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Bruno Hug und seine «Obersee Nachrichten» sorgen in Rapperswil-Jona für Wirbel. bild: watson

Eine Lokalzeitung befeuert jahrelang die KESB-Debatte – dem Chef drohen jetzt Konsequenzen

Bruno Hug, Chefredaktor der «Obersee Nachrichten» gilt als der KESB-Schreck schlechthin. Jetzt steht er wegen Persönlichkeitsverletzung vor Gericht. Droht ihm nun der tiefe Fall? Eine Übersicht.



Das Epizentrum der KESB-Kritik liegt hinter dem Zürichsee. In einem schmucken, mehrhundertjährigen Gebäude mitten in der Altstadt von Rapperswil-Jona wird in der Redaktion einer Lokalzeitung Woche für Woche gegen den «Behörden-Wahnsinn» angeschrieben. Die «Obersee Nachrichten» und deren Chef Bruno Hug gehören zu den gefürchtetsten KESB-Gegnern der Nation. 

Doch jetzt könnte Hug aus seinem Thron gekippt werden. Denn die Stadt Rapperswil-Jona geht mit einer 300-seitigen Anklageschrift gegen den Chefredaktor vor. Es folgt eine Abhandlung über die wichtigsten Akteure rund um die grosse «KESB-Klage».

«Obersee Nachrichten» – eine Lokalzeitung mit Zündstoff

Die «Obersee Nachrichten», kurz ON, ist eine Gratiszeitung, die rund um den Obersee in den Kantonen St. Gallen und Schwyz in den Bezirken Gaster, See, March und Höfe erscheint. Sie wird wöchentlich verteilt und erreicht laut dem Forschungsinstitut Wemf 88'000 Leser.

Aufsehen erregt hat die ON mit der regelmässigen Berichterstattungen über die regionale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB). In den letzten Jahren hat die Zeitung mehrere KESB-Fälle prominent thematisiert. Immer wieder sorgten diese Fälle danach auch in nationalen Zeitungen für Schlagzeilen.

Inzwischen hat die ON den Ruf, gerne gegen Behörden zu schiessen. In ihren Verteilgebieten geniesst die Gratiszeitung viel Ansehen. Als im Kanton Schwyz im Frühling dieses Jahres über eine Anti-KESB-Initiative von SVP-Nationalrat Pirmin Schwander abgestimmt wurde, sprachen sich jene Gemeinden, die zum Einzugsgebiet der ON gehören, deutlich für eine Abschaffung der KESB aus. Weil aber im restlichen Kantonsgebiet die Zustimmung für die Initiative klein war, wurde sie zuletzt abgelehnt. 

Bruno Hug – der Chef

Verleger, Geschäftsführer und Chefredaktor der ON ist Bruno Hug – ein Tausendsassa aus Rapperswil-Jona. Der 63-Jährige hat sich vom Stiefsohn eines Bauern zum Multimillionär hochgearbeitet.

Als gelernter Tiefbauzeichner und Ingenieur widmete er sich ab 1980 dem Verlagsgeschäft und gründete die «Uster Nachrichten», die «Obersee Nachrichten» und später die Medienzeitschrift «persönlich». Inzwischen hat Hug alle Verlagsbeteiligungen zwar verkauft, doch nach wie vor trägt die ON klar Hugs Handschrift.

Bruno Hug, Praesident der Rapperswil-Jona Lakers, gestikuliert vor dem Eishockeyspiel der National League zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und den ZSC Lions, am  Dienstag, 23. September 2008, in der Diners Club Arena in Rapperswil. (KEYSTONE/Photopress/Sigi Tischler)

Chefredaktor und KESB-Schreck Bruno Hug. Bild: PHOTOPRESS

National bekannt wurde Hug, als er in den 1990er-Jahren Präsident und später Verwaltungsrat des Schlittschuhclubs Rapperswil-Jona wird. Als er dieses Jahr um das Rapperswiler Stadtpräsidium mitbuhlte, war er in der Stadt kein Unbekannter. Seine Kandidatur kam nicht überraschend. Schon lange mischte Hug in der regionalen Politik mit. Nach dem ersten Wahlgang lag er deutlich in Führung, zog daraufhin aber seine Kandidatur zugunsten eines Anderen zurück.

Für Kontroversen sorgte Hug mit seiner spitzen Berichterstattung über die KESB Linth. In Medienberichten wurde Hug deswegen als der «Behörden-Schreck» oder der «Aufmischler» bezeichnet. Seit Bestehen der KESB ab dem Jahr 2013 (vorher gab es die Vormundschaftsbehörden) waren diese dem Chefredaktor Hug ein Dorn im Auge. Mit grossem Eifer deckte er auf, wo die Behörde seinen Einschätzungen nach Grenzen überschritt.

Die Anti-KESB-Kampagne

Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte der Fall um «Marco», den die «Obersee Nachrichten» zu einem zweiten «Fall Carlos» zu machen versuchte. Denn die KESB Linth schickte Marco auf ein Therapieschiff in die Karibik. Dort musste der Jugendliche lernen anzupacken.

Fast wöchentlich erschienen neue Artikel über Marco und seine Mutter. Einzig aus der Perspektive der Betroffenen liess Bruno Hug die Geschichten emotional aufgeladen erzählen. Obwohl das Sondersetting für Marco von zwei Gerichten gestützt wurde, schrieb Hug weiter gegen diese – in seinen Augen – ungeheure Unverhältnismssigkeit der KESB an.

Ebenfalls weitum bekannt ist der Fall von «Samuel». Die KESB Linth trennte den heute zehnjährige Bub von seiner Mutter und platzierte ihn bei einer Pflegefamilie. Dies, weil die Mutter sich weigerte, den Sohn an den Wochenenden dessen Vater zu überlassen. Sie behauptete, der Vater würde den Jungen sexuell missbrauchen.

Die KESB sah dies anders und liess den Bub von der Polizei abholen und fremdplatzieren. Bruno Hug schrieb in Dutzenden Artikeln über den Fall. Stets nur aus der Perspektive der Mutter und deren Unterstützer.

In einem weiteren Fall, der dank den «Obersee Nachrichten» zu nationaler Bekanntheit gelangte, ging es um einen Erben, der laut Bruno Hug von der KESB übergangen und um viel Geld gebracht worden sei.

An Hugs Berichterstattungen wurden besonders dessen umstrittene Methoden kritisiert. Seine Artikel seien nicht ausgeglichen, die Wahrheit würde er sich im Notfall auch gerne mal zurechtbiegen. Er greife ein, helfe mit Geld aus, lasse eine Wohnung aufräumen, bevor sie fotografiert werde, missachte den Persönlichkeitsschutz, lauere Kindern auf dem Schulweg auf – Hug kenne keinen Skrupel, wenn es darum gehe, seine Mission, den Sturz der KESB, zu erfüllen.

Die KESB Linth, Walter Grob und die Stadt Rapperswil-Jona

Lange blieb es still um Walter Grob, Präsident der KESB Linth. In Interviews wiederholte er mantraartig, dass er sich zu den Fällen nicht äussern dürfe. Er liess über sich ergehen, dass Bruno Hug mehrere Jahre, Woche für Woche, aggressiv gegen seine Person polemisierte. 

Bis es ihm im Frühling vor einem Jahr den Deckel lupfte. Gemeinsam mit der Stadt Rapperswil-Jona, welche die Trägergemeinde der KESB Linth ist, reichte Walter Grob Zivilklage gegen die «Obersee Nachrichten» ein. Die Stadt sei durch die Berichte von Bruno Hug verunglimpft worden und die Kampagne gegen die KESB und dessen Präsidenten persönlichkeitsverletzend. 

Zudem reichte Grob Strafanzeige gegen verschiedene Personen ein, die ihn auf den sozialen Medien oder auf der Homepage der «Obersee Nachrichten» beschimpft hatten. 

Verurteilt wegen übler Nachrede wurde Bruno Hug bereits im Januar dieses Jahres. Die Staatsanwaltschaft Uznach hatte Anklage erhoben, nachdem in den «Obersee Nachrichten» ein Bericht über einen Treuhänder erschienen ist, der im Auftrag der KESB erpresst und geraubt haben soll. 

Die Klage – Showdown

Am Dienstag und Mittwoch muss sich nun das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland um die Klage der Stadt Rapperswil-Jona gegen Bruno Hug kümmern. Die Klageschrift umfasst mehrere hundert Seiten und dokumentiert 300 Persönlichkeitsverletzungen, welche die «Obersee Nachrichten» publiziert haben soll. 

Vor Gericht verlangen die Kläger, dass die «Obersee Nachrichten» die betreffenden Aussagen aus dem Online-Archiv und von der Facebook-Seite löschen muss. Weiter soll die Gratiszeitung die durch persönlichkeitsverletzende Publikationen erzielten Gewinne herausgeben und Walter Grob eine Genugtuungssumme in der Höhe von 25'000 Franken zahlen.

Die Urteilsverkündung wird am heutigen Mittwoch erwartet.

Der Kampf gegen die KESB

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    Alle Leser-Kommentare
  • trio 07.12.2017 12:47
    Highlight Highlight Da fehlt doch noch einiges bei dieser Geschichte. Es ist schon ziemlich seltsam, das die Stadt Rapperswil-Jona die Anklage übernimmt. Schliesslich geht es um den Grob.
    Die ON deckt diverse Mauscheleien auf, was grundsätzlich zu begrüssen ist. Es ist ja nicht die erste Anklage, und Grob hat bis jetzt alles verloren. Vertrauen wir doch einfach dem Gericht.
    • einmalquer 07.12.2017 19:29
      Highlight Highlight KESB und Grob haben gem. Lokalzeitungen bisher nie verloren......
  • Wahrheitspost 07.12.2017 10:53
    Highlight Highlight Regelmässig suchen Menschen, die von der KESB enteignet werden, deren Kinder ihnen entzogen wurden, die in Not sind und nicht geschützt werden, in meiner Praxis Zuflucht.
    Für die ON oder jede andere seriöse Zeitung, die noch nicht der Staatsdiktatur zum Opfer gefallen ist, hätte ich noch sehr viele KESB- Geschichten zu erzählen, die teilweise noch tragischer sind, als die durch die ON bereits publizierten.
    Der KESB-Chef Walter Grob musste vor seinem Start bei der KESB zwangsweise
    zurücktreten als Gemeindepräsident in Au SG - wegen mangelnder Sozialkompetenz!
    Dies sind belegbare Fakten!
    • Fabio74 07.12.2017 17:35
      Highlight Highlight Spätestens beim Wort Staatsdiktatur hat es sich erledigt. Wer solche Worte nutzt, hat wirklich keine Ahnung.
      Und deine angeblichen Fälle sind Behsuptungen und nicht mehr
  • cappuccina94 07.12.2017 00:18
    Highlight Highlight Da würde ich doppelt hinschauen... warum wehrt sich dieser Mensch so explizit gegen die KESB? Das hat doch bestimmt irgendeinen persönlichen Grund oder Interesse... hat der selber Dreck am Stecken und Angst, die KESB könnte dahinter kommen?
    • trio 07.12.2017 17:37
      Highlight Highlight Eigentlich geht es nicht um die KESB. Der feine Herr Grob ist das Problem. Die Anklage hat auch nichts mit der KESB zu tun, es ist also sowieso eine Schweinerei, das die Gemeinde diese Anklage finanziert.
  • einmalquer 06.12.2017 21:50
    Highlight Highlight Das schlimme an der Sache:

    die Obersee Nachrichten gehören dem langjährigen Präsidenten des Schweizerischen Verbandes Schweizer Medien (VSM), Hanspeter Lebrument, der 13 Jahre lang diesen Zeitungsverlegerverband präsidierte.

    Und nichts gegen die Fake News unternahm und damit die Glaubwürdigkeit (mindestens) seiner Zeitungen untergraben hat.

    Es ist deshalb davon auszugehen, dass Falschmeldungen und Kampagnen, wenn sie Geld bringen, von Verlegern toleriert werden.

    Nicht schön für die Schweizer Printmedien. und nicht schön für das Bünderland, wo Lebrument das Monopol hat.
    • trio 07.12.2017 17:32
      Highlight Highlight Bis jetzt haben die Gerichte der ON Recht gegeben. Wie kommst du also auf Fake News? Grob hat mit seiner Anklage wahrscheinlich keine Chance.
    • einmalquer 07.12.2017 19:19
      Highlight Highlight Zeitungen melden aber anderes

      so zB die Zürichsee-Zeitung vom 19.01.2017.

      "Wegen übler Nachrede verurteilt: Verleger der Gratiszeitung «Obersee Nachrichten», Bruno Hug"

      Die Gerichte haben in jenen Fällen, die vor Rechtsinstanzen kamen, der KESB Recht gegeben.
  • Ron Collins 06.12.2017 21:07
    Highlight Highlight Go Bruno Go! Lass dich nicht unterkriegen.
    Die Medien schießen sich lieber auf ein kleines unabhängiges Blatt ein, statt die große SRG zu kritisieren. Jämmerlich.
    • Valon Gut-Behrami 07.12.2017 09:37
      Highlight Highlight Denkst du wirklich, dass dein Kommentar ohne irgendwelche Argumente überzeugt?
    • Ron Collins 07.12.2017 12:25
      Highlight Highlight Hey Moralapostel Datsyuk: Denkst du musst hier Arena dompteur spielen? dich hats bewegt mir eine Antwort zu schreiben. Mission erfüllt! Deine Argumente seh ich auch nirgends... Ausser dem Pluspunkt, dass du Alex Jones kennst....aber 2 minuspunkte für den Vergleich mit Bruno H.
    • Valon Gut-Behrami 07.12.2017 15:40
      Highlight Highlight Also meinst du das Geschriebene gar nicht ernst? Dann ging es dir nur um Aufmerksamkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 06.12.2017 18:59
    Highlight Highlight Ich kann schlicht nicht beurteilen, inwiefern die negative KESB-Berichterstattung in diesem Fall gerechtfertigt ist.
    Generell würde ich mir aber von den hiesigen Medien eine wesentlich behördenkritischere Haltung wünschen.
  • derEchteElch 06.12.2017 18:46
    Highlight Highlight "wöchentlich erschienen neue Artikel (...) Einzig aus der Perspektive der Betroffenen (...) an Hugs Berichterstattungen wurden dessen Methoden kritisiert. Seine Artikel seien nicht ausgeglichen (...)"

    "Lange blieb es still um Walter Grob, Präsident der KESB Linth. In Interviews wiederholte er, dass er sich zu den Fällen nicht äussern dürfe."

    Da braucht man sich nicht zu wundern, dass die Berichterstattung "einseitig" wirkt.

    Soll die eine Seite etwa nichts erzählen dürfen, nur weil die andere Seite nicht reden darf/will/möchte? Wenn das so ist leben wir in einer Zensur..
    • Asho 06.12.2017 22:12
      Highlight Highlight Die KESB darf aufgrund des Persönlichkeitsschutzes keine Auskunft geben, ansonsten würde sie sich strafbar machen.
      Eine Zeitung mit gewissem Anspruch versucht Stimmen der Gegenseite einzuholen. Ist dies nicht möglich, verfasst sie die Artikel so, dass dem Leser klar wird, dass er hier EINE Seite der Geschichte hört. Stell dir ein Sorgerechtsstreit mit hässlicher Scheidung vor. Da kann eine Seite fast unmöglich die alleinige Wahrheit gepachtet haben, da sind zu viele Emotionen, persönliche Verletzungen, Wut etc im Spiel
  • Bacchus75 06.12.2017 16:50
    Highlight Highlight Es liegt in der Natur von Bruno Hug, dass er sich immer wieder in etwas reinsteigert und dieses eine Thema dann über Monate die ON dominiert. Die bösen Fans im Eishockey die Lakers und eisblau doof fanden und immer noch SCRJ sagten, dann kam Erich Zoller dran als er Stadtpräsident werden wollte und jetzt ist es die KESB.

    Hug ist dann einfach nicht mehr objektiv und wenn er, wie im Fall KESB zur Zeit, dann auch noch mit so objektiven Politiker wie Pirmin Schwander zusammen arbeit wird das ganze automatisch übel.

    Bruno Hug teilt gerne und gut aus... Einstecken kann er nicht.
  • Haiderfroh 06.12.2017 16:06
    Highlight Highlight Je länger die Anklageschrift, desto weniger Substanz hat die Anklage.

    Ich glaube nicht, dass hier viel dabei herauskommt.
    • Hierundjetzt 06.12.2017 16:24
      Highlight Highlight Es geht um den Nachweis der Systematik und des Eventualvorsatzes. Sonst kommt am Schluss noch der lustige Anwalt Haiderfroh und will uns das alles als einmaliger Ausrutscher verkaufen....
    • Nick Name 06.12.2017 16:59
      Highlight Highlight Rechtsexperte, was?
    • Fabio74 06.12.2017 17:29
      Highlight Highlight Lassen wir die Justiz ihre Arbeit machen.
  • petarx 06.12.2017 15:57
    Highlight Highlight KESB zerstört Familien!
    • Valon Gut-Behrami 06.12.2017 16:26
      Highlight Highlight Und du hast keine Quellen geliefert. Nur rumstänkern bringt nichts.
    • Hierundjetzt 06.12.2017 16:26
      Highlight Highlight ....und jetzt begründen wir doch mal Deinen Satz.

      Bitte brauche folgende Systematik

      wer / wann / wo / womit / wieviel
    • DartVaidder 06.12.2017 17:13
      Highlight Highlight Inwiefern? Konkretes Beispiel orhanden oderei fach nur Stammtischpalaver?

      Fakt ist, dass wenn alle Familien mit der nötigen Sorgfalt und Fürsorge agieren würden,es keine KESB brauchen würde..

      Fakt ist auch, dass kein einziger Kommentarschreiber ein Urteil fällen sollte, da eine Situation bei welcher die KESB aktiv wird, sehr komplex ist und nicht mit ein paar Zeitungsartikeln und proforma Meinungen beurteilt werden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 06.12.2017 15:50
    Highlight Highlight die WOZ-Artikel dazu sind wirklich gut...
  • Valon Gut-Behrami 06.12.2017 15:49
    Highlight Highlight Alex Jones hat Interesse bekundet, das Lokalblatt zu übernehmen.
  • felixJongleur 06.12.2017 15:40
    Highlight Highlight Lass mich raten, Fraktion "besser im austeilen als im einstecken" ? Jetz aber psst sonst kommt der Anwalt.
  • blabediblu 06.12.2017 15:33
    Highlight Highlight Wohl einer der ersten Zeitungsartikel, der nicht völlig diffamierend gegen die Kesb geschrieben wurde. Endlich mal. Die erledigen auch nur ihre, sehr anspruchsvolle, Arbeit.

    Bei diesem Thema vergessen gewisse Medien ab und zu das jede Geschichte zwingend zwei unterschiedliche Seiten/Ansichten hat. http://r
    • demokratie-fan 07.12.2017 07:19
      Highlight Highlight Die Kesb setzen Zwangsmassnahmen durch. Oft sogar vorsorglich. (Und trotzdem schwer rückgängig zu machen). Solange sie noch überlegen, ob jemand den Eingriff wirklich braucht. Kein Witz. Wegen nicht ganz klarer Situation mal "für alle Fälle ins Heim verfrachtet worden". So wäre das neutral....
      Ein Krämer mag leben können mit 70% zufriedenen Kunden und 30% unzufriedenen. In wie vielen Fällen hat Ihrer Meinung nach die Kesb einwandfrei zu handeln? In 80%? (Und glauben Sie wirklich, in den verbleibenden 20% hätten dann die verdächtigten Zivilisten vor Gericht gute Chancen gegen die Bürokratie?)
    • einmalquer 07.12.2017 19:29
      Highlight Highlight Wenn die KESB nicht einwandfrei handelt, kann man Rechtsmittel dagegen ergreifen

      Weil
      Die Schweiz ist ein Rechtsstaat....
  • Don Sinner 06.12.2017 15:28
    Highlight Highlight Alle Erziehenden machen Fehler, einige schlimme. Greift dann die Behörde ein zum Schutz des Schutzbedürftigen, schiessen die "Fehlbaren" auf die Behörde, meist aus Gewissensgründen. Einsicht, "Schuld"zugeständnis wären die Alternative. So aber wird im Umkreis sehr viel zerstört, Kinder u.U. noch mehr traumatisiert. Eine uralte, äusserst fiese, feige, egozentrische Masche. Und solche Akteure kriegen darüberhinaus von den Hugs, Schwanders, (Zoë) Jennys, Onkens, (Regula) Stämpflis grosse Publizität. Manch einer mag sich fragen, was gewisse Leute mgl´weise zu verbergen haben (s. Schuldgefühle). https://www.nzz.ch/schweiz/kinderschutz-das-netzwerk-der-kesb-kritiker-ld.113956
  • mukeleven 06.12.2017 15:18
    Highlight Highlight bruno hug 4president.
    ein super-typ und vorzeigeunternehmer und ein gutmensch im eishockey.
    daumendrück.
    • Hierundjetzt 06.12.2017 16:26
      Highlight Highlight und bald einer mit einem unsauberen Leumund. Tja so kanns gehen.
    • carmse 06.12.2017 17:32
      Highlight Highlight Du hättest bestimmt auch Trump gewählt, gäll? Der ist ja auch ein Gutmensch im Golf. Damit gewinnt man Typen wie dich anscheinend...

      Mir läufts kalt den Rücken runter.
    • einmalquer 06.12.2017 19:02
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      der ist jetzt schon unsauber - vor Gericht hat er bisher immer verloren

    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 06.12.2017 14:50
    Highlight Highlight Danke für den Artikel.

    Hier sieht man, wie man die öffentliche Meinung mithilfe der Regionalzeitungen beeinflussen kann.

    Ich habe gerade einen ganz üblen Gedanken. Stellt euch vor, jemand würde alle Regionalzeitungen aufkaufen.
    Einfach so. Derjenige könnte die Wähler dermassen beeinflussen. Das schleckt keine Geiss weg.

    Zum Glück sind wir in der Heidi Schweiz. Und weit und breit niemand in Sicht, der so dreist wäre, das in die Tat umzusetzen.
    • Duese50 06.12.2017 15:52
      Highlight Highlight Da bist du aber sehr blauäugig, wenn Du das wirklich glaubst. Ich denke zwar du meinst das ironisch. Vor wenigen Monaten hat sich Vater Christoph 40 dieser Gratisblätter vom Zehnder Verlag in Wil gepostet. Warum wohl? Sicher nicht, um WC Papier zu produzieren. Das einzige Ziel wird sein, seine Schäfchen zu indoktrinieren. Die Blätter sind zwar alle unpolitisch (offiziell). Du wirst jedoch sehen, wie die zu den Billag-Gebühren Meinung machen werden.
    • Quacksalber 06.12.2017 16:00
      Highlight Highlight Dazu müsste man nur zu einem gehen
    • Onkl0r 06.12.2017 16:00
      Highlight Highlight Vermisse bei deinem Kommentar das *ironie off* - für den Fall dass du es nicht vergessen hast -> https://www.nzz.ch/schweiz/uebernahme-durch-baz-holding-ag-christoph-blocher-kauft-die-zehnder-regionalmedien-ld.1311020
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hernd Böcke 06.12.2017 14:42
    Highlight Highlight ... und genau deshalb lege ich ein klares NEIN zur Eidgenössische Volksinitiative 'Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren' in die Urne. Ich will nicht, dass irgendein dahergelaufener Multimillionär mit seiner Gratiszeitung schlecht fundierte Meinungsmache betreibt und damit noch politischen Erfolg hat.
    • Haiderfroh 06.12.2017 16:04
      Highlight Highlight Jawohl,

      ein Hoch auf die Staatspropaganda!
    • Siebenstein 06.12.2017 16:06
      Highlight Highlight Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, unsere Medienlandschaft ist durch den Druck auf die Printindustrie schon genug gebeutelt.
      Trotzdem sollte es möglich sein die SRG an Leben zu erhalten ohne den aufgeblähten Wasserkopf Billag!
    • meine senf 06.12.2017 16:27
      Highlight Highlight @Siebenstein: Dann hätte man doch eine konstruktive Initiave machen können, die eine bessere Finanzierung vorschlägt. Hat man aber nicht und das sicher nicht per Zufall.
    Weitere Antworten anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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