Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Nationalrat wünscht sich eine Ausbildung für Flüchtlinge



Der Nationalrat verlangt spezifische Ausbildungsgänge für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Der Bundesrat soll im Rahmen der Fachkräfte-Initiative das Potenzial von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen besser nutzen.

Der Nationalrat unterstützte eine entsprechende Motion von Martina Munz (SP/SH) mit 112 zu 75 Stimmen. Die spezifischen Ausbildungen sollen in Branchen mit Fachkräfte-Mangel angeboten und mit einem eidgenössischen Berufsattest abgeschlossen werden können.

Die Hälfte bis zwei Drittel der Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen hätten bereits eine Ausbildung oder praktische Berufserfahrung, heisst es im Vorstoss. Dieser geht nun in den Ständerat.

SVP dagegen

Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen sollten einer bezahlten Arbeit nachgehen können und nicht von Sozialhilfe leben müssen, sagte Munz. Nur die Hälfte der anerkannten Flüchtlinge sei nach zehn Jahren in der Schweiz erwerbstätig und im Arbeitsmarkt integriert. Bei den vorläufig Aufgenommenen seien es noch weniger.

Die SVP bekämpfte den Vorstoss. Deren Sprecher Pirmin Schwander (SZ) sagte mit Verweis auf das Ausländergesetz, dass bereits alles geregelt sei. Der Bundesrat unterstützt das Anliegen dagegen.

Justizministerin Simonetta Sommaruga stellte an die Adresse der SVP klar, dass es nicht um das Ausländer-, sondern um das Asylgesetz gehe. Auch für vorläufig Aufgenommene, die häufig längere Zeit in der Schweiz bleiben würden, sei eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt erwünscht. (sda)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Korrektur-Initiative: Bereits 72'000 Unterschriften gegen Lockerung von Waffenexporten

Nur einen Monat nach ihrer offiziellen Lancierung sind für die Korrektur-Initiative bereits mehr als zwei Drittel der benötigten Unterschriften zusammengekommen: Gemäss Blick haben die Initianten bereits 72'018 Unterschriften gesammelt.

Die Initiative verlangt, dass Schweizer Rüstungsexport-Güter nicht in Bürgerkriegsländer und in Staaten exportiert werden dürfen, welche systematisch die Menschenrechte verletzen. Hinter dem Anliegen steht die «Allianz gegen Waffenexporte in …

Artikel lesen
Link zum Artikel