Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Money, money, money: Das schreiben die Sonntagszeitungen

300 Millionen Euro Schadenersatzforderung an die Schweiz, 10'000 Franken Wiedergutmachung von Viktor Vekselberg, Giro-Konten ohne Negativzinsen, Wasserkraft-Rappen und 34 Millionen Franken für parlamentarische Vorstösse: Geld regiert die Schlagzeilen-Welt der Sonntagspresse.

15.03.15, 06:22

«NZZ am Sonntag»

Thai baht banknotes are seen next to gold offered for sale in a gold shop in Bangkok's Chinatown in this April 19, 2013 file photo. The Bank of Thailand is expected to make a rate decision this week.    REUTERS/Damir Sagolj/Files (THAILAND - Tags: BUSINESS COMMODITIES)

BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE – 

SEARCH “BUSINESS WEEK AHEAD MARCH 9” FOR ALL IMAGES

Einmal mehr kommt die Schweiz Gold teuer zu stehen. Bild: DAMIR SAGOLJ/REUTERS

Nun ist offenbar klar, wer die Schweiz in einem bisher geheim gehaltenen Verfahren auf eine hohe Millionensumme verklagen will. Wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf «Quellen in Bern» berichtet, soll es sich um den türkischen Geschäftsmann und ehemaligen Medienmogul Cem Uzan handeln. Uzan soll 300 Millionen Euro fordern. Der Vorwurf lautet demnach, die Schweiz habe Gold und andere Wertgegenstände in seinem Eigentum blockiert und auf juristisch unhaltbare Weise an die Türkei zurückgeführt. Dabei beruft er sich auf ein Investitionsschutzabkommen zwischen den Ländern. Ab April kann er an einem Schiedsgericht in Washington eine Klage einreichen. Der Bund suchte im Januar eine Anwaltskanzlei für den Prozess, der alleine schon Millionen kosten dürfte.

«Ostschweiz am Sonntag» / «Schweiz am Sonntag» / «SonntagsBlick»

Coop prangert erneut Marken an, die sich weigern, Währungsgewinne weiterzugeben. Ab dem kommenden Montag sollen 13 Hefte und Zeitschriften an den Coop-Kiosken nicht mehr angeboten werden. Aus dem Sortiment genommen werden unter anderem das deutsche Nachrichtenmagazin «Spiegel», das Klatschheft «Gala» und «Micky Maus»-Heftli. Stattdessen installiert Coop den Hinweis «Genug ist genug. Stopp Wechselkurs-Profiteure». Die Verlage hätten nicht einmal auf die Aufforderung reagiert, Währungsgewinne weiterzugeben, teilte Coop mit. Bei der starken Frankenaufwertung 2011 hatte Coop bereits einzelne Produkte aus dem Sortiment genommen.

Der Spiegel

Bei Coop aus dem Regal verbannt: Nachrichtenmagazin «Spiegel». Bild:

«NZZ am Sonntag»

Swisscom will ein Mobilfunknetz eigens für das Internet der Dinge aufbauen. Darunter wird die Vernetzung von Gegenständen und Maschinen verstanden. Swisscom stellt schon heute SIM-Karten für Kaffeemaschinen, Abfallkübel oder Elektro-Bikes aus, die über das Mobilfunknetz technische Daten übermitteln. In einem Pilotprojekt sollen nun bis Ende Juni Netze in den Städten Zürich und Genf entstehen. Die eingesetzte Technologie (LPWAN) führt zu tieferen Kosten - und weniger Strahlung - im Vergleich zum herkömmlichen Handy-Netz.

«NZZ am Sonntag»

ZUM AKTUELLEN VERKAUF DER DIVISION METCO VON SULZER AN OC OERLIKON STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Die Transaktion bewertet Sulzer Metco mit einem Wert von 1 Mrd. Franken. --- Der Russische Investor Viktor Vekselberg am Freitag, 17. September 2010 in Zuerich. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Zahlungswillig: Viktor Vekselberg. Bild: KEYSTONE

Zum zweiten Mal hat sich eine Firma des russischen Unternehmers Viktor Vekselberg von einem Strafverfahren in der Schweiz freigekauft. Nach der Bezahlung einer Wiedergutmachung von 10'000 Franken stellte das Eidg. Finanzdepartement ein Verfahren ein, bei dem es um eine mutmassliche Verletzung der Meldepflicht ging. Betroffen war Vekselbergs Lamesa Holding, die im Frühling 2011 Aktien des Industriekonzerns OC Oerlikon kaufte. Im Herbst 2010 war bereits ein ähnliches Verfahren eingestellt worden - damals gegen eine Wiedergutmachung in der Höhe von 10 Millionen Franken. Ein Artikel im Strafgesetz macht ein solches Vorgehen möglich.



«Schweiz am Sonntag» / «Zentralschweiz am Sonntag»

Die Kantone Zürich und Genf verfügen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) über ein Girokonto, das von Negativzinsen befreit ist. Das hat auch andere Kantone auf den Plan gerufen. Der Kanton Zug blitzte aber laut seinem Finanzdirektor Peter Hegglin bei der SNB mit seinem Gesuch für sein solches ab. Zwar muss Zug derzeit noch keine Negativzinsen bezahlen, dennoch hält es Hegglin für unfair, dass nicht alle Kantone die gleichen Konditionen erhalten. Im Bundesparlament will der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof aktiv werden. Zur Debatte stehen auch Vorstösse, den Schweizer Sozialversicherungen Konti ohne Negativzinsen zu gewähren.

«Ich gehe davon aus, dass sich Strompreise in den nächsten zehn Jahren nicht erholen.»

Jasmin Staiblin, Chefin des Stromkonzerns Alpiq

«SonntagsBlick»

Jasmin Staiblin, Chefin des Stromkonzerns Alpiq, fordert einen «Wasser-Rappen» für die Unterstützung der Wasserkraft in der Schweiz. Dass jeder Stromkonsument einen Rappen pro Kilowattstunde zugunsten der Wasserwerke bezahlt, wäre aus ihrer Sicht ein «kreativer Ansatz», um der Wasserkraft zu helfen, die derzeit wegen tiefer Absatzpreise unter Druck steht. Es würde sich bei einem solchen «Wasser-Rappen» um eine Überbrückungshilfe für eine einheimische Energiequelle handeln, sagte sie im Interview. «Ich gehe davon aus, dass sich Strompreise in den nächsten zehn Jahren nicht erholen.»

«Schweiz am Sonntag»

Eine Patrouille der Polizei Basel-Landschaft, bei der Fahrzeug und Fuehrerausweis-Ueberpruefung, aufgenommen am 24. April 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

UNO empfiehlt: 300 Polizisten pro 100'000 Einwohner - Nachholbedarf in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz sollte aus Sicht des Verbandes der Polizeibeamten über mehrere tausend zusätzliche Polizisten verfügen. Verbandsgeneralsekretär Max Hofmann wiederholte die Forderung angesichts der jüngsten Terroranschläge in Paris und Kopenhagen und Drohungen der Terrormiliz Islamischer Staat. Hofmann verweist auf eine UNO-Empfehlung, wonach demokratische Länder über 300 Polizisten pro 100'000 Einwohner verfügen sollten. Das wären für die Schweiz rund 24'000 Polizisten. Das sind über 6000 mehr als es heute gibt. Aus Sicht des Präsidenten der Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD), Hans-Jürg Käser, fehlen schweizweit rund 1300 Polizisten.

«Le Matin Dimanche» / «SonntagsZeitung»

Die Bearbeitung der parlamentarischen Vorstösse im Bundesparlament dürfte in der laufenden Legislatur rund 34 Millionen Franken betragen. Das ist fast doppelt so viel wie noch vor 20 Jahren, als die Bearbeitungskosten bei rund 18 Millionen Franken lagen. Das geht aus einer Auswertung der Zeitungen «Le Matin Dimanche» und «SonntagsZeitung» hervor, die einen durchschnittlichen Aufwand von 6120 Franken pro Vorstoss annahmen. Stark gesunken ist dagegen die Erfolgsquote der Vorstösse: Wurde Ende der 1990er-Jahre jede zweite Motion angenommen, ist heute noch jede fünfte erfolgreich. (kad/sda)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

1 Hanfsamen provoziert ein Gerichtsverfahren – eine Amtsschimmel-Komödie in 3 Akten

Die Geschichte über ein Strafverfahren wegen eines einzelnen THC-haltigen Hanfsamens.

schreibt Rico Daniel watson. Seine Nachricht trieft vor Schadenfreude. Er hat soeben in einem Verfahren vor Obergericht gegen das Statthalteramt des Bezirks Bülach einen Sieg errungen. Gegen jene Behörde, die vor rund einem Jahr gegen ihn ein Strafverfahren eröffnet hat. Wegen einem einzelnen Hanfsamen. 

findet Rico Daniel, der die amtlichen Dokumente auf seinem Online-Portal bundesmaus.ch veröffentlicht hat. Darunter das Urteil des Obergerichts vom 31. Juli, den forensischen Bericht über …

Artikel lesen