Schweiz
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Trotz Verbot: Neonazis versammelten sich am Samstag in Sempach – nachdem die Polizei schon abgezogen war

13.07.15, 11:35


Trotz der Ankündigung der Luzerner Polizei, Demonstrationen würden am Samstag in Sempach nicht geduldet, haben sich gegen 20.30 Uhr rund 60 Rechtsextreme auf dem Schlachtgelände versammelt. Die Polizei war rund eine Stunde vorher abgezogen.

Ein Sprecher der Luzerner Polizei bestätigte am Montag auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Antifa Ostschweiz vom Wochenende.

Nach einer Lagebeurteilung sei man gegen 19.30 Uhr zum Schluss gekommen, dass keine Gefahr mehr für eine direkte Konfrontation zwischen linken und rechten Gruppierungen bestehe, sagte der Sprecher. 

Die Polizei zog sich wieder zurück. Eine Stunde später versammelten sich rund 60 Rechtsextreme auf dem Schlachtgelände und legten einen Kranz nieder.

Am Donnerstag hatte die Luzerner Polizei bekannt gegeben, dass sie am Samstag in Sempach weder die Antifa-Kundgebung gegen Faschismus noch den angekündigten Gedenkmarsch von Rechtsextremen tolerieren werde. Sie befürchtete, dass es zu Auseinandersetzungen kommen könnte und kündigte an, im Raum Sempach präsent zu sein und unbewilligte Demonstrationen nicht zu dulden.

Rechtsextreme Gedenkveranstaltung

Ursprünglich hatten Rechtsextreme im Internet zu einem Gedenkmarsch aufgerufen. Sie wollten sich am Samstag ausserhalb der offiziellen Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach, die vor zwei Wochen stattgefunden hatte, auf dem Schlachtgelände treffen, einen Kranz niederlegen und Reden abhalten.

Daraufhin wollte die Antifaschistische Aktion Zentralschweiz «deutliche Zeichen für ein solidarisches und antifaschistisches Sempach setzen». Sie rief zu einer Gegendemonstration unter dem Motto «Kein Fussbreit dem Faschismus» auf. (wst/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sandokan 14.07.2015 00:10
    Highlight Die Rechtsradikale Szene wird bestärkt durch bagatellisieren von Ausländerfeindlichen Kommentaren und unterschwelliger Hetze in Artikeln von Schreibtischtäter zb. bei Blick und Tamedia.

    Die Würde eines Menschen ist unantastbar und unsere Verfassung beruht auf diesem Grundsatz.

    Ausländerhass wird so stark bagatellisiert das manch Einer nicht mehr versteht was daran falsch sein soll. In Deutschland wurden die Menschen nach dem 2.Weltkrieg umerzogen dies zurecht da diese Ideologie von den Verführern und Propagandisten dem Volk eingefleischt wurde.

    Bei uns wird diese Ideologie unterschwellig vermittelt durch die SVP und ihren Zieh-Redaktoren die nichts anderes als die Saat des Bösen bezeichnet werden können.

    Hier in Sempach demonstrieren sich Halbschlaue ungestraft zu ihrer Ideologie.
    Ich frage mich was die Schule ausser oft Unnützes lehrt ?
    Da es oft an weltoffener Erziehung von Hause her fehlt muss dies die Schule nachholen da unsere Gesellschaft ansonsten von Extremisten unterwandert wird.
    3 1 Melden
  • naja5 13.07.2015 22:18
    Highlight die neonazis sind doch so "super eidgenossen" und werfen allen aussländer vor, dass sie sich nicht an unsere regeln halten, sie halten sich selbst nicht an regeln. solche menschen soll einer verstehn...
    5 1 Melden
  • Amanaparts 13.07.2015 13:18
    Highlight Diese Art von Rechtsextremen sind mir am liebsten. Wenn es nach mir geht, sollen sie einen Marsch durch die ganze Schweiz organisieren. Jeder soll Sie sehen!! Ich habe keine Angst vor kurzen Haaren und Bomberjacken. Angst habe ich von den Krawattenträgern, die sich bürgerliche nennen und Sätze machen wie: "Ich habe nichts gegen Ausländer aber... "
    11 6 Melden
    • Mia_san_mia 13.07.2015 22:04
      Highlight Was ist eigentlich so schlimm an diesem Satz: "ich habe nichts gegen Ausländer, aber..."??? Ich habe das auch schon zurecht benutzt und habe wirklich nichts gegen Ausländer, da ich sogar selber einer bin... Da kommt man sich langsam vor als wäre man ein Nazi , obwohl man gar nichts falsches sagen will!
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