Schweiz
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epa04688872 A handout photo made available by the French Interior Ministry on 01 April 2015 shows search and rescue workers collecting debris at the crash site of the Germanwings Airbus A320 in the French Alps, above the town of Seyne-les-Alpes, southeastern France, 31 March 2015. Germanwings Flight 4U 9525, carrying 144 passengers and six crew members from Barcelona, Spain to Dusseldorf, Germany, crashed 24 March in the French Alps, where searchers combed a 4-hectare section of mountain face since 25 March.  EPA/YVES MALENFER/DICOM/MINISTERE INTERIEUR/HO  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Im März des vergangenen Jahres sperrte der Co-Pilot von Germanwings den Piloten aus dem Cockpit aus und liess danach den Airbus A320 in Frankreich abstürzen. Alle 150 Menschen an Bord starben.
Bild: EPA/FRANCE MINISTERE INTERIEUR

Immer zwei Personen im Cockpit? Swiss-Piloten finden das gar nicht gut



Die Swiss-Piloten kritisieren die neue Regel, gemäss der immer zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit sitzen müssen. Eingeführt wurde diese Regel wegen des absichtlichen Germanwings-Absturzes vor einem Jahr.

Diese Regel führe nicht zu mehr, sondern zu weniger Sicherheit, sagt Thomas Steffen von Aeropers, dem Pilotenverband der Swiss, am Mittwoch in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio SRF1.

Terroristen könnten leicht in Cockpit gelangen

«Wenn ein Pilot das Cockpit verlässt, dann muss jemand von der Kabinenbesatzung ins Cockpit. Dadurch wird die Tür länger geöffnet, und es gibt dann neue Risiken», sagte Steffen.

Damit spricht er die Gefahr an, dass Attentäter ins Cockpit eindringen könnten, da die Türe nicht mehr ständig geschlossen ist. Deswegen seien sie genauso wie die europäische Cockpitorganisation der Meinung, dass diese Regel abgeschafft werden müsste.

Bund und Swiss wollen an Regel festhalten

Anderer Meinung ist man beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL). Es gebe bei dieser Regel, die als Sofortmassnahme eingeführt worden sei, viel, was dafür und was dagegen spreche – ein Richtig oder Falsch gebe es nicht, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die Frage laute, was gefährlicher sei: nur eine Person im Cockpit, dessen Tür nur von innen geöffnet werden kann, oder eine nicht verschlossene Tür. Die Tendenz gehe momentan zwar eher in die Richtung, dass eine geschlossene Tür wichtiger sei. Doch bis auf weiteres halte man sich an die Empfehlungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA, die an der Zwei-Personen-Regel festhält.

Die Swiss will ebenfalls an der Regel festhalten: «Wenn es hier keine Änderungen gibt, wird die Swiss diese Massnahme weiterführen», sagte Swiss-Sprecherin Karin Müller gegenüber Radio SRF1.

Im März des vergangenen Jahres machte sich ein Co-Pilot von Germanwings die Sicherheitsmassnahme zunutze, dass sich die Tür nur von innen öffnen lässt. Er sperrte den Piloten aus dem Cockpit aus und liess danach den Airbus A320 in Frankreich abstürzen. Alle 150 Menschen an Bord starben. Seither müssen sich stets zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit aufhalten. (whr/sda)

Der Absturz von Germanwings 4U9525 in Frankreich

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