Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Scheitern ihre Pläne? Michael Ringier (l), Präsident des Ringier-Verwaltungsrats und Marc Walder, CEO des Ringier Medienkonzerns.
Bild: EPA/KEYSTONE

Millionenschweres Werbe-Projekt: Weko will Allianz von Swisscom, SRG und Ringier ganz genau prüfen

10.09.15, 09:18


Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt das umstrittene Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom, SRG und Ringier (watson berichtete) unter die Lupe. Es werde eine vertiefte Prüfung geben, teilte die Weko am Donnerstag mit.

Es bestünden Anhaltspunkte, dass die Zusammenarbeit bei der zielgruppenspezifischen TV-Werbung eine marktbeherrschende Stellung begründe oder verstärke.

Bereits erster Eklat wegen Vorhaben

SRG, Swisscom und Ringier hatten im August über das neue Gemeinschaftsunternehmen informiert: In einer neuen Firma wollen sie die Vermarktung ihrer Medienangebote und Werbeplattformen bündeln.

Das Vorhaben führte bereits kurz danach zu einem Eklat: An einer Klausurtagung des Präsidiums des Verbandes Schweizer Medien (VSM) gab es gemäss Ringier «intensive Diskussionen» über die geplante neue Vermarktungsorganisation.

In diesen Diskussionen habe der VSM faktisch ein Werbeverbot für die SRG gefordert. «Dies ist eine Radikalforderung, hinter der Ringier nicht stehen kann», wurde Ringier-Chef Marc Walder in einer Mitteilung vom August zitiert. Ringier trat in der Folge aus dem Verband aus.

Der VSM kritisierte, das Joint Venture zwischen Swisscom, SRG und Ringier verzerre den Wettbewerb in der Medienbranche zusätzlich. Es gehe nicht an, dass der Bund über die mit der gebührenfinanzierte SRG und die mehrheitlich von der Eidgenossenschaft gehaltene Swisscom mit dieser neuen Vermarktungsfirma dazu beitrage, in den bereits verzerrten Wettbewerb im Medienbereich einzugreifen. Auch sei es bedauerlich, dass dies zusammen mit einem der grössten privaten Medienhäuser der Schweiz erfolge. (sda)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Le Matin Sports» – Tamedia und Sion-Boss Constantin prüfen gemeinsames Zeitungsprojekt 

Tamedia und Christian Constantin, der Präsident des FC Sion, prüfen ein gemeinsames Projekt: Die gedruckte Zeitschrift «Le Matin Sports».

Die neue Zeitschrift würde 18 Mal im Jahr mit einer Auflage von 100'000 Exemplaren erscheinen, teilte das Zürcher Medienhaus Tamedia am Montag mit. Der Verlag betont jedoch, dass er die Marke «Le Matin» nicht verkaufen werde.

Im Moment will Tamedia noch keinerlei Angaben zu Budget, Zeitplan oder Auswirkungen auf das Personal machen. Der Verlag habe die Situation …

Artikel lesen