Schweiz

Knackeboul über die SMAs: «Vaterlandskitsch, gesponsert von Schweizer Fleisch»

17.02.17, 13:36 17.02.17, 13:57

Mehr Vielfalt, weniger Swissness: Rapper Knackeboul möchte die Swiss Music Awards umkrempeln. Bild: KEYSTONE

«Vaterlandskitsch und plumpe Ländlerromantik, gesponsert von Schweizer Fleisch»: Mit drastischen Worten rechnet der Rapper und Publizist Knackeboul in einer Kolumne mit den Swiss Music Awards (SMA) ab.

Seinen Beitrag in der «TagesWoche» beginnt Knackeboul, der mit bürgerlichem Namen David Kohler heisst, mit den Worten: «Hiermit verwirke ich vielleicht meine Chance auf einen Swiss Music Award.» Und Knackeboul schiebt nach, manchen erscheine er wohl als Neider, weil er es an den SMA noch nie über eine Nomination hinaus geschafft habe.

Aber für den 34-jährigen Berner Rapper und Moderator hat die Preisverleihung einen zu kommerziellen Charakter: Der Preis sei eher ein «Swiss Folklore Award oder meinetwegen Swiss Pop Award». Die vielseitige Schweizer Musikszene repräsentiere er aber mitnichten, so der Grundtenor in Knackebouls Kolumne, die durchaus politisch verstanden werden darf.

Knackeboul in World of watson – 55 Kosenamen Video: watson.ch

Im Kern wirft er den Machern der Preisverleihung vor, zu sehr auf Kommerz und Swissness zu fokussieren. Oder wie er es ausdrückt: «Unter den Gewinnern dieser Awards gab es mehr Trachtenträger als an der Ski-WM in St. Moritz.» Gerade in Zeiten eines «global wütenden Populismus'» sollten Künstler keine Klischees verbreiten. Und kantige, aufmüpfige Künstler, die fehlten an den SMA.

World of watson: 9 Missgeschicke, die jeder kennt. Video: watson.ch

Zahlreiche Gewinner der diesjährigen Swiss Music Awards, die am 10. Februar in Zürich über die Bühne gingen, stammen aus der Volksmusik- und Schlagersparte oder sind Mundart-Künstler: Beatrice Egli, Kunz, Schluneggers Heimweh oder Trauffer.

World of watson: Autofahrer-Typen. Video: watson.ch

(aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Der Kicker, der nie kickte – die bizarre Geschichte von Fake-Fussballer Carlos Kaiser 

Neue Umfrage zeigt: Die Gegner der No-Billag-Initiative liegen vorne – und zwar deutlich

Mexiko: Zahl der Morde 2017 so hoch wie nie zuvor

US-Kongress findet Kompromiss gegen «Shutdown» – die grössere Hürde kommt aber noch

Das sind die Rekordtorschützen in Europas Top-Ligen

Mord an Ex-YB-Spieler Andrés Escobar: Mutmasslicher Auftraggeber wurde verhaftet

Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

Apple knickt ein – neues Feature gibt iPhone-Usern (endlich) die Wahl

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrli 17.02.2017 14:46
    Highlight Oh, Nacki, hör doch auf zu Rappen und fang an zu Singen. Wir müssen uns auch alle bücken für die Kohle, da wollen wir dich auch mal auf den Knien sehen ... ;-)
    15 8 Melden
  • Pond 17.02.2017 14:45
    Highlight Interessiert sich wirklich jemand für diesen Preis?
    10 1 Melden
    • Bowell 17.02.2017 18:03
      Highlight Ja, Knackeboul, sonst würde er ja nicht beleidigt in die Tasten hauen;)!
      9 7 Melden

Nimmt Doris Leuthard bereits nach No Billag den Hut?

Die Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard soll bereits im Frühling von ihrem Amt zurücktreten. Dies berichtet der «Blick» und beruft sich dabei auf Insider-Informationen aus den Reihen der CVP.

In Bundesbern ist man bis anhin davon ausgegangen, dass Doris Leuthard im Sommer oder Herbst 2018 zurücktritt. Dies, nachdem die CVP-Bundesrätin im August vergangenen Jahres angekündigt hatte, sie befände sich «am Ende ihrer letzten Legislatur».

Laut einem Bericht von «Blick» soll der Rücktritt der Aargauer Politikerin aber bereits im Frühling erfolgen. Aus ihrem Umfeld werde klar signalisiert, dass es nach der No-Billag-Abstimmung sehr viel schneller gehen könnte, …

Artikel lesen