Schweiz

Franz Fischlin (Mitte) und seine Gäste (v.l.n.r.): Susanne Boos («WoZ»), Christoph Blocher, Jacqueline Badran und Arthur Rutishauser («Tages-Anzeiger» und «SonntagsZeitung»). Bild: screenshot srf

«Das huere Altpapier» – Wie sich Blocher und Badran im «Club» über Zeitungen zanken

«Wer investiert noch in den Journalismus?», fragte der «Club» auf SRF. Während SP-Frau Jacqueline Badran das Ende der «vierten Gewalt» befürchtete, zeigte sich Christoph Blocher, seit neustem Besitzer von 25 Regionalzeitungen, bestens gelaunt – und lobte die linke «Wochenzeitung».

01.11.17, 00:22 01.11.17, 16:17

Die Zeitungsbranche befindet sich in der Krise: sinkende Auflagen und wegbrechende Werbeeinahmen vermiesen ihr das Geschäft. Wo man hinschaut: Sparmassnahmen, Stellenabbau, Zusammenlegungen von einst eigenständigen Redaktionen.

Letzte Woche wurden Gespräche über einen gemeinsamen Mantelteil von «Basler Zeitung» und «Südostschweiz» publik. Bereits im August gab Tamedia bekannt, dass zukünftig alle ihre 12 Deutschschweizer Bezahl-Titel von einer einzigen Mantel-Redaktion aus beliefert werden. 

In den letzten Wochen zeigte es die äusserst intensiv geführte Diskussion über die «No Billag»-Initiative, über welche am 4. März 2018 abgestimmt wird: Medienthemen interessieren nicht nur Journalisten, sondern beschäftigen auch die Bevölkerung.

Grund genug für den viermal jährlich ausgestrahlten «Medienclub», sich am Dienstagabend mit dem «abgeholzten Blätterwald» zu befassen. Soviel vorneweg: Es wurde eine äusserst lebhafte Diskussion mit unerwarteten Allianzen. 

Eingeladen waren zwei Journalisten und zwei Politiker. Die schreibende Zunft vertraten Susanne Boos, Redaktionsleiterin der linken «Wochenzeitung» (WoZ), und Arthur Rutishauser, derzeit Chefredaktor von «Tagesanzeiger» und «SonntagsZeitung», ab 1. Januar 2018 dann Chefredaktor der Tamedia-Mantelredaktion.

Aus der Politik waren SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und SVP-Übervater Christoph Blocher zu Gast, der mit der «Basler Zeitung» und seinem jüngsten Zukauf, 25 regionalen Gratis-Wochenzeitungen der Zehnder-Gruppe, auch zum Medienunternehmer avanciert ist.

Hintergrund zu Blochers Regionalzeitungs-Zukauf

«Das sagen wir nicht», waren Blochers erste Worte, als er von Moderator Franz Fischlin nach dem Kaufpreis der Zehnder-Blätter gefragt wurde. Er schwieg wie gewohnt konsequent zu konkreten Geschäftszahlen seiner Zeitungs-Investments. Ansonsten war der Herrliberger äusserst gut aufgelegt und stellte sich als Investor dar, der Zeitungstitel in Not vor den Händen der grossen Verlagshäuser rettet und so zur Medienvielfalt beiträgt.

Blocher war sichtlich angetan von seiner Sitznachbarin Susanne Boos von der «WoZ». Er gratulierte ihr zu den schwarzen Zahlen, die das linke Blatt schreibt: «Das ist wirklich eine Leistung».

Auf der menschlichen Ebene schienen sich Boos und der Herrliberger gut zu verstehen. Sie gestand ein, dass Blochers Kauf der Regionalzeitungen schlau gewesen sei. Immer wieder mal brachte Blocher Boos mit seinen Sprüchen zum Lachen – etwa als er auf die Wichtigkeit seiner Gratis-Anzeiger für den Blutwurst-Verkauf eines Dorfmetzgers hinwies.

«Nächsten Dienstag habe ich Blutwürste»

Video: streamable

Medienpolitisch verliefen die Gräben hingegen anders und je nach Frage unterschiedlich. Blocher und Tamedia-Mann Rutishauser vertraten den Standpunkt, Zeitungen müssten als eigenständige Geschäftseinheiten Gewinn erzielen. Die Konzentration auf wenige, dafür schlagkräftige Mantelredaktionen sei ein legitime Antwort der Verlage auf die wegbrechenden Gewinne.

WoZ-Frau Boos und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran sahen das anders. Die grossen Verlagshäuser sparten den Journalismus kaputt, weil sie mit den Gewinnen der verlagseigenen, Online-Kleinanzeigen-Portale (für Wohnungen, Jobs, Autos) nicht wie früher, beim vordigitalen Anzeigegeschäft, die Redaktionen finanzierten.

«Die Verlage finanzieren den Journalismus nicht mehr»

Video: streamable

Der Verlust der Medienvielfalt sei schädlich. Gerade in regionalen Märkten gebe es Monopole einzelner Verlagshäuser, bemerkte Boos. In einem föderalistischen Land wie der Schweiz könne nicht alles «von Zürich aus bespielt werden». Hier stimmte ihr Blocher zu.

Auf der anderen Tischseite war es zwischenmenschlich weniger harmonisch: Jacqueline Badran und «Tagi»-Chefredaktor Rutishauser schenkten sich nichts. Badran rief dazu auf, den Journalismus nicht als Geschäft wie jedes andere zu sehen: Als vierte Gewalt hätten Medien eine staatspolitische Bedeutung.

«Wenn ich Geld hätte, würde ich auch in Medien investieren»

Video: streamable

Um diese Aufgabe wahrzunehmen, entgegnete Rutishauser, brauchten Redaktionen eine gewisse Grösse und dafür wiederum eine genügend grosse Leserschaft. Das Mantelredaktions-Konzept der Tamedia stelle das sicher. Einem Leser in Bern sei es egal, wenn ein Leser in Zürich den gleichen Artikel vorgesetzt bekomme: «Damit rammen wir die Medienvielfalt nicht in den Boden».

«Für eine anständige Zeitung braucht es eine gewisse Grösse»

Video: streamable

Hier schaltete sich WoZ-Leiterin Boos engagiert ein. Die neue Mantelredaktion werde zwangsläufig einen eingemitteten, zahnlosen Journalismus machen, weil sie für eine unglaublich heterogene Leserschaft schreiben müsse.

«Die Tamedia-Mantelredaktion wird mit einer Schere im Kopf unterwegs sein»

Video: streamable

Diese Befürchtung gebar einen seltenen Moment der Übereinstimmung zwischen Badran und Blocher. Laut Badran mache sich die Politik parteiübergreifend Sorgen über die Gefährdung der Pressevielfalt. Blocher brachte es prägnant auf den Punkt: «Die Leute haben es nicht gern, wenn in allen Zeitungen das selbe steht».

«Es jammern nicht nur die Linken»

Video: streamable

Es war denn auch Christoph Blocher, der  nach etwas mehr als der Hälfte der Sendezeit die entscheidende Frage stellte: «Sind Zeitungen vorbei?» Wenn er junge Leute frage, ob sie Zeitung lesen, verneinten diese. Die Frage sei, ob «das Internet» eine Zeitung ersetzen könne. Blochers Antwort: Nein.

«Die Jungen sagen: Das huere Altpapier»

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Damit war die Schlussphase der Sendung eingeleitet, die sich mit möglichen Rezepten gegen die Krise befasste. Zu reden gab die Frage, ob es irgend eine Form von öffentlicher Unterstützung braucht. Tamedia-Journalist Rutishauser sprach sich gegen solche «Subventionen» aus, da sie zu einer Abhängigkeit und der Gefahr der politischen Beeinflussung führen könnten.

Allerdings schloss auch Rutishauser nicht aus, dass Medienhäuser in Zukunft auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein könnten: «Aber eigentlich ist es zu gefährlich.» Mit einem Seitenhieb gegen die SRG wies er darauf hin, dass SRG-Präsident Jean-Michel Cina das gleiche Parteibuch hat wie Medienministerin Doris Leuthard (CVP).

«Staatsunabhängige Medien, die Subventionen erhalten gibt es nicht»

Video: streamable

Christoph Blocher gab bekannt, dass er definitiv ein Ja zur Initiative einlegen werde. «Es stinkt dir doch einfach, Christoph, dass du keine Kontrolle über die SRG hast», warf ihm Jacqueline Badran daraufhin vor. «Nein», entgegnete der Milliardär, «ich stimme Ja, weil man mir jedes Jahr 400 Stutz wegnimmt, obwohl ich keinen Fernsehen haben will.»

«Wir haben das staatsfernste öffentliche Medium»

Video: streamable

Die Fortsetzung dieser Diskussion folgt am Freitag in der «Arena» zur No Billag-Initiative. Wie diese verlaufen ist, gibt es wie immer in der watson-Rezension nachzulesen.

Das komplette SRG-Strategiepapier für den Kampf gegen «No Billag»

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 01.11.2017 16:46
    Highlight Eins muss man Blocher lassen: Er kann und will nicht damit aufhören die Schweiz nach seinem Willen umzugestalten. Er ist unermüdlich darin, ja besessen von der Idee. Und er ist und bleibt ungemein vital dabei. Blocher ist ein knallharter Gegner. Alle Achtung! Ist genau so gemeint! Achtung: Aufpassen! Der reisst alles an sich.
    4 0 Melden
  • Nick Name 01.11.2017 16:42
    Highlight Bei Rutishauser würde mich doch sehr interessieren, wie er seine Bezahlzeitungen solide finanziert sehen würde. Denn:
    - Querfinanziert dürfen sie nicht sein.
    - «Subventioniert» dürfen sie nicht sein wegen Beeinflussungsgefahr.
    Das heisst, sie müssten durch die eigenen Inserate und den Kaufpreis finanziert werden (klar, heutzutage easy...).
    Fragen:
    - Die Inserenten bilden keine Beeinflussungsgefahr?
    - Sind die Lesenden dann tatsächlich noch bereit, so viel zu bezahlen, wie es bräuchte (nämlich sehr viel...) – neben all den Gratisangeboten print und online?
    4 0 Melden
  • shox 01.11.2017 14:21
    Highlight Ist aber auch nicht grad fair. Sich so grosszügig an Inhalten von SRF bedienen, dabei das Logo wegschneiden und SRF nicht mal als Quelle nennen.
    Unter Kollegen braucht es auch etwas mehr Fairness.
    2 3 Melden
    • Christoph Bernet 01.11.2017 16:28
      Highlight @shox: Ich habe die Sendung in den Räumlichkeiten des SRF angeschaut, daraufhin von der Redaktion eine DVD mit der Sendung bekommen und die Zustimmung, daraus Filmausschnitte zu verwenden. Der gewählte Bildausschnitt soll dabei helfen, auf Mobile das Wichtigste gross im Bild zu haben. Dass das Logo weggeschnitten wurde, ist ein unbeabsichtigtes Versehen – an dieser Stelle: Sorry an die Kollegen des SRF dafür. Ich glaube allerdings, es ist allen Lesern klar, dass die Bilder vom SRF stammen: Das wird ja schliesslich bereits im Lead ausgewiesen.
      12 2 Melden
  • Pafeld 01.11.2017 12:04
    Highlight Ein Selbstdarsteller mit grosser Pedanz zum perfekten Auftritt wie Christoph Blocher lügt das Blaue vom Himmel, wenn er sagt, er wolle sich nicht selbst im Fernseher sehen. Aber seine braven Schäfchen glauben dem Papi ja alles, was er sagt. Es ist wohl eher so, das einem Multimilliardär die Abschaffung eines Medienkonzerns, der ihn kritisch betrachtet und den er nicht kaufen kann, ein wesentlich grösserer Dorn im Auge ist, als die 400CHF jährlich. Aber das Schäfchen fühlt sich halt ab einer solch "völkischen" Aussage behütet und verstanden.
    33 27 Melden
  • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 11:58
    Highlight Das Wort Manteltedaktion müssen wir uns merken. Steht es für Gleichschaltung der Zeitungen? Kommen dann in allen Blocher-Medien die gleichen Artikel? Roger-Köppel vielleicht als Mantel- Chefredakteur, der kommentierend alles weltwocherisiert?Die Mantel kommt und alle andern sollten sich noch wärmer anziehen!
    15 8 Melden
    • esmereldat 01.11.2017 15:32
      Highlight Vielleicht schon ein Anwärter für das Unwort des Jahres. Mantelredaktion.
      5 0 Melden
  • malu 64 01.11.2017 10:38
    Highlight Medienvielfalt ist äusserst wichtig, aber die Printmedien werden aussterben. In ein paar Jahrzehnten werden unsere Nachfahren über die Printmedien staunen!
    16 7 Melden
    • Sportfan 01.11.2017 13:49
      Highlight @malu 64: Die Medienvielfalt meint (zumindest interpretiere ich das so), dass ich verschiedene Anbieter habe, verschiedene Betrachtungen. Die Form, Zeitung, Online, Radio, TV ist egal.

      Für eine Demokratie ist wichtig, dass sich alle eine Meinung bilden können. Und dafür sind die öffentlich, rechtlichen da. Radio/TV verstehen alle und können sich mindesten dort informieren. Und auch, im Gegensatz zu den "Privaten" Medien, kann beim Öffentlich/Rechtlichen eine neutrale Berichterstattung verlangt werden, oder nötigenfalls eingeklagt werden (Konzessionsbeschwerde) .
      11 3 Melden
    • thunder 01.11.2017 18:44
      Highlight Öffentlich Rechtlich steht für neutrale Berichterstatung...Abenteuerliche Aussage. Die SRG Journis sind doch Beamte, die jahrzehntelange, ohne Konkurrenz, auf ihren Posten hocken. Jahrzehnte lang die gleichen Tagesschau und 10 vor 10 Moderatoren..
      2 7 Melden
    • Sportfan 02.11.2017 12:50
      Highlight @thunder: Wenn ich bei ihnen ein Argument finde,

      - warum ein Beamter nicht neutral sein soll?
      - warum denn Konkurrenz die Neutralität verbessern soll?
      - Warum denn eine veraltete Tagesschau nicht neutral sein soll?

      darf ich es dann behalten?

      Schade, habe keins gefunden...

      Öffentlich / Rechtlich, ist vielleicht nicht immer ganz 100% neutral, aber sie finden keine neutralere Form. Und wenn Öffentlich/Rechtlich nicht neutral war, dürfen sie klagen. Das dürfen/können sie sonst nirgends!
      2 1 Melden
  • karl_e 01.11.2017 10:31
    Highlight Da gibt die Tamedia die Gratiszeigung 20min heraus und jammert dann, wenn die Reichweite der zu bezahlenden Zeitungen schrumpft. Was ist denn das? Gehirnerweichung?
    43 0 Melden
  • pun 01.11.2017 08:14
    Highlight «Nein», entgegnete der Milliardär, «ich stimme Ja, weil man mir jedes Jahr 400 wegnimmt, obwohl ich keinen Fernsehen haben will.»

    Blocher der Verteidiger der Volksrecht kann das RTVG-Resultat von vor zwei Jahren nicht akzeptieren, wo genau darüber abgestimmt wurde. Aus Frust über dieses Zufallsmehr täubelet er halt und möchte das SRF mit der Abrissbirne auf Kurs bringen.
    54 57 Melden
    • Markus Kappeler 01.11.2017 08:58
      Highlight Das RTVG scheiterte am Ständemehr, eigentlich dürft es dieses Gesetz nicht geben. Trotzdem akzeptiert Blocher das RTVG, auf demokratischen Weg möchte er das RTVG mit einer legalen Abstimmung wieder rückgängig machen. Natürlich darfst Du auf Blochers (Milliarden) neidisch sein, das macht die aber auch nicht glücklicher.
      27 22 Melden
    • LYX 01.11.2017 09:29
      Highlight Schlecht geschlafen?
      13 6 Melden
    • karl_e 01.11.2017 10:27
      Highlight Hört der Herr Blocher nur ausländische oder private Radiosender? Nix mit SRF Classic oder Musigwälle?
      18 10 Melden
    • Fabio74 01.11.2017 10:46
      Highlight @Kappeler Das Ständemehr war nicht nötig.
      Akzeptier die Niederlage.
      15 10 Melden
    • pun 01.11.2017 11:16
      Highlight Das entscheidende ist die Abrissbirne, die Blocher kalt berechnend unterstützt. Lest mal den Initiativtext! Medienföderung dem Bund soll in Zukunft generell verboten sein! Wer Ja stimmt, stimmt nicht für ein kleineres SRF, sondern auf Dauer gegen jegliche Medienföderung und damit dafür die Schweizer Medienlandschaft den grossen Playern, ausländischen Thrash-TV-Stationen und eben Milliardären wie Blocher zu überlassen!
      28 11 Melden
    • pun 01.11.2017 11:26
      Highlight @Kappeler: er macht eben nicht rtvg rückgängig sondern reisst das gesamte SRF ab! Und wie du auf Neid kommst, weil ich eine Stelle aus dem Artikel kopiert habe weiss ich auch nicht, Blocher zeigt doch klar, dass Kohle nicht glücklich macht - er macht auf mich einen verbitterten und verbissenen Eindruck wie wenige andere - also Nein Danke zu seinen Milliarden. 😅😅
      19 10 Melden
    • Ohniznachtisbett 01.11.2017 11:45
      Highlight Warum darf eigentlich ein Milliardär sich nicht darüber enervieren, dass er 400 Fr. pro Jahr bezahlen muss für etwas das er nicht will? Nur weil er Milliardär ist? Wo ist denn die Schwelle, wo man sich über 400 Franken stören darf? Echt diese Neider.
      19 20 Melden
    • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 11:46
      Highlight Was die Blocherisierung der Medien von der Berlusconisierung unterscheidet? Nichts, ausser das Alt-BR Blocher für Albert Anker steht und nicht für Bling-bling und Bunga- bunga wie Berlusconi!
      22 9 Melden
    • Bits_and_More 01.11.2017 12:13
      Highlight Eine Abstimmung beendet noch lange keine Diskussion.
      Oder hätte das erste Nein zum Frauenstimmrecht einfach endgültig akzeptiert werden sollen?
      9 1 Melden
    • Sportfan 01.11.2017 13:26
      Highlight @Bits_and_More: Aber für einen, der immer das Volch in den Fokus stellt, zwei Jahre nach der Abstimmung dies ohne mit der Wimper zu zucken einfach wieder löschen will, ist schon ... ach wie sagt er es jeweils selber ... ach ja ... den Volkswillen zu hintertreiben.

      Und ja, er wäre auch ein gewählter Volksvertreter gewesen, der das RTVG in dieser Zeit hätte mitgestalten können. Aber nein, das war ihm ja Zeitverschwendung, so dass er kurz vor der Abstimmung im Nationalrat zurücktrat.
      10 6 Melden
  • dracului 01.11.2017 08:04
    Highlight Kann das Internet die Zeitung ersetzen? Hier gibt es definitiv keine Ja/Nein-Antwort! Was verstehen wir denn unter Zeitung? Es geht doch eher um den Journalismus: Wieviele Journalisten brauchen wir bzw. können wir uns leisten? Wie wird Journalismus finanziert werden, wenn nicht mehr durch Werbeeinnahmen? Wieviel journalistischer Pluralismus ist möglich, ohne staatlichen Eingriff? In diesen Punkten hätte man gerne noch etwas vertiefter diskutieren können, obwohl die Sendung bereits ein Highlight war.
    33 2 Melden
  • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 08:01
    Highlight Badran hats gesagt: den Zeitungen gehen die Werbeeinnahmen verloren (Internet). Und warum ein Abo kaufen, wenn ich tägl. 2 Gratiszeitungen bekomme? Wenn ich auf social-Media auch alle Infos gratis krieg? Da zahlen nur noch Opis und Omis ein Abo. Ich hab ein Online-Abo für eine grosse Tageszeitung. Stets steigt der Abopreis, bei gleichzeitigem Leistungsabbau. Die Artikel werden länger. Ich unterstelle, dass man damit Jounalistenlöhne sparen will. Müssen wir mit unserem Abo etwa die Gratiszeitungen querfinanzieren? Bald springen auch noch die letzten Getreuen ab.
    41 2 Melden
  • _kokolorix 01.11.2017 06:41
    Highlight Dass dem Stöffi vor allem die 400 stinken glaube ich im sofort 😂
    44 16 Melden
  • pamayer 01.11.2017 06:34
    Highlight Lest die WOZ. Wird immer wichtiger für Leser, die sich eine eigene Meinung bilden wollen.
    Sehr gut recherchiert, unabhängig und unbequem.
    105 42 Melden
    • Hexentanz 01.11.2017 08:38
      Highlight Also jetzt mal unvoreingenommen als nicht WOZ Leser muss ich Fragen: Ist die WOZ nicht eine linke Zeitung? So wirds zumindest im Artikel dargestellt und das ist auch dass, was ich bisher gehört habe über die WOZ?

      Vielleicht kannst du mir das ja beantworten.

      Bin der Meinung, dass man zum eine eigene Meinung bilden, welche nicht = Lemming Meining ist, müsste man doch neutral und nicht links- oder rechtslastig informiert werden.
      30 23 Melden
    • redeye70 01.11.2017 09:09
      Highlight @Hexentanz
      Mach es wie ich. Informiere dich über mehrere Kanäle. Lies zwischen den Zeilen, beobachte dein Umfeld und bilde eine eigene Meinung. Selbst watson hat eine politische Stossrichtung und ist daher bei der Berichterstattung seinem eigenen Weltbild verpflichtet. Ist auch mit anderen Angeboten so. Ich bin politisch keiner "Seite" zugewandt. Daher können bei mir linke wie rechte Ideen Zustimmung finden.
      18 2 Melden
    • Salute the Parrot 01.11.2017 09:22
      Highlight Wenn du neutral informiert sein willst, dann empfiehlt es sich, dem rechten Wahnsinn die linke WOZ entgegenzuhalten. Notabene die einzige Zeitung, die wirklich sauber arbeitet.
      19 18 Melden
    • 7immi 01.11.2017 09:24
      Highlight @pamayer
      die woz ist definitiv lesenswert, allerdings links eingefärbt. wie jede zeitung ist auch sie nicht "neutral". daher muss man mehrere quellen lesen um an die wahrheit zu kommen. nur eine zeitung zu lesen schafft ein einseitiges weltbild.
      23 4 Melden
    • Genital Motors 01.11.2017 09:25
      Highlight Und warum wird sie im artikel immer als links bezeichnet ? Ist sie dann eben nicht genau dass was sie an anderen zeitungen stört ? Unabhängig eben nicht.
      3 17 Melden
    • Thomas_v_Meier 01.11.2017 09:38
      Highlight Nun Hexentanz welche Zeitung/Journi ist absolut neutral?
      Ich denke keine/keiner. Wichtig ist das men weiss wo die Redaktion so steht im politischen Spektrum um die Artikel für sich einzuordnen.

      Ich lese die WoZ und die NZZ so habe eine linke und eine bürgerliche Quelle und denke dies ist ein guter Mix. Ab und zu noch Watson und die Tageswoche Online und gut ist
      20 0 Melden
    • saderthansad 01.11.2017 10:11
      Highlight Lieber Hexentanz. Nur diese Zeitungen, die sich klar positionieren, sind gut zu lesen. Dann weisst Du auch, wie Du die jeweilige Information werten kannst. Die WOZ ist und war immer klar.
      23 1 Melden
    • Bits_and_More 01.11.2017 10:21
      Highlight Die WOZ ist eine gute Ergänzung. Aber auch ein WOZ Leser muss sich im klaren sein, dass die WOZ eine eindeutige politische Färbung hat.
      22 1 Melden
    • redeye70 01.11.2017 10:47
      Highlight @Salute the parrot
      Sehr einseitige Sichtweise, die du hast. Als gäbe es Wahnsinn nur bei Rechten. Studiere Geschichte und lerne vom Wahnsinn Linker und deren Gräueltaten. Von Stalin über Pol Pot bis Mao.
      10 16 Melden
    • Ohniznachtisbett 01.11.2017 11:39
      Highlight Nun ja die WOZ leistet tatsächlich einen wertvollen Beitrag zur CH-Medienlandschaft. Ich lese sie gerne von Zeit zu Zeit. Nur ists halt wie mit allen Medien, sie haben eine politische Färbung und sobald man nur noch die WOZ liest, ist man schneller in der Bubble als einem lieb ist. Deshalb mein lieber pamayer, lies doch als Ausgleich mal die NZZ oder das Tagimagi oder gar die WeWo. Zur Unterhaltung den Blick und für den Blick über den Tellerrand mal den Spiegel oder den Stern. Dann wirst du dir noch viel differenzierter eine Meinung bilden können...
      10 1 Melden
    • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 11:40
      Highlight Kann dem nur zustimmen Hab viele Jahre auf dem RAV gearbeitet. Vor ca. 10 Jahren fand eine breit angelegte Medienkampagne (nicht die erste) gegen die RAV statt. Was da an Halbwahrheiten und Einseitigkeiten verbreitet wurde hat mich als "Expertin" schockiert. Ich spreche nicht von berechtigter Kritik! Die WOZ war das einzige Medium, das objektiv und fundiert berichtet hat! Alles war nicht richtig. Aber man hat beim Lesen gemerkt, dass in die Tiefe recheriert wurde. Was man von allen übrigen Medien nicht sagen konnte!
      8 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 01.11.2017 12:46
      Highlight <<Was da an Halbwahrheiten und Einseitigkeiten verbreitet wurde hat mich als "Expertin" schockiert.>>

      Das schockiert mich immer wieder und ich frage mich jeweils, ob das bei Themen, bei denen ich kein "Experte" bin, auch so ist. Es scheint so.
      6 0 Melden
    • ostpol76 01.11.2017 12:54
      Highlight Wenn man nur eine Zeitung liest ist es schwer sich eine eigene ausgewohgene Meinung zu bilden.
      Man sollte schon auch über den Tellerrand hinausschauen und lesen was die "Konkurrenz" schreibt.
      Stichwort: Medienvielfalt
      5 0 Melden
  • Goldjunge Krater 01.11.2017 06:26
    Highlight Ich habe Badran und Blocher einmal zusammen an einem Podiumsgespräch erlebt. Herrlich, die beiden mögen sich Persönlich sehr. Sie nennt ihn Stöffel, er strahlt dann wie ein Maienkäfer. Debattiert hatten sie hart, sachlich, fair und mit viel Humor.
    121 4 Melden
    • Wölfli beim Lamm 01.11.2017 12:18
      Highlight Und SVP NR Glarner nannte Badran schon mal herzlich "Jacky" bei Tele-Züri. Das zeigt vielleicht, dass in den Kommissionen konstruktiv zusammen gearbeitet wird, aber kaum läuft eine Kamera wird auf Abstimmungs- und Wahlkampf geschaltet! Aber auch dann kann man nicht immer verbergen, dass man sich eigentlich mag....soll auch so sein in einer Demokratie.
      8 0 Melden
    • Lichtblau 01.11.2017 18:50
      Highlight Jacqueline Badran scheint eben sowohl kämpferisch wie umgänglich zu sein. Von allen SP-Politikern ist sie bei weitem die liebste.
      1 0 Melden
  • Schneider Alex 01.11.2017 06:14
    Highlight Soziale Medien fördern Demokratie

    Mit dem Aufkommen der sozialen Medien haben die Informationen der etablierten Medien, aber auch die veröffentlichten Meinungen und Kommentare der Journalisten und der gewählten Politiker, ihre bisherige Leitfunktion verloren. Das bekommen insbesondere die Printmedien zu spüren. Die Meinungsbildung im Volk wird durch die sozialen Medien breiter abgestützt – und damit wird die Indoktrination durch die Mainstream-Medien erschwert. Für die Demokratie ist das ein Gewinn.
    7 34 Melden
    • reaper54 01.11.2017 08:35
      Highlight Theoretisch ja, praktisch zeigt sich jedoch immer mehr, dass viele Menschen beginnen sich in einer Blase zu bewegen. Zudem haben die Wahlen in den USA (Negativbeispiel) und auch in Frankreich (positives Beispiel) gezeigt es können sehr einfach Millionen von Menschen via Social Media manipuliert werden, wenn es nicht entsprechende regeln und Kontrolle durch den Staat gibt.
      29 6 Melden
    • Tsunami90 01.11.2017 08:38
      Highlight Mir scheint aufgrund der Funktionsweise von SocialMedia, stichwort Blasenbildung, ist das gegenteil der Fall.
      27 3 Melden
    • bobi 01.11.2017 08:51
      Highlight Lieber Main-Stream Medien als auf Social-Media nur noch mit Fake-News bombadiert zu werden
      35 3 Melden
    • Sir Jonathan Ive 01.11.2017 09:05
      Highlight "Die Meinungsbildung im Volk wird durch die sozialen Medien breiter abgestützt"

      Das ist aber nicht nur etwas positives, da Social Media keine Qualitätskontrollen von Infos hat und deshalb Lügen genau gleich veröffentlicht werden können wie Wahrheiten.
      Das hilft der Meinungsbildung keine bisschen.

      Ohne Faktencheck ist das Beziehen von News von Social Media ein Krebs für die Demokratie!
      19 2 Melden
    • redeye70 01.11.2017 09:14
      Highlight Gab es diese Blasenbildung aber nicht schon lange vor Social Media? Sei es das Zeitungsabo, bevorzugte Kanäle und Sendungen im TV, berufliches wie auch privates Umfeld … Social Media ist noch jung, die Menschen müssen den Umgang damit erlernen. Die kritischere Haltung gegenüber Social Media wächst ja bereits (Trump sei Dank). Wie war das damals mit dem Radio und der NSDAP? Eben …
      5 7 Melden
    • Schneider Alex 01.11.2017 13:36
      Highlight Als parteiloser Nutzer von sozialen Medien befinde ich mich nicht in einer Meinungsblase, im Gegenteil: Im Nu habe ich rasch Zugang zu den unterschiedlichsten Meinungen zu einem Thema.
      1 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 01.11.2017 14:23
      Highlight @Schneider Alex
      Leider nicht nur unterschiedlichste Meinungen sondern auch unterschiedlichste "Fakten".
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    • Schneider Alex 02.11.2017 07:16
      Highlight Sind denn die Aussagen von Politikern und Medienschaffenden vertrauenswürdiger?
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    • Sir Jonathan Ive 03.11.2017 08:21
      Highlight @Schneider Alex

      Definitiv.
      Natürlich gibt es auch Politiker die Stuss erzählen, aber dafür sind genau die von dir genannten Medien-schaffenden da. Diese decken die Lüge auf und stellen den Politiker als nicht vertrauenswürdig dar.

      Ich vertraue einem Journalisten der eine Jahrelange Ausbildung gemacht hat und für einen Artikel ausgiebig recherchiert hat mehr, als dem Freund meines Freundes der auf seiner Facebook Pinnwand eine Statistik ohne Quelle postet und irgendeinen wütenden Aufschrei dazu schreibt.

      Öffentliche Figuren wie Politiker und Journalisten werden geprüft. Private nicht.
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  • Booker 01.11.2017 06:05
    Highlight Die Umsätze und vor allem der Gewinn sinkt, dies verbunden mit massiv sinkenden Absatzzahlen. Die Medien sind gut beraten jetzt zu reagieren bevor es zu spät ist. Die Jüngeren Generationen haben keine Zeitungen mehr abonniert und kaufen am morgen auch kein Blatt, sie lesen bestenfalls News auf dem handy.
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    • redeye70 01.11.2017 09:21
      Highlight Onlinemedien sind auch unschlagbar schnell. Radio ist auch schnell. Bilder und Videos können aber nur die Onlinemedien liefern. Ausserdem ist es äusserst praktisch mit den mobilen Geräten anstelle einer grossformatigen Zeitung. Die Tage der gedruckten Zeitungen sind gezählt, sie werden verschwinden. Ich sehe höchstens noch eine Chance für Sonntagszeitungen. Aber nur mit Themenschwerpunkten statt breiter Information und ausführlicher Hintergrundinformation.
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  • Zeit_Genosse 01.11.2017 05:44
    Highlight So lange online fast alles gratis ist, werden immer weniger für Papier zahlen. Die Monetarisierung im Internet gibt zu wenig her um gleichzeitig eine Redaktion, eine Druckmaschine, Verteilorganisation und Internetportale über schwindende Werbung und Abonnente zu finanzieren. Print muss Online teils auch noch querfinanzieren und damit geht es nicht ohne Synergien und leider auch konsolidierungen. Trotzdem, den Verlagen geht es immer noch erstaunlich gut.
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  • c_meier 01.11.2017 00:45
    Highlight Tamedia hat 2016 einen Reingewinn von 122 Millionen gemacht...
    Und trotzdem nur noch News aus Züri für Berner Zeitung und Bund?
    Nein danke
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    • The Hat Guy 01.11.2017 10:49
      Highlight Ich verstehe das Problem daran nicht, solange es sich nicht um Themen, die von regionaler Bedeutung sind, handelt. Ein Bericht über die politische Lage in Südsudan klingt doch nicht anders, egal ob der jetzt in Zürich oder in Bern geschrieben wurde. Der Journalist, der den Text verfasst kommt ja vielleicht eh aus Luzern, ist zugezogen aus Berlin, oder arbeitet als freier Journalist und lebt eigentlich in Marseille. Das stört mich als Leser ja nicht.
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Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

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