Schweiz

Tiefe Asylzahlen, hoher Migrationsdruck: Was ist eigentlich los an der Schweizer Grenze?

Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Nie waren die Asylzahlen in den letzten sechs Jahren tiefer als zurzeit. Trotzdem bleibt der Migrationsdruck gross. Ein Besuch im verdächtig ruhigen Tessin.

29.07.17, 08:17 29.07.17, 11:53

Daniel Fuchs (Text) und Mario Heller (Fotos), Chiasso / Schweiz am Wochenende

An den Gittern endet der Perron zum Gleis eins am Bahnhof Chiasso für normale Passagiere. Wer sie passiert, gehört entweder zum Schweizer Grenzwachtkorps (GWK), ist wie wir auf Reportage mit den Grenzwächtern oder ohne gültige Papiere in die Schweiz eingereist. Wie die beiden somalischen Frauen. Nur wenige Minuten zuvor nahm ihre Reise im Eurocity von Mailand nach Basel ein abruptes Ende. Den Grenzwächtern konnten sie keine gültigen Papiere vorweisen. Nun richten sie ihre farbigen Kopftücher, die Grenzwächter weisen ihnen den Weg.

Ohne gültige Papiere unterwegs: Zwei somalische Frauen werden von den Grenzwächtern aufgegriffen. bild: mario heller/aargauer zeitung

Wir betreten die Zone hinter den Absperrgittern, es ist das Herzstück der Schweizer Kontrollen im Migrationsbereich im Südtessin. Hier stellen die Grenzwächter die Identität der Migranten und Flüchtlinge fest. Vergitterte Scheiben, vergitterte Türen. Weshalb? «Sie wurden nötig, als es vor einem Jahr zu Demonstrationen kam. Gewaltbereite Linksextreme haben es auf uns Grenzwächter abgesehen, gewaltbereite Rechtsextreme auf die Migrantinnen und Migranten. Die Gitter dienten zu unser aller Schutz», erklärt der zuständige Hauptmann Patrick Benz.

Gestrandete Flüchtlinge in Como im Sommer 2016. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Im Sommer 2016 stiegen die Flüchtlingszahlen an der Schweizer Südgrenze auf Rekordhöhe. Im italienischen Nachbarort Como herrschte das pure Chaos. In einem wilden Camp beim Bahnhof übernachteten Hunderte Menschen unter freiem Himmel. Viele von ihnen waren von der Einreise in die Schweiz abgehalten worden und im norditalienischen Städtchen gestrandet.

Im mit modernen Scannern ausgestatteten Grenzposten in Chiasso müssen die beiden Somalierinnen ihr Gepäck abgeben. Dann registriert ein Grenzwächter ihre Fingerabdrücke und gleicht sie mit dem System ab. Danach können sich die Frauen im Warteraum setzen.

Piktogramme für die Kommunikation. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Piktogramme und TV-Bildschirme mit Erklärungen in über 20 Sprachen geben Anweisungen und Erklärungen. Hier pflegt die Schweiz keine Willkommenskultur, dafür «eine Kultur der Aufklärung», wie Benz sie nennt.

Weichensteller Grenzwächter

Mit dem Asylprozess hat das Verfahren des GWK nichts zu tun. Die Kompetenzen der Grenzwächter sind begrenzt. Doch am Bahnhof Chiasso stellen sie die Weichen, wohin der Weg der Migranten weiter führt: Landen sie im Schweizer Asylprozess, bei den Strafbehörden oder müssen sie direkt wieder retour nach Italien?

Registrierung im Grenzposten: Eine der Somalierinnen muss ihre Fingerabdrücke abgeben. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Weder der Abgleich der Fingerabdrücke noch ihr Verhalten macht die Somalierinnen verdächtig. Nacheinander müssen sich die Frauen in einem separaten Raum ausziehen. Eine Beamtin durchsucht sie nach Schmuggelware oder gefährlichen Gegenständen. Nun kommt es zum Gespräch. Hauptmann Benz erklärt stolz, dass es sich um einen Pilotversuch handle. «Einige Mitarbeiter wurden extra in Gesprächsführung geschult. Das Verfahren haben wir in Zusammenarbeit mit der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR entwickelt.» Extra bietet das GWK einen Somali-Übersetzer aus dem Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration (SEM) auf, das sich in Gehdistanz befindet.

Mehr Übertritte über die grüne Grenze

Mit Abstand am meisten illegale Einreisen in die Schweiz verzeichnet das Grenzwachtkorps (GWK) derzeit an den Übergängen ins Tessin. Den grössten Teil illegaler Einreisen stellt das GWK am Bahnhof Chiasso fest. Wie der für den Fachbereich Migration zuständige Hauptmann Patrick Benz gegenüber der «Schweiz am Wochenende» sagt, kamen in den letzten Wochen vermehrt Migranten über kleinere Grenzübergänge in die Schweiz oder wanderten sogar über die grüne Grenze ins Tessin. Lag der Anteil illegaler Einreisen via kleinere Grenzübergänge und grüne Grenze letztes Jahr noch bei 10 Prozent, hat sich ihr Anteil im laufenden Jahr mehr als verdoppelt. Laut Benz werden nun bis zu 25 Prozent aller illegalen Einreisen ins Tessin an kleineren Grenzübergängen oder bei mobilen Kontrollen im Inland festgestellt.
Dieser Trend bestätigt sich auch in der Schlepperstatistik des GWK: Die Zahl der im Tessin geschnappten Menschen, denen Menschenschmuggel vorgeworfen wird, liegt im laufenden Jahr bereits bei 76. Im ersten Halbjahr 2016 lag diese Zahl bei 11. Bürger aus Italien, Sri Lanka und Elfenbeinküste führen diese Statistik im laufenden Jahr an. (dfu)

In der Schweiz oder in einem anderen europäischen Land weiter nordwärts erhofften sich die Somalierinnen ein besseres Leben als in Italien, erzählt Benz nach dem Gespräch. Eine der Frauen hat Schmerzen am Fuss und will sich hier behandeln lassen.

Keine der Frauen habe beim Gespräch gesagt, sie möchte in der Schweiz Asyl. Auch habe keine der Frauen in irgendeiner Art angetönt, dass sie Schutz benötige. Eine heikle Aufgabe für das GWK: Das Wort «Asyl» allein ist nicht zwingend, die Beamten müssen auch bei Schilderungen über eine Verfolgung oder Gefährdung auf einen Schutzanspruch schliessen. Wann also endet ihre Kompetenz, wann werden aus den Migranten potenzielle Flüchtlinge, deren Asylgründe durch die Fachleute beim zuständigen SEM abgeklärt werden müssen?

Gepäckkontrolle an der Grenze. bild: mario heller/aargauer zeitung

Wie die meisten, die derzeit nach Europa flüchten, haben die beiden Somalierinnen in Italien erstmals europäischen Boden betreten. Ob sie von den Italienern wie im Dublin-System vorgesehen registriert worden sind und ob sie bereits um Asyl gebeten haben, interessiert das GWK nicht. Benz erklärt es so: «Kommen wir zum Schluss, es handle sich bloss um widerrechtliche Aufenthalte im Sinne des Ausländergesetzes, so entscheiden wir selbst. Stellen wir aber ein Bedürfnis nach Schutz in der Schweiz im Sinne der Asylgesetzgebung fest, so leiten wir die Person weiter ans SEM.»

Hauptmann Patrick Benz.

Mit den Frauen sprechen dürfen die Reporter dieser Zeitung nicht. «Wir haben damit aufgehört, das zu erlauben, weil die Migranten oftmals ihre Geschichten plötzlich änderten und es zu Aufregung und heiklen tumultartigen Szenen kam unter den Wartenden», erklärt Benz.

Die beiden Somalierinnen bleiben ruhig. Stoisch warten sie darauf, dass ein Minibus des GWK sie abholt, sie an die Grenze fährt und den italienischen Behörden übergibt.

Was hält sie in Italien?

Auf der anderen Seite der Grenze treffen wir am Bahnhof von Como ihre beiden gut gelaunten Landsmänner Abdullaah Faarah (19) und Faysal Ismail (17). Faarah hat es bereits drei Mal über die Grenze in die Schweiz versucht, Ismail sogar vier Mal. Immer mit demselben Resultat: Die Schweizer Grenzwächter stellten sie zurück nach Italien. Beide haben sie offenbar nie ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Auch gegenüber dieser Zeitung machen sie kein deutliches Schutzbedürfnis geltend. Das Wort Asyl verstehen sie nicht.

Die Somalierinnen und Somalier, die wir an diesem Tag in Como und Chiasso treffen, sind mit ihrem Schicksal nicht allein. Im ersten Halbjahr 2017 kam es gemäss GWK zu fast 8300 Aufgriffen von Menschen, die illegal in die Schweiz eingereist waren. In rund 7000 der Fälle wurden die Menschen von den Grenzwächtern gleich wieder an Italien rücküberstellt. Dazu passen die Asylzahlen des SEM: Nie waren sie in den letzten sechs Jahren tiefer als zurzeit.

Eine Somalierin wartet im Untersuchungsraum und wird schliesslich zurück nach Italien geschickt. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Sorgen bereitet dies vor allem den Italienern. In Süditalien hält der Zustrom von Bootsflüchtlingen weiter an. Das Land sieht sich kaum noch in der Lage, die vielen Flüchtlinge aufzunehmen, und fordert von den abgeschirmten EU-Ländern im Norden Unterstützung.

Auch Hauptmann Benz zerbricht sich wegen der Entwicklung den Kopf. Was, wenn die Zahlen plötzlich doch wieder massiv steigen? Noch kann auch er nur spekulieren. «Im Sommer gibt es wegen der Gemüse- und Obsternte in Italien mehr Jobs für Flüchtlinge.» Auf dem Schwarzmarkt sind sie billige Arbeitskräfte. «Gut möglich, dass die Zahlen auf den Herbst hin wieder ansteigen.» (aargauerzeitung.ch)

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.08.2017 07:31
    Highlight Fluchtursachen bekämpfen ist schon richtig, nur: Das wirkt leider erst langfristig. Kurzfristig sollte man versuchen, die "Wirtschaftsflüchtlinge" in ihre Heimatländer zurückzuschaffen resp. diese Länder politisch und wirtschaftlich so unter Druck zu setzen, dass sie ihre eigenen Leute wieder aufnehmen.
    2 0 Melden
  • Cyman 29.07.2017 13:41
    Highlight Guter Bericht von einer bislang ziemlich unbekannten Seite. Speziell finde ich nur, dass im Artikel klar wird, dass viele Einwanderungs-Versuche nichts mit Asylanträgen zu tun haben. Im nächsten Abschnitt werden aber alle, die mit dem Boot über das Mittelmeer setzen, als "Flüchtlinge" bezeichnet. Das geht für mich nicht ganz auf...
    34 3 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 15:34
      Highlight Da haben die deutschsprachigen Medien noch einen Lernprozess vor sich. In Italien ist mittlerweile meist von "migranti" oder gar "clandestini" (illegale Einwanderer) die Rede.
      29 1 Melden
  • Steiner 29.07.2017 12:57
    Highlight Kein Wunder reichen die Flüchtenden kein Asylgesuch ein, wenn sie nicht mal wissen, was das Wort Asyl überhaupt bedeutet.
    18 30 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 13:54
      Highlight Das zeigt überdeutlich, wie wenig die aktuell stattfindende illegale Migration noch mit Flucht zu tun hat. Zeit, dass auch die notorischen Schönschwätzer langsam aufwachen!
      40 9 Melden
    • Alnothur 29.07.2017 14:19
      Highlight Artikel nicht gelesen?
      7 5 Melden
  • Bätzi 29.07.2017 12:47
    Highlight Heikel!!
    Ich denke die Aufgeben der Grenzwächter. Sind extrem Heikel
    Einerseitz müssen sie die Flüchtlinge neutral behandeln und überprüfen. Was das ganze noch verschärft ist die tatsache das die grenzwächter ihre Wortwahl genau prüfen müssen damit ihre wörter nicht gegen die Tatsachen verwendet werden.
    Wie gesagt Heikel!
    Ich möchte den Job nicht in diesem sinne danke ich den Frauen und Männern des Grenzwachtcorps
    31 1 Melden
  • Tropfnase 29.07.2017 12:15
    Highlight Alle möchten halt illegal über die schweizer Grenze und keinen Antrag stellen, werden sie gefasst gehts zurück nach Como und am Abend gibts den nächsten Versuch.
    28 3 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 15:36
      Highlight Fragt sich aus welchen Gründen.
      Wollen immer noch die meisten nach Deutschland?
      19 0 Melden
  • seventhinkingsteps 29.07.2017 11:52
    Highlight Ich frage mich schon, wie es dazu kommen kann, dass diese Entscheidungsmacht bzw. Verantwortung beim GWK liegt. Ich meine, so wie es im Artikel steht, herrscht auch unter den Grenzwächtern Unsicherheit über die Kompetenzen und die weiteren Schritte im Prozess und ich kann mir nicht vorstellen, dass die nicht geschult sind, die haben Ahnung. Irgendwie sind die Leute zwischen den Fronten, auch politisch. Das System sollte mMn nicht zu Unsicherheit und Ambivalenz führen, niemand sollte sich schuldig fühlen oder das Gefühl haben eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.
    13 29 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 13:56
      Highlight Im Zweifelsfall zurückschicken, dann hat man sicher nichts falsch gemacht.
      25 9 Melden
    • demokrit 29.07.2017 14:16
      Highlight Ganz einfach deshalb, weil das GWK in der Schweiz für illegale Migration gemäss unseren rechtsstaatlich beschlossenen Gesetzen zuständig ist. Die Kompetenzen sind sehr klar geregelt.
      22 1 Melden
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 15:01
      Highlight @atomschlaf

      Nicht so zynisch bitte, ich find die Sachlage nicht so lustig um ehrlich zu sein.

      Ich sprach eher das Urteil über einen glaubwürdigen Wunsch Asyl zu stellen an. Es steht im Artikel das Wort "Asyl" muss nicht fallen. Ausserdem ist es in der Kompetenz der GWK zu beurteilen ob jemand schutzbedürftig ist. Ich finde das extrem schwierig.
      7 17 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 15:11
      Highlight Ich sehe das nicht so tragisch, denn Italien ist ja kein unsicheres Land, wo Flüchtlinge an Leib und Leben bedroht werden.

      Ausserdem soll ja gemäss Medienberichten nur ein ganz kleiner Teil der über das Mittelmeer Flüchtenden tatsächlich asylberechtigt sein, was das Risiko einer "falschen" Rückweisung nochmals minimiert.
      24 4 Melden
    • demokrit 29.07.2017 15:34
      Highlight Gerade das liegt nicht in der Kompetenz des GWK. Schutzbedürftigkeit kann erst abgeklärt werden, wenn jemand konkret um Asyl ersucht oder im Gespräch tatsächlich etwas auf politische Verfolgung hinweist.
      8 3 Melden
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 16:16
      Highlight @demokrit

      «Kommen wir zum Schluss, es handle sich bloss um widerrechtliche Aufenthalte im Sinne des Ausländergesetzes, so entscheiden wir selbst. Stellen wir aber ein Bedürfnis nach Schutz in der Schweiz im Sinne der Asylgesetzgebung fest, so leiten wir die Person weiter ans SEM.»

      Deine Aussage widerspricht der Aussage vom Hauptmann.

      2 10 Melden
    • demokrit 30.07.2017 12:21
      Highlight @seventhinkingsteps: Nö. So lange niemand um Asyl ersucht (das ist das Bedürfnis), muss von einem illegalen Aufenthalt (widerrechtlicher Aufenthalt im Sinne des Ausländergesetzes) ausgegangen werden und es ist Sache der GWK die Rücküberstellung an Italien vorzunehmen. Mit anderen Worten: Das GWK stellt keine Schutzbedürftigkeit fest, sondern überweist an das SEM zur Feststellung der Schutzbedürftigkeit (ordentliches Asylverfahren), wenn das verlangt wird. Die Migranten wissen aber, dass sie in der Regel bereits nach Dublin in Italien registriert sind und damit sowieso wieder zurück müssen.
      3 1 Melden
    • seventhinkingsteps 30.07.2017 18:10
      Highlight Du sagst, das SEM stell das Bedürfnis nach Schutz fest, der Hautpmann sagt, das macht das GWK und leitet dann ans SEM weiter
      0 0 Melden
    • demokrit 31.07.2017 11:41
      Highlight Zitat: "Stellen wir aber ein Bedürfnis nach Schutz in der Schweiz im Sinne der Asylgesetzgebung fest, so leiten wir die Person weiter ans SEM."

      Mit Bedürfnis ist hier nur eine willentliche Ersuchung nach Asyl gemeint. Die Entscheidung ob Asyl gewährt wird (ob ein tatsächliches Schutzbedürfnis nach Genfer Konvention vorliegt) obliegt dem SEM.

      Ersucht er um Asyl? -> Weitergabe ans SEM
      Ersucht er nicht nach Asyl? -> Rücküberstellung nach Italien, da illegaler Aufenthalt
      2 0 Melden
  • Wölfli beim Lamm 29.07.2017 11:23
    Highlight Die Amerikaner schaffen es, überall auf der Welt Militärstützpunkte zu errichten, sogar ein Foltergefängnis auf "feindlichem Boden" (Kuba). Europa schafft es nicht z.B. in Lybien Enklaven zu errichten für Migranten. Dort könnten die Asylanträge geprüft werden. Wer Asylgründe hat, wird offiziell per Schiff nach Europa gebracht. Der französische Präsident hat einen ähnlichen Vorschlag gemacht. Bin gespannt wie die Rest-EU darauf reagiert. Natürlich wird das sehr teuer. Aber was kostet diese Völkerwanderung jetzt schon? Und die Menschenwürde geht dabei den Bach runter!
    37 7 Melden
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 14:21
      Highlight Wait what? Du nimmst Guantanamo und die USA als Beispiel, dass Europa auch Enklaven schaffen wollen. Es gibt einen Grund, wieso die USA für ihren Imperialismus kritisiert wird
      9 16 Melden
    • Makatitom 29.07.2017 14:28
      Highlight Und wenn Libyen kein Land zur Verfügung stellen will? Soll dann die Fremdenlegion die "Enklaven" mit Gewalt erobern, damit wir dort die europäischen Guantanamos errichten können?
      8 11 Melden
    • Hoppla! 29.07.2017 14:33
      Highlight Wie wärs mit der Möglichkeit in einer Botschaft Asylanträge zu stellen?

      Nur wurde diese Praxis ja abgeschafft.
      13 4 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 15:44
      Highlight @Hoppla: Botschaftsasyl allein bringt nicht viel, da nur wenige Prozent der von Libyen herkommenden Migranten asylberechtigt sind.

      Dies würde nur etwas bringen, wenn man gleichzeitig klarmacht und auch durchsetzt, dass alle illegal nach Europa bzw. dem Schengen-Raum Eingereisten keinerlei Bleiberecht bekommen und entweder ausgeschafft oder bis zu freiwilligen Ausreise interniert werden.
      15 1 Melden
    • Wölfli beim Lamm 29.07.2017 17:39
      Highlight @Makatitom. Sie verdrehen meine Worte! Schade! Denn ich wollte einen Denkanstoss geben. Aus keinem meiner Worte kann abgeleitet werden, dass ich für Flüchtlinge ein Foltergefängnis a la Guantanamo wünsche! Mit den Beispielen Stützpunkte und Guantanamo wollt ich sagen, dass man auf fremdem Boden Dinge durchsetzen kann, wenn man nur will! Ich denke, die Meisten haben mich auch richtig verstanden.
      9 0 Melden
    • Wölfli beim Lamm 29.07.2017 17:56
      Highlight @seventhinksteps. Mein Worte sind Ihnen wohl keine zwei, geschweige denn sieben Denkschritte wert! Ein Gebiet zu errichten, wo die Flüchtlinge ihren Asylantrag für Europa stellen und menschenwürdig leben können, hat nichts mit amerikanischem Imperialismus zu tun! Ich nehme an, Sie wissen unter welch schrecklichen Bedingungen die Migrantwn zur Zeit in Lybien auf ihre Überfahrt warten?! Nur um dann in Europa einen negativen Bescheid zu kriegen - viele von Ihnen jedenfalls.
      9 0 Melden
    • Makatitom 29.07.2017 20:30
      Highlight Schön, dass du mir deine Gedankengänge erklärst. Schade, dass du nicht erklärst, wie die Europäer an land in Libyen kommen sollen, wenn Libyen dieses Land nicht hergeben will
      1 6 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 22:32
      Highlight "wie die Europäer an land in Libyen kommen sollen, wenn Libyen dieses Land nicht hergeben will"

      Na, ganz einfach, indem man das Land militärisch besetzt. Wenn es in Libyen so chaotisch zugeht, wie immer wieder behauptet wird, sollte dies für die europäischen Armeen ein Klacks sein.

      Wäre aber natürlich eine kriegerische Handlung und eine kooperative Lösung wäre auf jeden Fall zu bevorzugen!
      5 0 Melden
    • seventhinkingsteps 30.07.2017 02:35
      Highlight @Wöfli

      Also ich zweifle gar nicht an deiner ernst gemeinten Empathie gegenüber den Flüchtenden.

      Ich frage mich nur wie Makatitom, wie du Land kriegen willst, genug gross um die Leute sicher unterzubringen für die Zeit, in der der Antrag geprüft wird.

      Eine Botschaft ist was anderes. Auch rechtlich. Zwar Schweizer Land, man konnte mal dort Asyl beantragen, sogar leben dort, aber für eine grössere Menge an Menschen reichts nicht.

      Dein Wunsch ist deshalb verständlich, aber bei bestem Willen ein wenig naiv. Du kannst nicht einfach fremdes Land besetzen und dort ein Flüchtlingslager bauen.
      0 4 Melden
  • Chääschueche 29.07.2017 10:56
    Highlight Ruhig ist es erst wenn es 0 sind und die Asylwirtschaft in der Schweiz abgeschaft wurde.

    37 17 Melden
    • Hoppla! 29.07.2017 14:34
      Highlight Und welche Ursache müsste man da deiner Meinung nach bekämpfen?
      2 7 Melden
    • Chääschueche 29.07.2017 17:08
      Highlight Die Ursache sind Menschen die Lieber Waffen benutzen. Die müsste man ausmerzen. Aber dann wären wir ja nicht besser.

      Daher Grenzen zu. Zumindest für Männer. Die sollen für Ihr Land kämpfen.
      8 2 Melden
    • Hoppla! 30.07.2017 11:51
      Highlight Grenzen zu für alle Männer? Oder wie definierst du "Asylanten"?
      0 1 Melden
    • Chääschueche 30.07.2017 13:55
      Highlight Ja zumindest wenn Sie die Familie in ihrem Heimatland lassen das ja komischerweise unbewohnbar ist... aber wenn Frau und Kind dort leben können, dann sollte es für den starken Mann kein Problem sein.

      Ich finde es einfach Komisch das der Mann seine Familie zurücklässt obwohl er "stärker" ist als eine Frau und ein Kind.
      Und die Überlebenschance beim Flüchten ist für einen Mann wohl nur gering besser... das Meer und der Hunger tötet jeden wenn es/er will.
      3 0 Melden
  • Jaing 29.07.2017 10:54
    Highlight Danke an die Grenzwächter, sie hätten dringend mehr Unterstüzung verdient.
    38 3 Melden
    • Makatitom 29.07.2017 14:30
      Highlight Ja, zum Beispiel bei der Erhöhung des Budgets, dass die Partei, die behauptet, als einzige zu der Schweiz und dem Schweizer Volk zu schauen, als einzige Fraktion geschlossen abgelehnt hat
      11 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.07.2017 10:37
    Highlight Erstaunlich sind die tiefen Zahlen wenn man es mit dem restlichen Europa vergleicht. Die Migranten wissen meist genau wo sie hinmüssen. Die wurden entsprechend informiert. Gut gehört die Schweiz, obwohl am reichsten, nicht dazu.
    26 8 Melden
  • Grundi72 29.07.2017 10:24
    Highlight Danke für diesen ausgewogen und sachlichen Beitrag!
    19 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.07.2017 10:08
    Highlight Die geschilderten Fälle stehen wohl stellvertretend für die meisten Afrikaner auf dem Weg nach Europa. Mit Asyl nach Genfer Konvention hat das alles gar nichts zu tun.
    136 16 Melden
    • Steiner 29.07.2017 13:02
      Highlight Und jetzt? Brauchst du ein Asylgrund, um nach Kanada, Australien oder Thailand fliegen zu dürfen? Warum sollst du dich frei bewegen dürfen und Andere nicht?
      11 55 Melden
    • DerTaran 29.07.2017 13:12
      Highlight Mein like war unabsichtlich, wäre schön Watson, wenn man das ändern könnte.

      Zum Thema: Für Migration gilt das selbe wie für Steuerflucht, über der Grenze einkaufen, Fussballertransfers, usw. Menschen mache, was sie für sinnvoll ist. Wenn man die Migration ändern will, muss man sie Grundlos machen. Alles andere ist Global gesehen Augenwischerei.
      11 14 Melden
    • roterriese Team #NoBillag 29.07.2017 13:36
      Highlight @Steiner es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Urlaub und Migration in die Sozialsysteme.
      22 2 Melden
    • demokrit 29.07.2017 14:21
      Highlight Steiner: Du solltest dir die Migrationsauflagen von Kanada und Australien jenseits eines Touri-Visums dann doch einmal näher ansehen. Die sind alle sehr viel schärfer. Freie Bewegungsfreiheit gibt es nur in Utopien und sicher nicht in der Realität.
      20 0 Melden
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 14:51
      Highlight Ob das was mit Asyl nach Genfer Konvention zu tun hat entscheidet das BAMF.

      Wie viel mal muss man das noch erklären?

      Die Grenzwächter entscheiden ob jemand zum Ausdruck gemacht hat, dass er Asyl beantragen will.

      Das BAMF entscheidet über den Antrag.
      2 14 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 15:53
      Highlight @seventhinkingsteps: In der Schweiz gibt es kein BAMF.

      Du meinst wohl das SEM (Staatssekretariat für Migration).
      13 0 Melden
    • Wölfli beim Lamm 29.07.2017 17:44
      Highlight @steiner. Migration nach Kanada bedeutet die Sprache zu können und bereit sein hart zu arbeiten. Es gibt dort nämlich keine soziale Hängematte wie in der EU und der CH!
      12 1 Melden
    • atomschlaf 30.07.2017 00:54
      Highlight "Brauchst du ein Asylgrund, um nach Kanada, Australien oder Thailand fliegen zu dürfen?"

      @Steiner: Aber Du verstehst schon den Unterschied zwischen Tourismus und Migration, nicht?
      8 0 Melden
    • DerTaran 30.07.2017 04:26
      Highlight Die soziale Hängematte so wie du sie dir vorstellst gibt es auch bei uns nicht.
      1 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.07.2017 09:49
    Highlight Die Grenzwächter können es auch keinem Recht machen. Insbesonders den suspekten NGO's. Und die SVP ist auch wiedermal selten blöd, dass sie das Budget für das Grenzwachtkorps nicht erhöhen wollte.
    100 20 Melden
    • atomschlaf 29.07.2017 09:57
      Highlight Es zeigt sich einmal mehr, dass die SVP Probleme lieber eskalieren lässt, um sie dann noch intensiver bewirtschaften zu können, statt sie mit griffigen Massnahmen zu lösen.

      Leider sind die anderen Parteien bei vielen Themen auch nicht besser, denn dort werden die Probleme kleingeredet oder gar nicht erst aufgegriffen.
      112 17 Melden
    • Amboss 29.07.2017 11:13
      Highlight @atomschlaf: Treffend analysiert.

      Und da sind wir auch schon beim Hauptproblem der SVP: In der Schweiz lässt man es nicht eskalieren. Da rauft man sich zusammen und sucht Lösungen. So tickt der Schweizer, ist einfach so.

      Die SVP-Strategie, Lösungen zu blockieren, bis es eskaliert, um daraus Profit zu ziehen in Form von zusätzlichen Wähleranteil oder "über-harten"neuen Regelungen, läuft einfach ins Leere.
      Deshalb ist die SVP eine 30% Minipartei in der Sackgasse, die überall aussen vor ist
      11 9 Melden
    • Steiner 29.07.2017 13:03
      Highlight Warum sind dir NGOs suspekt?
      4 32 Melden
  • #säghinid 29.07.2017 09:32
    Highlight Herzlichen Dank an die Grenzwächter, welche täglich vollen Einsatz leisten!
    171 8 Melden

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