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Der 24-jährige Zürcher entscheidet sich bewusst gegen eine Wohnung. bild: watson.ch

«Eine Wohnung macht dich lazy» – warum Jonny seit zwei Monaten obdachlos lebt

Der 24-jährige Jonny treibt den Freiheitsdrang der Generation Y auf die Spitze. Er lebt seit zwei Monaten ohne Wohnung. Ein Porträt. 

22.04.18, 13:42 23.04.18, 06:19
«Ich muss da mal klar mache, dasses mir nöd schlecht gaht und ich (bis zu me gwüsse Mass) selber entschiede han so zläbe. Freiheit isch mir am wichtigste, wichtiger als Komfort. Ich wet ganz dem chöne nahgah, wonich wet, und bin nöd bereit sovill Geld uszgeh für es Zimmer, wo mich schlussendlich meh iiängt und lazy macht … Obdachlos si muss nöd schlecht si.»

Auszug aus dem Facebookpost von Jonny 

Diese Zeilen schrieb Jonny am 5. April und postete sie auf Facebook. Sie machen neugierig. Ein kurzer Blick auf sein Profil zeigt: Jonny ist jung, scheint gut vernetzt, hat viele Freunde … Warum hat er sich freiwillig für ein Leben ohne Dach über dem Kopf entschieden? Ein Treffen. 

Dem 24-jährigen Zürcher, der eigentlich Jonathan heisst, scheint es gut zu gehen. Mit wachen grünen Augen beantwortet er Frage um Frage. «Ja, ich bin obdachlos», sagt Jonny ohne Umschweife. Die Gründe dafür seien vielseitig, ideologisch einerseits, finanziell andererseits. «Der Moment, an dem wir sesshaft geworden sind, ist Ursache für so viele Probleme in unserer Gesellschaft» sagt Jonny. «Mit der Sesshaftigkeit begannen wir, Dinge zu besitzen – ein Haus, Land oder Tiere.» Er will weg von Besitz und Sesshaftigkeit, erklärt der Zürcher.

Blick über die Gleise und in den Kreis 5 in Zürich. Bild: imanuel näf

Aufgewachsen ist Jonny in Zürich. Er machte eine Lehre als Koch – mehr seinen Eltern zuliebe als aus persönlicher Begeisterung. Als zu strukturiert, zu einengend empfand er den Job. Einige Jahre vergehen. Jonnys Freiheitsdrang wird grösser. So gross, dass sich Jonny vor zwei Monaten, nach einem Aufenthalt in den USA, gegen eine Wohnung entschieden hat. «Als ich zurückkam, war das Geld knapp. Da habe ich mich entschieden, lieber Geld zu sparen, anstatt es für eine Wohnung auszugeben», sagt der 24-Jährige. Es sei ein Experiment, ein Ausprobieren. Wie lange er das durchzieht? Das weiss Jonny nicht. Doch er scheint sich in die in seinen Augen neu gewonnene Freiheit verliebt zu haben. «Eine Wohnung nimmt dir so viele Freiheiten. Sie ist eine enorme Komfortzone und macht dich lazy.» Jonny wollte raus aus dieser Komfortzone. Und dafür nimmt er vieles in Kauf.

In manchen Nächten schläft Jonny unter einer Brücke. «Ich habe ein ruhiges Plätzli gefunden. Da fühle ich mich wohl.» Manchmal übernachte er bei Freunden. Als Schmarotzer sieht sich Jonny aber nicht. Eigenständigkeit sei ihm wichtig. Er wolle nicht von anderen abhängig sein. Und doch sei er froh, ab und zu auf weichem Untergrund zu schlafen. «Viele Leute bieten mir ihre Wohnung an, das schätze ich sehr. Man kommt sich so auch näher.»

Es fällt nicht ganz einfach, Jonny zu verstehen. Hätte er nicht übergangsweise bei seinen Eltern übernachten können, wenn es die Geldprobleme gewesen wären, die ihn daran hinderten, in eine Wohnung zu ziehen? Doch, hätte er, beteuert Jonny. «Aber das wollte ich nicht. So wäre ich nur wieder von jemandem abhängig gewesen.»

Blick über den Zürichsee Richtung Seefeld. Bild: KEYSTONE

Unabhängigkeit und Freiheit. Diese zwei Dinge scheinen für Jonny enorm wichtig, wichtiger als Sicherheit, Komfort und Geborgenheit. Er will sie nutzen, um sich mehr seiner wahren Leidenschaft widmen zu können: der Musik. Jonny rappt. In seinen Tracks sagt er Dinge wie: «Aber au ich bin gfange – im materielle Verlange» und «s’Läbe isch wiä Bungeejumping, je tüüfer mer gheit, desto meh hät mer nacher dä Spass dra». Tief gefallen sei er aber nicht. Er habe sein Leben unter Kontrolle. Das unterscheide den Obdachlosen vom Penner, schreibt Jonny auf Facebook.

Der Zürcher versteht es gut, zwei komplett verschiedene Welten aufeinander prallen zu lassen. «Es ist genau dieser Kontrast, der mich inspiriert. Wenn ich am Morgen unter einer Brücke aufwache, am Nachmittag ab und zu als Koch arbeite und mich am Abend mit interessanten Menschen treffe, dann weiss ich, dass ich keinen Elite-Standard brauche, um zufrieden zu sein.»

Jonnys grosse Leidenschaft: die Musik

Video: YouTube/Mytreya Zoo Zen

Mit «Elite-Standard» meint Jonny eine Wohnung. Für die meisten Menschen ein absolutes Minimum. Für Jonny nicht. Ganz besitzlos will der 24-Jährige aber dennoch nicht sein. Die Möbel aus der alten Wohnung sind noch im dortigen Keller zwischengelagert. Auch von Internet und Handy mag sich Jonny nicht trennen. In Kontakt zu bleiben mit anderen Menschen ist ihm wichtig. Ob obdachlos sein einsam mache, frage ich ihn. Er schüttelt energisch den Kopf. «Nein, im Gegenteil, du bist ständig unter Leuten.»

Jonny ist sich aber bewusst, dass sein Lebensstil nicht für jedermann ist. «Wenn du einen 100%-Job in einer Bank hast und jeden Morgen ins Büro musst, dann wird es schwierig ohne Wohnung.» Zudem müsse man sich bewusst sein, dass man ab und zu mit der Polizei in Kontakt komme, sagt Jonny ernst. «Als ich meinen Laptop am Hauptbahnhof Zürich an einer Steckdose aufladen wollte, sprachen mich zwei Polizisten an und wiesen mich daraufhin, dass das Stromdiebstahl sei.»

Solche Begegnungen scheinen Jonny unangenehm zu sein. Der Polizei sage er jeweils nicht, dass er draussen schlafe, wenn sie ihn zu später Stunde anspreche. «Manchmal wäre ich froh, hätte ich mich ein bisschen besser vorbereitet. Ich weiss zum Beispiel nicht einmal genau, ob man überhaupt legal im Freien übernachten darf.»

Der Zürcher schaut penibel darauf, «nicht in den Scheiss zu kommen», wie er selbst sagt. Bürokratische Dinge wie Rechnungen begleichen oder Steuern zahlen macht der Zürcher weiterhin. Briefe, die an ihn adressiert sind, holt er wöchentlich aus dem Briefkasten seiner alten Wohnung. Da steht noch sein Name drauf, weil man in der Schweiz verpflichtet ist, einen Wohnsitz anzugeben. Auch seine Kleider wäscht er regelmässig – in Waschsalons oder in der Wohnung seines Bruders.

Ob er seine Entscheidung schon jemals bereute? «Nicht ein einziges Mal», entgegnet Jonny. «Klar, manchmal ist es schon hart, wenn du bei eisigen Temperaturen draussen schläfst. Da bringst du nur für ein paar Stunden die Augen zu.» Zwar haben seine Freunde vehement versucht, ihn von dieser Idee abzubringen. Doch Jonny zog sie durch. Auch nachdem er Anfang März wegen der eisigen Temperaturen krank wurde. Nach ein paar Tagen in der Wohnung seines Bruders – «Wenn es dir nicht so gut geht, bist du schon extrem froh, Wasser und Toilette in der Nähe zu haben» – zog Jonny wieder auf die Strasse. 

Ein Stück Glück, wo es am nötigsten ist

Video: srf

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102Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Artep 24.04.2018 21:21
    Highlight Ich verstehe die Aufregung nicht. Da probiert jemand etwas aus, macht neue Erfahrungen, statt einfach nur einen vorgegebenen Weg einzuschlagen, so what. Vielleicht wird er in einigen Jahren anders darüber denken, vielleicht nicht. Immerhin denkt er "out of the box". Ich finde es mutig und jedenfalls cooler als im Internet über andere herzuziehen.
    1 0 Melden
  • Spooky 24.04.2018 09:25
    Highlight Sympathischer und intelligenter junger Mann!
    Er macht das schon richtig.
    Ich wünsche ihm viel Glück.

    6 2 Melden
  • Burdleferin 23.04.2018 15:16
    Highlight Kann ich nicht ernst nehmen. Finanzielle Gründe sind im Vordergrund, aber er schwafelt es sich schön. Dass er dann auch noch bei anderen schläft, macht ihn komplett zum Assi.
    12 5 Melden
  • DerSimu 23.04.2018 13:48
    Highlight Und dann doch bei Kollegen pennen. Hauptsache anders sein. Solche Aufmerksamkeitsgeilheit regt mich auf.
    10 6 Melden
  • djangobits 23.04.2018 12:37
    Highlight Er scheint mir mindestens so abhängig von anderen, wie wenn er Mieter der günstigst möglichen 1-Zi Wohnung wäre.
    11 1 Melden
  • Baccara 23.04.2018 08:39
    Highlight Beim Lesen des Artikels ist mir durch den Kopf gegangen, dass Freiheit etwas Schönes ist. Und es ist auch schön, wenn man Experimente durchführen kann.

    Ich würde nicht so leben wollen - also könnt ihr die Neid-Kommentare stecken lassen. Ich besitze gerne. Ich arbeite auch einigermassen hart dafür. Das ist meine Freiheit - ich gebe zurück, was ich bekomme, damit andere Leute ebenfalls Arbeit haben. Und etwas verdienen können.
    Nur schmarotzen und herumhängen ist für mich das Leben vergeudet. Oder was ist seine Mission? Was macht er aus seinem Leben?
    Nä-ä. Merci.
    31 8 Melden
  • Gawayn 23.04.2018 08:15
    Highlight Da gibt es natürlich Pro und Contra.

    Nur sehe ich wenig Pro.
    Die Freiheit und Ungebundenheit,
    Kann ich nicht zustimmen.

    Auch ist mir einiges da nicht glaubwürdig.
    Plätzchen unter der Brücke...
    Wo soll das sein? Ich hab mir so Orte angesehen.
    Sieht nicht heimelig aus.
    Sein Name ist noch am Briefkasten das alten Wohnung?
    Vermutlich nicht mehr. Ist sicher wer eingezogen.
    Möbel im Keller lagern?
    Entweder zahlt er Miete, oder es stimmt nicht.

    Ich hätte das Bürschchen etwas genauer befragt....
    47 4 Melden
  • E-Smoking.ch 23.04.2018 06:29
    Highlight In der Schweiz ist man verpflichtet einen Wohnsitz anzugeben. Versteh ich nicht - wenn er keinen hat ist auch keiner abzugeben. Früher, zu Platzspitz-Zeiten haben die Fahnder der Zürcher Kapo den Obdachlosen die Post (hauptsächlich Gerichtspost) direkt auf die Gasse gebracht und sich den Empfang visieren lassen. Wie soll jemand ohne Wohnsitz einen angeben? Die Post fragt dann: Wohnt der da? Ja/Nein? Bürokraten. Erinnert mich an Sommaruga und ihre Nullen in Ausweisdokumenten der Tibeter.
    11 16 Melden
  • willi22 22.04.2018 23:38
    Highlight Ich kann das verstehen. All diesen Klumps am Bein behindert einem wirklich. Freiwillig bescheiden leben ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum "Reichtum"..... Das wusste schon Benjamin Franklin. Viel Glück
    15 20 Melden
  • p4trick 22.04.2018 22:56
    Highlight Ich war Mieter einer Wohnung und voll Lazy er hat vollkommen recht. Jetzt hab ich mir ein Haus gekauft und bin immer auf Draht gibt immer was zu tun.. im Prinzip hat er recht Nur verstanden hat ers nicht :-)
    74 8 Melden
    • Unclemitch 23.04.2018 11:59
      Highlight Haha, well done dude... Wenn du dich immernoch lazy fühlst, mach ein paar Kinder... Dann geht die Post ab 😂
      11 0 Melden
  • Darkside 22.04.2018 22:10
    Highlight Mein Gott das ewige Genörgle hier. Bünzlis united. Lasst ihn doch leben wie er will... Ich glaube kaum, dass ihn eure Zustimmung interessiert.
    47 55 Melden
    • Barracuda 23.04.2018 17:01
      Highlight Meine Güte, komm' mal runter. Wenn watson hier den Beitrag mit dem Einverständnis dieses Typen veröffentlicht, dann darf man sich doch auch über eine solche Lebensform im Kommentarbereich austauschen und auch auf widersprüchliche oder negative Aspekte dieses Experiments hinweisen. Ich glaube du bist hier anscheinend am wenigsten locker ;-) Und JA, ihm wird's ja sowieso egal sein, da ihm als freiheitsliebender Mensch Online-Portale selbstverständlich am Allerwertesten vorbei gehen (jedenfalls seit 2 Monaten) ;-)
      3 0 Melden
  • Kunibert der fiese 22.04.2018 22:10
    Highlight «Der Moment, an dem wir sesshaft geworden sind, ist Ursache für so viele Probleme in unserer Gesellschaft»

    Nein, eigentlich ist genau das der ursprung der modernen gesellschaft. Sesshaftigkeit, ackerbau und domestizierung der tiere.

    Aber hauptsache auffallen...
    83 15 Melden
    • TheRealSnakePlissken 22.04.2018 23:18
      Highlight Quatsch! Ich fand’s viel toller als Jäger und Sammler
      24 11 Melden
    • neewa 23.04.2018 05:06
      Highlight Meiner Meinung nach hat er da schon recht: ab dem Moment, an dem der Mensch besass, kamen auch Gier und Missgunst in das Leben der Menschen, was wiederum in Ausbeutung und Gewalt mündete..
      17 18 Melden
    • Laut_bis_10 23.04.2018 07:40
      Highlight Verdammte Bronzezeit!
      24 1 Melden
    • E-Smoking.ch 23.04.2018 08:35
      Highlight So ist es Kunibert. Würde man liberal alles auf Null setzen... nichts gehört niemandem vorerst, dann würden die Menschen sich Land suchen, sich niederlassen, ein Hausbauen, Acker und Viecher pflegen, anfangen zu tauschen..... solange der Staat nicht eingreift und das Leben des anderen respektiert wird, wäre das für mich die perfekte Lösung. Aber ja - der Junge wird auch gscheiter, glaube nicht dass er in 10 Jahren noch zu rumzieht und falls ja - muss für ihn stimmen, dann ist gut. Schliesslich ist es seine Entscheidung, sein Leben.
      5 2 Melden
    • Team Love for all 23.04.2018 11:29
      Highlight Vielleicht ist es ja eben diese moderne Gesellschaft, die er kritisiert..
      3 1 Melden
    • Kunibert der fiese 23.04.2018 16:10
      Highlight @team love for all

      Ja, aber er tuts mot dem falschen argument ☺
      1 0 Melden
    • TheRealSnakePlissken 24.04.2018 15:00
      Highlight Schaut euch mal den Ötzi an: Topfit, war der. Mit der Landwirtschaft kamen Arbeitsteilung, Priesterherrschaft, Raubzüge auf Vorratslager, Krieg im grossen Stil bis hin zur durchrationalisierten Massentierhaltung und Überbevölkerung heutzutage. Wahrscheinlich war der Gesundheitszustand der Jäger und Sammler viel besser als der Bauern und Sesshaften, da viele Seuchen erst durch das enge Zusammenleben von Mensch und Nutztier entstehen. http://b
      1 2 Melden
  • refree 22.04.2018 22:03
    Highlight Dass er sich um jede sozialen Verantwortung schert und nur von anderen profitiert (bei anderen schlafen, essen, Strom beim Bahnhof stehlen etc) ist das eine.
    Dass er diese Menschen offenbar keiner weiteren Bemerkung für würdig befindet, als der, dass er eben von ihnen profitiert und nur von sich redet ist dann das andere (kein " ich bin meinen Freunden dankbar dass..."oder " mein Bruder bedeutet mir..." sondern nur "ich will frei sein", "ich will nicht... blabla"
    ABER DANN...
    selbst als Obdachloser noch abschätzig über "Penner" reden... ich schmeiss mich weg... :-D
    Der ist richtig asozial...
    130 7 Melden
  • neutrino 22.04.2018 21:52
    Highlight Entschuldigung Watson, da muss man doch nachfragen: ich hab das vor 10 Jahren auch gemacht - nicht 2 Monate, sondern 2 Jahre. Aber es braucht Geld -für Nahrung, für Kommunikation, für Mobilität...wie finanziert er das? Durch Arbeit? Muss er für diese Arbeit nicht geduscht sein? Ich hab damals an der Uni geduscht - aber das kostet auch, halt einfach den Steuerzahler. Sorry, 2 Monaten ohne Wohnung und ab und zu bei Kollegen pennen, ist doch Kindergeburtstag...so lebt Milliarden von Menschen in Südamerika, Asien, Afrika.
    95 2 Melden
  • CasRas 22.04.2018 20:19
    Highlight Wieso der Slav Squat im Titelbild? :D
    22 0 Melden
    • grumpy_af 23.04.2018 06:41
      Highlight Die Fersen sind nicht am Boden, er ist wohl ein "Western Spy".
      18 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.04.2018 19:38
    Highlight Unabhängigkeit ist eine Illusion. Dessen muss auch Jonny sich bewusst sein.

    Irgendeine Form der Abhängigkeit ist immer vorhanden. Oder trinkt er Wasser aus Pfützen geht auf Jagd und sammelt im Wald Beeren oder verspeist Insekten?
    80 4 Melden
  • Raembe 22.04.2018 19:01
    Highlight Kann sein das ich was überlesen habe, aber er hat momentan keinen Job oder?

    Wie will er ohne Einnahmen sparen können? Ausgaben für Essen und trinken wird er wohl haben.
    29 8 Melden
    • lilie 22.04.2018 21:06
      Highlight Er arbeitet ab und zu in seinem angestammten Beruf als Koch, steht im Artikel.

      Ohne Miete und mit einem bescheidenen Lebensstil kann er sich so sicher über Wasser halten.

      Ausserdem sagt er ja, dass er Geld beiseite legen will.
      21 3 Melden
    • Raembe 22.04.2018 22:23
      Highlight Ok, dann hab ich wie vermutet etwas überlesen
      6 1 Melden
  • Barracuda 22.04.2018 18:01
    Highlight Auch für mich scheint das Ganze widersprüchlich. Für mich ist das nur eine Pseudo-Freiheit. Schliesslich hat er sich bewusst und gezwungenermassen in seinem gewohnten und alten Umfeld inmitten von Zürich "installiert". Warum hat er das als wirklich freiheitsliebender Mensch nicht irgendwo in Hinterpfupfigen oder im Ausland gemacht? Genau... Weil er von diesem sozialen Umfeld und auch der Infrastruktur dieser grossen Stadt abhängig ist (welche notabene durch diese falsche Gesellschaft finanziert wird) ;-)
    97 7 Melden
    • a-minoro 22.04.2018 18:49
      Highlight Genau meine Worte. In dieselbe Richtigung geht meine Kritik an gewisse "Aussteiger", welche bspw. in einem Wald in der Stadt leben und unsere Gesellschaft schlecht finden. Weshalb ziehen sich die nicht an einen Ort fernab der Zivilisation zurück? Ah klar, die wollen sich ja doch noch mit billigem Dosenbier und Tabak im Supermarkt eindecken und das Betteln am Bahnhof können sie dann auch noch irgendwie mit ihrer Ideologie vereinbaren. Naja...
      41 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.04.2018 20:57
      Highlight @a-minoro: "Ah klar, die wollen sich ja doch noch mit billigem Dosenbier und Tabak im Supermarkt eindecken und das Betteln am Bahnhof..."

      Das wären dann Penner. Davon will er sich ja abgrenzen. Wobei Stromdiebstahl auch in diese Richtung geht.

      @Barracuda: Manchen wird die Grösse der Gesellschaft zur Last. Die wollen sich vielleicht gar nicht vollkommen vom Ort und der Infrastruktur abkapseln, aber zu einem bestimmten Grad von der Verdichtung flüchten.
      9 5 Melden
    • Barracuda 22.04.2018 22:19
      Highlight @Silent Speaker
      Die Grösse der Gesellschaft? Verdichtung? Hä?! Was willst du genau damit sagen?
      6 10 Melden
    • a-minoro 23.04.2018 08:02
      Highlight Silent Speaker: Nein, ich rede hier explizit von Leuten, die aus der Gesellschaft aussteigen wollen, sich aber trotzdem nicht von der Stadt und deren Vorzüge abnabeln können. Für mich brutal heuchlerisch.
      9 1 Melden
  • Katzenseekatze 22.04.2018 17:37
    Highlight Die totale Freiheit ist wohl kaum zu haben. So oder so.
    38 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.04.2018 19:46
      Highlight Das ist alleine schon dadurch eingeschränkt, weil man nicht einfach in ein Land gehen und sich dort dauerhaft niederlassen kann. Das ist i.d.R. immer an klare und z.T. komplizierte Bedingungen geknüpft. Mancherorts ist es gar völlig unmöglich.
      19 0 Melden
    • Hierundjetzt 22.04.2018 22:15
      Highlight Nicht ganz, dank der PFZ kann er sich irgendwo in Europa niederlassen. Einfach so.
      4 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.04.2018 00:21
      Highlight @Hierundjetzt: "Voraussetzung dafür ist, dass sie über einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen, selbstständig erwerbend sind oder bei Nichterwerbstätigkeit ausreichend finanzielle Mittel nachweisen können sowie umfassend krankenversichert sind."

      Dies beinhaltet der zweite Satz meines Kommentars.
      14 0 Melden
  • Ollowain 22.04.2018 17:26
    Highlight Die negativen Kommentare und Blitze erstaunen mich irgendwie. Andererseits, was erwarte ich? In einer Konsumgesellschaft voller Missgunst und Neid kann man solche Reaktionen auf ein Individuum, welches gegen gesellschaftliche Konzeptionen "verstösst", voraussehen. Evolutionsbiologisch ist diese Gruppenkohäsion verstehbar: ein solcher "böser" Ausreisser ist eine Gefahr für die Gruppe. Ich kann nur sagen: peinliche Kleingeister.
    42 125 Melden
    • Matti_St 22.04.2018 18:06
      Highlight Naja, ehrlich gesagt, Obdachlos mit goldenem Fallschirm... Ist seine Entscheidung. Aber wenn man auf diese Art frei sein will, engt das unter Umständen halt die Freiheit anderer ein, die eine soziale Verantwortung verspüren. Also Sein Bruder, Freunde und Kollegen.
      109 8 Melden
    • Barracuda 22.04.2018 22:27
      Highlight Ollowain, du redest komplett an den Leuten vorbei, die zurecht kritische Einwände haben. Was du hier der bösen Gesellschaft an den Kopf wirfst, ist absolut undifferenziert (von wegen peinlich). Ich glaube kein Mensch hier sieht den angeblichen "Ausreisser" als Gefahr, noch sehe ich irgendeine Art von Neid oder Missgunst, wie du das in deinem Rundumschlag behauptest. In meinem Kommentar von 18.01 Uhr habe ich z.B. auch geschrieben, warum das eine widersprüchliche Pseudo-Freiheit ist, welche in diesem Beitrag beschrieben wird.
      28 3 Melden
    • Ollowain 23.04.2018 10:50
      Highlight Einem jungen Typen, der sich entschieden hat ohne Wohnung zu leben weil er sich somit freier fühlt, zu sagen, er sei ja doch nicht frei (ätschipätsch) und seinem Umfeld Leidensdruck und unfreiwillige Verantwortung anzuhängen, finde ich in der Tat kleingeistig und peinlich. Was kümmert es euch?
      5 16 Melden
    • Matti_St 23.04.2018 12:31
      Highlight Es ist mir schlichtweg egal. Ich sage nur, dass er sich frei fühlt, aber doch an die Gesellschaft angewiesen ist ( ab und zu ein Bett, Duschen, Waschen, Strom usw.). Für mich ist das nicht frei sein.
      Würde ich nochmals beginnen können, würde ich reisen wollen. Unterwegs kleine Jobs um mein Essen zu verdienen, vielleicht ein Zimmer nehmen und für die nächste Etappe Geld zusammen kratzen. Das ist für mich persönlich Freiheit. Aber jeder soll seine Freiheit selber für sich definieren.
      3 0 Melden
    • Ohniznachtisbett 23.04.2018 12:45
      Highlight Ollowain: Dieser Typ kann nur so leben, weil die Gesellschaft - sein Bruder, seine Kollegen - ihm die Sicherheit geben, dass er so leben kann. Das ist nicht cool oder sonst was, sondern schlicht Schmarotzertum und egoistisch. Und nein, so einem bin ich NULL neidig. Ich fühle mich mit Dach über dem Kopf und 100% Job genauso frei. Frei sein, heisst ja nicht, man kann 24/7 das tun was man will. Jeder der das behauptet ist schlicht ein Egoist.
      6 2 Melden
  • Ohniznachtisbett 22.04.2018 17:25
    Highlight Wie mein Grossvater zu sagen pflegte: "Wänn de Mensch verruckt wird, fangts im Chopf obe ah. Er ist ein Schmarotzer, der bei seinem Bruder oder bei Kollegen pennt, den Strom beim Bhf klaut. Erzählt er sei so frei, dabei ist er einfach ein Versager, abhängig von anderen und wohl auch faul. Finde es auch lächerlich wie Faule immer gern erzählen, sie würden mehr Freiheit etc. brauchen.
    67 50 Melden
  • Ökonometriker 22.04.2018 16:54
    Highlight Verstehe den Mann irgendwie - die Gesellschaft gibt auch heute noch relativ starre Strukturen vor (wenn man nicht vom Sozialstaat abhängig sein will). Der technische Fortschritt sollte dazu führen, dass die Leute weniger durch Arbeit und Strukturen eingeengt werden - doch wer die Zahlen seit 1982 betrachtet sieht, dass die Produktivitätssteigerungen in der Schweiz fast vollständig an die Kapitaleigner gingen. Die Arbeiter bekamen fast nichts davon - man muss für denselben Lebensstandard wie 1982 heute quasi gleich lange arbeiten.
    68 7 Melden
    • Hierundjetzt 22.04.2018 22:18
      Highlight Nanana im 1982 gabs in Zürich 1’200.- Monatslohn für einen 30 jährigen KV-Angestellten.

      Heute 6‘500.- einfach darum, weil die Wertschöpfung pro Kopf extrem gestiegen ist (IT)

      Die Lebensmittel sind zudem günstiger geworden

      Deine Aussage stimmt so nicht
      8 16 Melden
    • Tartaruga 23.04.2018 00:17
      Highlight 6500? Muss eine gute Branche sein
      17 1 Melden
    • Ökonometriker 23.04.2018 06:42
      Highlight @Hierundjetzt: ich beziehe mich auf die Lohnstatistik des Bundes, bereinigt nach den Lebenshaltungskosten. Ob sich einzelne Berufsgattungen so extrem auf- oder abgewertet haben und warum müsste in einer grösseren Untersuchung betrachtet werden.

      Vereinfacht: 1982 konnte man vom Lohn z.B. in einer 2.5 Zimmer Wohnung leben. Wie lange müsste man heute arbeiten, um in derselben Wohnung zu leben und alle andere Rechnungen und Ausgaben zu bezahlen? Kann man seine Arbeitszeit reduzieren?
      7 0 Melden
  • Lümmel 22.04.2018 16:53
    Highlight "Jonnys grosse Leidenschaft: die Musik"

    Ein Schelm wer denkt Jonnys "Lebensstil" sei gute PR.
    93 3 Melden
  • Der müde Joe 22.04.2018 16:20
    Highlight Cool. Ich hätte das auch gerne mal ausprobiert, aber mit einer wäre das jetzt schwierig.
    Er lebt fast ein bisschen wie Jack Reacher aus den Lee Child Romanen. Darum würde mich das auch interessieren ob man so ähnlich leben kann. Klar, Jack Reacher ist ein fiktiver Charakter, aber die Vorstellung ein solches Leben zu führen hat schon einen gewissen Reiz.😉
    Bin gespannt wie lange er das durchziehen kann.
    26 7 Melden
    • Der müde Joe 22.04.2018 17:06
      Highlight *mit einer Frau... ist das fehlende Wort😉
      11 0 Melden
  • E7#9 22.04.2018 15:58
    Highlight Er lebt immer noch im gleichen Umfeld, hat einfach keine Wohnung mehr. Ob das wirklich Freiheit ist? Als junger Mann mit Freiheitsdrang würde ich eher mal einfach losziehen... mal sehen wohin. Oder z.B. mit dem unverbindlichen Plan die Weld zu umrunden oder Ähnliches.
    93 2 Melden
  • Bombenjunge 22.04.2018 15:47
    Highlight Die Hälfte der Kommentare zeigt dass die Artikel nicht ganz oder unaufmerksam gelesen werden. Und Neid ist da auch noch viel.
    Bedenklich.
    Der Junge tut niemandem weh, er arbeitet und er schaut dass er gesund bleibt. Respekt vor diesem Experiment und dem Bro.
    71 98 Melden
    • Rogue 22.04.2018 21:42
      Highlight Und worauf genau ist man neidisch?
      28 3 Melden
    • neewa 23.04.2018 05:14
      Highlight Darauf, dass es einer wagt aus der gesellschaftlichen Norm auszuscheren und sich nicht um Kleingeister kümmert, die ihn gerne wieder in das vorgegebene schema pressen würden indem sie versuchen, ihn zu degradieren und unter Druck zu setzen (er arbeitet und bezahlt Steuern- lest den Artikel richtig!)
      7 12 Melden
    • Rogue 23.04.2018 17:27
      Highlight Ich finde es ok, wenn er so leben will. Er ist jung und kann es sich leisten. Und alle Betroffenen sind wohl (noch) zufrieden mit dieser Situation. Super.
      Mutig, besonders konsequent oder beneidenswert finde ich allerdings nichts daran. Wieso darf man sich also nicht auch kritisch dazu äussern? MeinungsFREIHEIT ist wohl nicht so wichtig.
      4 0 Melden
  • lilie 22.04.2018 15:46
    Highlight Finde die Idee alles andere als ungewöhnlich. Als Jugendliche wollte ich immer in den Wald auswandern. Aber nach einer Nacht frieren unter einer Tanne hab ich das wieder aufgegeben. 😅

    Solange er niemandem schadet damit und niemandem was wegnimmt, finde ich das völlig in Ordnung.

    Radikaler war ein Banker, von dem ich gelesen hab, der seinen Job schmiss, sein gesamtes Hab und Gut verschenkte und auf die Strasse betteln ging. Der war krass! 😨
    66 11 Melden
  • Chääschueche 22.04.2018 15:26
    Highlight Das alles passt nicht zusammen:

    Er will Sparen und kein Schmarotzer sein?

    Sommer 2 mal Täglich Duschen:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Im McClean = Enorm teuer*

    1-2 mal Pro Woche Kleider Waschen:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Waschsalon = Enorm teuer*

    Schlafen im Winter:
    Bei Freunden = Schmarotzer
    Hotel = Enorm teuer*

    *im ggs. zur eigenen Wohnung

    Möbel befinden sich im Keller der alten Wohnung? Kostenlos? Der neue Mieter hat keinen Keller?

    Was und wo isst er? Er muss ja kleinportionen kaufen da er die dinge nicht kühlen kann? (Meistens teurer als normale Packungen)

    Komische sache...
    98 14 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:57
      Highlight @Chääschueche: Wird alles im Artikel erklärt: Die Killege bieten im freiwillig Obdach, deshalb empfindet er sich nicht als Schmarotzer (er drängt sich nicht auf). Selbst mit den Zusatzkosten wird er kaum so viel Geld ausgeben wie für eine Wohnung in derDtadt Zürich. Essen kann kein Thema sein, er arbeitet ja als Koch, da gibts bestimmt auch mal Reste. Und er bezeichnet das alles als Experiment - sprich, es ist unwahrscheinlich, dass er im Winter noch unter der Brücke schläft...
      29 24 Melden
    • Chääschueche 22.04.2018 16:19
      Highlight @lilie
      Das seine Kollegen dies anbieten ist klar. Es sind Freunde. Da sagt man gerne und schnell ja zu allem. Trotzdem Ist er ein Schmarotzer wenn er dies dauernd tut. (Das ist meine meinung)

      Er arbeitet ab und zu Nachmittags als Koch. Das heisst für mich: gar nicht regelmässig. Heisst er muss Essen selbst Kaufen.

      Stimmt...Gibt ja keine anderen Städte/Dörfer ausserhalb Zürichs
      46 14 Melden
    • jjjj 22.04.2018 16:39
      Highlight Kein Mensch muss 2x täglich duschen. Auch nicht im Sommer!
      65 7 Melden
    • Crissie 22.04.2018 16:48
      Highlight @lilie: nirgendwo steht, dass er als Koch schafft. Er hat lediglich - und das widerwillig - die Ausbildung gemacht. Ich denke mal, dass er gar nicht schafft sondern von AL-Geld lebt. Und vielleicht kommt er ja mal wieder auf den Boden, wenn es draussen so richtig krass kalt wird oder spätestens, wenn er ausgesteuert wird...., das sind zwei lange Jahre mit zwei Wintern! Dieses "Experiment" ist keinen Artikel bei Watson wert!
      21 47 Melden
    • Crissie 22.04.2018 16:52
      Highlight @lilie -- Nachtrag: er schafft nur "ab und zu" und dann auch nur Teilzeit (!) als Koch. Essen wird somit wohl doch auch ein Thema sein.
      20 10 Melden
    • Chääschueche 22.04.2018 17:45
      Highlight Sorry nochmal, vorheriger komment löschen:
      Im Sommer schwitzt man auch nachts da eine 0815 Wohnung meistens relativ heiss ist. (Ausser man gehört zu den 0,1% in der Schweiz die eine Klimatisierte Wohnung haben)
      Also duscht man Morgens bevor man Arbeiten geht.
      Es gibt ebenfalls noch immer Massenweise Büros vor allem bei KMUs die keine Klimatisierten Räume haben. Also Schwitzt man da wieder. Und dann gehst du am Abend vielleicht noch ins Kino oder was essen...dann gehst du verschwitzt dahin?
      Ok...ich tuhe das nicht. Wenn ihr das tut meinetwegen. Erklärt den Gestank im ÖV im Sommer 👌
      22 29 Melden
    • lilie 22.04.2018 20:21
      Highlight @Chääschueche: Also, ich finds ein wenig witzlos, wenn ich dir den ganzen Artikel nochmals rezitieren muss, nur weil du zu faul bist, ihn richtig zu lesen. Aber here we go:

      1. "In manchen Nächten schläft Jonny unter einer Brücke. (...) Manchmal übernachte er bei Freunden. (...) Er (...) sei (...) froh, ab und zu auf weichem Untergrund zu schlafen. «Viele Leute bieten mir ihre Wohnung an, das schätze ich sehr. Man kommt sich so auch näher.»".

      2. Natürlich muss er Essen auch kaufen. Aber eben nicht unbedingt jeden Tag.

      3. Er ist in Zürich aufgewachsen, warum sollte er da weg?
      5 7 Melden
    • petrolleis 22.04.2018 20:38
      Highlight 2x täglich duschen ist nicht gesund für die haut... trocknet sie voll aus... frischer schweiss stinkt übrigens noch nicht, erst später, wenn sich buttersäuren bildet. 😉
      17 2 Melden
    • Chääschueche 22.04.2018 23:27
      Highlight @Lilie
      Zwecklos mit dir zu diskutieren. Bringt nix. Du verstehst es nicht :)

      @petroll
      Und?
      Ich finds trotzdem hässlich. Alles klebt vom Schweiss und damit meine Beine/Gesicht/Arme nicht das zwischen den Beinen. Und dann am liebsten noch verschwitzte Kleidung damit man beim Jmarmen gleich mal Nass ist. Sehr appetitlich.
      Ich dusche 2 mal täglich im Sommer. Jeweils 2/3 Min Morgens mit PH Neutralem Duschzeugs und Abends ohne Duschgel ca. 1 min.
      Mein Hautarzt sagte kürzlich das meine Haut perfekt ist. 😉



      4 9 Melden
    • Hallosager 22.04.2018 23:52
      Highlight @ Lilie: er redet von Unabhängigkeit, ist aber abhängig von seinem bekannten Umfeld. Also echte Unabhängigleit stelle ich mir anders vor. Auch die Aussage mit den Probleme der Gesellschaft ist eine Sache. Unsere Vorfahren vor 1000 Jahren waren Nomaden, die sich ebenfalls die Köpfe eingeschlagen haben und für die Gruppe nutzlose Individuen wurden einfach sich selbst überlassen, ohne grosse Aussicht auf Überleben. Es wird auch keiner gezwungen 100% zu arbeiten (hab selbst 2 Jahre lang nur Teilzeit gearbeitet), doch ohne die Gesellschaft, die er ablehnt, wären seine Aussagen bestimmt anders.
      4 2 Melden
    • lilie 23.04.2018 07:04
      Highlight @Hallosager: Wie an anderer Stelle schon gesagt: Ja, auch er ist abhängig von andern. Aber er wählt, auf welche Weise. Er hat nicht damit gerechnet, Obdach angeboten zu bekommen und hat auch niemanden darum gebeten. Er wollte draussen übernachten und tut das offenbar auch regelmässig.

      Unsere Vorfahren vor 1000 Jahren lebten in Städten und überlebten gerade die Beulenpest oder sowas. ;)

      Vor 10'000 Jahren hingegen waren sie Nomaden. Aber du hast nicht recht: Es gibt eindeutige Beweise, dass selbst schwer verletzte Mitglieder durchgefüttert wurden, obwohl sie nicht mehr jagen konnten.
      2 4 Melden
  • Lindaa 22.04.2018 15:23
    Highlight Ich kann seine Ideologie verstehen. Manchmal will man einfach raus aus diesem ganzen System/Konzept und selber schauen, was es da draussen noch für andere Möglichkeiten für einen gibt. Ich finde es mutig von ihm. Ob er das lange durchhält? Ich wage es zu bezweifeln. Aber um eine interessante Lebenserfahrung reicher ist er sicher geworden.
    62 1 Melden
  • Boerig 22.04.2018 15:19
    Highlight Interessantes Experiment. Natürlich ist es weniger beschwerlich Obdachlosigkeit zu ertragen, wenn sie freiwillig gewählt ist. Aus zweijähriger unfreiwilliger Obdachlosigkeit kann ich allerdings sagen, dass die damit vermeintlich gewonnene Freiheit andere Mankos nicht ausgleichen kann. Und einsam kann man ebenso unter Obdachlosen wie alleine zu Hause sein.

    Und was soll die folgende Aussage? '... Er habe sein Leben unter Kontrolle. Das unterscheide den Obdachlosen vom Penner, schreibt Jonny auf Facebook....' Ich verstehe, aber ich kenne genug Penner die eine Wohnung haben!
    97 0 Melden
  • Francis Begbie 22.04.2018 15:02
    Highlight Stromdiebstahl? Das ist reine Schikane! Wenn die SBB echt das Gefühl haben, dass sie so um Geld beschissen wird, werden sich bestimmt Leute oder Vereine finden welche die Unkosten tragen werden.
    30 70 Melden
  • Fabio Kunger 22.04.2018 14:48
    Highlight Ich finde die Idee nicht schlecht. Eine Wohnung frisst im Schnitt 30% vom Lohn weg, wenn du keine Wohnung hast, kannst du theoretisch 30% weniger arbeiten.
    23 39 Melden
  • Angelo C. 22.04.2018 14:37
    Highlight Wahrlich eine nicht ganz alltägliche Idee 😅!

    Erlaubte Frage: lebt er von Sozialhilfe - oder wie ernährt er sich 😳?
    61 22 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:40
      Highlight Er arbeitet Teiözeit weiterhin als Koch, steht im Artikel.
      42 12 Melden
    • Crissie 22.04.2018 16:51
      Highlight Der bezieht mit Sicherheit AL-Geld oder Sozialhilfe, denn er arbeitet nur "ab und zu"(!!) als Koch.
      20 37 Melden
    • nödganz.klar 22.04.2018 17:10
      Highlight @Crissie

      Bist du eigentlich neidisch auf den Typen, oder warum so gehässig? Wenn ich nur „ab und zu“ (ca 6 Tage pro Monat, im Stundenlohn) auf meinem Lehrberuf arbeiten würde, könnte ich locker pro Monat 2000.- verdienen. Abzüglich Steuern und anderem bleibt da genug Cash um günstig auf der Strasse oder Alternativ zu leben.
      22 17 Melden
    • lilie 22.04.2018 21:12
      Highlight @Crissie: Es ist unmöglich, dass er Sozialhilfe bezieht, wenn er einen Teilzeitjob hat, da er ja dann ein eigenes Einkommen hat.

      Ausserdem spricht er davon, dass er während seinem Experiment Geld beiseite legen will. Mit Sozialhilfe wäre das unmöglich (die Miete kriegt er ja nicht ausbezahlt, nur weil er keine Wohnung hat).
      3 9 Melden
  • Katzenseekatze 22.04.2018 14:33
    Highlight Ich verstehe seine Aussagen total. Interessante Aspekte. Mutiger junger Mann. Intelligente Reflexionen.
    29 58 Melden
  • Tartaruga 22.04.2018 14:32
    Highlight Aha. Aber wenn man bei Freunden wohnt ist man nicht so sehr von abhängig wie von den Eltern?
    86 11 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:42
      Highlight Also, ich würd auch eher mich von meinen Kollegen aushalten lassen, als freiwillig wieder zu meinen Eltern ziehen. 😣
      20 28 Melden
    • Hallosager 22.04.2018 23:56
      Highlight @ lilie: keine deine Aussage Nachvollziehen (auch wenn ich die Hintergründe nicht kenne), doch am Ende, macht es keinen Unterschied. Es sind Menschen, von denen er abhängig ist. Ob es der junge Mann nun glauben will oder nicht.
      2 0 Melden
    • lilie 23.04.2018 07:00
      Highlight @Hallosager: Das stimmt. Wir sind immer abhängig von anderen. Ausser wir gehen in die Wüsten und leben autark oder sowas...

      Aber es ist ein Unterschied, auf welche Art man abhängig ist. Er hat seine Kollegen nicht gebeten, ihn bei sich übernachten zu lassen - sie haben das freiwillig angeboten. Und es ist auch nicht die Regel, normalerweise übernachtet er draussen.

      Das ist komplett eine andere Situation, als wenn er fest bei seinen Eltern wohnen würde. Ich kenne sein Verhältnis zu seinen Eltern ja nicht, aber ich hatte die Situation selber mal und habe mich sehr zurückgebunden gefühlt.
      1 2 Melden
  • Tepesch 22.04.2018 14:25
    Highlight Hmm, er ist zwar ungebundener, aber scheint recht abhängig von anderen zu sein. Warum nicht eine 1 Zimmer Wohnung in der ausser ein Bett eh nicht viel Platz findet?
    463 9 Melden
    • loquito 22.04.2018 15:44
      Highlight oder ein WG Zimmer für wenig Geld damit er dusxhen etc. kann ohne bei jeder Grippe zum Bruder zu müssen...
      47 3 Melden
    • lilie 22.04.2018 21:15
      Highlight Er möchte ein Experiment machen. Er lernt so neue Leute kennen, lebt intensiver, macht neue Erfahrungen.

      Wenn er das Experiment abgeschlossen hat, wird er sich eine Unterkunft nach seinen Bedürfnissen suchen - eben vielleicht eine 1-Zimmerwohnung oder ein WG-Zimmer.

      Oder er bleibt auf der Strasse, aber das glaube ich nicht. Im Winter tut sich das kein Mensch freiwillig an, und er findet es ja jetzt schon teilweise zu kalt.
      5 4 Melden
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 22.04.2018 14:20
    Highlight sowas blödes.
    78 25 Melden
  • sste87 22.04.2018 14:10
    Highlight Der unglaubliche Drang, spezieller als der Rest zu sein.
    Und er macht das schon seit unendlichen zwei Monaten ...

    Könnt ihr ihn wieder porträtieren, wenn er es zwei Jahre gemacht hat? Ich zweifle daran, dass er selbst diesen Lebensstandart in zwei Jahren noch „cool“ findet ...
    750 35 Melden
    • Vincent the Sandcorn 22.04.2018 16:33
      Highlight Ist durchaus denkbar, muss aber nicht sein.
      Als damals mein Onkel starb, schloss sich meine Tante den Fahrenden an und schien mit minimalsten Dingen glücklich zu sein.
      Alles liegt immer im Auge der Person selbst, nicht des Betrachters.
      17 6 Melden
    • Binnennomade 22.04.2018 17:02
      Highlight Wieso zur Hölle unterstellst du ihm, das ganze zu machen, um 'cool' oder 'speziell' zu sein? Er hat seine Beweggründe ausführlich erleutert.
      21 10 Melden
    • Ollowain 22.04.2018 17:28
      Highlight Neid und Missgunst?
      8 10 Melden
    • sste87 22.04.2018 20:49
      Highlight @Binnennomade
      Meine subjektive Wahrnehmung und meine Interpretation des Berichts.

      @Ollowain
      Ähm, nein. Wie kommst Du darauf?
      3 2 Melden
  • Scaros_2 22.04.2018 14:09
    Highlight Wie jetzt? Er will selbst keine eigene Wohnung haben aber ist dankbar wenn er dann doch mal bei einem Kollegen pennen darf? Und wie sieht es mit Hygiene aus, duschen? Kleiderwechsel? Arbeitet er? Wo bitteschön? Stinkt der nicht zum Himmel. Ich meine viel mehr als was er trägt kann er nicht besitzen. Ausser er lagert es zwischen in - oh wait.......einer WOHNUNG oder einem LAGEr was defacto dann das gleiche ist.

    Ist ja alles schön und gut aber damit kommst du langfristig nicht klar. Zwar nett gemeint aber damit überlebst du nicht - tut mir leid
    357 37 Melden
    • lilie 22.04.2018 15:39
      Highlight Steht doch alles da: Er pennt manchmal bei einem Kollegen (da kann er bestimmt auch duschen), er arbeitet gelegentlich in seinem angestammten Beruf als Koch, er besitzt immer noch seine gesamte Wohnungseinrichtung, die er im Keller zwischengelagert hat. Auch seinen alten Briefkasten benutzt er immer noch.

      Er nimmt ja niemandem was weg damit, verdient auch sein eigenes Geld, bemüht sich darum, keine Gesetze zu brechen. Solange er niemandem schadet, finde ich es völlig ok, wenn er das für sich ausprobiert. Und spätestens im Herbst sucht er sich wieder ein festes Dach über dem Kopf, wetten?
      30 13 Melden
    • Crissie 22.04.2018 16:56
      Highlight Also, ich möchte nicht dort essen gehen, wo der
      ( ab und zu mal und auch nur Teilzeit) arbeitet! Mich stört der Aspekt mangelnde, da unregelmässige Hygiene ganz enorm!
      15 25 Melden
    • lilie 22.04.2018 20:28
      Highlight @Crissie: Die Hygienevorschriften in der Gastronomie sind strikt, da wird auch er sich daran halten müssen, sonst fliegt er.
      5 3 Melden
  • Bombenjunge 22.04.2018 14:03
    Highlight Allergrössten Respekt Bro!!
    18 86 Melden
    • Lümmel 22.04.2018 16:57
      Highlight Er heisst Jonny, nicht Bro.
      30 11 Melden
    • Bombenjunge 22.04.2018 17:46
      Highlight Danke für diese Aufklärung Bro!
      16 14 Melden
  • HerrCoolS. 22.04.2018 13:58
    Highlight Ich interessiere mich zur Zeit sehr für alternativen zur Mietwohnung oder Wohneigentum. Im Moment noch kein Thema, meine Kinder sind 8 und 5. Aber vielleicht in 15 Jahren - vielleicht einen alten Bauwagen umbauen oder ein Hochsee-Container... auf der Strassr leben wäre aber nichts für mich, ich brauche einen Rückzugsort.
    54 6 Melden
    • zialo 22.04.2018 20:00
      Highlight Schauen sie sich mal die Lebensweise der Jenischen an. Die haben in Zürich ein Museum. Ist eine uralte Schweizer Volksgruppe, stets unterwegs. Im Sommerhalbjahr leben sie (in Familien/Paaren/Junggesellen) ihre Freiheit aus und im Winter leben sie sesshaft in Grossfamilien.
      2 2 Melden

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Im Juni lanciert der Thinktank «Sentience Politics» eine Volksinitiative, die die Massentierhaltung in der Schweiz abschaffen will. Der Verein und ähnliche Tierrechtsorganisationen verzeichnen einen stetigen Anstieg von Sympathisanten.

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