Schweiz
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Eine Handvoll Flüchtlinge erreicht die Schweiz – und Dutzende Journalisten bilden das Empfangskomitee

Hunderte Flüchtlinge haben am Montag in Budapest die Züge Richtung Westen bestiegen. Ihr erstes Ziel ist Deutschland. An der Grenze zur Schweiz blieb der erwartete Ansturm vorerst aus. Am Dienstagmorgen reisten zehn Flüchtlinge mit dem Zug in Buchs SG ein.



Kapo Mediensprecher Krüsi über die Lage in Buchs:

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Video: watson.ch

Am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag sind hunderte Flüchtlinge mit Zügen aus Ungarn und Österreich in Deutschland angekommen. Die ungarische Polizei hatte am grössten Budapester Bahnhof aufgehört, Flüchtlinge an der Weiterreise Richtung Westen zu hindern.

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Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten im Zug aus Österreich die Schweiz. bild: rafaelaroth/watson

Auch in der Schweiz waren am Montag Flüchtlinge in Zügen aus Ungarn angekommen. Die Schweizer Grenzwächter übergaben die Ankömmlinge der Kantonspolizei St.Gallen, wie das Grenzwachtkorps am Montag mitteilte.

Die meisten Ankömmlinge kämen aus «Kriegsländern»: aus Syrien, Afghanistan, Irak und auch Iran, sagte Andreas Brunner, verantwortlich für die Umsetzung des Ausländergesetzes bei der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage der SDA. Wer nach Asyl frage, werde ins Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten gebracht.

Ein weiterer Zug aus Österreich erreichte Buchs am Mittag. Im Zug befanden sich fünf Flüchtlinge: Eine Familie aus Syrien mit zwei Kindern und eine Einzelperson aus Afghanistan, wie unsere Reporterin vor Ort berichtet. Die Flüchtlinge werden nun auf den lokalen Polizeiposten begleitet, wo ihre Personalien aufgenommen werden, bevor sie in das Empfangszentrum nach Altstätten gebracht werden.

Buchs SG

Flüchtlinge auf dem Weg zum Polizeiposten in Buchs SG. bild: rafaelaroth/watson

Drei Aktivisten waren am Bahnhof Buchs zugegen. Sie erwarteten die Flüchtlinge mit «Refugees are Welcome»-Transparenten.

Pro Woche bis zu 200 per Zug in die Schweiz

Migration von Ost nach West in internationalen Zügen gebe es schon seit Jahren, seit Juni 2015 stelle man aber einen starken Anstieg fest, sagte Brunner. Pro Woche kämen derzeit 100 bis 200 Flüchtlinge auf diesem Weg, hauptsächlich in zwei Frühzügen am Morgen.

Am Dienstagmorgen verspätetet sich der Frühzug. Kurz nach 8 Uhr fuhr der erste Zug aus Graz A im Bahnhof Buchs ein. Die Polizei hat darin vier Personen aufgegriffen, drei Männer und einen Knaben. «Sie stammen vermutlich aus Syrien», sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage.

Der «Wiener Walzer» aus Budapest war in Salzburg geteilt worden. Um 10 Uhr erreichte die Hälfte des Zuges den Bahnhof Buchs, der erste Halt des Zuges in der Schweiz. Die Kantonspolizei St.Gallen griff sechs Flüchtlinge aus Syrien und Bangladesh auf.  (rar/sda)

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

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    Alle Leser-Kommentare
  • wasylon 01.09.2015 21:04
    Highlight Highlight Und nächste Woche FlüchtlingsBigBrother live aus dem Container. Arme Flüchtlingsfamilien werden von "Promis" unterstützt wie Irina Beller, Vujo Gavric und Vera Dillier......-
  • Der aus Facebook 01.09.2015 17:34
    Highlight Highlight Wir haben ein Journalisten - Chaos...
  • Matthias Studer 01.09.2015 15:10
    Highlight Highlight Andere Schlagzeile wäre:
    Flüchtlinge bleiben lieber in Deutschland als in der Schweiz.
    Schweizer Ego angekratzt?
  • Wilhelm Dingo 01.09.2015 14:32
    Highlight Highlight Gebt diesen Menschen einen würdige Unterkunft. Unwürdig sind nur die Journis und die peinlichen Plakatträger.
  • TanookiStormtrooper 01.09.2015 13:09
    Highlight Highlight MEIN GOTT! Da wurde Buchs ja von diesem "Pack" überrannt. Ich rede von den sensationsgeilen "Journalisten" ;)
  • zombie1969 01.09.2015 12:48
    Highlight Highlight "Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten im Zug aus Österreich die Schweiz"
    Konkret: Eine syrische Flüchtlingsfamilie und ein Mann aus Afghanistan erreichten nach durchqueren diverser sicherer Drittstaten, darunter auch Österreich, im Zug die Schweiz.
    • tower204 01.09.2015 13:09
      Highlight Highlight Ja und wo ist jetzt das Problem.
    • Scaros_2 01.09.2015 13:39
      Highlight Highlight Warum sie nicht in Österreich geblieben sind?
    • TJ Müller 01.09.2015 14:21
      Highlight Highlight Copy-Paste Zombie, bitte unterlasse es deine Propaganda auf Watson zu posten. Reicht dir die Veröffentlichung des identischen Kommentars auf srf.ch, badenertagblatt.ch und new.ch noch nicht?
      @Watson, könnt ihr ev. bei Zombie kurz überprüfen, ob der Kommentar nicht schon auf anderen Plattformen veröffentlicht wurde? Geht mir je länger je mehr auf den Sack hier Propaganda eines bezahlten (?) Trolls zu lesen. Andere Meinungen sind wünschenswert, dann entsteht eine Diskussion (zB mit Angelo C), aber Zombie hat glaube ich noch nie geantwortet, da er ja auf allen Kanälen dasselbe schreibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RFC 01.09.2015 12:47
    Highlight Highlight Journalistenchaos statt Asylchaos!?
  • Bijouxly 01.09.2015 12:27
    Highlight Highlight das unwürdigste finde ich die ganzen kameras. auch an den grenzen: sind wir hier eigentlich im zoo?

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