Schweiz

Boden wischen im Asylheim: Flüchtlinge in Lumino, TI.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Uni-Rektoren fordern: Bund soll abklären, ob Flüchtlinge studieren können

13.12.15, 04:09 13.12.15, 10:19

Die Rektoren der Schweizer Hochschulen fordern, dass der Bund prüft, ob Asylbewerber für ein Studium infrage kommen. «Es braucht schon ganz früh im Asylverfahren Abklärungen über den bildungsbiografischen Hintergrund», sagt Martina Weiss, Generalsekretärin der Schweizer Hochschul-Rektorenkonferenz Swissuniversities in der «NZZ am Sonntag».

«Die Hürden zwischen der Aufnahme in der Schweiz und dem Zugang zur Hochschule sollten abgebaut werden.» Heute sei noch kaum ein Flüchtling an einer Schweizer Universität oder Hochschule eingeschrieben. Dabei gäbe es durchaus solche, die das Potenzial für ein Studium hätten, heisst es in dem Bericht.

Bund zeigt sich offen

So verfügte beispielsweise Syrien vor Kriegsausbruch über ein intaktes Hochschulwesen. «Es ist entsprechend auch davon auszugehen, dass sich studierfähige Personen unter den in der Schweiz Schutz Suchenden befinden», sagt Weiss.

Der Bund zeigt sich offen für das Anliegen: «Das SEM teilt grundsätzlich die Auffassung, dass die Integration der Flüchtlinge verbessert werden soll, indem die Massnahmen optimiert, die Anreize verstärkt und die Hürden abgebaut werden», sagt Sprecherin Léa Wertheimer gegenüber der Zeitung.

Offenbar  kommt es diese Woche zu einem Treffen zwischen Vertretern des SEM, der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Berufsbildungskonferenz, bei dem es um die Begleitung junger Flüchtlinge geht. (dwi)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Ninon 13.12.2015 12:56
    Highlight Fakten statt Gefühle: Ca. 25% aller Flüchtlinge, die in die Schweiz kommen, sind Analphabeten oder funktionale Analphabeten. Die Maturität in jenen Ländern entspricht in etwa unserer Realschule.
    Wir reden hier von einer Menge im Promille-Bereich, die es an unsere Unis schafft, selbst wenn man ihnen den roten Teppich auslegt.
    Bereits die Syrer sind schlecht ausgebildet: http://www.welt.de/wirtschaft/article148098162/Haelfte-der-syrischen-Fluechtlinge-schlecht-ausgebildet.html
    Bei den Afghanen, Tamilen und Eritreern reicht es nicht mal für eine Anlehre (die meisten brechen die Lehre ab).

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  • atomschlaf 13.12.2015 12:06
    Highlight Es gibt bereits ein bewährtes und etabliertes Instrument um festzustellen, ob Flüchtlinge für ein Studium geeignet sind:
    Die Schweizerische Maturitätsprüfung.
    http://www.sbfi.admin.ch/themen/01366/01379/01626/index.html?lang=de
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  • Tropfnase 13.12.2015 10:49
    Highlight Unbedingt! Flüchtlinge sollen studieren oder eine Lehre machen können. Nur mit Bildung kann die Schweiz den Terrorismus effektiv bekämpfen! Aber es sollten Plätze für Flüchtlinge geschaffen werden, die die Einheimischen nicht konkurrenzieren.
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  • Macke 13.12.2015 09:49
    Highlight Die Forderung erstaunt gerade vor dem Hintergrund, dass bereits heute Asylbewerbende studieren können und es auch tun. Das Problem ist weniger die Zulassung, sondern eher die Finanzen: Studiengebühren, Bücher etc. Personen mit anerkanntem Flüchtlingsstatus sind oft in das Schweizer Stipendienwesen integriert und erhalten meist deutlich mehr Stipendien als Schweizer Studierende - unter anderem, weil sie aus sehr guten Gründen oftmals nicht arbeiten können. Vor diesem Hintergrund würde ich mir von Watson eine genauere Analyse wünschen.
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  • Triesen 13.12.2015 09:31
    Highlight Das macht Sinn. 🤔 Auch in Syrien gab es Fachleute und Leute mit einer guten Ausbildung. 🤔 Auch aus anderen Ländern kommen intelligente und ehrgeizige Menschen. 🤔 Der Arbeitsmarkt Schweiz wartet auf sie, denn wir reden bereits von einem Fachkräftemangel. 🤔 Dr. Brunner: Bitte in die Notaufnahme... 😆
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  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 13.12.2015 08:27
    Highlight Super!
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  • Bowell 13.12.2015 08:19
    Highlight Es wäre m.E. wichtiger eine Lehrstelle zu organisieren, anstatt einen Hochschulabschluss. Für den Aufbau ihrer Heimatländer wird es viel mehr Fachkräfte mit praktischem Hintergrund brauchen anstatt Akademiker.
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    • Yolo 13.12.2015 08:58
      Highlight Eine Lehre als Ingenieur oder Architekten meinen sie?
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    • trio 13.12.2015 09:00
      Highlight Klar ist eine Lehrstelle wichtiger. Aber ich denke es ist heute praktisch unmöglich, als Flüchtling an einer Hochschule zu studieren. Während eine Lehre zu machen schon möglich ist, deshalb scheint es durchaus angebracht, die Hemmnisse für ein Studium abzubauen.
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    • gjonkastrioti 13.12.2015 10:35
      Highlight Beim Wiederaufbau eines Staates geht es eben nicht nur darum die Infrastruktur wiederaufzubauen. Es geht vielmehr darum eine neue Verfassung zu schreiben, ein Schulsystem aufzugleisen, staatliche Institutionen zu gründen, evtl. auch Kliaschutzmassnahmen zu treffen usw. Dafür braucht man eben die Uni-Abgänger.
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    • Bowell 13.12.2015 11:55
      Highlight Es braucht in erster Linie eine funktionierende Gesellschaft. Was passiert, wenn man nur die Elite und nicht den Mittelstand fördert ist ja wahrscheinlich hinreichend bekannt. Des Weiteren hat die Schweiz mit ihrem dualen Bildungssystem eine hervorragende Expertise in Sachen Berufsausbildung. Es braucht Menschen die wissen was effektiv zu tun ist und nicht was zu tun wäre, wie das bei Studierten oft der Fall ist.
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