Schweiz
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Eine Handvoll Flüchtlinge erreicht die Schweiz – und Dutzende Journalisten bilden das Empfangskomitee

Hunderte Flüchtlinge haben am Montag in Budapest die Züge Richtung Westen bestiegen. Ihr erstes Ziel ist Deutschland. An der Grenze zur Schweiz blieb der erwartete Ansturm vorerst aus. Am Dienstagmorgen reisten zehn Flüchtlinge mit dem Zug in Buchs SG ein.

01.09.15, 12:01 01.09.15, 13:46


Kapo Mediensprecher Krüsi über die Lage in Buchs:

Video: watson.ch

Am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag sind hunderte Flüchtlinge mit Zügen aus Ungarn und Österreich in Deutschland angekommen. Die ungarische Polizei hatte am grössten Budapester Bahnhof aufgehört, Flüchtlinge an der Weiterreise Richtung Westen zu hindern.

Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten im Zug aus Österreich die Schweiz. bild: rafaelaroth/watson

Auch in der Schweiz waren am Montag Flüchtlinge in Zügen aus Ungarn angekommen. Die Schweizer Grenzwächter übergaben die Ankömmlinge der Kantonspolizei St.Gallen, wie das Grenzwachtkorps am Montag mitteilte.

Die meisten Ankömmlinge kämen aus «Kriegsländern»: aus Syrien, Afghanistan, Irak und auch Iran, sagte Andreas Brunner, verantwortlich für die Umsetzung des Ausländergesetzes bei der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage der SDA. Wer nach Asyl frage, werde ins Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten gebracht.

Ein weiterer Zug aus Österreich erreichte Buchs am Mittag. Im Zug befanden sich fünf Flüchtlinge: Eine Familie aus Syrien mit zwei Kindern und eine Einzelperson aus Afghanistan, wie unsere Reporterin vor Ort berichtet. Die Flüchtlinge werden nun auf den lokalen Polizeiposten begleitet, wo ihre Personalien aufgenommen werden, bevor sie in das Empfangszentrum nach Altstätten gebracht werden.

Flüchtlinge auf dem Weg zum Polizeiposten in Buchs SG. bild: rafaelaroth/watson

Drei Aktivisten waren am Bahnhof Buchs zugegen. Sie erwarteten die Flüchtlinge mit «Refugees are Welcome»-Transparenten.

Pro Woche bis zu 200 per Zug in die Schweiz

Migration von Ost nach West in internationalen Zügen gebe es schon seit Jahren, seit Juni 2015 stelle man aber einen starken Anstieg fest, sagte Brunner. Pro Woche kämen derzeit 100 bis 200 Flüchtlinge auf diesem Weg, hauptsächlich in zwei Frühzügen am Morgen.

Am Dienstagmorgen verspätetet sich der Frühzug. Kurz nach 8 Uhr fuhr der erste Zug aus Graz A im Bahnhof Buchs ein. Die Polizei hat darin vier Personen aufgegriffen, drei Männer und einen Knaben. «Sie stammen vermutlich aus Syrien», sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage.

Der «Wiener Walzer» aus Budapest war in Salzburg geteilt worden. Um 10 Uhr erreichte die Hälfte des Zuges den Bahnhof Buchs, der erste Halt des Zuges in der Schweiz. Die Kantonspolizei St.Gallen griff sechs Flüchtlinge aus Syrien und Bangladesh auf.  (rar/sda)

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wasylon 01.09.2015 21:04
    Highlight Und nächste Woche FlüchtlingsBigBrother live aus dem Container. Arme Flüchtlingsfamilien werden von "Promis" unterstützt wie Irina Beller, Vujo Gavric und Vera Dillier......-
    9 2 Melden
  • Der aus Facebook 01.09.2015 17:34
    Highlight Wir haben ein Journalisten - Chaos...
    21 3 Melden
  • Matthias Studer 01.09.2015 15:10
    Highlight Andere Schlagzeile wäre:
    Flüchtlinge bleiben lieber in Deutschland als in der Schweiz.
    Schweizer Ego angekratzt?
    40 7 Melden
  • Wilhelm Dingo 01.09.2015 14:32
    Highlight Gebt diesen Menschen einen würdige Unterkunft. Unwürdig sind nur die Journis und die peinlichen Plakatträger.
    54 8 Melden
  • TanookiStormtrooper 01.09.2015 13:09
    Highlight MEIN GOTT! Da wurde Buchs ja von diesem "Pack" überrannt. Ich rede von den sensationsgeilen "Journalisten" ;)
    86 8 Melden
  • zombie1969 01.09.2015 12:48
    Highlight "Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten im Zug aus Österreich die Schweiz"
    Konkret: Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten nach durchqueren diverser sicherer Drittstaten, darunter auch Österreich, im Zug die Schweiz.
    37 63 Melden
    • tower204 01.09.2015 13:09
      Highlight Ja und wo ist jetzt das Problem.
      46 26 Melden
    • Scaros_2 01.09.2015 13:39
      Highlight Warum sie nicht in Österreich geblieben sind?
      33 23 Melden
    • TJ Müller 01.09.2015 14:21
      Highlight Copy-Paste Zombie, bitte unterlasse es deine Propaganda auf Watson zu posten. Reicht dir die Veröffentlichung des identischen Kommentars auf srf.ch, badenertagblatt.ch und new.ch noch nicht?
      @Watson, könnt ihr ev. bei Zombie kurz überprüfen, ob der Kommentar nicht schon auf anderen Plattformen veröffentlicht wurde? Geht mir je länger je mehr auf den Sack hier Propaganda eines bezahlten (?) Trolls zu lesen. Andere Meinungen sind wünschenswert, dann entsteht eine Diskussion (zB mit Angelo C), aber Zombie hat glaube ich noch nie geantwortet, da er ja auf allen Kanälen dasselbe schreibt.
      38 25 Melden
    • Wilhelm Dingo 01.09.2015 14:29
      Highlight @tower204: Das Problem ist: Schengen funktioniert nicht. Das heisst wir sollten uns schleunigst selber um die Grenzen kümmern.
      20 15 Melden
    • Scaros_2 01.09.2015 15:22
      Highlight Ob Propaganda Verteiler hin/her. Warum kommen Familien die durch Österreich reisen in die CH? Österreich ist genau so wie die CH ein sicheres Land. Und durch Schengen usw. sollten die Fälle klar sein. Denoch wird man als Schweizer wieder gezwungen die Leute aufzunehmen. Dies hat nichts mit Abneigung zu tun sondern lediglich mit der Frage warum bleiben sie nicht shcon in Österreich oder einem Land davor?
      27 18 Melden
    • TJ Müller 01.09.2015 16:03
      Highlight @Scaros_2, sagt dir NIMBY was?...
      Wenn es nach die gehen würde, sollte die Schweiz also nur die ganz Reichen aufnehmen, die welche mit dem Flugzeug einreisen können, was? Vielleicht habe diese beiden Familien von den Zuständen in Traiskirchen gehört und dachte sich, da der Winter bald kommt, wir reisen weiter in die Schweiz. Auf diese 600km kommts nach der langen Flucht ja auch nicht mehr drauf an, oder? Schengen: sollen also am besten alle in Griechenland bleiben, dort funktioniert zur Zeit ja alles so gut und man hat auch genügend Kapazitäten, gell? PS: Das hat NUR was mit Abneigung zu tun.
      23 15 Melden
    • stud90 01.09.2015 16:07
      Highlight Wäre ja unfair wenn Österreich die ganzen Kosten allein tragen würden. Ich glaube kaum, dass sie genug Kapazität und finanzielle Mittel dazu haben.
      11 10 Melden
    • Scaros_2 01.09.2015 16:26
      Highlight Nein das hat nichts mit Abneigung zu tun! Meine Frage ist warum Reist man von Bulgarian via Aut in die CH? Warum? Mir sind die Flüchtlinge hier ehrlich gesagt egal ich habe mit denen nichts am Hut sie können bleiben ist ok. Ich will nur wissen warum man nicht in Aut aussteigt sondern weiter reist. Das muss doch einen Grund haben! Ich versuche zu verstehen was diese Menschen antreibt nach strapazierenden Reisen noch weiter zu reisen, noch mehr bürokratie auf sich zu nehmen resp. deren Ländereien mit dem gleichen prozedere zu belasten.
      14 7 Melden
    • Scaros_2 01.09.2015 16:41
      Highlight Nochmals es geht mir nicht um die 15 Menschen die gekommen sind. Es geht mir nicht um rumnörgeln. Ich will nur verstehen warum man sich eine weiterreise antut obwohl man in einem sicheren - auch wirtschaftlich gesehen - sicheren Land ist. Ich finde es toll wie gestern 3500 Flüchtlinge in Wien solidarisch geholfen wurde und Menschen praktisch den Bahnhof leerkauften und das Essen den Leuten gaben und eine ÖBB total überfordert war mit anrufern die wissen wollten wohin mit der Hilfe. Meine Frage stellt sich explizit warum reisen Leute weiter und weiter, teils bis nach Norwegen, resp. warum DE?
      9 5 Melden
    • Nico Rharennon 01.09.2015 16:55
      Highlight Scaros_2, fahr nach Buchs und frag sie... Watson freut sich sicher über einen User Input ;)
      4 7 Melden
    • Scaros_2 01.09.2015 17:05
      Highlight Tut mir Leid aber das erwarte ich von Watson. Soll ja ein Medium sein das sich von andern qualitativ abheben möchte und nicht wie SRF3 gestern im Radio die Frage in den Raum stellen warum den die Flüchtlinge welche oftmals tausende von Euros/Dollars ausgeben nicht einfach ein Flug buchen?
      7 4 Melden
    • Brummbaer76 01.09.2015 17:42
      Highlight Die Reisen weiter weil sie meistens in diesen Ländern Verwandte oder Bekannte haben. Teilweise sind die schon vor Jahren oder Jahrzehnte als Gastarbeiter eingereist. Also für mich nachvollziehbar das sie dorthin wollen wo Leute sind die sie kennen.
      5 4 Melden
    • atomschlaf 02.09.2015 06:39
      Highlight @TJ Müller: Die Frage von Scaros_2 ist absolut berechtigt. Die Leute kommen bis in die Schweiz oder nach Deutschland weil das Dublin-Abkommen systematisch missachtet wird. (Was übrigens nicht neu ist, sondern z.B. von Italien seit Jahren gemacht wurde.) Wenn das Dublin-Abkommen funktionieren würde, dann dürfte ein Binnenland wie die Schweiz fast überhaupt keine Flüchtlinge haben, nämlich nur jene, die mit dem Flugzeug direkt aus einem unsicheren Drittland einreisen.
      2 1 Melden
    • tower204 02.09.2015 10:44
      Highlight Das Kommt mir irgendwie so vor als reden wir von Atommühl und nicht Menschen. Viele in der Schweiz haben das Gefühl das wir auf niemand Angewiesen sind, was Absolut Schwachsinn ist.
      1 0 Melden
  • RFC 01.09.2015 12:47
    Highlight Journalistenchaos statt Asylchaos!?
    59 5 Melden
  • Bijouxly 01.09.2015 12:27
    Highlight das unwürdigste finde ich die ganzen kameras. auch an den grenzen: sind wir hier eigentlich im zoo?
    90 8 Melden

Fluchthelferin (72): «Ich nehme die Strafe absolut in Kauf»

Anni Lanz hat ein Gerichtsverfahren am Hals, weil sie einen Afghanen im Auto über die Schweizer Grenze schmuggeln wollte. Im Interview erklärt die Seniorin, warum sie es regelrecht auf einen Prozess angelegt hat. 

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