Schweiz
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Schweiz gewährt vier ägyptischen Christen Zuflucht – ihnen drohten 5 Jahre Knast wegen eines Handyvideos



Die Geschichte ging um die Welt: Vier ägyptische Teenager der christlichen Minderheit mussten sich wegen eines Handyvideos vor Gericht verantworten. Die Anklage: Beleidigung des Islams. Seit letzter Woche befinden sich Albir Shehata (17), Klenton Fargalla (18), Moller Yasa (17) und Bassem Younan (17) in Sicherheit. In Thun im Berner Oberland. Aber alles der Reihe nach.

Mit diesem harmlosen Video fing alles an:

Es entstand am 14. Februar 2015 und zeigt die vier Jugendlichen beim Herumalbern während eines Schulausflugs. Albir scheint ein islamisches Gebet zu verrichten, Bassem tut so, als würde er ihm die Kehle durchschneiden. Klenton, Moller und ein Fünfter lachen. Ihr Lehrer filmt die Szene mit seinem Telefon. So weit, so harmlos.

Wie das Video an die Öffentlichkeit gelangte, ist nicht restlos geklärt. Zu Beginn hiess es, der Lehrer habe es auf Facebook gepostet. Laut einer anderen Version verlegte er sein Telefon. Später fand es jemand im Dorf, spielte das Video ab und erhielt den Eindruck, dass sich die jungen Christen über Muslime lustig machen.

Die vier wurden zu Hause belagert

Die Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Irgendeiner dichtete noch dazu, dass ein Koran geschändet worden sei, ein anderer, das Video sei nur ein kurzer Ausschnitt aus einem stündigen Film. Die vier waren ihres Lebens nicht mehr sicher und mussten sich zu Hause verstecken, während draussen ein muslimischer Mob wütete. Selbst aus Nachbardörfern kamen sie angereist und attackierten jeden Kopten, der ihnen begegnete.

«Ich hörte die Leute darüber streiten, wem die Gnade und Ehre zuteil würde, mich zu töten. Oder ob sie es alle tun sollten und sich die Gnade teilen würden.»

Albir Shehata quelle: morning star news

Als die Proteste nachliessen, gingen sie zum Bürgermeister, der sie in Begleitung von Soldaten zur Polizei schickte. Er hatte sie im Glauben gelassen, dass sie eine Ermahnung erhalten und anschliessend nach Hause geschickt würden. Stattdessen wurden sie verhört, geschlagen und anschliessend eingesperrt. Im Gefängnis gingen die Misshandlungen weiter, diesmal von anderen Insassen, angestachelt von den Wärtern.

Fünf Jahre wegen Blasphemie

Zu Prozessbeginn kamen sie gegen eine Kaution von 10'000 ägyptischen Pfund (umgerechnet 1100 Franken) pro Person frei. Zu diesem Zweitpunkt hatten sie über 50 Tage in Haft verbracht. Aus Angst kehrten sie nicht in ihr Dorf zurück, sondern tauchten unter. Zwei in Sharm el Sheikh, einer in Hurghada und einer in Kairo. Unterstützung erfuhren sie kaum, auch nicht von Kopten, weil die sich zu sehr fürchteten.

Aus ihren Verstecken erfuhren sie, wie ihr Verteidiger vor Gericht argumentierte: Sie hätten sich nicht über den Islam, sondern über den «IS» lustig gemacht. Dieser hatte zwei Tage, bevor das Video entstand, Aufnahmen veröffentlicht, auf denen seine Kämpfer in Libyen 21 christliche Kopten enthaupten. Die vier streiten dies vehement ab.

Dann am 25. Februar dieses Jahres kam das niederschmetternde Urteil: Fünf Jahre Gefängnis wegen Verstoss gegen Artikel 98f des ägyptischen Strafgesetzbuches, das sogenannte Blasphemie-Gesetz. Mit dem Video hatten die vier Teenager den Islam beleidigt. Laut dem Anwalt hatte der zuständige Richter das Video nicht einmal angeschaut. 

Flucht über Istanbul in die Schweiz

Für die Eltern war der Fall klar, dass ihre Kinder das Land verlassen müssen: In Ägypten müssen erstinstanzlich Verurteilte bereits während des Berufungsverfahrens hinter Gitter. Doch bis dieses abgeschlossen ist, können Jahre vergehen. Im April flohen die vier jungen Kopten in die Türkei, vermutlich mit Unterstützung christlicher Hilfsorganisationen.

In Istanbul waren sie zunächst in Sicherheit, erlebten allerdings auch dort Diskriminierung wegen ihres christlichen Glaubens. Während sie bei der UNO offiziell um Flüchtlingsstatus baten, beantragten Hilfsorganisationen parallel in mehreren Ländern Einreisevisa, damit sie dort einen ordentlichen Asylantrag stellen können.

An Egyptian Coptic Christian girl carries palm decoration during Palm Sunday inside a church in Old Cairo, April 5, 2015.  REUTERS/Asmaa Waguih

Koptinnen am Palmsonntag in einer Kirche in Kairo (2015). Bild: ASMAA WAGUIH/REUTERS

«Einige Länder baten um Zeit, andere lehnten ab – die Schweiz hingegen sagte schnell zu», bestätigt Daniel Hoffman von Middle East Concern (MEC) auf Anfrage von watson. Das in London beheimatete Hilfswerk setzt sich für verfolgte Christen im Nahen Osten ein und kümmerte sich um die vier Teenager in Istanbul. 

Die vier Kopten vor dem Abflug in die Schweiz.

Das Botschaftsasyl wurde 2013 abgeschafft, doch die vier Jugendlichen nutzten die kleine Hintertür, die offen geblieben ist: In Ausnahmefällen können Verfolgte im Ausland bei einer Schweizer Vertretung um ein humanitäres Einreisevisum bitten, damit in die Schweiz reisen und dort ein offizielles Asylgesuch stellen. Aufgrund des unsäglichen Unrechts, das ihnen bereits angetan worden war und weiter drohte und wohl auch wegen ihres jugendlichen Alters bewilligte das Staatssekretariat für Migration (SEM) den Antrag der Schweizer Vertretung in Istanbul.

Auf Schweizer Seite war die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit von der Schweizerischen Evangelischen Allianz federführend. Sie vermittelte auch die beiden Gastfamilien, bei denen die vier Kopten nun wohnen. Gegenüber watson erklärt ihr Präsident, wie es dazu kam:

«Im Sommer hatten sich zwei Familien aus dem Berner Oberland bei uns gemeldet. Sie wollten dem Flüchtlingsdrama nicht teilnahmslos zusehen, sondern sich engagieren und Flüchtlinge bei sich aufnehmen, egal welchen Hintergrunds. Nach einem Augenschein vor Ort, wo die Flüchtlinge untergebracht würden, verblieben wir so, dass wir uns melden würden. Das passierte bereits wenige Tage später, als sich abzeichnete, dass die vier jungen Ägypter wirklich in die Schweiz kommen dürfen. Wir begannen zu planen und jetzt sind sie da.»

Linus Pfister, Präsident Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit

Und so endete am 1. September 2016 die Flucht von Albir, Klenton, Moller und Bassem mit der Landung in Zürich. Ihre Chancen, im ordentlichen Asylverfahren als Flüchtlinge anerkannt zu werden, stehen gut. «Ich bin sehr glücklich», sagte Albir Shehata vor dem Abflug nach Zürich einem Reporter der christlichen News-Website Morning Star News. «Ich habe die Chance auf ein besseres Leben als in Ägypten, wo meine Zukunft ruiniert ist. In der Schweiz bekomme ich eine zweite Chance.»

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91Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MrBlack 07.09.2016 02:20
    Highlight Highlight Mein Kommentar.
    Benutzer Bild
    • Rabbi Jussuf 07.09.2016 12:22
      Highlight Highlight Quark vom Feinsten!
    • Rabbi Jussuf 07.09.2016 13:12
      Highlight Highlight In welchem Land werden Muslime unterdrückt? (ausser in muslimischen Ländern)
      Stimmt schon, dass in politisch instabilen und ärmeren Ländern extremistische Strömungen durchsetzen. Was aber ist mit SA, Kuweit, etc, das sind alles keine armen Länder und politisch sind sie auch (noch) stabil.
      Christliche Fundamentalisten stehen in keinem Verhältnis zu islamischen Fundamentalisten, gemessen an der jeweiligen Landesbevölkerung.
      Und schon mal überlegt, warum ausgerechnet in praktisch allen islamischen Ländern die Wirtschaft nicht funktioniert, keine Fortschritte erzielt werden, etc?
      Nein?
    • MrBlack 07.09.2016 16:08
      Highlight Highlight Viele Kommentatoren hier würden Muslime gerne weniger Rechte einräumen, als allen Anderen.
      Vielleicht sollte ich das noch um Monarchien und Diktaturen ergänzen.
      Es gibt einen Unterschied zwischen kausalen Zusammenhängen & Korrelationen. Meiner Meinung nach geht es mehr darum, ob Kirche und Staat voneinander getrennt sind oder nicht.
  • Lichtblau 06.09.2016 22:25
    Highlight Highlight Wie kommt's, dass ich allein beim Anblick der vier Jungs vermute, dass die hier eher wenige Probleme machen werden?
  • Nevermind 06.09.2016 21:58
    Highlight Highlight Hat schon jemand erwähnt, dass die sich vermutlich absichtlich strafbar gemacht haben um hier bei uns Asyl zu erschleichen?
    • Saraina 06.09.2016 22:52
      Highlight Highlight Eine gute Idee wäre das auf jeden Fall, angesichts der Zustände in Ägypten. Journalisten bekommen dort gerne mal 10 Jahre dafür, dass sie unabhängig berichten.
  • dommen 06.09.2016 14:58
    Highlight Highlight Die Welt wäre deutlich besser dran, gäbe es keine Religionen.
  • Stefanie16 06.09.2016 12:00
    Highlight Highlight Diese Aufnahme von Verfolgten finde ich vorbehaltlos gut. Bravo Schweiz!
  • elivi 06.09.2016 11:40
    Highlight Highlight es mach schon sinn staat und religion zu trennen ...
    • Too Scoop 06.09.2016 13:44
      Highlight Highlight Kommentar des Tages, super danke!
  • Madison Pierce 06.09.2016 10:58
    Highlight Highlight Die Aufnahme der vier Christen ist nur ein erster Schritt. Es ist scheinheilig, Leuten Asyl zu gewähren, weil sie in einem Unrechtsstaat verfolgt werden, aber dem Land gleichzeitig Waffen zu liefern, als wäre es eine Vorzeigedemokratie.

    Wenn Flüchtlinge aus Ägypten, dann ist fertig mit Waffen- und anderen Warenlieferungen und auch mit Tourismus.
  • atomschlaf 06.09.2016 10:51
    Highlight Highlight Und trotzdem lassen wir weiterhin Massen von Menschen nach Europa einwandern, die gleich ticken wie die Verfolger der vier Jungs!
    • Kian 06.09.2016 11:15
      Highlight Highlight Nicht alle Muslime ticken gleich. Wusstest du das nicht atomschlaf?
    • Emperor 06.09.2016 11:25
      Highlight Highlight Kin das kann nicht stimmen, die SVP und die AFD sagen das anders und was die sagen muss stimmen!
    • atomschlaf 06.09.2016 11:43
      Highlight Highlight @Kian: Nein, nicht alle Muslime ticken gleich. Aber bekanntlich werden in Europa auch konservative, strenggläubige Muslime geduldet.
      Wäre dem nicht so, müssten wir nicht über Burkas, Burkinis, Kopftücher und Handschlag diskutieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • jones 06.09.2016 10:38
    Highlight Highlight "Die Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Irgendeiner dichtete noch dazu, dass e̶̶i̶̶n̶̶ ̶̶K̶̶o̶̶r̶̶a̶̶n̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶s̶̶c̶̶h̶̶ä̶̶n̶̶d̶̶e̶̶t̶ eine Frau vergewaltigt worden sei, ein anderer, das Video sei nur ein kurzer Ausschnitt aus einem stündigen Film. Die vier waren ihres Lebens nicht mehr sicher und mussten sich z̶̶u̶̶ ̶̶H̶̶a̶̶u̶̶s̶̶e̶ im Heim verstecken, während draussen ein m̶̶u̶̶s̶̶l̶̶i̶̶m̶̶i̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶r̶ besorgter Mob wütete. Selbst aus Nachbardörfern kamen sie angereist und attackierten jeden K̶̶o̶̶p̶̶t̶̶e̶̶n̶ Ausländer, der ihnen begegnete"
    Selbes Spiel, andere Arschlöcher
    • Anded 06.09.2016 11:07
      Highlight Highlight Vergewaltigung vs. Koranschändung, not quite the same. Klar geht es in beidem um erfundene Vorwürfe, aber trotzdem...
    • Emperor 06.09.2016 11:29
      Highlight Highlight bis auf den Fakt, dass unsere Justiz und Polizei noch versuchen einen anständigen Job zu machen und nicht einfach verurteilen ohne Beweise.

      Zum Glück regiert hier nicht der Mob...
    • jones 06.09.2016 13:53
      Highlight Highlight Das wollte ich damit auch nicht sagen. Sondern: Diejenigen, welche in den Kommentarspalten bei dieser Geschichte rumwüten vonwegen "bösartige Muslime" sind oft die selben, welche ohne Quellencheck die an-den-Haaren-herbeigezogendsten Lügen unwidersprochen weiterverbreiten. Aber fleissig bei jeder Gelegenheit den ersten Stein werfen... Eine Welt ohne bösartige Lügner, ob aus fundamentalistischen oder politisch radikalen Beweggründen - das wär doch mal was!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rumbel the Sumbel 06.09.2016 09:44
    Highlight Highlight Es gibt zwei Möglichkeiten. Trifft zu oder trifft nicht zu. Hoffe die ganze Geschichte hat ihre Wahrheit. Ansonsten wären es nicht die Ersten!
    • Flying Zebra 06.09.2016 10:24
      Highlight Highlight Du liest einen Artikel über KINDER denen das Leben zur Hölle gemacht wurde und das Einzige das du zu sagen hast, ist Misstrauen! Wohl Angst um dein Wohlstandsbäuchlein? Mir kommt echt das Kotzen!
  • Marc A. 06.09.2016 08:54
    Highlight Highlight Es ist halt so - es gibt keine intolerantere Religion als der Islam, so wie er in weiten Teilen dieser Welt gelebt wird. Und diese Intoleranz gegenüber anders denkenden Gruppierungen und Minderheiten bescheren dem Nahen Osten Kriege, Unruhen und Millionen von Flüchtlingen. Warum generiert Europa solch einen medialen Meinungsdruck Richtung links wo Aengste vor einer politischen Öffnung gegenüber dieser Religion tabuisiert werden?
    • Bobo B. 06.09.2016 09:49
      Highlight Highlight Ich teile deine Meinung vollumfänglich. Die Richtigkeit wird auch durch die Ereignisse in den deutschen Asylheimen (oder wie lautet der politisch korrekte Begriff mittlerweile?) bestätigt. Es ist für mich ein absolutes Unding, dass bestimmte Kreise nicht einsehen, welche massiven Probleme wir uns mit der "Ansiedlung" bestimmter Personenkreise einhandeln. Integrationsmassnahmen werden hier ganz sicher nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Der Islam und ein grosser Teil seiner Anhänger sind nach meiner Auffassung immun gegen, sagen wir mal, äussere Einflüsse...
    • Fabio74 06.09.2016 09:53
      Highlight Highlight Das ist falsch.
      Das Problem ist dass die Extremisten in Riad zu viel Geld haben und im Sinner der westlichen Geldgeilheit massivst im Westen investieren. Und damit ihre Islamausrichtung mit transportieren
  • smarties 06.09.2016 08:26
    Highlight Highlight Endlich wiedermal unbürokratisch! Gut gibt es diese Hintertüre!!!
  • MacB 06.09.2016 08:26
    Highlight Highlight Wie würde die Berichterstattung wohl aussehen, wenn es muslimische Ägypter wären, die "Christenwitze" reissen. Würden wir ihnen auch Asyl gewähren, wenn sie vom Staat dafür verfolgt würden?
    Soll die Schweiz jedem, dem Gefängnis droht, Asyl gewähren? Für mich ist das alles ein bisschen scheinheilig, sorry.
    • engeliii23 06.09.2016 09:00
      Highlight Highlight Wenn die Beweislage so einseitig geführt wird und man an Leib und Leben aufgrund eines Jugendscherzes fürchten muss, dann, denke ich, ist es sehr wohl gerechtfertigt, egal ob Muslim, Jude oder Christ.
      Da stehen die Grundrechte über allem. Und das sage sogar ich als Bünzlischwizer ;)
    • TheMan 06.09.2016 10:46
      Highlight Highlight Was wäre wen Muslime, ein Witz über Christen machen? Nicht wäre dan. Verfolgt es gibt keine Länder, bei denen Muslime durch Christen verfolgt werden. Ein Christ muss seine Religion nicht mit Gewalt vertreten. Säg hier in der Schweiz, Mohammed hatte Beischlaf mit einem Kind. Du bekommst auch hier Morddrohung usw. Beleidige Jesus. Und das in Streng Christlichen Orten. Es wird genau nichts passieren.
    • MacB 06.09.2016 11:51
      Highlight Highlight @ZH27: Danke, ich bin des differenzierten Denkens durchaus mächtig. Genau deshalb frage cih hier etwas ketzerisch.

      Ich habe nichts gegen die 4 Jungs und es ist auch ok, dass sie hier Asyl bekommen. Ich ziehe diese Thematik nur generell (und wenn du willst "differenziert") etwas weiter. Wo ist die Grenze, damit jemandem, Asyl gewährt wird? Auf der Welt werden mehrere hundert Millionen verfolgt. Diese Christenjungs teilen jetzt ein wenig unsere Werte, ok. Aber haben deshalb ein Vorzugsrecht, Asyl zu erhalten ggü. verfolgten Muslimen? Das ist meine Frage und das ist kein Populismus!

    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 06.09.2016 08:26
    Highlight Highlight Ihr seid ja ganz übel drauf in Ägypten. Der Mob wütet auf den Strassen. Der Richter spricht ein Urteil ohne das Video anzuschauen.
    Der Islam ist nicht reflektiert, nicht tolerant, nicht fortschrittlich, dafür einschüchternd, auf keinen Fall sympathisch, ist nicht auf Ausgleich bedacht, sucht nur den eigenen Vorteil, verurteilt andere Religionen, lässt andere Religionen nicht zu, ist nicht an sachlicher Auseinandersetzung interessiert.
    Überspitzt gesagt.
    • Lutz Pfannenstiel 06.09.2016 09:06
      Highlight Highlight Es schockiert mich, dass solch drastische Pauschal-Aussagen über eine Religion hier eine breite Zustimmung finden. Schon mal überlegt, dass es "den Islam" nicht gibt? Dass "der Islam" kein Mensch ist und somit auch nicht unreflektiert, intolerant, unsympathisch, egoistisch (= auf den eigenen Vorteil bedacht) usw. sein kann? Und dass die Aussage "verurteilt andere Religionen" in diesem Post geradezu lachhaft zynisch ist? Da hilft es auch nicht, wenn man am Schluss noch ein "überspitzt gesagt" anhängt....
    • N. Y. P. D. 06.09.2016 09:35
      Highlight Highlight Es nützt nichts, wenn sich alle Gutmenschen lieb haben und weinerliche Kommentare veröffentlichen.
      Da schreibe ich im linken watson so einen pauschalen Kommentar gegen den Islam und öffne damit den Güllendeckel.
      Einen polierten Güllendeckel anzuschauen ist sicher schön, ihn ab und zu zu öffnen aber auch wichtig.
      Ganz klar :
      Wir stehen in dieser Debatte noch immer auf Feld 1


    • Marc A. 06.09.2016 11:08
      Highlight Highlight @Lutz, dieser Kommentar von NYP ist pauschal u überspitzt formuliert. Und ich gebe Dir recht dass es immer noch die MENSCHEN sind welche entscheiden, wie diese Religion denn gelebt wird. Leider ändert es nicht die Tatsache dass der Islam, so wie er vielerorts gelebt wird, zum Risiko unserer eigenen Werte u. Religion werden wird in den nächsten Generationen. Vergl. mit vielen Ländern leben wir in der Schweiz eine vorbildliche Toleranz. Alles hat Platz-gut so! Aber wo ziehen wir Grenzen? Das sind schwierige Diskussionen welche seitens links oft mit "Nazi-" und "Braun"-Parolen tabuisiert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ottonormalverbraucher 06.09.2016 08:03
    Highlight Highlight Willkommen in der Schweiz!
  • Luca Brasi 06.09.2016 07:57
    Highlight Highlight Einfach nur schrecklich wie Kopten und Christen allgemein behandelt werden. Ägypten und die Türkei sollten sich echt einmal fragen wie sie mit ihren Minderheiten umgehen. Aber Geld von christlichen Touristen und politische Unterstützung durch die USA nehmen diese Länder wiederum gerne an.
  • Str ant (Darkling) 06.09.2016 07:53
    Highlight Highlight Schön zu lesen das auch ohne Botschaftsasyl diese zu unrecht verfolgten bei uns Asyl gefunden haben.
  • Caprice 06.09.2016 07:51
    Highlight Highlight Eine schöne Geschichte, aber diplomatisch dürfte das eine gewisse Verstimmung auslösen...
    • R&B 06.09.2016 10:13
      Highlight Highlight @Caprice: warum?
  • tzhkuda7 06.09.2016 07:50
    Highlight Highlight Findi guet so. Willkomme bi eus. Ab go dSprach lerne chli Enthusiasmus zeige den chenders wit bringe bi eus ;-P
  • Piri 06.09.2016 07:34
    Highlight Highlight Bravo Schweiz! Und da präsentiert sich der friedliche Islam im Feriendomizil Ägypten! Nie mehr Ferien in einem muslimischen Land. Der Islam wird erst friedlich, wenn ihm alles unterstellt wird. Es gab mal eine Zeit da lebten viele Christen in Ägypten. Wo sind sie geblieben? Das blüht uns, wenn wir den polit. Islam in Eiropa zulassen. Irgendwann wird es keine Christen mehr geben. Entweder umgebracht oder vertrieben. Darum gilt es mit aller Härte gegen die Zeichen des politischen Islams vorzugehen. Wann begreift ihr Europäer das? Betet für Eiropa, irgendwann ist es zu spät!
    • Marco Rohr 06.09.2016 08:19
      Highlight Highlight Amen!
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 06.09.2016 08:28
      Highlight Highlight Danke für ihren Wohldurchdachten Kommentar.
      Ich habe noch nie gehört, dass eine Kirche, in Europa, schliessen musste. Aufgrund irgendwelcher Islamischer Bemühungen. Meistens ist es doch, weil die Christlichen Besucher wegbleiben.
      Ich bitte Sie das ganze Thema ein wenig differenzierter zu betrachten.
      Ich möchte mit diesem Kommentar, diese Tat nicht verteidigen. Sondern nur darauf Hinweisen, dass es auf der Welt mer als nur Gut und Böse gibt.
      Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    • mauchmark 06.09.2016 09:44
      Highlight Highlight Die Befürchtung, dass Christen - bzw. alle nicht-Moslems - in Europa dereinst auch vom Islam verdrängt werden könnten, ist sicher nicht unbegründet. Im Nahen Osten ist ja genau das geschehen. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, dass die Christen in Nahost einst die religiöse Mehrheit bildeten: https://de.wikipedia.org/wiki/Orientchristen
    Weitere Antworten anzeigen
  • _Majortom79_ 06.09.2016 07:32
    Highlight Highlight Das die Schweiz doch auch mal unbürokratisch und effizient handeln kann freut mich. Danke für diesen Aufsteller des Tages und diesen vier Jungs wünsche ich alles Gute!
  • Pokefan 06.09.2016 07:25
    Highlight Highlight Schön dass es noch Happyends gibt. Sowas ist am Morgen ein echter Aufsteller.

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