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Bundesrats-Rüffel für SRG: Kritik an Serien-Einkauf, Seicht-Unterhaltung und Sportbudget

Der Bundesrat stellt heute seinen Bericht «Überprüfung der Definition und der Leistungen des Service public» vor. Die Kernpunkte: Die SRG soll sich in ihrem Angebot deutlicher von privatwirtschaftlichen Anbietern unterscheiden, sie soll nicht mehr Geld erhalten und weiterhin keine Werbung im Online-Bereich machen dürfen. 

17.06.16, 13:30 17.06.16, 14:09

Lange ist auf allen Ebenen hin- und her diskutiert worden, ob die SRG mit den Gebührengeldern auch das macht, was sie soll, nämlich Service public und ob dieser Service public auch sinnvoll sei. Nun liegt der Bericht des Bundesrates zu diesen Fragen vor, der auf das Postulat der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats zurückgeht. 

Darin kommt die SRG nicht sehr gut weg. Es scheint, dass auch der Bundesrat viele Vorbehalte teilt, die vergangenes Jahr auch dazu geführt haben, dass das neue Radio- und Fernsehgesetz mit den Haushaltsgebühren für die SRG nur sehr knapp angenommen worden ist. 

In aller Kürze zusammengefasst stellt der Bundesrat fest, dass...

  1. ... die SRG sich in ihren Programmangeboten stärker von kommerziellen Anbietern unterscheiden, also im Klartext ein wenig langweiliger werden soll. 
  2. ... die SRG ihre Praxis beim Einkauf von ausländischen Serien überdenken soll. 
  3. ... die SRG, um Kosten bei der Sportberichterstattung zu sparen, vermehrt mit anderen Anbietern zusammenarbeiten soll. 
  4. ... die Kulturberichterstattung wieder mit mehr Geld ausgestattet werden soll. 
  5. ... weiterhin keine Werbung in Online-Angeboten erlaubt ist. 
  6. ... langfristig ein Mediengesetz installiert werden soll, dass auch Onlineangebote als Service public definiert, da ein reines Radio- und TV-Gesetz nicht mehr zeitgemäss sei. 

Die SRG soll aber weiterhin einen umfassenden Service public anbieten und sich an die digitalen Verhältnisse anpassen. Der Bundesrat möchte in zwei Schritten vorgehen: Zunächst möchte er bei den neuen Konzessionen im Jahr 2019 Anpassungen vornehmen. Mittelfristig will der Bundesrat angesichts der Digitalisierung und der veränderten Mediennutzung das heutige Radio- und Fernsehgesetz zu besagtem Gesetz über elektronische Medien weiterentwickeln. Weil sich die Mediennutzung zusehends ins Internet verlagere, sollten künftig auch reine Online-Angebote als Service public anerkannt werden können, heisst es im Bericht. Bis dahin böten die nächsten Neukonzessionierungen Gelegenheit, kurzfristig konkrete Anpassungen vorzunehmen.

Die aktuellen Werbeeinschränkungen – auch jene im Online-Bereich – um einen Ausgleich gegenüber den privaten Medien zu schaffen. 

Information als zentraler Pfeiler

Die SRG soll ihre Programme und Online-Angebote in Zukunft noch deutlicher als bisher von kommerziellen Inhalten unterscheiden. Der breite Umfang und das hohe Niveau bei der Information sollen weiterhin den zentralen Pfeiler bilden. Der Bundesrat geht davon aus, dass die SRG mindestens die Hälfte der ihr zufliessenden Empfangsgebühren für die Information aufwendet.

Bei der Unterhaltung erwartet der Bundesrat von der SRG eine kritische Überprüfung ihrer bisherigen Praxis beim Einkauf von bestimmten Fremdproduktionen. Die Vorgaben sollen sicherstellen, dass der Service public von rein kommerziellen Sendern unterscheidbar ist. Die SRG habe eine Leitbildfunktion zu erfüllen, heisst es im Bericht.

Im Sport sei die SRG gefordert, vermehrt Kooperationen mit anderen Veranstaltern einzugehen. Weiter erwartet der Bundesrat, dass sich der Service public als Dienst an der Gesellschaft in Zukunft «besser legitimiert und seinen Mehrwert für die Gesellschaft deutlicher aufzeigt». Den Umfang der Finanzierung will der Bundesrat beibehalten. Sollte der Ertrag aus den Empfangsgebühren wegen des Bevölkerungswachstums weiter zunehmen, will er eine Senkung der Gebührenhöhe prüfen.

Lokalradios von Leistungsauftrag befreien

Bei den gebührenfinanzierten Lokalradios und Regionalfernsehen will der Bundesrat präzisere Vorgaben erlassen, um regionale Informationsleistungen einzufordern. Anpassungen soll es auch bei den konzessionierten kommerziellen Lokalradios geben, die heute einen publizistischen Leistungsauftrag, aber keinen Anspruch auf Gebührenunterstützung haben. Künftig rechtfertige es sich nicht mehr, dieser Veranstalterkategorie staatliche Pflichten aufzuerlegen, da die Frequenzknappheit im UKW-Band wegfalle, heisst es im Bericht. Der Bundesrat beabsichtigt, sie von der Konzessionspflicht und dem Leistungsauftrag zu befreien. (thi/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 18.06.2016 08:14
    Highlight Ich hätte gerne mehr Erotik-Filme, anstatt Krimis!
    Ich meine damit weder schmuddelige Streifen, wie "Bumsfidel auf der Alm", noch Frauenverachtende Pornos, sondern Filme, die vom Knistern zwischen menschlichen Gegensätzen handeln, die sich einerseits stark anziehen, weil sie einander in ihrer Art ergänzen und komplementieren, gleichzeitig aber auch stark abstossen, weil sie ja gegensätzlich sind.
    Eine solche "knisternde Erotik" könnte sich doch auch zwischen "Privaten Medien" und "Staatlichen Medien" entwickeln:
    Hier das "Programm für unsere Rätoromanischen Freunde", und dort der "Batchelor".
    0 4 Melden
  • rodolofo 18.06.2016 07:43
    Highlight Meine Erfahrungen mit dem Genossenschaftswesen sind zwiespältig:
    Einerseits gefällt mir, dass mehr Transparenz hergestellt wird, als in privaten Unternehmungen und dass sich die aktiven GenossenschafterInnen mit einbringen können, in Diskussionen über das Leitbild und über Entwicklungs-Strategien.
    Andererseits erlebe ich auch, wie notorische Nörgeler und gestrenge Prinzipien-Reiter die Stimmung oft vermiesen und ein Klima einschnürender Enge erzeugen.
    Ich schlage folgendes Leitprinzip vor für srf Radio+Fernsehen:
    "Macht vor allem das, was Euch Spass macht, und von dem IHR überzeugt seid!"
    4 2 Melden
  • Schneider Alex 18.06.2016 06:50
    Highlight SRG und Service public

    Warum recherchiert die SRG nicht, was der SRG-Kunde konkret von der SRG erwartet? Meines Erachtens zum Beispiel eine leichte Gebührenreduktion und etwas weniger Werbung zum Preis einer Reduktion von bildungsfernen Programmteilen (Gewaltdarstellungen, Formel-1- und Töffrennen) sowie Unterhaltung, welche auch Private und ausländische Sender anbieten (können).
    5 5 Melden
  • giguu 18.06.2016 00:00
    Highlight Wer schaut noch Privatsender? Tut ihr euch diese Werbung wirklich noch an?
    7 2 Melden
  • Herbert Anneler 17.06.2016 18:46
    Highlight Solange Frau Rickli und SVP-Konsorten mir nicht erklären, was die letztliche Vernichtung der von ihr von ganzem Herzen gehassten SRG dem Land und seinen BürgerInnen für Vorteile bringen soll, ist sie für mich nichts anderes als eine kaltblütige Lobbyisten für die Privatisierung der Medien - das dient ihrem Arbeitgeber, der Goldbachmedia, und allenfalls der Tagi-Gruppe der Coninxe, nicht aber den Menschen im Land. Wer's nicht glaubt, soll sich einmal eine Nase voll in den US-Medien nehmen. Nut dank der dort alles beherrschenden privaten Medienwelt sind GAUs wie Trump etc. erst möglich geworden.
    30 6 Melden
  • Backgammon 17.06.2016 18:01
    Highlight Generell macht SRF Fernsehen für 50+. Es ist nicht in Ordnung, 3 Spartensender für 50+ zu machen, wenn alle dafür Billag zahlen. Spartensender könnten durchaus auf ein Zielpublikum und nicht auf Themen ausgerichtet sein. Zudem könnte mit einem echten Archiv verschiedenste Wünsche in Erfüllung gehen. Ist doch heute keine Hexerei, oder?

    Hinzu kommt, dass Einnahmen durch Werbung keine Zukunft hat - im kleinen Markt der sprachgetrennten Schweiz sowieso nicht. SRF brauch dringend innovative, coole Mitarbeitende. Dringend!
    18 8 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 17.06.2016 22:11
      Highlight 50+???? Du hast keine Ahnung! DRS3, welches ich zuletzt vor 5 Jahren abgeschaltet habe (und dessen erste Sendestunde ich begeistert mitgehört habe) wendet sich an 50minus (IQ) - wie fast alle on-air Radiostationen.
      Es ist schon richtig: Die SRG muss wieder langweiliger werden - so wie die BBC, die ist richtig geil.
      5 5 Melden
    • rodolofo 18.06.2016 07:55
      Highlight Ich wünschte mir weniger stromlinienförmige, daueraufgestellte Moderatoren vom Typ "Sven Epinet"!
      Zur Zeit sind im Radio mehrere "Klone von Sven Epinet" aktiv. Ich kann sie nicht voneinander unterscheiden! Einige sprechen Innerschweizer-Dialekt, im Unterschied zu Sven Epinet, der als ursprünglicher Walliser "bernert".
      Die "Klone" stellen sich mit unterschiedlichen Namen vor. Einer von denen hat meine Lieblings-Sendung, world music special, ruiniert!
      Da lobe ich mir Leute mit Ecken und Kanten, mit Charakter, a la Sascha Rufer, oder Klapproth.
      Die Tagesschau-SprecherInnen finde ich auch gut.
      5 0 Melden
    • Der Beukelark 18.06.2016 11:06
      Highlight Dieses ewige Überdrehtheit, Selbstinszenierung und die schon fast zwanghaften Jokes haben mich auch zunehmend genervt. Heute höre ich kleine Internetradios wie Byte.fm oder gds.fm, die mit minimalen Kommentaren auskommen und ein Musikprogramn anbieten, das eine echte Alternative zu den Charts ist.
      3 0 Melden
  • Alex23 17.06.2016 17:17
    Highlight Habe gestern seit langem mal wieder eine wirklich gute Sendung im sf1 gesehen (DOK Simons Entscheidung). Die hat mich entschädigt für all die manisch grinsenden und dauergutgelaunten Sven Epineys, Christa Rigozzis, Nik Hartmanns und und und, die bei mir nur noch ein reflexartiges Umschalten bewirken.
    Ja, hätte insgesamt auch gerne etwas "mehr" fürs Geld.
    22 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.06.2016 17:06
    Highlight Wieso muss die private Billag AG eine Zwangsabgabe eintreiben?
    Wieso ist diese Billag AG zB Mitglied in der European Broadcast Association (o.ä) ist es wirklich ok, wenn sie ebenfalls zwangseingetriebene Gelder für die Mitgliedschaft dort verwenden?
    10 7 Melden
    • tomdance 17.06.2016 22:48
      Highlight @geshitstormt: Hmm. Warum informierst Du dich nicht, bevor du etwa postest? Billag und EBU? Echt jetzt? Google hilft auch dir.
      3 2 Melden
  • Qui-Gon 17.06.2016 16:46
    Highlight Weniger Grey's Anatomy und Game of Thrones, dafür wieder mehr Sven Epiney. Juhuu...
    11 4 Melden
  • WC-Entchen 17.06.2016 16:41
    Highlight Ich finde es wäre angemessen, mehr schweizer eishockey, auch während der qualifikation zu zeigen... Fussball läuft ja jetzt schon die ganze Zeit
    11 10 Melden
    • Oban 17.06.2016 20:00
      Highlight Geht nicht, Swisscom/Teleclub (Cinetrade) hat die Rechte.
      Um mehr Spiele zeigen zu dürfen, müsste bei der nächsten Rechte die SRG sehr sehr tief in die Tasche greifen. Einen Bieterkrieg kann sich die SRG nicht leisten, Rickli wartet nur auf sowas um für ihren Arbeitgeber lobbyieren zu können.
      8 1 Melden
  • amore 17.06.2016 16:38
    Highlight Die Privaten gehen mir so auf den Wecker: viel zu viel Webung, Qualität unter jeder Sau.
    Lasst endlich das Gemecker über SRF.
    Es geht ja bei dieser Diskussion nur darum, dass die Privaten mehr Kohle machen können.
    22 12 Melden
  • dracului 17.06.2016 16:07
    Highlight Zu Punkt 1: "also im Klartext ein wenig langweiliger werden soll."
    Das SRF konnte einerseits noch nie im Ansatz mit den Privaten mithalten und andererseits muss es nicht zwingend "langweiliger" sein, eher schweizerischer. Ich bin überzeugt, dass selbst beim Verzicht auf Reality-shows und "Schweiz sucht irgendwas" viel Spannendes geboten werden könnte.
    13 6 Melden
  • Homes8 17.06.2016 16:07
    Highlight Und wann kommt jetzt die vor der Billag Abstimmung versprochene Billag Gebühren Reduktion?
    "Wenn-alle-(auch die, die keinen Empfang haben) zahlen-müssen-wirds-billiger".
    11 2 Melden
  • Luca Brasi 17.06.2016 16:02
    Highlight Nimmt uns nicht den Zweikanalton oder frühe Ausstrahlungen von True Detective auf RSR! Der Serienjunkie schaut das lieber als Glanz und Gloria, etc. Habe den Entzug echt nicht nötig. ;)
    28 0 Melden
  • EvilBetty 17.06.2016 15:11
    Highlight «... die SRG sich in ihrem Programmangeboten stärker von kommerziellen Anbietern unterscheiden, also im Klartext ein wenig langweiliger werden soll»

    Hahaa... der war gut! 3,4 und 5+ (oder wieviele gibt es mittlerweile) sind so viel spannender... oder die ganzen verkackten «HitRadios» mit den grenzdebildauergrinsenden «Moderatoren»...
    64 0 Melden
  • Scaros_2 17.06.2016 14:47
    Highlight Ich verstehe nicht warum es langweilliger werden soll - wer soll den das zielpublikum sein?
    40 4 Melden
    • Thomas Bollinger (1) 17.06.2016 22:14
      Highlight Ich denke, das gesuchte Wort war "unaufgeregter". Auf english: cool, off-mainstream.
      3 0 Melden
    • Der Beukelark 18.06.2016 11:09
      Highlight unaufgeregter, mehr kultur. passt für mich.
      2 1 Melden
  • Schnurri 17.06.2016 14:37
    Highlight Und wiso soll der Sport leiden? Aus SRF 1 ein informationssender und aus SRF2 ein Sportsender machen. Das wäre für mich service Public
    34 16 Melden
    • EvilBetty 17.06.2016 15:12
      Highlight Weil ja jeder soooo gern Sport guckt 🙄
      43 23 Melden
    • Qui-Gon 17.06.2016 16:47
      Highlight EvilBetty, sicher mehr als G&G und "Kulturberichterstattung"
      14 1 Melden
    • Platonismo 17.06.2016 17:09
      Highlight Sport macht in bewegten Bildern einfach mehr Spass, böse Betty. Ansonsten kann ich lesen.
      6 1 Melden
    • Fabio74 17.06.2016 17:24
      Highlight sport als pay tv. Reicht schon heute mit dem Überangebot.
      7 11 Melden
    • Schnurri 17.06.2016 18:14
      Highlight Ich finde SRF dürfte die Sportberichterstattungen die Sie haben ruhig ausführlicher bringen. Mir ist schon bewusst dass nicht jeder Sport mag aber der ganze andere Müll der auf SRF 2 läuft ist um einiges wenger interessant. Und wie gesagt für Kultur Bildung und ainformation kann man auch SRF1 und info benutzen.
      6 4 Melden
  • DailyGuy 17.06.2016 14:20
    Highlight Endlich müssen wir nicht 4 Jahre warten bis eine Staffel in die Schweiz kommt und jetzt wird die SRG schon vom Bundesrat zurückgepfiffen. Ich verstehe aber die Begründung. Nicht jedem kann es recht gemacht werden. Ich persönlich schaue die amerikanischen Serien sehr gerne, jedoch verstehe ich, dass viele lieber die heimeligen und Schweizer Programme schauen möchten. Es sollte ein gutes Gemisch von beidem sein. So finde ich auch das Konzept vom "schweizerischen" SRF 1 und "internationalerem" SRF 2 sehr gut.
    37 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.06.2016 17:03
      Highlight Was haben US-Serien mit Service Public zu tun?
      3 16 Melden
    • Platonismo 17.06.2016 17:11
      Highlight True Detective, Bloodline, GoT, House of Cards, wenn das nicht Kultur ist, was dann?
      11 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.06.2016 17:34
      Highlight House of Cards find ich zB auch ganz passabel, wüsste trotzdem nicht was das mit Service Public oder CH-Kultur zu tun hätte (und kann ich auch ohne SRF günstiger gucken)
      6 9 Melden
    • DailyGuy 18.06.2016 18:02
      Highlight @Geshitstormt: Service public ist für mich ein Service für die Bevölkerung. Und Unterhaltung gehört auch in den Service public. Und wie gesagt, man kann es nicht jedem recht machen. Für mich wäre alle Sternstunden und Fenster zum Sonntag verzichtbar. Aber für andere nicht. So ist es nun mal.
      Aber wir beide haben ja sowieso andere Meinungen.
      0 0 Melden
  • tomdance 17.06.2016 14:09
    Highlight Also in Kurzform: weniger Serien, weniger Sport, mehr Kultur. Und die Kinderprogramme werden bei SRF klammheimlich todgespart. Service public, quo vadis?
    28 4 Melden
  • Normi 17.06.2016 14:01
    Highlight Die SRG macht Werbung in Online-Angeboten !

    Jede Sendung im Archiv hat Werbung !
    15 7 Melden
  • Amboss 17.06.2016 13:49
    Highlight Ich finde generell, die SRG macht ihre Sache ziemlich gut. Ein ausgewogenes, gutes Radio- und TV-Programm für alle.

    Ich finde aber, wir sollten für unsere Gebühren wirklich etwas erhalten. Nämlich werbefreies TV zur Hauptsendezeit.
    Was ist es für ein Genuss, ARD oder ZDF zu schauen. Sendung A fertig, Programmvorschau, Sendung B beginnt.

    Und im schweizer Fernsehen: Werbung, Werbung, Werbung. Zwischen jeder Sendung. Und lange Werbeblöcke! Absolut vergleichbar mit den Privaten.
    Nur dass die so ihr Programm finanzieren, die SRG aber noch Milliarden Billag erhält...
    91 8 Melden
    • Fumo 17.06.2016 14:02
      Highlight "Absolut vergleichbar mit den Privaten."

      SRG: 1. Sendung - Werbung - 2. Sendung ...
      Priv.: 1. Sendung - Werbung - Werbung - 1. Sendung - Werbung - Werbung - 1. Sendung ...

      So vergleichbar sind sie doch nicht. Ich finde so wie es beim SRF ist ganz ok. Das Geld brauchen sie ja auch für all die Serien und Filme die im Vergleich zu anderen öffentlichen Sendern eindeutig Zeitgemässer sind. Nur das ORF kommt gleich auf mit gleicher Werbestrategie.
      28 11 Melden
    • Amboss 17.06.2016 15:00
      Highlight Doch, es ist vergleichbar.

      20' Schweiz aktuell - 5'Werbung - 2' SRF Börse - 3' Werbung - 20' Tagesschau - 5'Werbung - 3'Meteo - 10' Werbung

      Nur will niemand wahrhaben, dass es so ist.
      Die SRG ist eine dieser heiligen Kühe, die man nicht antastet. Die machen darf, was sie will.
      (siehe zB Werbeallianz mit Blick und Swisscom).

      Kein Wunder, haben die anderen keine Chance
      16 29 Melden
    • EvilBetty 17.06.2016 15:14
      Highlight Die anderen haben vor allem keine Chance weil sie die abgestande Kacke von RTL einkaufen...
      30 6 Melden
    • Fumo 17.06.2016 15:18
      Highlight @Amboss Aber sie bringen ZWISCHEN den Sendungen keine Werbung. Die Privaten schon, also nicht vergleichbar.
      14 5 Melden
    • Amboss 17.06.2016 15:20
      Highlight @Evil:

      Man kann einfach anders agieren, wenn man eine Milliarde garantiert zur Verfügung hat.
      Wenn man nicht hinter jedem Franken herrennen muss
      11 6 Melden
    • EvilBetty 17.06.2016 15:29
      Highlight Ja Amboss: Die Regeln für das Staatsfernsehen sind aber auch härter. Die privaten können eigentlich mehr oder weniger senden was sie wollen. SSR, SRF, SRG oder wie es im moment grad heisst, haben einen staatlichen Auftrag den sie erfüllen müssen.
      9 1 Melden
    • DailyGuy 17.06.2016 15:32
      Highlight Das Problem mit der Billag ist ja, dass alle das Gefühl haben, das SRF bekommt den ganzen Betrag. Dem ist aber nicht so. Auch das Radio (gerade das öffentliche Radio stützt sich sehr auf die Billag, da dort keine Werbeeinnahmen reinkommen) erhält einen Teil der Billageinnahmen usw.
      Und bei 3.9 Mio Haushalten wo jeder 450 Billag pro Jahr zahlt, kommen 1.5 Milliarden zusammen. Für das muss jede Tagesschau (inklusiv Korrespondenten) in 4 Sprachen finanziert, die öffentlichen und privaten Radios / Sender teilweise mitfinanziert, die Bakom finanziert und die Billag AG aufrecht erhalten werden.
      11 3 Melden
    • Amboss 17.06.2016 15:35
      Highlight @Amboss: Ab einer gewissen Länge bringt auch SRF Unterbrecherwerbung, ist so.

      Und ob und wie oft eine Sendung unterbrochen wird, ist ja ziemlich irrelevant.
      Es geht doch um die gesamte Länge der Werbung.
      Und die ist gerade in der Hauptsendezeit bei SRF sehr hoch (ja, vergleichbar mit den Privaten, hock mal mit der Stoppuhr daneben...)
      6 5 Melden
    • tictactoe 17.06.2016 15:54
      Highlight Bestes Beispiel sind Filmblockbuster am Wochenende: Wo bei den deutschen Privatsendern die Filme meist bis nach 23:00 gehen, läuft beim SRF schon längstens der nächste Film. Im Schnitt gut und gerne eine Stunde Werbung die das SRF nicht hat. Da kann ich mit 5 min zwischen den Sendungen gut leben.
      22 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.06.2016 18:21
      Highlight Daily Guy, also auf meiner Billag Rechnung steht genau, was ich für s Radio ud was für den TV bezahle...
      2 0 Melden
    • Amboss 17.06.2016 20:59
      Highlight @Evil: "Die anderen haben vor allem keine Chance weil sie die abgestande Kacke von RTL einkaufen..."

      Wenn sich das SRF-Programm wenigstens von RTL unterscheiden würde. Serien, Sport, "Mini Beiz, dini Beiz", DGST, Musicstar, Auswanderersendungen, Glamour-Magazine... Alles kommt bei den Privaten auch vor.

      Sogar Frauentausch hat SRF übernommen (verkehrte Welt).
      Anders gesagt: SRF ist gebührenfinanziertes Privatfernsehen
      4 3 Melden
  • dodo62 17.06.2016 13:48
    Highlight Ja machen wir das Schweizer Fernsehen noch langweiliger. Ausser an WM/EM und dem Eurovisions Contest seh ich mir sowieso kein Fernsehen mehr an
    15 43 Melden
    • Arutha 17.06.2016 14:52
      Highlight Das langweiligste vom ganzen (Eurovision SongContest) schauen Sie sich an?
      Das ist doch Masochismus pur. ;-)
      35 4 Melden
  • Humbolt 17.06.2016 13:46
    Highlight Ich frage mich schon lange wieso z.B. ein Fussballspiel auf allen drei Sendern parallel laufen muss.
    Ein Sender mit versch. Audiokanälen reicht vollkommen während dem Spiel. In der Halbzeit übersetzt man halt und beim nächsten Spiel das ganze mit einer anderen Hauptsprache. Aus drei mach eins! Weil am Ende schauen wir es eh wieder auf zdf, rai oder wie der französische auch immer heisst.
    44 15 Melden
    • meine senf 17.06.2016 14:00
      Highlight Nicht nur bei Fussballspielen. Ich frage mich allgemein, warum immer drei mal das Rad neu erfunden werden muss und nicht mehr zwischen den verschiedenen Sprachen zusammengearbeitet wird.
      Der deutsch-französische Sender ARTE beweist doch wunderbar, dass das klappt.
      Ganz nebenbei würde das auch den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen fördern.
      34 0 Melden
    • Backgammon 17.06.2016 15:54
      Highlight @meine senf: sehr guter Input! ARTE ist in Europa das beste Beispiel dafür, wie man zukunftorientiertes, hervorragendes Fernsehen macht. Schade, dass SRF bei ARTE nicht dabei ist.
      16 0 Melden
    • rodolofo 18.06.2016 08:05
      Highlight Aber arte füllt die Sendezeit auch mit vielen alten "Recycling-Filmen".
      Speziell gut gefällt mir der sehr leerreiche ThemenAbend jeweils am Dienstag, bei dem ein Thema, wie z.Bsp. "Brexit" mit verschiedenen Film-Beiträgen und einem Interview vertieft wird.
      3 0 Melden
  • Plöder 17.06.2016 13:45
    Highlight Und was wenn man damit argumentiert, dass Sport auch Kultur sei?!
    33 18 Melden
  • ovatta 17.06.2016 13:44
    Highlight Schaue schon lange kein SRF mehr über TV.
    Und bei den paar Informationssendungen die ich Online konsumier ist die Bildqualität zugegebenermassen nicht das Wesentliche. Trotzdem nerven diese Augenkrebsversionen wenn man bedenkt, dass Netflix, Youtube und Consorten es besser hinkriegen!
    17 24 Melden
    • ovatta 17.06.2016 14:04
      Highlight Die SRG hat wohl auch gar kein sonderlich grosses Interesse die Qualität wesentlich zu verbessern, denn: Oh, keine Werbeeinnahmen!
      Beim Radio gehts doch auch ohne!
      8 6 Melden
    • EvilBetty 17.06.2016 15:18
      Highlight Radio hat auch «Werbeeinnahmen» jede zweite Sendung «wird präsentiert von...»
      12 3 Melden
  • Flunderchen 17.06.2016 13:34
    Highlight Oder man verschlüsselt diese beiden Schundsender und diejenigen, welche die Sender schauen wollen, sollen die Billag bezahlen und werden so freigeschaltet. Alles Möglich heutzutage und es wäre endlich mal der Streit vom Tisch.
    44 64 Melden
    • jones 17.06.2016 13:50
      Highlight Also kein Sender fürs Welsche, Tessin, kein Sendefenster fürs Rumantsche, weniger Gelder für Private, keine Filmförderung, viel weniger Kulturförderung und ein zweites Tele Züri? Nein danke.
      78 21 Melden
    • 〰️ empty 17.06.2016 16:55
      Highlight @jones: Die Tessiner und die Welchen sind auch gegen die Billag. Dein Argument ist also hinfällig.
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    • jones 17.06.2016 19:53
      Highlight Oh interessant, endlich habe ich den offiziellen unisono-Stimmungsvertreter der Welschen und Tessiner gefunden! Kannst du mir sagen, wie die alle die Farbe Gelb so finden? Würd mich grad uh Wunder nehmen. Merci!
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    • Oban 17.06.2016 20:16
      Highlight Am meisten gegen die Bilag sind die netten Lobbyisten die bei Goldach Media angestellt sind und bei der SVP mitmachen.
      Schon die Tatsache das eine Billaginitiative kaum zustande gekommen ist, zeigt das eben nicht alle gegen die Bilag sind.
      Und leider machen Gebühren halt sinn, den Tv ist nicht Gratis und alle 20min, 6-7 min unterbrecherwerbung hilft auch nur den Werbevermarkter wie Goldach Media.
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«Lieber Herr Balsiger, wer trägt eigentlich den Elefanten weg?»

Die Befürworter des neuen Geldspielgesetzes versuchen sich in ihrer Plakatkampagne in der bewährten Taktik der Angstmacherei – und machen dabei einen kapitalen Fehler. 

Lieber Herr Balsiger 

Wie ich Ihrer Email-Signatur entnehme, sind Sie «Kampagnen-Koordinator» für die Befürworter des neuen Geldspiel-Gesetzes. Ich nehme nicht an, dass Sie persönlich für deren Plakatkampagne verantwortlich sind. Aber vielleicht können Sie meinen Rat ja an die richtige Stelle weiterleiten:  

Wenn Sie diese Abstimmung noch irgendwie gewinnen wollen, dann hängen Sie die Plakate sofort ab! 

Sie behaupten auf diesen Plakaten, bei Ablehnung des Gesetzes würden …

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