Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

#Lügenpresse: «Sagen Sie einfach die Wahrheit!»

Journalismus in Zeiten des digitalen Wandels – watson-Chefredaktor Hansi Voigt hielt an der Diplomfeier der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern die Festrede. Weil das Thema aber uns alle angeht und aktuell sehr hitzig diskutiert wird, machen wir die Rede öffentlich. Und sind gespannt auf die Leser-Kommentare.

18.04.15, 10:04 28.08.17, 12:29
Hansi  Voigt
Hansi Voigt



Sie wollen also Journalisten werden. Ich kann das gut verstehen, denn es ist der schönste Beruf der Welt. Die Wahrheit sagen. Schreiben, was ist. Aufdecken. Aufrütteln. Öffentlichkeit schaffen. Die Gerechtigkeit siegen lassen. Etwas verändern wollen – natürlich zum Guten. 

Aber bevor Sie richtig einsteigen und als Journalist etwas werden wollen, möchte ich Ihnen sagen, dass die Begeisterung, die Sie für den Beruf empfinden, und das Ansehen, das man Ihnen als Journalist entgegen bringen wird, sich nicht die Waage halten werden. Im Gegenteil. 

Es gibt tausend Berufsstände, denen die Gesellschaft eher Orden verleihen würde, bevor die Zunft, die ihr Geld damit verdient, die Wahrheit zu sagen, dran käme. Metzger zum Beispiel. Mediziner und Pastoren sowieso. Aber auch Bestatter, Steuererklärer, Spielervermittler, Geldvermittler, Fremdenpolizisten und Pokerprofis geniessen ein höheres Ansehen. Ja sogar Lehrer und Juristen! 

Metzger. Copyright: Shutterstock

Noch ist es nicht zu spät, einen anständigen Beruf zu erlernen – zum Beispiel Metzger. Bild: Shutterstock

Sagen Sie einfach nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Noch ist es für Sie nicht zu spät – etwas Anständiges zu lernen, oder etwas zu machen, auf das Ihre Mutter stolz sein kann. 

«Natürlich gab und gibt es Säuniggel und Klatschreporter. Aber die Suche nach der Wahrheit, so wie ich sie erlebt habe, war zwar nicht immer erfolgreich, aber letztlich immer redlich.» 

Wie sieht er denn so aus, ein Tag im Leben eines Journalisten? So wie man ihn sich vorstellt und aus zahlreichen Filmen kennt? Es ist das Bild von einem übellaunigen Schreiberling, der ständig verkatert ist. Sein Glaube ans Gute im Menschen ist beissendem Zynismus gewichen. Die Frau ist ihm längst davongerannt, und seine Stelle kann er nur behalten, weil er bar jeden Verantwortungsgefühls Lügengeschichten verbreitet. Und auch sein Chef spachtelt schon zum Frühstück dicke Schlagzeilen und hat nur eins vor Augen: Klicks, Auflage und die nächste Sensation. – So sind sie halt, DIE Medien.

Journalist Copyright: Shutterstock

Übellaunig, verkatert, zynisch: DER Journalist. Bild: Shutterstock

Ich weiss nicht, ob sich dieses Bild auch mit Ihren Berufserwartungen und bisherigen Erfahrungen deckt. Ich kann Ihnen versichern: In überschlagsmässig 8000 Redaktionssitzungen, an denen ich in den letzten zwanzig Jahren teilgenommen habe, hat sich noch nie einer damit hervorgetan, dass er die grösste Lüge, mit der man gerade noch wegkommt, als nächste tolle Story präsentiert hat. Er oder sie wäre auch sofort gefeuert worden. Denn mit der Glaubwürdigkeit spielt man nicht.

Vielleicht gibt es diese Leute anderswo, und natürlich gab und gibt es Säuniggel und Klatschreporter. Aber die Suche nach der Wahrheit, so wie ich sie erlebt habe, war zwar nicht immer erfolgreich, aber letztlich immer redlich. Wie sagte Siegmund Freud: «Es gibt ebensowenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol.» Aber manchmal kommt man als Journalist recht nahe dran.  

So war und ist das Bild der Medienschaffenden vielleicht nicht immer das beste. Trotzdem: Niemand würde sie als wichtigen Teil des Meinungsbildungsprozesses ausschliessen. Medien dürfen und müssen ein wichtiges Wort mitreden, wenn wir herausfinden wollen, was wahr ist und was nicht. Und darum geht es der Gesellschaft: Sich eine Meinung darüber zu bilden, was wahr ist und was nicht, was wichtig ist und was nicht. 

«Wir haben nicht mehr zu wenige Informationen, wir haben zu viele. Und das steht unserem Bedürfnis nach ganz einfachen Wahrheiten diametral gegenüber.» 

Das war früher einfacher. Es gibt neue Gegebenheiten und neue Mitspieler. Auch für die Medien. Der «Tagesschau»-Sprecher verlas bis vor kurzem an jedem Abend einfach Wahrheiten. Die galten für alle. Es gab keinen Zweifel. Es stimmte! Sonst hätte er es ja nicht vorgelesen.  

60 Jahre Tagesschau
Léon Huber, Tagesschau-Sprecher, 1967

Copyright: SRF

NO SALES
NO ARCHIVES
NO ONLINE

Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf das Fernsehprogramm von SF DRS ist honorarfrei und darf nur mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt beim Pressedienst SF DRS. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Fernsehen DRS zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Vor zwanzig Jahren unsere Wirklichkeit: Léon Huber.  Bild:

Aber inzwischen, wenn man die jüngste Entwicklung der Medienbetrachtungen verfolgt hat, würde selbst Léon Huber – das war der mit dem Pudel und dem treuen Blick – als Teil der Lügenpresse wahrgenommen. Was ist passiert? 

Lügenpresse, Medienbashing, Charakterlumpen – was hat dazu geführt, dass innert kurzer Zeit das Image auch von etablierten Marken derart gelitten hat? 

Das Problem ist: Wir haben nicht mehr zu wenige Informationen, wir haben zu viele. Und das steht unserem Bedürfnis nach ganz einfachen Wahrheiten diametral gegenüber. Die Informationsflut überfordert uns alle gewaltig. Statt einer Zeitung am Morgen haben wir plötzlich Dutzende Quellen zur Verfügung. Was ist in diesem Schwall überhaupt noch wichtig, was nicht? Worüber sollen wir reden? Was ist relevant? 

Stellen Sie sich noch einmal den «Tagesschau»-Sprecher vor zwanzig Jahren vor. Er war unbestritten und ohne Konkurrenz: eine Stimme, eine Uhrzeit, eine einzige Wahrheit. Léon Hubers vorgelesene mediale Realität war unsere Wirklichkeit. Punkt! 

«Wer nichts weiss, muss alles glauben. Wer alles weiss, glaubt nichts mehr. Es darf gezweifelt werden.» 

Und heute? Klassische und professionell gemachte Medien buhlen mit News-Schnippseln via Push-Alerts und auf Facebook oder Twitter um unsere Aufmerksamkeit und verdichten sich quasi zu einer medialen Pulp Fiction. Auf Youtube bestimmt ein Algorithmus, was mich als nächstes interessieren könnte. Der schlägt mir, nachdem ich einen kritischen ARD-Dokumentarfilm zur digitalen Revolution geschaut habe, als nächstes einen Film über wilde Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit 9/11 von einem unbekannten Autor vor. 

Für jede angebliche Wahrheit gibt es inzwischen eine scheinbar faktengestützte Gegenposititon. Belege gibt es zuhauf: Das Internet vergisst nie. Dokumente sind reichlich vorhanden. Auch sämtliche Fehler, die eine Redaktion gemacht hat, sind belegt. Aber war es überhaupt ein Fehler? Oder steckt ein Motiv dahinter? Ein bewusster Akt der Manipulation? Man weiss es nicht. Wem darf man noch trauen? Den sozialen Medien? Den asozialen Medien? 

Der «Tagesschau»-Sprecher sagte damals die einzige Wahrheit. Warum? Weil er sie uns vorgelesen hat! Plötzlich lügen alle. Warum? Weil sie entweder alle das Gleiche sagen oder weil sie über das gleiche Ereignis unterschiedlich berichten. Viele Betrachter können ganz offenbar mit den verschiedenen Quellen schlicht nicht umgehen. Und werden misstrauisch: Wer nichts weiss, muss alles glauben. Wer alles weiss, glaubt nichts mehr. Es darf gezweifelt werden. 

«Es ist mir kein Fall der Medien-Geschichte bekannt, in der ein 149facher Mörder namentlich nicht genannt wurde.» 

Wie gross das Misstrauen gegenüber den Medien geworden ist, offenbarte jüngst die Berichterstattung über den Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen. 

Was war passiert? Zwei Tage nach der Katastrophe stellt sich nach der ersten Auswertung der Bordaufzeichnung heraus, dass der Co-Pilot das Flugzeug offenbar absichtlich zerschellen liess und 149 Personen mit in den Tod riss. Der zuständige Staatsanwalt Brice Robin präsentiert in einer Live-Übertragung die Resultate der ausgewerteten Blackbox. Über die Ursache der Katastrophe besteht aus seiner Sicht kaum ein Zweifel: Der Co-Pilot schloss die anderen aus dem Cockpit aus und leitete den Sinkflug ein. Der Staatsanwalt nennt den Namen des Co-Piloten. 

epa04679843 French prosecutor of Marseille Brice Robin (C), flanked by General David Galtier (R), holds a press conference at the Marseille Provence airport in Marignane, near Marseille, France, 26 March 2015. The co-pilot of  the Germanwings flight 4U9525 'intentionally' crashed the Airbus with 150 people on board into the French Alps, Marseille prosecutor Brice Robin said. Robin named the co-pilot as Andreas Lubitz, 28.  EPA/GUILLAUME RUOPPOLO / LA PROVENCE FRANCE OUT / BELGIUM OUT

Germanwings-Absturz in Marseille: Staatsanwalt Brice Robin tritt vor die Presse und nennt den Namen des Co-Piloten.  Bild: EPA/LA PROVENCE / MAXPPP

Wenig später erklärt der Lufthansa-CEO, man habe die Angehörigen benachrichtigt, bevor man sich an die Medien gewandt habe. Ab jetzt nennen auch verantwortungsvoll handelnde Medien den Namen des Co-Piloten Andreas Lubitz. Weshalb sollten sie auch nicht? Die Angehörigen sind benachrichtigt, der Staatsanwalt hat den Namen bestätigt und vor der Weltöffentlichkeit genannt. 

Es ist mir kein Fall der Medien-Geschichte bekannt, in der ein 149facher Mörder namentlich nicht genannt wurde. Natürlich ist das Verfahren nicht abgeschlossen. Aber wenn ein Fall so liegt, beginnt sofort nach dem Absturz die Ursachenherleitung. Und die Ursache dieser Katastrophe war nun mal die Person des Co-Piloten Andreas Lubitz. Und entsprechend gross ist das öffentliche Interesse an seiner Person. Aber nicht nur aus Sensationsgeilheit. Allein schon die Erkenntnis, dass der Pilot Andreas hiess und nicht Mohammed oder Ali, beugten weitreichenden Spekulationen vor. 

«Offenbar befeuert von der Kritik in den sozialen Medien, liessen sich diverse Medienprofessoren und Medienkritiker dazu hinreissen, reflexartig den Absturz der Maschine als den Absturz der Medien zu postulieren.»

All diese Fragen, ob es ethisch sei, den Namen zu nennen, oder nicht, haben auch wir auf der Redaktion von watson rasend schnell, aber routiniert durchdiskutiert. Es gab unterschiedliche Ansichten, aber auch wir haben den Namen des Piloten genannt. Im Nachhinein ein absolut richtiger Entscheid. Das Tempo, in dem sich solche Ereignisse inzwischen entwickeln und sich solche Fragen stellen, überfordert offenbar zahlreiche Betrachter. Es geschieht manches inzwischen schneller, als wir es begreifen können. 

Es sind für mich, auch aus heutiger Sicht, insgesamt keine gravierenden Verfehlungen in der Germanwings-Berichterstattung auszumachen. Bestimmt gab es einzelne Verfehlungen von Boulevard-Reportern, die etwa im Vorgarten des Co-Piloten herumstolperten. Aber die gibt es immer. Das ist nichts Neues. Trotzdem brach gleichzeitig mit dem enormen öffentlichen Interesse ein veritabler Live-Shitstorm über die Medien herein. 

Diese Kritik der Masse an den Medien, denen Sensationslüsternheit und sinnlose Persönlichkeitsverletzung vorgeworfen wird, steht im krassen Gegensatz dazu, was die Masse nach dem Flugzeugabsturz zeitgleich im Internet so treibt. Während die User in den Kommentarspalten die Newsportale dafür abstraften, den Namen zu nennen, wurde auf Google genau dieser Name des Piloten in kurzer Zeit mehr als eine Million Mal eingegeben. 

Nun kann man es so sehen, dass eine breite Masse nicht die Kompetenz zur Beurteilung einer solchen Frage hat. Man sollte ihr deshalb vielleicht Gehör geben, aber keine konkreten Handlungsempfehlungen ableiten. Aber offenbar befeuert von der Kritik in den sozialen Medien, liessen sich diverse Medienprofessoren und Medienkritiker dazu hinreissen, reflexartig den Absturz der Maschine als den Absturz der Medien zu postulieren. 

«Wenn alles zur Halbwahrheit wird, droht die Gefahr, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.» 

Der Fall des Germanwings-Absturzes stellt die Pauschalität der Kritik an den Medien auf eine neue Stufe. Es stellt sich das Gefühl ein, dass die klassischen Medien in einen Kulturkampf geraten, in dem ihre Rolle ganz grundsätzlich hinterfragt wird. In Deutschland fand der unter den Nazis gebräuchliche Begriff «Lügenpresse» zunächst neuen Auslauf an den diffusen Pegida-Demonstrationen. Beim Germanwings-Absturz konnte sich das halbe Netz der Kommentarspalten als Gedankenlatrine bedienen. Die Medien hatten in diesem Moment nur noch eine Funktion. Die des emotionalen Blitzableiters. 

Nicht zuletzt wirkt diese Unmittelbarkeit der Web-Kritik ein wenig so, als würde man für die Unfassbarkeit eines Ereignisses ein Ventil suchen – und dieses Ventil in einer harschen Medienkritik finden. Am besten auch in Echtzeit. 

Im besten Fall unheilig ist die merkwürdige Allianz zu nennen, die Professoren und Proleten in ihrem United Medien-Bashing eingehen, wenn sie in dieser Kakophonie der pauschalen Medienverurteilung ins gleiche Horn stossen. Die Folge ist ein professoral autorisierter Verlust der Glaubwürdigkeit. Und dieser Verlust der Glaubwürdigkeit, der da pauschal an die Medien herangetragen wird, ist gefährlich. 

Wenn alles zur Halbwahrheit wird, droht die Gefahr, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird. Und wenn ich niemandem mehr glauben kann, ist die Folge des Informationszeitalters nicht absolute Aufklärung, sondern absolute Ohnmacht. 

«‹Guardian› und ‹Spiegel› enthüllen seit zwei Jahren eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten: Die Machenschaften der NSA sind ein einziger Angriff auf unsere Grundwerte. Aber die Empörung bleibt aus.» 

Die Mächtigen haben immer die Macht der Medien gefürchtet. Es ist deshalb besonders bedenklich, dass sich in den Kommentarspalten die Wut der Machtlosen am lautesten gegen die Medien selbst richtet. Wut und Empörung führen so nicht mehr zur Debatte und zur Forderung nach Veränderung, sondern allenfalls noch zu kollektivem Zynismus. Der Vietnamkrieg wurde durch die Empörung gestoppt, die die Bilder und Berichte der Kriegsreporter auslösten. Heute fragen nicht nur Einzelne, was diese ganze Berichterei überhaupt noch soll. Es wird ja doch nichts ändern. 

NSA leaker Edward Snowden appears on a live video feed broadcast from Moscow at an event sponsored by the ACLU Hawaii in Honolulu on Saturday, Feb. 14, 2015. (AP Photo/Marco Garcia)

Leaker-Grüsse aus Moskau: Edward Snowden nimmt virtuell an einem Event in Hawaii teil (14. Februar 2015). Bild: AP

Ich denke, die derzeitige Wut auf die Medien rührt daher, dass zuweilen deutlich sichtbar wird, wie gering ihre und letztlich die gesellschaftliche Kraft zur Veränderung inzwischen geworden ist. Ein Beispiel: «Guardian» und «Spiegel» enthüllen seit zwei Jahren eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten: Die Machenschaften der NSA sind ein einziger Angriff auf unsere Grundwerte. Aber die Empörung bleibt aus. Edward Snowden, die Quelle dieser Enthüllungen, bekommt in keinem einzigen westlichen Land Asyl – deren Werte er letztlich verteidigt. 

Obwohl die Medien alles geleistet haben, erwächst aus diesem Skandal keine Veränderung zum Besseren. Es bleibt nur eins: Ohnmacht. Und wer ist – im Zirkelschluss – Schuld an dieser Ohnmacht: DIE Medien. Denn sie schreiben ja bloss noch, sie bewirken ja gar nichts mehr. 

Da liegt also zurzeit etwas im Argen. Aber seien Sie beruhigt, das wird nicht immer so bleiben. 

«Sie können sich nicht mehr lange in gemachte Betten legen. Zum Glück. Denn Zeiten solch fundamentaler Veränderungen sind immer auch die Zeiten unglaublicher Chancen.»

Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, Öffentlichkeit – ist der grösste moralische Machtfaktor in unserer Gesellschaft: Das wusste schon Joseph Pulitzer. Wenn der Mann mit dem berühmten Journalistenpreis Recht hat, kann das angesichts der Snowden-Geschichte nur eins bedeuten: Wir sehen grosse Skandale, und die Mächtigen pfeifen zurzeit auf die Moral. 

Aber das Pendel wird zurückschwingen. Es gibt keine Gesellschaft, die sich das auf Dauer und in dieser Ausschliesslichkeit leisten kann. 

Und dazu haben wir haben ja Sie. Ich gebe es zu: Ich beneide Sie ein wenig darum, auch aus den beschriebenen Gründen, dass sie gerade jetzt an Ihren Berufsstart gehen können. Sie können sich nicht mehr lange in gemachte Betten legen. Zum Glück. Denn Zeiten solch fundamentaler Veränderungen sind immer auch die Zeiten unglaublicher Chancen. 

Sie werden neue Möglichkeiten der Berichterstattung sehen und nutzen, welche altgebrachten Profis – seien es Journalisten, seien es Publizistik-Professoren – schlicht verborgen bleiben. Ich gehe davon aus, dass während Ihrer Berufszeit sämtliche Facetten der Meinungsbildungsprozesse neu gedacht und ausgeleuchtet werden. Sie werden diese Mechanismen beherrschen. Viele, die jetzt über das Ende der Medien reden, ahnen nicht einmal ansatzweise, was für Sie in 10 Jahren der Berufsalltag sein wird. 

«Sagen Sie einfach weiterhin die Wahrheit! So haben Sie die Chance, endlich mal an den Metzgern vorbeizuziehen.» 

Seien Sie deshalb beruhigt. Als jemand, der wahre Geschichten erzählt und dem man dafür seine Aufmerksamkeit schenkt, können Sie nur gewinnen. Egal, ob es in Zukunft überhaupt noch Verlagshäuser oder Fernsehanstalten gibt. Es wird immer ein Bedürfnis nach wahren Informationen geben. 

Lassen Sie sich deshalb nicht von den aktuellen Verwirrungen beeindrucken. Wir erkennen erst gerade, was zum Beispiel die sozialen Medien oder die Community leisten können, und was nicht. Aber auch die Gesellschaft 3.0 wird wissen, dass sie ohne die Leute, die mir ihrem Namen zu dem stehen, was sie für wahr halten, nicht auskommen kann.

Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir gar nicht erst mit «Je suis Lügenpresse»-T-Shirts herumlaufen müssen, um auf die derzeit etwas verschobene Stellung der Medien aufmerksam zu machen. Die Gesellschaft wird bald wieder merken, was sie an an DEN Medien und an uns Journalisten hat. 

Spiegel Verlagshaus Hamburg, Ericusspitze 1 Copyright: Spiegel-Gruppe

Lobby des «Spiegel»-Verlagshauses in Hamburg mit der in die Wand eingelassenen Maxime von Gründer Rudolf Augstein: «Schreiben, was ist.»

Sagen Sie einfach weiterhin die Wahrheit! Und Sie haben als Journalisten eine gute Chance, in nicht allzu ferner Zukunft, bei einer Umfrage zum beruflichen Ansehen, endlich mal an den Metzgern vorbeiziehen. 

Umfrage

Wie sehr vertraust du Medien in der Schweiz ganz allgemein?

  • Abstimmen

949 Votes zu: Wie sehr vertraust du Medien in der Schweiz ganz allgemein?

  • 28%Sehr, die machen einen guten Job.
  • 41%Geht so.
  • 18%Überhaupt nicht.
  • 14%Kann ich so generell nicht sagen.

Umfrage

Wie hat sich dein Vertrauen in die Medien in den vergangenen Jahren verändert?

  • Abstimmen

901 Votes zu: Wie hat sich dein Vertrauen in die Medien in den vergangenen Jahren verändert?

  • 13%Ich vertraue ihnen mehr, weil es mehr Transparenz gibt.
  • 32%Da hat sich nichts gross geändert.
  • 55%Ich vertraue ihnen weniger, weil es immer mehr widersprüchliche Informationen gibt.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

110
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
110Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 27.04.2015 07:32
    Highlight Fassen wir den Text zusammen.

    "Mimimi früher hat man uns alles geglaubt und heutzutage werden wir angezweifelt und kritisiert."

    1939 verkündeten deutsche Medien die "Wahrheit" dass die Juden an allem Schuld wären.
    2001 war es die "Wahrheit" dass sich Osama bin laden in Afghanistan versteckt und der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt.

    Der Beruf des Journalisten hat schon lange nichts mehr mit Wahrheitsfindung zu tun. Sein Job ist es Clicks zu generieren. Sei es mit Picdumps, Personenhetze oder mit schockierenden Halbwahrheiten.

    Die vierte Macht im Staat ist genauso korrupt wie der Rest.
    5 0 Melden
  • Cheval Alazan 21.04.2015 05:13
    Highlight Ein sarkastisches Meisterwerk, Gratulation.
    Allein die völlig übertriebene Darstellung der selbstsicheren Arroganz, dass natürlich der Copilot ein Mörder ist und die Verantwortung trägt obwohl bisher unbekannt ist, was eigentlich passiert ist in der Maschine, sucht seinesgleichen.

    Und auch wie hier die Theorie postuliert wird, dass die Menschen nur wütend auf die trad. Medien sind, weil diese keine Veränderungen mehr bewirken, wie sie jahrzehntelang das Bollwerk gegen Korruption und Vetternwirtschaft waren ist ein Satz von solcher packender Ironie.

    Dieser Text ist ernst gemeint? Tja dann...
    8 4 Melden
  • herschweizer 19.04.2015 10:33
    Highlight alles lässt sich instrumentalisieren... alles eine Frage der Rhetorik ;-) ...und Rechtschreibung
    11 0 Melden
    • Zeit_Genosse 19.04.2015 11:17
      Highlight ...und des Geldes, resp. Macht (Einfluss)...
      9 0 Melden
  • kiawase 19.04.2015 08:19
    Highlight es geht im journalismus auch um manipulation und propaganda ...
    http://www.miprox.de/USA_speziell/Warum_Amerikaner_beinahe_alles_glauben.html
    14 4 Melden
    • Asmodeus 27.04.2015 07:55
      Highlight Ich hab angefangen zu lesen und hab relativ schnell aufgehört.

      Der Autor disqualifiziert sich bereits bei der Auflistung der sogenannten Lebenslügen. Verschwörungstheoretiker trifft es da eher.
      1 1 Melden
  • kiawase 19.04.2015 08:13
    Highlight auch ein tip zum lesen und googlen (auch für journis): Edward Bernays: Propaganda
    9 0 Melden
    • Statler 19.04.2015 13:36
      Highlight 4-teilige BBC-doku: The Century of the Self
      2 0 Melden
  • Gnilrits Ernestu Olio 19.04.2015 01:50
    Highlight Ich kann euch allen nur die Lektüre des Buches 'Media Control' von Noam Chomsky nahelegen. Laut Chomsky lügen die mainstream Medien nicht, sondern erzählen uns das irrelevante: In den Gratiszeitungen wird uns das neuste Katzenbild aus Australien als internationale News präsentiert. In der Tagesschau berichten sie über Muslimische Flüchtlinge, welche christliche Flüchtlinge über Bord werfen. Lieber den Schleppern oder Muslimen die Schuld geben als dem menschenunwürdigen, von der Schweiz unterstützten europäischen Grenzschutz. Über die Ursachen kommt kein Wort. Sie lügen nicht, sie filtern.
    32 8 Melden
    • kiawase 19.04.2015 08:03
      Highlight ich glaube auch dass da nicht bösartig falsch informiert wird aber eben die 3 wichtigen punkte sind: wer ist die quelle der information, was für interessen hat diese quelle eventuell und wer ist im besitzt des jeweiligen mediums
      21 0 Melden
    • Zeit_Genosse 19.04.2015 11:16
      Highlight Das letzte Wort gefällt mir. "filtern". Big Data machte zukünftig möglich im unendlichen Datenmeer neue News und Geschichten herauszufiltern, die kein Journalist jeh könnte.
      7 1 Melden
  • Dubio 19.04.2015 00:47
    Highlight Wohl mit ein Grund, wieso Journalisten so schlecht wegkommen, ist auch der Meinungseinheitsbrei, der dem Leser vorgesetzt wird. Schön beschrieben von BR Maurer, hier nachzulesen. http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/reden/liste/detailspeech.50232.nsb.html
    Watson versucht zumindest etwas eigenständiger zu sein, dürfte aber durchaus noch ein wenig mehr querdenkerisch sein.
    12 5 Melden
  • wes 18.04.2015 22:01
    Highlight Es wäre interessant zu wissen, warum die Germanwings Flugscheiber inert weniger Tage ausgewertet wurden. Und die Daten des Malaysia Absturz immer noch nicht? Und die ach so unabhängige Presse schweigt-
    16 7 Melden
    • kiawase 19.04.2015 08:17
      Highlight zu schweigen ist journalistisch ebenso wichtig wie zu berichten ... aber kritik an den mächtigen kann gefährlich sein
      9 1 Melden
    • 's all good, man! 19.04.2015 15:24
      Highlight Die wurden ja noch nicht final ausgewertet. Aber man hat anhand des Stimmenrekorders angenommen, dass der Co-Pilot das Flugzeug mit Absicht zum Absturz gebracht hat. Das ist ja noch kein Abschlussbericht und sagt noch nicht definitiv aus, dass es auch tatsächlich so war. Wird aber aufgrund der sehr deutlichen Indizien wahrscheinlich so sein und da konnte man eben schon nach kurzer Zeit solche Annahmen äussern.

      Beim Air Malaysia-Absturz über der Ukraine war ja auch relativ bald klar, dass es sich um einen Abschuss gehandelt haben muss. Dass es aber teilweise mehrere Monate oder gar Jahre dauert, bis ein Abschlussbericht herausgegeben wird, ist bei Flugzeugabstürzen eigentlich normal.
      9 2 Melden
  • Statler 18.04.2015 21:40
    Highlight Nur mal so generell @Watson-Redaktion: bei aller Kritik, die ich hier und an anderer Stelle gerne von mir gebe: Ich mag Euch wirklich! Wäre das nicht der Fall, würd' ich mein vorlautes (und ja, ich weiss, korinthenkackerisches und besserwisserisches :) Maul halten...
    Ihr gebt Euch wirklich Mühe und stellt Euch der Kritik Eurer Leser. Das und Eure Artikel (auch wenn ich nicht immer mit allem Einverstanden bin) haben wirklich Applaus verdient - aber jetzt nicht auf den Loorbeeren ausruhen und es dann verkacken, gell ;)
    27 5 Melden
  • silverzone 18.04.2015 21:25
    Highlight Es ist doch so: Die Medien brauchen Views, Klicks und Werbepartner. Um dieses Ziel zu erreichen braucht man reisserische Schlagzeilen. Trotzdem gehen die Verkäufe zurück, man entlässt Personal. Die wenigen übrig geblietenen Journalisten sollten weiterhin ihre Gazette füllen. Da schlicht zu wenig Zeit für Recherge ist, werden halt einfach Meldung von SDA, DPA, Springer, AP, usw. übernommen. Dass in diesen Meldungen häufig propagandistische/ manipulatorische Inhalte vermittelt werden, wird nicht wahrgenommen. Wenn dann eine Lüge enttarnt wird, werden eben alle Ctrl-C Ctrl-V Medien geächtet.
    27 2 Melden
    • Zeit_Genosse 19.04.2015 11:11
      Highlight Gut auf den Punkt gebracht. Wenn einer "lügt", dann "lügen" alle mit. Das Copy-Paste-Zeitalter treibt ihre eigenen Blüten.
      15 0 Melden
    • tihozh 19.04.2015 16:04
      Highlight genau richtig. es geht nicht darum die wahrheit zu erzählen, sondern kohle zu verdienen. Instrumentalisierter boulevard kack weiter zu verbreiten ist keine kunst, aber es bezahlt die rechnungen. kaum ein schweizer journalist kann es sich leisten ständig um die welt zu reisen und hintergründe direkt und faktisch zu belegen. die objektive berichterstattung ist in internationalen fällen wie dem germanwings absturz gar nicht möglich. ein journalist der die hintergründe nicht kennt und statements abgibt sollte wirklich besser gärtner werden, oder sich zum sachbearbeiter umschreiben lassen. boulevard, sensation und manipulation generieren klicks. das ganze funktioniert nur weil die masse mehr und mehr instrumentalisiert wird und nicht mehr selber denken will und zum teil so weit entmündigt wird, keine andere möglichkeit zu haben als glauben oder nicht, was aber noch keine fakten auf den tisch legt. unabhängige recherchen wären wünschenswert, uneingeschüchterte und offene kommunikation abseits der geld und macht maschiene.
      7 0 Melden
  • Zeit_Genosse 18.04.2015 21:08
    Highlight Was ist die Wahrheit? Und wo beginnt die Lüge?

    Watson ist ja gut gestartet. Erst als etwas neues verkauft, dann kam die betriebswirtschaftliche Realität. Man liegt zwar im defensiven Budget bei den Werbeeinnahmen, dafür liegt man bei den Views und Unique Clients bei Blick am Abend und unerreichbar hinter 20Min und Blick. Man schreibt gemäss Businessplan noch rot und ist damit im Plan. Das wird als Erfolg verkauft. Mag sein. Doch inhaltlich gelingt der Spagat zwischen Copy-Paste-Artikeln aus den weltweiten Trash-Medien, den unterhaltungsorientierten Listings und Quiz, den Katzen, gehypten Videos, den Artikeln mit einkopierten Twitter-Tweets von irgendwelchen Twitterern, Studien von irgendwo und irgendwem und dem wertvollen Journalismus leider immer weniger. Dann kommen die quersubventionierten Artikel aus dem Hause AZ, das massgeblich bei Watson (Fixpunkt AG) investierte und Anspruch auf Erfolg hat, dazu die vielen Artikel von der Spiegel Online Zweitverwertung und, und. Als Medienfuzzy gehe ich mit watson hart ins Gericht, weil ich von Euch eigentlich die (angekündigte) Neuerfindung des Onlinejournalismus erwartet habe, statt Neuverpackung. Anfänglich dachte ich, dass das gelingen könnte, doch aus betriebswirtschaftlichen Zwängen, oder Investorenbedürfnissen, wurde der Kurs meiner Meinung nach nicht gehalten und durch all das oben beschriebene verwässert. Hier könnte man hart gesagt von "Selbstlüge mit einer plausiblen Begründung" sprechen. Man macht nicht mehr was man wollte, sondern das was man muss. Man "versteckt" sich hinter dem Markt und produziert für Klicks und damit für die Werbeindustrie. Verständlich, wir User zahlen aber nur scheinbar nichts, sondern mit wertvollen Klicks, die ihr dann zu monetarisieren versucht. Doch wozu? Besteht die Wahrheit aus einigen zwischen Katzenvideos gepackte journalistische Perlen? Doch wer will schon die Wahrheit im Unterhaltungszirkus suchen. Zum Beispiel die Wahrheit über die SVP. Da schiesst man ideologisch mit Regelmässigkeit übers Ziel hinaus um die linksorientierte Leserschaft zu mobilisieren und wird selbst zur Partei. Ist das die gemeinte Wahrheit? Oder eine der Wahrheiten als eigenständige Haltung verkauft? Ich denke, dass wir alle der Wahrheit verpflichtet sind, uns jedoch in diesen Zeiten nicht mehr alleine auf die Medien verlassen können. Es gibt einfach zu viele Wahrheiten.

    3.0 geht anders. Als Havey-User-Kommentierer leiste ich mir diese Ansage als gutgemeinte Wahrheit (im Wissen um den Blitzhagel), weil ich Euch trotzdem mag.
    35 3 Melden
    • Maria B. 19.04.2015 12:45
      Highlight Besser und trefflicher könnte man es nicht auf den Punkt bringen, ein sehr gut abgerundetes statement!
      11 1 Melden
    • Hansi Voigt 19.04.2015 16:27
      Highlight Ein bisschen komisch ist das ja schon. In einem Satz wirfst du uns vor, linke Ideologen zu sein, im nächsten wirfst du uns vor, das zu machen, was der Markt verlangt. Egal: Wir geben einfach weiterhin unser Bestes! Manchmal genügt das den Ansprüchen (auch den eigenen), manchmal leider nicht (auch den eigenen nicht).
      5 6 Melden
  • whatthepuck 18.04.2015 19:10
    Highlight Interessant zu lesen - es ist wichtig, dass dieser Diskurs geführt wird. Vermisse gleichzeitig aber die Selbstkritik der Medien; man sieht sich hier selbst so subjektiv als Opfer der unwissenden Masse und der Möglichkeiten des Internets, wie gewisse Leser das in den Medien Gedruckte - aufgrund ihres Informationsstandes - als "Lügenpresse" bezeichnen. Denkt man an den Rahmen, in dem diese Rede gehalten wurde, ist das aber nachvollziehbar.

    Zum Thema Russland weiter unten: Es wäre schön wenn einfach geschrieben wird, was ist. Unfucked. Aber auch hier liest man ab und zu Blüemlisex.
    17 1 Melden
  • SeKu 18.04.2015 18:48
    Highlight Achja, was der Presse auch schadet: Wenn sie mehrere Artikel in einem Schweizer Medium veröffentlicht, welche sich um einen rein Deutschen Begriff drehen. Ein Begriff, welcher in der Schweiz absolut nicht verwendet wird, nur vom Deutschen Chefredaktor. Da fragt man sich halt schon, was man hier noch soll.
    16 15 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 21:51
      Highlight Hältst du mir im Ernst vor, Deutscher zu sein? Ich lebe hier seit 43 Jahren und bis zu deinem obigen Einwand war mein grösstes – mir bekanntes – Assimilationsproblem, dass mein Fribourger Sensler-Dialekt beim Umzug der Familie in den Aargau nicht verstanden wurde. Falls dich sowas im Jahr 2015 stört, weiss ich spontan auf deine Frage, was du hier noch sollst, also auch keine Antwort.
      36 9 Melden
    • SeKu 18.04.2015 22:11
      Highlight Das einzige was ich Ihnen, bevor Sie antworteten, vorhielt, ist dass Sie rein Deutsche Themen als Schweizer Themen behandeln.
      Ob Sie Deutscher sind oder nicht, wie lange Sie schon in der Schweiz sind oder nicht, das ist mir piepsegal.
      Das zweite, was ich Ihnen nun vorhalte, ist dass Sie völlig unbegründet einfach die Rassismuskeule auspacken, ohne auf die Thematik einzugehen. Meiner Erfahrung nach übrigens auch etwas, was eher Deutsch als Schweizerisch ist.
      14 13 Melden
    • Zeit_Genosse 19.04.2015 11:43
      Highlight Evtl. führen, obwohl gekennzeichnet, die vielen Spiegel-Online-Artikel hier mit rein, die sich an das primär an das Deutsche Publikum richten und manchmal in der Verwertung oder der Übertragbarkeit in die Schweiz weniger stimmig wirken.
      8 0 Melden
  • SeKu 18.04.2015 18:42
    Highlight Also ich stelle mir einen Journalisten so vor: Da ihm Manager Zeit und Geld weggenommen haben, kopiert er nur noch Pressemitteilungen und Mitteilungen der Presseagentur. Nur so kann ich mir erklären, wieso so schreklich naiv Propaganda reicher Verbände veröffentlicht wird und warum Texte in verschiedenen Zeiten genau gleich sind.
    Und hat der Journalist mal ein bisschen Zeit vorig, schreibt er nur etwas Politisch Überkorrektes, damit es ja keinen Ärger gibt mit der Politischen Korrektheit.
    14 6 Melden
    • Zeit_Genosse 19.04.2015 11:38
      Highlight Vielleicht nicht ganz so steil. Hat aber was. Vielleicht ist der Beruf aber einfach nur schwieriger geworden, weil es zu viele Akteure mit Inputs gibt, die Interessen verfolgen. Das führt zum gefühlten, "overnewsed, but underinformed."
      5 1 Melden
  • Zofi1950 18.04.2015 18:14
    Highlight Ein Beispiel der Vertrauenswürdigkeit: In der Nordwestschweiz vom
    18. April 2015 steht, dass BMW zum VW-Konzern gehört. Zudem sind im Artikel zum Streit in der obersten Führungsetage (Winterkorn vs. Piëch) weitere Schnitzer eingebaut. Aber eben, es muss wohl schnell und ohne Korrektorat (billig) gehen.
    15 0 Melden
  • Angelo C. 18.04.2015 18:07
    Highlight Kian : in meiner Argumentation liegt kein eigentlicher Widerspruch, denn früher schien die generelle Gleichschaltung weniger ausgeprägt, bezogen auf ein einzelnes int. Thema. Dann kam diese geistlos-anspruchslose Phase vermehrter political correctness und dem biederen mainstream genereller antirussischer Berichterstattung - und so wurde es für Diesen oder Jenen schwieriger, sich objektiv zu informieren und die Pressemanipulationen zu durchschauen. Und da man nun (Google weiss Rat) sich auch historisch und politisch vertiefter ausholend informieren (auch ausgleichende Leserbriefe konsultieren) kann, hat sich doch wieder einiges geändert. Man checkt den Einheitsbrei mehr und mehr und wendet sich da und dort angewidert ab. Dies meine ich also mit früher und jetzt....früher bezogen auf die letzten Monate, nicht die gesamte Pressevergangenheit.
    14 3 Melden
    • Kian 18.04.2015 18:54
      Highlight Ich bin mir ziemlich sicher, dass heute differenzierter über Russland berichtet wird als früher über die Sowjetunion. Und was das Wort "Gleichschaltung" anbelangt: Man kann sich auch mit einem Wort gleich selbst disqualifizieren.
      10 14 Melden
    • Angelo C. 18.04.2015 20:01
      Highlight Kian : Sorry, aber wie du - als beruflich Befangener - mich qualifizieren magst, ist mir so ziemlich wurscht :-)!

      By the way : Hat Hansi Voigt ein freies Weekend, dass er Petar und dich vorschickt, statt selbst mit von der Partie zu sein? Seine Argumente hätten mich eigentlich mehr interessiert.
      16 6 Melden
    • Kian 18.04.2015 20:44
      Highlight Ich qualifiziere gar nicht, du machst das selbst, indem du Begriffe über das Dritte Reich verwendest, um deinen Argumenten mehr Gewicht zu verleihen, aber damit genau das Gegenteil erreichst. Glaubst du wirklich, die gleichgeschaltete Presse Nazi-Deutschlands hat irgendetwas mit unserer heutigen Lage gemeinsam?
      8 15 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 20:46
      Highlight Na ja Angelo. Meine Argumemte habe ich ja vorgetragen in dem doch eher länglichen Text. Und ja, das mit dem freien Wochenende stimmt.
      16 2 Melden
    • Angelo C. 18.04.2015 21:31
      Highlight Kian : Mit der Nazikeule entkommst du mir nicht, zumal Begriffe wie "gleich geschaltet" durchaus auch zum heutigen allgemeinen Sprachgebrauch gehören - auch wenns dem Einen oder Anderen im Vergleich missfällt.

      Hansi : dann wünsche ich dir verdientermassen ein angenehmes freies Wochenende und bitte höflich um Nachsicht für die unverhoffte Störung :-)!

      Und meinem vorgängigen Lob über die zugegebenermassen lange Rede habe ich auch nichts hinzuzufügen, sie war im Zusammenhang mit den beruflichen Neueinsteigern zweifellos gut gewählt und ist gewiss ebenso angekommen!
      10 0 Melden
    • ekriemler 18.04.2015 22:32
      Highlight @Kian: Naja, wenn man die deutschen Medien verfolgte, konnte man durchaus den Eindruck von "Gleichschaltung" bekommen, political correctness zuhanden der deutschen Regierung eben. Hat mit korrekter Berichterstattung wenig zu tun.
      Jedoch zu bedenken: Hans Habe hatte als amerikanischer Major die Propaganda-Schlacht bei den Ardennen schlicht mit der Wahrheit gewonnen: "Eure Panzer haben Rückwärtsgang". Den Deutschen ging der Treibstoff aus - jede Menge Deserteure.
      7 0 Melden
    • Kian 19.04.2015 19:20
      Highlight Sorry Angelo, die Nazikeule hast du ja wohl ausgepackt, nicht ich.
      1 8 Melden
  • Chancentod 18.04.2015 17:10
    Highlight Ich muss ganz ehrlich sagen, das ich als Deutscher, meine Informationen lieber im Ausland beziehe, der deutschen Medienlandschaft traue ich nicht mehr weiter als ich sie schmeißen könnte! Ich habe vor ein paar Jahren selbst erlebt, wie von einem Ereignis, an dem ich selbst als Zeuge beteiligt war, einen Tag später völlig falsch berichtet wurde! Ob aus Unwissenheit oder weil man falsch informiert wurde, kann ich nicht beurteilen, aber da wurde mir zum ersten mal klar, das es die deutsche Medienlandschaft nicht unbedingt so mit der Wahrheit hat!







    22 2 Melden
    • Kikan 19.04.2015 19:34
      Highlight ich epfehle dir auf youtube die folge der Anstalt anzuschauen die über die deutschen medien berichtet.
      Eindrücklich wie viele verbindungen gezogen werden können
      11 0 Melden
    • Hör my 19.04.2015 22:25
      Highlight Au JA, Die Anstalt, Super Sendung - sehr Empfehlenswert.
      5 0 Melden
  • fiodra 18.04.2015 17:00
    Highlight Das Wort Lügenpresse scheint mir nach wie vor falsch. Doch findet unter dem Erfolgsdruck zunehmend eine Boulvardisierung auch der sogenannt seriösen Presse statt: Emotionalisierende Titel; schüren von Gefühlen wie Empörung, Betroffenheit, Hektik, Spannung. Da wird ein Hosenlatz eines Politikers wichtiger als dessen politische Tätigkeit.
    Im Onlinejournalismus wurde der unselige Nachrichtenticker eingeführt, der Unmittelbarkeit, Exklusivität und Spannung erzeugen soll. Wer hat schon die Zeit, einer Pressekonferenz auf dem Ticker Satz für Satz zu folgen. Das einzige brauchbare am Ticker ist die Zusammenfassung am Schluss.
    Schliesslich möchte ich noch die Unfähigkeit der Presse ansprechen mit Kritik umzugehen. Alles wird abgeschmettert, darum wird die Kritik immer lauter. Wehleidigkeit ist kein Argument für solche, die professionell austeilen. Auch der wirtschaftliche Zwang ist nicht wirklich ein Argument, denn einige Medienhäuser (wohl nicht die Journalisten) verdienen gut.
    Letzendlich schaufelt meiner Meinung nach die Presse sich ihr eigenes Grab mit der Boulvardisierung, denn unrecherschierten, unqualifizierten Tratsch kann man auf Facebook und Twitter besser verfolgen.
    20 2 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 20:59
      Highlight Ich finde Live-Ticker inzwischen ein recht ehrliches journalistisches Gefäss. Es wird klar gekennzeichnet, dass man die sich entwickelnden Ereignisse nur chronologisch abbilden kann. Eine Einordnung oder gar Kommentierung kann deshalb noch nicht unternommen werden und es sollte vor allem nicht spekuliert werden.
      5 8 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 21:04
      Highlight Der Vorwurf, nur seichten Quatsch zu produzieren, ist so alt, wie Presse/Medien selbst. Es war immer klar, dass Unterhaltung auch ein Verkaufsargument ist. Das Problem in der digitalen Zeit ist, dass es klar messbar ist, worauf die Zuschauer klicken. Wir bringen eine Vielzahl an Artikeln, von den denen wir wissen, dass sie wichtig sind. Ob sie angeklickt werden oder nicht, ist uns dabei Wurst. Ausserdem ist es in der Tat kein Problem, wenn man den Lesern a u c h Unterhaltung bietet. Da sind mir Katzengifs inzwischen 10mal lieber als die früheren Stilmittel: nackte Frauen oder Gruselmeldungen.
      14 7 Melden
    • Statler 18.04.2015 21:28
      Highlight Liveticker sind der Kniefall vor dem 24/7 News-Cycle, der (vermeintlich) die bestraft, die nicht schnell genug sind.
      Ich bin fast sicher, dass Watson keinen einzigen Leser verlieren würde, wenn Ihr darauf zu Gunsten einer nachträglichen, vertieften Analyse verzichten würdet. Im Gegenteil. Dadurch, dass Ihr diesen Tanz nicht mitmacht, würdet Ihr Euch wohltuend vom Rest abheben. Und wenn Ihr glaubt, man komme wegen der Katzenvideos zu Euch, unterschätzt Ihr den Wert Eurer Arbeit gewaltig.
      10 3 Melden
  • Pascal Wzg 18.04.2015 16:35
    Highlight Soweit so gut. Aber irgendwie fragt man sich ja schon, was Artikel wie "11 Hollywood-Paare, die sich im Regen küssen" (auf Watson heute erschienen) mit der Suche nach der Wahrheit zu tun haben sollte? Ich denke die Medien verlieren genau wegen solch irrelevantem Trash ihre Glaubwürdigkeit. Klar: einige Leute klicken da drauf, weil ihnen langweilig ist. Andere hingegen schütteln den Kopf, weil sie genau wissen, dass Watson damit einfach Klicks generieren will. Vielleicht wäre es nachhaltiger für die Branche, auf solche "Trash-News" zu verzichten und diese Zeit lieber in Recherche zu investieren
    20 5 Melden
    • Petar Marjanović 18.04.2015 17:11
      Highlight Das sind schöne Ideale. Ich bin wahrscheinlich der grössere Idealist als du. Nur funktioniert das (momentan) nicht. Auch der Journalismus muss sich den Regeln des Marktes unterwerfen. Niemand sitzt und schreibt gerne 10 Stunden lang im Büro, ohne dafür einen Lohn zu kriegen.

      watson hat gute Recherche-Artikel, die man als gute Beispiele des «guten Journalismus» bezeichnen könnte. Aber diese müssen finanziert werden. Andere machen das mit Seite-3-Girls, mit irgendwelchen Hetzartikeln. watson versucht es mit Unterhaltung, mit fröhlichen und süssen Artikeln. Und es klappt mehr oder weniger.
      30 13 Melden
    • Pascal Wzg 18.04.2015 17:26
      Highlight Ich verstehe, dass es gewisse Zwänge gibt, aber ich glaube man hat immer noch eine gewisse Entscheidungsfreiheit.

      Das Thema hier ist ja "Lügenpresse" und meine Aussage ist die: die Glaubwürdigkeit der Medien leidet darunter, wenn sie solchen - äxgüsi - Müll publizieren. Warum? Weil es allen klar ist, dass ihr das nur wegen den "Regeln des Marktes" tut. Und der Lügenpresse-Vorwurf beinhaltet u.A. auch, dass Medien von Geld und Interessen gesteuert sind.

      Ich verstehe aber, dass die Medien da in einem Dilemma stecken. Einfach meine 2 cents als Konsument zum Wert von "Unterhaltung".
      11 3 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 18.04.2015 18:01
      Highlight He, in dem Artikel hatte es eine Katze, also muss er qualitativ gut sein.
      14 0 Melden
  • nay 18.04.2015 15:49
    Highlight Man muss aufpassen, dass man Qualitätsjournalismus mit Boulevard verwechselt. Wenn es denn diese "Lügenpresse" geben sollte, wäre sie im Boulevard- und nicht im Qualitätsjournalismus zu suchen resp. zu finden. Grandiose Rede von Hansi Vogt!
    11 7 Melden
    • ekriemler 18.04.2015 22:37
      Highlight @nay: nicht wirklich. Etwelche Leser sind mittlerweile auch mit FAZ und Sueddeutsche unzufrieden, sodass Foren wie "FreieWelt.net" Zulauf bekommen, wo auch mal Themen diskutiert werden, die bei der "Qualitätspresse" als "igitt" vom Tisch gewischt werden. Wobei, wie schon mal erwähnt, offenbar ein Umdenken stattfindet.
      5 0 Melden
  • ekriemler 18.04.2015 13:53
    Highlight Der Vorwurf der Lügenpresse kommt hauptsächlich aus Deutschland und dürfte dort auch grossenteils verdient sein. Manche Artikel resp. Fernsehbeiträge z.B. der öffentlichrechtlichen sind nahezu unerträglich. Vor allem aufgrund des massiven Drucks zu "political correctness".
    Immerhin scheint offenbar langsam ein Umdenken stattzufinden.
    21 7 Melden
    • Angelo C. 18.04.2015 14:15
      Highlight Sehe ich genauso, zumal wenn man die news und ähnliche Aktualitätensendungen auf ARD und ZDF verfolgt - schön brav immer die staatlich vorgegebene Linie beibehaltend. Wobei es bei Sendungen mit Publikumsbeteiligung (Applaus am "falschen Ort"), aber auch in vielen Leserbriefen in Deutschlands Medien unübersehbar auffällt, dass sich das Volk diesem verordneten mainstream sehr oft nicht anschliesst. Ein Phänomen das auch in der Schweiz zu einem nicht geringen Anteil so abläuft. Die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht hinters Licht führen, denken vermehrt eigenständig und informieren sich vertiefter als auch schon. Und das ist gut so!
      13 12 Melden
    • Kian 18.04.2015 14:24
      Highlight @ Angelo C. "Die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht hinters Licht führen, denken vermehrt eigenständig und informieren sich vertiefter als auch schon."
      Heisst das, früher taten sie das weniger? Jetzt dachte ich, die Medien seien früher professioneller, seriöser, unabhängiger, sorgfältiger etc. gewesen?
      13 17 Melden
    • saukaibli 18.04.2015 14:25
      Highlight Der Ausdruck Lügenpresse wurde von den Nazis quasi erfunden, somit stimmt deine Aussage.
      3 11 Melden
    • ekriemler 18.04.2015 15:16
      Highlight @Angelo C.: tja, den Tagi kann ich nicht ernst nehmen, die WOZ ist leider auch nicht mehr so besonders, bei der NZZ ist die Farbe auch klar.....
      @Kian: es bräuchte schon Mut, gegen Anzeigekunden oder eben die Regierung & den Mainstream anzuschreiben. Aber auch Niklaus Meienberg (dessen Bücher ich sehr schätze), der SEHR links orientiert war, musste erfahren dass auch bei den Genossen nicht alles Gold ist.
      @saukaibli: mag sein dass das die Nazis waren. Wie würdest Du eine Zeitung nennen, die die Fakten verdreht?
      13 2 Melden
    • David Müller 18.04.2015 15:34
      Highlight Angelo: «...informieren sich vertiefter als auch schon.»

      Kian: «Heisst das, früher taten sie das weniger?»

      David: « . . .
      14 0 Melden
    • Roger Gruber 18.04.2015 15:54
      Highlight Kian, mir fällt die Hingabe auf, mit der du deine Gehirnakrobatik betreibst, um die Presselügen doch noch irgendwie zu rechtfertigen. Ohne auf die Aussagen von Medienkritikern einzugehen, verdrehst du diese sehr gekonnt, um das Thema in eine andere Richtung zu leiten. Frage an dich: wer bezahlt dein Einkommen? Trittst du hier etwa als vermeintlicher Kommentator auf, obschon du eigentlich Teil der Lügenmedien bist?
      10 9 Melden
    • Petar Marjanović 18.04.2015 17:11
      Highlight Roger Gruber: Wieso als «vermeintlicher Kommentator»? Dürfen Journalisten nicht mit diskutieren?
      8 5 Melden
    • Kian 18.04.2015 18:43
      Highlight @Roger Gruber: Ich kommentiere hier als watson-Redaktor, ganz transparent und ohne Scham.
      9 3 Melden
    • ekriemler 18.04.2015 19:06
      Highlight @Kian: früher gabs weder Internet, Twitter, Facebook, Handy.
      Auch wesentlich weniger Fernsehsender und Zeitungen (und globalisierte Superkonzerne die ihre Interessen druchsetzen wollen). Vielfach war auch kein Geld da um X Zeitungen zu kaufen, also etwas schwieriger, an die Informationen zu kommen als heute. Tipp: mal "Zensor USA" lesen, gerade für Journalisten von Interesse.
      8 1 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 21:09
      Highlight @Roger Gruber Unser Einkommen wird nicht durch die Werbung finanziert, sondern letztlich durch die Aufmerksamkeit der Leser! Das ist ein kleiner aber wichtiger Unterschied und letztlich unsere grösste journalistische Chance. Wer online einfach Gefälligkeitsartikel über Firmen platziert, kann nicht mir Klicks, Lesern oder Aufmerksamkeit rechnen.
      6 6 Melden
    • Roger Gruber 19.04.2015 09:09
      Highlight Hansi Voigt und Kian: Einsicht geht anders. Obwohl ihr genügend Informationen hättet, eure Perspektive zu hinterfragen, drückt ihr in der eingeschlagenen Richtung weiter. Dass ihr dann Leute wie mich genüsslich als "Putin-Trolle" bezeichnet, bringt auch niemanden wirklich weiter.
      10 1 Melden
  • rundumeli 18.04.2015 12:50
    Highlight gut, recht und schön , die worte vom chef - kann man den journis gern mit auf den weg geben.
    was mich nun aber stört, ist diese ausgedehnte lubitz-namen-nennungs-reinwaschung - fast schon peinlich. nicht die frage , wie google und andere schnelle medien das handhaben, es ist die frage, was bringt es dem leser ("ich fliege nie mehr mit einem lubitz") ? es geht um das leid, das diese namensnennung seinem umfeld zufügt. ja , da wär es cool gewesen , watson wär gegen den strom geschwommen. kriegt ihr ja meist hin ;-) vor politikern mit rückfallgefahr dürft ihr gern weiterhin namentlich warnen !
    15 14 Melden
  • exeswiss 18.04.2015 12:42
    Highlight das erste bild ist übrigens ein bauer und kein metzger :P
    7 4 Melden
  • Roger Gruber 18.04.2015 12:21
    Highlight Ein Beispiel medialer Desinformation: Putin sagt zu Rasmussen: "wir wollen die Ukraine nicht angreifen, das ist nicht unser Interesse. Wenn wir das wollten, dann wäre Kiev in 2 Wochen eingenommen". Rasmussen berichtet (und die Presse übernimmt unkritisch): "Putin droht, er könne Kiev in zwei Wochen einnehmen!". Meine lieben Journalisten: seht ihr denn nicht, dass ihr euch instrumentalisieren lässt, die Leserschaft auf die falsche Spur zu bringen? Die Leser merken dies, nennen euch "Lügenpresse" und ihr jammert, dass man euch nicht mehr glaubt. Selbstkritik wäre hilfreicher als Jammern.
    37 16 Melden
    • Kian 18.04.2015 12:30
      Highlight Putin würde sich freuen, wenn er wüsste, dass es hier Leute gibt, die seine Aussagen so wohlwollend auslegen.
      31 37 Melden
    • Statler 18.04.2015 14:33
      Highlight @Kian - Du wirst doch nicht ernsthaft in Abrede stellen wollen, dass in Rogers Beispiel Putins Aussage so «angepasst» wurde, dass sie in ein bestimmtes Schema passt?
      Der erste Teil des Zitats («wir wollen die Ukraine nicht angreifen») geht in der «Übersetzung» total unter und daraus wird eine Drohung, die man zwar in Putins Aussage hineininterpretieren kann, die so aber nie wirklich gemacht wurde. Ich nenne das «Kreativ mit der Wahrheit umgehen» - man lügt zwar nicht (wirklich), aber mit Wahrheit hat das auch nicht viel zu tun.
      25 3 Melden
    • Kian 18.04.2015 17:00
      Highlight @Statler: "Putin will die Ukraine nicht angreifen" und "Putin sagt, er wolle die Ukraine nicht angreifen" sind zwei grundverschiedene Aussagen. Was Putin will, weiss ich nicht. Aber ich würde mich nicht einfach auf seine Worte verlassen. Vielleicht seine Taten? Krim? Ost-Ukraine?
      8 20 Melden
    • Statler 18.04.2015 17:28
      Highlight @Kian - Du lenkst ab. Es geht darum, dass aus einer Aussage eine Drohung gemacht wird. Nur, indem man den Satz ein wenig anders formuliert. Ersteres war eine simple Feststellung, wird durch Rasmussen aber zur Drohung, mit der suggeriert wird, dass Putin drauf und dran ist, in Kiev einzumarschieren, was dieser aber im ersten Satz ausschliesst.
      Natürlich darf und soll man an Putins Aussagen zweifeln. Der Fakt bleibt aber, dass er das, was Rasmussen aus dem Satz macht, so nie gesagt hat. Das ist auch Manipulation und sollte ebenfalls hinterfragt werden.
      22 2 Melden
    • Statler 18.04.2015 17:36
      Highlight Addendum: Was mich an dem Ganzen stört, ist die Tatsache, dass nie auch mit nur einem Satz erwähnt wird, dass «der Westen» ebenfalls handfeste Interessen in der Ukraine hat und gewillt ist, diese zu verteidigen. Wir sind keinesfalls «die Guten» die die Ukraine vor dem «pöhsen Putin» schützen wollen. Unsere Handlungen sind auch nur von geopolitischem Interesse und die Ukraine wird da einfach nur zum Spielball zweier Machtblöcke. Dieser Aspekt wird schlicht ausgeblendet. Das hat nichts mit Putinversteher zu tun, sondern damit, dass wir genauso ein falsches Spiel treiben, wie er.
      20 1 Melden
    • Kian 18.04.2015 18:40
      Highlight Ich will niemandem zu nahe treten, aber in dieser Aussage Putins (über die unbestrittene Fähigkeit Russlands, Kiew einzunehmen) die Drohung nicht zu sehen, finde ich reichlich naiv.
      10 25 Melden
    • Statler 18.04.2015 20:50
      Highlight Natürlich ist da eine Drohung drin. Aber die heisst nicht «ich werde Kiev einnehmen» sondern, «passt auf was Ihr in der Ukraine macht, Ihr spielt mit dem Feuer». Und das tut der Westen und insbesondere die NATO mit ihrer Osterweiterung. Zu glauben, Putin würde tatenlos dabei zusehen, wie die NATO ihr Territorium erweitert, das ist naiv.
      Das Geschwurbel von Demokratie und Freiheit ist ebenso verlogen, wie Putins Behauptung, es gäbe keine russischen Truppen auf dem Gebiet der Ukraine. Aber darüber schweigt unsere Presse geflissentlich, obwohl es ihre Aufgabe wäre, auch das zu hinterfragen.
      13 1 Melden
    • Statler 18.04.2015 21:04
      Highlight Forts.: Die Rolle der Nato zu unterschlagen und so zu tun, als wären «wir» die Guten in diesem Konflikt, ist die Unterlassungssünde der Medien. Mehr noch, man macht das Spiel mit und gibt die Propaganda der eigenen Seite ungefiltert weiter. Putins Worte werden alle zerpflückt und sofort als Lügen entlarvt. Aber Leute wie Rasmussen können ihre Nebelkerzen ungehindert zünden und keiner derer, die ja soooo der Wahrheit verpflichtet sind, fühlt sich bemüssigt, solche Aussagen auch nur ansatzweise zu hinterfragen.
      Und jetzt frag doch nochmal, warum so viele Leute sauer auf die Medien sind.
      12 1 Melden
    • mike409 18.04.2015 21:40
      Highlight @Kian, ich finde Ihre Haltung gerade äusserst arrogant und Sie versuchen schon wieder abzulenken, indem Sie uns Leser als naiv bezeichnen. Dabei geht es darum, dass ein Zitat Eins zu Eins in den Medien wiedergegeben werden sollte! Wenn Sie aus Putins Aussage eine Drohung interpretieren, so ist das Ihre Sache und hat in einem sachlichen und wahrheitsgereuen Artikel nichts zu suchen. Gerade bei so einem heiklen Thema wie der Ukraine-Krise! Ein Leser, der das originale Zitat nicht kennt, bildet somit eine durch die Medien manipulierte Meinung und das ist genau das heutige Problem! Somit finde ich es mehr als korrekt, dass die Leser die Medien gründlich hinterfragen und so hoffentlich die ganze Wahrheit finden.
      20 1 Melden
  • Roger Gruber 18.04.2015 12:14
    Highlight Die Medien sind die 4. Macht im Lande. Sie sollten ein Stachel im Hintern der Eliten sein, diesen nachstellen, deren Machenschaften durchleuchten und Skandale aufdecken. Genau das tun sie aber nur noch selten, sondern geben sich her als Sprachrohr genau dieser Kreise, welche sie überwachen sollten. Wie oft haben wir z.b. von Russischen Invasionen in der Presse gelesen? Meldungen, welche sich immer wieder als falsch herausgestellt haben. Diese wurden aber nie richtiggestellt, dafür wurden neue, falsche Berichte nachgeliefert, Bilder aus anderen Orten und Zeiten als Beweise vorgelegt.
    33 12 Melden
    • silverzone 18.04.2015 21:31
      Highlight Du hast damit sicher recht, allerdings ist 4. macht nicht korrekt?!?

      1. Kapital
      2. Medien (werden vom Kapital gesteuert)
      3. Politikdarsteller (von Kapital/ Medien gesteuert)
      1 3 Melden
    • Olaf 19.04.2015 06:48
      Highlight Du meinst, wie zum Beispiel die Krim?
      0 4 Melden
  • Angelo C. 18.04.2015 11:44
    Highlight Das ist eine gute und inhaltlich saubere Rede an angehende Berufsleute, gefällt mir mehrheitlich! Die Vergleiche und Erkenntnisse im Zusammenhang mit Léon Hubers Wahrheitsanspruch sind ebenso amüsant wie trefflich :-)! Andere Zeiten und Werte heute, und das weniger transparente Konglomerat aller unterschiedlichsten Medien tragen entsprechend dazu bei. Der Terminus "Lügenpresse" wollte allerdings auch erst verdient werden, dieser ist entstanden durch einen gewissen Einheitsbrei einer nicht differenzierten Berichterstattung, daran sind die Medien zu einem nicht geringen Anteil selbst schuld. Da wäre eine gewisse objektive Selbstkritik, auch im Rahmen vieler vorgefasster politischer Ansichten, durchaus am Platz. AUSGEWOGENHEIT ist bei einem Medium, egal welcher politischer Provenienz, m.E. hehrste Pflicht! Besonders gefallen hat mir der erste Abschnitt des Artikels von Hansi Voigt - exakt SO sollte es laufen. Denkt auch im journalistischen Alltag WATSONs stets daran...
    29 3 Melden
  • just sayin' 18.04.2015 11:41
    Highlight hübsches plädoyer, dass die medien grundsätzlich unschuldig sind - ich bin da aber anderer meinung.

    für mich ist es ausser frage, dass zu viel eigene meinung und interpretation in die berichterstattung (von watson) einfliesst. ich spreche nicht wie sie nur vom germanwings-artikel, sondern ganz allgemein.

    wer regelmässig watson liesst, kennt mich als den nervigen moralapostel, der in den kommentaren kleinlich auf diese missstände aufmerksam macht.

    ist die aufgabe von journalisten wichtig? unbedingt! ist es einen freipass seine eigene meinung, als wahrheit getarnt zu verbreiten? nein!

    wer gschichtli erzählen will, soll romanautor werden, wer seine persönliche meinung in die welt abgeben will, soll sich einen blog zulegen.

    klar ist es schwierig, sich als journalist auf fakten zu beschränken und nicht in die versuchung zu geraten ein wenig auszuschmücken. ich persönlich erwarte dies aber.

    nun, sie können jetzt argumentieren, dass es nichts weltbewegendes ist wenn zum beispiel das duo schurter-wiedlisbach zu ihrem allseits beliebtem tendenziösen (ich liebe dieses wort) apple-bashing ansetzen. ich finde: doch. es ist meinungsmache auf kosten der wahrheit. und wo wird dann die grenze gezogen? ab wo wird die wahrheit beschrieben? und nichts als die wahrheit?

    in diesem sinne: @Lügenpresse: «Sagen Sie einfach die Wahrheit!»
    30 7 Melden
    • Maria B. 18.04.2015 12:35
      Highlight Celodecen Zuras : Die Grundaussagen Voigts im Hinblick auf angehende Journis gefallen mir mehrheitlich. Mindestens aber ebenso sehr deine ergänzenden Einwände und Anmerkungen, dass sich die Medien zu einem nicht geringen Anteil durch ihre seit geraumer Zeit gleichgeschaltet wirkenden Interpretationen und Kommentare das Prädikat "Lügenpresse" weitgehend selbst verschuldet und somit auch "redlich" verdient haben. Da ist auch deine Kritik an WATSON durchaus substanziell, d.h. nicht immer alles durch ihr linkes Auge zu sehen, sondern nachzuvollziehen, dass es auch andere politische Ansichten und Werte gibt, die nicht zu vernachlässigen und spöttisch als quantité négligable aussen vor zu lassen sind. Die oft reisserisch aufgemachten Kritiken an Allem nicht Linken, mit dem man hier eigentlich nur die Stammclaqueure der eigenen Klientel zu begeistern und zu bedienen sucht, sind ein zweischneidiges Schwert und werden sich mittelfristig gegen den eigenen Qualitätsanspruch Hansi Voigts richten. Da wäre also etwas weniger oft bedeutend mehr, zumal wenn man ein offenes und für jedermann und -frau valables und ernstzunehmendes Medium werden möchte.
      15 6 Melden
    • Hansi Voigt 18.04.2015 21:19
      Highlight @celodecen zuras: Ich glaube, Sie wollen genau das, was alle normalen Journalisten wollen: Die Wahrheit. Aber genau da ist das Problem. Es gibt nie e i n e Wahrheit. Es gibt immer nur eine (möglichst nahe) Annäherung daran. Ich finde es deshalb sehr ehrlich, wenn Medien zugeben, dass sie nicht kommentarfrei berichten können. Ein Beispiel: Schon die Themenwahl ist ein Kommentar. Wenn eine Zeitung zu 90 Prozent aus neutralen Meldungen über Unfälle und Verbrechen besteht, ist das ein Kommentar. Nämlich, dass es von diesen Verbrechen unheimlich viel bzw. immer mehr gibt. Obwohl es nicht stimmt.
      10 1 Melden
    • just sayin' 18.04.2015 22:07
      Highlight @herr voigt:

      sie lenken von der eigentlichen aussage meines kommentars ab.

      klar gibt es EINE wahrheit. es ist das berichten von gesicherten fakten ohne verzerrung, interpretationen, oder einflechtung eigener meinung. und dies ist bei watson zunehmend weniger gegen. ich schätze sie als intelligent genug ein, dass sie dies erkennen könnten.

      und wenn die medien scheinbar so ehrlich zugeben, nicht kommentarfrei schreiben zu können - wo ist dann bei einem watson-artikel, der hinweis im stil von: "der folgende artikel ist zu 73% wahr. der rest spiegelt die persönliche ablehnung von herr schurter gegenüber apple wider"? (eines von vielen beispielen)
      6 2 Melden
    • David Müller 19.04.2015 00:02
      Highlight @Hansi
      «Ich finde es deshalb sehr ehrlich, wenn Medien zugeben, dass sie nicht kommentarfrei berichten können.»

      Und wann gibt dein watson zu, tendenziös über die Schweizer Politik zu berichten? Die Hassbotschaften von Löpfe, Thiriet und weiteren haben wir nun langsam durchschaut. Schreibt doch für einen Tag in den Header, dass ihr euch den Linken verpflichtet fühlt - Genossen!
      8 4 Melden
    • Angelo C. 19.04.2015 13:52
      Highlight David Müller :

      Ich zitiere : "@Hansi
      «Ich finde es deshalb sehr ehrlich, wenn Medien zugeben, dass sie nicht kommentarfrei berichten können.»

      Und wann gibt dein watson zu, tendenziös über die Schweizer Politik zu berichten? Die Hassbotschaften von Löpfe, Thiriet und weiteren haben wir nun langsam durchschaut. Schreibt doch für einen Tag in den Header, dass ihr euch den Linken verpflichtet fühlt - Genossen!"

      Ende des Zitats.

      Genauso sehe ich das auch. Der Wahrheit verpflichtet, keine permanenten Hasstiraden gegenüber Bürgerlichen (namentlich der SVP) und anderen Abweichlern rein linken Credos, also keine ausschliessliche Bedienung einer mehrheitlich linkslastigen Galerie wohllüstiger Claqueure, sondern eine OBJEKTIVE Berichterstattung ohne unnötige Häme, ohne stete uniforme Schuldzuweisungen. Mit einem Wort: politisch neutral!
      8 1 Melden
  • amade.ch 18.04.2015 11:35
    Highlight Ein toller Text, den man denen, die bei jeder Gelegenheit "Lügenpresse" schreien zu lesen geben sollte. Die würden ihn zwar wahrscheinlich nicht verstehen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und ja, wer mit Quellenvielfalt generell nicht zurecht kommt, hat heute mehr denn je ein Problem. Schliesslich sind wir selbst welche geworden.
    17 12 Melden
  • FelixStocker 18.04.2015 11:24
    Highlight So ein Gejammer.
    9 20 Melden
  • 's all good, man! 18.04.2015 11:22
    Highlight Bravo! Eine tolle Rede!

    Mir geht dieser "Lügenpresse"-Aufschrei ehrlich gesagt auch etwas auf den Senkel. Natürlich darf man etwas kritisch hinterfragen und man sollte vielleicht schon nicht einfach alles glauben, was einem aufgetischt wird. Und: die Berichterstattung der einzelnen Verlagshäuser ist ganz bestimmt auch Interessengerichtet (bürgerlich wie eine NZZ, links wie eine WoZ, etc.). Nur: ich persönlich habe meinen Glauben in die Aufrichtigkeit und dem unbedingten Willen der Journalisten, immer die Wahrheit erzählen zu wollen, noch nicht verloren.
    25 12 Melden
    • silverzone 18.04.2015 21:33
      Highlight noch nicht verloren...
      6 0 Melden
  • peeti 18.04.2015 10:55
    Highlight Was, nur Männer in der Abschlussklasse?
    8 6 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 18.04.2015 10:42
    Highlight @watson, wär es möglich die Anzahl (Total) der Personen zu sehen, die abgestimmt haben in den Umfragen?
    27 1 Melden

Warum die Linke zu Unrecht des «Blocherismus» angeklagt wird

Der Kampf der Gewerkschaften und der SP gegen die Aufweichung der flankierenden Massnahmen ist moralisch und wirtschaftlich gerechtfertigt. Punkt.

«Seit der Finanzkrise sprechen alle von der Ungleichheit – aber niemand unternimmt etwas dagegen», seufzte einst der Ökonom Branko Milanovic in einem Interview mit watson. Er gehört zu den weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Einkommensverteilung. Seine legendäre «Elefantengrafik» hat aufgezeigt, wie der Mittelstand der entwickelten Länder unter der Globalisierung gelitten hat.

Milanovic ist nicht der einzige, der vor der wachsenden Ungleichheit warnt. Heerscharen von Ökonomen …

Artikel lesen