Schweiz

Versuchte Vergewaltigung in Asylunterkunft: Zwei Jahre Haft für 19-Jährigen gefordert

Im Januar soll ein 19-jähriger Asylbewerber aus dem Sudan sich in der Waschküche an einer Betreuerin sexuell vergriffen haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Anklage erhoben: Sie fordert eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, zwölf Monate davon unbedingt.

26.04.16, 11:47 26.04.16, 12:19

az Aargauer Zeitung

In der kantonalen Asylunterkunft beim Spital Laufenburg soll sich ein 19-Jähriger an einer Betreuerin sexuell vergriffen haben.

Am 22. Januar kam es zum sexuellen Übergriff, am 4. Februar machte Tele M1 den Fall publik: In der unterirdischen Asylunterkunft beim Spital Laufenburg soll ein 19-jähriger Sudaner versucht haben eine Betreuerin zu vergewaltigen. Tatort war die Waschküche.

Der 19-jährige Beschuldigte soll am Nachmittag die Türe zur Waschküche von innen abgeschlossen und den Schlüssel entfernt haben. Danach habe er die Betreuerin zuerst an den Hüften gepackt, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Als die Frau die Waschküche habe verlassen wollen, habe er sich in den Weg gestellt. Er habe der Betreuerin über die Brüste gestrichen und gezielt zwischen die Beine gegriffen.

Als das Opfer den Raum erneut habe verlassen wollen, habe es bemerkt, dass die Türe abgeschlossen gewesen sei. Die Betreuerin konnte sich gemäss Staatsanwaltschaft schliesslich selber aus der Waschküche befreien, nachdem sie den Schlüssel gefunden hatte.

Betreuerin vergewaltigt? (Tele M1, 3. Februar 2016)

In Laufenburg soll ein Asylbewerber versucht haben, sich an einer Betreuerin zu vergehen. Es wird zurzeit wegen versuchter Vergewaltigung ermittelt. Der Asylbewerber ist jedoch nicht ständig und so steht Aussage gegen Aussage. Video: kaltura.com

Der Beschuldigte befindet sich seit Freitag nicht mehr in Haft. Das kantonale Zwangsmassnahmengericht lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, den Mann in Sicherheitshaft zu setzen. Er wurde jedoch in eine andere Asylunterkunft versetzt, deren Gelände er nicht ohne Begleitung verlassen darf.

Die Staatsanwaltschaft fordert wegen versuchter Vergewaltigung eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Davon soll der Mann ein Jahr im Gefängnis absitzen.

Die Staatsanwaltschaft stellt auch den Eventualantrag, dass der Asylbewerber wegen sexueller Nötigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt wird. Wann das Bezirksgericht Laufenburg den Fall behandeln wird, ist noch offen. (sda/fvo)

  (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 26.04.2016 15:48
    7 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.04.2016 15:12
    Highlight Ich wäre spezialisiert auf Sondersetting.....
    5 1 Melden
  • Paco69 26.04.2016 12:07
    Highlight "Davon soll der Mann ein Jahr im Gefängnis absitzen."
    Besser: Davon soll der Mann ein Jahr im Sudan im Gefängnis absitzen, und zusätzlich wird die Sozialhilfe vollständig gestrichen.
    74 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.04.2016 12:05
    Highlight Und wann wird er ausgeschafft?
    59 0 Melden
    • Baccara 26.04.2016 12:35
      Highlight Gar nicht.
      21 3 Melden
    • tomtom1 26.04.2016 13:21
      Highlight Selten so gelacht! ^^
      12 0 Melden
    • DoMeBE19 26.04.2016 15:49
      Highlight wieso wird jetzt so einer nicht ausgeschafft? Etwas läuft hier falsch!
      13 3 Melden
    • Fabio74 26.04.2016 18:48
      Highlight Nun wird es Blitze hageln, aber der Mann ist nicht verurteilt worden bisher. Also abwarten was das Gericht sagt. Gilt auch in dem Fall. Das Gericht muss die Schuld beweisen.
      2 14 Melden
    • DoMeBE19 26.04.2016 19:44
      Highlight In der Zeitung war das Urteil zu lesen, er wurde freigesprochen
      1 9 Melden
    • Angelo C. 27.04.2016 00:56
      Highlight DoMeBe : Begnadeter Schwätzer?!

      Zitat aus dem heutigen Artikel :

      "Wann das Bezirksgericht Laufenburg den Fall behandeln wird, ist noch offen. (sda/fvo)"
      7 0 Melden
    • DoMeBE19 27.04.2016 07:00
      Highlight Angelo C.
      Ich sagte Zeitung, nicht Watson, es muss nicht unbedingt stimmen aber im Blick am Abend stand geschrieben er würde nun in eine andere Asylunterkunft verlegt, und er habe sonst keine Strafen zu befürchten. Mir ist der Blick ist nicht sehr vertrauenswürdig aber von solchen infos denke ich nicht dass sie falsch verbreitet wurden.
      3 2 Melden
    • Baccara 27.04.2016 07:29
      Highlight DoMeBE19 - ähm Blick am Abend. Genau verbreitet keine falschen Informationen. Nur grad was in den Kram passt.
      2 1 Melden

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