auswandern. Aber nach einer Nacht frieren unter einer Tanne hab ich das wieder aufgegeben. 😅

    Solange er niemandem schadet damit und niemandem was wegnimmt, finde ich das völlig in Ordnung.

    Radikaler war ein Banker, von dem ich gelesen hab, der seinen Job schmiss, sein gesamtes Hab und Gut verschenkte und auf die Strasse betteln ging. Der war krass! 😨
    66 11 Melden
  • Chääschueche 22.04.2018 15:26
    Highlight Das alles passt nicht zusammen:

    Er will Sparen und kein Schmarotzer sein?

    Sommer 2 mal Täglich Duschen:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Im McClean = Enorm teuer*

    1-2 mal Pro Woche Kleider Waschen:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Waschsalon = Enorm teuer*

    Schlafen im Winter:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Hotel = Enorm teuer*

    *im ggs. zur eigenen Wohnung

    Möbel befinden sich im Keller der alten Wohnung? Kostenlos? Der neue Mieter hat keinen Keller?

    Was und wo isst er? Er muss ja kleinportionen kaufen da er die dinge nicht kühlen kann? (Meistens teurer als normale Packungen)

    Komische sache...
    98 14 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:57
      Highlight @Chääschueche: Wird alles im Artikel erklärt: Die Killege bieten im freiwillig Obdach, deshalb empfindet er sich nicht als Schmarotzer (er drängt sich nicht auf). Selbst mit den Zusatzkosten wird er kaum so viel Geld ausgeben wie für eine Wohnung in derDtadt Zürich. Essen kann kein Thema sein, er arbeitet ja als Koch, da gibts bestimmt auch mal Reste. Und er bezeichnet das alles als Experiment - sprich, es ist unwahrscheinlich, dass er im Winter noch unter der Brücke schläft...
      29 24 Melden
    • Chääschueche 22.04.2018 16:19
      Highlight @lilie
      Das seine Kollegen dies anbieten ist klar. Es sind Freunde. Da sagt man gerne und schnell ja zu allem. Trotzdem Ist er ein Schmarotzer wenn er dies dauernd tut. (Das ist meine meinung)

      Er arbeitet ab und zu Nachmittags als Koch. Das heisst für mich: gar nicht regelmässig. Heisst er muss Essen selbst Kaufen.

      Stimmt...Gibt ja keine anderen Städte/Dörfer ausserhalb Zürichs
      46 14 Melden
    • jjjj 22.04.2018 16:39
      Highlight Kein Mensch muss 2x täglich duschen. Auch nicht im Sommer!
      65 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boerig 22.04.2018 15:19
    Highlight Interessantes Experiment. Natürlich ist es weniger beschwerlich Obdachlosigkeit zu ertragen, wenn sie freiwillig gewählt ist. Aus zweijähriger unfreiwilliger Obdachlosigkeit kann ich allerdings sagen, dass die damit vermeintlich gewonnene Freiheit andere Mankos nicht ausgleichen kann. Und einsam kann man ebenso unter Obdachlosen wie alleine zu Hause sein.

    Und was soll die folgende Aussage? '... Er habe sein Leben unter Kontrolle. Das unterscheide den Obdachlosen vom Penner, schreibt Jonny auf Facebook....' Ich verstehe, aber ich kenne genug Penner die eine Wohnung haben!
    98 0 Melden
  • Francis Begbie 22.04.2018 15:02
    Highlight Stromdiebstahl? Das ist reine Schikane! Wenn die SBB echt das Gefühl haben, dass sie so um Geld beschissen wird, werden sich bestimmt Leute oder Vereine finden welche die Unkosten tragen werden.
    30 70 Melden
  • Pitsch K. Matter 22.04.2018 14:48
    Highlight Ich finde die Idee nicht schlecht. Eine Wohnung frisst im Schnitt 30% vom Lohn weg, wenn du keine Wohnung hast, kannst du theoretisch 30% weniger arbeiten.
    23 39 Melden
  • Angelo C. 22.04.2018 14:37
    Highlight Wahrlich eine nicht ganz alltägliche Idee 😅!

    Erlaubte Frage: lebt er von Sozialhilfe - oder wie ernährt er sich 😳?
    61 22 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:40
      Highlight Er arbeitet Teiözeit weiterhin als Koch, steht im Artikel.
      42 12 Melden
    • Crissie 22.04.2018 16:51
      Highlight Der bezieht mit Sicherheit AL-Geld oder Sozialhilfe, denn er arbeitet nur "ab und zu"(!!) als Koch.
      20 37 Melden
    • nödganz.klar 22.04.2018 17:10
      Highlight @Crissie

      Bist du eigentlich neidisch auf den Typen, oder warum so gehässig? Wenn ich nur „ab und zu“ (ca 6 Tage pro Monat, im Stundenlohn) auf meinem Lehrberuf arbeiten würde, könnte ich locker pro Monat 2000.- verdienen. Abzüglich Steuern und anderem bleibt da genug Cash um günstig auf der Strasse oder Alternativ zu leben.
      22 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Katzenseekatze 22.04.2018 14:33
    Highlight Ich verstehe seine Aussagen total. Interessante Aspekte. Mutiger junger Mann. Intelligente Reflexionen.
    29 58 Melden
  • Tartaruga 22.04.2018 14:32
    Highlight Aha. Aber wenn man bei Freunden wohnt ist man nicht so sehr von abhängig wie von den Eltern?
    86 11 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:42
      Highlight Also, ich würd auch eher mich von meinen Kollegen aushalten lassen, als freiwillig wieder zu meinen Eltern ziehen. 😣
      20 28 Melden
    • Hallosager 22.04.2018 23:56
      Highlight @ lilie: keine deine Aussage Nachvollziehen (auch wenn ich die Hintergründe nicht kenne), doch am Ende, macht es keinen Unterschied. Es sind Menschen, von denen er abhängig ist. Ob es der junge Mann nun glauben will oder nicht.
      2 0 Melden
    • lilie 23.04.2018 07:00
      Highlight @Hallosager: Das stimmt. Wir sind immer abhängig von anderen. Ausser wir gehen in die Wüsten und leben autark oder sowas...

      Aber es ist ein Unterschied, auf welche Art man abhängig ist. Er hat seine Kollegen nicht gebeten, ihn bei sich übernachten zu lassen - sie haben das freiwillig angeboten. Und es ist auch nicht die Regel, normalerweise übernachtet er draussen.

      Das ist komplett eine andere Situation, als wenn er fest bei seinen Eltern wohnen würde. Ich kenne sein Verhältnis zu seinen Eltern ja nicht, aber ich hatte die Situation selber mal und habe mich sehr zurückgebunden gefühlt.
      1 2 Melden
  • Tepesch 22.04.2018 14:25
    Highlight Hmm, er ist zwar ungebundener, aber scheint recht abhängig von anderen zu sein. Warum nicht eine 1 Zimmer Wohnung in der ausser ein Bett eh nicht viel Platz findet?
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    • loquito 22.04.2018 15:44
      Highlight oder ein WG Zimmer für wenig Geld damit er dusxhen etc. kann ohne bei jeder Grippe zum Bruder zu müssen...
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    • lilie 22.04.2018 21:15
      Highlight Er möchte ein Experiment machen. Er lernt so neue Leute kennen, lebt intensiver, macht neue Erfahrungen.

      Wenn er das Experiment abgeschlossen hat, wird er sich eine Unterkunft nach seinen Bedürfnissen suchen - eben vielleicht eine 1-Zimmerwohnung oder ein WG-Zimmer.

      Oder er bleibt auf der Strasse, aber das glaube ich nicht. Im Winter tut sich das kein Mensch freiwillig an, und er findet es ja jetzt schon teilweise zu kalt.
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  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 22.04.2018 14:20
    Highlight sowas blödes.
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  • sste87 22.04.2018 14:10
    Highlight Der unglaubliche Drang, spezieller als der Rest zu sein.
    Und er macht das schon seit unendlichen zwei Monaten ...

    Könnt ihr ihn wieder porträtieren, wenn er es zwei Jahre gemacht hat? Ich zweifle daran, dass er selbst diesen Lebensstandart in zwei Jahren noch „cool“ findet ...
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    • Vincent the Sandcorn 22.04.2018 16:33
      Highlight Ist durchaus denkbar, muss aber nicht sein.
      Als damals mein Onkel starb, schloss sich meine Tante den Fahrenden an und schien mit minimalsten Dingen glücklich zu sein.
      Alles liegt immer im Auge der Person selbst, nicht des Betrachters.
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    • Binnennomade 22.04.2018 17:02
      Highlight Wieso zur Hölle unterstellst du ihm, das ganze zu machen, um 'cool' oder 'speziell' zu sein? Er hat seine Beweggründe ausführlich erleutert.
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    • sste87 22.04.2018 20:49
      Highlight @Binnennomade
      Meine subjektive Wahrnehmung und meine Interpretation des Berichts.

      @Ollowain
      Ähm, nein. Wie kommst Du darauf?
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  • Scaros_2 22.04.2018 14:09
    Highlight Wie jetzt? Er will selbst keine eigene Wohnung haben aber ist dankbar wenn er dann doch mal bei einem Kollegen pennen darf? Und wie sieht es mit Hygiene aus, duschen? Kleiderwechsel? Arbeitet er? Wo bitteschön? Stinkt der nicht zum Himmel. Ich meine viel mehr als was er trägt kann er nicht besitzen. Ausser er lagert es zwischen in - oh wait.......einer WOHNUNG oder einem LAGEr was defacto dann das gleiche ist.

    Ist ja alles schön und gut aber damit kommst du langfristig nicht klar. Zwar nett gemeint aber damit überlebst du nicht - tut mir leid
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    • lilie 22.04.2018 15:39
      Highlight Steht doch alles da: Er pennt manchmal bei einem Kollegen (da kann er bestimmt auch duschen), er arbeitet gelegentlich in seinem angestammten Beruf als Koch, er besitzt immer noch seine gesamte Wohnungseinrichtung, die er im Keller zwischengelagert hat. Auch seinen alten Briefkasten benutzt er immer noch.

      Er nimmt ja niemandem was weg damit, verdient auch sein eigenes Geld, bemüht sich darum, keine Gesetze zu brechen. Solange er niemandem schadet, finde ich es völlig ok, wenn er das für sich ausprobiert. Und spätestens im Herbst sucht er sich wieder ein festes Dach über dem Kopf, wetten?
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    • Crissie 22.04.2018 16:56
      Highlight Also, ich möchte nicht dort essen gehen, wo der
      ( ab und zu mal und auch nur Teilzeit) arbeitet! Mich stört der Aspekt mangelnde, da unregelmässige Hygiene ganz enorm!
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    • lilie 22.04.2018 20:28
      Highlight @Crissie: Die Hygienevorschriften in der Gastronomie sind strikt, da wird auch er sich daran halten müssen, sonst fliegt er.
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  • HerrCoolS. 22.04.2018 13:58
    Highlight Ich interessiere mich zur Zeit sehr für alternativen zur Mietwohnung oder Wohneigentum. Im Moment noch kein Thema, meine Kinder sind 8 und 5. Aber vielleicht in 15 Jahren - vielleicht einen alten Bauwagen umbauen oder ein Hochsee-Container... auf der Strassr leben wäre aber nichts für mich, ich brauche einen Rückzugsort.
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    • zialo 22.04.2018 20:00
      Highlight Schauen sie sich mal die Lebensweise der Jenischen an. Die haben in Zürich ein Museum. Ist eine uralte Schweizer Volksgruppe, stets unterwegs. Im Sommerhalbjahr leben sie (in Familien/Paaren/Junggesellen) ihre Freiheit aus und im Winter leben sie sesshaft in Grossfamilien.
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