Schweiz
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Alt-Bundesrat Christoph Blocher, links, und SVP-Praesident Toni Brunner, sind guter Dinge, kurz vor Beginn der Sendung

Für die JUSO gibt's in den SRG-Politsendungen zu wenig Frauen. Bild: KEYSTONE

JUSO kritisiert SRG

«Die Arena ist vor allem eine Männershow»

Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, haben die Jungsozialisten vergangene Woche einen Brief an den SRG-Generaldirektor Roger de Weck abgeschickt, in dem sie die Geschlechterverhältnisse in den Politsendungen kritisieren. Sie forderten de Weck zu Massnahmen auf, dass «Politik nicht mehr länger als Männerdomäne wahrgenommen wird».

Die Jungpartei hat die beiden Politsendungen «Arena» (SRF) und «Infrarouge» (RTS) unter die Lupe genommen. Insgesamt kamen in den letzten 20 Arena-Sendungen 55 Männer und 22 Frauen zu Wort. Bei der welschen Sendung «Infrarouge» diskutierten 118 Männer und 30 Frauen in der Runde. Bei der CVP, GLP, SVP und den Grünen kamen nur Männer zu Wort, einzig die FDP und SP schickten Frauen.

JUSO-Vizepräsidentin Ursula Näf sagte gegenüber watson, die Arena sei für sie «vor allem eine Männershow». Das SRG müsse als öffentlich-rechtliches Medium eine Vorbildrolle einnehmen und dafür sorgen, dass die Politik nicht mehr nur als «Männerdomäne» angeschaut wird. (pma)

SRG will Kaderanteil erhöhen

Die SRG reagierte bisher noch nicht auf den von der JUSO verfassten Brief. Mitte Juli 2014 gab die SRG jedoch in ihrem Magazin «srg insider» bekannt, dass sie den Frauenanteil im Kader auf 30 Prozent erhöhen will.

Marianne Gilgen, Redaktionsleiterin der «Arena», bezeichnete ihre Sendung als «Spiegel der Politlandschaft». Ein weiterer Grund sei ihrer Ansicht nach zudem, dass die Frauen «bescheiden» seien und Anfragen eher an männliche Kollegen weiterleiten würden. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Frage der Frauenvertretung «quasi wöchentlich» ein Thema in der Redaktion sei. 

Männer sagen eher: ‹Ist zwar nicht 100% mein Thema, aber doch, doch, da kann ich schon was dazu sagen.›

«Club»-Redaktionsleiterin Karin Frei SRG insider

Ähnlich argumentierte «Club»-Redaktionsleiterin Karin Frei: «Frauen sind deshalb bei Anfragen generell zurückhaltender und trauen sich weniger zu, bzw. wollen sie nichts Falsches sagen. Nicht selten geschieht es, dass mir eine Frau sagt: ‹Hmmm … da müsst ich mich erst noch mehr einlesen›. […] Der Mann in derselben Situation sagt: ‹Ist zwar nicht 100% mein Thema, aber doch, doch, da kann ich schon was dazu sagen.›» (pma)



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    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 03.08.2014 18:20
    Highlight Highlight Arena? Die affenteater show? Schau ich schon lange nicht mehr ... ob mehr frauen hilft? Njaaaa ich glaub es liegt an die redner
  • TheTev21 03.08.2014 17:55
    Highlight Highlight Ist die Vizepräsidentin jetzt neidisch geworden nachdem Molina nach seiner Fahnenaktion sehr viel Hass geerntet hat? Vlt. hat sie ja einfach einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber ihres Präses ...
  • Chaose 03.08.2014 17:34
    Highlight Highlight Oh Mann/Frau... was soll ein Brief an De Weck bringen? Ich glaube den Arena- und Club-CHEFINNEN, dass sie Frauen nicht diskriminieren. Die Politlandchaft ist nun mal immer noch mehrheitlich männlich. Wiedo soll das TV da etwas anders darstellen, als es ist?
  • Vladtepes 03.08.2014 16:25
    Highlight Highlight Diese Jusos mit all ihrem unausgegorenen Käse den sie IN JEDER BEZIEHUNG von sich geben, sind ein nationales Ärgernis. Militär- und Landesverteidigungsfeindlich, stets dem dümmlichen Genderismus verpflichtet, kaum Lebenserfahrung, noch zu nichts gebracht - aber immer eine grosse Klappe....
  • Hugo Wottaupott 03.08.2014 16:00
    Highlight Highlight Ist "Arena" nicht diese Sendung die Freitags auf SRF1 läuft wenn SRF2 seine Glorreichsten Stunden hat?
  • Schweizermacher 03.08.2014 14:28
    Highlight Highlight Die JUSO kann auch nur kritisieren, aber nichts gescheites unternehmen.
    Spätestens nach dem Thema mit den Schweizer-Fahnen sollte niemand mehr diese Komikerpartei ernst nehmen!
    Ausserdem sollte man echte Gleichberechtigung machen, nicht nur so, wie es den Frauen gefällt. Das heisst Wehrpflicht entweder auch für Frauen, oder bei Abstimmungen, die das Militär betreffen dürfen nur Männer abstimmen!
    Zum Thema: Man muss sich bei der Arena anmelden und wird nicht in die "Show" geholt. Heisst, dass sich halt nur Männer bewerben, weil Frauen wie die JUSO nur motzen aber nichts unternehmen!
    • Fly Boy Tschoko 03.08.2014 15:22
      Highlight Highlight Eine Wehrpflicht für Frauen und Männer macht durchaus Sinn aber nur wenn man zwischen Armeedienst und einem ebensolangen Zivildienst machen kann. Dass nur Männer zu Armeethemen abstimmen dürfen macht wiederum keinen Sinn. Wieso sollte ein Mann beim Grippen direkter betroffen sein als eine Frau? Zudem finde ich es Grundsätzlich falsch, dass nur die "direktbetroffenen" abstimmen sollten, das wäre nicht Demokratisch.
      Bei den Zuschauern ist es durchaus so, dass man sich für die Arena anmelden muss, die Diskutierenden werden jedoch angefragt oder von der Partei delegiert.
  • Adonis 03.08.2014 13:53
    Highlight Highlight Also Frauen! Habt Biss und zieht mal die Hosen an! Zeigt den Männern mit Intelligenz, Schlagfertigkeit, Sachverstand, bissigem Humor, möglichst ohne Emotionen, was ihr draufhabt. Die beiden im Bild verstehen dur diese Sprache.

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