Schweiz
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Bundesraetin Simonetta Sommaruga aeussert sich zur Ecopop-Volksinitiative am Dienstag, 14. Oktober 2014, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga äusserte sich am Dienstag an einer Medienkonferenz zur Ecopop-Initiative. Bild: KEYSTONE

Abstimmungsparolen zur Ecopop-Initiative 

Sommaruga: «Ecopop-Initiative löst kein einziges Problem»

Am 30. November stimmen Volk und Stände erneut über eine Volksinitiative zur Zuwanderung ab. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Dienstag vor den Medien dargelegt, weshalb der Bundesrat die Ecopop-Initiative ablehnt. Ebenfalls Farbe bekennen die Gewerkschaften und Gastrosuisse: beide beschliessen die Nein-Parole.

14.10.14, 10:42 21.10.14, 16:37

Die Initiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» verlangt, dass die Zuwanderung auf 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung beschränkt wird. Gleichzeitig sollen mindestens 10 Prozent der Entwicklungshilfegelder für freiwillige Familienplanung eingesetzt werden. Erklärtes Ziel ist der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

Aus Sicht des Bundesrates löst die Initiative jedoch kein einziges Umweltproblem. Eine Annahme hätte aber schädliche Folgen für die Schweizer Wirtschaft und würde die aktuellen Bemühungen des Bundesrates unterlaufen, gute und stabile Beziehungen zur EU zu erhalten.

Mit einer Begrenzung der Zuwanderung gemäss Initiativtext könnten pro Jahr nicht einmal 17'000 Personen zuwandern, sagte Sommaruga. Dies entspreche einem Viertel der jährlichen Nettozuwanderung in den letzten Jahren. Selbst wenn das inländische Arbeitskräftepotenzial vollständig ausgeschöpft würde, könnten bei einer so drastischen Reduktion die Löcher nicht gestopft werden.

«Umweltprobleme löst man nicht mit einer Begrenzung der Zuwanderung.»

Simonetta Sommaruga

Die Initiative sei aber auch «ökologisch unlogisch», sagte Sommaruga. «Umweltprobleme löst man nicht mit einer Begrenzung der Zuwanderung.» Der Umwelt nütze es nämlich nichts, wenn jemand in einem Nachbarland statt in der Schweiz Energie verbrauche und Abfall produziere. Wer etwas für die Umwelt tun wolle, müsse den Pro-Kopf-Verbrauch von Wasser, Boden oder Energie senken.

Sommaruga warf den Initianten ausdrücklich Fremdenfeindlichkeit vor. Die Initiative behandle Menschen als Problem, das bekämpft werde müsse. «Ob gewollt oder nicht, dieser Ansatz ist fremdenfeindlich», sagte die Justizministerin. 

Gewerkschaften lehnen Ecopop ab

Die Ecopop-Initiative ist aus der Sicht der Gewerkschaften und Angestelltenverbände gefährlich und unmenschlich. Sie würde den Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen erhöhen und zu neuen Diskriminierungen führen. Dies erklärten die grossen Gewerkschaften Arbeitnehmendenorganisation am Dienstag an einer gemeinsamen Medienkonferenz.  

Giorgio Tuti, Praesident Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), eilt an die 289. Delegiertenversammlung am Freitag, 23. Mai 2014 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Gewerkschaften haben die Nein-Parolen für die Ecopop-Initiative beschlossen. Bild: KEYSTONE

Die Ecopop-Initiative sei für alle Arbeitnehmenden in der Schweiz gefährlich. Die damit verbundene Beschränkung der Zuwanderung auf 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung führe unweigerlich dazu, dass die Arbeitgeber viel mehr Kurzaufenthalter ins Land holen würden. Diese seien rechtlich schlechter gestellt. Auch gefährde die Initiative Arbeitsplätze, da die Schweiz nach Annahme der Ecopop-Initiative gegenüber der ausländischen Konkurrenz schlechter gestellt sei. Dies, weil der bilaterale Weg unweigerlich scheitern würde bei einer Annahme. 

Der Gastroverband Gastrosuisse hat für die Ecopop-Vorlage ebenfalls die Nein-Parole beschlossen. Die Beschränkung der Zuwanderung und eine rigide Quote verschärften den Fachkräftemangel, teilte GastroSuisse am Dienstag mit. Bereits heute fehlten aber Fachkräfte im Gastgewerbe. Die Ecopop-Initiative würde die Situation drastisch verschärfen. (wst/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zuerisee 30.11.2014 10:11
    Highlight Liebe Frau Bundesrat
    Nachdem ich letzte Woche Ihren Kommentar bertreffend der Streichung von 2000 Kontingentplätzen für Hochqualifizierte von ausserhalb der EU gehört habe, habe ich mein Nein zur Ecopop-Initiative bereut. Mit jedem Wort zeigen Sie ihre Iloyalität gegenüber dem Volksentscheid vom 9.2. ... und ich ärgere mich schon heute über die Kommentare der Euro-Fans, wenn die Ecopop-Initiative abgelehnt wird ... "Das Folk hat das am 9.2. ja gar nicht so gemeint, etc. und blabla ... " ... und die Arbeitsverweigerung (bei der Umsetzung auch gegenüber der EU) geht weiter ...
    0 0 Melden
  • Schneider Alex 17.10.2014 06:46
    Highlight Kein Dichtestress? Warum ziehen denn so viele Zürcher jährlich in den Kanton Aargau?

    Freiwillige Familienplanung muss umfassend in die Gesundheitspolitik für Entwicklungsländer eingebaut werden. Es geht nicht primär um Kondome.
    0 0 Melden
  • Schneider Alex 17.10.2014 06:46
    Highlight Es wäre immer noch eine Brutto-Zuwanderung von 100'000 Personen möglich. Hochqualifizierte brauchen wir längst nicht so viele. Dafür gäbe es genug Kontingente.

    Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich. Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch/Kopf nicht steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung.

    Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne Fremdenfeindlichkeitsgeschrei.


    0 0 Melden
  • Angelo C. 16.10.2014 17:32
    Highlight Wie im Tagi oder der Tagesschau wäre es vielleicht hilfreich gewesen, die nervende Hauptaussage Sommarugas hier ebenso klar in WATSON hervorzuheben, die da treudoof lautete, dass jemand der für Ecopop votiere auch automatisch "fremdenfeindlich" sei. Eine ungeheuerliche Frechheit, finde ich! Ist jemand der sich berechtigte Sorgen um seine Heimat und deren gesundem Foetkommen macht, ganz einfach bloss fremdenfeindlich, tztz? Könnte gut sein, dass sich Sommaruga damit ins eigene Bein schiesst und verärgerte Unentschlossene dadurch ins JA-Lager befördert.
    1 0 Melden
  • Schneider Alex 15.10.2014 09:00
    Highlight Gewerkschaften haben Angst, das einträgliche Geschäft mit der Überwachung der flankierenden Massnahmen könnte flöten gehen!
    1 2 Melden
    • Kastigator 16.10.2014 10:15
      Highlight Einträgliches Geschäft? Und wo siehst du griffige flankierende Massnahmen? Diese waren die Bedingung, dass die Linke und die Gewerkschaften den Bilateralen zugestimmt haben. Sie werden aber von den Bürgerlichen und namentlich der SVP konsequent verhindert - man will der eigenen Klientel weiterhin das Lohndumping ermöglichen. Gleichzeitig lenkt man den naiveren, uninformierteren Teil des Stimmvolks mit unsinnigen Initiativen wie der MEI ab. Liest man deinen Kommentar, muss man zum Schluss kommen, dass die billige Taktik aufgeht.
      1 1 Melden
  • Schneider Alex 15.10.2014 08:59
    Highlight Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich. Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch in der Schweiz nicht steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung. Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne grosses Fremdenfeindlichkeitsgeschrei!
    2 3 Melden
  • Schneider Alex 15.10.2014 08:57
    Highlight Es wäre immer noch eine Brutto-Zuwanderung von rund 100'000 Personen möglich. Hochqualifizierte brauchen wir längst nicht so viele. Für diese gäbe es auch nach Annahme der ECOPOP-Initiative genug Kontingente.
    2 0 Melden
  • Bonifatius 14.10.2014 14:21
    Highlight 2. Das ökologische Argument ist scheinheilig weil:
    - Sich wieder einmal nur die "Anderen" bemühen müssen: Einmischung in die Familienpolitik armer Länder, Einreisestopp ins Paradies Schweiz. Was ist mit den Anforderungen an die eigene Bevölkerung? Konsum, Strohm, Wohnfläche pro CH-Kopf - alles Tendenz steigend!
    - Es eigentlich darum geht weiterhin das Füferli unds Weggli zu bekommen: Umweltprobleme werden in Kauf genommen aber bitte dort wo man sie nicht sieht. Das neue Handy, den billigen Pullover, das schicke Auto aber bitte nehmen wir gerne weiterhin dankend entgegen!
    6 4 Melden
    • MediaEye 14.10.2014 19:24
      Highlight Vorgeschobene, einseitige und falsche "Todschlag-Argumente" mit denen jede Diskussion abgewürgt werden soll !!!!!
      3 4 Melden
    • Bonifatius 14.10.2014 23:05
      Highlight Überhaupt nicht. Es war eher eine Einladung an Sie zu diskutieren. :) Auf gehts. P.S. Argumentationen haben in ihrer Natur immer eine Einseitigkeit, da sie ja einen Standpunkt/ eine Meinung unterstützen sollen. Ich bin offen für Ihre Gegenparade, aber bitte nichts mit Pfosten.
      2 1 Melden
    • Bonifatius 15.10.2014 12:25
      Highlight Wir haben auch Zuwanderungsbeschränkungen (einfach keine feste Zahl - in Zukunft wohl wieder Kontingente). Ob es rassistisch ist oder nicht ist Diskussionssache. Du hast recht dass sich quantitative Beschränkung und eigene Bescheidenheit nicht gegenseitig ausschliesst, aber das eigene Sparen ist eben freiwillig - und wird deshalb auch nicht im Gros gemacht.
      0 1 Melden
    • Bonifatius 15.10.2014 16:36
      Highlight Wir hatten vor der PFK auch schon Kontingente. Und die Schweiz als Land kann ja nichts am neoliberalen System (halte ich selber auch nicht für sozial) der EU ändern und ist trotzdem wirtschaftlich auf eine Zusammenarbeit angewiesen. Wir zahlen schon etwas an die Kosten (Osterweiterung) und innerhalb der EU gibt's wohl Unterstützungsgelder für die Oststaaten? Im Prinzip habe ich nichts gegen eine kontrollierte Einwanderung. Aber im Gegenzug müsste man auch unsere Vorteile der heutigen globalisierten Wirtschaft überdenken um wirklich Änderungen herbeizuführen. Dazu ist niemand bereit.
      0 1 Melden
  • Bonifatius 14.10.2014 14:15
    Highlight Sachliche Argumente gegen die Ecopop-Initiative:
    1. Das ökologische Argument ist nichtig weil:
    - sich die Natur nicht um Staatsgrenzen kümmert (der Fluss, der über die CH-Grenze fliesst sich nicht selbst reinigt weil er jetzt auf Schweizer Boden verläuft, die Erderwärmung nicht vor den Schweizer Gletschern stoppt weil man "ein Zeichen gesetzt" hat.
    - die ökologischen Veränderungen zunächst die armen Länder und deren Einwohner trifft, die aufgrund geographischen, finanziellen und auch sozialen Faktoren sich nicht/schlechter anpassen können.
    5 4 Melden
    • MediaEye 14.10.2014 19:22
      Highlight total am Thema vorbei und völlig falsche Rückschlüsse gezogen; Veränderungen können eben NUR HIER UND VON UNS SELBST vollzogen werden, und dazu gehört auch der Abbau des Einwanderungsdrucks zu den Honigtöpfen im Land wo Milch und Honig fliessen !!!!!
      Dadurch Reduktion der Belastung der Infrastruktur, Reduktion der Aufwendungen und Kosten; Reduktion der Umweltbelastung etc.
      3 3 Melden
    • Bonifatius 14.10.2014 23:11
      Highlight Die Ecopop argumentiert ökologisch (aus ihrem Munde geht es ja nicht um Ausländer), von daher bin ich sicher nicht am Thema vorbei. Die Umweltbelastung wird eben nicht reduziert, sie ist nur verschoben worden. Hätten Sie eine Ahnung über die (wirtschaftliche) Geschichte der Schweiz wüssten Sie auch woher der Honig und die Milch kommt. Dann wäre vermutlich die Demut etwas grösser und die Selbstverständlichkeit des Abschöpfens etwas kleiner... Ach nein, wahrscheinlich nicht.
      2 1 Melden
    • Bonifatius 15.10.2014 13:53
      Highlight Wenn die Ökologie dem Menschen in einer daseinsnegativen Form begegnet (Mensch = grundsätzlich schädlich für die Natur), dann stimmt natürlich dieser Ansatz. In meiner Vorstellung ist der Mensch Teil der Natur und ist lediglich dazu verpflichtet beim Umgang mit ihr so besonnen wie möglich reagieren. Und man weiss dass Bildung und Wohlstand die Geburt/Sterberate stabilisiert (oder gar negiert). Da müsste man ansetzen. P.S. Der höchste Prozentsatz beim Autogebrauch in der CH wird für Fahrten unter 5 Kilometer genutzt. P.S. 2 Weniger Boden - mehr Hochhäuser statt 1Familienbau?
      1 1 Melden
    • Bonifatius 15.10.2014 16:46
      Highlight Ja mag sein. Wenn man den Mensch aber als Art betrachtet dann will er sich naturgemäss selbst erhalten. Da er - im Gegensatz zum Virus - einen Verstand hat (naja die meisten), begreift er auch, dass für seinen eigenen Erhalt seine natürlichen Grundlagen (Pflanzen/Tiere etc.) geschützt, bzw. fähige Alternativen gesucht werden müssen. Dennoch begreift er die komplexen Vorgänge in den Ökosystemen nicht und kann selbst herbeigeführte Folgen nicht abschätzen. Wieviele Menschen erträgt die Erde? 1972 haben sie noch gedacht höchstens 5 Mio.... Guten Abend noch!
      1 1 Melden
  • Jol Bear 14.10.2014 14:04
    Highlight Sommaruga hat recht, wenn sie sagt, dass mit der Ecopopinitiative keine Probleme gelöst werden. Andererseits ist es offensichtlich, dass die Personenfreizügigkeit in Europa viele Probleme schafft, welche EU-Politiker und viele Gegner der Massenwinwanderungsinitiative hartnäckig nicht sehen wollen: Abwanderung von qualifizierten Personen aus Ländern mit Nachholbedarf bei der wirtschaftlichen Entwicklung, so, dass diese Länder selber stagnieren; hohe Attraktivität der wirtschaftlich erfolgreichen Länder Westeuropas bei Sozialleistungen; jüngere, billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland werden älteren, gleichwertig qualifizierten Inländern vorgezogen usw. Gesellschaftliche Spannungen sind so nur eine Frage der Zeit. Die Personenfreizügigkeit muss nicht aufgehoben, aber eingeschränkt werden. Wenn die EU-Verantwortlichen sich verweigern, dann wird der Druck der Bevölkerung dazu führen, dass sie andern ihre Stimme gibt, Ukip in England, FN in Frankreich usw. Die "EU-Architekten" können nicht ewig in ihrem schöngeistigen ideologischen Glashaus verweilen, die Realität sieht anders aus und kann unverhofft schnell die philosophische Idylle zerstören.
    9 2 Melden
  • TheKing 14.10.2014 13:57
    Highlight Ich stimme Ja, damit die Schweiz das bekommt, was sie verdient: so richtig viele Probleme. Ein Land, so ausländerfeindliches und mit einem Minderwertskomplex gemischt mit Überheblichkeit hat nichts besseres verdient als mal so richtig aufs Dach zu kriegen.
    7 9 Melden
    • MediaEye 14.10.2014 19:25
      Highlight Zwar aus den falschen Gründen, aber immerhin ein JA
      3 2 Melden
  • MediaEye 14.10.2014 13:13
    Highlight Nun zeigt es sich, dass eben diese Bilateralen ein Danaergeschenk der EU und des Bundesrats waren, und wir jetzt nicht mehr weiter kommen damit!

    Die Bilateralen sind faktisch tot und das ist auch gut so !!
    5 10 Melden
  • MediaEye 14.10.2014 13:11
    Highlight Deshalb müssen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden und Pfosten eingeschlagen und Grenzen durch das Volk gesetzt werden, denn sonst macht es niemand!

    Darum ein uneingeschränktes JA zur ECOPOP-Initiative !!!

    Wenn wir nicht im eigenen Land beginnen, dann gibt es nie eine Veränderung!
    Und nein Frau Sommaruga, diese Initiative ist NICHT fremdenfeindlich und lässt auch noch genügend Zuwanderung zu, um die Wirtschaft auf dem heutigen Niveau zu halten!!
    Aber sie sind ja auch mit ihrer Partei europhil, d.h. sie wollen immer noch in die EU!
    Ich war seinerzeit für die EWR und immer gegen die Bilaterale
    6 10 Melden
    • Bonifatius 14.10.2014 14:32
      Highlight @MediaEye: Grenzen durch das Volk? Pfosten einschlagen?Was ist denn das für eine Holzfällerrhetorik? Veränderungen gibt es schon, nur nicht diese die Sie vielleicht wünschen... Wenn man erst einmal einsieht, dass die CH eine (wirtschaftliche und politische) Beziehung zu den Nachbarländern fürs Überleben braucht, weiss man folglich auch, dass dies Verhandlungen und eben auch eine gewisse Kompromissfähigkeit bedeutet. In diesem Rahmen lässt sichs diskutieren. Anders geht es nicht. Eigentlich simpel. Bei der MEI-Kritik und der neol. Wirtschaft gebe ich Ihnen recht.
      5 4 Melden
    • MediaEye 14.10.2014 19:27
      Highlight @Bonifatius, na immerhin, dann sollten sie sich aber auch nicht den anderen Argumenten verschliessen und blind den Einflüsteren von links bis rechts folgen
      2 1 Melden
    • Bonifatius 14.10.2014 23:01
      Highlight Wenn ich den Einflüsterern von links BIS rechts folge hätte ich im Durchschnitt ja eine recht ausgeglichene Meinung... :) Nein ich versuche mir meine Meinung selbst zu bilden (ohne natürlich den Einfluss der Medien und der Parteipropaganda zu unterschätzen). Welche anderen Argumenten denn?
      1 0 Melden
  • MediaEye 14.10.2014 13:08
    Highlight Nun rächt es sich, dass die Politiker in Bern versuchen, mit Ränkespielen und schmutzigen Tricks das Volk auszubremsen und zu betrügen!
    Der EU-Beitritt geistert immer noch in deren Köpfen rum, und die neoliberalen Kräfte in der Wirtschaft wollen natürlich ein ungehindertes und grenzenloses Wachstum, und sei es auch nur durch die Zuwanderung genährt.
    Und auch die MEI ist nur ein Ablenkungsversuch, der rein gar nichts an der aktuellen Lage verändert, sondern diese noch festigt und zementiert.
    7 7 Melden
  • poesie_vivante 14.10.2014 11:56
    Highlight Vorgeschlagene Titeländerung: poesie_vivante: "Der Bundesrat löst kein einziges Problem".

    Die Ecopop-Initiative ist im Gegensatz zur Wirtschaftslobby und vielen Politikern nicht auf kurzfristigen Profit aus, sondern will einen längerfristig gangbaren Weg für die Entwicklung der Schweiz. Was ist daran so verkehrt?

    Eine sachliche Auseinandersetzung mit den Ecopop-Argumenten habe ich bis jetzt leider nur auf dem infosperber-Portal lesen können, zum Beispiel hier:

    http://www.infosperber.ch/Artikel/Home/Ecopop-Immigration-Zuwanderung-Bevolkerungszunahme

    17 12 Melden
    • hektor7 14.10.2014 12:52
      Highlight Irgendwie noch lustig, dass du einen Artikel mit dem Untertitel "Hier Argumente, die für eine Beschränkung der Zuwanderung sprechen" als einzige sachliche Auseinandersetzung bezeichnest. Dass die pro-Argumente grundsätzlich leichter verständlich zu erklären sind, ist mir schon klar. Sachlicher sind sie deswegen noch lange nicht.
      5 6 Melden
    • Oberon 14.10.2014 13:08
      Highlight Anscheindend keine Anung wie das Tagesgeschäft des BR aussieht.

      Es ist immer einfacher einzelne Themengebiete heraus zu picken und mit dem Hammer drauf zu schlagen.

      Aber welche Abhängigkeiten dadurch entstehen sind schwer abschätzbar.
      2 2 Melden
    • kurt3 14.10.2014 13:24
      Highlight Urs P. Gasche hat , beim Beispiel
      Lichtenstein , das Zuwanderungs-
      Beschränkungen mit der EU aushandelt hat vergessen zu erwähnen dass FL EWR-Mitglied ist .
      4 1 Melden
  • mastermind 14.10.2014 11:42
    Highlight Es geht nicht darum, mit Ecopop Probleme zu lösen, es geht darum, Frau Bundesrätin, dass die Masseneinwanderungsinitiative nicht "wie demokratisch abgestimmt" durchgeführt wird und darum ein Zeichen nach Bern gesendet werden muss. Mit einem hohen Ja-Anteil wäre der BR endlich gezwungen, diese Initiative richtig durchzusetzen. Die Verplämperzeit ist nun endgültig vorüber!
    19 16 Melden
    • Bonifatius 14.10.2014 12:28
      Highlight Hier sieht man gut den Zerfall der direkten Demokratie: Es geht in der Politik anscheinend den Abstimmenden nicht mehr darum mit Volchsinitiativen Probleme zu lösen, nein das Ziel heisst heute: "Zeichen setzen". Der Grund: "Weils nicht nach meiner Nase geht/... weil das Volch Oberhaupt ist". Erhobener Mittelfinger zur EU ("Hä, da habt ihrs"), Knieginggen zum Bundesrat ( "die Elitären die!") und das alles aus Trotz/Angst und ohne an mögliche Konsequenzen zu denken.
      14 11 Melden
    • hektor7 14.10.2014 12:40
      Highlight Wie muss den die Masseneinwanderungsinitiative deiner Meinung nach umgesetzt werden, damit sie richtig umgesetzt wird? Das wissen ja nicht mal die Initianten. Zudem würden mich mal konkrete Beispiele interessieren, inwiefern es momentan den Anschein macht, als würde die Initiative nicht "richtig" umgesetzt. Als könne man sowas nach dieser kurzen Zeit schon sagen. Eine schwammige Initiative richtig umzusetzen, ist noch cheiben schwierig.
      10 4 Melden
    • poesie_vivante 14.10.2014 12:50
      Highlight Ich finde es falsch, dass man bei der Abstimmung "Zeichen setzt". Es ist stets schlecht, ein JA zu einer Initiative in die Urne zu legen, nur um denen in Bern eins auszuwischen. Letztlich sollte ein JA das Gutheissen der Anliegen der Initiative bedeuten.

      Für lediglich ein Zeichen zu setzen sind die Anliegen der Ecopop-Initiative viel zu ernst. Die Initiative selbst bietet ja konkrete Lösungsansätze, die man gut finden kann (oder eben nicht). Mit diesen muss man sich auseinandersetzen.
      5 3 Melden
    • Oberon 14.10.2014 13:04
      Highlight @hektor7
      Genau das ist die zentrale Frage.

      Es kann auch fast keiner der Befürworter formulieren wie denn der Entwurf schlussendlich aussehen soll.
      3 2 Melden
    • Deep Mike 14.10.2014 13:10
      Highlight Abstimmungsparole "Ja", um ein Zeichen zu senden. Und Leute wie Sie dürfen abstimmen. Es wäre bei weitem intelligenter, wenn Sie mit inhaltlichen Argumenten "Ja" stimmen würden. Und dies sage ich als Gegner des Anliegens. Hier einer meiner Vorbehalte:
      https://www.facebook.com/glaettli.ch/photos/a.429257052756.203814.34245372756/10152267435172757/?type=1
      1 2 Melden
    • hektor7 14.10.2014 14:57
      Highlight @Stadler: Dass gerade ein Glättli, in dessen Adern wohl grünes Blut fliesst, dermassen energisch gegen Ecopop wettert, kann auch anders gedeutet werden. Ist es nicht offensichtlich, dass die Initianten wohl doch eher eine andere Sorge als diejenige um die Schweizer Landschaft treibt? Also ich finde schon.
      Über die Art und Weise, wie er wettert, lässt sich natürlich streiten, das ist klar.
      2 2 Melden
    • MediaEye 14.10.2014 19:31
      Highlight #Glättli ist ein typisches Beispiel dafür, wie weit sich die "grünen" Exponenten von ihrem ureigenen Ziel entfernt haben und nur noch die gleichen Ziele wie SP und die Wirtschaftsvertreter verfolgen! Da kann er ja gleich der GLP beitreten
      3 1 Melden

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