Schweiz

Der Kanton Waadt ist einer der unkomplizierteren Kantone, was die Unterbringung von Flüchtlingen betrifft. 
Bild: KEYSTONE

«In der Schweiz könnten locker 3000 Flüchtlinge bei Privaten platziert werden – damit würden wir pro Jahr 72 Millionen sparen»

Plötzlich bieten gleich mehrere Kantone Hand bei der Platzierung von Flüchtlingen in Familien. Woher dieses Umdenken kommt und welches Potenzial darin steckt, erklärt Stefan Frey von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. 

06.10.15, 08:03 07.10.15, 07:53

Die Kantone wollten lange keine Flüchtlinge bei Privaten platzieren. Jetzt scheint dies plötzlich möglich. Hat tatsächlich ein Umdenken stattgefunden? 
Stefan Frey: Ja. Noch vor einem Jahr waren die Kantone daran nicht interessiert, offenbar war der Leidensdruck zu klein. 

Was heisst das?
Das bedeutet, dass die Kantone bisher genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge hatten. Durch die Neuankömmlinge hat sich die Situation jetzt aber verändert und in Städten, die einen Leerwohnungsbestand von unter einem Prozent haben, gibt es schlicht keinen Platz mehr, um Flüchtlinge unterzubringen. Deshalb ziehen mehrere Kantone nun das Platzieren bei Privaten in Betracht.  

Stefan Frey von der Flüchtlingshilfe.

Diese Städte und Kantone machen mit

Basel-Stadt hat in der Schweiz eine erste offizielle Stelle geschaffen, die Angebote von Freiwilligen für Flüchtlinge koordiniert. Die Kantone Schaffhausen und Freiburg haben bereits einzelne Flüchtlinge bei Familien platziert, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Zudem steht die Schweizerische Flüchtlingshilfe mit den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt in Kontakt. Gemäss Mediensprecher Stefan Frey zeigen auch die Kantone Luzern, Zug und Solothurn Interesse an der Privaten Unterbringung. Weiter hätten die Städte St. Gallen und Zürich angekündigt, Gastfamilienprojekte zu starten. (feb)

Es kursieren verschiedene Zahlen. Wie viele Schweizer Familien haben bisher tatsächlich Flüchtlinge bei sich aufgenommen? 
Wir von der ​Schweizerischen Flüchtlingshilfe konnten bis jetzt bei 15 Familien Flüchtlinge unterbringen. Im Ganzen sind es aber einige mehr. Im Kanton Waadt etwa platzieren wir pro Woche bei mindestens einer Familie Flüchtlinge. Die Westschweizer Kantone sind übrigens einiges unkomplizierter als die Deutschschweizer Kantone. 

«Flüchtlinge, die bei Privaten einen Platz finden, integrieren sich viel schneller.»

Das sind ja extrem wenige. Kann man da wirklich von einem Umdenken sprechen?
Ja, die Zahl ist zugegebenermassen noch tief. Doch bis vor Kurzem war bei uns mit Privaten überhaupt nichts möglich. Unser Asylsystem ist viel zu kompliziert und in jedem Kanton anders. Allerdings haben wir alleine im September 300 Angebote von Privaten erhalten. Dazu kommen 500 Angebote aus den Monaten zuvor.

Wie viel Potenzial hat das Ganze? Was für eine Zahl ist realistisch?
Wir wollen ein Netzwerk mit 500 Privaten aufbauen. ​Dieses Netz soll je nach Bedarf aktiviert und bis zu 1500 Flüchtlinge aufnehmen können. Das Potenzial ist aber noch viel grösser. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass wir in der Schweiz locker 3000 Menschen aus dem Asylwesen bei Privaten einen Platz bieten und sie dadurch besser integrieren könnten. 

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  • 37%Nein
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Warum ist die Integration bei Privaten effektiver?
Weil es wichtig ist, Flüchtlinge sofort zu integrieren. Kommen sie früh zu einer Familie, ist dies einfacher. Sie haben Kontakt zu Einheimischen, sehen, wie man bei uns lebt. Diese Bedingungen sind besser für eine Anstellung. In den Asylzentren hingeben sind sie vor allem am warten und unter sich. In diesem Milieu ist eine rasche Integration schwierig. 

«Das, was jetzt im Gange ist, ist nicht einfach ein kurzfristiger Hype, das ist eine echte Solidaritätswelle.»

Könnten wir damit Geld sparen?
Auf jeden Fall. Die Rechnung ist einfach: Im Kanton Neuenburg, in dem es am meisten Sozialhilfeempfänger gibt, kostet ein Sozialhilfeempfänger pro Monat 2000 Franken. Das macht im Jahr 24'000 Franken pro Person. Ein Flüchtling kostet gleich viel. Bei 3000 Flüchtlingen, die bei Privaten wohnen, könnte die Schweiz einen Betrag von 72 Millionen Franken sparen. ​

Wohin können sich Private wenden, wenn sie Flüchtlinge aufnehmen wollen?
Private aus den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt​ können sich auf unserer Homepage dafür anmelden. Bei den anderen geben die kantonalen Asylkoordinationen Auskunft und in Städten sind es die lokalen Sozialämter.

Wie lange bleiben Flüchtlinge im Durchschnitt bei Privatpersonen?
​Leute, die einen Platz anbieten, sollten sich schon auf einen längeren Zeitraum einrichten. Sechs Monate sind das Minimum, normal bleiben die Flüchtlinge etwa ein Jahr bei den Familien. Bedenkt man, dass bei uns zwei Drittel Mieter sind und nur schwer Flüchtlinge aufnehmen können, ist das, was jetzt im Gange ist, nicht nur ein kurzfristiger Hype, sondern eine echte Solidaritätswelle. 

Was würde dich am meisten interessieren, wenn du mit einer Familie, die einen Flüchtling aufgenommen hat, sprechen könntest? Schreibe deine Fragen in die Kommentare. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madamemimselle 07.10.2015 07:18
    Highlight Dass das Flüchtlingsproblem ein Problem aller und nicht nur des Staates ist, sollte eigentlich klar sein...
    1 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 14:28
    Highlight 3000? Soviele Mitgleider sollte es in der SP noch haben…
    48 7 Melden
  • atomschlaf 06.10.2015 12:25
    Highlight Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, wenn Private, die diese Möglichkeit haben Flüchtlinge aufnehmen. Was mich aber etwas irritiert ist die Aussage betr. Sparpotenzial von 72 Millionen. Ist die Idee von Herrn Frey, dass die Gastgeber auch gleich noch sämtliche Kosten tragen?
    39 0 Melden
    • DerWeise 06.10.2015 15:29
      Highlight Genau, der Staat braucht die Kohle für Steuererleichterungen.
      16 8 Melden
  • mitch01 06.10.2015 11:58
    Highlight Das heisst ein Flüchtling kostet 24000 im Jahr
    6 5 Melden
    • TJ Müller 06.10.2015 13:45
      Highlight Gratulation, du kannst dividieren! Gut aufgepasst in der Schule. Aber leider hast du offensichtlich nicht mal den kurzen Artikel gelesen, denn diese Aussage steht ja schon im Artikel.
      Und was willst du damit überhaupt aussagen?
      10 6 Melden
  • MyAnusIsBleeding 06.10.2015 11:54
    Highlight Private WOLLEN Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen.
    Wo ist da das Problem? Ich sehe nicht ein, was es hier zu meckern gibt, wenn ich gewisse Kommentare hier lese.
    "Der Staat soll dafür schauen...", "Wir sind ja ein reiches Land...", "Gegen Entschädigung..." etc.
    Heilandsack, die Leute machen dies freiwillig! Ist es falsch den Staat zu unterstützen?
    Nun geht es gegen den Winter zu. Ich sehe die Menschen lieber im Warmen als draussen in den Zelten am rumfrieren.

    Btw. die Dame im Bild hat den Tee schon lange getrunken. Sie wartet nur, bis sie das Löffeli in die Maschine verräumen kann ;-)
    14 11 Melden
    • Alnothur 06.10.2015 23:02
      Highlight Nun, du bist hier auf einer linken Newsseite. Und es ist ja bekanntlich quasi das Dogma der Linken, dass der Staat gefälligst für alles aufzukommen hat, gewissen scheint offensichtlich auch das liberale und auch in vielen Religionen bekannte Konzept der Gastfreundschaft bzw. Individualsolidarität fremd zu sein.
      11 3 Melden
  • Hayek1902 06.10.2015 11:21
    Highlight viele sehen hier das Problem, dass private eine aufgabe des staates übernehmen (und diese besser erledigen können). Ich sehe bei diesem beispiel genau der grund, dass wir den staat wieder ordentlich zurückstutzen sollten
    14 5 Melden
    • Kastigator 06.10.2015 11:47
      Highlight Dann viel Glück dabei, deine Strassen selber zu bauen, eine Kleinklasse in deiner Stube zu unterrichten, in deiner Küche eine Demenz- und im Schlafzimmer eine Intensivstation zu führen.
      Oder dann doch nicht?
      Und wie genu willst du den AKW-Rückbau aus dem eigenen Sack finanzieren? Ah, ich vergass - für Subventionen, Kurzarbeitszuschüsse und zum Auffräumen des Drecks, den du und deinesgleichen* in ihrer Gier verursachen, ist der Staat ja dann wieder gut genug.
      -
      *So etwa FDP, gell.
      17 21 Melden
    • Alnothur 06.10.2015 23:03
      Highlight Kastigator, Setzen, Eins.
      5 2 Melden
    • Kastigator 07.10.2015 07:39
      Highlight Und weshalb genau, dziltener? Moubotz, deine Eloquenz macht mich zittern.
      1 6 Melden
  • Kastigator 06.10.2015 11:07
    Highlight Das Asylwesen ist eine staatliche Aufgabe. Oder müssen wir nun auch die Krankenhäuser, Schulen und Strassen selber bauen? Ich befürworte die private Unterbringung - aber selbstverständlich gegen Entschädigung. Zumindest so lange, bis die AKW-Befürworter den Nuklearmüll im eigenen Garten verscharren.
    24 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.10.2015 12:42
      Highlight Ja, bringt die radioaktiven Isotopen zu mir, im Unterschied zu bildungsfernen Schichten aus dem rot-grünen Gutmenschenmilleu, habe ich kein Problem damit.
      Aber die heuchlerischen Schnaps-im-Wasserglas-Trinker können ja mal mit gutem Beispiel vorausgehen und auf jede elektrifizierte Bahnfahrt verzichten… ah Moment: Jetzt kommt bestimmt wieder das Beispiel mit der Wasserkaft. Dumm nur dass diese geistig Unterbelichteten immer noch nicht verstanden haben, wie das Wasser in die Stauseen kommt.
      9 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 10:53
    Highlight Die Flüchtlinge, die kommen werden ja immer Sozialhilfempfänger bleiben. Integration ist das neue Verschleierungswort der Sozialindustrie. Ob sie nun privat oder in einer Sozialwohnung untergebracht sind, verbessert ihre Arbeitsmarktchancen nicht und der Kostenunterschied ist marginal. Man müsste sie bei uns in die Grundschule stecken und in 10 Jahren wären sie ev. Arbeitsmarktfähig im Niedriglohnsektor. Alles was sie sehen ist, wie der Schweizer Wohlstand aussieht, den sie niemals erreichen werden. Für die Schweizer mit ihren ungenutzen Einlegerwohungen in der Agglo ist aber natürlich toll.
    47 31 Melden
    • Kian 06.10.2015 11:06
      Highlight Hast du irgendwelche Belege für deine Behauptungen?
      24 41 Melden
    • olga 06.10.2015 11:20
      Highlight wieso werden die immer sozialhilfeempfänger bleiben? ich kenne ein paar Flüchtlinge, die nach wenigen Jahren richtig gut deutsch gelernt haben und einer arbeitet als Arzt in einem krankenhaus und die auch die anderen zwei sind bestens integriert und haben "normale" berufe! nix sozialhilfe, bitte überdenke deine aussagen nochmal!
      27 29 Melden
    • Oberon 06.10.2015 11:21
      Highlight Eine sehr menschenunwürdige Meinung die du da hast aber tatsächlich eine falsche Aussage.
      18 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 11:21
      Highlight Sogar die Deutsche Sozi-Arbeitsministerin geht von nur 10% Arbeitsmarkfähigkeit der Flüchtlinge aus

      http://www.focus.de/politik/videos/milliarden-fuer-die-integration-nicht-alle-die-kommen-sind-hochqualifiziert-nahles-befuerchtet-arbeitslose-fluechtlinge_id_4939246.html
      32 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 11:46
      Highlight So ist es leider, auch wenn viele diese Fakten nicht wahrhaben wollen, bzw. schönreden.
      30 7 Melden
    • Kastigator 06.10.2015 11:48
      Highlight Ich verstehe nicht, warum watson solche Hetzpostings veröffentlicht. Aber bei Facebook seid ihr immer ganz toll deswegen am Rummösern.
      9 31 Melden
    • Oberon 06.10.2015 11:54
      Highlight @NickR
      Es gibt in unserer Schweiz mindestens einen genau so grossen Prozentsatz an Schweizern die in die kleiche Kategorie fallen. Deshalb schieben wir sie auch nicht ab sondern unterstützen und fördern sie.
      11 19 Melden
    • atomschlaf 06.10.2015 12:22
      Highlight Da sollte man schon ein wenig differenzieren: Für die echten(!) Syrer, die aus einem recht hochentwickelten Land mit einem bedeutenden Mittelstand kommen, dürfte die Integration recht gut möglich sein. Bei den vielen Mitläufern dürfte es dagegen ähnlich übel aussehen wie bei den Eritreern wo nur jeder Neunte nicht von der Sozialhilfe lebt.
      http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Neun-von-zehn-Eritreern-beziehen-Sozialhilfe-20809477
      17 3 Melden
  • DerWeise 06.10.2015 10:44
    Highlight Finde ich ja eigentlich toll

    ...doch vom reichsten Land der Welt erwarte ich eigentlich, dass der Staat diese Staatsaufgabe wahrnimmt und nicht an private weiterreicht.

    Pro Jahr holen wir fast ein Netto-Plus an 100'000 Personen für unsere Wirtschaft, unsere Infrastruktur platzt aus allen Nähten aber bei ein paar tausend Flüchtlingen soll die Last so gross sein, dass Private aushelfen müssen, ein Witz...

    Die Schweiz schwimmt im Geld, besteuert die, die sowieso nicht wissen wohin damit und setzt es sinnvoll ein (z.B. für die Flüchtlingskrise)
    12 13 Melden
    • sobre 06.10.2015 11:10
      Highlight Die reichsten Länder der Welt befindent sich in den
      Emiraten und nicht in Europa. Nur zur Info.
      22 6 Melden
    • DerWeise 06.10.2015 11:37
      Highlight "ke Detail" kennsch?
      1 10 Melden
    • Hierundjetzt 06.10.2015 14:56
      Highlight sobre: Nö, weltweiter Vergleich BIP / Kopf
      1 Luxemburg
      2 Norwegen
      3 Katar
      4 Schweiz
      Nur kleine Länder sind reich. Saudi-Arabien liegt auf Platz 31. noch hinter Italien oder Israel (hehehe)
      7 3 Melden
    • DerWeise 06.10.2015 15:08
      Highlight @sobre

      vor allem ändert deine Pseudo-Klugsch. nichts an meinem Argument, dass es nicht sein kann, dass Private Staatsaufgaben übernehmen und z.B. Flüchtlinge, Obdachlose auf die Gnade von Privaten angewiesen sein müssen....

      Btw: Die Tea Party hätte sicher Gefallen an deinen Positionen
      7 3 Melden
    • sobre 06.10.2015 16:02
      Highlight @DerWeise:

      Gäll, immer die bösen Europäer, welche die anderen Staaten ausbeuten. Darf man etwa nicht fragen, wieso die Emiraten nichts machen.


      Schätzungen des IWF für 2013 (Stand April 2014):

      1 Katar Katar 98.814
      2 Luxemburg Luxembur
      3 Singapur Singapur
      4 Norwegen Norwegen
      5 Brunei Brunei
      6 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
      7 Hongkong Hongkong
      8 Schweiz Schweiz
      9 Kanada Kanada
      10 Australien Australien


      http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/usa-katar-luxemburg-das-sind-die-sieben-reichsten-laender-der-erde_H2043343522_191196/
      4 1 Melden
    • DerWeise 06.10.2015 16:18
      Highlight Na klar... ich stimme mit dir ja überein, aber es war off-topic.

      Zudem, wer als Shia (oder gar Alawit), Christ oder Atheist nach Saudi Aarabien flüchtet, kann auch gleich Selbstmord begehen...
      4 1 Melden
    • sobre 06.10.2015 19:55
      Highlight Das stimmt aber die meistens Flüchtlinge sind Muslimen. Sprache und Kultur passen besser zu den Emiraten.

      8 1 Melden
    • meraxes (1) 07.10.2015 02:22
      Highlight sobre: was hat die Religion mit der Sprache zu tun? hab übrigens als westliche, nicht muslimische Frau mehrmals mit muslimischen Männern gewohnt, und nie Probleme gehabt. jeder hat sich aktiv am WG-Leben beteiligt. nur so zum säge.
      2 6 Melden
  • L Gandi 06.10.2015 10:34
    Highlight Ein Hauptproblem bei der Unterbringung von Flüchtlingen bei Privaten sind nicht fehlende Freiwillige (die SEA kennt bereits 500 Leute die helfen wollen), sondern die bürokratischen Hürden. Diese sind in jedem Kanton anders. Private Unterbringung muss koordiniert werden. Darum will die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) in Absprache mit der Flüchtlingshilfe jemanden anstellen, der die Hilfe koordiniert. Mehr Infos hier: http://www.100-days.net/de/projekt/wohnungen-fuer-fluechtlinge/project
    10 1 Melden
  • geht doch 06.10.2015 09:55
    Highlight Die Bildwahl ist sehr irritierend. Im Text wird darauf nicht Bezug genommen. Was will damit gesagt werden? Etwa:
    - Wie wär's mit einem Flüchtling als gratis-Haushaltskraft?
    - Zurück zu den guten alten Zeiten des Imperialismus?

    Oder haut man einfach ganz unbedarft irgendein Bild rein? Würde mich wirklich interessieren!
    21 5 Melden
    • Felix Burch 06.10.2015 10:04
      Highlight Da in der Schweiz bisher wenige Flüchtlinge in Familien platziert werden konnten, gibt es nicht sehr viele Bilder. Das im Artikel verwendete Foto entstand bei einer Familie im Kanton Waadt, die vorübergehend einen eritreischen Flüchtling aufgenommen hat.
      14 2 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.10.2015 10:50
      Highlight Der Mann isst Kuchen, die Frau schlürft Tee, der Eriträer macht gleich mal den Abwasch, juhee!
      23 7 Melden
    • Kastigator 06.10.2015 11:08
      Highlight Sehr hübsch, andre!
      6 5 Melden
    • Jol Bear 06.10.2015 11:14
      Highlight Ja, dieses Foto bedient nun wirklich allerlei Klischees, weckt Assoziationen längst vergangener Zeit, bis hin zum nickenden Negerlein bei der Kollekte nach dem Gottesdienst. Gut gemeint und löst dennoch ein zweifelhaftes Schmunzeln aus.
      14 4 Melden
    • atomschlaf 06.10.2015 12:28
      Highlight @andre: Hmm... war mir gar nicht aufgefallen. Vielleicht muss ich mir das doch noch mal überlegen mit dem Flüchtling. ;-)
      11 1 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.10.2015 13:00
      Highlight Solange alle zufrieden sind, ist doch das kein Problem mehr heuzutage.
      5 1 Melden
    • Hierundjetzt 06.10.2015 14:58
      Highlight juppieh wir haben einen Fehler im Bild gefunden. Ganz toll! Süper Schwyz. Das der Eritreer sich hilfsbereit zeigen könnte und die Familie im Gegensatz zu den hier anwesenden konkrete Hilfe anbietet, blenden wir vorsätzlich aus und vergiften dieses schöne Ensemble ganz bewusst. Einfach: Wow.
      4 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 09:53
    Highlight Dann soll mal jeder SP Politiker und jeder SP Wähler eine Familie aufnehmen, dann währe das Problem gelöst!
    47 17 Melden
    • Lowend 06.10.2015 10:06
      Highlight Besser noch jeder SVP-Wähler, damit die Fremdenangsthasen merken, dass Flüchtlinge ganz normale Menschen und nicht eine Flut, ein Tsunami, Kriminelle, oder ähnlicher SVP Verängstigungs- und Propaganda-Schwachsinn sind!
      35 44 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 14:32
      Highlight Seltsamerweise werden in den Gutverdienerquartieren, wo all die Sozis wohnen (Bern: Obstberg, Biel/Bienne: Beaumont, Zürich: Berg/Seefeld) nie Durchgangszenter errichtet… wieso wohl?
      17 11 Melden
    • _kokolorix 06.10.2015 15:58
      Highlight Seit wann sind Sozis Gutverdiener? Es gibt da einen Haufen nicht Sozis die wesentlich stärker zulangen. Auch beim Staat -> Mörgeli.
      4 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 16:55
      Highlight Ich kenne keine Sozis, die in der Privatwirtschaft arbeiten. Spital, SBB, Post, Flüchtlingshilfe, Gewerkschaften, Schulen etc. kann man ja nicht ernsthaft als Privatwirtschaft bezeichnen.
      13 2 Melden
  • Roger Gruber 06.10.2015 09:37
    Highlight Gerade die Meldung erhalten, dass in DE eine 81-jährige, alleinstehende Frau aus ihrer langjährigen Wohnung gekündigt wurde, um Flüchtlingen platz zu machen. Viele werden dieser alten Dame noch auf die Strasse folgen. , denn der Ansturm hat erst begonnen. Vielleicht sollte man zuerst die Gutmenschen aus ihren Wohnungen werfen, sie können dann die "Willkommen"-Schilder als Behausung umnutzen. Karton ist ja beliebt bei Obdachlosen.
    37 37 Melden
    • kunubu 06.10.2015 10:08
      Highlight Naja. Einfach so kann ich deinen Post nicht einordnen. Lebt die Dame jetzt wirklich auf der Strasse? Ist sie ev. pflegebedürftig und die Aufgabe des eigenen Haushalts war sowieso nötig?
      Wer weiss?
      10 17 Melden
    • Daniel Caduff 06.10.2015 10:46
      Highlight Jeden Tag werden Mietverträge gekündigt. Aus allen möglichen Gründen. Das ist nun mal ganz einfach das Recht der Wohnungsbesitzer. Sie können sich ja zum Beispiel mal die Frage stellen, welche politischen Kräfte eher im Hauseigentümerverband organisiert sind und welche eher im Mieterverband. Sie könnten sich auch die Frage stellen, wie wohl die von ihnen favorisierte Partei reagieren würde, wenn der Staat den Immobilienbesitzern verbieten würde, jemandem zu kündigen.... Das Wort "Sozialismus" wäre ziemlich schnell zu hören. Ihr Motto scheint zu sein: Markt ja, aber nur, wenn ich gewinne.
      12 17 Melden
    • Zuagroasta 06.10.2015 10:51
      Highlight Roger, bitte einen Link zu der Geschichte posten.
      Die meisten Stories der letzten Wochen hierzu sind teils mehr als nur an den Haaren herbeigezogen, um eine gewisse Stimmung zu erzeugen.
      Rechtlich gesehen ist "Mieter kündigen, dafür Flüchtlinge einquartieren" nicht zulässig.
      1. kündigen wegen Eigenbedarf dürfen nur natürliche Personen
      (keine Gemeinde, usw)
      2. die Grenzen von Eigenbedarf sind sehr eng gesetzt, zum Schutz der Mieter (Familie oder Hausmeister)
      3. da Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen, fällt der Hausmeister raus.
      4. wenn, kann man sich fast kostenlos dagegen wehren
      7 11 Melden
    • 's all good, man! 06.10.2015 11:21
      Highlight Gruber, du langweilst mit deinem Gehetze. Hast die Story auf deiner Facebook-Wall gesehen, weil sie von irgendwelchen Clowns geteilt wurde? Zeig doch mal den Link her, das wird mir ja eine ganz toll vertrauenswürdige Quelle sein (wage ich jetzt einfach mal so zu behaupten...).

      Ah, und Gratulation, hast wieder mal ein «Gutmensch» in die Runde werfen können. Hast du ganz toll gemacht.
      9 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 11:54
      Highlight Solche Fälle gab es auch schon in der Schweiz. Wie z.B.

      http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Wohnung-weg-wegen-Fluechtlingen-26319718

      Es gab auch schon andere Fälle. Also hat das nichts mit Hetze zu tun, Es sind Tatsachen, wenn auch Einzelfälle
      20 3 Melden
    • 's all good, man! 06.10.2015 12:01
      Highlight Sorry, 20min-Links klicke ich aus Prinzip nicht an.
      6 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 12:41
      Highlight @'s all good, man! Sehr schwache Ausrede. Aber das weisst du selber ;)
      19 2 Melden
    • 's all good, man! 06.10.2015 13:01
      Highlight Weiss ich, aber ich lese trotzdem sehr strikte keine 20min. Zudem musste ich gleich essen gehen und hatte keine Zeit mehr, ausführlich zu antworten. ;-)

      Aber tut mir leid, wenn ich auf die Schnelle in Google danach suche, finde ich nur die Story von 20min, irgendwo einen Link auf einen Blick-Artikel und sonst nur welche aus Deutschland. Bring mir seriöse Quellen, dann schaue ich es mir gerne an. Ansonsten kann ich das nicht ernst nehmen, sorry.
      5 17 Melden
    • TJ Müller 06.10.2015 13:55
      Highlight Haha, Quellen? Der Bericht ist nur auf 20min, blick und schweizerkrieger (WTF?) zu finden. Und die berufen sich alle auf die Weltwoche, also alles sehr seriöse Zeitungen... Aber das lustigste ist, dass die verantwortliche Maria Christen eine SVP-Frau ist, die wiederum die Tat mit möglichst günstiger Unterbringung und somit günstigen Steuersätzen rechtfertigt...
      4 12 Melden
    • 's all good, man! 06.10.2015 21:58
      Highlight Danke, TJ Müller. Auf diese seriöse Quelle warten wir wohl noch etwas. Aber ausser ein paar Blitzli zu verteilen kommt da vermutlich nicht mehr allzu viel...
      1 8 Melden
  • f303 06.10.2015 09:10
    Highlight Solidarität hin oder her. Der Staat macht es sich hier doch sehr einfach. Einfach alles auf die Zivilgesellschaft abwälzen. Auch für die Lösung solcher Probleme zahlen wir Steuern. Wenn wir jetzt die Pflege der Flüchtlinge auf eigene Kosten übernehmen, gewinnt nur der Staat, wir zahlen doppelt.
    33 5 Melden
    • kunubu 06.10.2015 09:53
      Highlight Was mir dazu spontan in den Sinn kommt ist folgendes: Wir und der Staat sind eigentlich ein und dasselbe (wenn wir von einer funktionierenden Demokratie ausgehen). Das Argument der schnellen Integration ist für mich schon bestechend. Eine Solche zu erreichen ist für die öffentliche Hand alleine schwierig. Und die fehlende Integration ist ja schliesslich was uns in diesem Zusammenhang am meisten Sorgen macht. Wie auch in anderen Bereichen wäre ein direktes Engagement wichtig. Die Haltung "Ich habe dafür bezahlt, also macht jetzt, dass es mir gut geht.", finde ich problematisch.
      15 2 Melden
    • kunubu 06.10.2015 09:54
      Highlight Betreffend Abwälzung: Das abwälzen der Spekulationsverluste von Banken empfinde ich als viel störender und schädlicher für unser Zusammenleben.
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    • f303 06.10.2015 10:14
      Highlight @ kunubu: Wir sind aber leider in vielen Dingen nicht der Staat (siehe z.B. die Bankenrettung). Nur zu oft geht es um rein wirtschaftliche Interessen. ...auch wenn unsere direkte Demokratie sicher schon näher dran ist als andere Varianten. Ich bin absolut für direktes, persönliches Engagement. Ärgerlich finde ich nur, wenn die Legislative (besser so?) das in ihre finanziellen Planungen einbezieht und alle (Re)aktion zum Thema den Privaten überlässt. Würden die Privaten wenigstens teilweise für ihre Aufnahme und Hilfe entschädigt, wäre es gut. So dient es wiederum nur wirtschaftl. Interessen.
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    • kunubu 06.10.2015 11:17
      Highlight Sehe ich auch so. Dass davon dann diejenigen profitieren, die eh schon genug haben, resp. das Geld anderweitig "verblasen" wird, darf natürlich nicht die Folge sein.
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  • mope 06.10.2015 08:46
    Highlight Stimmt. Wir fangen an mit 80 oder 100 in den Redaktionsräumlichkeiten von Watson. Und wenn jede Redaktorin, jeder Redaktor ein halbes Dutzend mit nach Hause nimmt, ist insgesamt schon einigen Dutzend geholfen. Netter Vorschlag!
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    • Kian 06.10.2015 09:01
      Highlight Wetten dass all diese Leute, die zur Unterbringung von Flüchtlingen bereit sind, dies unabhäbgig davon tun, wer es ihnen gleich tut?
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    • sadibe 06.10.2015 09:14
      Highlight ... und jeder Helfer erhält dann von der Schweizer Illustrierten eine Rose überreicht...
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    • Datsyuk * 06.10.2015 09:26
      Highlight Ach, Mope. Wenn ich so etwas lese, weiss ich gar nicht was ich schreiben soll..
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    • Roger Gruber 06.10.2015 10:12
      Highlight Kian, sage doch mal, ob du auch bereit bist, Flüchtlinge bei dir aufzunehmen. Und wann du das zu tun gedenkst. Oder hast du keinen Platz bei dir? Vielleicht passt das nicht in deinen Tagesablauf? Das würde dann aber bedeuten, dass du (und watson) quasi Werbung macht für etwas, das ihr selber dann doch nicht so toll findet. Bitte committe dich!
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    • Datsyuk * 06.10.2015 10:47
      Highlight Es ist doch egal, was Kian macht. Es geht darum, dass es Leute gibt, die dies tun wollen.
      Nur weil du anscheinend keine Lust darauf hast, Flüchtlinge privat aufzunehmen, musst du dies nicht auch Kian vorwerfen.
      Deine Reaktion auf den Artikel finde ich absurd.
      Der Verfasser zeigt, wie man Flüchtlingen helfen kann. Weshalb ist das schlecht? Oder weshalb reagierst du so negativ darauf?
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    • _kokolorix 06.10.2015 16:05
      Highlight Hier wird wieder einmal mit unterster Schublade argumentiert:
      Wenn Du nicht mindestens einen Flüchtling bei Dir aufnimmst, bist Du aber ein böser Gutmensch und darfst nichts mehr zum Thema sagen!
      Die SVP sagt schliesslich auch nie konkret wie sie sich die bis zum erbrechen zitierte 'Hilfe vor Ort' vorstellt.
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  • Gelöschter Benutzer 06.10.2015 08:17
    Highlight Das Keystone Bild vermittelt nicht gerade das Idealbild vom Zusammenleben: Während die Gastgeber Kuchen essen, räumt der Flüchtling die Geschirrspülmaschine.
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    • UNO1 06.10.2015 09:11
      Highlight Vom Tellerwäscher zum Millionär. ;)
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    • Päsu 06.10.2015 09:14
      Highlight Stimmt, der junge Herr sieht auch arg ausgebeutet aus... Hallo, was soll den der Stuss? Das ist nur ein Symbolbild!
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    • Don Quijote 06.10.2015 09:25
      Highlight Genau mein erster Gedanke...
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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