Schweiz
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L'erythreen Morad Essa, droite, Alain Christen, centre, et Anick Christen, gauche, sont pris en photo ce jeudi 16 april 2015 a Lully. Anick et Alain Christen accueillent chez eux et leurs enfants, a domicile, l'erythreen. Cette experience pilotee sur sol vaudois inaugure un projet de l'organisation suisse d'aide aux refugies (OSAR), l'hebergement de requerants d'asile organise chez des particuliers. L'etablissement vaudois d'accueil des migrants (EVAM) est un partenaire de la premiere heure. L'objectif principal de cette demarche consiste a faciliter et accelerer l'integration des migrants qui resteront durablement en Suisse. (KEYSTONE/Christian Brun)

Der Kanton Waadt ist einer der unkomplizierteren Kantone, was die Unterbringung von Flüchtlingen betrifft. 
Bild: KEYSTONE

«In der Schweiz könnten locker 3000 Flüchtlinge bei Privaten platziert werden – damit würden wir pro Jahr 72 Millionen sparen»

Plötzlich bieten gleich mehrere Kantone Hand bei der Platzierung von Flüchtlingen in Familien. Woher dieses Umdenken kommt und welches Potenzial darin steckt, erklärt Stefan Frey von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. 



Die Kantone wollten lange keine Flüchtlinge bei Privaten platzieren. Jetzt scheint dies plötzlich möglich. Hat tatsächlich ein Umdenken stattgefunden? 
Stefan Frey: Ja. Noch vor einem Jahr waren die Kantone daran nicht interessiert, offenbar war der Leidensdruck zu klein. 

Was heisst das?
Das bedeutet, dass die Kantone bisher genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge hatten. Durch die Neuankömmlinge hat sich die Situation jetzt aber verändert und in Städten, die einen Leerwohnungsbestand von unter einem Prozent haben, gibt es schlicht keinen Platz mehr, um Flüchtlinge unterzubringen. Deshalb ziehen mehrere Kantone nun das Platzieren bei Privaten in Betracht.  

Stefan Frey

Stefan Frey von der Flüchtlingshilfe.

Diese Städte und Kantone machen mit

Basel-Stadt hat in der Schweiz eine erste offizielle Stelle geschaffen, die Angebote von Freiwilligen für Flüchtlinge koordiniert. Die Kantone Schaffhausen und Freiburg haben bereits einzelne Flüchtlinge bei Familien platziert, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Zudem steht die Schweizerische Flüchtlingshilfe mit den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt in Kontakt. Gemäss Mediensprecher Stefan Frey zeigen auch die Kantone Luzern, Zug und Solothurn Interesse an der Privaten Unterbringung. Weiter hätten die Städte St. Gallen und Zürich angekündigt, Gastfamilienprojekte zu starten. (feb)

Es kursieren verschiedene Zahlen. Wie viele Schweizer Familien haben bisher tatsächlich Flüchtlinge bei sich aufgenommen? 
Wir von der ​Schweizerischen Flüchtlingshilfe konnten bis jetzt bei 15 Familien Flüchtlinge unterbringen. Im Ganzen sind es aber einige mehr. Im Kanton Waadt etwa platzieren wir pro Woche bei mindestens einer Familie Flüchtlinge. Die Westschweizer Kantone sind übrigens einiges unkomplizierter als die Deutschschweizer Kantone. 

«Flüchtlinge, die bei Privaten einen Platz finden, integrieren sich viel schneller.»

Das sind ja extrem wenige. Kann man da wirklich von einem Umdenken sprechen?
Ja, die Zahl ist zugegebenermassen noch tief. Doch bis vor Kurzem war bei uns mit Privaten überhaupt nichts möglich. Unser Asylsystem ist viel zu kompliziert und in jedem Kanton anders. Allerdings haben wir alleine im September 300 Angebote von Privaten erhalten. Dazu kommen 500 Angebote aus den Monaten zuvor.

Wie viel Potenzial hat das Ganze? Was für eine Zahl ist realistisch?
Wir wollen ein Netzwerk mit 500 Privaten aufbauen. ​Dieses Netz soll je nach Bedarf aktiviert und bis zu 1500 Flüchtlinge aufnehmen können. Das Potenzial ist aber noch viel grösser. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass wir in der Schweiz locker 3000 Menschen aus dem Asylwesen bei Privaten einen Platz bieten und sie dadurch besser integrieren könnten. 

Umfrage

Wärst du bereit, vorübergehend einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie bei dir aufzunehmen?

  • Abstimmen

2,186 Votes zu: Wärst du bereit, vorübergehend einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie bei dir aufzunehmen?

  • 24%Ja
  • 31%Leider fehlt mir der Platz
  • 37%Nein
  • 7%Weiss nicht

Warum ist die Integration bei Privaten effektiver?
Weil es wichtig ist, Flüchtlinge sofort zu integrieren. Kommen sie früh zu einer Familie, ist dies einfacher. Sie haben Kontakt zu Einheimischen, sehen, wie man bei uns lebt. Diese Bedingungen sind besser für eine Anstellung. In den Asylzentren hingeben sind sie vor allem am warten und unter sich. In diesem Milieu ist eine rasche Integration schwierig. 

«Das, was jetzt im Gange ist, ist nicht einfach ein kurzfristiger Hype, das ist eine echte Solidaritätswelle.»

Könnten wir damit Geld sparen?
Auf jeden Fall. Die Rechnung ist einfach: Im Kanton Neuenburg, in dem es am meisten Sozialhilfeempfänger gibt, kostet ein Sozialhilfeempfänger pro Monat 2000 Franken. Das macht im Jahr 24'000 Franken pro Person. Ein Flüchtling kostet gleich viel. Bei 3000 Flüchtlingen, die bei Privaten wohnen, könnte die Schweiz einen Betrag von 72 Millionen Franken sparen. ​

Wohin können sich Private wenden, wenn sie Flüchtlinge aufnehmen wollen?
Private aus den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt​ können sich auf unserer Homepage dafür anmelden. Bei den anderen geben die kantonalen Asylkoordinationen Auskunft und in Städten sind es die lokalen Sozialämter.

Wie lange bleiben Flüchtlinge im Durchschnitt bei Privatpersonen?
​Leute, die einen Platz anbieten, sollten sich schon auf einen längeren Zeitraum einrichten. Sechs Monate sind das Minimum, normal bleiben die Flüchtlinge etwa ein Jahr bei den Familien. Bedenkt man, dass bei uns zwei Drittel Mieter sind und nur schwer Flüchtlinge aufnehmen können, ist das, was jetzt im Gange ist, nicht nur ein kurzfristiger Hype, sondern eine echte Solidaritätswelle. 

Was würde dich am meisten interessieren, wenn du mit einer Familie, die einen Flüchtling aufgenommen hat, sprechen könntest? Schreibe deine Fragen in die Kommentare. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madamemimselle 07.10.2015 07:18
    Highlight Highlight Dass das Flüchtlingsproblem ein Problem aller und nicht nur des Staates ist, sollte eigentlich klar sein...
  • atomschlaf 06.10.2015 12:25
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, wenn Private, die diese Möglichkeit haben Flüchtlinge aufnehmen. Was mich aber etwas irritiert ist die Aussage betr. Sparpotenzial von 72 Millionen. Ist die Idee von Herrn Frey, dass die Gastgeber auch gleich noch sämtliche Kosten tragen?
    • DerWeise 06.10.2015 15:29
      Highlight Highlight Genau, der Staat braucht die Kohle für Steuererleichterungen.
  • mitch01 06.10.2015 11:58
    Highlight Highlight Das heisst ein Flüchtling kostet 24000 im Jahr
    • TJ Müller 06.10.2015 13:45
      Highlight Highlight Gratulation, du kannst dividieren! Gut aufgepasst in der Schule. Aber leider hast du offensichtlich nicht mal den kurzen Artikel gelesen, denn diese Aussage steht ja schon im Artikel.
      Und was willst du damit überhaupt aussagen?
  • MyAnusIsBleeding 06.10.2015 11:54
    Highlight Highlight Private WOLLEN Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen.
    Wo ist da das Problem? Ich sehe nicht ein, was es hier zu meckern gibt, wenn ich gewisse Kommentare hier lese.
    "Der Staat soll dafür schauen...", "Wir sind ja ein reiches Land...", "Gegen Entschädigung..." etc.
    Heilandsack, die Leute machen dies freiwillig! Ist es falsch den Staat zu unterstützen?
    Nun geht es gegen den Winter zu. Ich sehe die Menschen lieber im Warmen als draussen in den Zelten am rumfrieren.

    Btw. die Dame im Bild hat den Tee schon lange getrunken. Sie wartet nur, bis sie das Löffeli in die Maschine verräumen kann ;-)
    • Alnothur 06.10.2015 23:02
      Highlight Highlight Nun, du bist hier auf einer linken Newsseite. Und es ist ja bekanntlich quasi das Dogma der Linken, dass der Staat gefälligst für alles aufzukommen hat, gewissen scheint offensichtlich auch das liberale und auch in vielen Religionen bekannte Konzept der Gastfreundschaft bzw. Individualsolidarität fremd zu sein.
  • Hayek1902 06.10.2015 11:21
    Highlight Highlight viele sehen hier das Problem, dass private eine aufgabe des staates übernehmen (und diese besser erledigen können). Ich sehe bei diesem beispiel genau der grund, dass wir den staat wieder ordentlich zurückstutzen sollten
    • Kastigator 06.10.2015 11:47
      Highlight Highlight Dann viel Glück dabei, deine Strassen selber zu bauen, eine Kleinklasse in deiner Stube zu unterrichten, in deiner Küche eine Demenz- und im Schlafzimmer eine Intensivstation zu führen.
      Oder dann doch nicht?
      Und wie genu willst du den AKW-Rückbau aus dem eigenen Sack finanzieren? Ah, ich vergass - für Subventionen, Kurzarbeitszuschüsse und zum Auffräumen des Drecks, den du und deinesgleichen* in ihrer Gier verursachen, ist der Staat ja dann wieder gut genug.
      -
      *So etwa FDP, gell.
    • Alnothur 06.10.2015 23:03
      Highlight Highlight Kastigator, Setzen, Eins.
    • Kastigator 07.10.2015 07:39
      Highlight Highlight Und weshalb genau, dziltener? Moubotz, deine Eloquenz macht mich zittern.
  • Kastigator 06.10.2015 11:07
    Highlight Highlight Das Asylwesen ist eine staatliche Aufgabe. Oder müssen wir nun auch die Krankenhäuser, Schulen und Strassen selber bauen? Ich befürworte die private Unterbringung - aber selbstverständlich gegen Entschädigung. Zumindest so lange, bis die AKW-Befürworter den Nuklearmüll im eigenen Garten verscharren.
  • DerWeise 06.10.2015 10:44
    Highlight Highlight Finde ich ja eigentlich toll

    ...doch vom reichsten Land der Welt erwarte ich eigentlich, dass der Staat diese Staatsaufgabe wahrnimmt und nicht an private weiterreicht.

    Pro Jahr holen wir fast ein Netto-Plus an 100'000 Personen für unsere Wirtschaft, unsere Infrastruktur platzt aus allen Nähten aber bei ein paar tausend Flüchtlingen soll die Last so gross sein, dass Private aushelfen müssen, ein Witz...

    Die Schweiz schwimmt im Geld, besteuert die, die sowieso nicht wissen wohin damit und setzt es sinnvoll ein (z.B. für die Flüchtlingskrise)
    • sobre 06.10.2015 11:10
      Highlight Highlight Die reichsten Länder der Welt befindent sich in den
      Emiraten und nicht in Europa. Nur zur Info.
    • DerWeise 06.10.2015 11:37
      Highlight Highlight "ke Detail" kennsch?
    • Hierundjetzt 06.10.2015 14:56
      Highlight Highlight sobre: Nö, weltweiter Vergleich BIP / Kopf
      1 Luxemburg
      2 Norwegen
      3 Katar
      4 Schweiz
      Nur kleine Länder sind reich. Saudi-Arabien liegt auf Platz 31. noch hinter Italien oder Israel (hehehe)
    Weitere Antworten anzeigen
  • L Gandi 06.10.2015 10:34
    Highlight Highlight Ein Hauptproblem bei der Unterbringung von Flüchtlingen bei Privaten sind nicht fehlende Freiwillige (die SEA kennt bereits 500 Leute die helfen wollen), sondern die bürokratischen Hürden. Diese sind in jedem Kanton anders. Private Unterbringung muss koordiniert werden. Darum will die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) in Absprache mit der Flüchtlingshilfe jemanden anstellen, der die Hilfe koordiniert. Mehr Infos hier: http://www.100-days.net/de/projekt/wohnungen-fuer-fluechtlinge/project
  • geht doch 06.10.2015 09:55
    Highlight Highlight Die Bildwahl ist sehr irritierend. Im Text wird darauf nicht Bezug genommen. Was will damit gesagt werden? Etwa:
    - Wie wär's mit einem Flüchtling als gratis-Haushaltskraft?
    - Zurück zu den guten alten Zeiten des Imperialismus?

    Oder haut man einfach ganz unbedarft irgendein Bild rein? Würde mich wirklich interessieren!
    • Felix Burch 06.10.2015 10:04
      Highlight Highlight Da in der Schweiz bisher wenige Flüchtlinge in Familien platziert werden konnten, gibt es nicht sehr viele Bilder. Das im Artikel verwendete Foto entstand bei einer Familie im Kanton Waadt, die vorübergehend einen eritreischen Flüchtling aufgenommen hat.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.10.2015 10:50
      Highlight Highlight Der Mann isst Kuchen, die Frau schlürft Tee, der Eriträer macht gleich mal den Abwasch, juhee!
    • Kastigator 06.10.2015 11:08
      Highlight Highlight Sehr hübsch, andre!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roger Gruber 06.10.2015 09:37
    Highlight Highlight Gerade die Meldung erhalten, dass in DE eine 81-jährige, alleinstehende Frau aus ihrer langjährigen Wohnung gekündigt wurde, um Flüchtlingen platz zu machen. Viele werden dieser alten Dame noch auf die Strasse folgen. , denn der Ansturm hat erst begonnen. Vielleicht sollte man zuerst die Gutmenschen aus ihren Wohnungen werfen, sie können dann die "Willkommen"-Schilder als Behausung umnutzen. Karton ist ja beliebt bei Obdachlosen.
    • kunubu 06.10.2015 10:08
      Highlight Highlight Naja. Einfach so kann ich deinen Post nicht einordnen. Lebt die Dame jetzt wirklich auf der Strasse? Ist sie ev. pflegebedürftig und die Aufgabe des eigenen Haushalts war sowieso nötig?
      Wer weiss?
    • Daniel Caduff 06.10.2015 10:46
      Highlight Highlight Jeden Tag werden Mietverträge gekündigt. Aus allen möglichen Gründen. Das ist nun mal ganz einfach das Recht der Wohnungsbesitzer. Sie können sich ja zum Beispiel mal die Frage stellen, welche politischen Kräfte eher im Hauseigentümerverband organisiert sind und welche eher im Mieterverband. Sie könnten sich auch die Frage stellen, wie wohl die von ihnen favorisierte Partei reagieren würde, wenn der Staat den Immobilienbesitzern verbieten würde, jemandem zu kündigen.... Das Wort "Sozialismus" wäre ziemlich schnell zu hören. Ihr Motto scheint zu sein: Markt ja, aber nur, wenn ich gewinne.
    • 's all good, man! 06.10.2015 11:21
      Highlight Highlight Gruber, du langweilst mit deinem Gehetze. Hast die Story auf deiner Facebook-Wall gesehen, weil sie von irgendwelchen Clowns geteilt wurde? Zeig doch mal den Link her, das wird mir ja eine ganz toll vertrauenswürdige Quelle sein (wage ich jetzt einfach mal so zu behaupten...).

      Ah, und Gratulation, hast wieder mal ein «Gutmensch» in die Runde werfen können. Hast du ganz toll gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • f303 06.10.2015 09:10
    Highlight Highlight Solidarität hin oder her. Der Staat macht es sich hier doch sehr einfach. Einfach alles auf die Zivilgesellschaft abwälzen. Auch für die Lösung solcher Probleme zahlen wir Steuern. Wenn wir jetzt die Pflege der Flüchtlinge auf eigene Kosten übernehmen, gewinnt nur der Staat, wir zahlen doppelt.
    • kunubu 06.10.2015 09:53
      Highlight Highlight Was mir dazu spontan in den Sinn kommt ist folgendes: Wir und der Staat sind eigentlich ein und dasselbe (wenn wir von einer funktionierenden Demokratie ausgehen). Das Argument der schnellen Integration ist für mich schon bestechend. Eine Solche zu erreichen ist für die öffentliche Hand alleine schwierig. Und die fehlende Integration ist ja schliesslich was uns in diesem Zusammenhang am meisten Sorgen macht. Wie auch in anderen Bereichen wäre ein direktes Engagement wichtig. Die Haltung "Ich habe dafür bezahlt, also macht jetzt, dass es mir gut geht.", finde ich problematisch.
    • kunubu 06.10.2015 09:54
      Highlight Highlight Betreffend Abwälzung: Das abwälzen der Spekulationsverluste von Banken empfinde ich als viel störender und schädlicher für unser Zusammenleben.
    • f303 06.10.2015 10:14
      Highlight Highlight @ kunubu: Wir sind aber leider in vielen Dingen nicht der Staat (siehe z.B. die Bankenrettung). Nur zu oft geht es um rein wirtschaftliche Interessen. ...auch wenn unsere direkte Demokratie sicher schon näher dran ist als andere Varianten. Ich bin absolut für direktes, persönliches Engagement. Ärgerlich finde ich nur, wenn die Legislative (besser so?) das in ihre finanziellen Planungen einbezieht und alle (Re)aktion zum Thema den Privaten überlässt. Würden die Privaten wenigstens teilweise für ihre Aufnahme und Hilfe entschädigt, wäre es gut. So dient es wiederum nur wirtschaftl. Interessen.
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  • mope 06.10.2015 08:46
    Highlight Highlight Stimmt. Wir fangen an mit 80 oder 100 in den Redaktionsräumlichkeiten von Watson. Und wenn jede Redaktorin, jeder Redaktor ein halbes Dutzend mit nach Hause nimmt, ist insgesamt schon einigen Dutzend geholfen. Netter Vorschlag!
    • Kian 06.10.2015 09:01
      Highlight Highlight Wetten dass all diese Leute, die zur Unterbringung von Flüchtlingen bereit sind, dies unabhäbgig davon tun, wer es ihnen gleich tut?
    • sadibe 06.10.2015 09:14
      Highlight Highlight ... und jeder Helfer erhält dann von der Schweizer Illustrierten eine Rose überreicht...
    • Datsyuk * 06.10.2015 09:26
      Highlight Highlight Ach, Mope. Wenn ich so etwas lese, weiss ich gar nicht was ich schreiben soll..
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