Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Vergewaltigung in Emmen – Fall wird eingestellt

15.01.18, 13:41 15.01.18, 14:45

Zweieinhalb Jahre nachdem ein Unbekannter in Emmen LU eine 26-jährige Frau vergewaltigt hatte, schliesst die Staatsanwaltschaft die Untersuchung vorläufig ab – ohne den Täter gefasst zu haben. Es lägen keine neuen Ermittlungsansätze mehr vor.

Spurenabgleiche würden aber weiterhin laufend stattfinden, teilte die Staatsanwaltschaft Luzern am Montag mit. Sobald neue Erkenntnisse oder Hinweise zum Fall vorliegen, würden weiterführende Ermittlungen getätigt.

Das Opfer konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes über eine längere Zeit nicht zum Vorfall befragt werden. Der Unbekannte hatte die Frau bei Emmen an der Reuss vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei dem Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine waren laut den Behörden nach der Tat gelähmt.

Männer zum DNS-Test

Nach der Vergewaltigung hatte die Luzerner Polizei umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. So wurden während mehrerer Wochen im Umfeld des Tatorts Personenkontrollen durchgeführt. Die Behörden setzten eine Belohnung von 20'000 Franken aus für Hinweise, welche zum Täter führen könnten.

Weiter wurden in Zwischenzeit laut der Staatsanwaltschaft drei Personen vorübergehend festgenommen und knapp 10'000 Personendaten im Zusammenhang mit der Tat überprüft. Insgesamt wurden 371 Männer zu einem Massen-DNS-Test aufgeboten.

Mehrere tausend Handynummern wurden erhoben, welche zur Tatzeit im Gebiet des Tatorts aktiv waren, davon wurden 1863 Handydaten detailliert ausgewertet. Bei 32 Personen, welche über ihr Handy zur Tatzeit im Umfeld vom Tatort registriert wurden, führte die Staatsanwaltschaft DNS-Tests durch. Aktuell sei noch eine DNS-Auswertung im Ausland hängig, geht aus der Medienmitteilung hervor.

Als weiteres Ermittlungselement wurde eine Fallberatung in Anspruch genommen. Experten rollten den Fall – losgelöst von den bisherigen Ermittlungen – nochmals auf. Ebenfalls erfolglos.

Schliesslich überprüfte die Staatsanwaltschaft rund 300 Hinweise zum möglichen Täternamen «Aaron» und führte wiederum fünf DNS-Analysen durch, die ebenfalls nicht zum Erfolg führten.

(nfr/sda)

Ein BH, der vor sexuellen Übergriffen schützt

Video: srf

Aktuelle Polizeibilder: 

Das könnte dich auch interessieren:

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
24
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Wottaupott 15.01.2018 18:27
    Highlight Solche Täter sind richtige Arschlöcher. Hat sowieso wenig Frauen im Ausgang und dank denen werdens immer weniger.
    8 41 Melden
    • Stan_the_man 16.01.2018 07:15
      Highlight Ja, das ist natürlich ein wichtiges Argument.



      niiiiiiiicht
      6 1 Melden
  • Hierundjetzt 15.01.2018 17:40
    Highlight Was ja besonders tragisch ist, ist die Tatsache, das die Polizei nicht das *gesamte* Genom (DNA) untersuchen durfte (wegen dem Datenschutzgesetz) sondern nur 3, 4 Kriterien.

    Auch darum konnte man den Täter nicht finden.

    Ich persönlich empfinde diese Einschränkung gemäss Datenschutzgesetz absolut daneben.
    75 28 Melden
    • Hierundjetzt 15.01.2018 18:45
      Highlight Und an die Herren und Damen Blitzer, gebt mir eine andere Lösung die besser ist, wie man Kapitalverbrechen Morde, Vergewaltigung, Kinderschändung aufklären kann.

      Also ich finde es immer noch besser das gesamte Genom 1 Person zu entschlüsseln (z.B. via Spermaspuren am Opfer in Emmen) als 400 unschuldige Menschen zu einem Test aufbieten und 1000 Telefonate / Verbindungen *genau* auszuwerten.

      Aber eben, wenns einem nicht selbst betrifft....
      30 10 Melden
    • bokl 15.01.2018 20:19
      Highlight @Hierundjetzt
      Und auch mit einem vollständig entschlüsselten Genom hat man nicht die Handynummer oder Adresse des Täters. Von den Kosten mal abgesehen, wird einfach zuviel Hoffnung ins Genom investiert.

      Und selbst bei einer vollständigen DNA-Datenbank der Menscheit, wäre das Problem der Monozygoten nicht gelöst.
      13 4 Melden
    • Hierundjetzt 15.01.2018 23:03
      Highlight "vollständig" in Anführungsstrichen gemeint, nicht im wissenschaftlichen Sinne. Aber mehr als nur (!) Haarfarbe und Geschlecht wäre mehr als sinnvoll. Ob jemand eine gedrungene Statur hat, athletisch ist, bzw. wie sein +/- Aussehen ist. Ob jemand kaukasisch [also europäisch], negrid, oder ein Inuit ist hilft der Polizei entscheidend weiter.

      Und ganz bestimmt spielen die "Kosten" keine Rolle. Wär ja noch schöner. Und sonst komm ich dann bei einer schweren Körperverletzung mit Schädeltrauma auch zum bokl und schwadroniere was von Kosten und das Du dich jetzt nicht so anstellen sollst
      2 5 Melden
  • Booker 15.01.2018 16:23
    Highlight Eine detaillierte Auswertung aller Daten aus der DNA würde Licht ins Dunkel bringen und den Täter evtl. Näher einschränken. Hier ist wieder mal Täterschutz unter dem Deckmantel des Datenschutzes und eine junge Frau vergewaltigt, seelisch zerstört und ihr Leben lang gelähmt !
    47 49 Melden
    • Randy Orton 15.01.2018 16:53
      Highlight Was für Daten meinen Sie? Ist in der DNA irgendwo die AHV-Nummer abgespeichert?
      40 42 Melden
    • bokl 15.01.2018 17:00
      Highlight @Booker
      Ja klar. Wir verdächtigen einfach mal alle Männer mit schwarzen Haaren, grünen Augen und Hautfarbe xy...

      Irgendwo ist Schluss. Mit umfangreichen DNA-Test und Handy-Ortung wurde sehr weit in die Privatsphäre Unschuldiger eingegriffen. Die Sistierung ist unbefriedigen und sehr tragisch für das Opfer. Aber rechtfertigt keine unverhältnissmäsige Belästigung Unschuldiger.
      44 58 Melden
    • Simon h 15.01.2018 17:09
      Highlight Klar, am besten wird gleich die DNS von allen Männern im Raum Luzern geprüft sind ja nur ein hunderttausend. Und die DNS muss auch komplett entschlüsselt werden, auch wenn das in so einem Fall gar keinen Unterschied macht.
      24 8 Melden
    • Madison Pierce 15.01.2018 17:16
      Highlight @Randy Orton: Mittels DNA-Analyse kann man mittlerweile sehr viel über eine Person herausfinden. Ein Phantombild zu erstellen geht leider noch nicht zuverlässig, aber unter anderem folgendes:

      - Augenfarbe
      - Haarfarbe
      - Alter
      - Körpergrösse (ungefähr)
      - Herkunft (im Sinne von "Europa" oder "Afrika", nicht "Schweiz" oder "Deutschland")
      - Krankheiten (ungenau, aber man könnte ermitteln, ob der Täter Diabetiker ist, was den Kreis der Gesuchten verkleinern würde)
      36 11 Melden
    • Hierundjetzt 15.01.2018 17:55
      Highlight es wurde aber nicht das *gesamte* Genom entschlüsselt, sondern nur 3, 4 Kriterien. Darum wurden auch soviele zum Test aufgeboten.

      Andernfalls hätte man den Täter schon lange. Das ist unserem Datenschutzgesetz geschuldet
      16 9 Melden
    • DartVaidder 15.01.2018 18:49
      Highlight @bokl
      Wäre ihre Haltung und Antwort die gleiche, wenn das Opfer aus ihrem Umfeld stammen würde? Ihre eigene Tochter wäre?
      16 8 Melden
    • phreko 15.01.2018 19:24
      Highlight "... hätte man den Täter schon lange."

      Das ist mal Wunschdenken. Totaler Bullshit.
      12 4 Melden
    • bokl 15.01.2018 19:43
      Highlight @DartVaidder
      Ganz klar ja. Irgendwann muss sein Schicksal akzeptieren und in die Zukunft schauen. Ansonsten hat man womöglich nie eine.
      So wie es aussieht, haben sich Täter und Opfer nicht gekannt. Es ändert also nichts, wenn sie weiss das es abc aus xyz war.
      3 9 Melden
    • Roman h 15.01.2018 20:29
      Highlight @booker
      Die Polizei hat von vielen Männern die DNA genommen aber was bringt das?
      Woher wissen sie das der Täter jemand war der damals in der Schweiz lebte oder der danach noch hier lebte?
      Was wenn der Täter in Genf lebt?
      Man hat nicht die DNA von jedem Menschen.
      Was wenn der Täter kein schweizer ist und danach das Land verlassen hat?
      Wenn ich das selbe in der USA mache und am nächsten Tag fliege werden die mich nie finden.
      Man müsste also von jedem Menschen nach der Geburt die DNA ect nehmen und auch von jedem Menschen der ins Land kommt.
      Das heisst jedes Land bräuchte eine Mauer ums land
      8 0 Melden
    • Hierundjetzt 15.01.2018 23:06
      Highlight phreko: und warum bist DU Dir da so sicher, dass dem so nicht ist? Hast Du einen Wissensvorsprung, der Du uns gerne mitteilen möchtest, vielleicht sogar den Behörden?
      1 4 Melden
    • Randy Orton 16.01.2018 08:22
      Highlight @MadisonPierce, die Hälfte die sie schreiben ist nicht wahr und entspringt eher den CSI-Serien als der Realität. Was sie als neue Indizien beschreiben hat man ja anscheinend durch das Opfer bereits erfahren, sogar ein vermutlicher Tätername zirkuliert.
      5 0 Melden
  • Mitsch 15.01.2018 16:15
    Highlight Krass... bleibt eigentlich nur noch, der armen Frau alles erdenklich Gute zu wünschen. Wirklich schlimm, wenn man in einer solchen Situation keinen Täter ermitteln kann. Ich dachte immer das "perfekte Verbrechen" gibt's nur im Fernsehen :-(.
    101 1 Melden
    • einmalquer 15.01.2018 17:01
      Highlight Im Fernsehen gibt es kaum perfekte Verbrechen - in der Wirklichkeit schon

      schauen Sie sich mal die Statistiken an....
      23 2 Melden
    • Bijouxly 15.01.2018 17:44
      Highlight Ein perfektes Verbrechen ist ziemlich einfach: Kein Motiv, auf keiner Kamera erscheinen und nicht erkannt werden. Wer nicht vorbestraft ist, wird dann nicht gefunden. Wie auch...
      23 3 Melden
    • Roman h 15.01.2018 20:21
      Highlight Eben nicht
      Im tv gibt es ja immer einen Hinweis mit dem man den Täter findet.
      Das jetzt soll nicht politisch sein
      Z.b durch die Flüchtlinge gibt es viele Personen die offizielle gar nicht hier sind.
      Das selbe gilt für die offene grenze.
      Man weiss nicht wer hier ist und wann man wieder geht.
      Es ist daher gut möglich das der Täter am nächsten Tag gar nicht mehr in der Schweiz ist.
      Dadurch ist es unmöglich so jemanden zu finden.
      Vor allem wenn es kein Motiv gibt.
      Das selbe gilt aber auch für schweizer.
      Die Polizei hier kennt meine Fingerabdrücke ect. nicht.
      Dan einfacht auswandern
      10 0 Melden
  • Mietzekatze 15.01.2018 13:59
    Highlight Einfach fürs Protokoll... Das nennt sich Sistierung, nicht Einstellung! Eingestellt wird, wenn kein Straftatbestand gegeben ist. Sistiert wenn keine weiteren Ermittlungsansätze bestehen und man den Täter nicht ermitteln konnte... Just sayin... *Besserwissermodusaus*
    212 6 Melden
    • fantastic 15.01.2018 21:35
      Highlight Nicht zwingend.. Die Staatsanwaltschaft kann das Verfahren einstellen und, sofern sich neue Hinweise ergeben, dieses wieder aufnehmen. Sistierung kommt ja eher bei nur vorübergehendem auf-Eis-legen zum Zug. Aufgrund der langen und intensiven Ermittlungen, die hier getroffen wurden und ohne Ergebnis blieben, glaube ich eher, dass das Verfahren eingstellt wurde..
      3 1 Melden

Gute KESB, böse KESB: Wie zwei Kindsmorde die Beistands-Debatte radikal veränderten

In Bonstetten waren die Laien schuld, in Flaach die Profis. In beiden Fällen töteten Eltern ihre Kindern – und brachten damit das Vormundschaftssystem ins Wanken. Nun will eine Initiative die KESB zurückbinden.

Weniger Macht den Kindes- und Erwachsenenschutz-Behörden! Mit dieser Forderung trat diese Woche ein Komitee um SVP-Nationalrat Pirmin Schwander vor die Medien. Im Gepäck: Eine Volksinitiative, die die Kompetenzen der KESB stark beschneiden will. Künftig sollen automatisch Verwandte einspringen, wenn eine Person urteilsunfähig wird oder die Eltern das Wohl ihrer Kinder gefährden.

Auslöser für die Initiative war der Fall Flaach: 2015 erstickte in der Zürcher Gemeinde eine junge Mutter ihre …

Artikel lesen